Wer Barbie wirklich sein kann – und teilweise bereits ist

Auch so ein klassisches Thema (oder eher Klischee): FeministInnen lassen ihre Kinder nicht mit Barbie spielen.
Ist das wirklich so?
Okay, kurzer Prolog: meinereiner hat nicht wirklich mit Puppen gespielt. Zum Liebhaben und Knuddeln waren mir Stofftiere immer lieber und auch näher an meiner Lebensrealität. Aber Barbie (Achtung Outing!) – ja, da gab’s eine ziemlich lange Phase. Jetzt isses raus.
Wenn man nach der berühmten Plastikpuppe googelt, besonders Bilder, wird man erstmal blind, weil einem die Farbe rosa wie eine aggressive Säure in die Augen schießt. Nächste Assoziation: Kitsch in unglaublichem Ausmaß. Bei meinem letzten Videotheksbesuch hab ich durch die DVDs gekuckt, die grade so im Angebot waren und auf einmal hielt ich eine Barbie-DVD in der Hand. Auf der Rückseite stand so viel Schwachsinn, daß der Videotheksmensch lachend fragte, was denn an meinem eklig-schockierten Gesichtsausdruck schuld sei. Das war der Rückseitentext. Sowas von wegen einem magischen Tagebuch und Blah „Was alle Mädchen lieben“ und dann noch blah shopping blah der süße Schulschwarm blahblah. Geistiger Zuckerschock.
Und ja, Barbies Körpermaße – brauchen wir wohl hier nicht zu diskutieren. Außer vielleicht, daß die gigantisch langen Hacksen zu festhalten beim Spielen recht praktisch sind.
Ja, Negatives läßt sich genug über Barbie sagen.
Aber eigentlich bezieht sich das eher darauf, wie die Dame vermarktet wird. (Achtung, klicken auf eigene Verantwortung!!), wie das Spielen mit Barbie von der Industrie und der (sexistischen) Gesellschaft vorgesehen ist.
Aber spielen die Kinder wirklich auf diese Art mit Barbie, Ken und co??? Einige bestimmt. Und auch die Begesiterung für rosa und Kitsch kann in den besten Familien vorkommen, wie auch Ms. Pepstein erfahren mußte.
Die Frage, die wirklich interessant wäre ist aber: was machen die Kids wirklich mit Barbie? Statt dämlichen Onlinespielen fänd ichs interessanter mal zu erforschen, was die Jugend alles mit Barbie so anstellt. Denn eigentlich sind der Kreativität nicht viele Grenzen gesetzt.
Sicher kann man mit Barbie „Kleider shoppen“, „Beauty Salon“ und „Ken heiraten“ spielen. Aber wer tut das schon? Oder beschränkt sich auf sowas?
Wenn ich mich an meine Kindheit erinnere: Barbie mußte durch so einiges durch. Und ich rede nicht von einem ihr zugemuteten Shoppingmarathon oder Küchenutensilien ordnen. Meine Barbie ist mit Indianern durch die Prärie galoppiert, hat mit einem (selbstgebastelten) Boot den Amazonas entlang den Dschungel durchforstet, mußte einige Autowettrennen (mit den besonders spaßigen) Carcrashs überstehen und ja, Astronautin war sie auch! Und das war toll! Barbie war weniger meine „Puppe“, an der ich brav weiblich sozialisiert Mutter- und Fashioninstinkte üben konnte, sondern meine persönliche Actionfigur! Meinen FreundInnen (jaaa, Binnen-i! Ich kannte auch 2 Kerls, die mit Barbie gespielt haben. Wenn auch nicht mit eigenen und natürlich durfte man den anderen Jungs nichts verraten…) gings galub ich nicht viel anders.
Und während He-Man eben immer nur He-Man sein konnte, war Barbie alles mögliche. In der Disko hab ich sie anders angezogen als wenn sie Astronautin, Indiana Jones-Verschnitt oder Reporterin war. Außerdem war sie nach ihren „Outdoor-Erlebnissen“ mit mir auch prima abwaschbar.
Gut, irgendwann war ich aus der Barbiephase dann auch raus und meine Mutter hat die Dinger verschenkt und ich hab’s noch nicht mal mitgekriegt. Aber bis dahin war’s ziemlich cool.
Eigentlich hat die gute Barbie ein enormes Potenzial. Das von Mattell fieser- (oder kluger-?)weise verheimlicht wird. Denn eigentlich braucht man viel von dem Zubehörkrimskrams gar nicht. Wenn ich als Kind kreativ drauf war, hat Barbie neue Kleider aus Stoffresten oder umwickelten Taschentüchern gekriegt und ich war stolz auf meine Kreation. Das Raumschiff für Kosmonautenbarbie mußte ich natürlich auch selber aus Lego basteln, sowas gabs ja nicht. Und wenn, dann bestimmt voll unpraktisch und doof.
Ich hoffe nur, daß die Kinder heutzutage nicht auf den von der Industrie vorgegebenen Scheiß reinfallen und weiterhin Barbie als Tausendsassa erkennen.


36 Antworten auf “Wer Barbie wirklich sein kann – und teilweise bereits ist”


  1. 1 Fragende 27. Mai 2008 um 14:37 Uhr

    Worauf genau willst du hinaus?

  2. 2 dodo 27. Mai 2008 um 16:58 Uhr

    daß kinder eben nicht der einfach formbare ton sind, als den sie die gesellschaft haben will.
    daß das verpönte bzw. „typisch weibliche“ puppenspielen eben mehr zu bieten hat als das feminismusklischee.
    daß kreativität die grenzen der rollen sprengen kann.

  3. 3 Fragende 27. Mai 2008 um 17:39 Uhr

    Klar, Puppenspielen kann Spaß machen, aber ich sehe keinen Vorteil den eine Barbiepuppe im Gegensatz zu anderen Puppen hat.
    Vielleicht liegt es daran, dass ich Barbiepuppen nie sonderlich interessant fand und immer „nur“ mit „normalen“ Puppen und vorallem mit meinen „Kuscheltierfreunden“ gespielt habe.
    Alles was du aufgezählt hast geht ja nicht nur mit Barbiepuppen.
    Oder wolltest du damit deutlich machen, dass Barbiepuppen nicht nur „das ultimative Böse“ im Bezug auf Geschlechterklischees sind?

  4. 4 jette 27. Mai 2008 um 18:41 Uhr

    bei mir kein klischee: meine feministische mutter hat mich tatsächlich nicht mit barbies spielen lassen. als ich eine von einer schulfreundin zum geburtstag bekam, hat sie sie sogar weggeschmissen… naja, damals fand ich das komisch, sie hats mir zwar erklärt (körperformen…), aber richtig verstanden habe ich das erst später. und dann fand ichs gar nicht schlimm. ich hatte ja andere sachen zum spielen.

    schön, dass du deine barbie so „zweckentfremdet“ hast. :) ich hoffe, man kann auf die phantasie der kinder vertrauen, dass sie, obwohl sie bis obenhin zugemüllt werden mit zubehör und angeblich geschlechtspezifischem kram, trotzdem noch wissen, wie man richtig spielt.

  5. 5 Judith 27. Mai 2008 um 20:16 Uhr

    schließ mich jette an. bei mir auch kein klischee. ich hab aber immer gerne mit den barbies von den freundinnen gespielt, die keine feministischen mamas hatten.
    das coole an barbies verglichen mit den baby-puppen war halt, soweit ich mich erinnern kann, dass man mit ihnen „erwachsen sein“ besser spielen konnte. und bei einer barbie kann man sich selbst bei der größten kindlichen phantasie viel besser vorstellen, dass sie große abenteuer erlebt als bei den baby-puppen mit schnuller im mund.
    bei mir war’s übrigens nicht der amazonas sondern papua-neuguinea, vor allem wohl weil ich das wort so hübsch fand. ;-)

  6. 6 Fragende 27. Mai 2008 um 21:56 Uhr

    Ok, bei mir haben halt die Bauklötze, die Autos oder die Kuscheltiere „erwachsen“ gespielt. :d
    (Ich glaube zumindest mich erinnern zu können manchmal Gegenstände wie oben genannte zu Menschen gemacht zu haben.. hm..)
    Meine Puppen (abgesehen von der Baby Born, die ich immer mit Gemüßesuppe made im Malkasten gefüttert hab‘) haben viel durchgemacht. Angemalte Köpfe, abgeschnibbelte Haare.. Ich glaube einmal hatte ich sogar eine Barbie, als Werbegeschenk zu den leuchtenden (Barbie-)Schuhen, die hat aber nicht lange gelebt. Aus irgendeinem Grund, habe ich die Gliedmassen ausgerissen..

  7. 7 hn 27. Mai 2008 um 23:12 Uhr

    gut, barbie hat ebem konfliktpotential weil sie so populär ist etc, aber unabhängig davon fand ich die LEGO-antwort (denke das hieß belleville oder so, nicht die typischen männchen, sondern ~10cm hohe figuren mit realistischen gelenken) doch besser, denn deren figuren konnte man sogar hinstellen. und sie blieben stehen.
    (und tausch von gliedmaßen war auch problemlos möglich. und das ist ja wichtig, wie wir wissen.)

  8. 8 Lune 27. Mai 2008 um 23:20 Uhr

    Ich habe sehr viel mit Barbies gespielt. Für mich waren sie toll weil man mit wenig (Geld)Aufwand viele Kleider haben konnte und weil die Puppen alle irgendwie zueinander gepasst haben. Wir hatten auch keine Zusatzsachen sondern das ganze mit dem Zeug kombiniert das da war.
    Aber: Wenn ich heute anschaue wie Kinder mit Barbie spielen muss ich traurig den Kopf schütteln. Was ist aus den Teilen geworden? Es gibt sie kaum noch so wie wir sie kennen. Fast alle haben Frisuren die sich nicht verändern lassen (womit ein kreativer Teil schonmal wegfällt und flechten kann man nicht mehr üben) und die Schuhe sind angeklebt. Am besten haben sie noch einen glizernden Body, und Flügel. Ausziehen kann man die auch nicht. (Wegen der Flügel oder weil das Kleid angenäht ist.)
    Kurz: Wenn ein Babysitterkind mal wieder von der neuen UltraFeeSuperCool-Barbie erzählt die sie unbedingt haben will, dann weiß ich, dass sie nur bei den anderen Feen/Prinzessinen landen wird: mit denen nicht gespielt werden kann, denn sie sind in ihrer Form erstarrt und bieten keinen Raum mehr für Fantasie.
    Schade eigentlich.
    Und währenddessen ist die nächste Generation unterwegs: Diesmal mit Monsteraugen und flacher Brust. Und noch dünneren Armen und Beinen. (Keine Ahnung wie die Teile heißen.)

  9. 9 Me 28. Mai 2008 um 9:27 Uhr

    Ich habe fünf Schwestern und wir haben alle mit Barbies gespielt. Die Haare der Barbie mussten auch bei uns oft dran glauben. Und aus einzelnen Socken haben wir der Barbie neue Kleider gemacht. Keine typischen Barbiekleider.
    Was wir spielten weiss ich nicht mehr so genau. Meistens einfach irgendwie gespielt, versucht schriftdeutsch zu sprechen (wohnen in der ch), so Liebesgeschichten mit Ken haben wir wohl auch gespielt. Aber sie hiess bei uns nie Barbie und er nie Ken. Wir haben je nach Spiel einen anderen Namen ausgewählt.
    Ich glaube, Barbie hat uns nicht geschadet.

  10. 10 ShizO² 28. Mai 2008 um 9:44 Uhr

    Wir haben damals in einer Frauen WG gewohnt. 5 Kids waren mit dabei. Wir Jungs waren zu zweit, womit wir aber eigentlich keine Probleme hatten. Barbies waren bzw. sind ja irgendwie standart bei den meisten „normalen“ (verzeiht mir) mädels. Wir Kinder verbrachten viel Zeit mit spielen und tauschten auch ganz gern, diese Puppen/autos/waffen/gesellschaftsspiele mochte ich doch nie sehr, im gegensatz zu allem was rund war – sprich bälle (vertieft das bloß nicht!).

    Interessant war aber folgendes:

    Hat auch in gewisser hinsicht mit Puppen zu tun, denn wenn die Mutter des zweiten Jungen aus der WG mal Lust hatte, sollte dieser sich kleider anziehen und sich schminken. Sie putze ihn immer so lange raus, bis er WIRKLICH aussah wie ein kleines Mädchen. Oder eher, wie eines dieser Mädchen, die immer für Schönheitswettbewerbe – zum Ego ihrer Mütter – zurechtgemacht werden. Was ich davon halte will ich mal nicht beschreiben (nix gutes), einfach nur mal ein krasses Beispiel zum Thema Barbies…

  11. 11 dodo 28. Mai 2008 um 15:56 Uhr

    Oder wolltest du damit deutlich machen, dass Barbiepuppen nicht nur “das ultimative Böse” im Bezug auf Geschlechterklischees sind?
    das auch, definitiv!
    @lune: das ist ja krass, das hab ich nicht gewußt! (naja, ist auch schon ne ganze weile her, daß ich mich mit barbies beschäftigt habe…)
    wie fies! angeklebt? boah!

    versucht schriftdeutsch zu sprechen (wohnen in der ch)…
    hehe der schwabe in mir erinnert sich *g*

  12. 12 m_adam 28. Mai 2008 um 18:26 Uhr

    @lune: meinst du die bratz?!

  13. 13 TiniDO 28. Mai 2008 um 19:47 Uhr

    Ich habe ja für die Barbie-Puppen meiner Schwester, die ein Super-Fan der Puppen war, Folterinstrumente aus Lego gebaut. Noch heute bin auf meine Haare-Ausreißmaschine stolz. Das war mechanisch für so eine präpubertierende Zehnjährige mit zwei linken Händen nämlich garnicht ohne. Bis heute ist mir nicht klar, ob sich meine Aggressionen damals hauptsächlich gegen meine Schwester richteten oder tatsächlich gegen diese blonde Titten-Tussie.

  14. 14 Lune 28. Mai 2008 um 19:55 Uhr

    Oh du meine Güte. :o Ja, es sind Bratz und habt ihr euch die Musik angetan die da bei der Hp erscheint?
    @Dodo, ich denke es wird sie noch geben, die „schlichten“ Barbies, aber bei den Familien bei denen ich bin habe ich keine gesehen.

  15. 15 Cher 29. Mai 2008 um 10:28 Uhr

    @Lune
    Die schlichten Barbies gibt es natürlich noch und diese ganzen Barbienebenbuhlerpuppen halten sich wohl ohnehin nicht lange wenn sie nicht Barbiekleidchenzubehör kompatibel sind (wie kriegt man denn nen Pulli über den Schädel??).

    Ich hatte btw. früher auch eine Meerjungfraubarbie bei der man den Fischschwanz nicht abmachen konnte und die ist trotzdem Auto gefahren und hat Sachen mit den anderen Barbies gemacht. ;) kommt halt aufs Kind und seine Kreativität an.

    Barbie hat auch keine Kinder (wird Zeit für die Ursula von der Leyen Gedächnisspuppe) und Ken verlassen, dafür gibts bei mir auch noch Pluspunkte. :)

    Die Vermarktung ist doch das stinkige an Barbie, dieses ganze Only-for-Girls-MalibuStacy-Zu-viel-denken-macht-nurFalten-Gedöns. :/

    @ShiZo Wo siehst du den Zusammenhang zwischen dem Verhalten der Mutter und speziell Barbie? oO

  16. 16 laylah 29. Mai 2008 um 17:13 Uhr

    tinido: aha, du hast also die „blonde titten-tussie“ deiner schwester gefoltert und bist auch noch stolz drauf? merkst du eigentlich nicht, was für eine ekelhafte, reaktionäre scheißhaltung du hast? du repräsentierst alles, was ich am feminismus hasse. sexist_in.

  17. 17 Judith 29. Mai 2008 um 22:34 Uhr

    laylah? was hat denn spielzeug von der schwester kaputt zu machen mit feminismus zu tun? vielleicht sollte die frage auch eher an tinido gehen. check’s nicht.

  18. 18 laylah 29. Mai 2008 um 23:27 Uhr

    du hast recht, falsch gedacht. dass jemand hier postet, heißt ja noch nix.

  19. 19 TiniDO 30. Mai 2008 um 0:43 Uhr

    @Laylah: Humorlosigkeit und Gesinnungspolizei – das sind die Eigenschaften, die ich an uns Feministinnen schon immer geschätzt habe.

  20. 20 laylah 30. Mai 2008 um 1:54 Uhr

    ja, ich habe es leider nie geschafft, über sexistischen dreck, wie du ihn von dir gibst, zu lachen.. =(

  21. 21 W.I. 30. Mai 2008 um 8:35 Uhr

    Was war denn daran sexistisch? Erklär mal.

  22. 22 perlenkettchen 30. Mai 2008 um 18:51 Uhr

    Oh wie ich barbies geliebt habe. Ich hab stundenlang mit meiner Freundin gespielt. also erstens ist barbie meiner Meinung nach cooler als die normalen babypuppen da sie erwachsen is.
    zweitens: es kommt immer darauf an was ein kind aus dem Spielzeug macht. Als kind kann sich doch jeder Stein in einen Menschen oder was auch immer verwandeln.
    Ich hatte nich sehrviele Männer (mänliche Barbies) und die waren für meine Freundin und mich auch total uninteressant.
    Unsere Barbies waren piratinnen (ich hatte auch ein Schiff), allein erziehunde Mütter und Studentinnen (usw.) am wichitgsten für uns damals war wohl das die Barbies untereinander die besten freundinnen waren.

  23. 23 Viktoria 02. Juni 2008 um 16:15 Uhr

    Zunächst wollten meine Eltern nicht, dass ich mit Barbies spiele. Dann habe ich soooooo gebettelt und geheult etc. dass ich zu meinem 4. Geburtstag doch meine erste Ballerina bekommen habe. :) Ich habe mich so gefreut, ich erinnere mich immer noch. Auf diese erste Barbie folgten viele. Ich habe sie immernoch in meinem Schrank. Gespielt habe ich mit ihnen auch sehr lang, bis ich ungefähr 14 war… :“>

    Ich hatte sehr viele verschiedene, nicht nur die blonden – eigentlich fand ich die andere immer viel interessanter – und hab auch viel verschiedenes mit ihnen gemacht. Auch bei mir hat Barbie einige Abenteuer durchlebt, war auch mal im Mittelalter oder der Antike, Studentin und noch einiges mehr.

    Dass Barbie keine realistischen Körpermaße hat, war mir schon bewusst, eine Essstörung hat sie nicht zu verantworten.

  24. 24 Peperoni 05. Juni 2008 um 7:53 Uhr

    Ich finde es immer wieder spannend, wie man übertrieben Sexismus in Dingen suchen kann, wo eigentlich keiner ist.
    Erstens ist Matel eine amerikanische Firma, und Barbie wurde in erster Linie für den amerikanischen Markt entwickelt. D.h. es wurden Ideale angestrebt, die da drüben gelebt werden/wurden. Dazu wurden zig Studien gemacht, in denen das Verhalten, die Vorlieben und Wünsche der Kinder erfasst wurden. Dieses „Klischeespielzeug“ kommt nicht davon, dass man da Rollenvorstellungen fördern will, sondern weil Studien mit Kindern genau dieses Verhalten herausgestrichen haben.
    Matel ist ein Spielzeughersteller, und sein vordringlichstes Ziel ist es, seine Ware zu verkaufen. Pädagogische, sexistische, feministische und in geringem Masse auch religiöse Anspielungen mit dem Spielzeug sind dem Konzern erst mal scheiss egal (solange keine genügend grosse Interessensgruppe dagegen protestiert). Er will Gewinne machen, sonst nix.
    Eine nicht sexistische Barbie zu kreieren dürfte ein Ding der Unmöglichkeit sein, und eine Vielzahl von Modellen zu kreieren, um alle erdenklichen Körperformen abzudecken wäre wirtschaftlicher Ruin. Zumal dann auch die Strategie mit den ganzen Zusatzutensilien nicht mehr aufgeht.

  25. 25 edith 21. August 2008 um 23:11 Uhr

    Hi!!
    Ja, dazu sag ich:

    1) Meine Nichte wollte Hochzeit spielen, es gab aber nicht genug Kens. Daher hat sie zwei Barbies genommen und gesagt: „Die sind jetzt verliebt und heiraten sich“. WENN DAS NICHT TOLL IST!!!!!!!
    2) mittelweile hab ich einen Sohn (eineinhalb), der hat gestern auch was ganz tolles gemacht. In der Barbie-Kiste war eine peruanische Mama mit Baby im Tragetuch. Er hat das Baby rausgenommen und dem Ken in den Arm gelegt. Also ein schöneres Beispiel für gelungene Erziehung zu guter Männlichkeit hab ich grad nicht parat.
    3) Kinder sind origineller, als wir Feministinnen denken, und Barbies sind toll, weil sie Erwachsene darstellen (anders als andere Puppen). Damit kann man herrlich die Welt gestalten.

    Lieben Gruß aus Wien, Edith

  26. 26 dissen 22. August 2008 um 6:17 Uhr

    Wenn schon Kinder darauf abfahren, dass man sich Staat und Gott ins Bett holt, dann wird das dadurch supertoll, dass das zwei Frauenpuppen sind, mit denen sie das spielen???

  27. 27 bigmouth 22. August 2008 um 9:09 Uhr

    kinder verbinden ehe also mit gott und staat? steile these…

  28. 28 dodo 22. August 2008 um 12:19 Uhr

    sollen kinder also nur „politisch korrekte“ sachen nachspielen? ist doch schöner, wenn sie’s per barbiespiel selber erforschen. und ediths nichten tun das ja anscheinend und zwar mit einer gesunden einstellung.

  29. 29 lesli 17. Februar 2009 um 18:45 Uhr

    ich hatte nie einen ken und das war auch gut so. meine barbie brauchte keinen freund, die hatte genug andere barbies. sie hat immer im hexeninternat gelebt. den haupteil hab ich irgendwelchen anderen kramgemacht, nebenbei ist barbie mit einem weidekorb als astronautenbarbie vom baum geflogen, den planteten wiese erforschen, mit nicht mehr als einem springseil gesichert. die kleider waren natürlich maßgeschneidert aus angemalten taschentücher. die “ klassische“ barbierolle scheint es echt selten zu geben. und wer denkt dass barbies die kreativität ihrer kinder unterdrückt : kauft ihr halt keine barbie.

  30. 30 Tamara 20. Juni 2009 um 12:46 Uhr

    ja so ne Barbie ist schon was tolles^^ ich habe nur Kens und meine sis nur Barbies das machst riesen fun wen jede puppe sein eigenen charakter hat^^ aber für die Ken´s sollten sie mal mehr Klamotten machen^^

  31. 31 Julia 21. September 2009 um 14:13 Uhr

    Hallo!
    Ich bin jetzt gerade 15 Jahre geworden und man glaubt es kaum, aber ich spiele immer noch Barbie zusammen mit meiner 13 Jahre jungen Schwester.
    Wir halten auch nicht viel von dem vielen Zubehör und basteln uns lieber selbst unsere Gegenstände.
    Meistens sind die Sachen auch viel zu klein und rosa!
    Was die Phantasie an geht könnte ich ein ganzes Buch schreiben.
    Wir haben schon alles durchgespielt von Abenteuer durch eine Wüste über Piraten, Elfen, Superhelden, Weltuntergang und und und.
    Und immer wieder fällt uns etwas neues ein.
    Nur traurig finde ich es das das Barbie spielen zu einer Sache der Mädchen geworden ist. Ich meine vielen Jungs würde das bestimmt auch viel Spaß machen, wenn es dann auch mehr Auswahl der männlichen Seite gäbe.
    Das wollte ich an dieser Stelle nur einmal loswerden.
    :)

  32. 32 crashintoahouse 21. September 2009 um 16:19 Uhr

    ich will fotos!

  33. 33 crashintoahouse 21. September 2009 um 16:20 Uhr

    also, von den piraten- und superhelden-barbies.

  34. 34 Annie_Slut 23. September 2009 um 15:07 Uhr

    off topic Anmerkung:

    „Indianer“ ist ist eine koloniale Fremdbezeichnung. Nicht so cool.

  35. 35 Chora 13. März 2010 um 12:29 Uhr

    Hey ich find es echt gut wie ihr über die Barbies diskutiert:d
    Ich mache gerade meine Realschule und mein Thema zur Präsentation lautet: Barbie- Hat die Barbie Einfluss auf die Menschen in der modernen Gesellschaft.
    Meine unterthemen sind:
    1. Geschichte der Barbie
    2. Was macht die Barbie mit uns?- Wie verändert sie uns
    3. Welches Alter benutzt/ spielt mit der Barbie am häufigsten und warum?
    Wenn ihr darauf antworteten habt oder internetsiten die ihr mir empfehlen würdet, wäre ich euch sehr dankbar:d

  36. 36 Stephanie 15. März 2010 um 15:53 Uhr

    Hallo Chora,

    spannendes Thema, viel Spass dabei! Ich habe leider keine Antworten auf Deine Fragen, aber spontan die Idee, dass Du ja eine kleine Umfrage unter deinen KlassenkameradInnen oder FreundInnen machen könntest, um der dritten Frage auf die Spur zu kommen – interessant wäre es allemal. Ansonsten könntest Du vielleicht bei der herstellenden Firma nachfragen, ob die Statistiken haben (ob man der Statistik der Firma dann trauen kann, ist die zweite Frage).

    Meine persönlichen Barbieerfahrungen habe ich glaube ich so um 10 herum gemacht. Die Puppen an sich fand ich ziemlich langweilig, aber ich habe denen ab und zu gerne die Haare geschnitten (irgendwann hatten dann alle eine Glatze), und eine Freundin und ich haben die Puppen Sex haben lassen.

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