25.11. – Tag gegen Gewalt an Frauen

Am 25.11. 1960 wurden die drei Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal vom militärischen Geheimdienst der Dominikanischen Republik als Oppositionelle gegen den Diktator Trujillo ermordet. Weltweit gedenken Frauenorganisationen seit 1981 (erstes Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen) ihrer an diesem Tag und nutzen ihn zugleich als Zeichen, ihre Anliegen in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen: die Ermöglichung, als Frau in Würde und ohne Gewalt zu leben. Weltweit finden zudem in vielen Städten „16 Aktionstage gegen Gewalt an Frauen“ (16 Days of Activism against Gender Violence campaign – 16 Days Campaign) statt, die seit 1991 den 25. November mit dem 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, verbinden. Dass viele Publikationen zum Thema gerade in Lateinamerika mit Schmetterlingen dekoriert sind, geht auf Minerva Mirabals Decknamen im politischen untergrund zurück: Sie nannte sich Mariposa, Schmetterling, später wurde der Name zum Inbegriff aller drei Schwestern.3

Ermöglichung als Frau in Würde und ohne Gewalt zu leben?

Mindestens jede vierte Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren, die in einer Partnerschaft lebt oder gelebt hat, hat körperliche (23 Prozent) oder – zum Teil zusätzlich – sexuelle (7 Prozent) Übergriffe durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner mindestens ein- oder auch mehrmals erlebt. […] Bei den körperlichen Übergriffen handelt es sich um ein breites Spektrum unterschiedlich schwerwiegender Gewalthandlungen. Die Übergriffe reichen von wütendem Wegschubsen und Ohrfeigen bis hin zum Schlagen mit Gegenständen, Verprügeln und Gewaltanwendungen mit Waffen. Die Angaben zu sexuellen Übergriffen beziehen sich hingegen auf eine enge Definition erzwungener sexueller Handlungen, d.h. Vergewaltigung und sexuelle Nötigung.
Frauen sind demnach von häuslicher Gewalt mehr bedroht als durch andere Gewaltdelikte wie Körperverletzung mit Waffen, Wohnungseinbruch oder Raub. Zu den Risikofaktoren gehören neben Trennung oder Trennungsabsicht auch Gewalterfahrungen in der Kindheit und Jugend. Bildung, Einkommen oder Schichtzugehörigkeit sind demgegenüber nicht entscheidend für die Ausübung bzw. Betroffenheit von Gewalt in Paarbeziehungen.1

Gewalt meint: Handlungen, Verhaltensweisen und Unterlassungen, deren Ziel Macht und Kontrolle über das Leben, Verhalten, Handeln und Denken eines anderen Menschen sind. Kaum eine Frau erlebt ausschließlich körperliche oder sexualisierte Gewalt. Willkür, Drohungen, Demütigungen, Verbote, Ausbeutung und Erpressungen ebenso wie Momente der Freundlichkeit, Zugewandtheit und Aufmerksamkeit sind familärer und partnerschaftlicher Alltag. Diese widersprüchlichen und kaum beeinflussbaren Verhaltensweisen zermürben das Selbstvertrauen und das Gefühl der Betroffenen in einer sicheren und kontrollierbaren Situation zu leben. Gewalt wird körperlich, sexualisiert, psychisch, ökonomisch und sozial ausgeübt. Im familiären Bereich sind Kinder als Zeug_innen, Druckmittel oder Opfer mitbetroffen. 4
Direkte Gewalt gegen Frauen ist weltweit letztlich Produkt einer patriarchal strukturierten Gesellschaft. Und natürlich hilft es nichts, ein Unterdrückungsverhältnis gegen das andere auszuspielen: Ebenso wie die menschliche Gesellschaft Geschlechtskategorien zuweist, ordnet sie Menschen auch in ethnischen Kategorien und Hierarchien, nach körperlicher und geisiger (Un)Versehrtheit, nach ökonomischen Kriterien des Mehrwerts usw.

Der 25. November kann Anlass sein, mehr Öffentlichkeit gegen Gewalt an Frauen zu schaffen, mehr Menschen gemeinsam zu erreichen, Betroffenen ein Zeichen zu setzen – er kann aber niemals genug sein! Patriarchale Zustände lassen sich nicht durch einen Tag einmal im Jahr erträglicher gestalten oder gar umwerfen. Dass ihre Überwindung dennoch ein Ziel ist, darin sind wir uns, denke ich: einig.

  1. Quelle: Bundesministerium für Familie, senioren, Frauen und Jugend, dort wird die Studie ‚Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland‘“ zitiert.[zurück]
  2. ausführlich geschildert findet die Geschichte der „Schmetterlinge“ sich im Onlinemagazin CeiberWeiber [zurück]
  3. veranschaulichende Grafik [zurück]

15 Antworten auf “25.11. – Tag gegen Gewalt an Frauen”


  1. 1 Krempel 24. November 2007 um 21:41 Uhr

    ich hasse es zwar, wenn man versucht durch hinweisen auf eine andere gewalt vom eigentlichen thema abzulenken, aber in dem einen abschnitt fällt es mir besonders auf:

    Handlungen, Verhaltensweisen und Unterlassungen, deren Ziel Macht und Kontrolle über das Leben, Verhalten, Handeln und Denken eines anderen Menschen sind.

    (ich hoffe das mit dem quote funktioniert jetzt mal XD ich stell mich dabei immer so dumm an.)

    [edit/admin: es hat nicht funktioniert, aber ich hab es repariert. das problem ist, dass die angaben hier über dem kommentarfeld anscheinend falsch sind …]

  2. 2 Krempel 24. November 2007 um 21:49 Uhr

    eh…ja…hat natürlich nicht funktioniert (an die admins: sry, bitte löschen -.-“)

    was ich sagen wollte:
    1. auch wenn es doof ist, bei gewalt gegen die einen, auf gewalt gegen die anderen aufmerksam zu machen: patriachalische strukturen treffen immer auch die kinder, insofern müssen auch diese beachtet werden, wenn es um patriachalische gewalt geht. natürlich soll man kinder nicht erst auf die herdplatte fassen lassen, damit sie von selber lernen. aber eine antiautoritäre erziehung ist wichtig, um kinder davor zu schützen, dass man ihnen durch erziehung gedanken und verhaltensweisen aufzwingt. ob verbote oder direkte gewalt: kinder werden dabei zu opfern von autorität, die es zu zerstören gilt.
    2. ich finde solche gedenktage immer komisch, weil nach 1-2 tagen der gedanke daran verpufft ist. solche tage sollten immer anstoß für kontinuierliche arbeit sein, denn sonst haben alle kurz ein schlechtes gewissen und dann interessiert es keinen mehr. ihr könntet zum beispiel auf aktionen aufmerksam machen – oder selber eine reihe darüber starten. damit es längerfristig in den köpfen der menschen hängen bleibt. nur so haben solche tage auch sinn.
    „geh mal wieder auf die straße, geh mal wieder demonstrier‘n“ (die ärzte) ist auch eine gute möglichkeit. auch demonstrationen können zumindest möglichkeit sein, um es auch unter die bevölkerung zu bringen, die sonst nichts damit zu tun haben. die reichen allein natürlich nicht.
    insofern: danke für die info, aber mehr, mehr, mehr. *g*

    PS: auf der silvio meier demo heute eine anarchofeministische fahne gesehen – yeah. :D

  3. 3 mjölner 12. Dezember 2007 um 10:58 Uhr

    Hi Krempel,
    hast Du Kinder? Ich vermute mal nicht, sonst würdest Du hier nicht so einen Unsinn über Erziehung und Autorität schreiben. Autorität zerstören und alles wird gut? Was für ein Quatsch. Kinder wollen und brauchen Autorität, sie gieren geradezu danach, das ihnen jemand Grenzen setzt und zeigt, wo es lang geht. Aber diese Alltagserfahrung passt vermutlich nicht zu deinen politischen Ansichten.
    Ach, übrigens, Gewalt trifft vor allem Männer und Jungen, aber was solls, die brauchen keinen Gedenktag, sind ja eh selbst schuld, oder?

  4. 4 st_eve 12. Dezember 2007 um 13:19 Uhr

    hi mjölner,
    könntest du „Gewalt trifft vor allem Männer und Jungen, aber was solls, die brauchen keinen Gedenktag, sind ja eh selbst schuld, oder?“ noch mal genauer ausführen?

    hm und zu autorität: es geht ja letztlich auch um eine reflexion dessen, was gemeinhin als autorität bezeichnet wird. ehrlich gesagt glaube ich haben nicht wenige von uns ein schräbchen locker, weil eltern sehr willkürlich ihre autoritätsposition ausgenutzt haben, die sie qua position „eltern“ legitimiert haben, statt sich tatsächlich eine produktive autorität zu verschaffen und kinder auch verstehen zu lassen, was sinn und zweck des ganzen ist.

  5. 5 illith 13. Dezember 2007 um 0:06 Uhr

    vlt mein mjölner die tatsache, dass abgesehen von sexualisierter gewalt männer/jungen (also genaugenommen vor allem junge männer) laut statistik die haupt-opfer und gewaltakten werden (vor allem durch andere junge männer).

  6. 6 dodo 13. Dezember 2007 um 7:47 Uhr

    ja gut, aber was hat das hier zu suchen? das ist, wie wenn man auf kinderarmut in europa versucht aufmerksam zu machen und jemand sagt „ja, aber den kindern in afrika gehts doch noch viel schlechter“.

  7. 7 mjölner 13. Dezember 2007 um 10:25 Uhr

    Hi dodo,
    ich schrieb deswegen hier, weil ich auf krempel antworten wollte, der die Gewalterfahrung schon von Frauen auf Kinder erweitert hatte.

    Hi st_eve,
    illith hat Recht mit ihrer Vermutung, das war mein Anliegen. Wer von uns Männern hat in seinem Leben noch keine Gewalterfahrung gemacht, sei es durch krasses Mobbing in der Schule oder später als Jugendlicher, wenn man Samstagabend irgendwo ein paar Türken oder Skins gegenübersteht und die Wahl hat den Schwanz einzuziehen und sich gedemütigt vom Acker zu machen oder selbst auszuteilen und zu riskieren, ordentlich was aufs Maul zu bekommen.
    Ich möchte Gewalt an Frauen keineswegs verharmlosen, jedoch finde ich, das zuviel Gewese darüber gemacht wird, weil Gewalt eben hauptsächlich Männer und Jungen trifft, z. Bsp. im ehemaligen Jugoslawien, wo es ohne Frage zu schrecklichen Vergewaltigungen gekommen ist, nur wurden die Männer eben gleich erschossen und können heute nicht mehr von ihrem Schicksal erzählen. Oder wenn es um die Unterdrückung von Frauen in Afghanistan geht. Glaubt jemand, den Männern dort ginge es besser? Ist dein Bart zu kurz, gibts die Peitsche.
    Nochmal, Gewalt gegen Frauen ist schlimm, aber das gilt auch für das andere Geschlecht, das genauso Schmerzen empfindet und Gefühle hat.
    Deswegen verstehe ich den Tag gegen Gewalt an Frauen nicht, wenn schon, dann ein Tag gegen Gewalt an Menschen.
    Ich weiß, die Täter sind oft Männer, nur macht das die Situation für die männlichen Opfer auch nicht besser.

    Zum Thema Autorität: Natürlich kann man seine Autorität mißbrauchen und das hat dann oft erhebliche Langzeitkonsequenzen, nur ohne Autorität geht es meiner Meinung nach gar nicht. Wer wie krempel von der Anarchie träumt, sollte daran denken, das die ersten, die bei einer wirklichen Anarchie unter die Räder kommen würden, die Schwulen, Lesben und sonstigen Minderheiten bzw. „Andersartigen“ wären.

  8. 8 dodo 13. Dezember 2007 um 12:19 Uhr

    mein vergleich steht trotzdem noch. es GIBT allgemeine anti-gewalt-tage (also tage gegen gewalt an menschen, alle menschen), das brauchst du also nicht extra fordern, das ist schon da. freu dich!:)
    daß es für frauen nochmal einen extratag/extra diskussionsrunden/… gibt, liegt daran, daß männliche gewalt gegen frauen oft psychologisch anders verwurzelt ist als „allgemein gewalt“ und in anderem kontext geschieht und somit auch eine spezielle betrachtung verdient. man greift sich aus dem riesigen komplex „gewalt“ ein spezielles thema heraus, um auf dieses im speziellen eingehen zu können. wie eben gewalt gegen frauen. es macht ja auch sinn, extra gewalt gegen kinder/ unter kindern/unter männern/rechte gewalt/… einzeln zu diskutieren, um spezifischer diskutieren zu können. da hat alles seine berechtigung.
    und daß ein blog namens MÄDCHENblog nunmal gerade auf das thema gewalt gegen frauen aufmerksam macht, ist doch logisch. genauso wie man auf der seite vom kinderhilfswerk wahrscheinlich eher das thema „gewalt gegen kinder“ behandeln wird als, keine ahnung, „gewalt gegen ausländer“.

    ach ja, und was mir noch wichtig wäre hiezu

    …wenn man Samstagabend irgendwo ein paar Türken oder Skins gegenübersteht…

    1. „türken“ ist hier ein beschissen gewählter begriff. wenn ich von nazis bedroht werde, schreib ich auch nicht „wenn ich auf deutsche treffe“. ist ja nicht so, daß alle türken gewaltbereit wären, gelle…
    2. nur am rande: nicht alle skins sind gewaltbereit oder nazis

  9. 9 mjölner 14. Dezember 2007 um 16:28 Uhr

    Hi dodo,
    ich weiß nicht, ob es noch andere Tage gegen Gewalt kommt, wenn ja, wird keiner so laut beworben wie der Tag gegen Gewalt an Frauen. Wenn ich die ganzen Promis und Politiker sehe mit ihrem Schild „Keine Gewalt gegen Frauen“ vor sich und einem mitfühlendem Spruch auf den Lippen kommen mir eben Gedanken wie die oben beschriebenen.
    Aber Du hast recht, das hier ist das mädchenblog und ich will nicht weiter auf dem Thema rumreiten, wollte nur ein paar Denkanstöße geben.

    Zu den „Türken“: Ich glaube, Du weißt sehr gut, wie der Begriff gemeint war, das ich türkische Muttis oder Großväter oder Babys nicht gemeint habe, sonder junge männliche „Diskotürken“ dürfte doch klar sein (wobei, bei Gewalt gegen Frauen sollen ja gerade türkische (Groß-) Väter besonders…. aber lassen wir das). Statt Türken kannst Du auch Jugos, Rußlanddeutsche, Albaner oder Araber als Begriff verwenden, Tatsache ist, das junge Männer mit solchen kulturellen Hintergründen besonders dafür bekannt sind, auf der Straße Stress zu machen.
    Die Deutschen sind da natürlich auch nicht besser, hier unterscheide ich jedoch nach speziellen Gruppen, z.Bsp. Skins, Hools, Punks oder einfach nur besoffene Angeber.
    Schön, das Du anmerkst, das nicht alle Skins Nazis sind, nur hat das ja auch keiner behauptet (außer manchen Politiker und Journalisten). Mit der Gewaltbereitschaft sehe ich das etwas anders, aber ich kann nur von meinen Erfahrungen ausgehen, ist auch schon ne Ecke her, seit ich mit Skins verkehrte, vielleicht ist es ja heute anders.

  10. 10 dodo 14. Dezember 2007 um 18:31 Uhr

    das mit den „türken“ (egal, um welche genau sich das handelt) find ich trotzdem einen beschissen gewählten begriff. egal welcher kulturelle/jugendkulturelle/… hintergrund – das ist doch wurscht. in JEDER gruppe gibt es idioten. es gibt gewaltbereite menschen und nicht gewaltbereite menschen. das ist die einzige gruppenunterscheidung, die ich hier zulasse.

    zu den gewaltthema: daß das thema gewalt gegen frauen so beworben wird, finde ich gut; es war schließlich viel zu lange hinter verschlossenen türen! und daß sich politiker oder promis gegen so etwas stark machen, ist doch positiv, das sollte dich freuen. menschen, die auf so etwas eingehen, sind auch eher bereit, andere gewalt-relevante themen ernst zu nehmen.
    persönlich würde ich es auch begrüßen, wenn jemand was zu dem thema gewalt unter männern schreiben würde, wenn das thema mal gründlich behandelt würde; die psychologischen aspekte, weshalb ein mann (insbesondre in einer patriarchalen gesellschaft) immer einen auf muskelmacker machen muß (bzw. denkt, er muß) sind ja auch gerade für den feminismus interessant und relevant!

  11. 11 mjölner 15. Dezember 2007 um 7:29 Uhr

    Nun, der psychologischen Aspekt, weshalb ein Mann Gewalt gegen andere Männer einsetzt ist doch ganz einfach: Er möchte den Frauen imponieren und seine Stellung als Alphamännchen demonstrieren. Ein Großteil der Frauen bevorzugt ja starke und selbstsichere Männer als Partner, die Gewaltausübung ist eine Möglichkeit, diese Eigenschaften zu zeigen. Ich bin kein Wissenschaftler oder Psychologe, das ist nur die Essenz meiner bisherigen Lebenserfahrungen.
    Im Sinne des Feminismus wäre es meiner Meinung nach, sich auch einmal mit den eigenen dunklen Seiten auseinanderzusetzen, einfach um in der öffentlichen Diskussion glaubwürdiger zu sein, anstatt immer auf der Opferrolle zu beharren. Worüber öffentlich wirklich geschwiegen wird, ist die Gewalt gegen alte Menschen und Gewalt von Frauen gegen Männer, das wäre doch mal interessant.

  12. 12 mjölner 15. Dezember 2007 um 8:01 Uhr

    Hi admin,
    mein letzter Kommentar ist weg/nicht erschienen. Technisches Problem oder Absicht? Falls ich hier nicht weiter schreiben soll, nur was sagen und ich bin weg.
    Gruß
    mjölner

  13. 13 admin 15. Dezember 2007 um 14:44 Uhr

    mein letzter Kommentar ist weg/nicht erschienen. Technisches Problem oder Absicht?

    deine beiden letzten kommentar war in der moderation gelandet. das passiert manchmal automatisch, ohne dass eine wirkliche logik dahinter erkennbar ist. es war also keine böse absicht – auch wenn deine unterstellung, hier würde immer nur auf der opferrolle beharrt werden, für den hier vertretenen feminismus nun wirklich nicht zutrifft …

  14. 14 mjölner 16. Dezember 2007 um 21:55 Uhr

    Hi admin,
    Sollte keine Unterstellung sein, bezog sich eher auf den Feminismus allgemein. Ich finde das mädchenbblog ganz ok und finde es sehr positiv, das auch kritischere Kommentare ohne Zensur erscheinen.
    Gruß
    mjölner

  15. 15 Susi 15. Mai 2009 um 18:44 Uhr

    Hallo!

    Wieso wird eigentlich überall, sobald das Thema Gewalt gegen Frauen angeschnitten wird, nicht über das Thema an sich diskutiert? Das wäre mal eine interessante Frage für mich. Meistens beschwert sich gleich ein mann darüber, dass die Männer immer zu kurz kommen.
    Jede Person, die sich mit diesem Thema auseinandersetzt kommt automatisch auch auf die Themen: Gewalt gegen Kinder, und Gewalt gegen Männer. Da ich in Deutschland wohne, bin ich hier ganz selbssüchtig und verstehe unter dem Thema die Gewalt in einer Beziehung. Ob Mann/Frau oder Frau/Mann oder Mann/Mann oder Frau/Frau ist unerheblich. Hauptleidtragende sind meistens aber Frauen, rein statistisch gesehen, und die Kinder die mitten drin stecken oder sogar selbst einstecken. Da bei Polizeieinsätzen meist die Frau das Opfer ist, sehe ich es als „Oberbegriff“ wenn man „Gewalt gegen Frauen“ sagt.
    Aus diesen vorgenannten Gründen gibt es in Landshut die Ausstellung „Trautes Heim, Glück allein“. Letztes Jahr mit Hauptblick auf Frauen, dieses Jahr als Hauptblick „Gewalt gegen Kinder“.
    Lieber Mjölner,
    die Arten von Gewalt, die du beschreibst, sollten sicher auch diskutiert werden. Die im Krieg bestehende Gewalt ist entsetzlich. Auch die Gewalt zwischen Männer/Jugendliche etc. ist kaum weniger schlimm.
    Soll dein Satz: „Ein Großteil der Frauen bevorzugt ja starke und selbstsichere Männer als Partner, die Gewaltausübung ist eine Möglichkeit, diese Eigenschaften zu zeigen.“ jetzt bedeuten, sind ja selber schuld? Ich hoffe nicht. Soll das im Umkehrschluss heissen: Männer die Gewalt ausüben sind starke und selbstsichere Männer? Ich denke, dass ein Mensch, der stark und selbstsicher ist, es doch nicht nötig hat auf einen „schwächeren“ einzuschlagen. Das ist doch eher ein Zeichen für Argumentlosigkeit, Ohnmacht gegen die eigene Situation sowie Abreagieren mit Mensch als Sandsack!?

    Tschüß Susi

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