Rapex – Das Anti-Vergewaltigungs-Kondom

Ein Kondom, das Vergewaltigungen verhindern soll? Diese Erfindung kommt aus Südafrika, einem Land mit 52.000 registrierten Vergewaltigungsfällen pro Jahr (vgl. D-Land: 8.200). Erfunden hat es Sonette Ehlers. Die Idee hatte sie, als ein Vergewaltigungsopfer in einem Gespräch sagte: „Wenn ich nur Zähne da unten hätte!“

Bild vom Prototyp

Das Anti-Rape-Condom ist eine kondomförmige Plastik/Latex-Vorrichtung, die mittels eines Applikators in die Scheide eingesetzt wird. Beim Eindringen eines Penis bohren sich Widerhaken hinein und verursachen starke Schmerzen. Zur Entfernung wird fachliche Hilfe benötigt.

Der Angreifer kann erstmal nicht weiter machen und wenn er ins Krankenhaus geht um das Ding zu entfernen wird er als Vergewaltiger erkannt (und kann bestraft werden). Die Lösung des „Vergewaltigungsproblems“?

Nicht wirklich. Denn nur wenn das Kondom auch getragen wird, kann es auch wirken. Die meisten sexuellen Übergriffe finden jedoch – zumindest in D-Land – im Freundes-, Familien- oder Bekanntenkreis statt. Dort rechnen die wenigsten mit einer Vergewaltigung und tragen das Anti-Rape-Kondom nicht. Außerdem könnte ein Vergewaltiger, wenn er das Kondom vorher entdeckt oder wenn er sich (nach ein paar Stunden oder ein paar Tagen) von der Wirkung erholt hat, trotzdem Gewalt ausüben: nicht nur auf sexuelle Art, sondern auch allgemein körperlich oder psychisch. Er könnte z.B. die Person, die das Kondom trägt, unter Druck setzen und dazu zwingen, es rauszunehmen. Das Kondom verhindert also nicht sicher, dass der tragenden Person etwas angetan wird. Andererseits ist es schonmal besser, vieleicht einen Übergriff verhindern zu können, als einer möglichen Vergewaltigung gänzlich schutzlos gegenüber zu stehen.

Chantel Cooper, Leiterin des Projektes Rape Crisis Kapstadt, bezweifelt die Fortschrittlichkeit des Anti-Vergewaltigungskondoms. Sie meint, damit würde sich wieder ins 15. Jahrhundert zurückbegeben.

“It’s not progressive at all, this is like a chastity belt. We need to understand that the safety of women is not an individual responsibility, but a societal issue.” (Es ist ganz und gar nicht fortschrittlich, das ist wie ein Keuscheitsgürtel. Wir müssen verstehen, dass die Sicherheit von Frauen keine individuelle Verantwortung ist, sondern ein gesellschaftliches Problem.)

Damit wird meiner Meinung nach zurecht kritisert, dass so ein Antivergewaltigungskondom die Verantwortung von den Tätern und der Gesellschaft nimmt und den möglichen Opfern überlässt. Anstatt dass sich alle Menschen Gedanken machen, wie sie sexuelle Grenzverletzungen verhindern können, müssen sich nur die Gefährdeten überlegen, wie sie eine Vergewaltigung verhindern oder vermeiden können. Außerdem greift das anti-rape-condom erst kurz vor einer Vergewaltigung ein. Besser wäre es selbstverständlich, wenn es garnicht mehr dazu kommen würde. Dazu bräuchte es aber etwas anderes als eine neue Erfindung. Vielleicht viele Diskussionen über eigene und fremde Grenzen, Verbreitung von Informationen, wie es zu Vergewaltigungen kommt und Trainings darüber, wie jede_r eingreifen kann, wenn er_sie was mitbekommt.

Fazit: Ja, dieses Gerät ist keine Lösung, sondern lediglich eine Gegenwehrmöglichkeit, wenn mensch sich nicht sicher fühlt. Konsequenter wäre es, Übergriffe von Grund auf zu verhindern, damit mensch erst gar keine Angst zu haben braucht und das Anti-Vergewaltigungs-Kondom überflüssig wird…

rapestop.net – offizielle Website


34 Antworten auf “Rapex – Das Anti-Vergewaltigungs-Kondom”


  1. 1 Krempel 15. Oktober 2007 um 3:52 Uhr

    Das Ding wird in meinen Augen etwas zu negativ dargestellt. Sicher, eine Problemlösung ist das nicht – aber gleich kontraproduktiv?
    Das man ein gesellschaftliches Problem als solches verstehen und angehen muss, darüber herrscht sicher Konsens. Aber möglicherweise dauert dies noch – und die Frauen wollen jetzt Schutz? Das hast du zwar erwähnt; dein Subtext spricht jedoch eine sehr ablehnende Sprache. Auch wenn jetzt mit einem sehr guten und wirksamen Reformprogramm angefangen werden würde (in Südfrika – hier sehe ich das nur bedingt als praktikabel. Denn ich vermute, dass dort eben nicht die meisten Vergewaltigungen in der Familie geschehen? Berichtigt mich.), dann würde sich das erst nach Jahren zeigen. Möglicherweise erst auch bei einer neuen Generation. Das sind für mich ein paar zu viele Vergewaltigungen, die in diesem Verlauf geschehen. Und in Anbetracht dieser Tatsache, ist diese Erfindung eine recht gute temporäre Schutzmaßnahme und Ergänzung. Und in Verbindung mit einem möglicherweise erstarktem Bewusstsein der Zivilcourage könnten vielleicht Vergewaltigungen verhindert werden- zu Zahlen will ich mich nicht äußern.

    Ich will nicht bestreiten, dass dieses Rapex den Gedanken „HA! die können das ja jetzt allein =)“ hervorrufen könnte und kann. Aber dafür kann das Gerät ja nichts? Wie gesagt: Eingebunden in ein gutes Reformprogramm kann es durchaus hilfreich sein.
    Was in deinem Post meiner Meinung nach nur unzureichend ausgedrückt wurde.

  2. 2 nonogender 15. Oktober 2007 um 13:37 Uhr

    wenn es soweit kommt dass diese kondom gebraucht wird ist das schon längst eine vergewaltigung..

  3. 3 planeten 15. Oktober 2007 um 16:20 Uhr

    Richtig, aber dann kann sich der Typ wenigstens so richtig dabei wehtun. Allerdings, wenn Vergewaltigungen dort wirklich ein grassierendes Problem darstellen, wird sich das Kondom mit Zähnen in der Szene rumsprechen und die Täter werden entsprechend mit weiteren Misshandlungen reagieren. Das gäbe langfristig gesehen, eher ein Wettrüsten zwischen Täter und Opfern, was nun wirklich keiner will.

    Wenn es soweit ist, dass es mehr oder weniger die Regel wird, auf offener Straße vergewaltigt zu werden, find ich das traurig und man sollte sich überlegen, was da grundsätzlich schief läuft. Gab es nicht letztens einen Prozess gegen einen leitenden Staatsbeamten in Südafrika wegen Vergewaltigung? Da hat man anhand der Aussagen der Betroffenen und der Anwälte schon gemerkt, dass irgendwas in der Gesellschaft gehörig schief läuft.

    Bei uns in Köln muss ich inzwischen leider auch die neu hinzugezogenen Studentinnen vor abgelegenen Bus- und Bahnstationen warnen, weil es dort leider Gottes regelmäßig zu Vergewaltigungen kommt. Die Polizei fährt schon verstärkt in der Gegend, aber diese Bereiche sind so abgelegen und mit Hecken umsäumt, dass man auf der Straße noch nicht mal groß mitbekäme, wenn da jemand vergewaltigt wird.

    Was soll man dagegen tun?

  4. 4 Krempel 15. Oktober 2007 um 17:22 Uhr

    @nonogender:
    eh, ja, natürlich. dummer (ausdrucks- und inhalts-)fehler meinerseits. >

  5. 5 illith 16. Oktober 2007 um 17:13 Uhr

    ich stimme da planeten zu — wenn das teil populärer wird, „guckt“ ein vergewaltiger doch einfach vorher nach und nimmt es raus, stell ich mir vor?!
    zumal es ja nicht nur die ‚möglichkeit‘ vaginaler vergewaltigung gibt….

    naja trotzdem sollte natürlich jede frau die möglichkeit haben, so ein teil zu benutzen, wenn sie das möchte bzw wenn es ihr sinnvoll erscheint

  6. 6 Wolfskatze 17. Oktober 2007 um 17:24 Uhr

    Vielleicht wäre es in der Tat ne Zeitlang eine Lösung, aber solche Lösungen (oder wie man das auch immer nennen möchte) zeigt lediglich, wie hilflos offizielle Stellen gegenüber Vergewaltigungen sind. So in der Richtung, ich bin eben nicht in der Lage die Vergewaltigungswelle etwas produktives zu unternehmen, will aber den Frauen wenigstens (Pseudo)Schutz bieten, also erfinde ich das hier.

    Das erinnert mich an die aktuelle Situation in England, wo Kinder eben Jacken gegen Messerattacken tragen. Die schützen, solange du sie eben an hast, nicht raus gehst und verhindern aber nicht, dass die Messerattacken beendet werden.

    Schön wäre es, wenn diese Kondome die Vergewaltigungen weltweit beenden würden, leider sehe ich das nicht so (und ich bin nicht unbedingt negativ eingestellt).

  7. 7 Krempel 17. Oktober 2007 um 17:25 Uhr

    wtf. mein post ist gekürzt. -.-“ ich hab doch noch was gesagt? technik! arghs.

    jedenfalls. was ich sagen wollte (glaub ich): ich kann mir ein gegenseitiges aufrüstung nicht wirklich vorstellen. wie soll das funktionieren? anti rapex schutzkondome? oO
    außerdem: klar, der vergewaltiger könnte „nachgucken“, aber ist nicht der schutz einiger frauen, bei denen der vergewaltiger darüber schlicht nichts weiß, bereits eine gute sache?

    was ich allerdings als ein mögliches problem sehe: machen die schmerzen bewegungsunfähig oder tun sie nur weh? also: tut es so weh, dass derjenige erstmal flachliegt? wenn nicht, so könnte er dann aus wut noch schlimmer reagieren und die frau ermorden. DAS ist in der tat die größte gefahr, in meinen augen, mehr als alles andere. wie sieht’s denn damit aus?

  8. 8 Wolfskatze 17. Oktober 2007 um 17:56 Uhr

    Was mir noch so eingefallen ist. Gut, vielleicht ist das Ding ja für Frauen gut, aber wie sieht es dann mit Kindern aus? Die werden ja auch Opfer von Vergewaltigungen. Könnten sie theoretisch das Ding auch benutzen???

  9. 9 admin 17. Oktober 2007 um 18:29 Uhr

    @Krempel:

    wtf. mein post ist gekürzt. -.-” ich hab doch noch was gesagt? technik! arghs.

    möglicherweise könnte der grund für das verschwinden sein, dass du spitze klammern benutzt hast – vielleicht sollten sie einen smiley darstellen oder ähnliches, aber worpress liest sich öffnende spitze klammern dann als html-befehl und verschluckt den text …

    ein tipp zum vermeiden solcher unfälle:
    am besten den kommentar nach dem abschicken nochmal prüfen und dann ggf. die edit-funktion benutzen (geht soweit ich weiß bis zu 30 min nach dem absenden). wenn man den kommentar dann vorher noch routinemäßig mit ctrl c in der zwischenablage gespeichert hat, kann man ihn auch ganz leicht wieder herstellen und ggf. irritierende zeichen entfernen.

  10. 10 FiD 17. Oktober 2007 um 21:51 Uhr

    Welcher Vergewaltiger benutzt denn ein Kondom? Und wenn die Frau es einsetzt, weiß sie dann schon vorher, dass sie vergewaltigt wird? wie viel zeit bleibt einer frau, es ein zu setzen?

    der beste weg einen vergewaltiger abzuwehren ist immernoch ihm seine beschissene fresse zu polieren. und zwar richtig…lernt kampfsport…

  11. 11 tee 17. Oktober 2007 um 22:07 Uhr

    Welcher Vergewaltiger benutzt denn ein Kondom?

    stell dir vor, auch frauen können kondome benutzen.

  12. 12 mensch im mohn 17. Oktober 2007 um 23:25 Uhr

    machen die schmerzen bewegungsunfähig oder tun sie nur weh?

    In der FAQ auf der Seite steht, dass die Schmerzen größer sind als ein Tritt in die Leistengegend und deshalb genug Zeit ist, hilfe zu holen. Aber sicher ist das nicht unbedingt, manche halten halt Schmerzen besser aus.

    Gut, vielleicht ist das Ding ja für Frauen gut, aber wie sieht es dann mit Kindern aus? Die werden ja auch Opfer von Vergewaltigungen. Könnten sie theoretisch das Ding auch benutzen???

    Da steht, dass es erst ab dem Menstruationsalter (11-12 Jahre) benutzt werden kann. Auch für Männer gibt es noch keins. (Ich vermute, damit meinen sie Analkondome, die Frauen ja auch benutzen könnten.)

    Und wenn die Frau es einsetzt, weiß sie dann schon vorher, dass sie vergewaltigt wird? wie viel zeit bleibt einer frau, es ein zu setzen?

    Also es kann ziemlich schnell eingesetzt werden, aber es kann auch bis zu 24 Stunden getragen werden, d.h. mensch könnte es zum Beispiel auch vor einer Party, am Herrentag oder vor dem Weg zur Arbeit einsetzen (letzteres ist angeblich das größte Problem in Südafrika), wenn mensch befürchtet, dass es passieren könnte.

    der beste weg einen vergewaltiger abzuwehren ist immernoch ihm seine beschissene fresse zu polieren.

    Das sagt sich so einfach, aber in einer Angstsituation, in der du schon verunsichert bist, kann es schwer fallen, offensiv zu sein…

  13. 13 kaffee 18. Oktober 2007 um 12:55 Uhr

    hauptsache frau vergisst nicht es vor gewollten sex zu entfernen, aber was ich mich frage, könnte sie – die trägerin – sich nicht auch selbst verletzen, wenn sie ein kondom mit reißzähnen trägt?

  14. 14 mensch im mohn 19. Oktober 2007 um 3:58 Uhr

    wenn das teil populärer wird, “guckt” ein vergewaltiger doch einfach vorher nach und nimmt es raus, stell ich mir vor?!
    Die Website sagt dazu, dass nichts rausschaut und das Kondom deshalb nicht von außen gesehen werden kann, aber ich frage mich, ob es vieleicht geht, mit dem Finger oder anderen Gegenständen „zu probieren“. Ich stell mir das allerdings ziemlich schwierig vor, dass jemand anders es rausnimmt.

    könnte sie – die trägerin – sich nicht auch selbst verletzen, wenn sie ein kondom mit reißzähnen trägt?
    Also die Reißzähne sind ja weiter im Inneren des Kondoms und nicht direkt am „Eingang“. Deshalb treffen sie auf die gegenüberliegende Außenhülle, bevor sie sich ins Fleisch bohren könnten. Ich schätze mal, dass das bei der Konzeption bedacht wurde und die Hülle stabil genug ist.

  15. 15 Johny Weltraum 20. Oktober 2007 um 0:06 Uhr

    hier eine testosteron-überschüssige Antwort zu diesem thema:

    Knarre und Zange! Fertig! Und das mit dem „Wettrüsten“ passiert ohnehin. und weiter will ich mich gar nicht einmischen. Hab nur mal kurz reingeschneit, um zu sehen, was das für‘n Blog ist und ihn für gut befunden.

  16. 16 dodo 20. Oktober 2007 um 14:10 Uhr

    äh… und was genau macht man dann mit knarre und zange?

  17. 17 anti-kondom 29. November 2007 um 1:48 Uhr

    - kommentar nachträgl. gelöscht –

  18. 18 st_eve 29. November 2007 um 11:15 Uhr

    *kotz*
    antikondom, das muss mensch nicht kommentieren, oder?

  19. 19 Maren 16. Mai 2008 um 22:38 Uhr

    Ich finde es naja weiss nichnt genau was ich dazu sagen soll in manchen situatzionen ist es schon gut aner naja ist ja auch egal ich hakte es für passend und für nicht passend da ich es so und soo hase das man so oft im TV siht wie viele kinder missbruacht werden und soo!!

  20. 20 unGeDuLdig 18. Mai 2008 um 4:58 Uhr

    Ich hatte lang nichts mehr von so einer Methode gehört. Im Vietnamkrieg gab es eine durch einzelne Vorfälle bestätigte Geschichte, dass die Vietcongkämpferinnen Rasierklingen in der Scheide trugen, wobei sie sich selbst bei einer Vergewaltigung schwer verletzten. Die Situation war natürlich eine andere: Die betreffende VC-Kämpferin wusste, dass sie vor der Ermordung vergewaltigt werden konnte und wollte möglichst noch einen Marine ins Jenseits mitnehmen bzw. seiner Fortpflanzung ein scharfes Ende bereiten. Naja, Kriegsstorys halt.

    Was den angeklagten südafrikanischen Präsidenten angeht, handelt es sich um Jacob Zuma, der zweifellos auf dem Weg nach oben über einige politische Leichen gegangen ist und eine Menge Feinde hat, auch im Westen, weil er nicht so gefügig wie Thabo Mbeki, sein z.B. in der AIDS-Frage inkompetenter und korrupter Vorgänger ist. Ich wäre mit dem Vorwurf der Vergewaltigung etwas vorsichtig, es gibt Hinweise dafür, dass es eine Art südafrikanische Version der Lewinsky-Affäre ist, besonders in der englischen Presse aufgeladen mit Stereotypen über „schwarzes“ Sexualverhalten. Denkbar ist ein rape natürlich; auch der Gegenvorwurf Zumas, man wolle ihn mit einer Verleumdungskampagne politisch kaltstellen, könnte ein Verteidigungsmanöver sein. Fakt ist, dass seine Regierungsbildung durch den Prozess litt, bei dem er schliesslich freigesprochen wurde, nicht zuletzt weil sich herausstellte, dass er mit dem 31jährigen Opfer eine langjährige Beziehung gehabt hatte. Die Einlassungen Zumas und vor allem seiner linken Anhänger während des Prozesses waren womöglich schädlicher, es wurde nicht an sexistischen und vulgären Attacken gegen die Frau und ihre Unterstützer gespart, der politische Druck führte zu einer üblen Schlammschlacht, die dem Anliegen der Anti-Rape-Leute nicht gut bekam. Im Krieg ist die Wahrheit, wie immer sie aussieht, nun mal das erste Opfer.

    Interessant am Rapex-Kondom ist, dass es eine heteromännliche Urangst materialisiert, die Dr. Freud schon besprach und aus den Tiefen des Mittelalters kommt – Vagina dentata, die gezahnte Scheide. Die Zähne sind gar nicht das Angsterregende, sondern die Scheide selbst als Sitz der weiblichen Lust. Eine ganze Reihe von sog. Perversionen und Praktiken haben diese hasserfüllte Angst/Lust zum Inhalt, bis hin zu Keuschheitsgürtel und Frauenverstümmelungsriten.

  21. 21 chica 19. Mai 2008 um 0:45 Uhr

    Zu der ganzen richtigen Kritik an Rapex möchte ich noch einen Aspekt ergänzen:
    Ein Thema, das im Text nicht genannt wurde (oder den ich überlesen habe)ist, dass Südafrika zu den Ländern mit der höchten HIV-Infektionsrate zählt und dies eben auch bei Vergewaltigungen ein großes Problem darstellt. Eine wichtige Funktion von Rapex ist daher auch der Schutz vor einer HIV-Übertragung. Dennoch denke ich, dass es sinnvoller ist, wenn man schon auf Waffen setzt, den Frauen welche zu geben, die bereits vor(!) einer Vergewaltigung schützen und nicht erst dabei.

  22. 22 illith 19. Mai 2008 um 3:22 Uhr

    aber chica – stellt es nicht evtl noch ein erhöhtes risiko dar, wenn der infizierte täter anfängt, wie sau zu bluten?
    da ich keine exakte vorstellung von diesem kondom hab, könnt ichs jetzt aber auch nicht so beurteilen…

  23. 23 mensch im mohn 19. Mai 2008 um 13:19 Uhr

    Also bisher hab ich noch nichts von Blut gelesen, es war nur von Schmerzen die Rede. Wobei es sicherlich nicht ausgeschlossen ist.

    Aber angeblich schützt das Kodom vor sexuell übertragbaren Krankheiten, weil es ja eine Barriere darstellt.

  24. 24 freedom09 15. April 2009 um 20:01 Uhr

    Ich glaube auch, dass sie Gefahr für die Frau noch grösserer Gewalt ausgesetzt zu werden, sehr hoch ist!
    In Südafrika benutzen viele Frauen das Femidom als Schutz vor STDs u.a. bei Vergewaltigungen. Oder sie sagen dem Angreifer, dass sie HIV positiv sind…

  25. 25 Lea 16. Juli 2009 um 12:13 Uhr

    Ich will das Problem von sexuellen Missbräuchen nicht herunterspielen,sehe aber die Gefahr einer Übersensibilisierung, bei der überall dann nur noch vergewaltiger gesehen werden!

    Für die große Mehrheit der Männer bedeutet dies,einzig auf Grund ihres biologischen Geschlechts einem ständigen unterschwelligen
    Misstrauen oder sogar Unterstellungen ausgesetzt zu sein,
    obwohl die sexistischen Täter eine Minderheit unter den Männern darstellen!

  26. 26 frankenstein 16. Juli 2009 um 14:50 Uhr

    ich denke das misstrauen gibt es bereits jetzt und würde sich auch nicht durch rapex verstärken.
    ist ja wohl auch kaum so, dass frauen das nehmen und dann zu jedem hingehen und sagen: wag es ja nicht, ich habe rapex!? merkt doch dann nur der, der es merken soll.

  27. 27 Gechset 11. Dezember 2011 um 18:16 Uhr

    Es ist eine Abwehrmöglichkeit, ja.
    Aber es ändert nichts an der Tatsache, dass manche Männer die Frauen als Freiwild ansehen und meinen sich alles mit ihnen erlauben zu können. Und das nur, weil wir schwächer sind und eine gebrechlichere Statur haben.
    Ich bin für eine härtere Strafe für Sexualverbrecher! Wie wäre es zum Beispiel mit einer öffentlichen Kastration für die, die erwischt werden?
    Generell bin ich für eine Kastration der Sexualverbrecher, die geschnappt werden. Aber eine öffentliche könnte die Männer in Angst und Schrecken versetzen! Und den Gedanken wachrufen: lohnt es sich überhaupt so etwas zu tun, wenn einem der Hoden abgeschnitten wird?

  28. 28 dodo 12. Dezember 2011 um 20:42 Uhr

    Kastration? Öffentliche Kastration??? Das kann ja wohl nicht Dein Ernst sein!
    Erstmal sollte die Würde eines Menschen doch untastbar sein, egal was er getan hat – und eine deratig intime Demütigung in der Öffentlichkeit halte ich schon mal generell für unter aller Sau.
    Außerdem sendet das ein beschissenes Signal, nämlich, daß es okay und gerecht ist, einem Menschen die körperliche Selbstbestimmung zu verwehren, so lange es halt Staat und Gesetze tun.
    Es ist aber NIEMALS und bei niemandem auch nur ansatzweise in Ordnung, einem Menschen die Souveränität über seinen eigenen Körper zu nehmen. Das ist ja auch der Grund, weswegen Vergewaltigung, Mißbrauch etc. so eine Scheiße ist. Und Du willst jetzt dasselbe veranstalten, nur unter juristischem Deckmantel und auch noch öffentlich??? Aber holla.
    Auf diese Art schaffst Du nur noch mehr Ungerechtigkeit. Man sollte doch eher eine Gesellschaft anstreben, in der nicht mehr vergewaltigt wird, weil das Denken sich verändert hat; also die Leuts endlich kapieren, daß man dem (Willen des/der) anderen mit Respekt zu begegnen hat, daß man Frauen eben nicht als Freiwild ansieht, sondern als Menschen – also eigentlich genau das, was du auch forderst). Das wird aber mit Deiner Foltermethode NICHT erreicht, ganz im Gegenteil sogar! Da in den Köpfen ja dann noch verstärkt würde, daß es irgendwie eben doch okay sei, den Willen eines Menschen und dessen Anrecht auf körperliche und seelische Unversehrtheit zu ignorieren und ihm die Selbstbestimmung über seinen Körper zu nehmen, so lange er/sie halt „was falsches“ gemacht hat. Und das ist ja genau das Denken, was uns in die Misere gebracht hat. „Fehlverhalten“ à la Minirock tragen, „schlampiges“ Auftreten/Aussehen/Verhalten, fehlender Gehorsam dem Manne gegenüber,… auch alles „Verfehlungen“, die nur allzuoft in den Köpfen dieser irren Gewaltsexisten mit Vergewaltigung „bestraft“ werden sollte.
    Tja, also 1x Fehlverhalten auf eine Weise, die als gesellschaftsschädigend angesehen wird (worunter ja auch eine Vergewaltigung fällt), und schwupps, hat man seine Menschenrechte verspielt und gilt nicht mehr als Mensch, sondern als… was? Ein Wesen, mit dem man alles anstellen kann? Haben Deiner Meinung nach etwa nur die Leute ein Anrecht auf körperliche & seelische Unversehrtheit, die sich stets korrekt verhalten? Das sind verdammt gefährliche Einstellungen. Von denen wir schon genug in den Köpfen um uns herum entdecken müssen. Und Du willst wirklich noch mehr davon, und auch noch staatlich-juristisch legitimiert? Nein danke, in der Gesellschaft möcht ich dann aber nicht leben.
    Und was willst Du eigentlich dann mit vergewaltigenden Personen anstellen, die keinen Schwanz besitzen? Und ganz zu schweigen von möglichen Fehlurteilen? Na, ehrlich gesagt will ich das glaub ich gar nicht so genau wissen.
    Abgesehen davon wäre das wohl auch alles andere als effektiv. Es ist doch jenseits von naiv zu glauben, damit würde eine Wiederholungstat ausgeschlossen. Mensch braucht keinen Schwanz, um einen anderen Menschen zu vergewaltigen. Es ist ja auch nicht so, als sei die („normale“) männliche Sexualität dran schuld, als sei der Penis des Pudels Kern. Es ist doch nicht so, als ob der Schwanz ein bösartiges, unkontrollierbares Organ der Gewalt und somit verantwortlich für die Tat wäre und man dieses „böse Ding“ einfach entfernen könnte und dann bloß noch ein harmloser, netter Typ übrigbliebe, dem man nun halt die Bösartigkeit rausoperiert hätte oder so, und damit dann das Problem gelöst wäre.
    Denn ein Schwanz an sich tut niemandem etwas. Sondern der Typ, der da noch dranhängt. Und der, mit seiner ganzen Einstellung und seinem Denken ist auch noch da, wenn man den Penis entfernen würde.

  29. 29 delilah 13. Dezember 2011 um 1:59 Uhr

    Gechset ist doch n concern troll, oder was. @dodo Knast hebt die körperliche Selbstbestimmung so ziemlich komplett auf, und der wird andauernd verhängt. Manchmal sogar für immer. Sag ich nur, weil du dich ja positiv aufs Grundgesetz beziehst („Würde des Menschen“).

  30. 30 Z. 13. Dezember 2011 um 12:10 Uhr

    Mensch braucht keinen Schwanz, um einen anderen Menschen zu vergewaltigen.

    Da kann ich nur JA schreien, damit es jede hört!
    Diese Schwanzfixiertheit in Bezug auf Vergewaltigung bei Frauen nervt mich und blendet aus, dass so manche Frau einer anderen diese Gewalt auch ohne Männlichkeitsorgane zufügt.
    Aber das wird ja oft als marginal oder fehlinterpretiert abgetan und passt auch nicht ins feministische Klischee der Vergewaltigung. :((

  31. 31 dodo 14. Dezember 2011 um 17:19 Uhr

    @delilah: das mit dem knast stimmt in gewisser weise; dennoch kann dort die körperliche unvershrtheit gewahrt werden. das ist schon noch ein unterschied.
    daß dem grundgesetz auch nicht immer genüge getan wird, ist ein anderes thema.
    und die unantastbare würde des menschen hielte ich – grundgesetz hin oder her – so oder so auf jeden fall für was verflixt wichtiges.
    @z.: danke für deine zustimmung; dennoch würd ich gern wissen, wie du auf die idee kommst, vergewaltigung=schwanzgebrauch sei „das feministische klischee der vergewaltigung“.
    denn meines wissens nach waren es gerade die feministInnen, die aufgeklärt haben, daß noch nicht mal sex was mit schwanz-in-pussy zu tun haben muß. und auch eben, daß vergewaltigung passieren kann, ohne daß ein schwanz „benutzt“ werden muß.
    Von dem her würde ich wirklich gern wissen, wie du auf die idee kommst, daß das gerade ein feministisches klischee sei.
    sowas riecht doch eigentlich eher nach erzkonservativen, sexistischen leuten, die eine vergewaltigung abtun mit „die soll sich nicht so anstellen, die hatte ja nicht mal nen penis in der vagina!“
    zudem meinte ich mit „für ne vergewaltigung brauchts keinen schwanz“ zwar auch frauen gegen frauen-gewalt, aber auch männliche vergewaltiger gehen oft so vor. beispielsweise hinterlassen irgendwelche länglichen gegenstände halt auch keine spermaspuren etc.

  32. 32 Herbert 22. April 2017 um 17:06 Uhr

    Das Ding sieh bösartig nach Schmerzen aus…..
    ist das schon mal getestet worden… von den Frauen, an einen Mann… ich glaube nicht das da ein Mann noch groß, der Frau was tun kann??
    Der klappt zusammen und zieht seinen Penis sofort aus der Frau, um den Schaden zu begutachten…. müsste die Erfinderin mal testen und Frauen zuschauen lassen, ob Ihnen das Sicherheit gibt…. Frauen sollten das Anti-Vergewaltigungskondom mal live vorgeführt bekommen, dann können Sie es weiter empfehlen oder nicht…. und die Reaktion beim Mann sehen?
    Die Erfinderin hat sich doch große Mühe gegeben…
    Mit freundlichen Grüßen, Herbert

  1. 1 Brainmoshing... Trackback am 17. Oktober 2007 um 22:02 Uhr
  2. 2 Veranstaltung zu Anitvergewaltigungskondom in Berlin « mädchenblog Pingback am 15. Juli 2009 um 22:46 Uhr

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