gedicht

das neinneinneinneinnein-häschen hat exklusiv für das mädchenblog ein gedicht geschrieben, in dem es seine gedanken und gefühle zum thema mädchen (und jungs) ausdrückt. es heißt „dekonstruktivistisches gedicht gegen binäre geschlechterkategorien“. hier ist es:


dekonstruktivistisches gedicht gegen binäre geschlechterkategorien

mädchen, mädchen, mädchen
neinneinneinneinnein
jungs, jungs, jungs
neinneinneinneinnein
jungs und mädchen
neinneinneinneinnein
mädchen und mädchen
neinneinneinneinnein
jungs und jungs
neinneinneinneinnein

was denn sonst?

keine mädchen
keine jungs
keine mädchen und jungs
keine jungs und jungs
keine mädchen und mädchen

sondern: häschen!

ja, also das ist das gedicht vom neinneinneinneinnein-häschen. und weil fremdwörter ziemlich doof sein können, hier ein paar erklärungen zum titel:
dekonstruktivistisch heißt ungefähr, dass leute feststellen, dass irgendwas nicht von natur aus so ist wie es ist, sondern von den menschen so konstruiert wurde. und was konstruiert wurde kann auch dekonstruiert werden. das ist dann dekonstruktivistisch. logisch, ne? :-)
binär heißt, dass es von irgendwas zwei gibt oder etwas aus zwei teilen besteht. wenn es um kategorien geht, steckt da noch die idee mit drin, dass die zwei sachen so verschieden oder auch gegensätzlich sind, dass etwas was das eine ist nicht das andere sein kann.
oder so. ;-)


16 Antworten auf “gedicht”


  1. 1 Kenneth Star 18. September 2006 um 23:28 Uhr

    dekonstruktivistisch heißt ungefähr, dass leute feststellen, dass irgendwas nicht von natur aus so ist wie es ist, sondern von den menschen so konstruiert wurde. und was konstruiert wurde kann auch dekonstruiert werden. das ist dann dekonstruktivistisch. logisch, ne?

    Na, aber das kann ja nun nicht DAS EINE Argument gegen Zweigeschlechtlichkeit sein. Ich meine: Das etwas konstruiert ist, bedeutet nicht das es dekonstruiert werden MUSS. Schließlich sind Autos, Kühlschränke, Brillengestelle usw. auch „konstruiert“ und ich meine nicht das mich da schon mal die dekonstruktivistische Wut gepackt hätte. Also, dass Zweigeschlechtlichkeit abgeschafft gehört stimmt ja schon. Aber doch nicht weil es irgendwie so wäre als ob dann nachdem „abreißen“ der Konstruktion der Zweigeschlechtlichkeit irgendwie die_der „echtere“ Mensch zum Vorschein kommen würde. Es ist doch vielmehr so, dass uns der Zwang uns mit einem der beiden Geschlechter identifizieren zu müssen (und da gibt’s ja nicht mal freie Wahl welches mensch nun gern hätte!) in dem, wie wir uns selbst „entwerfen“ wollen, also uns „konstruieren“ (ja, auch mit nem „selbst“ kommt keine_r auf die Welt) wollen, beschränkt und das der Kram mit den zwei Geschlechtern deshalb weg gehört. Auf der anderen Seite würde ich darauf bestehen, dass so ne Naivität von wegen „wir machen jetzt mal dekonstruktive Praxis und alles wird sich ganz schnell ändern“ irgendwie auch fehl am Platz ist – es gibt schließlich immer noch Jungs und Mädchen, und die Jungs haben eben schon krasse Vorteile, auch wenn sie noch so sehr praktisch dekonstruieren – der Rest der Welt scheißt da zur Zeit drauf. Solange das nix verwischt is es ja kein Problem. Aber wenn strukturelle Herrschaftsverhältnisse dabei einfach nicht mehr benannt werden bringt das ganze eben nix.

  2. 2 sv 19. September 2006 um 9:00 Uhr

    Das Gedicht ist der Burner :d

  3. 3 sammelsurium 19. September 2006 um 9:12 Uhr

    findet /me auch.

  4. 4 bigmouth 19. September 2006 um 11:52 Uhr

    hat was von ernst jandl

  5. 5 soft-brain 19. September 2006 um 19:26 Uhr

    Nettes Gedicht!
    Und netter Beitrag von Kenneth Star!
    (Wollte mir gerade was raus suchen, damit mir das formulieren leichter fällt, um auf die Thematik des „Dekonstruieren“ einzugehen, aber Kenneth hat das ja ganz super gemacht)
    Auf jeden Fall hat sich das „neinneinneinneinnein-Hässchen“ mächtig ins Zeug gelegt, wobei es doch sonst nur neinneinneinneinnein sagen kann :d/

  6. 6 sv 19. September 2006 um 22:06 Uhr

    Wer ist eigentlich das neinneinneinneinnein-häschen? Gibts noch mehr Gedichte? :x

  7. 7 sarah 20. September 2006 um 11:33 Uhr

    das neinneinneinneinnein-häschen bedankt sich für all die tollen komplimente!
    - neinneinneinneinnein, neinneinneinneinnein
    na gut, dann eben nicht. das war dann wohl ein mißverständnis zwischen uns. ;-)

    @ kenneth star:
    das war ja nur ne erklärung des begriffs und nicht des warums oder wofürs. aber dazu hast du jetzt ja was gutes geschrieben.

    @ soft-brain:
    tja, häschen im allgemeinen werden leicht unterschätzt. von einer unterschätzung des neinneinneinneinnein-häschens im speziellen möchte ich jedoch ganz besonders abraten. ;-)

    @ sv:
    das neinneinneinneinnein-häschen ist mein freund, begleiter, partner und ständiger ratgeber in allen fragen des lebens ;-)
    das war das erste gedicht, das es geschrieben hat. allerdings hüpft es bei all den schmeicheleien, die es hier zu lesen kriegt schon aufgeregt auf und ab und will unbedingt an die tastatur gelassen werden. aber erstmal haben wir noch anderes zu tun…

    einen wunderschönen tag euch allen wünschen sarah und das neinneinneinneinnein-häschen!

  8. 8 fitzcarraldo 20. September 2006 um 15:17 Uhr

    hola chicas,
    schade das die shoutbox weg ist. dann hätte ich hier nicht in den beitrag reinspammen müssen. denke das euch das hier interessieren könnte:
    http://ubik.blogsport.de/2006/03/27/disney-und-die-geschichte-der-menstruation/

  9. 9 even flow 21. September 2006 um 20:51 Uhr

    Was für eine gequirlte Scheiße.
    Danke für den Lacher.

  10. 10 deconstructor 22. September 2006 um 4:34 Uhr

    @ kenneth star: dass etwas was konstruiert wird dekonstruiert werden MUSS stand da ja auch nicht, sondern KANN. Sollte ja wohl auch eher ne Begriffserklärung sein.
    Abgesehen davon meint dekonstruktion zunächst mal die Erkenntnisebene. Also eben zu reflektieren, dass Geschlecht, Nation, Kapitalismus (von mir aus auch ein Auto) etwas konstruiertes und nichts naturgegebenes überhistorisches ist. Und natürlich wie diese Konstruktion historisch abgelaufen ist und wie sie funktioniert. (Und das alles liegt beim Auto ja schon eher auf der Hand als bei der Nation oder beim Geschlecht.) Erst so lässt sich ja auch feststellen inwiefern und wie etwas konstruiert ist (oder eben nicht) und inwiefern und wie es sich ändern lässt. Ob dies wünschenswert ist ist, wie du angemerkt hast, nicht davon abhängig ob etwas konstruiert ist, sondern eben davon, dass es scheiße (bzw. repressiv) ist, wie etwa die nation, der kapitalismus oder das geschlecht.
    Im falle dieser sollte aus der dekonstruktion eine destruktion werden. :)

    Danke an das neinnein-häschen für das tolle gedicht….

  11. 11 Princess 27. Dezember 2006 um 13:48 Uhr

    :)>- LölZzZ echt naja stimmt ja auch irgendwie ne ?? ich hoffe die jungs werden es verstehen !! :-)

  12. 12 sanny 04. März 2007 um 21:30 Uhr

    hêy gîrlys wîr müssên zûsâmmên hâltên ;)
    ~~~BôyzZ ârê Plâyâ!Dônt fôrgêt ît;)~~~
    mêldêt êûch bêî mîr :D
    ghetto-chica@haefft.de

  13. 13 sunshine 15. Mai 2007 um 18:12 Uhr

    Also ich glaube mal das das neineinneinneinnein-Hässchen
    nie einen Freund hatte oder? Weil, wenn ein Junge fragt „Willst du mit mir gehen“ und es andauernd neinneinneinneinnein sagt na das kann ja was werden!!
    Aber sonst ist es ganz okay. Man muss viel überlegen um das Gedicht überhaupt zu verstehen und das kann bei manchen laaange dauern XD

  14. 14 elli ferizi 29. August 2007 um 17:46 Uhr

    Die Familie

    Die Familie is etwas wichtiges im Leben,man muss sie respektieren man muss sie immer lieben und man darf die Familie nicht zerstören usw….

    Die Freundschaft

    Die Freundschaft is auch etwas wichtiges z.b deine beste Freundin o. dein bester Freund muss immer zu dir stehn!!
    Die Freundin o. der Freund die dürfen euch nie im stich lassen,verarschen o. ausnutzen!!

    Die Liebe

    Die Liebe is etwas wichtiges im Leben.Wenn du z.b einen Freund o. eine Freundin hast dann muss man den jenigen auch lieben,und auf keinen fall verarschen o. ausnutzen!!!

  15. 15 mensch im mohn 30. August 2007 um 0:49 Uhr

    Hm, ist das ironisch gemeint?

    [quote post=“29″]man muss sie immer lieben[/quote]
    [quote post=“29″]dein bester Freund muss immer zu dir stehn!![/quote]

    Ich seh das jedenfalls nicht so. Gerade bei der Familie: Warum muss ich die IMMER lieben? Ich hab mir die doch nicht ausgesucht. Und dass ich einerm Befreundetem immer zur Verfügung stehen muss, das will ich auch nicht. Ich bin dafür, dass *niemand* verarscht oder ausgenutzt werden sollte, egal ob befreundet, verliebt oder irgendwas daziwschen. Ich möchte möglichst ehrlich zu allen sein und deshalb möchte ich auch sagen können, wenn mir anderes grade wichtiger ist als mein Freund etc.

  1. 1 gedicht // sarah tv Pingback am 19. September 2006 um 18:34 Uhr

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


drei − zwei =