feminismus

soll das mädchenblog feministisch sein oder ist es das vielleicht sogar? das diskutieren hier gerade einige kommentator_innen. heißt feminismus, „den Sexismus gg. Frauen um[zudrehen]“? nein, natürlich nicht. aber es gibt verschiedene formen von feminismus, und deshalb haben viele leute unterschiedliche bilder davon im kopf, was feminismus heißt. einige denken vielleicht an feminist_innen, wie es sie zum beispiel viel in den achtziger jahren gab, die glaubten, dass frauen die besseren menschen wären. deshalb denken diese menschen, dass feminist_innen gegen männer sind und müssen sich deshalb davon abgrenzen. sie glauben, sich wehren zu müssen, und sagen, dass es auch andere frauen gibt, „die gegen männlichen Sexismus sind“. solche frauen gibt es auch, sehr viele sogar, denn frauen, die „männlichen sexismus“ gut finden, gibt es nicht so viele.
über sexismus werden wir hier sicherlich auch noch viel diskutieren, aber jetzt erst einmal zurück zum feminismus, also den verschiedenen formen des feminismus. in den neunziger jahren ist ein teil des feminismus ein bündnis eingegangen mit anderen menschen, die probleme mit den gesellschaftlichen regeln von sexualität und geschlecht (das nennen diese menschen oft „heteronormativität“) haben. diese regeln bestimmen zum beispiel, dass es genau zwei arten von menschen gibt, nämlich männer und frauen. bricht jemand diese regel, entweder beim geboren werden oder im späteren leben, dann lässt die gesellschaft das nicht zu: es ist gesetzlich vorgeschrieben, entweder männlich oder weiblich zu sein. und es ist allgemein so vorgesehen, dass männer und frauen sich zu paaren zusammenschließen, heiraten und kinder bekommen sollen. wenn jemand dagegen verstößt und zum beispiel lesbisch oder schwul ist oder sich nicht nur auf eine liebe beschränken will, dann ist das zwar nicht per gesetz verboten, aber trotzdem haben diese leute oft probleme mit anderen menschen. manche werden sogar dafür ermordet, dass sie „anders“ sind.
der eine teil des feminismus hat dann festgestellt, dass es gar nicht darum geht, dass frauen besser als männer sind. sondern dass bereits die einteilung in zwei geschlechter und die ganzen regeln, wie diese beiden geschlechter miteinander umgehen sollen, eine ungleichheit und unterdrückung verursachen, also dafür sorgt, dass es einigen schlechter geht als anderen. die männer selbst sind also gar nicht schuld am sexismus – obwohl es viele männer gibt, die sexisten sind.
also hat der feminismus sich mit den anderen zusammengeschlossen, die diese regeln auch blöd finden. daraus entstand ein neuer feminismus, der heißt queer-feminismus (das thema queer wird hier bestimmt auch noch viel besprochen, aber dafür ist es heute zu spät). für den queer-feminismus ist es außerdem wichtig, dass sexismus nicht der einzige oder wichtigste mechanismus ist, der unterdrückung verursacht. denn davon gibt es viele, wie zum beispiel rassismus, antisemitismus, kapitalismus oder nationalismus. die leute, die sich gegen diese unterdrückungsmechanismen wehren oder wehren wollen, haben sich schon viel darüber gestritten, was schlimmer ist. aber diese mechanismen stehen nicht nebeneinander, so dass man sie messen könnte, sondern sie sind ganz kompliziert miteinander verstrickt, wie in einem knoten, den man nicht mehr aufkriegt. deshalb ist es auch so schwierig, sie zu verändern, so, dass es für alle besser wird. aber manche menschen möchten es trotzdem versuchen. der (queer-)feminismus ist so ein versuch, den knoten zu lösen.
diejenigen, die das mädchenblog angestoßen haben, finden den feminismus eigentlich ganz gut, und die meisten menschen, mit denen sie viel zu tun haben, auch. aber es gibt auch sehr viele menschen, wie zum beispiel einige der am anfang erwähnten kommentator_innen, die feminismus irgendwie blöd finden. warum, das können sie nicht so genau sagen. vielleicht liegt das daran, dass sie ein bestimmtes bild vom feminismus haben, aber gar nicht so viel wissen vom feminismus. vielleicht sind es aber auch einfach leute, die erstmal ein bisschen rumpöbeln, weil sich sich, warum auch immer, angegriffen fühlen.
und ihr leser_innen? wie findet ihr eigentlich den feminismus? findet ihr, dass das mädchenblog feministisch sein sollte?


39 Antworten auf “feminismus”


  1. 1 Jens 21. Juni 2006 um 9:28 Uhr

    „sie glauben, sich wehren zu müssen, und sagen, dass es auch andere frauen gibt, “die gegen männlichen Sexismus sind”.“

    Das hatte mit „wehren“ und „pöbeln“ nichts zu tun, da ich mich weder als „Mann“ oder sonstwie angegriffen fühlte, noch ein böses Wort über den Feminismus verloren habe. Ich habe nur auf ein objektives Fakt hingewiesen, dass nämlich Antisexismus auch ohne Feminismus geht; und zwar nicht nur in der „unpolitischen“ Sphäre, sondern auch in der „politischen Arena“: sind z.b. viele Frauenrechtlerinnen keine Feministinnen, auch wenn das in den Augen der meisten Menschen ja „irgendwie alles das gleiche“ ist. Aber gut, ist ja nun geklärt: ihr, die ihr die Sache hier angestoßen habt, meint, dass (Queer)Feminismus eine gute oder gar die beste Idee ist, gegen Sexismus anzugehen; und wollt damit eben nicht einfach nur alle, die ganz besonders unter dem Sexismus leiden, ansprechen, sondern eben auch oder vor allem alle oder zumindest viele davon in den Diskussionen, die hier führen wollt, für eure Art der Politik gewinnen. So deutlich stand das nun mal nicht im Einführungstext.

  2. 2 sammelsurium 21. Juni 2006 um 10:33 Uhr

    Also ich bin dafür. Und außerdem wäre ich dafür, dass Du das Plugin mit den Yahoo-Smilies aktivierst, weil die nämlich zu dem ganzen rosa Auftreten hier passen. :D

  3. 3 zahai 21. Juni 2006 um 12:55 Uhr

    @ jens – getroffene hunde bellen …
    eine diskussion anzustoßen bedeutet nicht sofort, andere leute von der eigenen meinung überzeugen zu wollen. ein komplettes blogkonzept kann nicht in einem kruzen einführungstext erläutert werden. möglicherweise ist auch der autor_innenkreis (bestehend oder entstehend) keine homogene masse, jede person hat eine eigene auffassung davon, was feminismus ist oder sein kann.
    und wenn ich mich nicht primär als feminist_in definiere, und diesen blog trotzdem lese und nett finde, widerlege ich doch deine behauptung des „nicht angesprochen werdens“.
    und wenn ich das gefühl habe, dass du nicht ein böses wort über wie auch immer gearteten feminismus verlierst, sondern dass für dich feminismus das böse wort ist, dann ist das wohl auch eine unterstellung. :>

  4. 4 helazoid 21. Juni 2006 um 14:54 Uhr

    ob die selbstbetitelung mit dem „F-Wort“ ein „subversiver akt“ oder schlichtweg rumreiten auf „ollen kamellen“ ist wäre _vielleicht_ wirklich eine tiefergehende diskussion wert. die exzessive benutzung und identifizierung mit Feminismus könnte eine potente Möglichkeit sein, um endlich diese ganzen anderen assoziationen die unter dem „label“ mitschwimmen (esomurks, matriarchatsutopie, umgedrehter sexismus usw.) auszutreiben, es aber „queer-feminismus“ zu nennen erweitert im Endeffekt doch nur die „angebotspalette“ um eine weitere assoziation
    im gegensatz zu „frauenrecht“ schwingt im Feminismus für mich immer noch ein stück Utopie mit, die über die „simple“ rechtliche gleichstellung von frauen rausgeht und ideen für alle genders/sexes/whatever bietet
    (klar denken so wohl auch viele frauenrechtlerInnen, aber die diskussion dreht sich doch eh primär um labelquark oder? ;) )

    auf der anderen seite dürfte es sehr müßig werden, jedesmal den standpunkt ausgiebig erklären zu müssen und mensch wäre (zumindest nervlich) mit „anti-sexismus“ wohl besser bedient

  5. 5 Jens 21. Juni 2006 um 18:02 Uhr

    und wenn ich das gefühl habe, dass du nicht ein böses wort über wie auch immer gearteten feminismus verlierst, sondern dass für dich feminismus das böse wort ist, dann ist das wohl auch eine unterstellung.

    1. nein, ich finde das wort nicht böse. 2. wenn du möchtest, dass ich den antifeministen mache, musst du mich schon hoch dafür bezahlen. so von mir aus habe ich nämlich gar kein interesse daran. ansonsten hätte ichs ja auch schon im ersten kommentar machen können. ich habe nichts weiter gesagt als (liebe blogleser, es handelt sich hier um eine dauerwiederholung, daher blenden wir den kommentar hier für sie aus)

  6. 6 admin 21. Juni 2006 um 23:44 Uhr

    @jens: ich verstehe zwar, was du meinst, aber nicht, was du uns damit sagen willst. warum ist es für dich so wichtig, dass es auch antisexismus ohne feminismus gibt?

    @zahai: „möglicherweise ist auch der autor_innenkreis (bestehend oder entstehend) keine homogene masse, jede person hat eine eigene auffassung davon, was feminismus ist oder sein kann.“

    da hast du wohl recht! ich bin schon gespannt auf die anderen auffassungen

    @helazoid: „es aber “queer-feminismus” zu nennen erweitert im Endeffekt doch nur die “angebotspalette” um eine weitere assoziation“

    meinst du das jetzt positiv oder negativ? „mein“ feminismus ist eben ein „queerer feminismus“, auch, wenn ich ihn nicht immer so nenne. ich fand es aber wichtig, dass mal so auszuführen, weil es ja auch immer noch anderen feminismus gibt.

  7. 7 helazoid 22. Juni 2006 um 0:35 Uhr

    >>“meinst du das jetzt positiv oder negativ? “mein” feminismus ist eben ein “queerer feminismus”, auch, wenn ich ihn nicht immer so nenne. ich fand es aber wichtig, dass mal so auszuführen, weil es ja auch immer noch anderen feminismus gibt.“

  8. 8 helazoid 22. Juni 2006 um 0:36 Uhr

    :((
    eigentlich sollte da viel mehr stehen aber aus unerfindlichen gründen wurde das wohl geschluckt

    seufz, also nochmal

  9. 9 helazoid 22. Juni 2006 um 0:43 Uhr

    ---
    meinst du das jetzt positiv oder negativ? “mein” feminismus ist eben ein “queerer feminismus”, auch, wenn ich ihn nicht immer so nenne. ich fand es aber wichtig, dass mal so auszuführen, weil es ja auch immer noch anderen feminismus gibt.
    ---

    was ich meinte, ist, dass das queer-f-konzept nicht im feminismusbegriff verwässern sollte (als ein variante von vielen) sondern mensch es diesen über-/einnehmen sollte (eine revolution der assoziationen, patethisch gesagt ;) )

    dass das jetzt so kurz ausfällt sei mal wegen der für mich sehr späten stunde zu entschuldigen, im originalen kommentar stand eigentlich auch mehr :/

  10. 10 Jens 22. Juni 2006 um 1:45 Uhr

    nun, @ admin, nimm es einfach als ergänzung von einem jemand, der seine zeit zu 99 % mit nicht großartig politisierten frauen (und männern) verbringt ;-)
    ob das nun wirklich „wichtig“ ist, naja.

  11. 11 admin 22. Juni 2006 um 14:02 Uhr

    @helazoid: wahrscheinlich hast du das mit blockquote versucht, die erfahrung, dass das dann den folgenden text frisst, habe ich auch schon öfters gemacht – ärgerlich! seitdem kopiere ich jeden kommentar vor dem abschicken in die zwischenablage.
    ansonsten glaube ich, dass wir da in dieselbe richtung denken. nur kann man ja den immer noch bestehenden „anderen“ feminismus ja nicht „wegassoziieren“ …

  12. 12 Alice Schwarzer 23. Juni 2006 um 23:19 Uhr

    Also ich meine schon, dass wir Frauen zusammenhalten sollten und daher ist diese Website sehr schön.

  13. 13 turbo 24. Juni 2006 um 19:43 Uhr

    hm was mich mal interressiert ob alice schwarzer wirklich soo repräsentativ für etwas emanzipatorisches sein sollte

  14. 14 pia 24. Juni 2006 um 21:45 Uhr

    @turbo: nee, wer sagt denn das?

  15. 15 Gudrun 25. Juni 2006 um 11:28 Uhr

    Sie ist immerhin eine Feministin der allerersten Stunde und ihre Meinung wird von vielen Feministinnen geschätzt und vertreten.

  16. 16 illith 02. Mai 2007 um 3:13 Uhr

    *lol* der text ist irgendwie total sendungmitdermaus-speech :d :d was ja nichts schlechtes sein muss je nach angepeilter junger zielgruppe, aber für den fall scheint mir der text dann widerum eher zu lang.

    hier auf meiner veralteten homepage hab ich nen text über Opfer-Feminismus geschrieben und über „meinen“ feminismus, den Kompensations-Feminismus. http://ill66.piranho.de/respect/feminismus.htm

    war das da oben die echte Alice? ich hab ganz schlimme abneigungen gegen „wir frauen“-sätze (oder „ihr frauen-“ oder „wir männer-“ oder „wir deutschen-“ usw. sätze ;) )

  17. 17 scp 07. Oktober 2007 um 4:38 Uhr

    Wenn ich das richtig verstehe, soll doch der Unterteilung in Männchen und Weibchen, einher mit vielen anderen Stereotypen die zur Unterdrückung führen (können) entgegengewirkt werden. Warum verweden wir dann Wörter wie Feminismus, die so eindeutig auf Weiblichkeit, Fraulichkeit, Frauen, Mädchen zurückgeführt werden? Selbst wenn wir ein neues Wort davor setzen, ändert es doch nichts daran dass man bei Feministen zu allererst an Frauen denkt, seltenst oder zumindest erst sehr viel später an Männe und Buben. Führt das nicht schon wieder zur Unterdrückung? Anders gefragt, wäre es möglich bzw. sinnvoll, ein neues Wort zu finden, das die Idee beschreibt, dass Menschen, die sich unterdrückt fühlen, darunter viele Frauen, Lesben, Schwule, Ausländer usw. nicht nur darum kämpfen, als Gleichberechtigt anerkannt zu werden, sondern das Recht nicht nur anerkannst sondern erleben und erfahren, fühlen möchten was es heißt, sich frei entfalten zu können?

  18. 18 illith 09. Oktober 2007 um 13:19 Uhr

    genau das (die fixierung/beschränkung auf „frauen“) ist mir auch ein dorn im auge.

    ebenfalls von meiner grässlich aussehenden alten HP deshlab:
    http://ill66.piranho.de/respect/respectismus.htm
    ;)

  19. 19 nonogender 13. Oktober 2007 um 3:04 Uhr

    @illith
    hab mir grad mal den text über feminismus auf deiner seite durchgelesen..
    wie meinst du das hier denn genau?

    „Diese Einstellung --Rechtfertigung/Relativierung bei Täterinnen, Verteufelung bei Tätern-- also auch die „automatische“, vorbehaltlose Solidarisierung mit einer Person aufgrund ihres weiblichen Geschlechts ist sexistisch und somit nicht in Ordnung.“

    bist du dann auch gegen definitionsmacht? also definitionsmacht in dem sinn (kurzgefasst..nur falls nicht jede-r damit was anfangen kann!), dass die in den meisten fällen weibliche betroffene bei sexuellen grenzüberschreitungen definieren kann, was passiert ist, wie mit dem täter umgegangen werden soll und sie dementsprechend unterstützt wird. begründet wird dies damit, dass bei sexuellen übergriffen meist keine „zeug_innen“ dabei sind (aussage gegen aussage).somit könnte nach üblicher „rechtssprechung“ ein übergriff selten als solcher anerkannt werden (außerdem wäre die betroffene in der position, den übergriff „beweisen“ zu müssen).
    außerdem wird oft mit patriarchalen machtstrukturen argumentiert, in denen der übergriff und das umfeld eingebunden sind und die somit das konzept der definitionsmacht notwendig machen.

  20. 20 illith 14. Oktober 2007 um 0:17 Uhr

    *seufz* definitionsamcht…. ja das thema bereitet mir immer kopfschmerzen und bauchschmerzen :

    ich find die an sich sehr kritisch und auch die einstellung, dass alle tatsächlich zu unrecht ‚angeklagten‘ (jetzt nicht unbeidngt im juristischen sinn) männer halt als kollateralschaden zu betrachten sind, geht mir gegen den strich.
    aber aufgrund der sozialen realität ist das mit der definitionsmacht vermutlich das kleinere/notwendige übel.
    inwieweit ich aber in der lage wär, da in der praxis korrekt mit umzugehen, kann ich auch nur ahnen (es gab hier im haus mal einen ähnlichen fall, da hab ich mich vermutlich auch nicht konsequent genug korrekt verhalten :( das ist einfach eine ganz ätzende situation)
    aber wie siehst du (wo ich dich ja für sehr versiert und klug halte) das mit der definitionsmacht allgemein bei männlichen opfern?
    also es geht bei der d.m. ja nicht nur um „echte“ vergewaltigungen, sondern auch um belästigung und so glaub ich, ne? würdest du da bei ‚anklagenden‘ männer/jungs genauso „blind-solidarisch“ verfahren? oder muss man da nochmal irgendwie differenzieren, aufgrund struktureller ungleichheiten und so….?
    ach, so ein kompliziertes thema :

    der zitierte text ist übrigens schon etwas älter. da hatte ich von der ganzen d.m.-debatte noch gar nichts gehört.

    worauf sich der absatz aber eher bezog, waren solche storys aus der EMMA, wo mütter, die ihre kinder umgebracht haben, eben als opfer der gesellschaft betrachtet werden, die von selbiger und vom kindsvater alleingelassen wurden etc und umgekehrt, wenn ein mann seine ehefrau ermordet hat, dies eben mehr als ausdruck männlicher/patriarchaler brutalität und machtausübung definiert wird.
    also dieses mann = täter, frau = opfer (selbst als täterin)

    so. ich hoff, ich hab mich hier jetzt nicht um kopf und kragen geredet^^°

  21. 21 nonogender 14. Oktober 2007 um 12:16 Uhr

    ah erstmal sorry mein kommentar davor sollte ncih so „dozierend“ klingen,mir is nur kein kurzer text eingefallen den ich verlinken könnte und finds doof, über was zu reden wenn manchen vielleicht total unklar ist..
    ahh zu deiner frage:) weiss ich auch nicht…(eine definitionsmacht über das erlebte zuzusprechen und für den_die betroffene sichere räume zu schaffen,ist ja glaub in jedem fall sinnvoll oder?)
    auf jeden fall halte ich das konzept prinzipiell schon für absolut unterstützendswert (mir würde auch keine alternative einfallen, obwohl es auch schon auch punkte gibt, die ich nicht so gut finde,wie eben zb. die festschreibung täter=männlich frau=opfer)
    bin mir zum beispiel auch nicht sicher, ob es mehr sinn macht, in texten über die thematik grundsätzlich so eine „hetero“-schreibweise zu verwenden („die betroffene“, „der täter“ -um aufzuzeigen, dass es eben meist frauen in hetero-beziehungen betrifft, aufgrund der realen geschlechtermachtverhältnisse) oder das nicht-geschlechtsspezifisch formulieren (um zu zeigen, dass es sexuelle übergriffe auch in lesbischen/schwulen zusammenhängen gibt,dass es auch männliche betroffene gibt, dass geschlecht eh konstruiert ist,….)
    -naja vielleicht kommt das die „zielgruppe“ des textes oder die intention an?
    aber schwieriges thema auf jeden fall..

  22. 22 ZwischenDrin 18. August 2008 um 20:27 Uhr

    Also ich faende es toll dass das Maedchenblog queer-feministisch ist! Endlich eine „Zeitschrift“ fuer mich! :-)

    Loona (ZwischenDrin)

  23. 23 Gunnar 09. Dezember 2008 um 0:49 Uhr

    Ich bin gegen fraulichen Sexismus !!!!

  24. 24 laylah 09. Dezember 2008 um 15:02 Uhr

    wieso denn bloß? ich bin primär gegen die verwendung von vier aufeinander folgenden ausrufezeichen.

  25. 25 gtz 09. Dezember 2008 um 17:19 Uhr

    ich finde die verwendung von spaces vor satzzeichen viel abstoßender. aber auch praktisch: als zeichen dafür, dass der schreiber ganz fundamentale bildungslücken aufweist.

  26. 26 laylah 09. Dezember 2008 um 18:01 Uhr

    ja nee, das mir zu elitär dann.

  27. 27 nimrouz 23. Februar 2009 um 19:24 Uhr

    hallo, zu den satzzeichen: es kann auch sein, dass der schreiber einfach in einer anderen kultur schreiben gelernt oder lange gelebt hat (z.B. im Französischen ist immer ein leerzeichen zwischen buchstabe und satzzeichen außer punkt). es kann auch sein, dass der schreiber einfach andere sachen wichtig findet. es kann hunderttausend gründe dafür geben… ich mag korrekte sprache sehr gerne und das ist mir auch wichtig (ich bin übersetzerin). aber wenn das thema eigentlich ein anderes ist, könnte man vielleicht die aufmerksamkeit auf das thema legen statt sich gegenseitig beweisen zu wollen, wie blöd der andere doch ist? was meint ihr?

  28. 28 illith 24. Februar 2009 um 19:38 Uhr

    spoiler:
    wenn „gunnar“ was inhaltliches zur diskussion beigetragen hätte, hätten gtz und laylah sicher großzügig über seine orthografie hinweggesehen. ;)

  29. 29 B-Bo 25. Februar 2009 um 3:05 Uhr

    gtz wohl nicht, der sieht darin ja hinweise auf „bildungslücken“.

  30. 30 laylah 25. Februar 2009 um 11:29 Uhr

    genau so.

  31. 31 gtz 25. Februar 2009 um 11:54 Uhr

    pff. ohne elite kein fortschritt.

  32. 32 laylah 25. Februar 2009 um 14:49 Uhr

    ohne konkurrenz kein fortschritt, ohne gewalt keine konkurrenz, ohne triebe keine gewalt, ohne freud keine triebe, ohne sex keine freude, ohne freude kein spaß?

  33. 33 gtz 25. Februar 2009 um 16:08 Uhr

    wasn das für sozialdarwinistischer blödsinn?

    und wo kommt freud in der seltsamen kausalkette in der mitte auf einmal her?

  34. 34 laylah 25. Februar 2009 um 16:23 Uhr

    „ohne elite kein fortschritt.“
    vs.
    „wasn das für sozialdarwinistischer blödsinn?“
    merkste was?

  35. 35 gtz 25. Februar 2009 um 17:14 Uhr

    merkste was?

    da wär ich hier ganz schön einsam.

  36. 36 Claudia 27. November 2009 um 19:25 Uhr

    Queer-feminismus soll die Mann-Frau-Problematik der Welt und der Weltgeschichte lösen? Das glaube ich aber eher nicht so, denn das Wörtchen „queer“ bedeutet für mich mehr so-was-wie: Schwule/männliche Männerliebe, die Frauen eigentlich per se ausschließt. Siehe antikes Griechenland und Co.

  37. 37 n.n. 27. November 2009 um 22:43 Uhr

    Du sagst doch bereits selbst „bedeutet für mich mehr so-was-wie..“ . Das heißt, du bist dir schon darüber bewusst, dass das deine persönliche Interpretation ist. Dann kannst du daraus eigentlich nicht ableiten, dass besagtes Konzept die „Mann-Frau-Problematik“ nicht lösen kann, weil es Frauen ausschließt, wenn das Konzept lediglich für dich persönlich Frauen ausschließt.

  38. 38 Angi 13. September 2011 um 23:03 Uhr

    Es wäre gut, wenn ihr genauer schreiben würdet, was ihr konkret mit Feminismus meint. Ich habe den Namen Eurer Seite von einem guten Freund bekommen und freue mich, dass man hier ernst genommen wird und es nicht wie sonst oft, heißt: „ach stell dich nicht so an, ist doch nicht so schlimm.“ Haha. Die Vergangenheit hat sehr wohl Auswirkungen auf die Gegenwart! 2 Sachen hier nur: Feminismus heißt für mich nicht: los, auf, und alle Männer unterdrücken! Feminismus heißt, die selben Rechte wie Männer haben. Auf einer gleichen, gerechten Basisi kann man dann gut zusammenarbeiten. Thema Geschlecht: ja, es gibt zunächst zwei verschiedene, die die Biologie zur Fortpflanzung vorgesehen hat. Daneben gibt es eben auch Mischformen. Nichts davon ist „normal“ – alles existiert eben, ist gleichberechtigt. Punkt. Thema Anrede: also ich kann als Frau mit den männlichen Formen leben im Text. Es gibt gravierendere Nachteile für Frauen.

  1. 1 Queerfeministische Kundgebung in Berlin zur Familienpolitik : www.who-owns-the-world.org Pingback am 11. März 2012 um 16:20 Uhr

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