Archiv für April 2008

Anti-Lookism Zine #2

Juhuu, endlich auch im Web – Das zweite Anti-Lookism Zine gibt es jetzt hier zum Download! Mehr Infos, Texte, Dokus & das erste Zine auf der Lookism.info Website!
antilookism zine

Bildung + Frau = Orgasmusstörung

Diese Gleichung geht zumindest auf, wenn man der Bild.de glauben schenken darf:

Bildung ist für Frauen ein Orgasmus-Killer

Ihre Liebste hat Abitur oder sogar studiert? Schön – aber ist sie auch gut im Bett? Laut Statistik haben gebildete Frauen häufiger Orgasmusprobleme als andere.

Mehr als 2000 Frauen beteiligten sich an einer Umfrage des Internetportals „beQueen“. Ergebnis der intimen Geständnisse: Je gebildeter SIE ist, desto schwieriger kommt sie zum Höhepunkt.

In Zahlen: 62 Prozent der 18- bis 49-Jährigen mit Abitur oder Hochschulabschluss tun sich schwer beim Kommen. Dagegen räumten nur 38 Prozent der Frauen mit Mittlerer Reife oder Hauptschulabschluss Schwierigkeiten im Bett ein.

Doch keine sollte die Hoffnung aufgeben. Die Mehrheit (82 Prozent) ist überzeugt, dass man die Kunst des Kommens durchaus lernen kann. Zum Beispiel durch Gespräche mit dem Partner (68 Prozent) oder Selbstbefriedigung (63 Prozent).

Quelle: Gebildete Frauen haben öfter Orgasmusprobleme

Nun Mädels, was lernen wir daraus? Außer, dass die Bild.de-Seite nicht gut für unseren Blutdruck ist? Nun ja, vielleicht sollten wir den Männern wieder die Hochschule überlassen und uns unserer Aufgabe als Betthäschen mit mehr Leidenschaft und Elan widmen? Unser Beitrag, für den Weltfrieden. Oder zukünftig einfach die Suduku-Hefte „advanced level“ beim Liebesspiel aus der Hand legen? Verflixt kompliziert, eine geeignete Lösung für unsere Orgasmusprobleme zu finden.

Ich jedenfalls danke der Bild aus beinahe ganzem Herzen dafür, dass sie so mutig ist, seit 1952 die Wahrheit auszusprechen. Merci.

Ladyfest Berlin 2008 Logo

Entwirf das Logo fürs Ladyfestladyfest 20072008 in Berlin / Wie im Jahr zuvor sucht das Ladyfest in Berlin auch in diesem ein neues Logo und wartet auf deine Einsendungen :-) ! Mehr Infos und eine Kontakt-Mailadresse gibt´s hier! Mehr Infos & Dates zu anderen Ladyfesten in 2008 gibts auf dem Ladyfest Europe-Myspace!

Christival – das Festival der missionarischen Jugend

Vom 30. April bis zum 4. Mai 2008 findet in Bremen das „Christival“ statt. 20 bis 30 000 junge Christ_innen werden zu diesem missionarischen Jugendevent erwartet.
Mit viel Popkultur und jugendlichem Schwung wirkt alles zunächst schön rosig und weltoffen. Die Inhalte und Themen der verschiedenen Seminare, Andachten, Sport- und Kulturveranstaltungen sind davon allerdings oft weit entfernt: Ihr verbindendes Element ist ein christlich- evangelikaler Wertekanon, der sich durch extrem konservative und reaktionäre Wertvorstellungen auszeichnet.
Die evangelikale Bewegung unterscheidet sich deutlich von den evangelischen Landeskirchen: Innerhalb dieser existieren unterschiedlich stark reaktionäre Strömungen, wie z.B. Babtist_innen, Methodist_innen und Pfingstler_innen. Die Grundlage ihres Glaubens ist die Annahme einer absoluten Irrtumsfreiheit der Bibel. Sie verstehen das Evangelium als unmittelbar von Gott gegebene Handlungsanweisung für das eigene Leben; die Bibel wird hierbei wortwörtlich interpretiert. Daher könnte man einige Teile der evangelikalen Bewegung durchaus als fundamentale Christ_innen.
Ein weiterer zentraler Eckpfeiler der Evangelikalen ist die Pflicht zur Mission. So versteht sich auch das Christival als ein „missionarischer Kongress junger Christ_innen“ und als Teil der evangelikalen Bewegung mit auf der Grundlage der Lausanner Verpflichtungen (http://www.evangelikal.de/lausanne.html) dem Ziel der Weltmission verschrieben haben. Daher liegt der inhaltliche Schwerpunkt, neben Fragen der christlichen Lebensgestaltung, auf der missionarischen Arbeit und der Vermittlung der dafür notwendigen pädagogischen und rhetorischen Kompetenzen. (mehr…)

Der Moskauer CSD wurde mal wieder verboten.

Zwei 80. Geburtstage, posthum gefeiert: Vorgestern, am 23.4., wäre Shirley Temple 80 Jahre alt geworden. Ebenso die österreichische Autorin Hertha Kräftner am morgigen Tag, den 26.4. Beiden Frauen widmet diestandard.at je ein liebevolles Portrait:
Kräftner: „Wenn ich mich getötet haben werde“,
Temple:“Meine Kindheit endete, als ich fünf war“

1. Mai Männertag

Lesetip – Die Gruppe ISKRA bereitet inhaltlich auf den 1. Mai als Männertag vor: Männertag und Hegemonie

TV Tip

TV Tip:

Heute abend, Mittwoch den 23. April, um 22h wird im WDR bei Frau TV ein Beitrag über die „Alphamädchen“ gesendet und über ihre Sicht über den Feminismus. Also, wer heute noch nichts vor hat und interessiert ist, kann ja mal vorbei zappen!

I have a Dream too…

Während Martin Luther King vor 40 Jahren noch den Traum hegte, dass eines Tages die Rassenunterschiede aufgehoben sein würden, so habe auch ich einen Traum. Nämlich den, dass auch ich eines Tages nachts von einer Party nach hause kommen kann, alleine, ohne Gefahr zu laufen, dass mir an der nächsten Ecke etwas geschieht, weil ich eine Frau bin.
Früher war ich nur genervt, wenn meine Mutter beinahe Tränen in den Augen hatte, als sie mich an der Tür verabschiedete. „Ten cuidado!“ (zu Deutsch: „Sei vorsichtig!“) waren zwar schon immer ihre Lieblingsworte, sobald ich das Haus verließ, aber besonders seitdem ich auch abends mal was Trinken gehe, Party mache und meinen Freitagabend genieße, verfolgen sie mich. Mittlerweile bin ich nicht mehr genervt. Denn ganz ehrlich: Ich muss gestehen, dass ich mir genau so auch Sorgen um sie mache, wenn sie Abends mal mit Freundinnen weg geht. Und ich kann mir auch vorstellen, wie es sein muss, wenn man selbst eine Tochter hat, die in einem Alter ist, in dem das Nachtleben des Großstadtdschungels da ist, erkundet zu werden.
Hier jedoch liegt der Haken. Mir war schon früh klar, dass ich „ten cuidado!“ von meiner Mutter nur halb so oft zu hören bekommen hätte, wenn ich als Junge geboren wäre. Was das Erkämpfen von Freiheiten angeht, so hätte ein junger Viktor (ich hoffe meine Eltern hätten sich dann einen anderen Namen einfallen lassen!) nicht so viel für seine Rechte einstehen müssen, wie die junge Viktoria es tun musste, die es letztlich geworden ist. (mehr…)

Alpha vs. Emma?

Hui, das wird nicht einfach, diesen Blogeintrag zu schreiben, weil ich mich grad vor eine Monsteraufgabe stelle: Buchkritik und Mediendebatte in einem… das war ja schon bei Charlotte Roche nicht einfach. Aber was soll’s… ich hab das Gefühl, das muß jetzt sein. Also mal los:
Während ich schon vom Medienrummel um die „Feuchtgebiete“ recht irritiert war und in dem Buch schließlich (auch) ganz andere Sachen wie angepriesen entdeckt habe, ist die Diskussion um die Alphamädchen noch einiges verwirrender. Ich bin erst vor kurzem dazu gekommen, das Buch zu lesen – hab aber davor natürlich alles mögliche darüber mitgekriegt, von Interviews bis hin zu Buchrezensionen. Ist ja gerade DAS heiße Thema, kommt man ja gar nicht drumrum und weckt auch Interesse. Mein Eindruck (post-Mediendebatte gelesen, prä-Buch gelesen) war „och nööö, das Buch ist bestimmt voll weichspülerartig. Und schon wieder dieses 90er-Jahre girliehafte wir-sind-über-Alice-Schwarzer-hinweg!“
Aaaaber da gilt es zu differenzieren: das Buch hat mir weitaus besser gefallen als erwartet.

(mehr…)