1000 Kreuze gegen Frauenrechte

Durch unsere Kommentatorin Münchner_in, bin ich auf den neusten Anti-Abtreibungswahnsinn aufmerksam geworden, der da lautet „1000 Kreuze für das Leben“, veranstaltet von der Initiative „EuroProLife“.

pro choice

In Salzburg hat dieses Jahr bereits eine solche Veranstaltung stattgefunden und wie auf dem Bild unschwer zu erkennen ist war auch eine, leider nur, geringe Anzahl an Gegendemonstranten vor Ort.
Nächster Stop soll nun München am 4.10 sein.

Weiß jemand von euch genaueres über Gegendemonstration zu denen man hier aufrufen könnte oder sonst etwas?


84 Antworten auf “1000 Kreuze gegen Frauenrechte”


  1. 1 hn 23. August 2008 um 16:04 Uhr

    Hätte Maria abgetrieben wärt ihr uns erspart geblieben

    das ist der bösartigst-genialste transpi-spruch seit langem :)
    wobei natürlich wirklich bibeltreue christen nur über das unwissen der gegendemonstranten lachen würden (in ihrer überheblichen christenart), denn Maria war ja bekanntermaßen nie schwanger :P

  2. 2 Julinoir 23. August 2008 um 17:59 Uhr

    Hey,
    die nächste Demo der selbsternannten Lebensschützer wird am 20.09. in Berlin stattfinden. Das Motto ist auch hier „1000 Kreuze für das Leben“, geplant ist ein Schweigemarsch in dunkler Kleidung mit weißen Kreuzen vom Neptunbrunnen zum Bebelplatz. Den Aufruf der ChristInnen findet ihr hier: http://www.bv-lebensrecht.de/index.php?p=4 Es sind auch Gegenaktivitäten in Planung, dazu demnächst mehr.

  3. 3 Fragende 23. August 2008 um 23:43 Uhr

    Wieso war Maria nie schwanger? Sie wurde doch von einem Engel geschwängert. Und zwar ohne Geschlechtsverkehr.

  4. 4 Münchner_in 24. August 2008 um 11:09 Uhr

    Bisher ist noch nichts klar. Aber ich denke das es mehr Infos am 4. September im Antifa-Café gibt und dort ist mensch dann auch bestimmt froh über jede_n d_i_e_r sich dagegen mit engagieren möchte.

  5. 5 st_eve 24. August 2008 um 11:21 Uhr

    offensichtlich gibt es jeden 1. samstag im monat in salzburg vor dem lkh eine kundgebung, siehe auf dem Flyer.

    Möglicher Kontakt für Österreich könnte das sein:

    FrauenLesben für das Selbstbestimmungsrecht der Frau
    Kontakt: Selbstbestimmungsrechtderfrau@gmx.net

    Detailinfos zum Thema Abtreibung und militante Abtreibungsgegnerschaft auf http://www.die-abtreibung.at.tf

    ziemliches absurdes Video von gloria.tv zur demo in salzburg:
    hxxp://www.gloria.tv/?video=oibei1udb4fxsfufllte (maskierte url)

  6. 6 no god 24. August 2008 um 13:49 Uhr

    Wanderprediger und Sektenführer mit Reformideen fürs Judentum gabs in Palästina zu der Zeit en masse. Wenn Maria abgetrieben hätte, hätt vielleicht einfach ein anderer von denen das Rennen gemacht.

    Der Spruch kursierte übrigens schon Anfang der 70er (wenn nicht noch früher).

  7. 7 leonie 24. August 2008 um 18:32 Uhr

    @münchner_in: Danke für die Info, wär super wenn du uns, für alle die am 4.9 nicht in München sein können, auf dem laufenden halten würdest

  8. 8 bikepunk 089 25. August 2008 um 15:55 Uhr

    Bei mir im blog gibts auch immer wieder aktuelle Infos zur Mobilisierung gegen den Christenmist (so schnell wie sie halt reinkommen). Klick!
    Und vergesst nicht die Wette zwischen München (represented by me) und Berlin (represented by im*moment*vorbei), darüber, welche Stadt die fetteren und schickeren Gegenaktionen an den Start bringt!

  9. 9 blök 25. August 2008 um 19:07 Uhr

    Ich denke mal die Wette wird unentschieden ausgehen, weil in beiden Städten keine Gegenaktionen stattfinden. Außer man zählt Blogbeiträge als Aktion. Das ist jetzt übrigens gar nicht als Diss an Bikepunk gedacht – gut dass Du drüber berichtest. Aber wenns nicht gegen „den Islam“ geht, bekommt man in Deutschland z.Z. niemanden gegen religiöse Zumutungen auf die Straße. Daher meine pessimistische Annahme.

  10. 10 im*moment*vorbei 25. August 2008 um 21:47 Uhr

    hey blök,
    du kannst ja mit in die wette einsteigen… ;)

  11. 11 bikepunk 089 25. August 2008 um 22:14 Uhr

    blök wettet also auf Salzburg.

  12. 12 blök 26. August 2008 um 0:13 Uhr

    Wie sieht der Einsatz aus ;)

  13. 13 im*moment*vorbei 26. August 2008 um 17:13 Uhr

    zu thema „maskierte“ url – wenn ihr keinen bock habt, das die leute auf ner „bösen“ seite sehen, wo sie verlinkt sind, könnt ihr auch einfach das hier davor setzen:
    http://anonym.to/?
    das ist ein anonymisierungsdienst und funktioniert ganz gut…

    @blök: schlag was vor! ;-)

  14. 14 Kerstin 28. August 2008 um 14:41 Uhr

    Ich -als kritische Frau bzw. als kritischer Mensch allgemein- sehe die Abtreibung jetzt nicht sooooo als Manifestion des Feminismus.
    Und NEIN, ich bin nicht konservativ, reaktionär o.ä. bezüglich meiner Meinung über Frauenrechte.
    Aber ich kann nur sagen, ja, ich freue mich über meine Rechte, aber nein, ich würde niemals abtreiben. Ich sehe einfach nicht ein, warum ein Mensch vor dem dritten Monat kein Mensch sein soll, dun finde es ehrlich gesagt bedenklich, dass das -und sei es nur bis zum dritten Monat- einfach so, ohne Minderjährigkeit, ohne erhöhtes Risiko, ohne Behinderungen des Kindes o.ä. einfach so gemacht werden darf ….

  15. 15 im*moment*vorbei 28. August 2008 um 16:31 Uhr

    ach gott ( :d )…
    erstmal gehts ja in der tat um rechte. sprich, wenn du das nicht machen willst, mußte das ja auch nicht machen. dann ist es in diesem land immernoch so, dass das nicht „einfach so“ gemacht werden darf. es ist nicht legal, es wird nur unter bestimmten vorraussetzungen nicht bestraft – u.a. gibts da eine zwangsberatung, die zum großteil von finsteren vereinen durchgeführt wird. warum du der meinung bist, das zwar ein ein monat alter embryo ein mensch ist, aber einer, der eventuell nach der geburt eine behinderung hat nicht, ist mir im übrigen total unklar…

  16. 16 laylah 31. August 2008 um 16:46 Uhr

    ach, behinderte kinder töten ist dann wieder cool? wie reaktionär kann man denn sein, ohne es mitzukriegen?

  17. 17 Esther 09. September 2008 um 13:06 Uhr

    Wenn es aber niemanden gäbe, der ganz und gar FÜR das Leben ist, dann würde auf dieser Welt doch auch etwas fehlen.

  18. 18 laylah 09. September 2008 um 13:22 Uhr

    genau, es braucht immer alle extreme. sonst werden die frauen nur leichtsinnig. es braucht zb auch vergewaltiger, sonst wüsste man es womöglich gar nicht mehr zu schätzen, wenn man nicht vergewaltigt wird.

  19. 19 ruthiehoney 21. September 2008 um 13:51 Uhr

    Nur mal so ganz nebenbei:
    Bei der 1000-Kreuze Aktion geht es NICHT vordergründig darum, das irgendwelche Frauenerechte missachtet oder verletzt werden o.ä. Es ist ein Trauermarsch zugunsten den täglich 1000 abgetriebenen Kindern in Deutschland. Es kann ja wohl keiner leugnen, dass das ein unumgänglicher Fakt ist.
    Es gibt Menschen in Deutschland, die darüber sehr traurig und entsetzt sind, dass die Zahl der täglichen Abtreibungen jährlich steigt, und für die es einfach unverständlich ist, wie man ein ungeborenes Kind, bei dem das Herz schon ab dem 12. Tag schlägt, einfach so „beseitigen“ kann.
    Ist aber schon interessant, das der Maria-Spruch der Gegenpartei eigentlich überhaup nichts mit der Sache zu tun hat, denn Abtreibung hat nicht vordergründig was mit Religion, sondern mit Biologie zu tun. Aber anscheinend ist das in diesem Land noch nicht ganz verstanden worden.

  20. 20 Psychopapst 21. September 2008 um 14:17 Uhr

    Werte ruthiehoney:

    Natürlich geht es Bei der 1000-Kreuze Aktion NICHT vordergründig darum, das irgendwelche Frauenerechte missachtet oder verletzt werden o.ä., sondern es geht darum dass dies eben nicht geschieht, sondern Frauen die ungewollt schwanger werden nicht dazu gezwungen werden ein Kind dass sie nicht wollen zur Welt zu bringen. Denn wenn es nur darum ginge, dass jemand um die ungeborenen Babies trauern würde, dann müssten sie dies ja nicht dermaßen öffentlich machen. Ich für meinen Teil finde es jedenfalls komisch, Trauer unbedingt derart in der Öffentlichkeit auszuleben. Sowas wirkt doch stark wie moralische Erpressung.

  21. 21 ruthiehoney 21. September 2008 um 19:10 Uhr

    Finde ich nicht. Natürlich kann man auch still trauern, ich denke jede Frau die einen Abbruch hatte, hat innerlich getrauert, bewusst oder unbewusst. Aber in gewisser Weise geht es bei solchen Aktionen ja auch darum, der Öffentlichkeit zu zeigen, um was für eine Zahl es eigentlich wirklich geht. Ich glaube, nur wenige wissen tatsächlich das täglich so viele Abbrüche stattfinden. In gewisser Weise möchte man doch zeigen, was die Wirklichkeit ist. Denn schließlich ist dieses Thema immer noch quasi ein Tabu-Thema und man redet nicht darüber. Ja, die meisten Leute wissen ja nicht einmal, was bei einem Abbruch wirklich passiert! Ich habe meine Abschlussarbeit der Schule darüber geschrieben und bei den Interviews mit Entsetzen festgestellt, wie wenig die Gesellschaft eigentlich weiß.
    Deshalb geht es meiner Meinung nach vordergründig darum, den Leuten die Augen zu öffnen als darum, irgendwem was zu verbieten. Das kann man letztendlich sowieso nicht. Vielleicht fühlen sich aber manche Menschen angesprochen weil sie schwanger sind und sich allein gelassen fühlen weil alle zu einem Abbruch drängen. Solchen kann dadurch vielleicht geholfen werden, weil dann wissen, wohin sie sich wenden können.

  22. 22 leonie 21. September 2008 um 19:52 Uhr


    Natürlich kann man auch still trauern, ich denke jede Frau die einen Abbruch hatte, hat innerlich getrauert, bewusst oder unbewusst.“

    Stimmt nicht! Frauen die einen Abbruch haben/hatten müssen nicht „trauern“ , auch nicht unterbewusst, vielleicht solltest du dir mal das hier durchlesen.
    Zum anderen ist es immer ganz schwer zu sagen was andere so tun oder nicht tun.

    „zu einem Abbruch drängen“

    ich glaube dass eher umgekehrtes der Fall ist, Frauen die einen Abbruch haben werden heutzutage eher als moralisch minderwertig betrachtet.

    Solchen kann dadurch vielleicht geholfen werden, weil dann wissen, wohin sie sich wenden können.

    nein, frauen brauchen die Chance eine freie Wahl zu haben mit der SIE glücklich werden und sind und nicht irgendwelche Beratungsstellen, die „ethnische“ Indoktrinierung betreiben.

  23. 23 leonie 21. September 2008 um 20:01 Uhr

    ach und gegen Abtreibung ist gegen Frauenrecht, egal aus welchen Gründen.

    und ich hätte noch gern den Link zu der Studie, von einer „neutralen“ Seite welcher besagt, dass täglich 1000 Embryos ihr „“"Leben“"“ „“"“verlieren“"“. Rechnest du da die männliche masturbieren auch mit ein, oder wie?

  24. 24 Alexa 22. September 2008 um 10:29 Uhr

    Guten Morgen,

    es ist schade, daß keiner von Euch einmal nachdenkt, hier die Fakten:

    Von den Frauen, die abtreiben, geben über 60 % bei Befragungen an, dass sie das Kind gerne haben möchten, aber dass der Vater des Kindes das nicht will – deshalb treiben sie es dann ab. Insgesamt sagen über 90 % der Frauen, dass sie ihr Kind gerne haben möchten, es aber aus verschiedenen Gründen nicht bekommen können.

    So, und jetzt erzählt Ihr mir bitte einmal, was daran emanzipiert und selbstbestimmt ist. Meiner Meinung nach müßte es so laufen: eine Frau wird schwanger, und ihre gesamte Umgebung hat sie gefälligst zu unterstützen, damit sie das tun kann, was sie als emanzipierte Frau tun möchte, nämlich ihr Kind bekommen.

    Schöne Grüße,

    Alexa

  25. 25 leonie 22. September 2008 um 10:52 Uhr

    @Alexa: auch an dich nochmal, wenn man mit Statistiken ankommt, dann bitte auch Verlinkungen zur Seite von der du diese hast, dann lässt sichs auch vernünftig diskutieren!

  26. 26 Alexa 22. September 2008 um 11:14 Uhr

    Dafür braucht man keine Statistik, die es übrigens ja offiziell gar nicht geben darf, denn alles soll anonym bleiben. Zum Beleg schauen Sie mal unter „Nachabtreibung.de“ oder auf der Seite von Rahel (eine Selbsthilfegruppe von Frauen nach Abtreibung), fragen Sie die Psychologen und anderen Fachleute, die diese Frauen und ihre Probleme täglich erleben. Und fragen Sie die Frauen, die abgetrieben haben – wieviele davon sagen, dass sie das einfach selbst so wollten?

    Abgesehen davon hat jeder Mensch ein Recht darauf, leben zu dürfen, das gilt zum Beispiel für Christen, Juden, Linke, Homos oder Schwarze ebenso wie für noch nicht geborene Kinder und Menschen mit Behinderungen. Daher gehört Abtreibung abgeschafft, und bestraft werden sollten diejenigen, die daran Geld verdienen. Nur so kann man verhindern, dass als nächstes das passiert, was wir in den Niederlanden zum Beispiel schon erleben: dass schwerstbehinderte Neugeborene „euthanasiert“ werden und dass schwerstkranke alte Menschen ebenfalls „euthanasiert“ werden, davon ca. 2000 jährlich ohne eigene Einwilligung. Diese Zahlen und Fakten kann man, da ja sicher wieder jemand nach der Statistik ruft, auf den Internetseiten der niederländischen Regierung nachlesen.
    Wer definiert denn, wer ein Recht auf Leben hat? Jeder, der irgendeine Gruppe von Menschen aus diesem Grundrecht herausnimmt, könnte einmal selbst in Gefahr geraten, für nicht lebenswert gehalten zu werden, und das hatten wir schon einmal. Aus Sicht der Menschheit ist es einfach logisch und klar, dass das Selbstbestimmungsrecht da aufhört, wo das Lebensrecht eines anderen Menschen beginnt.

  27. 27 crashintoahouse 22. September 2008 um 11:31 Uhr

    Dafür braucht man keine Statistik, die es übrigens ja offiziell gar nicht geben darf, denn alles soll anonym bleiben.

    sehr schön, wie du hier deine glaubwürdigkeit dekonstruierst. statistiken dürfen also nicht veröffentlicht werden, selbst wenn sie anonymisiert bzw. anonym durchgeführt sind, werden aber inoffiziell dann irgendwie doch veröffentlicht, sollen vielleicht sogar noch repräsentativ sein und hier als grundlage einer kritischen auseinandersetzung mit dem thema abtreibung taugen? aha…

  28. 28 leonie 22. September 2008 um 11:52 Uhr

    Aus Sicht der Menschheit ist es einfach logisch und klar, dass das Selbstbestimmungsrecht da aufhört, wo das Lebensrecht eines anderen Menschen beginnt.

    Dieser „andere“ dem du hier in deinem Post beschreibst, ist aber kein Mensch sondern sich ein sich IM Körper der Frau befindlicher nicht autonom lebensfähiger Zellzusammenschluss. Es geht hier also schon über Selbstbestimmung, nämlich darum dass Frauen entscheiden können was mit und in ihrem Körper passiert.

    und doch liebe Alexa man braucht wenn man wirklich fundiert Wissen über ein Thema sammeln will schon Statistiken, sonst läuft man Gefahr einfach dass nachzubrabbeln was irgendwer „inoffiziell“ erfunden hat.

    und zum Thema „psychische Probleme“ nach Abtreibungen empfehle ich dir ebenfalls diesen Link

  29. 29 Julinoir 22. September 2008 um 11:57 Uhr

    „Dafür braucht man keine Statistik, die es übrigens ja offiziell gar nicht geben darf, denn alles soll anonym bleiben.“

    Doch, doch. Wenn mensch behauptet, 60% von Gruppe x täten dies und jenes, dann braucht mensch da schon eine Statistik als Beleg. Zumindest wenn mensch ein Fünkchen Interesse an der eigenen Glaubwürdigkeit hat. Und, ja, Statistiken werden anonym erhoben. Willkommen in der wunderbaren Welt der Vernunft.
    Aber ich tue dir mal einen Gefallen und frage „die Psychologen und anderen Fachleute“, was sie so vom angeblichen Post Abortion Syndrom halten:
    „The best scientific evidence published indicates that among adult women who have an unplanned pregnancy the relative risk of mental health problems is no greater if they have a single elective first-trimester abortion than if they deliver that pregnancy.“
    Hm, so richtig viel halten davon also nicht.

    Zum Rest deines Beitrags: Holocaust-Relaitivierung ist ein beliebtes Stilmittel, wenn mensch sonst keine richtig guten Argumente mehr am Start hat. Da bist du in guter Gesellschaft. Leider finde ich es zu ermüdend, dir das auch noch zu erklären.

  30. 30 gtz 22. September 2008 um 12:43 Uhr

    der kern der (feministischen) kritik an diesen rechtschristlichen abergläublern is nich die frage, ob abtreibung super is oder nich, sondern die tatsache, dass es der entscheidung der schwangeren frau überlassen ist, wie sie mit der schwangerschaft, mithin mit ihrem körper, umgeht.
    aus der beseitigung eines zellhaufens ohne bewusstsein, nervensystem oder sonstige cognitiven fähigkeiten eine schuld zu konstruieren, unterminiert das selbstverständliche recht der frau, selbstbestimmt über sich und ihren körper zu entscheiden.

    geben die referrer logs irgendwelchen aufschluss darüber, dass das MB auf den websites irgendwelcher reaktionärbekloppten verlintk wurde?

  31. 31 Alexa 22. September 2008 um 13:07 Uhr

    Schön, dass so viele antworten.

    Gut, die Statistik wird besorgt, dauert nur, weil hier viel zu tun ist. Die APA-Studie ist übrigens von seriösen Leuten ziemlich auseinandergenommen worden, weil sie auf sehr merkwürdigen Statistik- und Befragungsvorgaben basiert – auch dazu werde ich die Statistik finden, scheint ja hier Hauptthema zu sein.
    Erstaunlich ist wirklich, dass hier immer nur nach Statistiken gefragt wird, statt die Realität zu sehen. Jeder Biologe weiß (hier der Beleg: Erich Blechschmidt, völlig unverdächtiger Biologieprofessor, wissenschaftliches Buch: „Wann beginnt das menschliche Leben“), dass der Mensch mit der Verschmelzung von Ei und Samenzelle beginnt. Oder schonmal die Bilder von Lennart Nilsson gesehen?
    Sogar „Pro“ Familia gibt immerhin zu, dass die Schwangerschaft mit der Einnistung des Kindes in die Gebärmutter beginnt, auch wenn das biologisch nicht stimmt. Also was soll denn in einem Menschen heranwachsen: ein Fisch oder eine Blume? Vielleicht denken Sie einmal logisch und nicht ideologisch. Es gibt zwischen der Entstehung des Menschen und der Geburt keinen Bruch in der Entwicklung. Mein Bauch gehört auch mir, sobald aber jemand anderes darin wohnt, muß ich versuchen, diesen möglicherweise vorhandenen Interessenkonflikt zu lösen, ohne den Bewohner dabei zu töten, denn das widerspricht dessen Grundrecht auf Leben. Polemische Bezeichnungen wie Zellhaufen oder rechtschristlich helfen da nicht, denn sie sind weder wissenschaftlich noch redlich.

  32. 32 Alexa 22. September 2008 um 13:16 Uhr

    Allgemeine Aussagen zur Abtreibung

    Die nachstehenden statistischen Werte sind ein Auszug einer Untersuchung, welche im Internet unter www.afterabortion.org/Survey2.htm nachgesehen werden kann Übersetzt entnommen dem Buchausgabe 2005 ich nannte sie Nadine 3901838910

    45% aller Frauen, die eine Abtreibung zustimmen, wiederholen das Thema Abtreibung ein zweites, drittes, viertes …Mal

    94% bedauerten, die Abtreibung durchgeführt zu haben

    87% waren sich im Nachhinein sicher, dass sie mit der Abtreibung eine falsche Entscheidung getroffen hatten

    60% sagten: „Meine Entscheidung zur Abtreibung stimmte mit meiner früheren Überzeugung nicht überein. Ich fühlte, das ich mit meiner Entscheidung meine eigenen Gefühle betrog.“

    72% gaben an: „Meine Entscheidung abzutreiben, hat mich in eine Agonie versetzt.“

    72% bekräftigten: „Ich habe meine Abtreibung sehr deutlich in Erinnerung.“

    Aussagen über den Gefühlszustand

    93% hatten Schuldgefühle, 88% eine Depression, 81% fühlten Zorn, 84% Kummer, 75% Bitterkeit, 85% Reue, 74% Verzweiflung, 91% Verurteilten sich selbst, 83% fühlten sich einsam, 73% hoffnungslos, 81% ängstlich, 67% in ständiger krankhafter Alarmbereitschaft.

    63% der Frauen, die abgetrieben haben, versuchten ihre mit der Abtreibung verbundenen Gefühle zu unterdrücken. Trotz dieser angestrengten Versuche sind nur knapp 3% davon überzeugt, das ihre Entscheidung zur Abtreibung richtig war.

    28% versuchten Suizid

    7% empfanden Glück, Erleichterung

    Aussagen über Verhaltensänderungen:

    66% beendeten die Beziehung mit ihrem Sexualpartner nach der Abtreibung

    43% wechselten ab diesem Zeitpunkt Schneller und häufiger ihren Partner

    58% der Betroffenen verloren die Freude am Geschlechtsverkehr

    Hier schon mal die erste Statistik.

  33. 33 Alexa 22. September 2008 um 13:18 Uhr

    http://www.lifenews.com/nat4131.html

    Hier die ausführliche und wissenschaftlich fundierte Kritik an der APA-Studie.

  34. 34 gtz 22. September 2008 um 13:22 Uhr

    denken Sie einmal logisch

    es fällt mir enorm schwer, diesen naiven quasimetaphysischen auswurf als irgendeiner logik folgend anzusehen.
    faktenlage: ein zellhaufen ohne bewusstsein is kein mensch. ergo ist es wumpe, was mit dem ding passiert. wenn sie auf wissenschaftliche weise dagegen argumentieren können, hört ihnen vielleicht jemand zu. mit diesem ideologischen gerümpel gibts hier keine blumentöpfe zu gewinnen.

  35. 35 Psychopapst 22. September 2008 um 13:34 Uhr

    Die Idee mit einem Verbot von Abtreibungen darauf zu reagieren, dass sich Frauen aus gesellschaftlich Gründen dagegen entscheiden ein Kind zu kriegen ist ungefähr genauso sinnvoll wie eine Ausgangssperre für Frauen zu verhängen um das Problem von Vergewaltigungen in den Griff zu kriegen.

    Vielleicht sollten die Abtreibungsgegner_innen mal etwas mehr Energie darein verwenden, dass Kinder nicht zu großen Nachteilen für Mütter führen, anstatt nach der Verbotskeule zu brüllen.

  36. 36 Julinoir 22. September 2008 um 14:00 Uhr

    „Erich Blechschmidt, völlig unverdächtiger Biologieprofessor, wissenschaftliches Buch: “Wann beginnt das menschliche Leben”“

    Ganz so „unverdächtigt“ ist Erich Blechschmidt ja nun nicht:
    Als Mitglied der SA, seit 1937 Mitglied der NSDAP, machte er ab 1932 eine steile Karriere an mehreren anatomischen Instituten, hatte 1942 eine außerordentliche Professorenstelle als Leiter des anatomischen Institutes der Universität Göttingen. Seine Mitarbeiter stammten ebenfalls vorwiegend aus der SA. Er verwischte systematisch die Spuren seiner Forschung an Embryonen im NAZI- Faschismus. Es liegt nahe, dass seine Forschungen an frischem Leichenmaterial von den Nazischafotten stattfand. Die Hinrichtungen der Frauen erfolgten jedenfalls zeitgerecht, denn schließlich wächst ein Embryo in einem toten Frauenkörper ja nicht weiter.
    1973 war Bleschschmidt gemeinsam mit dem antisemitischen und neofaschistischen Pfarrer Borowsky und dem Neonazi Dr. Siegfried Ernst Gründungsmitglied der Europäischen Ärzte Aktion. (Der Emanzenhasser Ernst war wiederum enger Freund von Paul Marx, dem Begründer von HLI und erhielt von HLI als „Lebens“schützer die höchste Auszeichnung…) Nur für die Lebensschützer ist Blechschmidt’s Werk eine der Hauptstützen des Kampfes für das „Lebensrecht der Ungeborenen“, in neuerer medizinischer Literatur zur Embryologie scheint sein Name praktisch nicht mehr auf.

    Mehr zu den Hintergründen des total harmlosen und wissenschaftlich brillanten (kicher) Herrn Blechschmidt findet sich im Buch „Vorsicht! ‚Lebensschützer‘!“ der Bundesweiten Koordination Frauen gegenden § 218 von 1991.
    Himmelsakra, wenn du nichts besseres zu bieten hast, als dich auf einen Prof zu beziehen, dessen wissenschaftliche Ergebnisse erstens unhaltbar sind und zweitens auf Morden an Frauen in der Nazi-Diktautr beruhen, ist das doch ein bisschen schwach, findest du nicht?

  37. 37 Alexa 22. September 2008 um 14:15 Uhr

    Kurze Gegenfrage: Wissen Sie, daß der deutsche Gründer von „Pro“ Familia ebenfalls ein Nazi-“Wissenschaftler“ war? Ein Eugeniker, der für die Reinheit der Rassen eintrat?
    Mehr morgen, aber denken Sie doch einmal nach, wer hier eigentlich ideologisch und nur ideologisch argumentiert, Stichwort Zellhaufent und anderen Unsinn.

  38. 38 Emanze vom Dienst 22. September 2008 um 15:15 Uhr

    Im Diskurs der sogenannten Lebensschützer fällt mir immer wieder – auch hier! – auf, dass offensichtlich nur das ungeborene Leben schützenswert ist. All die Frauen, die in Länder mit restriktiver Abtreibungsgesetzgebung an den Folgen illegaler Abtreibungen sterben, sind ihnen eben so scheissegal, wie die geborenen, zu einem bestimmten Zeitpunkt ungewollten Kinder. Auch die psychischen Folgen einer ungewollten Mutterschaft (für die Mutter und das unerwünschte Kind!) scheinen keine Rolle zu spielen.

    Ich bin selbst keine Abtreibungsbefürworterin, würde selber aus ethischen Gründen nicht abtreiben und habe mehrmals ungewollt schwangere Freundinnen unterstützt, so dass sie sich für ihr Kind entscheiden konnten. Meines Erachtens treibt keine Frau leichtfertig ab sondern nur dann, wenn sie zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Möglichkeit sieht, ein Kind aufzuziehen.

    Aber niemand ist Hüter des Gewissens eines anderen. Schlussendlich muss und soll jede Frau selber entscheiden. Die Illegalisierung der Abtreibung führt zu einer höheren Frauensterblichkeit, zu schweren gesundheitlichen Folgen für die Frauen, die trotz allem abtreiben.

    Für mich ist das geborene Leben höher zu werten, als das Ungeborene! Aus diesem Grund gehört für mich der freie Zugang zu sexueller Aufklärung, zu Verhütungsmitteln, zu familienexterner Kinderbetreuung, zu Unterstützung für überforderte Mütter und Väter und – wenn die zukünftigen Eltern wirklich keine anderen Möglichkeiten sehen – auch zu medizinisch und hygienisch einwandfreier Abtreibung zum Massnahmenplan für die mittel- und langfristige Senkung der Abtreibungszahlen und der Frauensterblichkeit.

  39. 39 hurg 22. September 2008 um 18:48 Uhr

    „faktenlage: ein zellhaufen ohne bewusstsein is kein mensch.“

    Das ist doch Definitionssache. Zu tun als wär das einfach ein Faktum, ist doch sehr seltsam.

    Das ist doch keine formallogische Frage!

    Ihr habt einfach eure unterschiedliche Moral und jeder behauptet, dass seine doch „logisch“ ist und den „Fakten“ folgt.

  40. 40 leonie 22. September 2008 um 19:16 Uhr

    @Alexa: Klasse du verlinkst auf eine Seite die McCain/Palin Wahlwerbung betreibt, wie „neutral“.(IRONIE)

    unter deinem zweiten Link von dem „Elliot Institut“ steht auf der Seite „abortion is un-choice! unwanted unsafe unfair“. Auch ne ganz schön „neutrale“ Seite(Achtung schon wieder Ironie).

    Hast du wirklich nix besseres gefunden??? *gähn*

  41. 41 leonie 22. September 2008 um 19:21 Uhr

    Ich bin selbst keine Abtreibungsbefürworterin, würde selber aus ethischen Gründen nicht abtreiben und habe mehrmals ungewollt schwangere Freundinnen unterstützt, so dass sie sich für ihr Kind entscheiden konnten. Meines Erachtens treibt keine Frau leichtfertig ab sondern nur dann, wenn sie zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Möglichkeit sieht, ein Kind aufzuziehen.

    Frauen dürfen leichtfertig abtreiben.
    Ach ja und hat sich schon mal einer überlegt, dass uns (Frauen), dass mit „den ethnischen Gründen“ vielleicht indoktriniert wird,von diesen ganzen christlichen Fundis da draußen.
    Frauen dürfen mit ihrem Körper tun und lassen was SIE wollen, auch leichtfertig abtreiben.

    Natürlich ist es Scheiße wenn Frauen die nicht wollen abtreiben müssen, aber darum gehts hier nicht, sondern darum Frauen eine freie Wahl ohne moralischen Ballast zu geben.

  42. 42 bigmouth 22. September 2008 um 19:53 Uhr

    einwurf: ein embryo mag ein mensch sein. deswegen ist er aber noch lange nicht automatisch relevant. das wäre kruder moralisch aufgeladener biologismus

  43. 43 Julinoir 22. September 2008 um 20:06 Uhr

    @ Alexa:
    „Kurze Gegenfrage: Wissen Sie, daß der deutsche Gründer von “Pro” Familia ebenfalls ein Nazi-”Wissenschaftler” war? Ein Eugeniker, der für die Reinheit der Rassen eintrat?“
    … und wieder fehlt der Beleg für deine Behauptung (seufz).
    Abgesehen davon besteht der entscheidende Unterschied zwischen deiner und meiner Argumentation darin, dass ich mich nicht auf Nazi-Wissenschaftler a la Blechschmidt berufe. Du schon. Stützt du dich auf die Forschung von Blechschmidt, so stützt du dich auf Forschung, für die Frauen gezielt getötet wurden. Nicht nur mit Wissen, sondern auch auf Verlangen von Erich Blechsschmidt. Blechschmidt bezog „seine“ Leichen zwischen 1942 und 1944 aus der Hinrichtungsstätte Wolfenbüttel. Dort wurden so genannte „Volksschädlinge“ von den Nazis gefangengehalten und umgebracht. 1942 schrieb Blechschmidt: „… bitte ich um 50000 RM (Reichsmark) zur Beschaffung der in Wolfenbüttel z. Zt. vermehrt anfallenden Leichen.“ Auf dieser Art Forschung beruhen die Modelle, die Blechschmidt von frühen Embryonen erstellt wurden und die zum Teil immer noch von so genannten Lebensschützern verwendet werden.
    Angeblicher „Lebensschutz“ und die Verachtung für tatsächliches Leben liegen doch immer wieder erstaunlich nahe beieinander. (Quelle: Vorsicht ‚Lebensschützer‘!, s.o., S. 121)

    Zu der Neutralität der von dir angeführten Studien hat Leonie schon was gesagt. Eine Organisation wie das Elliot Institute, die schon vorher weiß, welches Ergebnis ihre Studien haben werden, ist nicht eben glaubwürdig. Von Repäsentativität kann bei 260 befragten Frauen auch keine Rede sein, zumal die Auswahl der Stichprobe stark selektiv war: Alle befragten Frauen hatten vorher Kontakt zu Organisationen wie „Victims of Choice“, die sich in vermeintlich selbstloser Absicht an Frauen richten, die mit ihrer Abtreibung nicht klarkommen. Wenn ich eine Umfrage auf der chirurgischen Station eines Krankenhauses mache, werde ich auch zu dem Schluss kommen, dass eine Mehrheit der Bevölkerung Knochenbrüche und üble Verletzungen mit sich herumschleppt. Methodisch also fragwürdig.

  44. 44 Barefoot 22. September 2008 um 21:57 Uhr

    Hallo, ich war auch auf der DEMO in Berlin und bin jetzt auf diese Seite gestoßen!
    vorab: ich arbeite viel mit Statistiken und wenn ihr wollt kann ich bestimmt eine wiisenschaftliche Studie finden die beweißt dass die Erde ein hohles Ei ist (ironie).
    Aber bei solch einem Thema geht es nicht um Statistiken, sondern um MENSCHEN!

    Ich habe aber noch eine Frage, die mich brenned interessiert: Was treibt euch an, dafür Aufzustehen für ABTREIBUNG zu demonstrieren? oder einfach: Warum?

  45. 45 leonie 22. September 2008 um 22:32 Uhr

    @barefoot:
    diese frage ist leicht zu beantworten: Mein Bauch gehört mir! und nicht dir oder irgendjemand anderen.
    Und deshalb nervt es mich unglaublich wenn Menschen wie du sich in Sachen einmischen, die sich nicht angehen, such dir doch`n neues Hobby.

  46. 46 Psychopapst 23. September 2008 um 0:55 Uhr

    Netter Versuch der Begriffsverdrehung, werte_r Barefoot. Aber niemand ist „für Abtreibung“ bloß weil man dagegen ist Frauen die Schwanger sind zum Austragen zu zwingen. Genausowenig wie man übrigens automatisch Abtreibungen verbieten lassen möchte, bloß weil man sie ablehnt.

    Ich lehne es beispielsweise auch ab Menschen das Tragen von Hawaiihemden in Tateinheit mit Schnauzbärten, Goldketten und Socken in den Sandalen zu verbieten und trotzdem bin ich nicht für solche ästhetischen Katastrophen.

  47. 47 Alexa 23. September 2008 um 10:03 Uhr

    Fazit aus der bisherigen, leider gar nicht stattfindenden „Diskussion“. Alles, was von ganz links kommt, ist gut, alles, was von anderer Stelle kommt, wird sofort diskreditiert und ist schlecht. Die wirklichen Argumente werden von Ihnen vorsichtshalber gar nicht beachtet, denn da fehlt es dann an Argumenten (Kein Wort zu Recht auf Leben und die Konsequenzen, wenn man das Recht für bestimmte Menschen einschränkt, kein Wort bezüglich logischer Schlußfolgerungen, kein Wort zu Kindern mit Behinderungen, nur Parolen und Polemik – schade). Kümmern Sie sich bitte einmal um die Fakten. Mit Sprüchen wie „Mein Bauch gehört mir“ kommt man nicht weiter, ebensowenig mit Totschlagsargumenten. Daß man leichtfertig abtreiben darf, halte ich für äußerst bedenklich, Leonie, Sie tun mir ehrlich leid, wenn Sie eine so menschenverachtende Haltung haben müssen. Sie meinen vermutlich „ethische“ Gründe, wenn es um Abtreibung geht. Gegenfrage: wenn es keine Ethik gibt, wie soll die Menschheit enden? Im Kannibalismus, im totalen Krieg (da gab es nämlich keinerlei Ethik mehr!), im Recht des Stärkeren? Entweder man erkennt dieselbe Würde jedes einzelnen Menschen auf der Welt an oder wir werden böse enden. Versuchen Sie bitte einmal eine logische Schlußfolgerung oder Gegenargumentation, ohne jegliche Polemik. Das ganze hat übrigens auch mit Religion nichts zu tun, sondern ausschließlich mit nachvollziehbaren Grundlagen einer menschlichen Gesellschaft, ohne die sie einfach nicht funktionieren kann.
    Zu „Pro“ Familia, um den Seufzer zu beantworten:
    Hans Harmsen, einer der Gründer von PF, war Schüler von Alfred Grotjahn, dem Begründer der deutschen „Sozial-Hygiene“. Von 1925 bis 1940 war Harmsen Geschäftsführer der „Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung“, Zitat am 25.06.1930: „…die den neuen Vorbedingungen für die Bevölkerungspolitik durch ihre wissenschaftliche Erforschung gerecht zu werden suchte.“ aus: Medizinische Welt, Heft 12, 1931. 1926 gestaltete er eine Ausstellung über Eugenik, bei der es unter anderem um die „Begrenzung der Fortpflanzung Erbkranker ging“. Nachzulesen in einer Festschrift für Harmsen von 1981. Die Gründerin der IPPF, der Dachorganisation von „Pro“Familia, Margaret Sanger, sagte: „Es gibt nur eine Antwort auf die Notwendigkeit einer höheren Geburtenrate der Intelligenten, und das ist, von der Regierung zu fordern, als erstes die Bürde der Irren und Schwachsinnigen von unseren Schultern zu nehmen.“ Aus: Population and Development Review, Band 17, Nr. 1, März 1991, herausgegeben vom Population Council. Und noch einmal „Pro“ Familia, diesmal aus der Schrift zum 10-jährigen Bestehen des Vereins in Bremen 1988, S. 31: „…Die Verhütungsberatung von Ärzten war damals (bei der Gründung 1952) weniger auf eine autonome Lebensplanung gerichtet, sondern sie galt vielmehr der Einschränkung unkontrollierter Vermehrung vornehmlich der armen Schichten als mögliche gesellschaftliche Last“.
    Genügt das für Erste? Von diesen Belegen gibt es noch haufenweise weitere.
    Freue mich auf Antwort.

  48. 48 leonie 23. September 2008 um 10:15 Uhr

    @Psychopapst: Ich wie du bin für eine freie, selbstbestimmte Wahl der Frauen, da hast du Recht, aber dass alles beinhaltet für mich auch „FÜR“ Abtreibung zu sein beziehungsweise mich FÜR sie einzusetzen und ihre Legalität(v.a für die so gewährleistete medizinische Versorgung) zu wahren so wie gegen „ethnische Gründe“ vorzugehen, die Abbrüche anscheinend „unmoralisch“ machen. Denn erst wenn dies alles gewährleistet ist, können sich Frauen wirklich frei für einen Abbruch oder gegen einen entscheiden.
    Und für Abtreibung zu sein heißt ja wohl noch lange nicht, dass man andere Menschen deshalb dazu „zwingen“ will Abbrüche vornehmen zu lassen. Dass mit dem zwingen ist dann eher Barefoots Angelegenheit….

  49. 49 leonie 23. September 2008 um 14:48 Uhr

    @Alexa, don`t worry, ich muss dir nicht „leid“ tun, spar dir dass lieber mal für andere auf…
    und was hat bitte eine Abtreibung mit „totalen Krieg“ zu tun???
    Bei einem Krieg töte ich mir völlig unbekannte mit meinem Leben meist nicht verbundenen Menschen, um im besten Fall territorialen Gewinn für „mein Land/Staat/König“ zu erzielen.
    (Und in einer zeit wo in Europa Abbrüche „verboten“ waren uns alle achso moralisch, gab es ja wohl ein paar mehr Kriege und Gräueltaten)
    Bei einem Schwangerschaftsabbruch entscheide ich allein über MEINEM Körper, dass heißt aber doch lange nicht dass ich auch über andere Körper bestimmen will, oder gar andere Menschen ermorden will! LOGIK?????
    Dass heißt auch nicht leibe Alexa, dass nur weil ich das Recht fordere allein über meinen Körper zu entscheiden,ein schlechterer Mensch bin oder „ganz ganz böse“.
    Ich verlange nur die Freiheit als Individuum selbst entscheiden zu dürfen was für mich das Beste ist!

  50. 50 Julinoir 23. September 2008 um 15:05 Uhr

    @ alexa:
    ich habe mir halt die freiheit genommen, deine argumente (hüstel) auf ihren wahrheitsgehalt hin zu untersuchen. ich habe darauf hingewiesen, dass du
    1) dich auf einen Nazi-Wissenschaftler berufst, der seine unhaltbaren Erkenntnisse auf Mord an vom Nationalsozialismus verfolgten aufbaute und nach 1945 als „Lebensschützer“ zweifelhafte Lorbeeren erntete. Dazu von dir übrigens kein Wort.
    2) dich aus Statistiken berufst, die auf methodisch unzulänglichen Studien beruhen. Übrigens bist du diejenige, die damit angefangen hat, sich auf Zahlen zu berufen. Blöd halt, wenn es leicht zu demontierende Pseudo-Studien sind, auf die man sich stützt. Auch dazu hast du dich nicht geäußert.
    3) Offenbar aus Mangel an besseren Argumenten: Holocaust-Relativierung und Ideologievorwurf ohne weitere Begründung.
    Ich denke, an deinem Beispiel zeigt sich ganz gut, wie so genannte Lebensschützer „argumentieren“:
    - Versuche moralischen Druck aufzubauen durch eine diffuse Berufung auf angebliches vorgeburtliches Leben. Der angebliche „wissenschaftliche“ Beweis ist dann einer, der in der Embryologie keinerlei Anerkennung findet und zudem von einem Nazi-Wissenschaftler stammt, der unter menschen- und lebensverachtenden Bedingungen geforscht hat.
    - der Versuch frauenfreundlich zu erscheinen, weil Frauen ja angeblich so unter Abtreibungen leiden. Tatsächlich entpuppen die Studien sich dann als hochgeradig tedenziös und methodisch fehlerhaft.
    Ich kann ja verstehen, dass du das nicht so toll findest, wenn dich jemand hartnäckig auf deine wenig konsistene Argumentation aufmerksam macht. Damit muss man aber rechnen, wenn man eine so durchschaubare Strategie benutzt. So, und jetz noch Viel Spass damit.

    p.s. Deine Ausführungen über hans harmsen – seien sie nun wahr oder nicht – sind ja total spannend, aber was hat das mit meiner Argumentation zu tun? Ich berufe mich nicht auf den Typen. Du hingegen kommst relativ schnell mit Blechschmidt als angeblich unverdächtigem Wissenschafler …

  51. 51 bigmouth 23. September 2008 um 15:06 Uhr

    @alexa: ganz simpel. embryonen und föten haben noch keinen geist, also keine interessen, also kein recht auf leben. dass sie menschen sind, ist egal. ethisches argument fertig

  52. 52 Alexa 23. September 2008 um 18:05 Uhr

    Danke, daß Ihr so konstruktiv auf Argumente antwortet – was sagen denn die Beleg-Fanatiker jetzt zu den Belegen über „Pro“ Familia – wieder ignorieren und Nazi-Keule auspacken? Verehrter Julinoir, besser belegen kann man es nicht, gell. Ich hätte da gerne eine argumentative Antwort, bisher geht von Ihrer Seite nur die Polemik weiter, kann man mit Ihnen denn gar nicht diskutieren?

  53. 53 PunPuniChu 23. September 2008 um 23:02 Uhr

    Ich weis nicht, ich hätte fast gedacht, hinter alexa versteckt sich ein troll aber die posts und „argumentationen“ sind einfach zu lang und der/die verfasser_in scheint seeeehr von gewissen einschlägigen seiten und wissenschaftlern überzeugt zu sein. vielleicht ein bisschen zu sehr.

    Es hilft leider nicht viel aber wenn alexa auf all die bisher erbrachten fundierten und nachvollziehbaren gegenargumentationen und enthüllungen ihrer/seiner fundemantalistisch reaktionären „beweise“ nicht einmal reagiert sagt das schon viel über alexas seriösität aus.
    Ich finde, jemand, der Pro-Choicer Menschenfeinde und Mörder nennt und gleichzeitig einen nationalsozialistischen Wissenschaftler mit höchst menschenfeindlichen Forschungsmethoden „unverdächtig“ nennt, sollt eigentlich nur noch ignoriert werden (wobei natürlich zu erwähnen ist das alexas gelaber bockmist ist, nicht das jemand den rotz noch ernst nimmt, würde er unkommentiert stehen bleiben).

    Aber das haben julinoir, leonie und co. ja schon einwandfrei formuliert.

    ich sehe nur irgendwie keinen sinn mehr mit alexa zu diskutieren da fundierte gegenbeispiele ignoriert oder ihnen irgendwelche ideologische hintergedanken zugeschrieben werden (und wer das recht auf abtreibung mit nem totalen krieg vergleicht, ist in meinen augen enfach nicht mehr ernst zu nehmen bzw. ein troll)

    Außerdem sollten alexas und konsorten mal beachten: Das Recht auf Abtreibung bedeutet nicht Verbot der Mutterschaft. Frau kann abtreiben, frau kann aber auch mutter werden. Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Deswegen Pro-Choice.
    Verbot der Abtreibung bedeutet hingegegen Pflicht zur Mutterschaft. Egal ob frau sich dem gewachsen fühlt oder nicht. Anti-Choice wäre passender oder Pro-Foetus (Das „life“ der mutter scheint ja nicht von bedeutung zu sein).

    Allerdings scheinen die Pro-Lifer zu denken, Pro-choicer seien für eine Abtreibungspflicht („ich würde niemals abtreiben bla bla bla“ schön, musste auch nich. tolle sache wenn man die wahl hat).
    Ich versteh das verlangen nach kontrolle über die körper anderer (frauen) nicht. Es geht niemanden was an außer die schwangere selber.

    Übrigens hab ich bei den Pro-Life Seiten nix über Betreuung nach einer Geburt gelesen. Föten scheinen wertvoller zu sein als Frauen und geborene Kinder.

  54. 54 Emanze vom Dienst 24. September 2008 um 7:59 Uhr

    Leonie schrieb:
    „Frauen dürfen leichtfertig abtreiben.
    Ach ja und hat sich schon mal einer überlegt, dass uns (Frauen), dass mit “den ethnischen Gründen” vielleicht indoktriniert wird,von diesen ganzen christlichen Fundis da draußen.
    Frauen dürfen mit ihrem Körper tun und lassen was SIE wollen, auch leichtfertig abtreiben.
    Natürlich ist es Scheiße wenn Frauen die nicht wollen abtreiben müssen, aber darum gehts hier nicht, sondern darum Frauen eine freie Wahl ohne moralischen Ballast zu geben.“

    Liebe Leonie,

    wenn ich schreibe, dass meines Erachtens keine Frau leichtfertig abtreibt, dann beruht diese Aussage auf meinen eigenen Erfahrungen in einem Land, wo bis vor sechs Jahren eine Frau nach Holland fahren musste, um den Eingriff durchführen zu lassen. Dieses ferne Land heisst übrigens Schweiz. Wenn eine Gefängnis riskiert, überlegt sie sich wirklich gut, ob sie eine Schwangerschaft austrägt oder abtreiben lässt. Nix mit leichtfertig. Übrigens ist die Abtreibungsrate in der Schweiz seit der Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen gesunken, was meine Theorie bestätigt, dass mit einer liberalen Regelung mehr Alternativen zur Verfügung stehen.

    Was du übrigens so abschätzig moralischen Ballast nennst, nenne ich Gewissen. Mein Gewissen gehört eben so mir selber, wie mein Bauch. Was für mich richtig ist, mag für dich falsch sein, gibt dir aber kein Recht, meine Massstäbe zu verurteilen. Umgekehrt nehme ich mir auch nicht das Recht heraus, das zu verurteilen, was dir richtig scheint.

  55. 55 crashintoahouse 24. September 2008 um 10:00 Uhr

    emanze, vielleicht war es deine absicht, die forderung so zu formulieren, dass eventuell auch die pro-lifer damit glücklich werden können.
    denn eine propagierte befürchtung ist ja, dass frauen ihre heranwachsenden zellhaufen ab der absoluten legalisierung der abtreibung massenhaft übern jordan schicken ohne einen gedanken mehr daran zu verschwenden, dass man etwas mit dem potential zur persönlichkeit vernichtet.
    leichtfertig sein (oder nicht) müssen frauen aber dürfen. und hinterher die verantwortung dafür tragen. autonomie bedeutet nicht nur selbststeuerung sondern auch selbstverantwortung.

    die gefahr liegt darin, wenn du dich mit den fundis auf eine ebene begibt und ihnen zusicherst, das keine frau leichtfertig abtreibt.
    damit rechtfertigst du die forderung nach autonomie und gestehst den fundis zu, dass eine frau mindestens im büßergewand auftreten muss, wenn sie ihr recht auf selbstbestimmung durchsetzen will.

    geschichtlich gesprochen: du unterstützt die infantilisierung der frau, die jahrtausendelang wie ein kind behandelt wurde und noch heute wird, imdem sie erstmal vor einer moralischen autorität beweisen muss, dass sie bestimmte rechte (und die damit einhergehenden pflichten) aus gutem grunde fordert. rechte, die von dieser moralischen autorität zugesichert werden, sind aber keine rechte sondern nicht weiter als gönnerhafte ausnahmen, die die regel bestätigen.

  56. 56 leonie 24. September 2008 um 10:16 Uhr

    Meines Erachtens treibt keine Frau leichtfertig ab sondern nur dann, wenn sie zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Möglichkeit sieht, ein Kind aufzuziehen.

    Vielleict fällt es dir nicht auf aber mit einem solchen Satz stellst du nunmal Frauen „bloß“ die einen Abbruch durchführen haben lassen, auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit hatten dass Kind ohne Probleme aufzuziehen. Für mich hört sich das eben so an als ob du dass „abtreiben an sich“ schon verwerflich findest solange FRAU dazu keinen guten, moralisch vertretbaren Grund hat.

    Es tut mir auch leid wenn es so rüber kam als wollte ich dir in deine Entscheidung reinreden nicht abzutreiben, dass ist wirklich deine Sache.
    Aber trotzdem ist dieses Frauen treiben nicht leichtfertig ab in meinem Augen schon eine vorweg genommen Entschuldigung für Abbrüche und da gibts aber nunmal nicht zu entschuldigen oder rechtfertigen, da wie du sagts es nunmal eine individuelle Entscheidung ist.
    Und jeder darf aus jeglichem Grund abtreiben!

    Und dass mit dem gewissen finde ich auch immer ne ganz schwierige Sache, da dieses ja ZUM TEIL, nicht dass ich wieder falsch verstanden werde, Produkt des jeweiligen gesellschaftlichen Wertekodex ist und dieser verurteilt Abtreibungen nunmal, wenn sie leichtfertig und ohne entschuldigung kommen!

    @Crashintoahouse: meine rede…

  57. 57 bigmouth 24. September 2008 um 11:47 Uhr

    liebe emanze, warum soll ich das gewissen von leuten nicht kritisieren dürfen? das ist doch auch das ergebnis von (möglicherweise nicht besonders konsequent reflektierten und überlegten, aber immer noch:) urteilen. und die können falsch sein. und frauen zu erklären, warum sie sich von ihrer empfundenen moralischen last auch freimachen können, finde ich gerade – emanzipatorisch

  58. 58 Alexa 24. September 2008 um 11:55 Uhr

    Und wieder nur Polemik, ich habe niemanden einen Mörder genannt, Holocaust-Relativierung? Von mir kein Wort, von Ihnen nur Totschlagsargumente. Zu Blechschmidt: erstaunlich, daß ein von Linnksextremisten verfaßtes Buch (Vorsicht Lebensschützer) für absolut glaubwürdig gehalten wird, aber Broschüren des Weltbevölkerungsfonds oder „Pro“Familia-eigene Schriften für unglaubwürdig. Wenn Blechschmidt ein reiner Nazi wäre, hätte er nie ein Buch über das Menschsein eines Embryonen geschrieben, denn genau die waren ja bei den Nazis keine Menschen. Man sollte also doch schonmal unterscheiden zwischen ideologischen Verirrungen, die Blechschmidt leider offenbar hatte (wußte ich nicht, allerdings müßte man das auch aus einer glaubwürdigen Quelle beziehen, womit ich mich auf Eure Ebene begebe), und wissenschaftlichen Forschungen, die ohne Ideologie später durchgeführt wurden. Hoffentlich verurteilen Sie auch die Atomforscher, die in den USA die Atombombe gebaut haben, nachdem sie aus den Nazi-Forschungslaboren in die USA gebracht worden waren.
    Biologisch betrachtet sind wir übrigens alle reine Zellhaufen, vermischt mit viel Wasser – wo bitte ist der Unterschied?
    bigmouth: wenn das Recht auf Leben von Geist und Interessen abhängt (Singer läßt grüßen): was ist mit Menschen, die im Koma liegen? Die haben auch keinen Geist und keine Interessen – töten? Was ist mit Neugeborenen, die von Singer genauso definiert werden – töten? Genau auf dieser Grundlage ist Peter Singer der Meinung, daß ein erwachsenes Schwein mehr Lebensrecht hat als ein neugeborenes Kind. Ist das wirklich ein ethisches Argument?
    Und von Ihrer Seite kommen überwiegend trollige Nebenkriegsschauplätze.
    Zur angeblich wenig konsistenten Argumentation: Sie alle gehen von individuellen bis egoistischen Theorien aus, keiner von Ihnen begibt sich auf eine allgemeine menschliche oder naturrechtliche Ebene. Diese Grundlage ist absolut subjektiv und einseitig, Sie alle gehen immer nur von sich selbst aus. Hier geht es aber um Dinge, die den Menschen als solches betreffen, seine Zukunft und seine Wertigkeit. Wenn wir aber uns offenbar auf verschiedenen Ebenen befinden, kann ich Ihnen genau denselben Mangel an Konsistenz vorwerfen. Dafür spricht, das bei jedem Gegenargument sofort mit Totschlagsparolen und falschen Unterstellungen versucht wird, schlechtzureden. Eine Methode, die ich hoffentlich nie anwenden werde, denn sie ist einfach unseriös.

  59. 59 Alexa 25. September 2008 um 9:24 Uhr

    Guten Morgen, hier fehlt schon wieder meine Antwort, bitte einstellen und dafür sorgen, daß meine Antworten NICHT mehr als Spam registriert werden, würde die Sache sehr erleichtern.

    Danke und Gruß,

    Alexa

  60. 60 Alexa 25. September 2008 um 9:28 Uhr

    Leonie: ich habe nie behauptet, neutral zu sein, aber ich bemühe mich, objektiv zu sein. Ist ein Unterschied. Und McCain und Palin haben wenigstens eine Position, Obama hat keine.
    Und zum totalen Krieg: ich erkläre das gern noch mal: es geht hier nicht um Abtreibung. Es geht darum, dass eine Gesellschaft verroht und dass nur noch das Recht des Stärkeren gilt, sobald man anfängt, bestimmten Gruppen von Menschen das Recht auf Leben und die Menschenwürde abzusprechen. Damals waren es Juden, Sinti/Roma und andere, heute sind es Kinder vor der Geburt, Menschen mit Behinderungen und schwerkranke Menschen. Ein totaler Krieg, wie er damals geführt wurde, konnte nur geführt werden, weil eben genau die Würde des Menschen keine Rolle mehr spielte -klar soweit?
    Gruß, Alexa

  61. 61 admin 25. September 2008 um 9:48 Uhr

    @Alexa: das passiert automatisch mit dem spamfilter, aber ich gucke dort regelmäßig rein und fische deine kommentare raus. wenn du glück hast, verbessert sich dein spam-karma auch mit der zeit …

  62. 62 bigmouth 25. September 2008 um 10:12 Uhr

    an naturrecht kann ich als nichtreligiöser mensch nicht glauben. ich halte es für ein sehr wirres konzept. und warum menschenwürde einem fötus zukommen soll, leuchtet mir schlicht nicht ein.

    es gibt unterschiedliche konzeptionen von ethik. dass man es allerdings für ethisch hält, frauen dazu zu zwingen, zu gebären, ihre autonomie über leben und körper einzuschränken unter berufung auf menschenwürde, finde ich lachhaft

    historisch gesehen haben frauen immer nach mitteln und wegen gesucht, schwngerschaften abzubrechen. wenn das illegal ist, wird es halt uU in der hinterhofklinik von einem pfuscher erledigt. ich empfehle ihnen “Deproduktion – Abtreibung im internationalen Kontext” von Sarah Diehl zum Thema. weltweit geschehen glaube ich 50% aller abtreibungen illegal. verbote bringen also nicht viel, ausser dass sie massiv das leben von frauen gefährden. wollen sie das?

  63. 63 bigmouth 25. September 2008 um 10:17 Uhr

    und ja: ich halte euthanasie in einigen fällen für gerechtfertigt, und ich halte die tötung von neugeborenen für weniger tragisch als die von anderen menschen. ich glaube nicht, dass solche sachen eine gesellschaft zwangsläufig verrohen. verbote einer gesellschaft, die 50% ihrer mitglieder plötzlich für bestimmte fälle das selbstbestimmungsrecht über ihren körper wegnimmt, sehe ich dagegen als bereits verroht an

  64. 64 leonie 25. September 2008 um 13:22 Uhr

    Ok Alexa, du ach so moralischer Mensch, willst also dass allen Frauen ihr Recht auf freie Entscheidung über ihren Körper genommen wird um eine Gruppe von Zellhaufen zu schützen?
    Und nimmst dadurch in Kauf dass sich Frauen, ja eine ziemlich große Gruppe, dadurch limitiert und in ihrem Recht verletzt fühlen…

    Sehr etnisch korrekt muss ich schon sagen!(Ironie)

  65. 65 KeineKreuze 25. September 2008 um 14:26 Uhr
  66. 66 Alexa 27. September 2008 um 10:42 Uhr

    Guten Morgen,

    bin gespannt auf die Verbesserung meines Spam-Karmas…

    Naturrecht ist eben genau nicht religiös, sondern beruht auf logischen Ursachen und Schlußfolgerungen für das Zusammenleben einer menschlichen Gesellschaft. Ja, es gibt unterschiedliche Konzeptionen von Ethik, aber keine dieser Konzeptionen beruht darauf, diese nur auf bestimmte Menschen anzuwenden, sondern jede seriöse Philosophie geht von der Gleichwertigkeit aller Menschen aus.
    „Pro“ Familia habe ich deshalb erwähnt, weil alle Eure Thesen genau von dieser Seite eingeführt wurden, was immerhin zum Nachdenken über die Ursprünge Eurer Theorien anregen könnte.
    Jetzt kommen Sie wieder mit unbelegten Statistiken, könnte ich meckern, tu ich aber nicht. An Hunger sterben jährlich 10,3 Millionen Menschen weltweit, eine fürchterliche Zahl, an Abtreibung sind es nach UNO-Angaben 41 Millionen. Inzwischen bin ich leicht irritiert darüber, daß Ihnen alles egal ist, wenn nur der Bauch Ihnen gehört. Es kommen von den meisten wieder keine Argumente, sondern nur Wiederholung alter Polemik.
    Übrigens bin ich ein absoluter Verfechter der Gleichberechtigung, wo aber das Leben und die Würde eines anderen Menschen beginnt, endet diese Gleichberechtigung – reine Logik, was ist höher zu bewerten: meine Selbstbestimmung oder das Lebensrecht von Menschen – selbst Juristen, die ja sonst jeden Paragraphen drehen und wenden, wie sie wollen, wägen solche Rechte ab, um eine klare Entscheidung zu treffen. Da habe ich von Ihrer Seite noch kein logisches, schlüssiges oder nachvollziehbares Argument gehört. Liebe Leonie, die Ironie zieht leider nicht. Denn wenn wir alle nicht moralisch denkende Menschen sind, wird unsere Gesellschaft wieder zusammenbrechen, wie im Dritten Reich, wie im Kommunismus oder im 30-jährigen Krieg, wo irgendwelche Leute ihr Selbstbestimmungsrecht über das Lebensrecht von anderen Menschen gestellt haben. Es hat einfach alles dieselbe Ursache.

    Überall da, wo Abtreibung legalisiert wird, steigen die Abtreibungszahlen in massiver Weise – kann doch auch nicht Sinn der Sache sein?

    Habe jetzt auch die wissenschaftliche Studie aus Oslo zum Post Abortion Syndrome gefunden, die sogar in Ihren Augen „Neutral“ genug sein dürfte und belegt, dass es sehr wohl negative Folgen für Frauen nach einer Abtreibung gibt: www.biomedcentral.com/content/3/1/18.

    Schönes Wochenende,

    Alexa

  67. 67 bigmouth 27. September 2008 um 11:16 Uhr

    interessant, dass sie meinen, mit dem utilitarismus eine der wichtigsten westlichen ethiktraditionen als unseriös abqualifizieren zu können. auch platon und aristoteles wären wohl über „Gleichwertigkeit aller Menschen“ mit ihnen kaum einverstanden. schon spannend, wenn einem laien philosophie erklären

    sie finden es also richtig , frauen unter strafandrohung zum gebären ungewollter kinder zu zwingen (nichts anderes verbirgt sich hinter niedrigeren abtreibungstahlen), oder sie dem risko auszusetzen, durch hinterhofpfuscher zu sterben?

    ausserdem beharren sie schlciht auf dem standpunkt: fötus ab zeugung=mensch=ehtisch genau so relevant wie jeder andere. begründen sie das doch mal!

    zum naturrecht. was halten sie denn noch alles darüber begründbar? ist homosexualität sünde?

  68. 68 Alexa 06. Oktober 2008 um 11:16 Uhr

    Lieber Blogchef, danke für die Verbesserung meines Spam-Karmas.

    Na wenigstens noch einer, der antwortet: Sie sind ja offenbar Experte, der wieder nur versucht, jemanden, der andere Argumente bringt, durch bestimmte Wortwahl in eine bestimmte Ecke zu drängen?

    Die klassische Antike litt unter dem Fehlen eines absoluten Menschenwürdeprinzips, wissen eigentlich alle Experten. Und selbst die alten Griechen sprachen dem Embryo ab einem bestimmten Tag schon eine Seele zu, obwohl sie wissenschaftlich noch gar nicht in der Lage waren, soweit zurückzugehen.

    Zu Homosexualität – wieso erwähnen Sie denn „Sünde“, kommt dieser Begriff etwa im Naturrecht vor, wäre mir tatsächlich neu…..
    Zeugung = Mensch ist biologisch erwiesen, selbst absolute Abtreibungsverfechter wissen, daß zum Beispiel ab dem 41. Tag das MENSCHLICHE Herz des Kindes schlägt – ist es also ein Mensch oder nicht – was ist es sonst? Und wer hat das Recht, den Begriff des Menschen einzuschränken? Sie als Experte?
    Ich finde es richtig, Leute zu bestrafen, die an Abtreibungen Geld verdienen, von der Bestrafung von Frauen reden nur Sie. Wenn man heute hier bei uns keine Kinder möchte, hat man hinreichend Möglichkeiten, das zu verhindern. Und ich bin tatsächlich der Meinung, daß man für sein Tun Verantwortung tragen muß. Wenn ich also definitiv kein Kind möchte, kann und muß ich Vorkehrungen treffen oder mich auf bestimmte Art und Weise verhalten.
    Schönen Tag noch, Alexa

  69. 69 gtz 06. Oktober 2008 um 12:04 Uhr

    Und selbst die alten Griechen sprachen dem Embryo ab einem bestimmten Tag schon eine Seele zu, obwohl sie wissenschaftlich noch gar nicht in der Lage waren, soweit zurückzugehen.

    mithin hatten die alten zausel keinen schimmer, was sie da von sih gaben, und dieses argument wertlos.

    der rest dieses blödsinns is genauso hahnebüchen.

  70. 70 Alexa 07. Oktober 2008 um 9:42 Uhr

    Die alten Griechen waren intelligent und selbsteinsichtig genug, um zu ahnen, daß in ihrem Konzept noch etwas nicht vollkommen ist, eine Gabe, die vielen Menschen heute offenbar vollkommen fehlt – danke für Ihren in dieser Hinsicht erhellenden, ansonsten leider vollkommen unbrauchbaren Kómmentar, gtz….
    Und hochstehende Philosophen als alte Zausel zu bezeichnen, verstärkt diesen Eindruck leider noch. Gibt es denn hier niemanden, der ohne jegliche Polemik und jenseits dummer Sprüche diskutieren kann? Darf ich mal fragen, wie alt die Diskussionsteilnehmer hier so sind? Gruß, Alexa

  71. 71 dodo 07. Oktober 2008 um 11:25 Uhr

    Das bringt doch eh nix – entweder ist man der Ansicht, der Zellhaufen gilt als schützenswertes menschliches Leben – oder eben nicht. Und über diesen Punkt lässt es sich schlecht drüber raus diskutieren.
    Denn wo/wann genau menschliches Leben überhaupt anfängt, ist weniger eine biologische als eine philosophische frage.
    und da ändert sich die meinung ständig.
    im mittelalter galt das ungeborene kind als „da“, sobald die mutter es fühlte. auch unter christen. die einstellungen dazu werden sich immer ändern und dem jeweiligen zeitgeist anpassen.

  72. 72 Alexa 13. Oktober 2008 um 11:30 Uhr

    Guten Morgen, Dodo,

    kurze Gegenfrage: was ist, wenn jemandem einfällt, allen Leuten, die sich Dodo nennen oder die rote Haare haben, das Lebensrecht abzusprechen, weil der Zeitgeist der Meinung ist, Rothaarige oder Leute namens Dodo sind „lebensunwert“ oder „nicht zum Leben bestimmt“ oder nur gut für „sozialverträgliches Frühableben“ (Kennen Sie die Begriffe? Der erste ist aus dem Dritten Reich, die beiden anderen ganz aktuell im Zusammenhang mit Kindern mit Behinderungen vor der Geburt und Rentnern, die früh sterben!!!)? Ist ein gefährliches Pflaster, sich auf den Zeitgeist zu verlassen, denn der ist unberechenbar, siehe gesamte Geschichte. Eine Gesellschaft braucht ethische Grundlagen, um zu existieren.

  73. 73 dodo 13. Oktober 2008 um 11:53 Uhr

    joa. nur der zeitgeist ist bei den sog. lebensbefürwortern eben genauso schwankend, gelle? ;)

  74. 74 crashintoahouse 09. November 2008 um 16:18 Uhr

    wenn diese gestalten hier schon rumspammen müssen, können die nich mal wen schicken, der sowas ähnliches wie argumente auf lager hat? oder zumindest mal auf argumente eingeht?

    das ist ja nur peinlich…

  75. 75 lili 23. April 2009 um 12:17 Uhr
  76. 76 gtz 23. April 2009 um 12:53 Uhr

    und wieder lässt dus an argumentation missen. was du findest oder nich, is dein privatvergnügen. das interessiert niemanden, hier schon garnich. und ganz genauso geht dich die private selbst- und lebensgestaltung irgendwelcher anderer leute was an. also tu uns allen den gefallen und lass dich eingraben. widerliche lebensschützerscheisse.

  77. 77 gtz 23. April 2009 um 12:54 Uhr

    nachtrag:

    und ganz genauso geht dich die private selbst- und lebensgestaltung irgendwelcher anderer leute was NICHTS an.

  78. 78 Fusies 23. April 2009 um 13:58 Uhr

    Was dieses vermeintliche „Fakt“ angeht, nach einer Schangerschaft ein Mensch entsteht, so ist dem hinzuzufügen dass eine Schwangerschaft auch unwillentlich jederzeit unterbrochen werden kann. In einem solchen Fall ist die Schwangerschaft ebenfalls beendet, ohne dass zu „100%“ ein Mensch entsteht. Halte dich mal an die Hinweise von gtz, was Argumente anbetrifft.

  79. 79 dodo 23. April 2009 um 14:52 Uhr

    was ist denn zu erwarten von jemandem, der sex mit nem spaziergang auf der autobahn vergleicht…

  80. 80 gtz 23. April 2009 um 15:04 Uhr

    sicherheitsgurte am bett?

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