Notizen über die New Economy

Aufgabe:
Nennen Sie eine erfolgreiche Start-Up-Gründerin im Bereich des Web 2.0!

Ihnen fällt spontan keine ein? Lassen Sie sich doch mal inspirieren, z.B. von der Liste der „25 wichtigsten Start-ups aus dem Web 2.0“. Nicht aufgeben beim Durchklicken – auf Platz 22 finden wir doch tatsächliche eine (!) „Co-Gründerin“. Oder gucken wir auf die Startseite des WEB 2.0 Kongresses zum Thema „Social Commerce & Collaboration für das Enterprise 2.0″, der nächste Woche in Berlin stattfindet. Fällt etwas bei der Betrachtung der dort abgebildete Porträts auf? Erinnert irgendwie an das kürzlich von yeapope aufgeworfene Freitagsrätsel, mit dem Unterschied, dass die Herren der New Economy im Durchschnitt wohl ein paar Jahr(zehnt)e jünger sein dürften als die altgedienten „Besten“. Dass bei dem Menüpunkt „Referenten“ von besagtem Kongress auf das Binnen-I verzichtet wurde, ist also nur konsequent.
Aber es gibt sie doch, die Frauen im New-Media-Business, auch wenn deren Unternehmen Durchschnitt eher kleinere sind. Gerade letzte Woche veranstalteten sie einen eigenen Fachkongress. Dort wurde ein breites Themenspektrum behandelt, eine große Rolle spielte hier auch die Medienkunst – ein Thema, dass bei dem „Webboys“-Kongress nicht sonderlich zu interessieren scheint, sind die Möglichkeiten des Geldverdienens damit doch eher gering.
Aber wenigstens beim Bloggen, da sind doch viele Frauen dabei, oder? Naja, zumindest bei den Tagebuch- und Teenie-Fan-Blogs bei myblog etc., denn was beispielsweise die deutschen Blogcharts angeht – in denen sich am ehesten auch diejenigen finden lassen, die vom Bloggen leben können – da hatte der Macher letztens festgestellt, dass sich unter den Top 100 gerade mal fünf von Frauen geschriebene Blogs finden.
Und woran liegt das jetzt, dass so wenige Frauen im Internet wirtschaftlichen Erfolg haben? Ist es das alte Problem der Vereinbarung von Kind und Karriere, das beispielsweise von der eigenen Firmengründung abhält? Sind es die auch hier schon mehrmals behandelten Vorurteile gegenüber Frauen und Technik, die Mädchen von einer entsprechenden Berufswahl abhalten? Sind es die fehlenden Role-Models?
Es gab vor ein paar Jahren mal eine erfolgreiche Vorabendserie in der ARD. Zwei der Protagonist_innen arbeiteten in ihrer selbstgegründeten Computer-Firma mit dem bezeichnenden Namen „Start Up“. Dreimal dürft ihr raten: Es waren natürlich die beiden männlichen Hauptfiguren. Die Frauen in der Serie hingegen versuchten sich – mehr oder weniger erfolgreich – als Comiczeichnerin, Schauspielerin und Fotografin. Warum fällt mir bloß keine Fernsehserie ein, in der wenigstens eine Frau in der IT-Branche arbeitet?


14 Antworten auf “Notizen über die New Economy”


  1. 1 only aa but xxx 05. Oktober 2007 um 15:48 Uhr

    nur der vollständigkeit halber:

    in der grandiosen englischen comedy-serie „the it-crowd“ (http://imdb.com/title/tt0487831/) spielt katherine parkinson, in der rolle der jen, sogar die chefin einer it-abteilung.

    so stark ich auch nachdenke, fallen mir überhaupt wenig fernsehserien ein, in denen die it-branche überhaupt eine nennenswerte rolle spielt. und auch daran könnte es liegen, dass dort dann auch nur wenige frauen eine rolle spielen.
    anwältinnen, als besonders verwerfliches (und gerade deshalb oft so erfolgreiches) beispiel für teilnahme am berufsleben, gibt es ja in fernsehserien zu hauf.

  2. 2 hira 05. Oktober 2007 um 16:40 Uhr

    Zu IT Crowd:
    „Jen, the newest member of the team, is hopelessly non-technical, despite claiming on her CV that she has „a lot of experience with computers“. As Denholm, the company boss, is equally tech-illiterate, he’s convinced by Jen’s interview bluffing and appoints her head of the IT department. Her official title is „relationship manager“, yet her attempts at bridging the gulf between the technicians and the business generally have the opposite effect, landing Jen in situations just as ludicrous as those of her team-mates.“
    (wikipedia)

    Zum Artikel:
    Worauf willst du hinaus? Ich find irgendwie
    keine Kritik an was auch immer.

    Stattdessen wird empört zur Kenntniss genommen,
    dass es so gut wie keine „wirtschaftlich
    erfolgreichen“ Frauen „im Internet“ gibt… auf der andern Seite
    wird dann den „boys“ (?) vorgeworfen sie würden sich, im Gegensatz zu den „girls“, nur für Geld interessieren. Auf der einen Seite
    ist man empört weil Frauen unbeteiligt sind, auf der anderen
    Seite findet man den Gegenstand an dem sie unbeteiligt sind
    kritikwürdig? Hae?

    Was ist kritikwürdig daran, dass es die männlichen Darsteller
    sind (übereinstimmend mit der Realität) die ein StartUp
    führen? Wäre auch nur irgendetwas besser wenn es 2 Frauen
    wären?

    Auch die Fragen die du aufwirfst sind doch uralt,
    nen Versuch einer Antwort wäre doch das geforderte.

  3. 3 pia 05. Oktober 2007 um 17:26 Uhr

    @only aa but xxx: Danke für den Hinweis, diese Serie kannte ich nicht. Und klar mag das geringe Vorkommen von IT im TV ein zentraler Grund für die mangelnde TV-Präsenz von IT-Frauen sein, mir fiel das Beispiel einfach nur grad als passende Illustration zum Thema ein.

    @hira:

    Worauf willst du hinaus? Ich find irgendwie
    keine Kritik an was auch immer.

    Ich habe einen Sachverhalt aufgezeigt, der mir aufgefallen ist. Die Kritik an diesem Zustand habe ich der Leser_in überlassen, denen ich es zutraue, sich ihren Teil selbst dazu zu denken, denn es gibt nicht das eine, auf das ich „hinaus will“. Ist es so schlimm, einen Text zu schreiben, der nicht gleich eine komplette vorgefertigte Meinung zu einem Thema bereitstellt?
    Das es bei dem „WEB 2.0 Kongress“ ums Geldverdienen geht, werfe ich den Veranstaltern nicht vor, sondern stelle es lediglich fest. Ist ja bei einem Business-Kongress nur logisch, schon allein wenn die Teilnahme über 2000 Euro kostet. Den „webgrrls“ geht es, soweit ich das Konzept verstanden habe, ja auch vorrangig ums Geldverdienen.
    Und natürlich sind die Fragen uralt – nur hier geht es mir darum, warum sich eben auch in einem neuen Wirtschaftszweig die gleichen alten Fragen stellen, und ob das ein Indiz dafür ist, dass sich im Geschlechterverhältnis in der Wirtschaft einfach nichts ändert, auch wenn die Frauen noch so gleichberechtigt sind.
    Deinen letzten Halbsatz dazu verstehe ich aber nicht, und auch nicht wirklich, was jetzt eigentlich deine Intention ist.

    Und allgemein als Nachtrag: Zwei weitere Gründerinnen sind mir noch im Netz begegnet. Zufälligerweise (?) machen sie mit bondea und NetMoms beide solche Communitys, die sich explizit an Frauen richten.

  4. 4 chica 06. Oktober 2007 um 0:22 Uhr

    als ich gestern mal wieder das web nach coolen Ezines durchsurfte, bin ich auf einen artikel gestossen, der sich mit der absenz von hackerinnen etc. in medien/popkultur befasst, kann ihn leider jetzt nicht mehr finden. In meiner lieblingsserie „veronica mars“ (sehr empfehlenswert) gibt es allerdings „mac“, eine computerspezialistin, die sämtliche tricks drauf hat. Insgesamt hat die Serie einen feministischen Touch (wenngleich in der 3.Staffel der Umgang mit Vergewaltigungen schon komisch wird….).
    Zum Bloggen: Es gibt Untersuchungen, die behaupten, dass Mädchen/Frauen eher ‚privates‘ Bloggen im Gegensatz zu Männern. Dem entspricht ja auch die traditionelle Zuteilung Mann=Öffentlich/Gesellschaft Frau=daheim/Herd (mal zugespitzt) und die Medienlandschaft (Hausfrauenzeitschriften versus Sport/Politik/PC), dem geringen Anteil von Frauen unter ProfesorInnen, to be continued…….

    Zwei Texthinweise zu „Gender“ und „Webblog“ (leider auf Englisch):
    Huffaker/Calvert: Gender, Identity, and Language Use in Teenage Blogs.

    Women and Children Last: The Discursive Construction of Weblogs

  5. 5 hira 06. Oktober 2007 um 13:46 Uhr

    Mein letzter Halbsatz besagt, dass ich gern
    „feministische“ Antworten auf die Frage hätte
    „Warum keine Frauen in Technik/NaWi/Blogs?“, die
    Frage ist ja wie gesagt uralt.

    Meine Intention war, rauszufinden auf was
    du hinaus willst. Ich meine, die Beobachtung
    dass in der IT Welt Frauen rar sind…
    ich hatte halt gehofft da kommt mehr.

    Ich weiss auch nicht wie du erwartest,
    dass sich die Kritik an Abwesenheit von
    Frauen in IT/NaWi/Blogs schon jeder
    selbst überlegt, offenbar hast du ja
    keine Antwort auf die Frage, _wie_ es denn
    überhaupt dazu kommt.

  6. 6 pia 06. Oktober 2007 um 14:46 Uhr

    @hira: Nein, ich habe darauf keine Antwort. Ich habe ja in dem Artikel ein paar konkretere Fragen aufgeworfen, die sich eben auch als Hypothesen lesen lassen. Um das definiv beantworten zu können, bräuchte es schon eine größer angelegte empirische Studie. Vielleicht mache ich die irgendwann, aber vielleicht hat oder kennt ja auch schon jemand anderes dazu Erkenntnisse, die sie_er hier dazu beitragen kann, sei es aus eigener Erfahrung oder aus der Forschung.
    Und man kann doch auch einen Zustand kritisierenswert finden, und damit rechnen, dass auch andere das kritikwürdig finden, ohne schon zu wissen, wie es dazu kommt. Meine Beobachtung ist vielleicht nicht gerade superneu, aber trotzdem kenne ich noch keine zufriedenstellenden Erklärungen dafür. Zum Thema Blogs gibt es da vielleicht schon mehr, wie z.B. die von chica verlinkten Texte zeigen (danke dafür übrigens @chica!). Aber zum wirtschaftlichen Bereich kenne ich da eben noch keine Texte. Was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass sich die Wirtschaftswissenschaften nach meiner Erfahrung überhaupt nicht für Gender-Fragen interessieren und es dazu z.B. so gut wie keine Lehrveranstaltungen gibt. Und andersrum machen Gender-Studierende eben auch gerne einen Bogen um wirtschaftliche Themen. Da ist z.B. nach meinem Wissen sogar der Komplex von Naturwissenschaft und Geschlecht besser erforscht.
    Denn viele der Leute, die z.B. Internet-Startups gründen, kommen ja auch eher aus dem wirtschaftlichen Bereich und gar nicht direkt aus der Informatik oder so. Und nach meinen Beobachtungen finden sich unter BWL-Studierenden jede Menge Frauen, eben anders als in der IT-Ausbildung. Eine weitere Begründung ist ja für die „klassische“ Wirtschaft, dass Frauen oft aus männlich geprägten Seilschaften ausgeschlossen bleiben. Hier wäre jetzt die Frage, ob sich das in den neuen Sektoren genauso fortsetzt oder gar noch verstärkt, oder ob hier andere Mechanismen wirken.
    Ich finde es einfach wichtiger (und auch feministischer), erst mal Fragen zu stellen, als diese gleich vorurteilsmäßig zu beantworten. Und wenn man zu einem Thema noch nicht geforscht hat und auch keine anderen Forschungen dazu kennt, ist es eben nicht möglich, vorurteilsfreie Antworten zu geben.

  7. 7 hira 06. Oktober 2007 um 15:20 Uhr

    „Und man kann doch auch einen Zustand kritisierenswert finden, und damit rechnen, dass auch andere das kritikwürdig finden, ohne schon zu wissen, wie es dazu kommt.“

    Irgendwie nicht… wen/was sollte ich denn feministisch
    kritisieren wenn z.B. der Grund wäre, dass viele Frauen
    einfach keinen Bock haben auf die IT Welt, weil sie langweilig ist
    und sie keine Lust haben die nächste Datensammelmaschine
    ala StudiVZ zu bauen.
    Ich kann ja nicht beliebig einen Gegenstand hernehmen,
    feststellen, dass Frauen nicht in gleichem Maße beteiligt
    sind und dann ohne dies untersuchen zu müssen Kritikwürdigkeit
    feststellen.

  8. 8 pia 06. Oktober 2007 um 17:39 Uhr

    Du brauchst es ja nicht zu kritisieren, wenn es dich nicht stört. Aber die von dir angegebenen angenommenen Gründe finde ich nicht gerade sehr einleuchtend. Ist die IT-Welt beispielsweise langweiliger als die „Sekretärinnen-Welt“? Das finde ich nicht. Gerade selbst Sachen zu entwickeln ist doch total spannend.
    Und Frauen zu unterstellen, dass sie generell (weil sie bessere Menschen sind?) keine Lust auf etwas haben, weil sie es aus ethischen Gründen ablehnen, finde ich schon fast biologistisch, mindestens aber differenzfeministisch argumentiert.
    Der Punkt ist doch, dass das Missverhältnis mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit strukturelle Gründe hat. Und wenn es Strukturen gibt, die es verhindern oder erschweren, dass Frauen in einem bestimmten Segment Erfolg haben, weil sie als Frauen anders sozialisiert, anders wahrgenommen und/oder anders behandelt werden, dann finde ich das durchaus kritikwürdig und verändernswert.

  9. 9 hira 06. Oktober 2007 um 18:57 Uhr

    In meinem Kommentar steht „wäre“, „wenn z.B. der Grund wäre“.
    Ich sage nicht, dass das der Grund ist. Ich sage nur:
    Es macht keinen Sinn (ohne weitere Voraussezungen)
    es kritikwürdig zu finden, dass Frauen an irgendetwas
    unbeteiligt sind.

    Ich glaub auch nicht dass viele vor der Entscheidung
    stehn: Sekretärin oder StartUp Gründerin. Aber das nur
    am Rande.

    Mir scheint halt du gehst an das Thema ran: „da sind Frauen
    unbeteiligt“ und entweder siehst du das schon als per se
    kritikwürdig oder du fängst jetzt an nach den kritikwürdigen
    „Strukturen“/“Sozialisationen“/“Wahrnehmungen“ zu fahnden die
    dazu führen könnten. Da steht halt irgendwo das Ergebnis
    schon von vornerein fest; zur Not hat man halt noch nicht
    lange genug gesucht/zu wenig Studien gemacht.

  10. 10 chica 06. Oktober 2007 um 22:19 Uhr

    Die Sozialwissenschaften beschäftigen sich bspw. mit der Frage warum der Zugang zum Arbeitsmarkt für Männer und Frauen unterschiedlich ist,
    auch mit der Frage warum Frauen in bestimmten Berufen/Branchen über- bzw. unterrepräsentiert sind. Und es gibt entsprechende Projekte z.B.
    idee-it. Tendenziell ist es so, dass Frauen stärker in Berufen vertreten sind, die relativ schlechter bezahlt werden und auch gesellschaftlich weniger angesehen sind. Das widerspricht dann dem feministischen Ziel der Geschlechter- gerechtigkeit. IT-Berufe gehören nun mal zum Wachstumssektor, und so lange wir den Kapitalismus nicht abgeschafft, sollten wir zumindest fordern, dass der Zugang zum Kuchen für jede(n) gleich ist hinsichtlich des Race/Gender/Class-Backgrounds.

    Einige Ideen zu den Fragen:

    - Medien prägen unsere Berufswahl mit (das soziale Umfeld ist ebenfalls entscheidend), und wenn wir immer nur IT-Männer präsentiert bekommen, registrieren wir zumindest unterbewusst, das das wohl kein Job für uns ist.

    - Gesellschaftliche Vorurteile über weibliche Stärken und Schwächem wirken ebenfalls :(:

    …die Männer dominieren rein zahlenmäßig überaus deutlich den IT-Projektmarkt…Im Gegenzug sehen viele Frauen offensichtlich ihre Stärken eher in persönlich-menschlichen Bereichen, was für die Berufswahl bedeutet, dass sie verstärkt in den klassischen sozialen Branchen bzw. im Dienstleistungssektor zu finden sind. Ein weiteres Indiz aus unserer Marktstudie für diese These: Von denjenigen Frauen, die sich für das IT-Freiberufler-Dasein entschieden haben, wählte der mit Abstand größte Anteil den Weg der IT-Trainerin – genau die Position, die in der Palette der IT-Berufe die größte zwischenmenschliche Kompetenz erfordert.

    Ergebnis dieser Studie ist, dass sich Frauen interessiert an den zukunftsweisenden Berufen der Informations- und Telekommunikationsbranche zeigen […] Der konkreten Entscheidung für einen IT-Beruf steht jedoch – trotz zumeist sehr positiver schulischer Leistungen – eine geringe Selbsteinschätzung der erforderlichen Fähigkeiten und Kompetenzen entgegen. Junge Frauen geben mehr als doppelt so häufig (wie die Männer) an, dass sie Bedenken hatten, sich für eine IT-Ausbildung zu entscheiden, weil sie Angst hatten, die Anforderungen des Berufes nicht erfüllen zu können.

    weiter gehts (stöhn):-“

    Haben sich Frauen für einen Beruf im IT-Sektor entschieden, können sie diesen oft trotzdem nicht ausüben. Denn die ausbildenden Unternehmen greifen in wirtschaftlich schlechten Jahren deutlich weniger auf das Potenzial der Frauen zurück. Laut Berufsbildungsinstitut Arbeit und Technik der Universität Flensburg werden männliche Bewerber bevorzugt. Entscheiden die Unternehmen sich sowieso schon eher für männliche Bewerber, wird dieses in wirtschaftlich schwierigen Zeiten noch verstärkt. Wohl auch deswegen, weil Männer aufgrund ihrer Vorbildung an Fachschulen häufig über IT-Kenntnisse verfügen. Frauen aber sind an Fachoberschulen, Berufsoberschulen und Berufsfachschulen technischer Ausrichtungen selten mit mehr als zehn Prozent vertreten. Sie sind durch diese Einstellpraxis klar benachteiligt.


    quelle

    Nicht zuvergessen ist, dass diese Thema im Dunstkreis der Debatte um den IT-Fachkräftemangel angesiedelt ist, Stichwort „Kinder statt Inder“, ihr erinnert Euch?
    so long
    :d

  11. 11 chica 06. Oktober 2007 um 22:24 Uhr

    wieso kann ich meinen comment nicht editieren und die links reparieren?
    macht das mal jemand.
    PS: das ist keine technikdistanz sondern schlafmangel.

    [edit: ich habs versucht, aber es war nur ein link drin, musst du nochmal gucken, ob es so richtig ist. admin]

  12. 12 pif 07. Oktober 2007 um 0:03 Uhr

    @chica:
    Es geht also um ein größeres Stück des kapitalistischen
    Kuchens für „die Frauen“. Naja, da könnt ihr von mir
    auf soviel Unterstützung zählen wie der Bauernverband. :)

    Dafür, dass „der Zugang zum Arbeitsmarkt für Männer und Frauen unterschiedlich ist“ gibt es kapitalistisch rationale Gründe,
    oder meinst du der Kapitalist wägt sein Geld gegen eine
    persönliche Vendetta gegen Frauen ab?

    Es macht es keinen Sinn doch Fairness
    im Kapitalismus haben zu wollen.

    Auch dieses „gesellschaftlich weniger angesehen“ find
    ich gruselig. Es ist doch Unfug die „Gesellschaft“
    kritisieren zu wollen und gleichzeitig ständig Anerkennung
    von ihr einzuklagen.

  13. 13 chica 07. Oktober 2007 um 14:38 Uhr

    Es geht um verschiedene Herrschaftsverhältnisse die parallel existieren und ineinandergreifen, und ich denke, man sollte an allen Ecken arbeiten.
    (Ich habe nicht ein größeres Stück Kuchen für Frauen gefordert, also bitte zitier mich nicht falsch, um mich damit zu kritisieren)
    „dass der Zugang zum Kuchen für jede(n) gleich ist hinsichtlich des Race/Gender/Class-Backgrounds“ ist eine Forderung nach gesellschaftlicher Umverteilung und Kritik der bestehenden Verhältnisse.
    Ich bin eben nicht dafür zu sagen, solange der kapitalismus noch existiert, sollen die frauen besser hausfrau bleiben als managerin zu werden, sollen die ausländer ihre dönerbuden betreiben und die Sozialhilfeempfänger halt schaun wo sie bleiben.
    Ich glaube nicht, dass allein der Kapitalismus an allem Schuld ist, um es mal flapsig zu sagen, sondern geschlechtsspezifische und rassistische Diskrimierung auchunahängig von der „Spaltung der Arbeiterklasse“ (um es mal oldskool zu formulieren) existiert.
    Und eine Abwertung von bestimmten sozialen Gruppen bzw. deren Tätigkeiten ist ein Mechanismus um Hierarchien zu reproduizieren.
    /:)
    Die Abschaffung des Kapitalismus wird damit nicht in Frage gestellt.

  1. 1 Genderblog » Gender in der New Economy (und ihren medialen Repräsentationen) Pingback am 08. Oktober 2007 um 17:10 Uhr

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