Hinweis: Veranstaltung zu feministischer Theorie mit Andrea Trumann / Ferien von Deutschland machen

Der marxistische und antinationale Jugendverband Junge Linke gegen Kapital und Nation wird vom 24.7. bis zum 31.7.2008 in der Nähe von Hannover ein antinationales Sommercamp veranstalten. Dort wird es Workshops zu verschiedenen Themen geben, auch zu einer ganzen Menge Themen über die hier im Mädchenblog schon gebloggt und diskutiert wurde. Unter anderen wird Andrea Trumann, Autorin des Buches „Feministische Theorie. Frauenbewegung und weibliche Subjektivierung im Spätkapitalismus“ (Stuttgart 2001), zwei dieser Workshops anbieten, einen zur Studentenbewegung der 60er/70er und ihrem Verhältnis zum Feminismus und einen anderen zu einer materialistischen Kritik des Geschlechterverhältnisses.

Weitere Themen der Veranstaltungen werden z.B. Drogenpolitik, Schule, Kapitalismuskritik und Kritik der Demokratie sein.
Mehr Informationen erhaltet ihr auf www.junge-linke.de, wo ihr euch auch anmelden könnt.

Junge Linke Sommercamp

Nachtrag:
Ein aktuellerer Text zur Debatte um Pop und Feminismus von Andrea Trumann ist kürzlich in der Wochenzeitung Jungle World erschienen und auf deren Homepage abrufbar.


23 Antworten auf “Hinweis: Veranstaltung zu feministischer Theorie mit Andrea Trumann / Ferien von Deutschland machen”


  1. 1 unGeDuLdig 09. Juni 2008 um 14:34 Uhr

    Ich hätte da eine Frage. Verweist das „Junge“ in „Junge Linke“ irgendwie auf eine Erwachsenenabteilung, sprich: eine Dachorganisation, oder drückt es den Anspruch eines Neubeginns nach den real existierenden Linkskatastrophen aus? Oder besteht da eine Altersbeschränkung für potentielle Teilnehmer?

    Nach dem angenehmen Durchlesen der Sparte „Wir über uns“, einer minuziösen Distanzierungsliste von allerlei Marx-copyright-Verletzungen, stellt sich die Frage, warum das Ganze sich als „Jugendverband“ bezeichnen muss. Was unterscheidet die nach ca. 1989 Geborenen qualitativ und in revolutionärer Hinsicht von den früheren Modellen?

  2. 2 Miss Taken Identity 09. Juni 2008 um 15:18 Uhr

    Verweist das “Junge” in “Junge Linke” irgendwie auf eine Erwachsenenabteilung, sprich: eine Dachorganisation, oder drückt es den Anspruch eines Neubeginns nach den real existierenden Linkskatastrophen aus?

    Nein, es verweist nicht auf eine „Dachorganisation“ und ich denke es drückt weniger Anspruch aus, als das es einfach historisch so entstanden ist, nach der Abspaltung von den „JungdemokratInnen/Junge Linke“. Dazu findest du auf der Seite auch einen Text. Zur Position der JLs zum Realsozialismus kannst du dich hier informieren. Von „Linkskatastrophen“ zu reden ist im übrigen eine ziemlich billige Denunziationsmasche, schau dir halt an was die schreiben und guck was dir daran nicht passt, anstatt hier kundzutun das bei dem Vergleich den du zwischen DDR und BRD gemacht hast die BRD besser wegkommt.

    Eine Altersbegrenzung gibt es meines Wissens nach nicht.

    Nach dem angenehmen Durchlesen der Sparte “Wir über uns”, einer minuziösen Distanzierungsliste von allerlei Marx-copyright-Verletzungen, stellt sich die Frage, warum das Ganze sich als “Jugendverband” bezeichnen muss. Was unterscheidet die nach ca. 1989 Geborenen qualitativ und in revolutionärer Hinsicht von den früheren Modellen?

    Zu sagen das sie nichts unterscheiden würde wäre eine Lüge, aber darum geht’s gar nicht. Was du forderst ist eine pflichtgemäße Distanzierung demokratisch aufgeklärte StaatsbürgerInnen vom bösen Realsozialismus und die wirst du weder von mir noch von den JLs bekommen. Und was den „Jugendverband“ betrifft: Vielleicht sind die einfach alle unter 35? Wer weiß. Es ist ihnen selbst glaube ich aber auch eher egal.

  3. 3 unGeDuLdig 09. Juni 2008 um 17:48 Uhr

    @Miss Taken Identity

    Du hast meine identity misgetaked. DDR-Distanzierungen, auch noch zur Rechtfertigung der FDGO, hatte ich nicht im Sinn, vielmehr den jetzt real existierenden Zustand derer, die unter diversen Flaggen und Parolen den Anspruch erheben, die terra incognita jenseits des Kapitalismus erreichbar zu machen. Die schwere geschichtliche Hypothek ist dabei nur ein Teil des Problems, die rückläufige Tendenz emanzipatorischer Unternehmungen, d.h. die Ansteckungsgefahr durch den kapitalistischen und manchmal sogar faschistischen Zeitgeist gehört dazu. Neubeginn würde ich als den Versuch bezeichnen, nichtregressiven Sozialismus wieder denkbar zu machen, was m.E. noch nicht überzeugend gelungen ist, obwohl angesichts des verrinnenden Sandes bzw. Öls in der kapitalistischen Weltuhr nichts dringender wäre. Daher wohl auch die langen Distanzierungslisten der JL: Wir wissen nicht, was wir wollen, aber zumindest wissen wir ziemlich genau, was wir nicht wollen. Ich finde diese Negativität erstmal sympathisch; dass der bürgerliche Staat und seine Institutionen und das ewige (auch z.T. von mir kommende) „immerhin“ in Grund und Boden kritisiert wird, ebenso. Rücksichtslose Kritik alles Bestehenden etc., Du kennst das ja.

    Was ich nur immer an Marx (im Ansatz) und am Marxismus (in extremo) störend fand, war der apokalyptische Gestus, mit dem ein neues Zeitalter, eine neue Menschheit beschworen wurde, mit der Tendenz, jeden vor der sozialistischen Bewegung gedachten Gedanken als prähistorisch zu verschubladen, ohne den eigenen europäisch-abendländischen Kontext zu bedenken. Ich glaube nicht, dass es genügt, all die „abgelegten Schlangenhäute des menschlichen Geistes“ einschliesslich der realsozialistischen Experimente als falsch zu bezeichnen, wenn sich noch massiv ideologische Versatzstücke des Bürgertums wie Fortschritt, Aufklärung, Naturbeherrschung usw. ohne kritische Aufhebung im Denken von Linken finden. Was geschehen kann, wenn sich unreflektierter linker Fortschrittsglaube mit der (im Prinzip ja richtigen) Religions- und Bürgerstaatskritik verbindet, war nicht zuletzt in Sowjetrussland gut zu besichtigen, auch vor und nach Stalin. In diesem Zusammenhang finde ich sehr schön, dass die JL von „Verschiedenheit ohne Angst“ als freiheitliche Forderung reden. Als von der radikalen Linken enttäuschter und doch nie losgekommener Adornobastard kenne ich diese Angst, dass der unmögliche Traum unmöglich bleibt, obwohl die materiellen Voraussetzungen für seine Erfüllung gegeben sind. Chávez hat das Diktum Luxemburgs von „Sozialismus oder Barbarei“ in „Sozialismus oder Untergang“ modernisiert – um jemanden zu zitieren, der mir eigentlich immer unheimlicher wird: Auch Hugos Sozialismus mit seinen tickenden identitären und caudillistischen Zeitbomben macht mir den Traum noch nicht madig. Die Distanzierungsliste ist nur etwas länger geworden.

  4. 4 Miss Taken Identity 09. Juni 2008 um 18:20 Uhr

    Du hast meine identity misgetaked.

    Meinetwegen, dann sag mal was du von mir oder den JLs willst. Aus deinem Besinnungsaufsatz geht das nämlich nicht hervor. Vielleicht täte es dir mal gut weniger auf rhetorische Figuren zu achten und mehr darauf auch mal einen Satz mit Aussage zu schreiben. So wie es bislang läuft kann ich dir einfach nicht Antworten.

  5. 5 Different 09. Juni 2008 um 18:53 Uhr

    @ungeduldig: Wenn du irgendwas an den Texten der Jungen Linken zu kritisieren hast dann tu das doch einfach. Aber dein inhaltsloses Geschwurbel wird echt langsam öde.

  6. 6 laylah 09. Juni 2008 um 20:05 Uhr

    ungeduldig, du bist ein adornowas? gehts noch?

  7. 7 unGeDuLdig 09. Juni 2008 um 23:30 Uhr

    @Miss Taken Identity

    Was habe ich schon von Euch zu wollen? Naja, wenn Du schon so fragst, vielleicht einen revolutionären Ansatz, der keine neue Schreckensherrschaft im Keim enthält. Das mit der „Verschiedenheit ohne Angst“ gefällt mir wirklich, ebenso wie die Absage an identitäre Konzepte, faschistoide Projektionen und verkürztem Kram. All diese Gefahren sich bewusst zu machen, ist bestimmt nützlich, doch es bleibt die Aufgabe, ein linkes Projekt zu ersinnen, das sich effektiv vor der Barbarisierung schützt und immunisiert, ohne gelähmt zu sein.

    Ich habe das „Wir über uns“-Ding der JL gelesen und eine lange Liste von unerwünschten Missverständnissen von Linkssein vorgefunden. Da finde ich meine Frage nur natürlich, was ausser guten Absichten verhindern soll, dass diese eine Gruppe trotz besagter Absichten nicht denselben Weg wie die historisch diskreditierten Modelle gehen soll. Oder sind die Distanzierungen nur als Werbung gedacht? So wie christliche Missionare sich als erstes von der Inquisition distanzieren etwa, ohne an ihren Entstehungsursachen zu rühren. Wenn ich z.B. den JL-Aufsatz über Religion lese, den ich grösstenteils in der Sache unterschreiben würde, so fällt mir die Nichterwähnung der inquisitorischen Neigungen des „wissenschaftlichen Atheismus“, die ich für eine Fortsetzung der bürgerlichen Rationalisierung halte, schon auf. „Entsprechend selbstgerecht und hartherzig sind religiöse Moralisten, wenn sie ihre Mitmenschen „bessern“ wollen.“ Das müsste allen zu denken geben, die nicht nur die anderen, sondern auch sich selbst als Teil des Problems sehen. Wenn die Selbstreflexion nicht gelingt, bleibt es auch unterm Namen der Vernunft dunkel. Es geht mir eigentlich um Ideologiekritik, die zuallererst die eigenen Fundamente zu erschüttern hat. Ist das immer noch unverständlich?

    @Different

    Wenn Du schon das Anderssein im Namen führst, könntest Du versuchen, textlich einen Unterschied zu machen, anstatt Hilfsbashing ohne Argumente zu betreiben. Ist es hier eigentlich ein Problem, zu denken? Sind Ambivalenz und Widersprüchlichkeit unerwünscht? Oder soll es im Stil der altbekannten und wirklich öden Schlagworte und Bekenntnisse, womöglich im Befehls-Infinitiv, ewig weitergehen?

    @laylah

    Es geht noch. Adorno hätte mich als geistiges Kind wohl nicht anerkannt, obwohl ich vieles von ihm „geerbt“ habe. Mehr sollte das nicht ausdrücken.

  8. 8 Different 10. Juni 2008 um 0:03 Uhr

    Ungeduldig: Die „Junge Linke“ muss sich nicht davor schützen böse Stalinisten zu werden. Wenn du, statt dauernd der Ideologie anzuhaften, dass jede antikapitalistische Kritik Gulags und Erschießungen im Keim enthält, dir angucken würdest, welche inhaltlichen Fehler in der Kapitalismuskritik der Realsozialisten enthalten waren, die dazu geführt haben, dass es da noch schlimmer war als im kapitalistischen Westen, würdest du vielleicht auch erkennen, dass diese in den Texten der Jungen Linken eben fehlen. Denn, abgesehen davon, dass es sich dabei um keine Partei handelt die die politische Macht ergreifen will sondern schlicht und ergreifend um Leute, die eine Kritik an den Zuständen formulieren, ist in den Texten klar zu erkennen, dass sie eben *keinen Staat* haben wollen und auch *keine Lohnarbeit*. Wie du darauf kommst, dass die dann plötzlich eine realsozialischen Staat mit Arbeitslagern machen wollen, kann ich einfach nicht nachvollziehen, außer du haftest tatsächlich dem Weltbild an, dass der Mensch von Natur aus böse ist und am Ende dann doch die Sachen macht, die er doch eigentlich falsch findet.
    Und dass man in einem Text, der die Religionskritik zum Ziel hat dann nicht großartig die Atheisten kritisiert, halte ich für nachvollziehbar. Zwar verstehe ich auch deinen Kritikpunkt der mangelnden Selbstkritik und Differenzierung, der mich manchmal auch bei solchen Texten stört, aber daraus gleich wieder abzuleiten, dass diese Menschen, sollte sich die Möglichkeit geben, gleich der Barbarei verfallen, halte ich für sehr weit hergeholt.

    Mein Nick ist übrigens die Kurzform meines Blogtitels, der wiederum ein Monty Python Zitat und ironisch gemeint ist, weil „… a blog“ eben nichts völlig anderes sondern etwas sehr alltägliches ist, wiederum aber auch halb ernst gemeint, da es anders werden soll als mein letztes Blog. Kurz gefasst: Mein Nick soll nicht aussagen, dass ich oder das was ich sage, irgendwie besonders ist.

  9. 9 laylah 10. Juni 2008 um 0:57 Uhr

    ungeduldig, dann nennst du leute, denen du „sehnsüchte nach der mütterlichen prostituierten“ unterstellst, bestimmt „hurensohn“! hab ich recht? ja?

  10. 10 unGeDuLdig 10. Juni 2008 um 1:37 Uhr

    @Different

    Vielleicht habe ich es unterlassen, die Mühe zu würdigen, mit der die JL sich an die Demontage linker heiliger Kühe gemacht hat. Das will ich hiermit getan haben.

    Es ist auch nicht so, dass ich automatisch jede Kapitalismuskritik gleich als Stalinismus oder Schlimmeres denunzieren möchte. Ich wollte – zugegebenermassen allzu wortreich – darauf hinaus, dass Kritik immer einen Spiegel bei sich führen muss, um nicht zum Rechtsinstrument, zum Urteil, zu verkommen. Wo diese Selbsthinterfragung ausbleibt, fangen die Aburteilungen an, die – historisch gesehen – sich tatsächlich irgendwann als Hexen- und Schauprozesse materialisieren. Kritik soll doch helfen, den ideologischen Lügenschleier zu zerreissen, der unser kollektives Produkt ist. Gerade wer Zusammenhänge durchschaut, muss sich im Klaren sein, wie sehr er/sie immer noch Teil des üblen Ganzen ist.

    @laylah

    Viele Schimpfworte enthalten Projektionen. Was der Beleidiger bei sich ahnt und nicht ertragen kann, überträgt er oft auf den zu Beleidigenden. Ich würde diejenigen, die die Verbindung von Hure/Geliebte und Mutter/Heilige suchen (deren Nichtexistenz Du unterstellst?), nicht als Hurensöhne bezeichnen, aber es wäre keine Überraschung, wenn dieses Schimpfwort zu ihren Favoriten gehörte. Wenn ich so über meinen spanischen Verwandten- und Bekanntenkreis nachdenke, fühle ich mich in dieser Aussage ziemlich sicher.

    Das mit dem Bastard scheint Dich zu nerven. Aber wenn ich jemanden beleidigt habe, dann doch mich! Dabei ist es eine altertümliche Bezeichnung für einen illegitimen Abkömmling, der die Gene, aber nicht den Namen geerbt hat. Ich berufe mich hier und da auf Adorno, kann aber nicht in seinem Namen sprechen, definiere mich nicht als Schüler oder Jünger, etc. Womöglich wäre er ganz und gar nicht mit meinem inhaltlosem Geschwurbel, wie es hier schon genannt wurde, einverstanden und würde die „geistige Vaterschaft“ verweigern. „Der ist nicht von mir!“ Womit ich ganz gut leben kann, denn, Du siehst, ich bin ein lucky bastard und habe die Suche nach dem Vater schon länger aufgegeben. Können wir jetzt wieder über Sozialismus reden?

  11. 11 Difficult is Easy 10. Juni 2008 um 2:09 Uhr

    @ungeduldig:
    du hast nie über soz/kom geredet, sondern nur über dich selbst.
    die ästhetik und nützlichkeit deiner beiträge ist unglaublich nah dran an philosophieseminaren.

  12. 12 unGeDuLdig 10. Juni 2008 um 7:36 Uhr

    @Difficult is Easy

    Dein Dreizeiler ist so ästhetisch und nützlich wie die Rückseite einer Cornflakespackung – aber vielleicht ist das der Firma Kellogg’s unfair gegenüber. Ausserdem liegt eine an Gemeinheit grenzende Verwendung der Worte „nie“ und „nur“ vor.

    Was ist Dein Problem mit den Philosophieseminaren? Sehe ich da das Bild von unproduktiven Sesselfurzern aufsteigen, die sich hinter ihren verstaubten Büchern vor der Revolution verstecken? Fürchtest Du die zersetzende Gefahr eines überspitzten, kleinbürgerlichen Intellektualismus und wenn ja, für wen? Liegt das Problem darin, dass immer nur geredet und nicht endlich gehandelt wird? Und wie soll das durch keinen Bedenkenträger gestörte Handeln nun aussehen?

    Der Grund für mein subjektives Reden ist übrigens ein Versuch, ein wenig Transparenz herzustellen. Anscheinend ist es hier erwünschter, zweckgerichtet und „objektiv“ aufzutreten, obwohl sich dadurch die persönlichen Subtexte eher verstärken. Anders kann ich mir die Feindseligkeit nicht erklären, die jede Gefühlsäusserung hier, jedes Eingeständnis, jede Selbstdemontage, nicht nur von mir, zum persönlichen Risiko macht. Das ist vom „Verschiedensein ohne Angst“ so fern wie (an dieser Stelle bitte eine schöne Entfernungsmetapher einsetzen) und hat mit radikaler Kritik höchstens die Schärfe, aber nicht die Tiefe der Wortwahl gemeinsam.

    Kritik muss weit über Empörung und Skandalisierung hinaus, obwohl sie nie auf beides ganz verzichten kann. Ihr Gebrauchswert misst sich am Grad von wirksamer Zersetzung und Dekonstruktion, nicht am Ausmass des Dissens und Bashens. Wenn es sowas wie Nützlichkeit von Kritik gibt, dann als Unterminierung und nicht als Ausstaffierung von Feindbildern, den Pappkameraden des Denkens. Aber ich, ich, ich schweife ab…

  13. 13 Nicko 10. Juni 2008 um 10:28 Uhr

    @ungeduldig
    Was mich an dir nervt kann ich schnell zusammenfassen: Du nimmst dir einen unglaublichen Raum auf diesem Blog, der sich explizit als einen feministischen Blog versteht, der sich auch an ein nicht- universitäres Publikum richtet, d.h. bemüht ist, allzu oft sprachlich sehr abgehobene theoretische (feministische) Diskussionen allen Menschen zugänglich zu machen.
    Beide Ansätze kann ich in deinen Beiträgen nicht erkennen. Weder habe ich das Gefühl, dass du dich jemals eingehender mit Antisexismus (außer vielleicht seiner Demontage) auseinander gesetzt hast – oder gar deine tatsächlich sehr männliche Redeweise reflektiert hast, noch habe ich den Eindruck, dass du dich zu mindestens bemühst, verständlich zu schreiben.
    Das Ganze kommt mir eher wir ein intelektueller Egotrip vor, der es anderen Leuten schwer macht sich an den Diskussionen zu beteiligen. Einfach weil du alles und jeden mit einem Ewigsermon bedeckt, der_die sich beteiligt und damit die Diskussion immer in die Richtung lenkst, die dir wichtig ist.
    Ich finde es wichtig über Kommunismus und Sozialismus zu diskutieren und kann mir sogar vorstellen, dass unsere Positionen an manchen Stellen relativ nah sind, aber, ich betone es noch mal, dies ist ein feministischer und antisexistischer Blog und da solche Sachen zu schreiben wie „Können wir ketzt wieder über Sozialismus reden?“ wenn jemand sexistischen Sprachgebrauch kritisiert finde ich mehr als nur daneben. Das klingt mir doch alles sehr nach der Haupt- und Nebenwiderspruchsdebatte….

  14. 14 Miss Taken Identity 10. Juni 2008 um 13:04 Uhr

    Der Grund für mein subjektives Reden ist übrigens ein Versuch, ein wenig Transparenz herzustellen.

    Der Versuch geht nach hinten los. Ich versteh überhaupt nicht was dein „subjektiver Standpunkt“ ist. Vorallem ist es ne dreiste Lüge das du den nicht verallgemeinern willst. Du machst es halt nur auf eine ziemlich widerliche Tour, in dem du nämlich einfach immer damit kokketierst eigentlich ja nicht so viel zu wissen und ganz viele Zweifel zu haben, aber dann die größten Klopper loslässt.

    Anscheinend ist es hier erwünschter, zweckgerichtet und “objektiv” aufzutreten, obwohl sich dadurch die persönlichen Subtexte eher verstärken.

    Kannst du ja gerne behaupten, aber weise es doch erstmal nach. Ich sehe das nicht.

    Anders kann ich mir die Feindseligkeit nicht erklären, die jede Gefühlsäusserung hier, jedes Eingeständnis, jede Selbstdemontage, nicht nur von mir, zum persönlichen Risiko macht.

    Vielleicht kommt die Feindseeligkeit von der Heuchelei da drin. Es geht nie nur um „Gefühlsäusserung“ usw., sondern darum das eigene Gefühl zum Argument zu machen. Das hat Viktoria in dem Puppenthread gemacht und das machst du ständig wenn du hinter jeder Gesellschaftkritik gleich Auschwitz lauern „fühlst“. Das sind ganz klare Versuche Kritik über die persönliche Befindlichkeit (die ja ein anerkannter Titel in dieser Gesellschaft sind, gerade Frauen sollen sowas ständig haben) Kritik zu delegitimieren, wie du es z.B. bei Abtreibung gemacht hast. „Ich fühle da son bisschen Barbarei, deshalb sollen Frauen nicht abtreiben“ – mies, Alter, ganz mies.

    Das ist vom “Verschiedensein ohne Angst” so fern wie (an dieser Stelle bitte eine schöne Entfernungsmetapher einsetzen) und hat mit radikaler Kritik höchstens die Schärfe, aber nicht die Tiefe der Wortwahl gemeinsam.

    Seit wann muss die Wortwahl radikaler Kritik besonders „tief“ sein? Die sagt halt was sie stört und schaut woran es liegt.

    Kritik muss weit über Empörung und Skandalisierung hinaus, obwohl sie nie auf beides ganz verzichten kann. Ihr Gebrauchswert misst sich am Grad von wirksamer Zersetzung und Dekonstruktion, nicht am Ausmass des Dissens und Bashens. Wenn es sowas wie Nützlichkeit von Kritik gibt, dann als Unterminierung und nicht als Ausstaffierung von Feindbildern, den Pappkameraden des Denkens.

    Kritik muss vorallem erstmal eines: ihren Gegenstand treffen. Deine Metakritik an der Kritik die hier geübt wird trifft nicht und damit ist sie schon erledigt. Oder in einer für dich vielleicht verständlicheren Form:
    Kritik muss ihren Gegenstand begreifen, sie muss ihn packen. Die Kritik der Kritik die du hier übst vermag es nicht zu greifen, wie ein Neugeborenes ohne Greifreflex zappelt sie sich auf dem Rücken liegend wie ein Käfer ab. Eine solche Kritik ist eine Totgeburt, auch soetwas sollte der Kritiker reflektieren!

    Aber ich, ich, ich schweife ab…

    ja, ach, wirklich?

  15. 15 unGeDuLdig 10. Juni 2008 um 17:03 Uhr

    @Nicko

    Du wirfst mir Dinge vor, die ich zum Teil nicht werde abstellen können. Würde ich mich sprachlich verstellen und griffige Sätze wie in der Bildzeitung verwenden, würde ich mich und die anderen für dumm verkaufen. Eine Universität habe ich btw nie besucht, kann nicht einmal Abitur vorweisen. Was um alles in der Welt ist männliches (und demzufolge weibliches) Reden? Und glaubst Du, ich schreibe hier, um nicht verstanden zu werden (intellektueller Egotrip)? Warum sollte sich jemand an einer Debatte beteiligen, deren Verlauf er/sie nicht beeinflussen kann?

    Die Frage „können wir jetzt wieder über Sozialismus reden?“ war der Versuch, von meiner relativ unwichtigen Person zum Thema zurückzukehren, nachdem ich mich gegen eine etwas giftige Unterstellung verteidigen musste. Über sexistischen Sprachgebrauch werde ich eine Weile nachdenken, mit den Metaphern und der Verständlichkeit etwas besser aufpassen, ohne freilich in Selbstzensur zu verfallen.

    @Miss Taken Identity

    Die persönlichen Subtexte treten am stärksten dort auf, wo scheinbar am „objektivsten“ geredet wird und im Namen der Sache auch die eigenen offenen Rechnungen mit der Welt abgerechnet werden können. Es wäre schon ein Fortschritt, wenn sie wenigstens bewusst gemacht würden. Das muss nicht unbedingt bedeuten, dass die Sache falsch ist. Es muss auch nicht gleich so sturzdoof wie bei Kunzelmann werden („Was geht mich Vietnam an? Ich habe Orgasmusschwierigkeiten“), obwohl selbst an dem blöden Spruch etwas dran ist.

    Die persönlichen Subtexte jetzt und hier nachzuweisen, würde ein weites Feld von Unterstellungen und Ermittlungen eröffnen, verbunden mit der Gefahr, berechtigte Forderungen zu psychologisieren oder gar zu psychiatrisieren. Das ist nicht mein Anliegen, sondern die Politisierung des Privaten, dessen Abwehr Deinerseits mich schon ein wenig wundert. Dein eigenes Beispiel mit Viktoria soll erstmal reichen.

    Das Fühlen Ausschwitzs hinter jeder Gesellschaftskritik ziehe ich mir als Schuh ebensowenig an wie die Reduzierung meiner Nichthaltung zur Abtreibung auf jesuitische Manipulationsversuche. Ich habe nirgendwo gesagt, was Frauen tun oder lassen sollen, sondern ihren Entscheidungsspielraum in Frage gestellt.

    Radikale Kritik muss insoweit tief greifen, als dass sie an die Wurzel des Kritisierten rankommen möchte. Dass muss nicht unbedingt der persönliche Hintergrund sein, obwohl er dazugehört. Wenn ich z.B. an der JL die lange Liste der Distanzierungen von allerlei linken Verirrungen kritisch betrachte, oder das Paper zur Religion, sehe ich den Widerspruch, dass die Erkenntnisse, die in ersteres eingeflossen sind (anti-identitär etc.) sich im zweiteren nicht besonders niederschlagen, wo Gläubige allesamt zu Feinden des Fortschritts im schönsten Leninstil erklärt werden. Mag sein, dass sie es sind, aber der Mangel an Reflexion des eigenen „vernünftigen“ Standpunktes als linke Maske der bürgerlichen Modernisierung und die Nichtwahrnehmung der eigenen Identitätskonstruktion über einen bequem zu verurteilenden Feind finde ich nicht nur gefühlsmässig alarmierend. Die Geschichte beweist, wie eine sich atheistisch-materialistisch nennende Ideologie locker in eine neue Kirche mit allem bösen drum und dran verwandeln kann. Die Bolschewisten hatten auch eine Menge guter Vorsätze, doch sie entzogen theoretisch jedem Dissens die Grundlage und stellten sich selbst auf das Podest der Aufklärung. Das war nicht nur hässlich, sondern auch noch ineffektiv, wenn man sich die neuerwachte Gläubigkeit und aggressive Identitätssucht gerade in Russland ansieht.

  16. 16 xatx 10. Juni 2008 um 17:27 Uhr

    „…wo Gläubige allesamt zu Feinden des Fortschritts im schönsten Leninstil erklärt werden. Mag sein, dass sie es sind, aber…“

    Ja was denn nun? Sind sie es oder sind sie es nicht? Kommt da ausser deinem, zu jeden Gegenstand ambivalent sich verhaltenden, Geschwaller noch ein Argument? Der Versuch, der bereits kritisiert wurde, die Texte der JL anhand von Verweisen auf den historischen Sozialismus zu diffamieren scheitert aus dem bereits genannten Gründen erneut. Dein „im schönsten Leninstil“ ersetzt eben kein Argument, sagt über den Text der JL rein garnichts aus.

    „Die Geschichte beweist, wie eine sich atheistisch-materialistisch nennende Ideologie locker in eine neue Kirche mit allem bösen drum und dran verwandeln kann.“

    Solche Gemeinplätze kannst du dir ebenfalls sparen. Die Geschichte beweist mitunter so einiges, unter anderem, dass so Arschlöcher wie du viel zu schreiben aber wenig zu sagen haben.

  17. 17 laylah 10. Juni 2008 um 17:31 Uhr

    ungeduldig, du hast also „nirgendwo gesagt, was Frauen tun oder lassen sollen, sondern ihren Entscheidungsspielraum in Frage gestellt.“? merkst du nicht, dass die unterscheidung eine künstliche ist?
    wenn ich meiner küchenpsychologie auch mal freien lauf lassen würde, käme ich auf den gedanken, dass du deine laut eigener aussage wenigstens im weitesten sinn mit dem christlichen fundamentalismus verknüpften vergangenheit schein-aufarbeiten möchtest, indem du der radikalen linken sehr pauschal unterstellst, sie wäre keinen deut besser. darauf lässt jedenfalls die regelmäßigkeit, ja routiniertheit schließen, mit welcher du jeden sachverhalt durch dein verqueres dogmatismus-raster zwingst. die junge linke ist aber tatsächlich ein paradebeispiel gegen deine thesen; du wirst sogar ausführlichst und einigermaßen wohlwollend mit argumenten konfrontiert, die das belegen – und begreifst schlicht gar nichts. das ist schon faszinierend. wenn ich jetzt jedoch auf den boden des materialismus zurückkehren würde, könnte ich auch nicht mehr sagen als: bitte, lass uns endlich in ruhe.

  18. 18 subwave 10. Juni 2008 um 17:47 Uhr

    xatx: lass den satz „gemeinplatz“ sein. er ist dennoch richtig. was anderes war denn der ml, wenn nicht die staatskirche des ostblocks. und der heutige atheismus ist in weiten teilen ein szientistischer, ein von gott befreiter protestantismus, eben die anpassung der religion an die (kapitalistische) realität…

    ps: wer sich nur wegen dem noch böseren jede kritische analyse der ersten kommunistischen versuche verkneift liegt genauso falsch wie diejenigen die jeglichem versuch einer aufhebung von staat, kapital und der ganzen anderen scheisse immer wieder mit stalin kommen.

  19. 19 Miss Taken Identity 10. Juni 2008 um 18:04 Uhr

    @subwave:
    XatX hat kritisiert das der Satz nichts mit JL zu tun hat und mit dem was sie schreiben, sondern einfach nur eine Behauptung ist. Ob die stimmt oder nicht ist in dem Fall ziemlich egal.

  20. 20 xatx 10. Juni 2008 um 18:39 Uhr

    Sag doch mal was zum Thema und äusser dich nicht über Dinge, über die du zufällig was zu sagen hast, Subwave. Hier geht es weder um die Substituierung der Religion durch den ML, noch um eine Analyse des Atheismus. Weshalb ich mich hier nicht mit den Fehlern der „ersten kommunistischen Versuche“ auseinandersetze wurde schon gesagt: Es hat erstens nichts mit dem Thema zu tun, zweitens kommen diese Fehler in den Texten der JL nicht vor.

    P.S.: Ist deine Liebe zur Grammatik, die sich selber nicht versteht eigentlich im antideutschen Bodymind verankert? Kommt deine Sympathie für ungeduldig daher?

  21. 21 unGeDuLdig 10. Juni 2008 um 20:21 Uhr

    @xatx

    Deine Ablehnung von Ambivalenz liesse sich als Wunsch nach dogmatischer Sicherheit interpretieren. Das enthält die Gefahr, sich gegen Erfahrungen abzudichten, Widersprüche zu subsummieren, und, wo es nicht gelingt, diejenigen, die die Widersprüche ansprechen oder auch nur darstellen, anzugreifen. Das ist noch nicht das ganze Kochrezept für den Stalinismus, aber ein wesentliches Gewürz.

    Was die Religionskritik angeht, finde ich, dass sie im Kontext mit der Ideologie- und Identitätskritik geübt werden sollte. Vor der Marxschen gab es zuvor eine rabiate bürgerliche Religionskritik (Voltaire, usw.), die bei aller grundsätzlichen Richtigkeit auch eine Nachvollziehung von Kapital-, Staats- und Klassenbildungsprozessen war und eine Anpassung an neue politisch-ökonomische Verhältnisse, so ähnlich wie der Protestantismus mit seinem Arbeitsethos eine zum entstehenden Bürgertum passende und geschichtlich notwendige Ideologie war. Wenn man z.B. den Bolschewismus oder den Maoismus nicht in seiner Absicht, aber in seiner historischen Funktion als beschleunigte Modernisierung des feudalen Russlands bzw. Chinas ansieht, fallen die Parallelen zwischen bürgerlicher und sog. radikaler Religionskritik auf. Am bisherigen Ende steht faktisch kein freierer, sondern durchkapitalisierterer, verwalteter Mensch da, dessen Neigung zum autoritären, irrationalen Denken um kein bisschen schwächer geworden ist. Zum Beleg: Der Vormarsch orthodox-nationalistisch-homophober Bewegungen in Russland, Falung Gong und Dalai Laber in China.

    Wenn sich die JL (mit all den guten Absichten, die mir nicht entgangen sind) nicht total, aber tendenziell dazu hinreissen lässt, das Ärgernis des Neofundamentalismus als „falsches Denken“ zu interpretieren, hat das seinen Platz, aber die Ursache dafür, dass solches Denken „notwendig“ bleibt, kommt mir entschieden zu kurz. Ich habe das Paper jetzt zum dritten Mal gelesen und finde es nicht einmal so schlecht, was die fatalen Konsequenzen religiösen Denkens angeht.

    Doch dieses Irrationale findet sich überall, auch bei Ungläubigen, vor allem im Bereich Lohn und Arbeit. Auch dort liesse sich irgendwie ganz richtig sagen, wie unvernünftig sie sind, weiter arbeiten zu gehen. Doch die gesellschaftliche Verblendung ist kein reines Hirngespinst, sondern Ideologie, die zur materiellen Gewalt geworden ist und von den Vielen als Realität reproduziert wird. Wer den Anweisungen von Staat und Kapital folgt, handelt „vernünftig“ und „objektiv“, obwohl er/sie eindeutig Schaden erleidet. Das wird von der JL im „wir über uns“ ja halbwegs anerkannt (?), doch im Paper zum Fundamentalismus fällt dieser Zusammenhang zugunsten einer Darstellung von Religion als einer Art persönlichen Wahnsinns flach. Da wird doch die gesamtgesellschaftliche Zwangsläufigkeit, die faschistische, fundamentalistische und sadistisch verdrückte Persönlichkeiten herstellt, ausgeblendet und Irrationalität damit zum Privatproblem. Böse ausgedrückt, öffnet das den Weg zur Verfolgung.

    @laylah

    Präziser wäre, nicht ich, sondern die Verhältnisse entmündigen die Leute. Es ging mir nicht darum, das bisschen Freiheit einzuschränken, sondern die Einschränkung festzustellen. War etwas blöd von mir formuliert.

    Meine Kritik der JL ist keine Distanzierung. Ich will auch nicht allen ihren Stalinismus beweisen, sondern seine Wiederkehr als Farce sabotieren. Dazu besteht m.E. auf jeden Fall Anlass zur Hoffnung, dass aus den historischen Niederlagen gelernt werden kann. Der Preis dafür ist, dass keine Ruhe mehr einkehrt, Dissidenz zugelassen wird und Feindbilder wenigstens angekratzt werden.

    Vielleicht sind ja meine Einwände strunzdoof, uneindeutig und durch persönliche Belastung verzerrt. Der Zorn, der mir hier aber begegnet, gründet sich oft darauf, dass ich mich nicht mit Floskeln abspeisen lasse. Das hat auf jeden Fall mit meiner Erfahrung mit den Christen zu tun, die sich manchmal die ganze Bude mit Bibelsprüchen für alles und jedes vollkleistern. Die radikale Linke ist, wenn Du es hören möchtest, um einen Deut besser, doch die déjà-vus sind häufig. Gut testen lässt sich das am Umgang mit denen, die nicht ins eigene Weltbild passen.

  22. 22 olalida... 18. Juni 2008 um 20:19 Uhr

    warum bin icke so fröhlich?

    wo ist der unterschied?

    bin ich den etwa delirium-identisch?

    was für eine frage?

    sinn oder sein?

    antwort oder antwort?

    bin ich hier denn falsch?

    was ist denn noch richtig?

  23. 23 Gabriele Baumsteiner 19. August 2009 um 14:35 Uhr

    Habt ihr immer so tolle Beiträge?

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