Archiv für Juli 2008

D.I.Y queer videoabend mit gregg araki


„The Living End“ (1992/2008) ist ein Roadmovie über zwei HIV-positive Lover, Jon und Luke, die durchs amerikanische Ödland fahren, über AIDS, Sex und Tod sprechen und hin und wieder anhalten um Sex zu haben oder Essen an der Tanke zu kaufen. Jon, der sympathische Filmkritiker von nebenan, hat gerade sein Testergebnis erfahren, als er zufällig auf Luke trifft, einen Rumtreiber mit Punk-Attitüde und einer Knarre, die er einem lesbischen Pärchen geklaut hat. Luke’s nervöser Umgang mit Schusswaffen produziert einen toten Cop, und so sind beide auf der Flucht. Zwischen Luke und Jon entwickelt sich eine leidenschaftliche Beziehung und Jon ist hinundhergerissen zwischen Luke und dessen nihilistischem Motto „wir sterben sowieso, scheißegal was wir tun, wir haben nichts zu verlieren“ und dem Wunsch wieder in sein normales Leben zurückzukehren. The Living End ist kein sentimentaler AIDS-Film, sondern von einer verzweifelten Wut geprägt, gepaart mit Leidenschaft und viel Komik. Araki legt einen düsteren Humor an den Tag, so prangert bereits in der Eingangssequenz auf der Rückseite von Jon’s Auto ein Aufkleber mit „Choose Death“, später malt Luke ein Herz an eine Telefonzelle „Jon + Luke till death do us apart. (mehr…)

Intersex Shadow Report

Als Ergänzung zum 6. Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland zum „Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau“ (CEDAW) legten Intersexuelle Menschen e.V. in Kooperation mit XY-Frauen am 21. Juli 2008 dem UN-Ausschuss in New York den ersten Intersexualität Schattenbericht vor.

Unterschreiben

Es gibt jetzt eine Online-Petition gegen die Abschaffung des teilautonomen AStA-Frauenreferats an der Uni Hamburg (Hintergrundinfos)

AS.ISM 3 RELEASE

Am 25.7.2008 erscheint die 3. Print-Ausgabe des Antisexismus-Reader des Antisexismus-Buendniss in/aus Berlin! Eine Release-Party gibts ab 23:00 in der Koepi – mehr Infos zu Heft & Party auf dem ASBB.Blog. Auch ist das Heft schon online zu finden, zum lesen, downloaden, ausdrucken, kopieren und weitergeben!

Abtreibung per Netz

Frauen in Ländern, in denen Abtreibungsrechte stark eingeschränkt sind greifen immer öfter zu Abtreibungspillen aus dem Internet, berichtet BBC News.
Einer dieser Anbieter ist Women on Web, auf deren Seite wird Frauen die Möglichkeit geboten, die Abtreibungspille Mifeprisone, auf legalem Weg zu bekommen.
Die Abtreibungspille gilt bei richtiger Handhabung und unter ärztlicher Betreuung als sicher und zuverlässig.
Obwohl die Internetplattform sehr bemüht ist ihre Patientinnen aufzuklären und ärztliche Anweisungen bereitzustellen, brauchen doch 11 % der Behandelten nach Einnahme der Pille chirurgische Hilfe, da starke Blutungen auftreten oder die Abtreibung nicht vollständig verlaufen ist.
Aber immerhin 58% der Frauen gaben an froh zu sein, dass sie die Abtreibung auf diesem Weg durchführen konnten.
Der Erfahrungsbericht einer Betroffenen in Thailand lebenden Amerikanerin:

„Women on Web kept in contact with me via e-mail. The medication arrived through Customs, properly blister-packed, with complete paperwork and a doctor’s signature.

„Medication from other websites came in unmarked bottles with no instructions or paperwork – it was quite frightening.

Natürlich ist die Idee von Women on Web löblich, da sie versuchen Frauen einen sicheren Zugang zu Abtreibungspillen zu verschaffen und auf Profit ihrerseits verzichten, im Gegensatz zu vielen unseriösen Internetbetreibern.
Aber es gibt nun mal keinen sichereren Weg, als eine legale, ärztlich durchgeführte Abtreibung und dass einige Länder, die Gesundheit der Hälfte ihrer Bürger, wegen angeblicher moralischen Bedenken, einfach aufs Spiel setzten, ist für mich vollkommen unverständlich, denn immerhin stirbt alle 7 Minuten eine Frau an den Folgen einer illegalen Abtreibung.

„Manifest gegen Magerwahn“

Der Spiegel über die Kampagne „Leben hat Gewicht“

„Feuchtgebiete“ als Theaterstück

Charlotte Roches „Feuchtgebiete“ soll am 27.9 am „Neuen Theater Halle“ uraufgefürt werden.

sexual assault bingo

Noch ein Bingo. Dieses hier macht aber nicht so viel Spaß – irgendwie hat es was deprimierendes.

Größeres Bild gibts hier.

Via Antigone Magazine

Intersex

Intersexualität tritt aus der Tabuzone

Missy Interview

Interview mit Chris Köber vom Missy Magazine bei jetzt.de