Die „Post Abortion Syndrome-Lüge“

Ein weit verbreitetes Argument unter Abtreibungsgegnern ist, dass Frauen die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, lebenslänglich, psychisch unter dieser Entscheidung leiden.
Nun bekommt aber auch dieses Argument endlich Gegenwind aus der renommierten wissenschaftlichen Ecke.
Laut einer Studie der „American Psychological Association“ gibt es keinen Zusammenhang zwischen Depressionen und einem Schwangerschaftsabbruch bei Frauen. Dies wurde durch Vergleichsstudien bei Frauen „mit“ und „ohne“ Abbruch nachgewiesen. Die Studie gibt auch an, dass viele der auftretenden Depressionen nicht mit der Abtreibung zusammenhängen sondern durch andere Risikofaktoren wie Armut, Gewalterfahrungen, Alkohol-oder Drogenkonsum bedingt sind, die bisher bei Frauen, die abgetrieben haben, völlig unter den Tisch gekehrt wurden.
Der Bericht stellt unter anderem auch heraus, dass Verallgemeinerungen auf diesem Gebiet nicht wirklich angebracht sind da:

women obtain abortions within widely different personal, social, economic, religious, and
cultural contexts that shape the cultural meanings and associated stigma of
abortion and motherhood as well as others’ responses to women who have
abortion. All of these may lead to variability in women’s psychological
experiences to their particular abortion experience. For these reasons, global
statements about the psychological impact of abortion on women can be misleading.

Das Argument mit der „kaputten Psyche“ nach einem freiwillig durchgeführten Schwangerschaftsabbruch ruht also nur daher Frauen strategisch Angst zu machen und ihnen die Entscheidung für eine Abtreibung nicht nur moralisch sondern auch gesundheitlich ,erheblich erschweren zu wollen.

Danke APA, für diese tolle Studie!!!


30 Antworten auf “Die „Post Abortion Syndrome-Lüge“”


  1. 1 Münchner_in 21. August 2008 um 23:04 Uhr

    Passend dazu, ja auch bei euch in den Terminen angekündigt:
    1000 Kreuze ??? Die reaktionären Kreise der Lebensschützer

    Mit „1000 Kreuzen für das Leben“ wollen sie am 4. Oktober in München aufmarschieren: radikale Abtreibungsgegner aus mehreren Ländern, die sich selbst „Lebensschützer“ nennen und es sich zum Ziel gesetzt haben, Frauen das Leben möglichst schwer zu machen. Ihre Angriffe auf das Selbstbestimmungsrecht von Frauen, schwanger zu werden oder eben nicht, gehen mit einer völkischen Propaganda vom „Aussterben“ der „Deutschen“ ebenso einher wie mit homophober Hetze. Nach den Debatten um den §218 StGB Anfang der neunziger Jahre mögen die Abtreibungsgegner aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwunden sein, tatsächlich haben sie ihre Strukturen gefestigt, neue Bündnisse gebildet und kämpfen längst wieder erfolgreich um Einfluß auf offizielle Politik und gesellschaftliche Diskurse. Höchste Zeit, um sich der „Lebensschützer“-Szene aus antifaschistischer und queerer Perspektive zu widmen. Die Münchner Gruppen hinter dem reaktionären „Tausend-Kreuze“-Marsch und aus dem „Lebenszentrum“ in der Westendstrasse und ihre antiemanzipatorische Ideologie werden ebenso wie die Verbindungen zur extremen Rechten beim Antifa-Café beleuchtet werden. Und als Antifas wollen wir an die Notwendigkeit erinnern, dem antifeministischen Rollback und der Heteronormativität den Kampf anzusagen…

    Außerdem wie immer Antifa-News, Info- und Büchertische, Musik und kühle Getränke. In der Küche zaubert das Kulinariat.

    Offen ab 20 Uhr, Beginn ca. 21 Uhr.

    04.09.08 Kafe Marat, Thalkirchnerstraße 104/II, München

  2. 2 Johanna 22. August 2008 um 8:20 Uhr

    Eine Freundin von mir hat vor einem halbe Jahr abgetrieben und hat auch keinerlei „psychischen Schaden“ davon getragen.
    Dennoch finde ich es irgendwie wichtig, dass darauf zu mindest hingewiesen wird, da es ja doch eine schwere Entscheidung ist, die einen unter Umständen doch lebenslänglich belasten kann.

  3. 3 hn 22. August 2008 um 18:03 Uhr

    @Münchner_in: welcher Zusammenhang besteht denn zwischen Abtreibungen und Homophobie?! Nach meinem Informationsstand ist es als Lesbe ziemlich schwer „aus versehen“ schwanger zu werden und dann evtl. abzutreiben… Und die Fälle in denen Leute sich nach einer erfolgreichen künstlichen Befruchtung „ach nee, doch lieber nicht“ denken dürften wohl insignifikant wenige sein… (der einzige Homophobe Zusammenhang den ich hier sehen könnte wäre Schwangerschaft durch einen homophoben sexuellen Übergriff, im Sinne von „denen mal zeigen was ein richtiger Mann, etc, um sie wieder geradezurücken, usw“ aber das kommt wohl in dieser Krassheit auch eher im Film vor [Boys don‘t cry], oder?)

  4. 4 Münchner_in 23. August 2008 um 5:49 Uhr

    Der Zusammenhang in diesem Fall liegt bei den „Lebensschützern“ selbst, die neben ihrer religiös verbrämten Abtreibungsgegnerschaft eben auch ein extrem homophobes hetero-normatives Weltbild haben und durchsetzen wollen.
    So seh ich das zumindest, bin aber da auch kein_e Expert_in. Der Text hier ist halt auch nur der Aufruftext zu einem imho recht interessanten Vortrag.

  5. 5 laylah 23. August 2008 um 19:18 Uhr

    johanna, was meinst du mit

    Dennoch finde ich es irgendwie wichtig, dass darauf zu mindest hingewiesen wird, da es ja doch eine schwere Entscheidung ist, die einen unter Umständen doch lebenslänglich belasten kann.

    ? wer soll das tun, und warum? sind frauen einfach zu blöd?

  6. 6 Kerstin 28. August 2008 um 14:49 Uhr

    Ich bin auch gegen Abtreibung.

    Das Selbstbestimmungsrecht der Frau über ihren eigenen Körper- es wird als das natürlichste der Welt angesehen, als wäre das Kind nur irgendein Teil ihres Körpers, und wird über das Recht des Kindes und des leiblichen Vaters- ja, auch der hat sich nicht ausgesucht, ein Mann zu sein- gestellt und das finde ich bedenklich.

    Ich bin garantiert, in meinem ganzen Charakter, alles andere als altmodisch oder traditionsbewusst.
    Ich kann mich z.B. an meine Kindheit erinnern, und habe dort manchmal hören müssen: „Mädchen tun das aber nicht“, „Mädchen denken das aber nicht“, „Mädchen wollen das doch gar nicht“….

    Aber ich könnte niemals mein eigenes Kidn töten.

    Ich finde, dass es keinen Unterschied macht, wie alt ein Kind ist oder ob es noch im Bauch einer Frau oder schon geboren ist.
    Ein Kind ist ein Kidn ist ein Kind ist ein Mensch und darf nicht -ohne Gründe wie beispw. bei hohen Risiken- einfach so getötet werden und das ist meine Meinung.

  7. 7 bigmouth 28. August 2008 um 14:54 Uhr

    ein zellhaufen ohne bewusstsein ist ein zellhaufen, und ein autonom nicht lebensfähiger teil der frau in ihrer verfügung. mit einem menschen hat das nur noch nicht realisiertes potential und DNA gemeinsam. das macht es in meinen augen soweiso schon irrelevant gegenüber ethischen überlegungen dritter.

  8. 8 Susi 28. August 2008 um 17:23 Uhr

    „Ich finde, dass es keinen Unterschied macht, wie alt ein Kind ist oder ob es noch im Bauch einer Frau oder schon geboren ist.“

    Ein Zellhaufen ist also ein Kind? Ist ein Zweizeller auch schon ein Kind? Oder eine Eizelle? Ein Spermium? Vielleicht schon eine Eiweißkette? Oder ein Atom, das irgendwann mal in ner DNA verbaut wird? Ist masturbieren Mord?

    So ein Käse…

  9. 9 leonie 28. August 2008 um 18:32 Uhr

    @Kerstin: definiere bitte „Mord“ bzw. „töten“.
    was ist töten und welche Organismen/Lebewesen kann man ermorden, ohne dabei „unmoralisch“ bzw. „schlecht“ zu handeln?
    Und noch interessanter woher hast du deine Sichtweise was „Mord“ ist und was nicht?
    Hat jeder Organismus ein „RECHT“ ,wie du es nennst?

    „Aber ich könnte niemals mein eigenes Kidn töten.“

    DURCHSCHNAUFEN, musst du auch nicht, ich zwing dich hier nämlich, im Gegensatz zu dir, nicht meine super „moralische“ Meinung auf, die da lautet: „ProChoice“ und gegen moralische Indoktrinierung der Frau.“ YEAH

  10. 10 Siggi 16. September 2008 um 14:33 Uhr

    Leider argumentieren „linke“ Abtreibungsgegner, besonders Philosophen, gerne damit, dass der Zellhaufen bereits definitiv zur Kategorie Mensch gerechnet werden muss. Gehen wir davon aus, dass Tötung nur in Bezug auf Menschen Mord genannt werden kann, wäre Abtreibung folglich Mord. Außerdem könne frau ja verhüten und eine Frau, die nicht schwanger werden will, würde auch nicht schwanger.

    Das ist meiner Meinung nach Unfug, aber sehr schwer zu widerlegen. Da finde ich z. B. Susis Gedankengang sinvoll (Potential zur Menschwerdung reicht nicht aus). Ich bin auch der Ansicht, dass der ungeborene Zellhaufen als Körperteil der Frau zu betrachten ist und somit jede Einmischung und Vorschriften absurd.

  11. 11 nicht mehr vater 10. Oktober 2008 um 15:07 Uhr

    hallo

    ich bin etwas anderer meinung als die meisten hier …

    ein „zellhaufen“ (was ein sch… wort) der in der mutter/frau zu neuem leben heranwächst darf nicht mit einem organ der mutter/frau gleichgesetzt werden …
    der gesamte körper und auch der geist stellt sich auf die schwangerschaft ein … ich als mann kann das nicht nachempfinden bin aber sehr sicher das schwangere frauen anders auf ihre umwelt reagieren als nicht schwangere frauen (vorsichtiger evtl sogar etwas ängstlicher … ) bei meiner freundin war es so das sie z.b. große probleme damit hatte sich in „menschenmassen“ (kneipe, kino, bus …) aufzuhalten … auch ihre gewohnheiten änderten sich (zigarrete und bier schmeckten nicht mehr)
    das macht für mich den unterschied zwischen „zellhaufen“ und herranwachsendem leben aus

    trotz diesem „wissen“ haben WIR nach sehr langen gesprächen und überlegungen uns zum wohl des kindes und auch zu unserem wohl (sie steckt mitten in der ausbildung, ich bin arbeitslos … wir können uns selbst nicht alleine versorgen … wie dann noch ein kind?) dazu entscheiden die schwangerschaft abbrechen zulassen

    nach dem abbruch ist unsere bezihung den bach runter gegangen … sie versucht vor allem wegzulaufen, alles hinter sich zu lassen auch mich … das lebensfrohe mädchen das ich einst kannte verschwand … seinen platz nahme eine super diziplinierte frau ein … training … jeden tag … „ich will meine traumfigur“ … „habe mein zimmer renoviert“ … die alten kollegen haben wir schon lange nicht mehr gesehn … miteinander reden fällt immer schwerer … der abstand zwischen uns wird immer größer …
    ich kann das nicht ändern … ich versuche immer da zusein … sie zu trösten obwohl mir selbst zum heulen zumute ist … aber ich unterdrücke meine tränen um ihr ihre aus dem gesicht zu wischen …
    „auch wenn das ergebniss nicht schön ist so war doch die entscheidung die richtige“ das reden wir uns ständig gegenseitig ein

    seit nun knapp 6 wochen ist unser kontakt auf null gefallen … nächste woche zieht sie um … ich weiß nicht wohin … sie ändert ihre handynr. … ich kenne die neue nr. nicht.
    sie sagt mir das ich mir keine vorwürfe machen soll, ich sei es nicht schuld … sie wolle mich nicht belasten … sie braucht abstand … ich soll meinen weg gehen …

    eine solche flucht reaktion liegt meiner meinung nach durchaus an einer “kaputten Psyche”
    und um noch weiter zugehen …
    das psychologische problem nach einem abbruch ist keine reine frauen sache … auch ich leide seit dem sehr

    ob das problem tatsächlich am abbruch selbst oder an der erwarteten reaktion der umwelt („wie konntet ihr nur“, „mörder“) liegt kann ich nicht sagen, allerdings ist der druck von aussen riesig, viel mehr als ich erwartet hatte … wir haben uns deshalb zum schweigen entschieden und versucht unser problem alleine in den griff zubekommen

    langer rede kurzer sinn:
    ein schwangerschafts abbruch kann (muss nicht) sowohl bei der „mutter“ als auch beim „vater“ psychische folgen haben
    ich bin kein gegner von abtreibung, auch jetzt nicht …
    ich kann aber jedem nur empfelen sich im klaren darüberzusein was er/sie da tut
    es ist eine andere entscheidung als „was esse ich heute“
    auch sollte man wenn man merkt (auch als partner) das etwas nicht stimmt den weg zu profesioneller hilfe nicht scheuen …

    ich traure nun meinem „baby“ und meiner bezihung hinterher …
    aber ich bin mir sicher das die getroffene entscheidung die richtige war … egal wie das ergebniss aussieht

    mfg

    PS: evtl ist es auch für uns einfach nur zufrüh um damit richtig umgehen zu können … der geb termin wurde vom arzt auf anfang februar 2009 festgelegt … der abbruch ist also noch nicht lange her

  12. 12 Bofonda 10. Januar 2009 um 21:44 Uhr

    Tönt es nicht etwas „grossmaulig“ zu behaupten, dass ein gezeugtes Kind ein Zellhaufen sein soll, unter der Verfügung der Frau. Aus einem solchen „Zellhaufen“ ist noch nie etwas anderes zur Welt gekommen als ein Kind. Und jede Frau, die über ihr eigenes Leben verfügen will, wird unumgänglich ihrem „Zellhaufen“ das Recht absprechen, über sein eigenes Leben verfügen zu können.

    Leute wie mfg und seine Freundin tun mir leid. Ihr seid nicht allein mit eurem Erleben. Auf andern websites findet ihr vielleicht Hilfe.
    Ich hoffe, dass andere junge Eltern sich zum Wohl des Kindes und zum eigenen Wohl dafür entscheiden, das Kind zur Adoption frei zu geben.

  13. 13 leonie 11. Januar 2009 um 2:35 Uhr

    und ich hoffe, dass sich Frauen frei nach ihrem eigenen Willen, für das entscheiden, was SIE wollen und für nichts anderes, was immer dies auch sein mag.

    grosmaulig? kenn ich nicht

  14. 14 julia 01. April 2009 um 12:24 Uhr
  15. 15 medium 01. April 2009 um 14:03 Uhr

    Also ich hab mal gelernt, dass die „Ursünde“ war, dass sich Adam und Eva angemaßt haben zu entscheiden was richtig und was falsch wäre.

    Und exakt das macht ihr Christen-Fundis den ganzen Tag. Also urteilt ihr gefälltigst nicht über andere und lasst denen ihre freie Entscheidung über sich und ihren Körper!

    Hätte Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben!

  16. 16 julia 05. April 2009 um 16:02 Uhr

    (gelöscht)

  17. 17 crashintoahouse 05. April 2009 um 17:56 Uhr

    deine meinung steht offensichtlich fest. dass sie jeglichen begriff von freiheit negiert, wird dir wohl ebenfalls klar sein.
    was solls da also zu diskutieren geben, außer die frage, ob man deinem wahn folgt oder eben nicht?

  18. 18 gtz 05. April 2009 um 19:42 Uhr

    ich dachte, dies sei ein forum, in dem man frei seine meinung sagen darf

    falsch.

    ich bin nun einmal gegen die abtreibung und wenn ihr dafür seid, ist das euer freier entschluss. vielleicht ist ja jemand da, der ernsthaft darüber diskutieren möchte.

    da gibts nichts zu diskutieren.

  19. 19 Stabbo 05. April 2009 um 21:18 Uhr

    Du hast Recht, dies ist ein freier Entschluss. Ein freier Entschluss, den du Millionen Frauen auf dieser Welt nicht zubilligen möchtest. Wieso maßt du dir an, in die Freiheit des Menschen über seinen eigenen Körper verfügen zu können einzugreifen? Wer gibt Dir dieses „Recht“ ?

  20. 20 julia 07. April 2009 um 13:08 Uhr

    ihr seht immer nur die freiheit der frau. was ist mit dem kind, das unfreiwillig getötet wird? ihm wird die freiheit genommen, über sein leben zu verfügen. wenn ihr von freiheit sprecht, dann müsst ihr auch über die des kindes sprechen oder etwa nicht? mit der pille ist es übrigens genauso. die frauen wollen freiheit, daher schränkt die pille sie total ein: frauen sind freiwild für die männer geworden, nach dem motto „allzeit bereit“. aber das wunder über den zyklus der frau, ihre fähigkeit neues leben in sich auszutragen, das alles wird vergessen und abgewertet.

  21. 21 gtz 07. April 2009 um 13:14 Uhr

    zellklumpen sind keine menschen. was is denn das für ne menschenfeindliche scheisse, die euch moralpappnasen da eingebleut wird?

    und das „wunder“ is keins, sondern n billiger biologischer vorgang. in etwa so wundervoll wie kacken gehn.

  22. 22 julia 07. April 2009 um 13:20 Uhr

    menschenfeindlicher gehts hier echt nicht mehr. schönes leben noch.

  23. 23 crashintoahouse 07. April 2009 um 13:36 Uhr

    mal von dem ganzen andern schwachsinnigen plunder abgesehn.

    mit der pille ist es übrigens genauso. die frauen wollen freiheit, daher schränkt die pille sie total ein: frauen sind freiwild für die männer geworden, nach dem motto „allzeit bereit“.

    klar. weil frauen (und zwar alle) eigentlich keinen bock auf sex haben. die pille nehmen sie nur, damit sie den immergeilen sexhengsten namens männer als lustsklavinnen dienen können.

    FEMINISM IS THE RADICAL NOTION THAT WOMEN ARE PEOPLE. OR, IF THEY WANT TO HAVE SEX: FREIWILD.
    (frei nach holly pervocracy)

  24. 24 gina 07. April 2009 um 13:41 Uhr

    Immerhin erfordert natürliche Empfängnisregelung (NER) Rücksicht, Selbstbeherrschung, Verzicht, Einhaltung bestimmter Grenzen und das regelmäßige Gespräch. Sie schiebt Verhütung nicht auf einen Partner ab“, sagt der österreichische Familienbischof.

    St. Pölten (kath.net) Warum bei der Empfängnisregelung ein Unterschied zwischen künstlicher Verhütung und der natürlichen Empfängnisregelung (NER) besteht, erklärt der österreichische „Familienbischof“, der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng, in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Presse“ am Freitag. „Geschlechtsverkehr hat seiner inneren Natur nach einen zweifachen Sinngehalt: Einerseits ist er auf Fortpflanzung ausgerichtet, andererseits ist er zugleich Ausdruck einer uneingeschränkten, ganzheitlichen Liebe zueinander.“ Bei künstlicher Verhütung „besteht die Gefahr, dass durch die gezielte Ausschaltung der Möglichkeit einer Empfängnis im Geschlechtsakt letztlich doch nur die Befriedigung gesucht wird“.

    Vor dieser Gefahr sei zwar auch die NER „nicht ganz gefeit, insbesondere, wenn die Gründe für die Beschränkung auf die unfruchtbaren Tage unzureichend sind. Aber immerhin erfordert natürliche Empfängnisregelung Rücksicht, Selbstbeherrschung, Verzicht, Einhaltung bestimmter Grenzen und das regelmäßige Gespräch miteinander. Sie ist eine wirklich partnerschaftliche Methode und schiebt die Last der Verhütung nicht auf einen Partner ab.“ NER-erprobte Eheleute bezeugten laut Bischof Küng, dass ihre Liebe auch nach langer Zeit „frisch geblieben“
    sei. Bei künstlicher Verhütung werde die Möglichkeit zur Fortpflanzung bewusst ausgeschaltet, daher seien auch die „Hingabe“ an den anderen und die „Annahme“ des anderen nicht mehr vollständig. Insofern untergrabe künstliche Verhütung den Charakter der Sexualität. Bei der NER erfolge kein Eingriff, daher bleibe der Charakter der Hingabe gewahrt. Es werde lediglich an den empfängnisbereiten Tagen der Frau auf Geschlechtsverkehr verzichtet.

    Bischof Küng wies auch auf die abtreibende Wirkung mancher Verhütungsmittel hin: Manche Pillen oder Spiralen seien „nidationshemmend“, können also die Einnistung einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutter verhindern. Insgesamt erspare die Beachtung all dieser Weisungen „viele Verwundungen und Enttäuschungen“.

    Küng entgegnete auch einer verbreiteten Meinung, dass sich die Kirche erst seit einigen Jahrzehnten zum Thema Verhütung äußere. Verhütung sei ein „uraltes“, bis in die Antike zurückreichendes Thema. „Die Kirche hat sie immer abgelehnt. Bis in die 30iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war diese Haltung auch für die evangelische Kirche und alle christlichen Bekenntnisse selbstverständlich.“

    Durch die Pille sei eine neue Situation entstanden, da nun ein Verhütungsmittel für alle leichter zugänglich geworden sei. „Es kam zu einer sexuellen Revolution samt Zunahme der Promiskuität bei Jung und Alt. Auch die Zahl der Abtreibungen ist nicht geringer geworden, sondern größer.“ Auch bei der Krise der Familie und der demographischen Frage spiele die künstliche Verhütung unter anderen Faktoren eine Rolle. „Ich glaube nicht, dass die Kirche die Aussagen bezüglich Sexualität – wenn sie sich bzw. Gott treu bleiben will – verändern kann. Ich hoffe aber, dass nach und nach die Bedeutung dieser Haltung von mehr Menschen entdeckt wird.“

  25. 25 gtz 07. April 2009 um 14:05 Uhr

    Immerhin erfordert natürliche Empfängnisregelung (NER) … Verzicht, Einhaltung bestimmter Grenzen

    na immerhin.

    doch nur die Befriedigung

    gott bewahre.

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