Archiv für April 2008

F.J. Wagner küssen oder doch lieber pupsen?

Schwere Entscheidung.
Bis zu seinem unsäglich verurteilenswürdigen Geschreibsel von wegen Marco W. täte ihm leid, da er in seinem jugendlichen Alter ja noch nicht wissen könne, daß Frauen „nein“ und „ja“ öfter mal verwechseln, war mir als Nicht-Bildzeitungsleserin der Herr nicht mal bekannt.
Jetzt hört man nochmal von ihm und diesesmal auf eine Art, die mich eher erheitert als zuvor. (mehr…)

Orgasmus. Oder eben nicht.

Vielleicht erinnert sich noch jemand an Shere Hite und ihre Studie zur weiblichen Sexualität. Jetzt ist das Buch in den Siebzigern entstanden, aber meiner Meinung nach alles andere als veraltet.
Ich möchte hier auch gar nicht im Einzelnen auf die Wichtigkeit des Buches/der Studie und ihre weitreichende Bedeutung eingehen – wer sich das ganze mal näher ansehen will, findet bestimmt ein Exemplar in der Bibliothek oder so. Interessant ist es auf jeden Fall!
Was mich aber wieder darauf gestoßen hat (jaaa, hahaha Wortspiel…) ist eine immer noch aktuelle Debatte bezüglich des weiblichen Orgasmus, in persönlicher sowie feministisch-theoretischer Hinsicht; Fragen, die immer wieder auftauchen: Recht auf einen Orgasmus? Oder ist der beim Sex gar nicht so wichtig? In erster Linie ist das eine persönliche Sache, aber auch die weitere Dimension wird diskutiert: Wenn es heißt, man soll das „Recht auf einen Orgasmus“ wahrnehmen – setzt man sich dann nicht unnötig unter Druck? Impliziert das nicht eine gewisse „Anormalität“, wenn man keinen hat? Oder bedeutet die Akzeptanz eines abwesenden Orgasmus nicht, sich vor Kommunikation mit dem Partner zu drücken? Hat man nicht genug ausprobiert? Etc.
Es gibt ziemlich viele Facetten in dieser Fragestellung und auch, wenn es keine Universalantwort geben kann, ist das Drübernachdenken meiner Meinung nach doch trotz allem interessant.
Daher will ich ganz einfach einen Teil aus Shere Hite’s Studie zitieren – sozusagen als Anstoß zur Diskussion, zum Nachdenken usw.
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Unheilbar gesund

Also, das war neulich so im schönen Steyr in Oberösterreich: Zwei Online-Jungunternehmerinnen in spe, Horner und Wenzler, planen einen „Internettreffpunkt für Lesben und Schwule, aber auch Heterosexuelle, nach dem Vorbild von ‚Szene1′ (Anm. st_eve: Österreichische Online-Community)“. Sie schicken eine Rundmail an 40 Webdesignfirmen, in dem sie ihr Projekt vorstellen und die Gestaltung der Internetpräsenz ausschreiben. Bis zu diesem Punkt ist die Geschichte nicht weiter spannend, Alice Schwarzer würde natürlich loben, dass hier Frauen selbstständig arbeiten, als Mitglied einer jüngeren Generation kommt mir das fast schon normal vor. Gruselig wird’s es erst mit der Fortsetzung der Geschichte. diestandard.at berichtet:

Sieben der Angeschriebenen antworten, sechs davon mit konkreten Angeboten, wie und zu welchem Preis sie die Homepage bis 15. Juni auf Zack zu bringen gedachten. Antwort Nummer sieben hingegen schlug etwas aus der Art: „Sehr geehrte Frau Horner, wir müssen leider von einem Angebot absehen, da wir die Krankheit Ihrer Zielgruppe nicht unterstützen!“, hatte da, „mit freundlichen Grüßen“, Markus M., Inhaber einer Agentur für Mediendesign in Oberösterreich ins Mail getippt.

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Bingo? Bingo!

Die Mädchenmannschaft hat ein sehr niedliches „Bingobrett“ gepostet(und sich damit eine Diskussion in den Kommentaren eingefangen, die es gleich zur Anwendung brachten), das ich euch nicht vorenthalten will. Kann man auch gut im Mädchenblog spielen. Wer nen „Bingo-Kommentar“ findet, kriegt 5 Punkte oder so.
Voilà:

Na, schonmal wo gehört/gelesen? ;)

Von Jugendtraumata und Analfissuren

Jetzt hab ich’s doch endlich geschafft, Charlotte Roches Feuchtgebiete zu lesen. War mir ja erst gar nicht sicher, ob ich mir das Buch zulegen soll – der ganze Hype darum ist schon recht verwirrend.
Aber ich hab’s getan und bin glücklich darüber.

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„Frauen“zeitschriften?

- Oder die Suche nach dem Heiligen Gral?

Wie Parcival, Arthur und Konsorten fühle ich mich zurzeit, wenn ich mich im Zeitschriftenhandel herumtreibe. Ich lese nicht besonders regelmäßig Zeitschriften – wenn ich mal im Fitnessstudio bin, greif ich zum Spiegel oder Stern – da vergeht die halbe Stunde Fahrrad wie im Fluge – aber sonst gibt es doch auf dem Markt wirklich nichts anständiges! Und die Anständigkeit des Sterns möchte ich eigentlich auch nicht hier so stehen lassen. Aber auch ich bin manchmal sensationsgeil.

Ich habe das Bedürfnis, mich durch Zeitschriften nicht nur gesellschaftlich und politisch zu bilden, sondern auch auf andere, trivialere Art, angesprochen zu werden. Etwas zum Ausspannen einfach. Und da dachte ich mir doch, dass ich als Frau durchaus auch von Frauenzeitschriften profitieren könnte.

Pustekuchen.

Gut, ich wollte triviale Unterhaltung. Aber was da geboten wird, ist doch wohl… lassen wir das, ich will nicht unhöflich sein. Sagen wir mal so: Wenn ich scharf drauf bin, meinen Neuronen adé zu sagen, dann greif ich zum Vodka. Da hat man noch ein wenig Spaß bei. Und von Vodka hatte ich auch noch nie Kopfschmerzen. (mehr…)

queering menstruation?

Weil’s so schön war1, zur Einstimmung ein kleines Stück Aufklärungs-Geschichte für alle Mädchenblog-Leser_innen:
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Juno


Jetzt hab ich’s endlich auch mal geschafft, ins Kino zu gehn und mir den anzugucken. Ich glaub, den Plot hat inzwischen jedeR schon erzählt bekommen: großmäuliger Teenager wird schwanger, beschließt, das Kind auszutragen und an Adoptiveltern zu geben. So weit, so gut.
Aber das Schöne an dem Film ist, daß er sich von vielen Hollywoodklischees fernhält.
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