Homo=unrein???

Der Spiegel über den schwierigen Stand von Homosexualität im „Migrantenmilieu“.


26 Antworten auf “Homo=unrein???”


  1. 1 ascetonym 15. August 2008 um 14:34 Uhr

    Was ist denn ein Migrantenmilieu?

  2. 2 zeank 15. August 2008 um 14:38 Uhr

    Homosexualität steht im Walde ganz still und stumm,
    kommt ein böser Araber und lacht sich krumm. :-?

  3. 3 chica 15. August 2008 um 20:29 Uhr

    @acetonym: „Milieu“--> klassischer Begriff der Soziologie, umgeangssprachlich aber abwertend--> Rotlichmilieu---->Kleinkriminellenmilieu----> Migratenmilieu.
    Der Begriff wird zuerst von Oktay Urkal verwendet, der wie die Spiegelreporter ja feststellen, „Ghettodeutsch“ spricht. Die Spiegeljournaille übernimmt das „Migrantenmilieu“ natürlich gerne, Neukölln ist ja auch voll Ghetto, und voll Migrantenmilieu wie die dazu passend produzierte Videoserie beweist.
    Da macht es auch nichts, dass ein arabischsprachiges Anzeigenblatt(!), dessen politische Bedeutung eher nachrangig sein dürfte und dann Oktay, der vermutlich kein arabisch lesen kann, ein Statement dazu abgibt, denn Migranten ist ja alles ein Milieu.

  4. 4 miss taken identity 15. August 2008 um 21:26 Uhr

    Dodo übernimmt den Begriff offensichtlich auch gerne. Scheint ja bei der Leser_/Innenschaft ein bestimmtes Bedürfnis zu befriedigen.

  5. 5 lysis 16. August 2008 um 10:00 Uhr

    Erinnert mich ein bisschen an „Homosexuellenmilieu“. Das sagte man früher immer, wenn ein Schwuler umgebracht wurde: „Mord im Homosexuellenmilieu“.

  6. 6 miss taken identity 16. August 2008 um 22:28 Uhr

    habe ich übrigens auch schon mal drüber geschrieben:
    http://misstakenidentity.blogsport.de/2007/11/28/eine-kurze-anmerkung/

  7. 7 dodo 18. August 2008 um 9:26 Uhr

    *seufz*
    Erstmal finde ich nicht, daß das ein „Hetzartikel“ ist.
    Hab aber auch nirgends gesagt, daß ich das dingens supertoll finde. Indem ich „Migrantenmilieu“ übernommen habe, kann ich auf die Machart des Artikels hinweisen/vorwarnen, ohne einen ganzen Text verfassen zu müssen. So passt das alles in einen Satz und ich kanns unter „kurz&knapp“ ablegen.
    Gepostet hab ich das Dingens nicht, weil’s mich vor lauter Applaus vom Stuhl reißt, sondern weil ich den Artikel auf gewisse Weise interessant und aufschlußreich halte.

  8. 8 chica 18. August 2008 um 10:51 Uhr

    Du hast Dich in keinster Weise vom Inhalt des Artikels kritsch distanziert, sei es nur duch Anführungszeichen, oder ein Adjektiv. Und sich nicht von erwähnten Texten zu distanzieren heisst im Web schon soviel wie „ich finde den text Lesenwert/gut“.
    Auch wenn MTIs Kritik der Form nach unangemessen ist, ist das „seufz“-ich-kriege-mal-wieder-ungerechtfertigt-kritik-ab verbunden mit recht vagen rechtfertigungen und begründungen anstrengend.

  9. 9 zeank 18. August 2008 um 11:36 Uhr

    dodo, stimmt, ich finde den artikel auch interessant und aufschlussreich. er sagt mir viel über die deutschen und ihren rassismus und viel über ihren umgang mit homophobie (toleranz! toleranz!). deshalb hab ich ihn verlinkt. und du?

  10. 10 only aa but xxx 18. August 2008 um 12:28 Uhr

    @lysis: im zuge der ermordung von herrn moshammer, was ja noch nicht sopweit zurück liegt um von „früher“ zu sprechen, war es dann halt der „strichermilieu“. und eine google-abfrage scheint zu ergeben das zumindest dieser terminus immernoch sehr gebräuchlich ist.

    im milieu findet die sozialarbeiter_in normalerweise ihre klient_innen zur ausübung des berufs der aufstandsbekämpfung.

    *seufz* da publiziere ich in einem für die öffentlichkeit bestimmten medium und lasse diskussionen zu und dann überhäuft man mich mit anschuldigungen, dass ich es konsquent nicht hinkriege jenes zu schreiben, was ich denke.

    ist es nicht, ich finde man kann es nicht oft genug anmerken, gerade das selbstverständnis des mädchenblogs jene themen anzusprechen „ohne dabei eine sprache zu benutzen, die man nur mit uni-abschluss versteht, das heißt z.b. möglichst wenig fremdwörter zu verwenden und die sachen, die man sagen will, lieber einmal mehr als einmal zu wenig erklären.“? wäre hier, liebste dodo, also nicht angebracht die sache einmal mehr zu erklären (was du da jetzt wie eigentlich interessant findest)? und anführungszeichen, oder ein knackig-polemisches „sogenannte“ sind nun wirklich kein seminar-jargon.

  11. 11 dodo 18. August 2008 um 14:05 Uhr

    ich bin zwar nicht der meinung, daß man ohne ausdrückliche kritische distanzierung automatisch mit dem verlinkten text 100% übereinstimmt, aber gut, vielleicht war das etwas unklar (auch wenn es jetzt geklärt sein sollte).
    Zur Sicherheit machmer dann halt noch Anführungsstriche, okay?

    und liebste(r)only aa but xxx: hätte ich en detail erklären wollen, WARUM ich das dingens verlinke, hätt ich nen kompletten beitrag gemacht und das ganze nicht unter kurz&knapp gepackt. aber extra für dich: das ding ist von mir verlinkt worden, WEIL:
    - das thema homophobie relevant ist, immer, und gerade bestimmte bereiche und situationen werden meist auf klischees reduziert und nicht genug ausgeleuchtet
    - der artikel ist ein eher mißlungenes beispiel – sollte eigentlich automatisch dazu anregen, das besser zu machen, sich dem thema ohne die „migranten/moslemkeule“ zu nähern
    das sind dinge, die für den mädchenblog meiner meinung nach relevant sind, sozusagen, um die gedanken schon mal richtung diskussion zu schubsen, ohne daß ich das gleich selbst ausführen muß.

    *seufz* da publiziere ich in einem für die öffentlichkeit bestimmten medium und lasse diskussionen zu und dann überhäuft man mich mit anschuldigungen, dass ich es konsquent nicht hinkriege jenes zu schreiben, was ich denke.
    hach, welch erfrischender zynismus.:)
    da publiziere ich ganz unschuldig einen meiner meinung nach diskussionswürdigen link, ohne den lesern zu erklären, warum es diskussionswürdig ist und erdreiste mich sogar, ihnen nicht zu verraten, ob der link nun „gut“ oder „böse“ ist und schon diskutiert und kritisiert man lieber meinen 10-Worte-Beitrag als den verlinkten Artikel.
    ;)

  12. 12 laylah 18. August 2008 um 17:18 Uhr

    dodo, ich glaub dir kein wort. bevor hier einwände kamen, hattest du doch kein bisschen kritik an diesem drecksartikel. dafür spricht abgesehen von deinem rumgeeiere hier auch schon der unsägliche titel des eintrags.

  13. 13 kata 18. August 2008 um 18:10 Uhr

    zaenk
    „er sagt mir viel über die deutschen und ihren rassismus“

    ihr fahrt immer die selben argumente auf, ist das nicht ein bisschen zu einfach? der artikel ist von Ferda Ataman und Yassin Musharbash. ataman ist eine deutsche mit türkischem „hintergrund“, musharabash hat auch mehr oder wenig „migrantischen hintergrund“.im artikel gehts u.a. um die schwierigkeiten eines outings von menschen mit „migrantischen hintergrund“. der artikel funktioniert also nicht nach dem einfachen muster, deutsche schreiben übers „migratenmilieu“ und wieviel besser die deutschen doch sind. sondern: menschen mit migrantischem hintergrund schreiben über ein problem innerhalb migrantischer communities und lassen migrant_innen zu wort kommen. daher hätte ich den unterstellten deutschen rassismus hätte ich schon gern näher erklärt.

  14. 14 chica 18. August 2008 um 23:39 Uhr

    Apropos Rassimus und Homophobie: laut Spon scheint schon eine Art Konsens darüberzubestehen, dass der Anschlag auf das Mahnmal in Verbindung mit männlichen Zuwandererjugendlichen steht, obwohl es keine Hinweise auf die TäterInnen gibt.

  15. 15 zeank 19. August 2008 um 8:47 Uhr

    „Alles andere wäre reine Spekulation“ (Switch reloaded)

  16. 16 dodo 19. August 2008 um 9:05 Uhr

    @laylah: es ist ganz bestimmt nicht meine Aufgabe, dich von meiner Glaubwürdigkeit zu überzeugen. Wenn du nunmal ums Verrecken glauben willst, ich sei Rassistin oder was auch immer – dann tu’s doch.

  17. 17 zeank 19. August 2008 um 10:31 Uhr

    @kata:

    denkst du nicht, dass sich der spiegel (oder spiegel online) noch schön selber aussuchen, _wen_ sie _was_ in ihrem magazin schreiben lassen? und wer ist denn die leserschaft von spiegel online. „migrantenkids“ vielleicht?
    dieser alte trick, dass man sich einfach nur ein exemplar aus der gruppe der anzugreifenden herauszupicken braucht, welches sich als nützlicher idiot in der sache erweist, scheint ja immer noch gut zu funktionieren.
    meinst du im ernst, dass sich der inhalt eines artikels allein dadurch dreht, weil der name, der druntersteht, irgendwie arabisch klingt?

    der punkt ist doch einfach der, dass da eine randnotiz in einem völlig unbedeutenden käseblättchen zum anlass genommen wird, „endlich mal wieder“ schön über vermeintlich kulturelle unzulänglichkeiten sogenannter ausländer herzuziehen, bzw. sich denen gegenüber seiner eigenen überlegenheit zu versichern.
    natürlich passt es da gut ins bild, wenn man solche artikel von ein paar „kanacken“ schreiben lässt, weil allein damit ja schon bewiesen wäre, dass man „denen“ ja auch was beibringen kann. dann gilt es jetzt also nur noch die daumenschrauben anzuziehen.

    über homophobie ist damit aber kein einziges wort verloren. das einzige was wir lernen ist, dass „kanacken“ auch homophob sind. na irre, wer hötte das gedacht? sind das keine besseren menschen? na sowas!
    was diese leute halt noch nicht gelernt haben (und das ist wohl eher ein unterschichtenproblem, welches auf mangelnde bildung zurückzuführen ist), dass man seine homophobie anstandshalber hinter einer dicken mauer aus toleranzgeschwurbel zu verstecken hat.

    abgesehen davon wird suggeriert, als wäre das leben als schwuler oder lesbe in deutschland ohne „die kanacken“ das reinste zuckerschlecken. warum dem nicht so ist, muss ich jetzt hoffentlich nicht weiter näher ausführen.

  18. 18 kata 19. August 2008 um 10:58 Uhr

    aber tust du die autor_innen damit nicht auch völlig entpersonalisieren und infantilisieren? sie versuchen zu erklären, warum „eine randnotiz in einem völlig unbedeutenden käseblättchen“ für sie doch erwähnenswert ist (wegen großer leser_innenschaft, etc). ich verstehe zwar deine argumentation, dass es eine anschlussfähigkeit zum deutschen rassismus gibt, aber sollen in zukunft menschen mit migrantischen hintergrund nur in „migrantischen medien“ etwas kritisches über migrantische communities schreiben dürfen oder wie willst du das handhaben?
    „abgesehen davon wird suggeriert, als wäre das leben als schwuler oder lesbe in deutschland ohne “die kanacken” das reinste zuckerschlecken.“
    wurde mir auf jeden fall nicht suggeriert.
    „was diese leute halt noch nicht gelernt haben (und das ist wohl eher ein unterschichtenproblem, welches auf mangelnde bildung zurückzuführen ist), dass man seine homophobie anstandshalber hinter einer dicken mauer aus toleranzgeschwurbel zu verstecken hat.“
    komische these. homophobie funktioniert ein bisschen komplizierter, als dass es einfach in ein bildungs/klassenschema gepresst werden könnte.

  19. 19 bigmouth 19. August 2008 um 14:41 Uhr

    ich verstehe zwar deine argumentation, dass es eine anschlussfähigkeit zum deutschen rassismus gibt, aber sollen in zukunft menschen mit migrantischen hintergrund nur in “migrantischen medien” etwas kritisches über migrantische communities schreiben dürfen oder wie willst du das handhaben?

    die frage hat sich mir auch gestellt. die antwort ist wohl: zeank ist der ansicht, dass es kein spezifisches problem der homophobie bei leuten mit migrantischem hintergrund gibt, deshalb braucht’s auch keine artikel, die sich damit getrennt von der deutschen homophobie beschäftigen.

  20. 20 zeank 19. August 2008 um 15:26 Uhr

    @kata:

    du verdrehst irgendwie alles. ich hab nicht davon gesprochen, wo autoren wie ataman oder musharbash schreiben dürfen, sondern warum sie der spiegel lässt: Weil es sich nunmal verdammt gut macht, wenn so krasse „Insiderchecker“ wie die was über „Migranten“ sagen. Das kommt halt gleich viel authentischer rüber (warum auch immer – vermutlich weil das ja so ne parallelgesellschaft ist, in die man als normalo ja gar keinen einblick hat, ja vermutlich auch gar nicht haben möchte) und ist darüber hinaus ja dem vorwurf des rassismus per se erhaben. klappe zu, affe tot.

    und nochwas hast du völlig falsch verstanden, wenn du schreibst

    komische these. homophobie funktioniert ein bisschen komplizierter, als dass es einfach in ein bildungs/klassenschema gepresst werden könnte.

    ich habe kein wort dazu verloren, wie homophobie funktioniert sondern ich habe was über den umgang mit homophobie gesagt. und der sieht halt so aus, dass man sich über homophobie an sich gar keine gedanken macht, sondern lediglich toleranz predigt gegenüber homosexuellen. „weil es sich halt so gehört!“

  21. 21 kata 19. August 2008 um 16:44 Uhr

    aber ist es nun ein – wie du in deinem blog schreibst – „widerlichen Hetzartikel gegen muslimische `Migranten`”, obwohl von menschen mit migrantischem hintergrund geschrieben? oder geht es dir darum, dass der spiegel deiner meinung nach gehäuft solche artikel abdruckt und du macht daher nur dem spiegel einen rassismusvorwurf?
    „ich hab nicht davon gesprochen, wo autoren wie ataman oder musharbash schreiben dürfen, sondern warum sie der spiegel lässt.“
    das war ja auch eine frage an dich. mal davon abgesehen, dass ich dies schon wieder ein wenig objektivierend finde. klar sucht sich der spiegel artikel aus, aber es ist ja auch eine bewusste entscheidung der autor_innen, was sie wo veröffentlichen.
    übrigens hast du schon was über homophobie geschrieben, nämlich dass „diese leute halt noch nicht gelernt haben (und das ist wohl eher ein unterschichtenproblem, welches auf mangelnde bildung zurückzuführen ist), dass man seine homophobie anstandshalber hinter einer dicken mauer aus toleranzgeschwurbel zu verstecken hat.“ damit implizierst du, dass homophobie eigentlich überall gleich sei,was ich für eine ziemlich vereinfachte darstellung halte. z.b. die homophobie im erwähnten anzeigenblatt hat eben einen anderen hintergrund (historisch, kulturell, argumenativ, usw) als „deutscher“ schwulenhass in einer bayrischen kleinstadt.

  22. 22 zeank 19. August 2008 um 17:09 Uhr

    @kata:
    ich glaub das wird so nix mit uns zwei: ich hab doch jetzt schon zweimal ausdrücklich gesagt, dass es mir um den UMGANG mit homophobie geht und nicht um die hintergründe.
    ich bestreite gar nicht, dass ich was über homophobie geschrieben habe, aber ich will jetzt hier nicht diskutieren ob und wenn ja inwiefern die homophobie von „migrantinnen“ irgendwie anders ist als die von bayrischen maderln oder buberln. das kann man ja an anderer stelle tun. hab ich jetzt aber keinen bock drauf, sorry.

  23. 23 blim blam 19. August 2008 um 18:38 Uhr

    hier kommen einfach wieder die üblichen doppelten standards durch: „migrantische“ (gleichbedeutend mit „türkisch“ und „islamisch“) homophobie ist angeblich religiöser natur und durch die „kultur“ der bösen kanaken determiniert, während „deutsche“ homophobie individuelle (und moderne) ursachen hat. ist ein „deutscher“ homophob, läßt das natürlich gar keine rückschlüsse zu – würdest irgendjemand unterschreiben, dass homophobie im „weiblichen millieu“ ein problem ist, weil es auch frauen gibt, die homophob drauf sind? natürlich nicht, aber bei den verhassten kanaken ist das von vorn herein klar: die sind ja nur examplar einer gattung, und durch ihre rasse (politisch korrekt „kultur“) festgelegt.

  24. 24 kata 19. August 2008 um 19:13 Uhr

    das ist quatsch. wo bitte liest du das? auch wenn der artikel nicht perfekt ist, er sagt nicht aus, dass migrant_innen „ja nur examplar einer gattung, und durch ihre rasse (politisch korrekt “kultur”) festgelegt“ seien, ganz im gegenteil. und wer hat jemals behauptet, es gäbe z.b. nicht auch christlich motivierte homophobie? mal davon abgesehen, dass auch niemand gesagt hat, „migrantische homophobie“ sei nur religöser natur. aber mit deiner gleichmacherei bist du unter umständen auch ziemlich unsolidarisch, es kann nämlich durchaus einen unterschied machen, wer sich in welchem umfeld outen will/muss und dann menschen mit migrantischem hintergrund damit nicht erstzunehmen oder ihnen sogar eine diskussion darüber abzusprechen, ist auch nicht gerade eine antirassistische meisterleistung.
    und zum thema homophobie im “weiblichen millieu”: ich fände es durchaus mal spannend, einen artikel zum verhältnis frauen und homophobie zu lesen.

  25. 25 blim blam 20. August 2008 um 14:55 Uhr

    erstmal wär die frage zu klären, was ein „migrantenmileu“ sein soll – im spiegel wird das austauschbar mit „unter muslimen“ verwendet. es stellt sich weiterhin die frage, ob der spiegel jemals einen artikel veröffentlichen würde, der das „verkorkste verhältnis“ der christen zur homosexualität skandalisieret, weil die mehrheit anti-homosexueller gewaltakte von christen ausgeht. auch eine stellungnahme vom lsvd, die aus diesem fakt auf die generelle homophobie von christen schließt, läßt auf sich warten. warum? weil „deutsche“ als individuen aufgefaßt werden, die selbst entscheiden, wie sie sich verhalten – und natürlich weil alles was „deutsch“ ist für spiegel wie lsvd erstmal positiv ist und nicht gedisst werden darf.

    im übrigen tust du betroffenen keinen gefallen, wenn du ihnen rassistische schablonen überstülpst („du als kanake hast ja besonders schwer dich zu outen, weil ihr ja so homophob seid“), statt konkret den einzelfall anzuschaun. homophobie ist in deutschland in keinem teil der bevölkerung auf religiöse begründungen angewiesen, und sehr viel weiter verbreitet als religiöse einstellungen – sie ist schlicht konsens. dran ändert es auch nichts, dass es unter leuten mit akademischer vorbildung teilweise üblich ist, sich vordergründig verbal vom hass auf homosexuelle zu distanzieren.

  1. 1 Playground Trackback am 15. August 2008 um 14:39 Uhr

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