Archiv für Juni 2008

Gewalt auf CSD-Paraden

„Homophobie wird wieder salonfähig“ – Interview mit Klaus Jetz vom LSVD.

Von den Schwierigkeiten des Erleichterns

http://www.machenkunstweil.ufg.ac.at/seiten/johannaschaffer.htmDie Sticker von Ins A Kromminga, „Hermaphrodites – Gents and Ladies please use other toilet“ , kennen sicher Einige der hier Mitlesenden. Schon vor ihrem Auftauchen, vielleicht aber auch verstärkt seit den Debatten um Intersexualität und Trans*, finden sich immer wieder Räume, die ihre Klo-Politik überdenken. Neben der traditionellen Trennung einer „Damen-“ und einer „Herrentoilette“ finden sich mancherorts zusätzlich oder aber ausschließlich „Other“ oder „Trans*“-Klos. Dixie-Klos auf Festivals oder solchen ähnlichen Großveranstaltungen sind sowieso in der Regel jedem Menschen egal welcher Geschlechtsidentität oder Pinkeltechnik zugänglich. Eine Unterscheidung von Räumen nach „Sitzen“ und „Stehen“ ist mir noch nicht so richtig untergekommen. Das diesjährige Fusionfestival nennt einen Teil seiner Pissrinnen „unisex“, stellt darüber hinaus jedoch auch „geschlechtergetrennte“ (vermutlich: „Männer“ vs. „Rest der Welt“?) Pissoirs zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es, wie bereits seit längerem auf Ladyfesten in Bastelstunden und Praxis-Workshops erprobt, „Fusionella“-Stehpinkelhilfen. (mehr…)

Kinderhochzeit

Die amerikanische Fotografin Stephanie Sinclair hat sich der Aufgabe gewidmet, Kinderhochzeiten weltweit fotographisch fest zu halten. Etwa 50% der äthiopischen Mädchen werden vor ihrem 15. Lebensjahr verheiratet. In Afghanistan zündeten sich Mädchen selbst an, aus Angst vor ihrem Ehemann.

Über folgenden Spiegelartikel, gelangt man zu Stephanie Sinclairs Fotostrecke.

Der Schwangerschaftspakt

„Sie sind glücklich darüber, endlich jemanden zu haben, der sie ohne Vorbehalte liebt“

Mind. 17 amerikanische Teenagerinnen beschlossen gleichzeitig schwanger zu werden.

Der böse Mann mit dem kleinen Bart ist noch gar nicht tot

Das ist jetzt nicht unbedingt „Mädchenblogspezifisch“, aber wichtig. Und deswegen wird’s jetzt auch gepostet: In einem taz-Artikel wird eine Studie zu Fremdenhass vorgestellt.

Geklärt wurde, wie es zur Relativierungen rechter Gewalt kommt. Wieso es akzeptiert wird, wenn Andersartigkeit mit Gewalt bestraft wird? Dazu wurden von Leipziger Wissenschaftlern zwölf Diskussionsrunden durchgeführt – wie die in Herdecke. Das Ergebnis wurde am Mittwoch in Berlin vorgestellt und ist alarmierend: Denn der Nährboden für rechtsextreme Tendenzen liegt mitten drin in der deutschen Gesellschaft.

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Josh Homme outet sich…

… und zwar als Vollidiot:

Desillusioniert wie man leider schon ist, wundert man sich ja schon nicht mehr darüber, daß Teile der Menschheit sich cool vorkommt, wenn man andere öffentlich demütigt. Ist ja grade mit Dieter Bohlen wieder schick geworden. Oder in der Auswahl der Beschimpfungen nicht gerade originell ist. Oder überhaupt Worte wie „pussy“ und „faggot“ dafür wählt. Daß Drohungen sich nicht auf das klassische „ich hau dir eine aufs Maul“ beschränken, sondern man denjenigen gleich anal vor seinen Freunden vergewaltigen könnte (jaaa, große Leistung, du super Kerl, du! /ironie). Und dem Gedemütigten seinen Penis abspricht.
Eigentlich wäre es einfacher, sich einen Zettel mit der Aufschrift „Arschloch“ an die Stirn zu heften.
Andererseits brauchts solche Aufreger hin und wieder mal – hätt ich das Video nicht gesehen, hätt ich den Fußballfan, der nen portugiesischen Spieler (bzw. die Leinwand) heut abend als „miese Schwuchtel“ bezeichnet hat wahrscheinlich nicht zusammengeschissen sondern hätt nur mit den Augen gerollt… man stumpft ab. Von dem Standpunkt aus – merci vielmals, Josh, fürs Wachrütteln und sauermachen.
Funktioniert leider offensichtlich nicht bei allen Leuts. Die Fans vor der Bühne jobeln und klatschen schließlich wie bekiffte Lemminge. Pfeifen hör ich auch keinen… sick sad world.

Via Bikini Kills Keller

Frauen im Berufsalltag-Teil 3

Noch ein interessanter Bericht über Chancenungleichheit in der Arbeitswelt!

Frauen Und Technik

Interview mit Sylke Pageler vom VDI über den Mangel an Ingenieurinnen.

MännerRatgeber

Wer denkt, dass die Menschheit heute wirklich soweit ist, sich von Rollenbildern und Stereotypen zu trennen, wird doch immer wieder bitter enttäuscht, so wie ich heute morgen, als ich einen Bericht auf sueddeutsche. de gelesen habe.
Darin geht es um einen Männerratgeber mit dem vielsagenden Titel „A$$HOLE“. Aha, also ein Ratgeber wie Mann wieder zum „richtigen rücksichtslosen Kerl“ wird.
Der Untertitel klingt genau so vielversprechend: “ Wie ich lernte ein Schwein zu sein und dabei reich und glücklich wurde“
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Berufswahl mal ohne Vorurteile!

Fernsehtipp!!
Die schwedischen Damen, sorgen mal wieder für das Kippen von Geschlechterklischees in der (Arbeits-)Welt.
Weiter so!