Zitat zum schlechten Ruf offener Beziehungen

Aus gegebenem Anlass:

Viel vom schlechten Ruf Offener Beziehungen kommt von Leuten, die grundsätzlich monogam sind, aber eine neue und „bessere“ Geliebte finden, während sie bereits in einer anderen Liebesbeziehung sind. Sie behaupten, Offene Beziehungen auszuprobieren, aber was sie wirklich versuchen, ist, die alte Beziehung langsam enden zu lassen. Dann, nach einer Weile, wenn die Dinge beginnen, auseinanderzubrechen, sagen sie „Na gut, Mehrfach-Beziehungen funktionieren nicht“.

Stammt aus einem tollen PDF, welches mensch* hier findet.


11 Antworten auf “Zitat zum schlechten Ruf offener Beziehungen”


  1. 1 sammelsurium 17. September 2006 um 12:24 Uhr

    Tja, das stimmt wohl. Leider gibts es zu viele von diesen Menschen, die leider nicht genügend sich selbst reflektieren, mit dem Kopf durch die Wand wollen und den Leuten um sich herum nicht zuhören können. Deswegen lässt sich der schlechte Ruf auch nicht so schnell abschütteln, denke ich.

    Noch ein paar Links:

    Polyamour bei Wikipedia:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Polyamorie

    Schweizer Poly-Seite:
    http://www.polyamory.ch/

    Beziehungskram Projektwerkstatt:
    http://www.projektwerkstatt.de/gender/start_beziehung.html

    Und noch mehr deutschsprachige Links:
    http://www.polyamory.ch/content.php?page=links_de

  2. 2 sv 17. September 2006 um 12:57 Uhr

    Den Wikipedia-Artikel fand ich auch sehr super. *-:)

  3. 3 Wondergirl 17. September 2006 um 19:48 Uhr

    Der schlechte Ruf kommt aber auch durch Leute, die nicht genug Stolz und Selbstbewusstsein besitzen, um den Partner, der sie gegen ihren Willen in eine polygame Beziehung zieht, in den Wind zu schießen.
    Oder die es dulden, weil sie nicht als spießig gelten oder den andern verlieren wollen.

    Nicht falsch verstehen, ich habe nichts gegen polygame Beziehungen, aber man sollte sich aus freien Stücken dazu entscheiden/alle Beteiligten sollen gleichberechtigt sein. Eigentlich logisch.

  4. 4 sammelsurium 18. September 2006 um 18:22 Uhr

    Ja, durch so Leute vermutlich auch. Wobei mir Menschen, die aus Liebe bereit sind, dazu zu lernen, immer noch lieber sind als andere, die mit dem Kopf durch die Wand wollen. Aber das ist Ermessenssache. Und kommt immer auf den Standpunkt an. ;)

  5. 5 Kenneth Star 18. September 2006 um 23:09 Uhr

    „alle Beteiligten sollen gleichberechtigt sein.“

    Gemessen an dem Anspruch würde ich heterosexuelle Zweierbeziehungen auf unbestimmte Zeit verbieten. Um mal ein bisschen zu granteln.

  6. 6 sv 19. September 2006 um 9:01 Uhr

    Ich stimme Deiner Kritik vollkommen zu, Kenneth. :)

  7. 7 mensch im mohn 20. September 2006 um 1:00 Uhr

    „alle Beteiligten sollen gleichberechtigt sein.“

    Gemessen an dem Anspruch würde ich ziemlich viele Beziehungen (z.B. auch Freundschaften) verbieten, weil oft eine Person mehr von der anderen abhängig ist und somit nicht die gleichen Voraussetzungen bei „Verhandlungen“ hat. Ist jedenfalls meine Erfahrung bisher.

    Genauso wie beim „Mann“–“Frau“-Verhältnis müssen die Beteiligten sensibel genug sein, um ihre Überlegenheit nicht auszunutzen. Ich meine, an wirklich echte Gleichberechtigung kann sich nur angenähert werden.

  8. 8 tee 20. September 2006 um 10:12 Uhr

    gleichberechtigung kommt immer noch von be-rechtigen, somit zählt m.e. nur das zugeständnis (freie vereinbarung) der (ausgehandelten?) rechte in einer sog. gleichberechtigten beziehung, welcher art auch immer. somit sind viele zwischenmenschlichen beziehungen tatsächlich gleichberechtigt, nur in ihrer wirkung (eben das ausnutzen bestimmter überlegenheiten) kommt es immer(!) zu indifferenzen. so oder so. menschsein ist halt nicht leicht. kommunikation ist alles!

  9. 9 Wondergirl 26. September 2006 um 16:37 Uhr

    Tee vertritt meine Sicht:
    So lange man einem ungleichgewicht zustimmen kann, ist es immer noch gleichberechtigt. Ungleichberechtigt ist es ab dem Punkt, an dem man sich nicht mehr für diese Freundschaft/Beziehung entscheiden kann, sondern einfach mit ihr leben muss, weil man nicht loskommt.

  10. 10 Joise 20. Oktober 2006 um 22:57 Uhr

    [quote comment=“1022″]Den Wikipedia-Artikel fand ich auch sehr super. *-:)[/quote]

    Oh, das freut uns sehr. Thanks:“>.

    Bin beeindruckt und begeistert vom Niveau der Diskusion hier. Joise (einer von den WP-ArtikelschreiberInnen)

  11. 11 zufriedi 23. Oktober 2006 um 12:06 Uhr

    Andererseits gibts aber auch einen „Hype“ der Polygamie von Menschen, die unfähig sind, sich intensiv auf andere Menschen einzulassen und bei jedem Problem sofort eine Beziehung beenden, denn der/die andre wartet ja schon.
    Der Schlüssel ist wohl das schöne Wörtchen „Auseinandersetzung“, ohne gehts nämlich weder in der monogamen noch polygamen Beziehung (letztere erfordert vermutlich nur noch mehr Vertrauen, Gespräche und Offenheit).Bei zwischenmenschlichen Beziehungen gibts wohl einfach kein „non plus ultra“, so seh ich das!

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