Comments on: Feminismus und Migration? http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/ Sat, 04 Dec 2021 23:40:18 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Endziel Mensch « mädchenblog http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-26160 Sun, 17 May 2009 00:23:43 +0000 http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-26160 [...] In einem älteren Beitrag auf dem Mädchenblog habe ich folgendes Zitat einer Autorin der Mädchenmannschaft gefunden: Ich finde es sehr wichtig, dass die aktuelle Debatte um den Feminismus noch um einige Perspektiven bereichert wird – durch lesbische Frauen, durch Migrantinnen, durch Alleinerziehende, Arme und eigentlich durch alle, dessen Lebensumstände bisher noch zu wenig beleuchtet wurden. [...] […] In einem älteren Beitrag auf dem Mädchenblog habe ich folgendes Zitat einer Autorin der Mädchenmannschaft gefunden: Ich finde es sehr wichtig, dass die aktuelle Debatte um den Feminismus noch um einige Perspektiven bereichert wird – durch lesbische Frauen, durch Migrantinnen, durch Alleinerziehende, Arme und eigentlich durch alle, dessen Lebensumstände bisher noch zu wenig beleuchtet wurden. […]

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by: GLOW http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-16380 Wed, 06 Aug 2008 10:02:03 +0000 http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-16380 Die "neuen" feministischen Debatten um die "Alphamädchen" und die "Feuchtgebiete" lassen womöglich zu wenig Raum für Migrantinnen, Andersartige, Kopftuchträgerinnen, Nicht-Medienwirksame oder Nicht-Karrierewillige. Dabei sollten Sie es tun, damit der "neue" Feminismus nicht ein Lifestyle-Club mit exklusiven Eitrittsrechten bleibt. Ist die Meinung einer Migrantin - mir - und einer unserer Autorinnen: Wir wollten es auch wissen und haben gefragt: Was ist der Streit-Wert der Debatte um die "neuen deutschen Mädchen" und die "alten Feministinnen" ist. Schaut nach, lest die Texte und sagt auch Eure Meinung auch auf: http://www.boell.de/demokratie/demokratie-4065.html Wir freuen uns, dazuzulernen! Die „neuen“ feministischen Debatten um die „Alphamädchen“ und die „Feuchtgebiete“ lassen womöglich zu wenig Raum für Migrantinnen, Andersartige, Kopftuchträgerinnen, Nicht-Medienwirksame oder Nicht-Karrierewillige. Dabei sollten Sie es tun, damit der „neue“ Feminismus nicht ein Lifestyle-Club mit exklusiven Eitrittsrechten bleibt. Ist die Meinung einer Migrantin – mir – und einer unserer Autorinnen: Wir wollten es auch wissen und haben gefragt: Was ist der Streit-Wert der Debatte um die „neuen deutschen Mädchen“ und die „alten Feministinnen“ ist. Schaut nach, lest die Texte und sagt auch Eure Meinung auch auf:
http://www.boell.de/demokratie/demokratie-4065.html
Wir freuen uns, dazuzulernen!

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by: unGeDuLdig http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-15774 Tue, 08 Jul 2008 23:48:03 +0000 http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-15774 mti? Mal gucken... Tja, ein ranking der verschiedenen Patriarchate nach jeweiliger Hintergrundskultur wird schnell zum rassistischen Ticket, zum in diesem Blog bereits diskutierten "immerhin", mit dem man sich über unerfüllte Träume hinwegtrösten kann. Dieses "immerhin" der bürgerlichen Gesellschaft enthält aber solche Kleinigkeiten wie die freie Gattenwahl, relativen Schutz vor unmittelbarer Gewalt, die Möglichkeit, ökonomisch von der Familie unabhängig zu werden, usw. All diese "immerhins" sind zutiefst von struktureller Unfreiheit geprägt, was sie angesichts der kulturübergreifenden Faschisierung nicht weniger verteidigenswert macht. Dort, wo es für Mädchen ratsam (to put it mildly) ist, Kopftuch zu tragen, ist diese kleine Freiheit nicht nur strukturell in Frage gestellt, sondern, je nach konkretem Ort (Kreuzberg bis Teheran) tendenziell oder komplett aufgehoben, Dissidenz wird verfolgt, und der Tugendterror hat, nebenbei gesagt, ausgesprochenen Frauenhass als Basis, der nicht nur die "Schlampen", sondern auch die "anständigen" gefährdet. Ein geradezu typisches Kennzeichen der Fundamentalisten ist ihre Expansionslust. Das bezieht sich nicht nur auf Geographie oder Politik, sondern auch auf die zunehmende Invasion des Frauenkörpers durch immer neue Repressionswellen. Z.B. waren mal selbst in Fundamentalistenkreisen Mädchen vor der Geschlechtsreife von der Verhüllung ausgenommen, in den türkischen Migrantenvierteln gab es ein gewisses Nebeneinander von "westlichem" und "islamischem" Lebensstil, wie in der westlichen Türkei. Ich will nicht behaupten, Kreuzberg sei inzwischen gleich Kabul und minirocktragende Türkinnen ihres Lebens nicht mehr sicher, doch es wäre unredlich und gefährlich, die massive Veränderung nicht zur Kenntnis zu nehmen. Vielleicht wäre es manchen zu raten, mal aus dem gewiss sexistischen Uniseminar heraus einen Ausflug in den old-school-Sexismus entgarantierter Migrantenvorstädte zu machen, um den Unterschied zwischen mittelbarer und unmittelbarer Repression wahrzunehmen, ein Besuch in deutschen Psychiatrien und Frauenhäusern könnte mit Übersetzungshilfe auch sehr aufschlussreich sein. Die Idee, es müsste einen explizit migrantischen Feminismus geben, womöglich "kulturverwurzelt", ist mir ebenso unsympathisch wie die "neuen deutschen Mädchen". Wer unter dem Doppeljoch von Sexismus und Rassismus lebt, muss sich gewiss erstmal Gehör verschaffen, sowohl gegenüber der "eigenen" Community wie der Mehrheitsgesellschaft, und keine noch so freundliche Handreichung linker Sozialarbeiterinnen kann das Erheben der eigenen Stimme, das finden einer eigenen Sprache ersetzen. Ups, aus Versehen habe ich jetzt die Poesietaste gedrückt. Sorry. Wenn die Möglichkeit, zu helfen, schon begrenzt ist, finde ich es aber nicht gerade hilfreich, einerseits gegen "Kulturverwurzelung" zu sprechen, um im nächsten Satz die menschenfeindliche Eindeutigkeit der islamischen Geschlechtsordnung mit dem westlichen Sexismus zu relativieren. Kann aber auch sein, dass ich da was falsch gelesen habe. Bitte um Korrektur. mti? Mal gucken…

Tja, ein ranking der verschiedenen Patriarchate nach jeweiliger Hintergrundskultur wird schnell zum rassistischen Ticket, zum in diesem Blog bereits diskutierten „immerhin“, mit dem man sich über unerfüllte Träume hinwegtrösten kann. Dieses „immerhin“ der bürgerlichen Gesellschaft enthält aber solche Kleinigkeiten wie die freie Gattenwahl, relativen Schutz vor unmittelbarer Gewalt, die Möglichkeit, ökonomisch von der Familie unabhängig zu werden, usw. All diese „immerhins“ sind zutiefst von struktureller Unfreiheit geprägt, was sie angesichts der kulturübergreifenden Faschisierung nicht weniger verteidigenswert macht.

Dort, wo es für Mädchen ratsam (to put it mildly) ist, Kopftuch zu tragen, ist diese kleine Freiheit nicht nur strukturell in Frage gestellt, sondern, je nach konkretem Ort (Kreuzberg bis Teheran) tendenziell oder komplett aufgehoben, Dissidenz wird verfolgt, und der Tugendterror hat, nebenbei gesagt, ausgesprochenen Frauenhass als Basis, der nicht nur die „Schlampen“, sondern auch die „anständigen“ gefährdet. Ein geradezu typisches Kennzeichen der Fundamentalisten ist ihre Expansionslust. Das bezieht sich nicht nur auf Geographie oder Politik, sondern auch auf die zunehmende Invasion des Frauenkörpers durch immer neue Repressionswellen. Z.B. waren mal selbst in Fundamentalistenkreisen Mädchen vor der Geschlechtsreife von der Verhüllung ausgenommen, in den türkischen Migrantenvierteln gab es ein gewisses Nebeneinander von „westlichem“ und „islamischem“ Lebensstil, wie in der westlichen Türkei. Ich will nicht behaupten, Kreuzberg sei inzwischen gleich Kabul und minirocktragende Türkinnen ihres Lebens nicht mehr sicher, doch es wäre unredlich und gefährlich, die massive Veränderung nicht zur Kenntnis zu nehmen.

Vielleicht wäre es manchen zu raten, mal aus dem gewiss sexistischen Uniseminar heraus einen Ausflug in den old-school-Sexismus entgarantierter Migrantenvorstädte zu machen, um den Unterschied zwischen mittelbarer und unmittelbarer Repression wahrzunehmen, ein Besuch in deutschen Psychiatrien und Frauenhäusern könnte mit Übersetzungshilfe auch sehr aufschlussreich sein.

Die Idee, es müsste einen explizit migrantischen Feminismus geben, womöglich „kulturverwurzelt“, ist mir ebenso unsympathisch wie die „neuen deutschen Mädchen“. Wer unter dem Doppeljoch von Sexismus und Rassismus lebt, muss sich gewiss erstmal Gehör verschaffen, sowohl gegenüber der „eigenen“ Community wie der Mehrheitsgesellschaft, und keine noch so freundliche Handreichung linker Sozialarbeiterinnen kann das Erheben der eigenen Stimme, das finden einer eigenen Sprache ersetzen. Ups, aus Versehen habe ich jetzt die Poesietaste gedrückt. Sorry. Wenn die Möglichkeit, zu helfen, schon begrenzt ist, finde ich es aber nicht gerade hilfreich, einerseits gegen „Kulturverwurzelung“ zu sprechen, um im nächsten Satz die menschenfeindliche Eindeutigkeit der islamischen Geschlechtsordnung mit dem westlichen Sexismus zu relativieren. Kann aber auch sein, dass ich da was falsch gelesen habe. Bitte um Korrektur.

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by: laylah http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-15769 Tue, 08 Jul 2008 21:34:17 +0000 http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-15769 ungeduldig, es wäre interessanter gewesen, wenn du auf mtis kommentar eingegangen wärst, statt hier einfach mal allseits bekannte positionen wiederzugeben.. ungeduldig, es wäre interessanter gewesen, wenn du auf mtis kommentar eingegangen wärst, statt hier einfach mal allseits bekannte positionen wiederzugeben..

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by: unGeDuLdig http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-15766 Tue, 08 Jul 2008 19:46:46 +0000 http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-15766 Die Migrantinnen haben theoretisch Stimmen, aber nicht viel mehr als das. Es gibt ein Paar superintegrierte und etablierte Lale Akgüns, aber sie stellen sowas wie eine gefährdete Art dar, die ihre Hochblüte Mitte der 80er erlebte und von der Anatolisierung, Reislamisierung der dritten Einwanderergeneration zum Ausnahmefall gemacht zu werden drohen. Necla Kelek veranstaltet zum Thema Vorträge unter Polizeischutz, in denen sie regelmässig die fast totale diskursive Abwesenheit insbesondere der Türkinnen beklagt, speziell der Jüngeren. Es gibt gewiss Ausnahmen, doch das ist ja das Schlimme, dass es vereinzelte Stimmen sind, die auch noch aufpassen müssen, keinen Applaus von den Idioten zu bekommen und zu antimigrantischen Kronzeuginnen für Schäubles finstere Zwecke gemacht zu werden. Frau Kelek setzt - vielleicht etwas naiv - auf die Durchsetzung eines strikten Laizismus, vor allem im Schulbereich, um die Hegemonie patriarchaler Strukturen zu durchbrechen und eine Generation selbstbewusster Mädchen zumindest möglich zu machen. Was sie mit den meisten Islamkritikern zu übersehen neigt, ist, dass es ein globales backlash-Phänomen gibt, das längst die westliche Zivilisation erfasst hat. Es gibt eine auffällige Gleichzeitigkeit beim Wiederauftauchen von Islamismus, christlichem Fundamentalismus, Nationalismus, Antifeminismus, autoritärer Erziehung, etc. Vielleicht wäre hier ein Ansatz zur Solidarität und Widerstandsentwicklung, wenn es gelänge, einander auf gleicher Augenhöhe zu begegnen, ohne Verrat an den eigenen emanzipatorischen Grundsätzen zu begehen. Selbstkritik wäre dazu natürlich die Grundvoraussetzung, das Eintrittsticket. Auf deutscher Seite wäre die sich anbahnende Versöhnung des Feminismus mit dem "neuen" Nationalismus wohl das erste Angriffsziel, auf türkischer Seite - da gibt es nicht viel zu überlegen - gälte es, den Propheten wieder in die Wüste zu schicken. Wenn deutsche Feministinnen sich jedoch mit den Heimatschutzministern Schäuble oder Beckstein gemein machen, wie es Frau Schwarzer z.T. tut, öffnen sie nicht nur unwillentlich Eva Hermann die Tür, sie torpedieren auch noch das bisschen bewussten Widerstand, das sich in islamisch geprägten communities bildet. Dort ist die Versuchung, sich mit Tschador und Koran einen teuer erkauften "Freiraum" zu erkämpfen, sehr gross. Die Migrantinnen haben theoretisch Stimmen, aber nicht viel mehr als das. Es gibt ein Paar superintegrierte und etablierte Lale Akgüns, aber sie stellen sowas wie eine gefährdete Art dar, die ihre Hochblüte Mitte der 80er erlebte und von der Anatolisierung, Reislamisierung der dritten Einwanderergeneration zum Ausnahmefall gemacht zu werden drohen.

Necla Kelek veranstaltet zum Thema Vorträge unter Polizeischutz, in denen sie regelmässig die fast totale diskursive Abwesenheit insbesondere der Türkinnen beklagt, speziell der Jüngeren. Es gibt gewiss Ausnahmen, doch das ist ja das Schlimme, dass es vereinzelte Stimmen sind, die auch noch aufpassen müssen, keinen Applaus von den Idioten zu bekommen und zu antimigrantischen Kronzeuginnen für Schäubles finstere Zwecke gemacht zu werden. Frau Kelek setzt – vielleicht etwas naiv – auf die Durchsetzung eines strikten Laizismus, vor allem im Schulbereich, um die Hegemonie patriarchaler Strukturen zu durchbrechen und eine Generation selbstbewusster Mädchen zumindest möglich zu machen.

Was sie mit den meisten Islamkritikern zu übersehen neigt, ist, dass es ein globales backlash-Phänomen gibt, das längst die westliche Zivilisation erfasst hat. Es gibt eine auffällige Gleichzeitigkeit beim Wiederauftauchen von Islamismus, christlichem Fundamentalismus, Nationalismus, Antifeminismus, autoritärer Erziehung, etc. Vielleicht wäre hier ein Ansatz zur Solidarität und Widerstandsentwicklung, wenn es gelänge, einander auf gleicher Augenhöhe zu begegnen, ohne Verrat an den eigenen emanzipatorischen Grundsätzen zu begehen. Selbstkritik wäre dazu natürlich die Grundvoraussetzung, das Eintrittsticket. Auf deutscher Seite wäre die sich anbahnende Versöhnung des Feminismus mit dem „neuen“ Nationalismus wohl das erste Angriffsziel, auf türkischer Seite – da gibt es nicht viel zu überlegen – gälte es, den Propheten wieder in die Wüste zu schicken. Wenn deutsche Feministinnen sich jedoch mit den Heimatschutzministern Schäuble oder Beckstein gemein machen, wie es Frau Schwarzer z.T. tut, öffnen sie nicht nur unwillentlich Eva Hermann die Tür, sie torpedieren auch noch das bisschen bewussten Widerstand, das sich in islamisch geprägten communities bildet. Dort ist die Versuchung, sich mit Tschador und Koran einen teuer erkauften „Freiraum“ zu erkämpfen, sehr gross.

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by: juli http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-15761 Tue, 08 Jul 2008 18:06:36 +0000 http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-15761 das ist auch noch interessant als einstieg: http://www.unrast-verlag.de/unrast,3,0,261.html das ist auch noch interessant als einstieg:
http://www.unrast-verlag.de/unrast,3,0,261.html

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by: juli http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-15760 Tue, 08 Jul 2008 18:02:48 +0000 http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-15760 Die Argumentation der Alphamädchen, sie könnten sich nicht zu Rassismus, Migration oder anderen intersektionalen Themen äußern, weil es sie nicht beträfe, ist billig und zeugt von einem derben Theoriedefizit. Rassismus betrifft nicht nur diejenigen, die ihn erfahren, sondern auch diejenigen, die an seiner Herstellung beteiligt sind. In diesem Fall sind das weiße Deutsche, mithin auch die Alphamädchen. Die Verantwortung dafür, Rassimus zu analysieren und zu bekämpfen, ja überhaupt erstmal zu einem Thema zu machen, auf Schwarze, MigrantInnen oder sonstwen abzuschieben, ist eine typische weiße Abwehrstrategie. Sie dient dazu, sich nicht mit eigenen Privilegien, auch mit der eigenen Beteilgung an Rassismen und deren Konstruktion, auseinandersetzen zu müssen. Das eine sinnvolle feministische Analyse durch die Beachtung von Intersektionalität, also der Überschneidung von sozialen Kategorien wie Geschlecht, Klasse, "Race", Alter, Behinderung usw. erst möglich wird, ist in den feministischen Debatten eigentlich schon ein alter Hut. Die Debatte, die auch von den lieben weißen Mittelstandsmädchen in den hiesigen Feuilletons (und blogs) angestoßen wurde, ignoriert diese Erkenntnisse weitgehend und erstaunlich hartnäckig. Erst wenn linksradikale, antirassistische, antikapitalistische Positionen und Analysen wahrgenommen und anerkannt werden, wird diese Debatte (vielleicht) irgendwelche neuen Erkenntnisse produzieren. Oder, wie es kürzlich in einer Podiumsdiskussion zu Feminismus formuliert wurde: "Ich habe keine Lust, mich mit Leuten auseinanderzusetzen, die offenabr nie lesen und sich ausschließlich mit sich selber unterhalten." Hier also ein paar links: http://www.bpb.de/themen/JSTLBP,0,Don%B4t_You_Call_Me_Neger.html http://www.migration-boell.de/web/diversity/48_608.asp http://www.copyriot.com/diskus/03_04/01_weiss.html http://www.reflect-online.org/fileadmin/webstorage/AG/postcolonial/reflect-poko-ag_whiteness.pdf http://www.deutschlandschwarzweiss.de/nachhilfe_im_weisssein.html http://m-strasse.de/whiteness/index.html Die Argumentation der Alphamädchen, sie könnten sich nicht zu Rassismus, Migration oder anderen intersektionalen Themen äußern, weil es sie nicht beträfe, ist billig und zeugt von einem derben Theoriedefizit. Rassismus betrifft nicht nur diejenigen, die ihn erfahren, sondern auch diejenigen, die an seiner Herstellung beteiligt sind. In diesem Fall sind das weiße Deutsche, mithin auch die Alphamädchen. Die Verantwortung dafür, Rassimus zu analysieren und zu bekämpfen, ja überhaupt erstmal zu einem Thema zu machen, auf Schwarze, MigrantInnen oder sonstwen abzuschieben, ist eine typische weiße Abwehrstrategie. Sie dient dazu, sich nicht mit eigenen Privilegien, auch mit der eigenen Beteilgung an Rassismen und deren Konstruktion, auseinandersetzen zu müssen. Das eine sinnvolle feministische Analyse durch die Beachtung von Intersektionalität, also der Überschneidung von sozialen Kategorien wie Geschlecht, Klasse, „Race“, Alter, Behinderung usw. erst möglich wird, ist in den feministischen Debatten eigentlich schon ein alter Hut. Die Debatte, die auch von den lieben weißen Mittelstandsmädchen in den hiesigen Feuilletons (und blogs) angestoßen wurde, ignoriert diese Erkenntnisse weitgehend und erstaunlich hartnäckig. Erst wenn linksradikale, antirassistische, antikapitalistische Positionen und Analysen wahrgenommen und anerkannt werden, wird diese Debatte (vielleicht) irgendwelche neuen Erkenntnisse produzieren. Oder, wie es kürzlich in einer Podiumsdiskussion zu Feminismus formuliert wurde: „Ich habe keine Lust, mich mit Leuten auseinanderzusetzen, die offenabr nie lesen und sich ausschließlich mit sich selber unterhalten.“
Hier also ein paar links:
http://www.bpb.de/themen/JSTLBP,0,Don%B4t_You_Call_Me_Neger.html

http://www.migration-boell.de/web/diversity/48_608.asp

http://www.copyriot.com/diskus/03_04/01_weiss.html

http://www.reflect-online.org/fileadmin/webstorage/AG/postcolonial/reflect-poko-ag_whiteness.pdf

http://www.deutschlandschwarzweiss.de/nachhilfe_im_weisssein.html

http://m-strasse.de/whiteness/index.html

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by: Paula Schramm http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-15754 Tue, 08 Jul 2008 14:59:01 +0000 http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-15754 Hier in Stuttgart hat sich die Migrantische Bevölkerung ihre eigenen Feministinnen herangezogen, die durchaus wissen wie sie ihre Themen einbringen. Diese schreiben allerdings keine Bücher die medienwirksam publiziert werden, vielleicht liegt hier ein Problem. Ich persönlich würde mir nicht zutrauen, entscheiden zu können, welche Probleme von Migrantinnen besonders angeganen werden müssen. Aber zum Glück haben diese ja auch Stimmen, so dass man fragen kann. Hier in Stuttgart hat sich die Migrantische Bevölkerung ihre eigenen Feministinnen herangezogen, die durchaus wissen wie sie ihre Themen einbringen. Diese schreiben allerdings keine Bücher die medienwirksam publiziert werden, vielleicht liegt hier ein Problem.

Ich persönlich würde mir nicht zutrauen, entscheiden zu können, welche Probleme von Migrantinnen besonders angeganen werden müssen. Aber zum Glück haben diese ja auch Stimmen, so dass man fragen kann.

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by: leonie http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-15753 Tue, 08 Jul 2008 13:45:17 +0000 http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-15753 @laylah: danke für den Link, habe mir erlaubt die Internetadresse zu vervollständigen... @laylah: danke für den Link, habe mir erlaubt die Internetadresse zu vervollständigen…

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by: laylah http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-15750 Tue, 08 Jul 2008 11:49:31 +0000 http://maedchenblog.blogsport.de/2008/07/07/feminismus-und-migration/#comment-15750 leonie, ein guter ansatz wäre, erstmal das gerede von "farbigen" zu unterlassen. lies zb mal das: http://www.derbraunemob.de/shared/download/warum_keine_farbigen.pdf leonie, ein guter ansatz wäre, erstmal das gerede von „farbigen“ zu unterlassen. lies zb mal das: http://www.derbraunemob.de/shared/download/warum_keine_farbigen.pdf

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