Nochmal: Haare!

Vielleicht haben ein paar den Text schon vor einiger Zeit auf Riot Grrrl Europe entdeckt (wenn ich mich richtig erinnere, steht der da schon seit Jahren) – aber das Ding ist einfach zu gut, um es nicht im Mädchenblog zu erwähnen!
Die Verfasserin, Sara, beschäftigt sich in Presentation: Black and White Pictures of My Legs mit dem Tabu weiblicher Körperbehaarung.
Und mal ehrlich: wo bitteschön sieht man denn Frauen mit behaarten Beinen/Achseln? Da „sucht“ man schon auf offener Straße lange genug. In Zeitschriften, Fernsehen und überall sonst – Fehlanzeige. Sogar dort, wo die weibliche Behaarung nun mal zwangsläufig behandelt werden muß, wird sie mehr oder weniger elegant ignoriert:

The models in those commercials are usually shown shaving or depilating their already perfectly smooth legs.

Auch bei den unvermeidlich alljährlichen Beiträgen zur Haarentfernung in Frauen-/Mädchenzeitschriften werden zig Methoden genannt – die Möglichkeit, das Zeug einfach wachsen zu lassen, wird in der Regel verschwiegen, als sei das mal so überhaupt nicht in Betracht zu ziehen. Die Illustrationen zeigen natürlich auch kein einziges Härchen. Teilweise bieten inzwischen sogar Apotheken Haarentfernung an (geht man da normalerweise nicht nur hin, wenn man krank ist???).
Die Botschaft ist also: Körperbehaarung an Frauen darf um Himmels willen nicht sichtbar sein. Aber warum eigentlich nicht? Als Antwort kommt meistens „Das ist bei Frauen einfach nicht ästhetisch“, „Ich mag das glatte Gefühl lieber“ oder sogar „Ich hab einfach so was wie ne Haarphobie – ich find das widerlich, da kann ich nichts dagegen tun!“. Schön und gut – aber es gibt genug Gelegenheiten, bei denen wir regelmäßig ein Aussehen zur Schau stellen, das auf der mysteriösen „Ästhetikskala“ weit entfernt von der vollen Punktzahl wäre, ohne uns groß einen Kopf drüber zu machen. Und Haarphobie? Warum gilt Behaarung bei Frauen als „eklig“, wenn doch ein Paar behaarte Männerbeine noch nicht mal Thema sind? Warum ist die Schere zwischen „okay“ und „iiiihhh“ hier so dermaßen groß?
Vorneweg: lest euch den Artikel am besten selber noch mal ganz durch; er ist wirklich gut und ich kann und will hier auch gar nicht alles darin ansprechen.
Aber ein Aspekt ist ziemlich interessant.
Die Schönheitsvorstellung bei Frauen ist eng verknüpft mit Jugendlichkeit (faltenloser Körper, feste Brüste,…) – und zum großen Teil auch Kindlichkeit. Denn erwachsene Frauen sehen nicht mehr aus wie Kinder. Die Veränderungen werden jedem Mädchen in der Pubertät bewusst: man nimmt zu und kriegt Haare an Stellen, wo vorher keine waren.
Interessanterweise werden die physischen Aspekte, die eher zur Kategorie „Frau“ als zur Kategorie „Mädchen“ gehören (breite Hüften und Oberschenkel, Haare an Beine, Achseln, Schambehaarung,…) beim gängigen Schönheitsideal oft ins Gegenteil verkehrt. Obwohl eben genannte Merkmale eigentlich ziemlich typisch für einen erwachsenen Frauenkörper sind, gilt paradoxerweise gerade Zierlichkeit und Haarlosigkeit als „feminin“.

In order to be feminine, a woman seems to be expected to hold back all the bodily processes that are associated with adulthood, such as changes in body weight and posture, changes in skin structure and body hair growth. The ideal seems to require that women bring their bodies back to an infantile state, which makes them look innocent, ‚pure‘, naive, dependent and powerless.

Und das ist genau der Punkt. Ein weibliches Wesen ohne nennenswerte Körperbehaarung befindet sich in der Regel vor der Pubertät, ist ein relativ schwaches, machtloses und abhängiges Geschöpf. Und es wird als erstrebenswert dargestellt, genau so auszusehen. Zierlich, zerbrechlich, jung, beschützenswert.
Das „männliche Ideal“ ruft andere Assoziationen hervor: muskulös, selbstbewusstes Auftreten, bis zu einem gewissen Grad haarig (wer ist schon ein „richtiger Mann“, wenn er nicht zumindest theoretisch einen Bart haben könnte?), kurzgefasst: ein Bild von Souveränität und Stärke.
Man kann sicherlich nicht sagen, dass alle bewusst dem jeweiligen Bild entsprechen wollen. Vielleicht sogar das jeweilige Image ablehnen.
Trotzdem – wenn es zu weiblicher Behaarung kommt, fügt sich die gewaltige Mehrheit der haarigen Geschlechtertrennung ohne mit der Wimper zu zucken.

The cultural ‚rules‘ about what is feminine and what is masculine (one of which is that there can be no overlaps between masculinity and femininity, the binary must be strictly respected) are very well known by people and few seem to have the will or the courage to break them. Most people even go to great lengths in order to comply with the norms and values pertaining to the physical aspects of femininity and masculinity.

Aber warum? Jetzt leben wir doch in einer Zeit, in der viele Geschlechterstereotype nicht mehr allzu ernst genommen werden, wo wir uns in vielen Bereichen als emanzipiert sehen und Menschen, die aus den gängigen „Schönheitsidealen“ sowie einer superstrengen Geschlechtertrennung im Styling ausbrechen vielleicht nicht unbedingt immer respektiert werden, aber doch nicht mehr kollektiv als asozial abgeschrieben werden.
Was dieses Thema angeht, scheint Logik fehl am Platz zu sein. Achselhaare gelten (meist allerdings nur bei Frauen) als unhygienisch und die Tatsache, dass regelmäßiges Waschen haarunabhängig wohl mehr mit Hygiene zu tun hat, scheint irrelevant. Die Vorstellung, dass einem am Baggersee das eine oder andere Härchen aus dem Bikinihöschen rutschen könnte wird zur Horrorvorstellung stilisiert. Und Behaarung an weiblichen Beinen ist aus einem noch mysteriöserem Grund „ekelhaft“. Oder zumindest an den eigenen Beinen komplett unakzeptabel. Außer vielleicht im Winter, wenn’s niemand sieht… sorry, aber für mich grenzt das an Paranoia.
Wir leben in einer Welt, in der fast jeder bereit ist, einem immer wieder zu betonen, dass das jeweilige eigene Aussehen wirklich nur der absolut eigene individuelle Geschmack ist und auch das Rasieren 100% freiwillig geschieht. Und das will ich auch niemandem komplett absprechen. Aber ganz ehrlich, den meisten glaub ich’s nicht, dass das sooooo freiwillig ist. Denn nur mal angenommen – würdet’s ihr euch trauen? Und wenn man ganz ehrlich zu sich selber ist: findet man die Behaarung wirklich und ganz aufrichtig soooo ekelhaft?
Sara hat den Beschluß gefasst, ihr Beinhaar wachsen zu lassen und das mit Bildern zu dokumentieren (siehe Artikel).

I see these pictures (and the thinking around it) as a pleasant, but also a rather painful experiment, since it confronted me with my own internalized oppressions. It reminded me that it takes courage and strength to really swim against the stream and it made me painfully aware of the fact that oppression goes as far as to actually have women feel unwanted and inferior on the basis of something as ‚trivial‘ as leg hair. Nevertheless doing this did give me a feeling of empowerment, so much so that I even hope to be able to push this experiment a bit further in the future…

Ich hab mich auch mal gefragt, ob dieses „Ästhetikargument“ denn wirklich was hat und musste mir eingestehen – nein. So schlimm sieht’s echt nicht aus. Vielleicht nicht perfekt, aber eigentlich ganz okay. Und dann hab ich mich aufgeregt. Ich, die ich doch immer ach so individuell und unabhängig bin hab mir eine Sichtweise einreden lassen, der ich vielleicht grademal teilweise zustimmen kann. Und sie ewig lang als meine ureigenste ausgegeben, ohne das überhaupt zu merken. Und wollt das mal einen Sommer ausprobieren, das Nicht-Rasieren. Nur, um mich davon zu überzeugen, was ich jetzt wirklich will.
Das ist schon ne Weile her und ganz ehrlich: Beinerasieren war ein scheiß Stress, den ich mir heut nicht mehr geben will. Und ich hab schöne Beine. Auch wenn ich jetzt noch ein bißchen weniger kindlich und beschützenswert und „feminin“ aussehe. Aber das geht ganz okay so :p


92 Antworten auf “Nochmal: Haare!”


  1. 1 rock.a.bella 20. Mai 2007 um 21:54 Uhr

    ich habe da auch schon oft drüber nachgedacht und um ehrlich zu sein habe ich mich noch nicht getraut unrasiert rauszugehen (ausser an den beinen, das fällt bei mir nicht auf :-"). ich teile diese sichtweise und habe auch freundinnen die einfach spriessen lassen, was ich sehr bewundere, denn ich hab einfach nicht den mut dazu… aber irgednwer muss ja mal anfangen und je mehr das machen werden umso einfacher wird es in der gesellschaft relativiert

  2. 2 ohnename 20. Mai 2007 um 23:24 Uhr

    Ich habe über dieses thema auch schon viele diskussionen mit freundinnen geführt. im grunde stimme ich dem artikel zu, denke aber, dass -neben dem Aspekt des gegenwärtigen weiblichen Schönheitsideal- Körperbehaarung zunehmend als „ungepflegt“ gilt. Und das Thema Körperenthaarung betrifft immer stärker auch Männer. Auch bei denen geht der Trend zur Körperenthaarung, abgesehen von den Beinen, den das Beine-Rasieren ist so sehr weiblich codiert (und erotisiert, vgl. die Frauen mit den unendlich langen, schlanken Beinen in der entsprechenden Werbung), dass das bei Männern als total „schwul“ gilt – völlig unmännlich eben.

  3. 3 libelle 20. Mai 2007 um 23:58 Uhr

    mein erster gedanke: „ich nehm mir doch schon so lange vor, endlich den mut aufzubringen, mich gegen die breite masse zu stellen, jetzt gibt es endlich mal wieder ein wenig ansporn, ich tu’s!“
    mein zweiter gedanke: „hm, aber ich sollte vielleicht erst meinen freund fragen, ob der das vielleicht ganz ung gar nicht mag…“
    mein dritter gedanke war dann eigentlich kein gedanke mehr, sondern ein innerliches kopf-gegen-die-wand-schlagen, weil ich mich so von mir selber ueberlisten lasse. :">
    trotzdem danke fuers erinnern an all die guten vorsaetze!

    uebrigens, gilt es nicht sogar als besonders „menschlich“, haarlos zu sein? denn affen haben ja ueberall haare, und menschen sind intelligenter als affen und haben darum weniger haare, und je weniger haare man hat, umso fortschrittlicher und evolutionaer hoeher entwickelter ist man. ich meine mich zu erinnern, diesen interessanten argumentationsstrang mal aus irgendeinem maedchenmund gehoert zu haben…

  4. 4 la princesse glacière 21. Mai 2007 um 10:32 Uhr

    Teilweise bieten inzwischen sogar Apotheken Haarentfernung an (geht man da normalerweise nicht nur hin, wenn man krank ist???).

    also ich kaufe da auch artikel die die ehehygiene unterstützen wie lubrifikant und ähnliches. das hat meiner meinung nach nichts mit krankheit zu tun.

    nur so…

    genausowenig wie die pille, die man dort ja ebenfalls erstehen kann.

  5. 5 Agrippina 21. Mai 2007 um 11:21 Uhr

    Zwischen Argumentation und tatsächlicher Umsetzung ist es oft ein weiter Weg, oder? Für mich zumindest, was das Thema betrifft… ich finde die obige Argumentation nämlich ziemlich einleuchtend, und trotzdem könnte ich nicht einfach beschließen, meine Haare wachsen zu lassen, obwohl ich mich oft darüber ärgere, dass ich sie überhaupt entfernen muß. (Man ist ganz schön lang damit beschäftigt: Augenbrauen zurechtzupfen, Beine epilieren, Achseln und Bikini-Zone rasieren…) da ich als junges Mädchen im Ballettunterricht war, kam gar nicht erst in Frage, Haare nicht zu entfernen. Es hat (bei mir persönlich) also auch etwas mit Gewöhnung zu tun – und mit gepflegt oder ungepflegt erscheinen.
    Vor allem in der Öffentlichkeit will ich mir gern Blicke sparen.
    Fakt ist, man wird seltsam angeguckt, wenn man überall Haare hat. Und wenn ich auch die Diskussion um Beinhaare verstehen kann, was Achseln angeht, bin ich streng. Haare unter den Achseln sind eklig. Egal, ob bei Frauen oder Männern.

  6. 6 nat 21. Mai 2007 um 16:27 Uhr

    ich rasier mich nur wenn ich bock habe… eine zeitlang habe ich es mir wachs versucht war aber zustressig immer meinen bruder zurufen weil er es irgendwie ohne schmerzen hingebkommt dann habe ich den epilierer meiner mutter entdeckt fand das geräusch schon schrecklich das gefühl dann noch mehr also benutze ich meinen altern rassierer eigentlich für das männliche gesicht bestimmt aber naja son pinkes teil wollte ich net ausserdem halten die klingen länger…. wenn mich jemand anschaut weil ich behaarte beine habe ist mir das meist egal ich lauf damit rum und net die…

  7. 7 illith 21. Mai 2007 um 23:57 Uhr

    ja, ein schwieriges thema…
    ich hab als heranwachsende mich zu anfang geweigert, mich irgendwo zu rasieren (und ich bin eher großzügig damit beschert ;) ), was aber zur folge hatte, dass ich viele jahre lang auch im hochsommer keine kurzen hosen trug und in der öffentlichkeit meine arme nicht zu heben getraute, wenn ich was ärmerlloses anhatte.^^

    mittlerweile rasier ich alles komplett vom hals abwärts (bis auf meine arme), wenn auch nciht so ganz regelmäßig, weil mich das schon tierisch nervt.
    aber ich finde es für mich einfach total unansehnlich, ob das nun von der sozialisation kommt oder nicht (ist ja durchaus beides möglich); mit einem freund ist das schnurzegal, aber unrasiert vollziehe ich mittlerweile nicht mal mehr den GV (was schon doof ist, weil ich halt oft zu faul zum rasieren bin) und wenn meine beine nicht ordentlich haarlos sind, zieh auch wenn ich ganz allein zu hause bin keine kurze hose an.
    allerdings bin ich auch bei männern (mit wenigen ausnahmen) von unrasierten oder wenigstens ungestutztem wildwuchs absolut nicht angetan (beine eingeschlossen).

  8. 8 bigmouth 22. Mai 2007 um 0:21 Uhr

    -> du bist zu faul für GV?

  9. 9 illith 22. Mai 2007 um 0:29 Uhr

    ich hab doch extra dazu geschrieben, wofür ich zu faul bin :-w

  10. 10 rock.a.bella 22. Mai 2007 um 16:09 Uhr

    was ist denn gv??

  11. 11 Crash 22. Mai 2007 um 16:19 Uhr

    gv = geschlechtsverkehr

    Agrippina trifft es ganz gut. Auch ich stimme der Argumentation des Artikels zu. Trotzdem finde ich Körperbehaarung bei Frauen unästhetisch. Und da kann ich auch irgendwie schwer was gegen tun… 8-|

  12. 12 rock.a.bella 22. Mai 2007 um 17:13 Uhr

    achso, danke.
    ich hab mich eine zeit lang auch intim rasiert und beschloßen das wenn er/sie mich will mich auch mit haaren nehmen muss. 1. ist diese rasiererei anstrengend 2. reagiert meine haut dadrauf empfindlich und 3. sind die klingen usw derbe teuer. das ist doch eigentlich total sinnlos. wer mich nicht mit haaren will hat halt pech!

  13. 13 illith 23. Mai 2007 um 2:10 Uhr

    das ist natürlich dein gutes recht :)
    ich persönlich handle nach der maxime „was du [also ich] nicht willst, dass man dir tu…“ ^^

  14. 14 jed 23. Mai 2007 um 12:55 Uhr

    rock.a.bella: Wenn irgendwas ganz sicher nicht erotisch ist,
    dann sind es Haare zwischen den Zähnen.

  15. 15 rock.a.bella 23. Mai 2007 um 14:17 Uhr

    wie soll ich das verstehn???!

  16. 16 mensch im mohn 23. Mai 2007 um 15:04 Uhr

    Unglaublich. Ich hätte nicht gedacht, dass sich hier so viele fürs Rasieren aussprechen… da fällt mir eine üble überspitze Parole ein:
    Shaved women collaborate with the patriarchy! (Rasierte Frauen arbeiten mit dem Patriachat zusammen)

    Nicht, dass ich das Thema so einseitig betrachten würde wie dieser Spruch, aber ich habe für mich persönlich die Feststellung gemacht, dass ich rasierte Beine weniger mag als unrasierte. Die paar Mal, die ich glatte Beine gesehen habe, fand ich sie seltsam künstlich, um nicht zu sagen sie erinnerten mich an eine Puppe.
    Weiche haarige Beine dagegen streichle ich lieber. Vieleicht hat meine Ablehnung von Veränderungen an Körpern mit Natürlichkeits-Denken/Hypen zu tun. Ich würde sagen, dass haarige Beine auch mehr in der Öko-Ecke verordnet werden.
    Trotzdem finde ich es schade, dass sich so viele (Frauen) nicht schön finden, wie sie sind.

  17. 17 jed 23. Mai 2007 um 15:49 Uhr

    rock.a.bella:
    Keine Intimrasur -> Oralsex -> Haare zwischen den Zähnen.
    Deswegen zweifel ich dein „das ist doch eigentlich total sinnlos. “
    an.

  18. 18 Agrippina 23. Mai 2007 um 16:34 Uhr

    Weil Jed das anspricht: stimmt, Haare zwischen den Zähnen sind eklig. Aber, obwohl ich wie gesagt mit Bein- und Achselhaare meine Schwierigkeiten habe, Intimrasuren stehe ich skeptisch gegenüber. Bikinizone rasieren und Rest stutzen ja, aber komplett – hm. Ich habe kürzlich eine sehr dünne, kleine Person nackt gesehen, die sich einer kompletten Intimrasur unterzieht und hab wirklich gedacht: sie sieht aus wie ein Kind.
    Also, ich will das nicht. Für mich nicht, und mit einer Person, die aussieht wie ein Kind, will ich auch nicht schlafen.

  19. 19 jed 23. Mai 2007 um 17:00 Uhr

    Agrippina:
    Ich zumindest hab nicht von „komplett“ gesprochen.
    Die Gegend um die man leckt reicht vollkommen.

  20. 20 Agrippina 23. Mai 2007 um 17:17 Uhr

    Okay. Es ist alles Geschmackssache – auch Frisuren im Intimbereich ;-)

  21. 21 mandy 23. Mai 2007 um 18:58 Uhr

    Diese „Geschmacksache“ (Ästhetik-Argument) ist sozial-kulturell konstruiert, und zwar von einer Gesellschaft, in der Männer das Sagen haben..vielleicht sollte sich frau das ab und zu ins Bewusstsein rufen, anstatt alles mit einem „ich mag es nunmal so“ völlig unkritisch stehen zu lassen. Diese Hygene-Argumentation ist meiner Meinung nach ein Rationalisierung, um diese scheiß Enthaarungsanforderungen nicht all zu dämlich aussehen zu lassen..

    Und das mit dem Oralsex: Lieber Haare zwischen den Zähnen als blutige Lippen von schmerzhaften Stoppeln!

  22. 22 iota 23. Mai 2007 um 19:34 Uhr

    mandy:
    Und wer nach dem ‚ins Bewusstsein rufen‘ immernoch
    nicht deine Meinung vertritt, oder ‚mehr Glück‘ bzgl Stoppeln
    beim Rasieren hat ist eine Verräterin an der Sache?

  23. 23 bigmouth 23. Mai 2007 um 20:25 Uhr

    so ziemlich ALLES an normen in dieser gesellschaft ist sozial konstruiert, alleine is das kein argument.

    und rasiert sein ist gegenüber vielen anderen ansprüchen (nich hässlich sein, nich zu blöd labern (was ist eigentlich damit, liebe loookismus-leute? oder is die „innere schönheit“ von leuten doch ganz doll und ok wichtig), geld haben usw) doch sehr harmlos…

  24. 24 illith 23. Mai 2007 um 20:47 Uhr

    [quote comment=“7337″]Diese „Geschmacksache“ (Ästhetik-Argument) ist sozial-kulturell konstruiert, und zwar von einer Gesellschaft, in der Männer das Sagen haben..vielleicht sollte sich frau das ab und zu ins Bewusstsein rufen, anstatt alles mit einem „ich mag es nunmal so“ völlig unkritisch stehen zu lassen.[/quote]
    ja klar kanns sein, dass mein empfinden in dem fall konstruiert ist. kann aber auch nciht sein.
    bsp.:
    ich finde (intim)rasierte frauen sexy (gesellschaftsnormkonform). ich finde großflächig tätowierte frauen sexy (nicht g.n.konform).
    wenn ich nun in eine gesellschaft zöge, in der körperbehaarung und großflächige tattoos das ideal bei frauen darstellten — ich bezweifle, dass sich mein ideal dadurch plötlzich wandeln würde.

    und selbst wenns voll konstruiert wäre bei mir: wieder zurück in die strategie meiner adoleszenz? aus protest alles stehen lassen, ohne wirklich gefühlsmäßig dahinter zu stehen und keine kurzen hosen mehr tragen? *LOL*
    nein danke.

    [quote]Und das mit dem Oralsex: Lieber Haare zwischen den Zähnen als blutige Lippen von schmerzhaften Stoppeln![/quote]
    ahja, dann bist du wahrscheinlich auch dafür, dass alle männer sich nen vollbart stehen lassen?

  25. 25 illith 23. Mai 2007 um 20:53 Uhr

    [quote comment=“7331″]Unglaublich. Ich hätte nicht gedacht, dass sich hier so viele fürs Rasieren aussprechen… da fällt mir eine üble überspitze Parole ein:
    Shaved women collaborate with the patriarchy! (Rasierte Frauen arbeiten mit dem Patriachat zusammen)[/quote]
    was für ein unglaublich doofer spruch. hab mich jüngst erst über das Alice-editorial in der EMMA erzürnt, die „die Scham[sic!] rasieren“ wie es früher „nur die Huren taten“ als auswuchs des allgemein grassierenden „Nutten-Looks“ beschrieb. *schnaub*

    ich seh es vielmehr so: seit ich mich „da“ rasier, hab ich ein viel cooleres verhältnis zu meiner sexualität und so bekommen. pure pussy. gibz nix zu verstecken. b-)

  26. 26 nonogender 23. Mai 2007 um 22:44 Uhr

    „Shaved women collaborate with the patriarchy!“
    So ein bullshit! Bei Lookism bzw. der Hinterfragung von Schönheitsnormen bringt es doch nichts, neue Normen zu schaffen. Und Frauen als (naive oder sogar bösartige) Kollaborateurinen des Patriarchats – was bitte ist das denn für ein Frauenbild!?
    Sollte nicht vielmehr das Ziel sein, mit dem eigenen Körper machen zu können, worauf die Person Lust hat, ohne dafür schräge Blicke oder mehr zu ernten? Klar hat alles – genauso das Rasieren -mit Normen zu tun, aber das ist doch nicht der Punkt. Es geht doch eher um eine Hinterfragung/Bewusstmachung von scheinbaren Naturalisierungen, und nicht um neue Zwänge und erst recht nicht um das „Zurück zum Naturkörper“ (welcher zwangsläugi mit reaktionären Inhalten wie Rasse- und Geschlechtskonstruktionen verknüpft ist)!

  27. 27 illith 24. Mai 2007 um 1:54 Uhr

    nonogender, du bist mein heldmensch! :d:x[-o<

  28. 28 mandy 24. Mai 2007 um 14:08 Uhr

    [quote]und selbst wenns voll konstruiert wäre bei mir: wieder zurück in die strategie meiner adoleszenz? aus protest alles stehen lassen, ohne wirklich gefühlsmäßig dahinter zu stehen und keine kurzen hosen mehr tragen? *LOL*
    nein danke.[/quote]

    Nein, das sollte schon jedeR selbst entscheiden..aber wie deine Heldmenschin nonogender schon meinte, geht es darum, Gegebenheiten, die Herrschaftsverhältnisse ausdrücken, zu hinterfragen. Und selbst nicht dazu beizutragen, dass es so verdammt schwer ist, sich als Frau mit behaarten Beinen nach draußen zu trauen. Die angeekelten Blicke und Sprüche kommen paradoxer Weise meistens von Frauen.

    [quote]ahja, dann bist du wahrscheinlich auch dafür, dass alle männer sich nen vollbart stehen lassen?[/quote]

    Vollbart nicht, aber ein weicher 5-Tage-Bart ist wesentlich schmerzfreier als 10-Stunden-bis-3-Tage-Stoppeln, die mir das Gesicht zerkratzen.

    Insgesamt musste ich mich wundern, dass so wenig zu den Rasier-Nachteilen gepostet wurde. Nämlich: Stoppeln, Pusteln, Narben, Kosten und Aufwand. Sollte quasi ein Gewicht in eine andere Richtung sein..

  29. 29 nonogender 24. Mai 2007 um 17:02 Uhr

    @illith: oh dankeschön :)

    @[quote post=“106″]Und selbst nicht dazu beizutragen, dass es so verdammt schwer ist, sich als Frau mit behaarten Beinen nach draußen zu trauen. Die angeekelten Blicke und Sprüche kommen paradoxer Weise meistens von Frauen.[/quote]
    Klar, das ist scheisse. Aber in so mancher Szene ist es umgekehrt, und das ist genauso blöd. Ich will mir von niemandem (und erst recht nicht von einem -scheinbar so antisexistischen- Typen) vorschreiben lassen, wie meine Beine auszusehen haben, dass ich (keine) Tangas tragen soll,…
    Rasieren ist sowieso ambivalent: Es ist als gesellschaftlicher Zwang in jedem Fall in sexistische Strukturen eingebettet. Aber als Teil einer Geschlechterparodie (Drag) sogar eine Gegenstrategie. Die Lösung kann nicht sein, bei Typen ist das daher okay und bei Frauen (den eigentlich Betroffenen) nicht. Das muss schon jede selber entscheiden (auch falls eine Frau das nur macht, um in der U-Bahn nicht schräg angeschaut zu werden). Da stellt sich doch eher die Frage, wie lässt sich ein Raum schaffen, in dem beides klar geht?

  30. 30 dodo 24. Mai 2007 um 19:49 Uhr

    Natürlich muß das jede Frau selber entscheiden; da gibt’s gar nichts.
    Mir ging es hauptsächlich darum, daß man dieses (oft gedankenlos akzeptierte) schönheits/ästhetikideal bzw. -argument hinterfragt, auch bei sich selbst. Sowas wie: find ich Haare ehrlich so schrecklich? Trau ich mich’s bloß nicht, das Rasieren sein zu lassen? Was für Vor/Nachteile hat das denn? Wie beeinflußt mich das? Muß ich überhaupt eine „eindeutige Position beziehen“? Inwieweit betrifft mich der gesellschaftliche Druck/das gesellschaftliche Bild/Norm? Was sagt das aus über die Erwartungen an mich?Woher kommt das Ästhetikempfinden?Wie kann ich mich unabhängig von den Erwartungen wohl fühlen? etc.
    Einfach mal ehrlich zu sich selber sein, sich selbst kritisch hinterfragen, drüber nachdenken. Und dann entscheiden, wie immer das auch dann ausfällt.:x

  31. 31 ohnename 24. Mai 2007 um 22:31 Uhr

    Ich finde es problematisch, den Blick so sehr auf den Körper als politisches Statement zu richten, als auf die Person selbst, d.h. was sie so denkt. Ich finde es ok, ein „konformes“ Erscheinungsbild an den Tag zu legen und trotzdem emanzipatorisch zu denken, reden und handeln. Das ist mir lieber, als das Konzept, seine Gesellschaftskritik in erster Linie durch Kleidung, Styling etc zum Ausdruck zu bringen.
    Und vielleicht viel versprechender, denn es ist fraglich ob das unkonformistische Styling von Au0enstehenden richtig interpretiert wird oder nur als Abgrenzung wahrgenommen wird. Und ich denke auch, dass unrasierten Beine wohl schwerlich als feministisches Statement erkannt werden (gleichwohl das die rasierte Norm in Frage stellt).
    Und ich weiss auch nicht, warum frau den „Mut“ aufbringen sollte, sich mit unrasierten Beine zu zeigen, wenn sie sich dabei nicht wohlfühlt.
    Ich verlang ja auch von niemandem ungekämmt und im Schlafanzug ein Unireferat zu halten oder in Omaklamotten auf eine Party zu gehen, nur weil das der Norm und den Schönheitsidealen zu wider läuft.

  32. 32 schokolade 25. Mai 2007 um 13:31 Uhr

    gegen koerpermodifikationen habe ich an sich erstmal nichts. haare schneiden lassen, ohrloecher, piercings, das sind doch auch schon alles ‚unnatuerliche‘ veraenderungen. im grunde genommen finde ich argumente zu allen themen auf der grundlage ‚natuerlich‘ furchtbar.
    und klar ist es wichtig frauen die vl noch gar nicht ueber sowas nachgedacht haben zu sagen, dass es auch anders geht. aber ich habe keine lust das irgendwelche leute mich in eine ecke schieben weil ich es wage mir die achseln zu rasieren oder nicht. wie der kommentar vor mir schon aussagt finde ich eine definition der ’szene‘zugehoerigkeit allein ueber das aeussere super laecherlich.

  33. 33 mensch im mohn 25. Mai 2007 um 15:28 Uhr

    [quote post=“106″]Es geht doch eher um eine Hinterfragung/Bewusstmachung von scheinbaren Naturalisierungen, und nicht um neue Zwänge und erst recht nicht um das “Zurück zum Naturkörper” (welcher zwangsläugi mit reaktionären Inhalten wie Rasse- und Geschlechtskonstruktionen verknüpft ist)![/quote]

    Hm. Ich verstehe schon etwas die Kritik am Natürlichkeits-Denken, weil es auch eine Norm ist, aber wieso ist das Naturkörper-Ideal zwangsläufig mit Geschlechtskonstruktion verknüpft? Für mich geht es beim Nicht-rasieren auch darum zu zeigen, dass „die Frauen“ nicht per se unbehaart sind und damit um die Aufweichung des Geschlechterkodex „Frau glatt – Mann haarig“.
    Und die Verbindung zum Rassegedanken wünsche ich mir auch nochmal klarer formuliert.

  34. 34 bigmouth 25. Mai 2007 um 21:30 Uhr

    gemeine interpretation: da glaubt jemand, dass rassen eigentlich (wie haare existieren), und möchte deshalb lieber nich über natur reden…

  35. 35 nonogender 25. Mai 2007 um 23:04 Uhr

    Nee b. da hast du was falsch verstanden:d (auch wenn ich wirklich keine Lust habe über Natur reden)
    „Zwangsläufig“ war vielleicht zu absolut ausgedrückt, aber kommt das Argument des „natürlichen“ Körpers, ist es nicht weit zur Naturalisierung/ Normalisierung/ Biologisierung von Geschlechterdifferenzen. Und mit dem Konzept einher geht eben auch oft eine Naturalisierung/… von ‚race‘: der natürliche Körper mit naturgegebenem ‚race‘ und gender. Zum Beispiel Transgender würde dann gegen die ‚naturgegebene‘ Ordnung verstossen.
    Aber das Argument „Natur“ ist davon abgesehen sowieso Blödsinn, erstens wird damit so gut wie alles gerechtfertigt, zweitens, warum soll das toll sein und drittens, was soll das überhaupt sein?

  36. 36 stop 26. Mai 2007 um 0:28 Uhr

    es gibt kein „natürliches“ geschlecht. jede sortierung ist schon kultur.

  37. 37 nonogender 26. Mai 2007 um 13:03 Uhr

    ..äh genau das meinte ich

  38. 38 mensch im mohn 26. Mai 2007 um 16:21 Uhr

    Ich auch.

  39. 39 Zildjian 27. Mai 2007 um 1:15 Uhr

    ich hab mir grad den artikel und die kommentare hier durchgelesen und was mir da so durch den kopf schiesst sind primär die von mir gemachten erfahrungen mit dem thema.

    als ich in der pubertät war und die ersten haare überhaupt erstmal gesprossen sind, war ich total stolz, weil ich im vergleich zu meinen altersgenossinnen recht früh welche gekriegt hab.
    irgendwann kam dann die zeit, wo dieser ganze hormonzirkus angefangen hat. etwas nach dem zeitpunkt hab ich mich, glaube ich, dann auch so langsam mit dem thema haarentfernung beschäftigt. rasieren, haarentfernungscremes, wachs. alles hat nicht wirklich gut geklappt und mich hat es ziemlich angenervt, dass das rasieren, auf das ich mich am ende entschlossen hatte, nur an die 2 tage hält (während meine mutter wegen den hohen kosten, die sie dafür bezahlt hat, genervt war ;) ). pusteln, jucken, stoppeln.
    wenn ich überlege, warum ich eigentlich darauf gekommen bin, mich rasieren zu müssen, denke ich, dass das an soner art vorbildfunktion lag.
    meine schwester hats gemacht, frauen in den medien waren unbehaart und alle meine „coolen“ freundinnen auch. die hatten mehr erfolg bei den jungs und wenn man den selber nicht so hat, dann sucht man ja ständig den grund, warum man selbst nicht sonderlich gut bis gar nicht ankommt.
    was mich heute ziemlich erschreckt ist, dass ich teilweise dachte, dass ich so etwas wie ein haarmonster bin, was an stellen massig haare hat, wo das sonst keine frau hat.
    dazu gibt es übrigens ein zitat von peaches, in dem sie sagt, dass sie bis zu einem bestimmten alter (weiß nicht mehr genau wie alt, aber schon so alt, dass es mich wunderte) dachte, dass frauen gar keine achselhaare haben.
    ich habe dann bei anderen frauen immer wieder gesucht ob ich denn normal bin, aber alle waren recht perfekt rasiert während ich pusteln in der bikinizone hatte und mich sehr dafür geschämt habe.
    ich hab mich dann ziemlich aufgeregt, weil ich immer recht viel zeit dafür investiert hatte und es danach eigentlich noch schlimmer aussah. als 10-15 min fertig-mach-typ passen 30-45 min rasieren einfach nicht rein.
    ich hab dann immer nur sporadisch rasiert, wenn irgendetwas „wichtiges“ anstand, wie z.b. schwimmen.
    mir fiel dann irgendwann auf, als meine beinhaare etwas länger waren, dass meine haare am unterschenkel auf einmal extrem dunkel geworden waren (habe hell- bis mittelblonde haare).
    das haarmonster und die zweifel, dass ich ganz ganz blöd gesagt „nie einen abkriegen werde“ kamen dann wieder.
    ich habe mir sogar eingeredet, dass, falls ich doch mal jemanden kennenlernen sollte, derjenige angewidert sein wird von mir, mich ekelig finden wird, weil ich keine tolle intimrasur habe und meine beine stoppelig sind.
    mit der zeit wurde es mir dann aber immer egaler und ich fing an mir mehr gedanken zu machen, gedanken, die dem artikel recht gleichen.
    ich habe dann entschlossen mich nicht mehr zu rasieren, weil die nachteile, meiner meinung nach, einfach überwiegen und ich diesen zwang einfach ablegen und ihm darüberhinaus entgegensteuern wollte.
    zu der zeit habe ich dann auch meinen jetzigen freund kennengelernt, der mich mit haaren, so wie frauen nun mal aussehen, wunderschön findet.
    trotz des vielen selbstbewusstseins zuhause, war es enorm schwer für mich, mich quasi zu outen.
    im nachhinein habe ich mich darüber ziemlich geärgert. als ob ich mich schämen müsste, wie ein weiblicher mensch auszusehen.
    danach hatte ich dann aber genug nötiges selbstbewusstsein.
    komische blicke sind mir bisher noch nicht aufgefallen, angesprochen hat mich auch niemand drauf. nur eine freundin hatte mir erzählt, dass sie mit einer anderen freundin auch mal ein projekt keine rasur gemacht hatte, aber schon nach ein paar wochen wieder aufgegeben hat, weil es sie selbst zu sehr angenervt hat.
    meine beinhaare sind übrigens wieder blond und weich, was sich, wie ich finde, viel besser anfühlt, als mit stoppeln oder frisch rasiert.

    bei männern finde ich unrasiert auch wesentlich sexier und, um nicht natürlich zu sagen, einfach menschlicher.
    ich finde diesen rasurkult teilweise zu körperbetont, was auch in geringem maße eine job-verbunden-mit-körper-assoziation bei mir aufwirft.

    ich bin auf jeden fall auch dafür, dass man die entscheidung zur körperbehaarung dazu nutzen sollte, kritik zu üben.
    vielleicht denkanstösse geben und generell aufzeigen, dass die gesellschaft da einen, meiner meinung nach, eher destruktiven kurs verfolgt.
    sonst weiß die generation hinter uns, die noch nicht so viele haare hat, nachher nicht, dass man als mensch eben da und auch hier mehr oder weniger haare hat und dass man eben seine möglichkeiten hat, damit umzugehen, wie man möchte. ohne sich zu schämen.

    sry für den ewig langen post.

  40. 40 stop 29. Mai 2007 um 17:44 Uhr

    „zu der zeit habe ich dann auch meinen jetzigen freund kennengelernt, der mich mit haaren, so wie frauen nun mal aussehen, wunderschön findet.“

    „im nachhinein habe ich mich darüber ziemlich geärgert. als ob ich mich schämen müsste, wie ein weiblicher mensch auszusehen.“

    Ist ja schön, dass du so genau bescheid weißt wie Frauen auszusehen haben. Und wenn ich jetzt aus irgendwelchen Gründen keine Haare habe? Darf ich mich dann nicht als echter „weiblicher Mensch“ fühlen?
    Krass wird’s dann hier:

    „bei männern finde ich unrasiert auch wesentlich sexier und, um nicht natürlich zu sagen, einfach menschlicher.“

    Die ganze Zeit über Körpernormierung labern und dann selber einfach nur ne gegenteilige Körpernormierung durchsetzen wollen. Ohne Haare: Kein Mensch. Nett. Echt.

  41. 41 alex 30. Mai 2007 um 16:29 Uhr

    Sooo viele Kommentare!

    Ich bin ein Mann. Geht doch mal mit nem Freund in ein Kaufhaus Eurer Wahl, und fragt nach einem elektrischen Rasierer (…. Intimbereich…. für.. diesen Mann… hier ). Die Reaktion der Verkäufer(in) interressiert mich brennend.

  42. 42 mensch im mohn 30. Mai 2007 um 20:53 Uhr

    [quote comment=“7411″]Sooo viele Kommentare!

    Ich bin ein Mann. Geht doch mal mit nem Freund in ein Kaufhaus Eurer Wahl, und fragt nach einem elektrischen Rasierer (…. Intimbereich…. für.. diesen Mann… hier ). Die Reaktion der Verkäufer(in) interressiert mich brennend.[/quote]

    Versteh ich nich. Kannst du etwas deutlicher ausdrücken, was du sagen willst?

  43. 43 Trulla 31. Mai 2007 um 22:53 Uhr

    Ist ja schön, dass du so genau bescheid weißt wie Frauen auszusehen haben. Und wenn ich jetzt aus irgendwelchen Gründen keine Haare habe? Darf ich mich dann nicht als echter „weiblicher Mensch“ fühlen?
    Krass wird’s dann hier:

    „bei männern finde ich unrasiert auch wesentlich sexier und, um nicht natürlich zu sagen, einfach menschlicher.“

    Die ganze Zeit über Körpernormierung labern und dann selber einfach nur ne gegenteilige Körpernormierung durchsetzen wollen. Ohne Haare: Kein Mensch. Nett. Echt.

    Ich bin leider auch ein Haarmonster. Ich habe allerdings schon schräge Blicke und verbale Anfeindungen erlitten. Haarige Frauen bringen manche Männer soweit, diese als Lesben zu bezeichnen, was leider nicht als kompliment gemeint war.

    Es ist also leider so, das der unbehaarte Körper positiv bis neutral angesehen wird, der behaarte insbesondere bei Frauen als ungemein abscheulich. Wie kann man dann von gegenteiliger Körpernormierung sprechen ?

  44. 44 hmmm 12. Juni 2007 um 13:21 Uhr

    diese debatte ist ja vermutlich so alt wie der lady shaver, erstmal find ich es aber voll super das sie (wieder) geführt wird. ich bin mir da sehr unsicher. eigentlich gehört es ein bißchen zu meinen entspannungs highlights einmal die woche nicht nur kurz sondern stunden lang unter der dusche zu stehen, mit rasieren, peelen und allem was der kosmetikmarkt einem sonst noch sagt was zum entspannen und „schön machen“ dazu gehört. sobald ich dann aber s- bahn fahre und mitbekomme das eine frau wegen ihres unrasierten körpers blöd angemacht wird und ich versuche ihr zur seite stehen beißt sich ein schlechtes gewissen in mir fest das ich rasiert bin. ich hab mir die norm rasiert=schön so zu eigen gemacht das ich es an mir auch wirklich meine schöner zu finden, es aber total unproblematisch finde wenn frau das nicht tut, und bei vielen frauen auch sehr schön!!!ich glaub das ist nicht wirklich aufzulösen und jede muss es für sich selbst wissen, minimal konsens sollte aber sein auf jeden fall immer das maul aufzumachen wenn darüber gelästert, gestichelt, gemeckert wird, auch wenns im ersten moment verlogen scheint weil man selber ja doch aalglatt ist…

  45. 45 illith 15. Juni 2007 um 19:47 Uhr

    obwohl ich den konflikt nachvollziehen kann, besteht da aber eigentlich kein widerspruch: du kannst ja auch laut werden, wenn jemand dickes dumm angeblabert wird, auch wenn du selber schlank bist. oder wenn ein homopärchen angemacht wird, auch wenn du hetero bist. usw.

    es geht ja eben darum, dass man die freie wahlmöglichkeit hat, ohne diskrimiert oder sonstwas zu werden; nicht, dass alle jetzt plötzlich behaart, homo, dick oder sonstwie entgegen den mainstream-normen sein müssen.

  46. 46 grün 27. Juni 2007 um 22:01 Uhr

    Habe die ganze Haarrasurgeschichte so richtig infiltriet bekommen, selber hätte ich die Idee vermutlich nie entwickelt, aber die vielen „Iiiehs“ und Nachfragen waren ausschlaggebend dafür, dass ich letztlich überhaupt begonnen habe mit dem Kram. Immernoch zumeist wiederwillig vollziehe ich dieses Ritual mehr oder minder regelmäßig und bestätige damit die Norm an der ich mich störe. Aber mal ehrlich es ist ja wirklich anstrengend mit allen Haaren rumzurennen und auch wenn ich mir einen kleinen unrasierten Fleck erhalte,(Auch lange Hosen tragen ist eine Einpassung in die Norm; das was versteckt bleibt stellt das bestehende System ja nicht in Frage) so richtig selbstbestimmt ist das doch nicht. :(

    Jetzt soll bitte nicht der Eindruck entstehen, dass ich das auf die Gesellschaft abwälzen will, aber die Normierung erfolgt nunmal zwanghaft in dem Sinne, dass Nichteinhaltung gesellschaftlich sanktioniert wird.
    Und auch in Foren/Diskussionen wie diesen, wird dieser Mechanismus reproduziert, indem ich auf die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit diesem Thema impliziet hingewiesen werde; Behaarte Achselhöhlen und Beine sind wohl nicht einfach so hinnehmbar?

  47. 47 mensch im mohn 28. Juni 2007 um 12:41 Uhr

    Seltsam, ich wurde nie auf meine Behaarung angesprochen. Warum nennen das soviele als Grund, sich zu rasieren?

    Liegt es daran, dass ich in Kreisen verkehre, in denen es nicht als absonderlich gilt? (Mir fällt spontan keineR ein, wen ich kenne und sich die Beine rasiert, nur eine Person mit Achselrasur.)

    Weitere Theorie, warum manche drauf angesprochen werden und manche nicht: Wer aus anderen Gründen schon aus der Attraktivitätsnorm fällt, bei derm ist es den Leuten egal.

  48. 48 illith 29. Juni 2007 um 22:07 Uhr

    ja, denk ich schon, dass das stark von den kreisen bzw. auch subkulturen, in denen man so verkehrt abhängig ist. da variieren die allgemeinen schönheitsnormen ja insgesamt schon ziemlich.
    und wenn da die penible körperenthaarung nicht dazu zählt, wird man darauf natürlich auch nicht angesprochen. bzw kann man dann sogar kritik einheimsen, WENN man sich rasiert.

  49. 49 Zildjian 09. Juli 2007 um 17:37 Uhr

    [quote comment=“7400″]“zu der zeit habe ich dann auch meinen jetzigen freund kennengelernt, der mich mit haaren, so wie frauen nun mal aussehen, wunderschön findet.“

    „im nachhinein habe ich mich darüber ziemlich geärgert. als ob ich mich schämen müsste, wie ein weiblicher mensch auszusehen.“

    Ist ja schön, dass du so genau bescheid weißt wie Frauen auszusehen haben. Und wenn ich jetzt aus irgendwelchen Gründen keine Haare habe? Darf ich mich dann nicht als echter „weiblicher Mensch“ fühlen?
    Krass wird’s dann hier:

    „bei männern finde ich unrasiert auch wesentlich sexier und, um nicht natürlich zu sagen, einfach menschlicher.“

    Die ganze Zeit über Körpernormierung labern und dann selber einfach nur ne gegenteilige Körpernormierung durchsetzen wollen. Ohne Haare: Kein Mensch. Nett. Echt.[/quote]
    lol
    :|

  50. 50 laylah 13. Juli 2007 um 12:52 Uhr

    mich stört hier diese selbstkasteiung, die haltung, mit welcher die frauen hier teilweise ihre rasur-“geständnisse“ ablegen. ja, die sozialisation in dieser gesellschaft ist die ursache. ja, wir können dagegen ankämpfen. die frage ist doch aber, wie wir unsere kräfte aufteilen – und es gibt meines erachtens kein richtiges leben im falschen. von all den frauen, die sich hier (beschämt) rasieren oder (stolz) nicht, wüsste ich erstmal gern, ob sie auch auf die strasse gehen (und nicht nur am 8.!) und auch sonst politisch aktiv sind, denn sowas ist in meinen augen auch fürs individuelle bewusstsein viel wichtiger als diese eher symbolische rasurfrage.

  51. 51 Mann 24. Juli 2007 um 15:32 Uhr

    Hallo, meine verehrte Damen.

    Ich bin ein Mann, der Meinung der meisten meiner Bekannten vertritt, und das ist eine ganze Menge, Menschen unterschiedlicher Interessen.
    Hypothese: Männer finden weibliche Körperbehaarung schlimm. Ergebnis: wie es in Horrorfilmen extra schlimm dargestellt wird, dann ist es nicht attraktiv.
    Hypothese: Männer finden weibliche Körperbehaarung schön. Ergebnis: wir wissen nicht, ob es schön ist, aber es verzaubert uns. Weibliche Haare haben etwas mit Sexualität zu tun. Ganz wichtig: solche Frauen sind offen, wir sehen: sie erreicht Ihre Schönheit nicht durch Tricks (ist aber gepflegt, sauber). Eine natürliche, sexuell reife/anreifende Frau ist ein Geheimnis, bei dem sich ein Mann angesprochen fühlt, dieses zu entschlüsseln. Da Medien ihre Wirkung haben, wird ein Mann nicht ohne Nachdenken sagen: „Körperhaare bei Frauen sind schön.“ Es ist die verzaubernde Wirkung, die für ihn spricht, die er jedoch ohne weiteres nicht merkt.
    Alle meine Freundinnen musste ich davon erst überzeugen. Sie alle mussten sich später vor überschäumender männlicher Aufmerksamkeit „schützen“. Meine Momentane Beziehung ist ein einmaliger Star auf der Straße und an der Uni.
    Alleine Körperbehaarung bringt das natürlich nicht. Die Natürlichkeit und Freundlichkeit können jedoch dadurch unterstrichen werden. Dann steht Euren Erfolgen nichts mehr im Weg… Es ist auch wichtig, sich von der Masse zu erheben. In dem Sinne…
    Erste Ausnahme: der Schnauzbart ist eher männlich.
    Zweite Ausnahme: Jungs im pubertärem Alter können die wirkliche Schönheit einer Frau von der gekünstelten i. d. R. nicht unterscheiden. Von daher: pubertierende Mädchen sollten sich die Beine lieber erst rasieren. Erst wenn sie 19 sind, dann wird Natürlichkeit bei Männern hoch im Kurs stehen.
    Seid offen und geheimnissvoll, ehrlich und gesund: untersteicht dies, Körperbehaarung hilft euch dabei. Nutzt es mit Kopf.

    Viel Glück

    Mann

  52. 52 laylah 24. Juli 2007 um 16:09 Uhr

    so eine dumme scheisse las ich selten. was hast du denn bitte gegen „die masse“? warum soll ich mich in konkurrenz zu meinen schwestern stellen? warum soll ich mich deinem (verdrehten?) geschmack bewusst unterordnen (und demjenigen der pubertären scheisskinder)? hoch im kurs, ich kriegs kotzen. deine freundinnen tun mir leid. geh ne sekte gründen, du patriarchales eso-arschloch.

  53. 53 mutant 25. Juli 2007 um 19:18 Uhr

    komisch, vor 15, 20 jahren war das kein thema.
    nicht, das meine freundinnen und ich uns nicht zb geschminkt haetten, haare gemacht, klamotten gekauft etc, keine sack-und-asche oekomiezen, aber zb die achselhaare zu rasieren waere mir als teenager niemals eingefallen. eine freundin hatte sich allerdings die beine mal mit enthaarungscreme gemacht, das fand ich sehr bizarr (sie hatte sehr lange dunkle haare und fand das schlimm) und nicht nachahmenswert.
    heutzutage rasiere ich mir im sommer ca 2 mal die beine (dieses jahr erst einmal, siehe wetter), wenn ich dran denke, und vielleicht 2 mal die achslen, koennte nicht mal sagen, warum, sterbe aber nicht, wenn das nicht passiert ist und wuerde nie auf die idee kommen, bei heissem wetter in hosen rumzulaufen, weil haare am bein sind.
    schliesslich wird man nicht gesteinigt wg haarigen beinen und ob irgendwelche prolligen sackhaarrasierer meine beine unsexy finden, ist mir ziemlich wurst.
    schlimmer finde ich eigentlich, wie meine beine aussehen, wenn ich mich mal wieder geschnitten habe.
    intimrasur:
    komisch das alle von haaren zwischen den zaehnen faseln. ich habe meistens eher kopfhaare (eigene) im mund und wuerde mir deswegen auch nicht ne glatze scheniden.

  54. 54 Informant 26. Juli 2007 um 18:02 Uhr

    À propos „prollige sackhaarrasierer“, ich empfehle den Bodygroomer!!

  55. 55 mutant 27. Juli 2007 um 17:17 Uhr

    fuer die dinger (bzw die frauenversion) gibts auch tolle herzfoermige schablonen etc…

  56. 56 Informant 30. Juli 2007 um 14:29 Uhr

    Mh. Beim Bodygroomer waren keine dabei >:p

  57. 57 mutant 01. August 2007 um 21:56 Uhr

    gesehn habe ich die noch nicht, aber ein bekannter arbeitet bei philips und berichtete etwas konsterniert davon…

    was ganz anderes:
    the porn myth, artikel im nymag, da geht es auch um haare!! und auch sonst recht schlau.

  58. 58 Informant 01. August 2007 um 22:20 Uhr

    Grundsätzlich wäre einfache geometrische Formen vielleicht gar nicht schlecht!

    Der Artikel ist tatsächlich interessant, aber das Ende hat bei mir dann doch einen faden Beigeschmack hinterlassen. Ist Prüderie und patriachal geprägte Monogamie ein ernst zu nehmende Alternative? Ich hoffe nicht.

    Anknüpfend an die Verbindung von Haaren und Pornographie die in dem Artikel aufgemacht wirdhier ein Ausschnitt eines Interviews mit einer Darstellerin, die ein Schönheitsideal vernachläsigt, um einem anderen gerecht zu werden.

  59. 59 endoplasmatische Reticulum 05. August 2007 um 16:50 Uhr

    Also mal ehrlich…

    Manche Leute mögen ja der Meinung sein, dass alles konstruiert ist. Das mag auch auf viele Dinge und Situationen anwendbar sein, aber mit Sicherheit nicht auf die alte Leier Mann/Frau, Mann/Mann, Frau/Frau.

    Man wird problemlos diese Perversion namens Kapitalismus beenden können, man wird die gesellschaftlichen Klassen langsam auflösen können, selbst Homophobie wird irgendwann komplett verschwinden, weil sie eben völlig unnütz ist. Das sind Dinge, die machbar sind – die alte Kiste attraktiv/unattrakiv wird sich nie auflösen. Es geht gar nicht, denn das hiesse wirklich gegen die menschliche Natur zu argumentieren.

    Es mag mutig sein auf die Bühne zu kommen und da rumzuschwabbeln, wie es z.B. Beth Ditto tut – mutig, mehr aber auch nicht. Und wenn die Damen da in die Talkshos rollen um zu erzählen, wie toll sie sich doch fühlen und das alle Kerle einen Harten bekommen wenn sie sie sehen. Ganz ehrlich? Das glaubt doch kein Schwein.

    Es gibt biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau, auch das ist eine Tatsache. Wenn man weiss, dass der männliche Körper im Durchschnitt deutlich schneller Muskeln aufbaut, dann müsste man – rein theoretisch betrachtet – einer muskelbepackten Frau mehr Respekt entgegenbringen als einem männlichen Bodybuilder (sie hat ja schliesslich härter trainiert um die selbe Bizepsgrösse zu erreichen). Trotzdem ekelt man sich vor diesen Frauen – warum? Weil die „ansprechenden“ Geschlechtsmerkmale eben zurücktreten und der Körper männlich wird.

    Natürlich braucht sich niemand zu rasieren. Rasiert sich eine Frau nicht, dann wird das zur Folge haben, dass niemand seinen Aaal reinhalten möchte. So einfach ist das. Das wird auch in der postrevolutionären Gesellschaft nicht anders sein.

    nichts für ungut, viel Erfolg weiterhin
    es grüsst
    das endoplasmatische Reticulum

  60. 60 pia 05. August 2007 um 22:14 Uhr

    [quote post=“106″]Rasiert sich eine Frau nicht, dann wird das zur Folge haben, dass niemand seinen Aaal reinhalten möchte.[/quote]
    fang doch lieber mal an zu denken, bevor du hier so einen schwachsinn loslässt.

  61. 61 Zildjian 06. August 2007 um 0:49 Uhr

    @endoplasmatisches Retikulum
    du nennst deinen Penis Aal? Tolle Sache <:-p

    Ansonsten ist mir grad aus google-Zufall ein News Bericht untergekommen:

    „Ein Wagen des Kölner Rosenmontagszuges macht sich über eine „Miss-Wahl“ lustig. Auf dem Wagen sind weibliche Figuren dargestellt, die für die Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf, Aachen und Mainz stehen.
    „Miss Aachen“ hatte man mit einer sehr starken Körperbehaarung unter den Achseln, sowie in der „Bikini-Zone“ versehen. Das fand die Frauenkarnevalsgesellschaft Colombina Colonia gar nicht so gut. Der einzige Frauenkarnevalsclub in Köln beschwerte sich.
    Daraufhin hat man der „Miss Aachen“ jetzt die Haare unter den Armen, sowie die Schamhaare entfernt.“

    Finde ich.. naja.. absurd und irgendwie komisch.
    Klar sollte sich damit wohl drüber lustig gemacht werden (siehe auch z.B. in einigen Filme, wo sowas Aufhänger für Pubertäts- und Fäkalhumor ist) und das ist böse, aber ich würds positiv sehen. Ich meine muss man sich irgendwie angegriffen fühlen, wenn Frauen mit Haaren, so, wie sie (‚die meisten‘ schreib ich wohl besser, sonst wird mir wieder vorgeworfen, dass ich Frauen, die aus irgendeinem Grund keine Haare haben, ausgrenze und als nichtmenschlich herabwürdige 8-} ) eben sind, dargestellt werden?
    Oder hab ich da irgendwas nicht so kapiert, wie das gedacht war?

  62. 62 illith 08. August 2007 um 3:41 Uhr

    [quote comment=“8647″]@endoplasmatisches Retikulum
    du nennst deinen Penis Aal? Tolle Sache <:-p [/quote]
    MUAHAHAHAHAHAHAHAHAHA ich habe selten einen trefflicheren smiliey hinter einem satz gesehen =))

  63. 63 mutant 08. August 2007 um 17:49 Uhr

    „comb over“, haha, der ist gut.
    btw: aale stoeren sich nicht an haaren, nur die kleinen wutzis die dahinter haengen.

  64. 64 sarani 08. August 2007 um 22:20 Uhr

    also, ic fühle mich schon wohler, ohne haare.
    in der bikini Zone kommen sie auch weg aber sonst nicht.

    Im Winter finsd ich rasieren jedoch nicht besonders wichtig, weil man sowieso lange sachen anhat und schwitzen tut man normalerweise auch nicht.
    Das Schwitzen ist es nämlich, was mich so sehr an den Haaren stört. ich schwitze sehr schnell und da fühlen sich die achselhaare wirklich etwas unangenehm an, finde ich.

    Allerdings finde ich, das soollte jede für sich selbst entscheiden, ob sie sich rasiert oder nicht und man sollte keine Abscheu gegenüberdenen empfinden, ddie es nicht tun.

  65. 65 Paraklet 09. August 2007 um 4:02 Uhr

    @die Fromme: Ich bitte Sie, ich bin Berufsrevolutionär und denke demnach viel mehr als ich sollte, z.B. denke ich gerade, dass es wenig Sinn hat, mit Emma-Abonnentinnen wie Ihnen zu diskutieren.

    @Zildjan: Ich nenne ihn eigentlich nicht Aal, sondern „Johannes“. Ich finde, Johannes ist ein schöner Name für einen Schniedelwutz. Da ich mit der hippen Jugendsprache nicht vertraut bin, habe ich darauf gebaut, dass man das heute noch so sagen kann („Aal reinhalten“ als Synonym für „penetrieren“). Aber darum geht es ja eigentlich gar nicht.

    Ich versuche es nochmal. Oft hört man Leute folgenden Blödsinn sagen „Also ich will das alles normal ist, weder links noch rechts, also so ganz normal halt“. Da kann man dann fragen, was ist „normal“? Und wenn man kurz darüber nachdenkt, wird auch klar, dass das eben konstruiertes bzw. falsches Denken ist, was man dekonstruieren bzw. widerlegen kann. Das ist die eine Sache.

    Dann gibt es Dinge, die nicht konstruiert sind – wobei einige übereifrige Damen und Herren meinen, dem sei so, z.B. in Bezug auf angeblich konstruierte Schönheitsideale. Das ist falsch, denn die meisten Schönheitsideale entsprechen dem „Normalempfinden“ oder wie immer man das auch nennen mag. Warum? Weil eben extrem fette oder extrem unterernährte Menschen nicht schön sind. Ein bisschen dicker oder dünner mag ja in Ordnung sein, aber es gibt Grenzen, schon allein aufgrund der Tatsache, dass diese Fehlernährung körperliche Schäden verursacht. Das kann man nicht wegdiskutieren, das ist einfach so.

  66. 66 difficultiseasy 09. August 2007 um 4:34 Uhr

    @paraklet/ER:
    du kannst häßlich oder hübsch finden was du magst. dieses recht hat jeder mensch. es geht hier aber um moden und die haben wieder was mit dem kapitalismus zu tun und den magst du ja auch nich. es gibt leute die „extrem“ dicke, dünne oder muskulöse menschen toll finden. haben die nun plötzlich unrecht mit ihrem schönheitsempfinden? und natürlich ist das was du „normalempfinden“ nennst konstruiert. das sah nämlich vor 100 jahren ganz anders aus oder vor 50 oder vor 200 und in anderen teilen der welt auch. also, sorry, aber das nicht konstruiert zu nennen ist ganz schön, äh, eingeschränkt von dir.
    und ich weiss jetzt nicht wen du hier als „die fromme“ bezeichnest, aber dein versuchter diss is wirklich lächerlich. mackertum par excellence. du bist „berufsrevolutionär“, also „denkst“ du besonders viel nach? irgendwie will mir nich klar werden, wo da der zusammenhang besteht. fremdschämen würd ich mich für die äußerung, wenn du dir nicht meine empathie verspielt hättest.

  67. 67 pia (nicht: die fromme) 09. August 2007 um 16:22 Uhr

    @paraklet: dann verzieh dich mit deinem gedanklichen überschuss doch lieber in deine berufsrevolutionäre kneipenrunde oder sonstwohin, denn wenn du keine lust hast, mit feminist_innen zu diskutieren, bist du hier definitiv im falschen blog gelandet (abgesehen davon, dass ich nicht gerade interesse bekundet hatte, mit dir zu diskutieren, aber das scheinst du wohl gar nicht gemerkt zu haben). und im übrigen braucht man auch kein emma-abo zur feministischen bewusstseinsbildung, ich zumindest habe diese zeitschrift noch nie gelesen. aber was red ich, du scheinst ja eh ziemlich aufklärungsresistent …

  68. 68 illith 09. August 2007 um 23:08 Uhr

    ICH habe ein emma-abo.
    nur fürs protokoll [-x

  69. 69 cpt nemo 10. August 2007 um 3:34 Uhr

    beine rasieren. ja. nervt. tu ich trotzdem. immer mal wieder. und komsisch mädchen wie ich nun mal bin, eigentlich immer dann, wenn ich erwarte, dass jemand meine beine zu sehen bekommt. ich mich zum beispiel mit einem herzmenschen treffe und erwarte sex zu haben. nicht immer, aber immer mal wieder. selbst als ich mit einem menschen schlief, der sagte, dass er frauen mit behaarten beinen schöner findet. komischerweise rasier ich mir nur äusserst selten die achseln. besagter herzmensch gestand mir mal, dass er rasierte achseln toll fände, hatte selbst auch solche. aber das motivierte mich nun nicht dazu das auch zu tun. also im endeffekt tat ich dinge, die zum gesellschaftlichen verhältnis passen, aber mir eigentlich in meinen eigenen geschichten kein vorteil gebracht haben. äh, ich weiß gerade nicht mehr auf welchen punkt ich genau hinaus wollte. aber es ist ja schon arg spät auch.

  70. 70 nika 11. August 2007 um 0:44 Uhr

    ich rasiere mir die beine, achseln und intimbereich seit ich elf bin, und obwohl ich es irgendwie gern mache, weil ich es nachher so schön glatt finde (->>> vor allem für mich!) ärgere ich mich jedes mal über die ungerechtigkeiten die damit verbunden sind
    ungerechtigkeit nr 1: man braucht viiiiiiel zeit dafür
    ungerechtigkeit nr 2: ich habe sehr dicke dunkle haare und muss mich im sommer jeden 2. tag rasieren, was ich von keiner einzigen freundin egal ob blond oder braun sagen kann

    am allermeisten ärgert es mich wenn ich auf der straße einen erwachsenen mann sehe (ich bin 15) und der nicht annähernd so behaart ist wie ich in natur wäre…

    da ich besonders früh reif war und früh viel mit burschen zu tun hatte, habe ich auch genug peinliche haar-erlebnisse die damit verbunden sind wie „du hast ja männer beine!“(ich war ca. elf) oder „bart!!!“(im winter nachdem ich krank war, ca.12)
    ich finde es einfach mühsam und ungerecht das ich so viel mehr machen muss als ein blondes mädchen um annähernd das selbe ergebnis zu bekommen wie eine blondine natürlich, unrasiert!

    Es ist einfach zu sagen „mach ich mal schluss mit dem beine-rasieren“ oder dass man über weiche behaarte beine streichelt wir in einem obrigen artikel, aber auch frauen haben nachwachsende stoppelhärchen die sich eher anfühlen wie stroh als wie etwas weiches!

  71. 71 illith 11. August 2007 um 22:55 Uhr

    tjoah, aber dein problem kann man ja ausnahmsweise mal nicht dem patriarchat anlasten sondern der gen-lotterie.^^
    da kann man wohl nix machen ;)

  72. 72 laylah 12. August 2007 um 2:18 Uhr

    nika: ich habe braune haare und rasier mir die beine jeden tag. ich hoffe, jetzt geht es dir besser.

  73. 73 anne 22. August 2007 um 13:49 Uhr

    was mich wundert is, das bisher kaum über die nervigen „schmerzen“, schnittwunden etc. gesprochen wurde, die entstehen bei der beinrasur, beim epilieren und co, die gesundheitlichen beienträchtigungen von enthaarungscremes usw.ich kenn mich da nich so aus, weil ich dit noch nie jemacht habe, ick meen die beene zu rasieren:).
    und wie siehts aus mit den firmen, die sich an selbigen produkten dumm und dusselig verdienen!…

  74. 74 männlich 29. August 2007 um 18:21 Uhr

    kann einfach nicht glauben, dass Männer (so wie ich einer bin) Frauen gut finden, die sich nicht rasieren – es muss ja nicht ganz „extrem“ durchgeführt werden, aber eine Frau mit Haaren kann nicht wirklich anziehend bzw. weiblich wirken. Denke fast alle Männer werden mir recht geben. Natürlich ist es auch etwas eine Zeiterscheinung; in meiner Pubertät z.B. vor ca. 15 Jahren war das bei den Mädels noch nicht so verbreitet … aber ich find das eine angenehme Entwicklung und auch immer mehr Männer machen das ja – ich z.B. auch, weil ichs einfach für mich selbst angenehm finde, z.B. keine Achselhaare zu haben. Ich denke, es wird kaum eine Frau stören, oder?

  75. 75 mensch im mohn 30. August 2007 um 1:00 Uhr

    Hm, du verallgemeinerst ziemlich viel.

    [quote post=“106″]Denke fast alle Männer werden mir recht geben.[/quote]
    [quote post=“106″]Ich denke, es wird kaum eine Frau stören, oder?[/quote]

    Wenn es so wäre: Was würde das daran ändern, dass es Leute gibt, die das nicht so finden?

  76. 76 illith 30. August 2007 um 3:45 Uhr

    solche paauschalisierenden aussagen sind fast IMMER dumm. woher kommt denn der erkenntnis-gewinn?? meistens doch eine mischung aus von sich auf andere schließen und den beobachtungen/gesprächen im freundeskreis plus massenmediale input.

    da sich der eigene freundeskreis aber meistens eher aus leuten rekrutiert, die einem selber in mehr oder weniger großen ausmaß ähnlich sind, sind solche erkenntnisse null repräsentativ für „die frauen“ oder „die männer“ — bestenfalls für eine bestimmte subgruppe.
    und klar gibt es viele sachen, von denen man sich „einfach nicht vorstellen kann“, dass die irgendjemand toll findet, weil man selbst halt ganz anders empfindet, aber DARAUS sind nun wirklich keine empirischen rückschlüsse ziehbar.

  77. 77 männlich 06. September 2007 um 17:59 Uhr

    Jaja, entschuldige bitte mensch im Mohn und ilith für meine dumme und pauschale Aussage!:) bin eh nur zufällige auf diese Seite gekommen und … natürlich ist das meine Meinung gewesen und es wird sicherlich Menschen/Männer geben, die das Gegenteil gut finden – ist ja auch ok. – aber auch die ilith ist ja laut ihren Aussagen, die ich auf die Schnelle so gelesen hab, doch eher meiner Meinung und praktiziert das ja auch so … aber eh egal …

    Liebe Grüße an Euch Frauen!

  78. 78 männlich 06. September 2007 um 18:19 Uhr

    Liebe Frauen – entschuldigt bitte meine dummen, pauschalen männlichen Aussagen …! Bin eh nur zufällig auf diese Seite gelangt … es war natürlich „nur“ meine Meinung und es gibt natürlich Menschen/Männer die das Gegenteil auch gut finden. Aber die Mehrheit … (eh egal jetzt!) – wenn ich in ein Mädchen/eine Frau verliebt bin, werden mich auch ein paar Härchen nicht stören bzw. für mich was groß verändern …

    (kurz noch: die illith mag doch aber eh auch keine Männer mit viel Haarwuchs – dachte ich jedenfalls gelesen zu haben
    - ach ihr Frauen …:)

  79. 79 mensch im mohn 08. September 2007 um 1:36 Uhr

    [quote post=“106″]Liebe Grüße an Euch Frauen![/quote]

    Argh! Ich hasse diese Kategorie! Wer sagt denn, dass ich eine Frau bin? Und selbst wenn ich eine wäre, warum betonst du das so? Das klingt für mich so wie „Ach, entschuldigt ihr Emanzen, ich betone jetzt nochmal eure Weiblichkeit, damit ihr euch nicht von mir als Mann angegriffen fühlen müsst.“ – naja, irgendwie so. Außerdem gibt es Menschen, die sich nicht als Frau oder Mann fühlen, sondern als irgendwas dazwischen oder was ganz anderes. =:)

    [quote post=“106″]die illith mag doch aber eh auch keine Männer mit viel Haarwuchs[/quote]

    8-| Jaja, es gibt ganz viele Leute, die auf rasiert stehen, das hast du jetzt mehrmals angeführt. Ist mir trotzdem egal. Darum ging es teilweise auch in dem Ausgangstext: Dadurch, dass alle Leute das rasieren für so normal halten, weil es z.B. in den Medien so gezeigt wird, weil kein Mädchen in der Umkleidekabine Härchen an Beinen hat, ist es ziemlich schwer zu sagen: Ich mach das nicht. Ich denke, dass viele Menschen garnicht hinterfragen, warum sie das tun, sondern sie tun es einfach, weil sie es sich anders garnicht richtig vorstellen können – eine Frau hat nunmal keine Haare und wenn sie welche hat, dann gehören sie nicht zu ihr und müssen ab. Durch den gesellschaftlichen Standard -behaupte ich- machen sich viele gar keine Gedanken, ob sie die Haare eigentlich toll finden oder nicht.

  80. 80 trostlos 14. Januar 2011 um 1:24 Uhr

    lasst sie wachsen mädels.
    wenn ich meine beinhaare rasiere, dann nur aus geg. meistens mache ich mir beinhaar-streifen frisuren, oder rasiere einen kreis.
    haha :D meine freundinnen finden das lustig und ich auch.
    damals habe ich mich immer dafür geschämt, heute bin ich stolz und strecke den leuten die zunge herraus wenn ich mal wieder dumm angeglozt werde.

  81. 81 Luna 15. Januar 2011 um 20:27 Uhr

    Ich finds auch nicht „schlimm“ wenn sich frau nicht rasiert; für mich gehts eher um den hygienischen Aspekt- wenn ich viel schwitze (was ich, als recht Sportliche, auch tu), sind rasierte Achseln zumindest usus. Ganz einfach wegen Bakterien, Schweiß(geruch) & co.

    Probleme bereitet mir eher die Zeit zwischen Haare-sind-rasiert und Haare-sind-lang… Stoppeln mag ich einfach nicht. Entweder ganz weg oder lang.

  82. 82 dodo 16. Januar 2011 um 8:23 Uhr

    Schwitzen tut man mit oder ohne Haare.
    Schweißgeruch wegkriegen und Hygiene erhalten tut man in der Regel mit waschen – klappt auch bei haarigen Achseln. Wenn man sich nicht wäscht, helfem einem auch unrasierte Achseln nicht.

  83. 83 CPJ 17. Januar 2011 um 0:46 Uhr

    Vielleicht kommt das Rasierklingengemetzel ja bald wieder aus der Mode?! In den 70ern hätte man solche Frauen wahrscheinlich total ausgelacht. Ich kenne leider viele Mädchen, die ihre Haut mit glattem, fiesen Barbie-Plastik verwechseln. Eine Bekannte von mir lässt sich jetzt ihre Beinhaare weglasern und zahlt dafür verdammt viel Geld. Diese Kohle müsste frau eigentlich in die Therapie-Sitzungen investieren, die nötig wären, um endlich zu ihrem Freund sagen zu können: „Wenn du mich plötlich sooo eklig findest, dann verpiss dich doch.“

  84. 84 CPJ 17. Januar 2011 um 0:48 Uhr

    *plötzlich

  85. 85 Luna 17. Januar 2011 um 17:09 Uhr

    Dass Menschen sich waschen, um nicht zu stinken, das weiß ich selber, danke auch. :)

    Trotzdem- es reicht schon wenn ich meine Kopfhaare kämme…

    Nichts für ungut. Ich rasier ja auch nicht regelmäßig und irgendjemanden gefallen will ich auch nicht so überdrüber.

  86. 86 Gecco 17. Mai 2011 um 8:46 Uhr

    Ganz guter Text, aber leider wird hier die große Zahl an Männern außer Acht gelassen, die sich ebenfalls die Haare entfernen, und zwar auch an Stellen, die man im Alltag gar nicht zu sehen bekommt. Männlichkeit, Weiblichkeit und Schönheitsideale als kulturelle Konstrukte unterliegen nun mal einem stetigen Wandel. Vielleicht sollten wir uns fragen, was wir selber wollen, ob durch Modeerscheinungen angeregt, oder nicht. Unser Ästhetikempfinden ist nun mal kulturell determiniert. Wir sollten doch zumindest so offen sein, jeder/jedem den eigenen Geschmack zuzugestehen, und nicht gleich alle, deren Geschmack sich mit der aktuellen „Mode“ deckt, in die Ecke der Unterdrückten stecken. Ist es wirklich nötig, heutzutage einen emanzipierten Menschen an seiner Behaarung zu Messen?

  87. 87 A. 21. Mai 2011 um 13:17 Uhr

    Seltsam, passt wohl nicht in eine egalitäre Gesellschaft, dass Frauen Bärte haben könnten oder überhaupt Haare außer auf dem Kopf.
    Das wird dann als unästehisch und Krankhaft angesehen, aber nicht von ein paar Leuten sondern der ganzen Gesellschaft und der Medizin.

    Haarentfernung als Schöhnheitsideal? Nein, sowas nenne ich Zwang!

    Solange das eine Geschlecht (m) sich durch Haarlosigkeit auf dem Haupt und Haarfülle im Gesicht und an Beinen, das andere (w) durch Haare auf dem Haupt und nicht im Gesicht definiert, sind wir ziemlich weit von Gleichberechtigung und einer toleranten, egalitären Gesellschaft entfernt.

    Ich finde es zum Kotzen, wenn Geschlechtern das Aussehen vorgeschrieben wird.

  88. 88 traumtanz 25. Mai 2011 um 17:05 Uhr

    Beim Text lesen stellte sich mir die Frage, wieso, angenommen das schönheitsideal zielt darauf ab das weibliche als kindlich darzustellen, dann das Pornographische Schönheitsideal darauf abzieht die Weiblichkeit zu betonen (z.b. große Brüste).

    Ist das wiedersprüchlich oder eben nicht (da z.b. eine leibliche Differenz zum männlichen Körper betont werden soll oder so)?

  89. 89 Luna 26. Mai 2011 um 11:18 Uhr

    Ein ziemlich guter Kommentar aus dem An.Schläge Magazin
    http://www.anschlaege.at/meinbusch.htm

    Es geht hier allerdings nur um Intimbehaarung/rasur.
    Wobei ich hier der gleichen Meinung bin wie die Autorin: es driftet alles so ins Pädophile ab…. deshalb mein Rat: probiert es aus! Eurer Körper gehört euch!! Findet euren goldenen Weg!

    @Traumtanz: Nun ja, das ist nicht so ganz richtig, finde ich. Auch Pornodarstellerinnen sind ja extrem rasiert etc. Ich glaube, die wollen (ist allerdings nur Mutmaßung!) beides darstellen – große Brüste = Weiblichkeit und Kindlich-naives-wehrloses = rasiert.
    Und öha, nein. Pornographie zielt glaub ich nicht so darauf ab, die Weiblichkeit zu betonen- und große Brüste sind nicht das Kriterium dafür!- sondern eher die Unterwürfigkeit der Frau.
    Meine Weiblichkeit verleiht mir Macht, und die will ein Porno der Frau mehrheitlich nehmen (bzw. ich hab noch nie von nem Porno gehört, der irgendwie gleichberechtigend wäre).

  90. 90 mensch im mohn 26. Mai 2011 um 20:09 Uhr

    @Luna: Solche Pornos gibt es aber definitiv, sind aber eher nicht in mainstream-Videotheken zu finden und machen nur einen kleinen Prozentsatz vom Markt aus.

  91. 91 fruchtfliege 27. Juli 2013 um 18:07 Uhr

    Aufgewachsen in den 1970er Jahren, galt mir als Kind das dunkle Beinhaar der erwachsenen Nachbarin immer als erstrebenswertes Zeichen von Weiblichkeit und Erwachsenwerden, eben genauso, wie man irgendwann mal einen Busen bekommt. In den 1980ern war das – in Deutschland – dann auch noch ok. Aber irgendwann galt das nicht mehr als weiblich, sondern man mutierte zu einer Art ungepflegtem Freak (angeekelte Blicke von immer jüngeren Teenagern), Beinhaare erhielten den gleichen Stellenwert wie ein ungekürzt zur Schau gestellter Damenbart. Tja, mit 40 Jahren habe ich nach vielen unrasierten Jahren beschlossen, zumindest die Beinde ab und zu zu enthaaren, weil mich der „Ekel“ der anderen dann doch mehr prägt, als ich es gern hätte.

  1. 1 Heute gesehen (03.08.) II: Was die Welt sonst noch bewegt (in dem einen Fall) oder bewegen sollte (in dem anderen Fall) « Theorie als Praxis Pingback am 03. August 2009 um 15:13 Uhr

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