Archiv für September 2007

Respect the Girls

So, heut also mal wieder Teeny-blogging *g *
Über Bikini Kills Keller bin ich auf ein Video der Sängerin Sha gestoßen. Und zwar auf folgendes:
Respect the girls.
Cool, oder? Naja gut… mein Musikgeschmack ist es nicht und als ich im Alter der offensichtlichen Zielgruppe (so um die 14 schätz ich mal) war, hättte mich ebendieser meiner Musikgeschmack wahrscheinlich von dem Lied sehr weit ferngehalten. Andererseits sind Geschmäcker verschieden und ich will nicht wissen, wie viele Mädels deswegen nie auf L7, Bratmobile usw. gestoßen sind. Feministische Lieder für alle!!!
Der Text des Liedes geht ganz offensiv in Richtung Zuspruch und Ermutigung von jungen Mädels. (mehr…)

Zum aktuellen Umgang mit einem Vergewaltiger

[Dokumentation]
Sexualisierte Gewalt in linken und subkulturellen Zusammenhängen

Mit diesem Text wollen wir, mehrere Hamburger Gruppen und Projekte, erläutern warum wir im Mai 2007 an einige Zusammenhänge (das Kollektiv vom Fischkopp-Plattenladen sowie das Onkel-Otto-Kollektiv) herangetreten sind und sie aufgefordert haben, ihre aktive Unterstützung eines Vergewaltigers (T) zu beenden und sich von ihm zu distanzieren. Die hiermit verbundene Veröffentlichung der Vergewaltigungen (in Absprache mit der betroffenen Frau) wurde unausweichlich, weil sich die Situation inzwischen so zugespitzt hat, dass es notwendig wurde, Druck auf T. auszuüben und öffentlich Unterstützung für die Betroffene einzufordern. (mehr…)

Das Märchen von der Freiheit der digitalen Welt

ohrWenn Autoren fiktive Schreckensszenarien von der Zukunft entwerfen, fungieren diese oft als Warnung vor gegenwärtigen Entwicklungen. In George Orwells „1984“ gibt es den Großen Bruder, der in Form eines Bildschirms mit Lautsprecherfunktion bis in die privatesten Gemächer hinein allgegenwärtig ist. In Aldous Huxleys „Schöne Neue Welt“ werden die Menschen schrittweise ihrer Fähigkeit zum eigenständigen Denken beraubt. Die radikalste Horrorvision hat Jewjenij Samjatin in seinem Roman „Wir“ formuliert: Hier existiert nur noch ein einziger Staat, die Menschen tragen Nummern statt Namen und leben in gläsernen Häusern. Der oberste Machthaber wird dabei „Der Wohltäter“ genannt, die Sicherheitspolizei heißt bezeichnenderweise „Die Beschützer“.

Um Entwicklungen zum jüngst vielbeschworenen Wohl und Schutze der Bürger ging es auch im Vortrag „Kafka, Orwell, Schäuble – Überwachung in der Informationsgesellschaft“ von Constanze Kurz in Bremen. Die Sprecherin des Berliner Chaos Computer Clubs (CCC), zugleich wissenschaftliche Mitarbeiterin der Humboldt Universität zu Berlin und Aktivistin in Sachen Persönlichkeitsrechte im digitalen Zeitalter, war auf Einladung des Bremer CCC-Ablegers angereist. Anlässlich der bundesweiten Demonstration „Freiheit statt Angst – gegen den Überwachungswahn“ am 22. September in Berlin haben die Bremer Hacker die Veranstaltungsreihe „summer of privacy“ initiiert, mit der sie für die zunehmende Überwachung durch Staat und Wirtschaft sensibilisieren wollen. (mehr…)

Unitedsubscum goes Berlin…

Welche Musik hörst du oder bist du gar nicht hetero? Und irgendwie gibt’s dann auch noch schwul-lesbisches Nachtleben. Und es gab da wohl noch ein paar Menschen, die genervt waren sich in eine der Oberkategorien einordnen zu müssen. Und dann wurde es wohl schwierig, einen geeigneten Ort für die gemeinsame Party zu finden. Der Separatismus, der vor einigen Jahren das Nachtleben prägte, war Anlass, vor vier Jahren unitedsubscum zu gründen, Frankfurts Nachtleben sollte polysexuell aufgemischt werden.

Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff polysex?

- googelst du ihn, so kommen nur ganz komische Geschichten raus – zum Beispiel bezeichnet es in den USA oft nur bisexuell. Oder ein Paar ist verheiratet und es gibt noch eine geduldete Freundin oder einen Freund.

unitedsubscum wollte jedoch mit Kunst, queeren Filmen und einer ganzen Menge D-Janes die Leute aus denen ihnen zugeschriebenen Nischen locken. Im letzten Jahr gab es unitedsubscum im Hafen 2. In diesem Jahr kommen sie ins Westgermany, auch wenn ein Aufmischen in Berlin vielleicht weniger nötig ist, doch die Idee kam aus Berlin und geht nun dahin zurück.
Ich freue mich drauf, 5. Oktober im Westgermany
http://www.unitedsubscum.net/

Boxen!

Seit Donnerstag finden in Berlin_Neukölln die 5. Internationalen Deutschen Meisterschaften im Frauenboxen statt – und keiner kriegts mit. Während das Profiboxen dank der Reginas und Susis inzwischen ziemlich populär ist, führen die Amateurboxerinnen weiterhin ein Schattendasein und das obwohl diesmal die DM in der Hauptstadt stattfinden und nicht wie letztes Jahr in einem badischen Dorf. Frauenboxen unterliegt immer noch einer Legitimationspflicht. Sowohl im Reallife als auch in virtuellen Communities meinen Männer, ihre Meinung über boxende Frauen verkünden zu müssen. (mehr…)

Street Harassment


So, da meinereiner für ne ganze Weile in Italien war und mit oben genanntem Thema desöfteren (hah!) in Berührung gekommen ist, hab ich mir gedacht, das wär vielleicht für den Mädchenblog interessant.
Street Harassment also. Gibt’s dafür eigentlich auch ein deutsches Wort? „Belästigung auf der Straße“ klingt irgendwie sperrig.
„Straßenbelästigung“? Hm nö. Wieso gibt es da bei uns kein Wort dafür? Schließlich passiert das ständig, immer wieder und ich bezweifle, dass es eine Frau gibt, die das nicht schon erlebt hat. (Disclaimer: Jaaaa ich weiß, dass das nicht nur Frauen passiert. Trotzdem ist hier der Fokus auf weiblichen Opfern, bevor wieder jemand schreit und sich irgendein Mann diskriminiert fühlt…)
Jetzt muß ich sagen, dass mich dämliche Anmachen auf der Straße zwar überaus nerven, sie bei mir aber in der Regel nicht zu Verzweiflung oder Wutausbrüchen führen, da ich die Leuts normalerweise immer recht schnell wieder los werde und dann halt grummelnd weitergehen kann.
Aber man lernt ja nie aus. (mehr…)