Wenn es darum geht mehr Frauen in die Politik zu integrieren, sind sich alle Feminist_Innen darüber einig, dass dies eine wichtige Sache ist. Die Frage ist hier nur, welche Frauen ein politisches Amt bedecken.
Bestes und aktuellstes Beispiel für ein solch misslungenes Projekt ist Sarah Palin, die Vicepresident Wahl von John McCain. Die amtierende Gouverneurin von Alaska ist bekannt als streng konservativ und anti-feministisch.
Einige Punkte ihrer reaktionären Politik sind, die Einführung des Kreationismus in Schulen, ein Verbot von homosexuellen Eheschließungen und natürlich wettert sie auch gern und allerorts gegen Abtreibung, desweiteren liebäugelt sie mit der amerikanischen Waffenlobby.
Also kurz gesagt ist sie genau das, was die Welt und vor allem der Feminismus nicht braucht.
Aber dennoch schreckt sie nicht davor zurück sich selbst als „Feministin“ zu bezeichnen und ist Mitglied der Gruppe „Feminists for Life“.
Hier ist also Vorsicht geboten, Frauen in der Politik sind nicht gleich Feministinnen, selbst wenn sie sich gern selbst als solche bezeichnen und Frauen in politischen Ämtern, betreiben nicht gleich eine Politik, welche ihrem eigenen Geschlecht förderlich wäre. Andere bekannte Beispiele sind, im Bezug auf dieses Dilemma sind, Indira Ghandi, Margaret Thatcher und „Deutschlands Lieblingsfrau“ Angela Merkel.
Nicht dass es mich sonderlich überrascht hat, dass McCain`s Wahl ein kompletter Griff ins Klo ist, aber es ärgert mich, das er die pseudo-liberale Schiene als verkappter Feminist fährt, obwohl jedem bei dieser Wahl, klar werden muss, dass bei den Republikanern nur eine Frau eine Chance bekommt, welche weiterhin gewillt sind, männliche Politik betreiben.
Zum anderen wird ihm von vielen Seiten, berechtigt wie ich finde, unterstellt, dass diese Wahl alte Hillary Anhänger_Innen rekrutieren soll nun republikanisch zu wählen. Genua diesen Wählern würde er aber damit unterstellen , Hillary nur aufgrund ihres Geschlechts und nicht ihrer Kompetenz, bzw. ihres Wahlprogrammes (Pro-Choice) wegen gewählt zu haben.
Also eine aus jeglicher Sicht ernüchternde weibliche Kandidatur.
unkultur bloggt zur Pornographiedebatte: „Männer sind halt so“
Kennt noch jemand die Band Britta? Wenn nicht: unbedingt mal reinhören.
Und weil heute irgendwie ein Scheißtag ist, hier ein paar „girl positive lyrics“ zum Aufbauen für alle, die heut auch nicht so gut drauf sind:
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Björk, eine meiner absoluten Lieblingskünstlerinnen, stellt sich auf ihrer Homepage die Frage, wie es denn wohl sein kann, daß Männer die Lorbeeren für Dinge ernten, die Frauen getan haben.
i saw in the last issue of iceland’s newspaper in english : “grapevine” , that valgeir sigurðsson was credited for having written all the instrumentals for my album vespertine . could i please offer a correction: (…)
i´d like to say that he didn´t write it or produce . he was a computer programmer for a third of it and a recording engineer for a third . The other two thirds were done by other engineers and programmers .
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Die Taz über Susan Sontag.
War „Feminismus“ bis vor kurzem noch ein Distinktionsbegriff zahlreicher Schmierblätter und Lokalpostillen, zumindest rhetorisch bekundete, aufklärerische – sprich: androzentrische – Ideale gegen vermeintlich blinden Emanzipationswahn und Männerhass selbsternannter Frauenrechtler_innen und Feminist_innen aufzuspielen und somit jedes reformistische oder revolutionäre Streben nach Egalität der Lächerlichkeit preiszugeben, ist es in den vergangenen 12 Monaten verdächtig chic geworden, Personen das Attribut „feministisch“ anzuheften. Sowohl im Sinne des hier bereits erwähnten ÖVP-Politikers Missethon, der rassistische Politiken durch das F-Wort als fortschrittlich zu kennzeichnen versucht, als auch im Sinne so ziemlich jeder Zeitung, welche sich anlässlich Madonnas 50. Jubiläum über deren feministischen Gehalt ausließ. In der Bundeszentrale für politische Bildung bekommt man Thea Dorns „Die neue F-Klasse“ gratis nachgeschmissen und die Autorinnen der Mädchenmannschaft sind nicht nur dort überpropotional produktiv, sondern schmeißen noch lockerflockig ein Alphamädchen-Machwerk auf den Markt.
Autorinnen der Emma stehen derartigen Entwicklungen mit einer gewissen maternalistischen Hähme entgegen, wenn sie anmerken, die „‚neuen‘ Feministinnen“ würden schon“noch merken, worauf es wirklich ankomm[e]“. Letztlich tut im verlinkten Artikel eine alt gewordene Feministin genau DAS, was – zumindest meines Erachtens – von heutigen Feminist_innen vermieden wird: Abgrenzung um jeden Preis. Denn, so würde ich ihr widersprechen, wenden sich heutige Feminist_innen und Frauenrechtler_innen eben nicht „rituell von Geschichte ab“, sondern haben aus den Sackgassen und Kurzschlüssen älterer Kaliber gelernt und bauen dankbar auf ihnen auf. Demgegenüber beweist der zitierte Emma-Artikel, dass es offenbar allzuschwer ist, neuere Feminismusentwürfe zu akzeptieren und man sie daher lieber gleich geradezu stutenbissig verharmlost und als wirkungslos abtut. (mehr…)
Durch unsere Kommentatorin Münchner_in, bin ich auf den neusten Anti-Abtreibungswahnsinn aufmerksam geworden, der da lautet „1000 Kreuze für das Leben“, veranstaltet von der Initiative „EuroProLife“.

In Salzburg hat dieses Jahr bereits eine solche Veranstaltung stattgefunden und wie auf dem Bild unschwer zu erkennen ist war auch eine, leider nur, geringe Anzahl an Gegendemonstranten vor Ort.
Nächster Stop soll nun München am 4.10 sein.
Weiß jemand von euch genaueres über Gegendemonstration zu denen man hier aufrufen könnte oder sonst etwas?
Der EU-Ratsvorsitzende Sarkozy will den Iren zusichern, dass sich die Europäische Union aus der heiklen Abtreibungsfrage in Irland heraushält um die Bevölkerung/Regierung für ein „Ja“ zu Europa zu begeistern.
Unbedingt ansehen: Faith 47 ist eine südafrikanische Graffitykünstlerin mit großartigem Anspruch.
Via missy.
Ein weit verbreitetes Argument unter Abtreibungsgegnern ist, dass Frauen die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, lebenslänglich, psychisch unter dieser Entscheidung leiden.
Nun bekommt aber auch dieses Argument endlich Gegenwind aus der renommierten wissenschaftlichen Ecke.
Laut einer Studie der „American Psychological Association“ gibt es keinen Zusammenhang zwischen Depressionen und einem Schwangerschaftsabbruch bei Frauen. Dies wurde durch Vergleichsstudien bei Frauen „mit“ und „ohne“ Abbruch nachgewiesen. Die Studie gibt auch an, dass viele der auftretenden Depressionen nicht mit der Abtreibung zusammenhängen sondern durch andere Risikofaktoren wie Armut, Gewalterfahrungen, Alkohol-oder Drogenkonsum bedingt sind, die bisher bei Frauen, die abgetrieben haben, völlig unter den Tisch gekehrt wurden.
Der Bericht stellt unter anderem auch heraus, dass Verallgemeinerungen auf diesem Gebiet nicht wirklich angebracht sind da:
women obtain abortions within widely different personal, social, economic, religious, and
cultural contexts that shape the cultural meanings and associated stigma of
abortion and motherhood as well as others’ responses to women who have
abortion. All of these may lead to variability in women’s psychological
experiences to their particular abortion experience. For these reasons, global
statements about the psychological impact of abortion on women can be misleading.
Das Argument mit der „kaputten Psyche“ nach einem freiwillig durchgeführten Schwangerschaftsabbruch ruht also nur daher Frauen strategisch Angst zu machen und ihnen die Entscheidung für eine Abtreibung nicht nur moralisch sondern auch gesundheitlich ,erheblich erschweren zu wollen.
Danke APA, für diese tolle Studie!!!

(merci an Tasha für das Bildle<3)
Es wurde zu einer DER klassischen Fragen des 3rd Wave Feminismus: Frau oder Mädchen?
Sogar die Riot Grrrls feiern inzwischen unter dem „erwachsenen“ Namen Ladyfest.
Und eine ausgewachsene Frau ist oft auch eben das Gegenteil der „Forever young“-Hysterie des allgegenwärtigen Schönheitsmythos. Eine erwachsene Frau hat auch nicht mehr automatisch das Attribut „harmlos“. Als Frau wird man eher Ernst genommen als als Mädchen. Und haben nicht allerspätestens die Spice Girls bewiesen, dass das „freche Mädchen-Image“ für den Feminismus eher kontraproduktiv ist? (mehr…)
Nur 11% aller angezeigten Vergewaltigungen führen zur Verurteilung des Täters in Österreich. In Zahlen sind das 100-130 verknackte Personen. Die erwähnt derstandard.at in einem Artikel über eine grausige Entführung und Vergewaltigung in Kärnten (Trigger). Wundert’s da noch immer, wenn von Feminist_innen, Jurist_innen, Frauenrechtler_innen und Co. die berühmte „Dunkelziffer“ betont wird?
Es ist nichts neues, daß Opfern von Vergewaltigung vorgeworfen wird, sie seien in gewisser Weise „selbst schuld“, weil sie Alkohol getrunken haben. Und obwohl es so unglaublich offensichtlich hanebüchen ist, scheint diese Meinung noch immer verdammt populär zu sein.
Meist wird das nur mehr oder weniger transparent angedeutet, was an und für sich schon ekelhaft genug ist.
Aber immer mal wieder taucht jemand aus der Versenkung auf, der sich nicht zu blöd ist, diesen absurden Unsinn offensiv zum Besten zu geben:
Peter Hitchens (…) has now thrown his two pence into the Daily Mail’s stupendously thoughtful salon on how women should stop getting themselves raped.
Und die drucken das auch noch ab.
Gott sei Dank gibt es Menschen wie Melissa McEwan, die ihre Wut nicht verbergen und dagegen anschreiben. Immer wieder, bis es vielleicht auch mal dem/der letzten klar wird.
(Vorsicht, Triggerwarnung).
Der britische Geheimdienst stellt seit dem Jahr 2008 auch homosexuelle Agent_innen ein. Bis dato gab es eine Klausel, die dies verbot, da Schwule und Lesben als leicht erpressbar galten… Ein Schritt nach vorn in Sachen gleichberechtigter Verwertbarkeit.
Ich dachte ich schreibe mal kurz zu etwas, das mich ein wenig irritiert hat…
Als ich einen Blog durstöberte blinkte rechts eine Sponsorenanzeige die mir seltsam vorkam.
Es war eine Porno-Seite, die kommen mir eigentlich immer seltsam vor. Aber irgendetwas schien mir suspekt an der Seite. Ich habs neugierigerweise mal angeklickt und neben den üblichen Genital-in-your-Face-Shots oder „Zwei Fäuste für ein Halleluja“, die man auf einschlägigen Seiten dieser Art nun mal erwarten muss, fiel mir eins ins Auge: ungefähr 50% der Models waren dürr. Ich meine nicht dünn, ich meine Eingewölbter-Bauch dürr.
Mich hat zwar teilweise auch die infantilisierende Darstellung der Mädels mit zwei Zöpfchen und rosa Sachen gestört aber das ist meine persönliche Ansicht der Dinge. Man muss noch hinzufügen dass die meisten der Mädels relativ kleine Oberweiten haben was ja im Prinzip nicht schlechtes ist (nicht nur Frauen mit großen Brüsten- echt oder nicht – sind „sexy“ etc). Aber ich hab das dumpfe Gefühl das es dazu dient die Kindlichkeit der Models noch hervorzuheben. Naja, ich bin wohl paranoid…
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