Archiv für Februar 2008

Das Missy Magazine

Einen super herzlichen Glückwunsch an das (geplante) „Missy Magazine“, welches heute Nacht zur Gewinnerin des Hobnox Evolution Contests gewählt wurde!! Der Contest lief als eine Art Kreativförderprogramm zu dem sich Projekte unter den Kategorien Musik, Film und Urban Culture bewerben konnten.

Darauf haben wir jahrelang gewartet, jetzt machen wir’s einfach selbst!„*

Die Idee zur Gründung des „Missys“ hatten Sonja Eismann, Chris Köver und Steffi Lohaus. Inhaltlich soll es sich grob an der US-amerikanischen Zeitschrift Bust orientieren und steht fuer ein „intelligentes Frauenmagazin ohne den ganzen Diät- und Wie-angel-ich-mir-‘nen-Mann-Schrott, dafür mit Pop, Kultur, Politik, Mode, Style und selbstverständlich Feminismus.„*

Tja und da jeder Anfang schwierig ist und die Frage nach passender Finanzierungen auch immer mal auftaucht freut uns die Entscheidung der Jury total, den ersten Platz und somit das Preisgeld von 25.000 Euro an die Hoffung einer feministischen Frauenzeitung verliehen zu haben! Die Vorstellung neben Brigitte, Amica, Elle und sonstigen Beauty-Magazinen, am Kiosk auch etwas lesbares finden ist somit ein ganzes Stückchen greifbarer geworden. Vielleicht ergibt sich dann auch etwas bei der Google-Suche nach einem „feministischem Frauenmagazin“ :-) !

*Zitate von Sonja Eismann / via dem Riot Grrrl-Forum.

LINKS:
-Hobnox Video-Beitrag
-Die Website des Missy-Magazines

Missy Magazine

Neue Männer braucht das Land

Das hat Ina Deter schon in den Achtzigern gefordert – und? Wo bleiben sie? Viel hat sich nicht getan. Dabei wäre es dringend nötig.
Bei den Frauen hat sich allerdings einiges geändert: das Rollenbild wandelt sich langsam, aber stetig. Vieles, was unseren Müttern in unserem Alter noch utopisch vorkam, ist für uns heute Normalität. Die Mädels verdienen zwar immer noch weniger und orientieren sich noch an typischen „Frauenberufen“, aber immerhin ist es zumindest theoretisch durchaus vorstellbar, einen „männlichen“ Beruf zu ergreifen und viele machen das auch schon. Es gibt Rollenvorbilder, die einem Mut machen. Die nicht in das Weiblichkeitsklischee fallen, sei es Angie Merkel oder Nina Öger. Wenn einem als Frau auch immer noch Barrieren im Weg stehen – immer mehr reißen sie nieder, Stück für Stück. Die Mädels von heute sehen ihre Zukunft nicht mehr als Vollzeitmama, Köchin und Putze in einem. Sie wollen Pilotin werden oder Lebensmittelchemikerin. Ob sie das auch verwirklichen, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Aber die Vorstellung, daß ihnen das im Zweifelsfall möglich wäre, ist enorm viel. Mit dem Glauben an sich selbst fängt alles an. Und nach und nach trauen sich einzelne auch, die Sache durchzuziehen. Und womöglich kinderlos zu bleiben. Oder gar Single.

Und obwohl es immer noch nicht einfach ist für Mädchen, den Mund aufzumachen und ihr eigenes Ding durchzuziehen: immerhin existiert in den Köpfen ein weitaus offeneres Angebot an Lebensentwürfen als noch vor 30 Jahren.
Und die Herren der Schöpfung? Bleiben auf der Strecke. Ganz klar. (mehr…)

Backlash 2.0

Maskulinist, MANNdat, Genderama, femdisk, Feminismuskritik, Initiative Backlash und „Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land“ (WGVL) sind einige der virtuellen Schauplätze, auf denen die neue Männerbewegung blogt und diskutiert.
Laut Selbstdarstellung geht es den Betreibern um die Durchsetzung von
Männerrechten, „ wirklicher Gleichberechtigung“ und Bekämpfung der Diskriminierung und Verächtlichmachung von Männern. Schuld daran ist, so die Analyse, der Feminismus. Verschwörungstheoretisch anmutend wird ein „totalitärer Staatsfeminismus“ diagnostiziert „der krakenartig alles versucht, in seinen Griff zu bekommen“ (anti-pc.eu), Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen übervorteilt und Männer diskriminiert. Ziel der Blogs und Foren ist die „Abrechnung mit Begriffen, Thesen und Methoden radikalfeministischer Manipulation in Medien, Kultur und Gesellschaft“ (Maskulist.de). Es geht also darum, die Errungenschaften der feministischen Bewegungen anzugreifen und feministische Gesellschaftskritik zu diskreditieren. Wie alle reaktionären Bewegung, erklärt auch die Männerbewegung der Political Correctness den Krieg und ermutigt ihre User, mal richtig die Sau rauszulassen: „Die totalitären Sprachregelungen der Political Correctness gelten hier nicht – und „sozialverträglicher“ Stil ist keineswegs Pflicht.“(Feminismuskritik). Dementsprechend gestalten sich die Diskussionen in den Foren: „Das „Vergewaltigung“ ein Kampfbegriff der Feministen ist, wissen wir aber auch. Auch mir haben schon Mädels in der Disko in den Hintern gekniffen.“ (WGVL) (mehr…)