Archiv für August 2008

Frau, Mädchen,…


(merci an Tasha für das Bildle<3)

Es wurde zu einer DER klassischen Fragen des 3rd Wave Feminismus: Frau oder Mädchen?
Sogar die Riot Grrrls feiern inzwischen unter dem „erwachsenen“ Namen Ladyfest.
Und eine ausgewachsene Frau ist oft auch eben das Gegenteil der „Forever young“-Hysterie des allgegenwärtigen Schönheitsmythos. Eine erwachsene Frau hat auch nicht mehr automatisch das Attribut „harmlos“. Als Frau wird man eher Ernst genommen als als Mädchen. Und haben nicht allerspätestens die Spice Girls bewiesen, dass das „freche Mädchen-Image“ für den Feminismus eher kontraproduktiv ist? (mehr…)

Nur 11% aller angezeigten Vergewaltigungen führen zur Verurteilung des Täters in Österreich. In Zahlen sind das 100-130 verknackte Personen. Die erwähnt derstandard.at in einem Artikel über eine grausige Entführung und Vergewaltigung in Kärnten (Trigger). Wundert’s da noch immer, wenn von Feminist_innen, Jurist_innen, Frauenrechtler_innen und Co. die berühmte „Dunkelziffer“ betont wird?

„Selber schuld“

Es ist nichts neues, daß Opfern von Vergewaltigung vorgeworfen wird, sie seien in gewisser Weise „selbst schuld“, weil sie Alkohol getrunken haben. Und obwohl es so unglaublich offensichtlich hanebüchen ist, scheint diese Meinung noch immer verdammt populär zu sein.
Meist wird das nur mehr oder weniger transparent angedeutet, was an und für sich schon ekelhaft genug ist.
Aber immer mal wieder taucht jemand aus der Versenkung auf, der sich nicht zu blöd ist, diesen absurden Unsinn offensiv zum Besten zu geben:

Peter Hitchens (…) has now thrown his two pence into the Daily Mail’s stupendously thoughtful salon on how women should stop getting themselves raped.

Und die drucken das auch noch ab.
Gott sei Dank gibt es Menschen wie Melissa McEwan, die ihre Wut nicht verbergen und dagegen anschreiben. Immer wieder, bis es vielleicht auch mal dem/der letzten klar wird.
(Vorsicht, Triggerwarnung).

Der britische Geheimdienst stellt seit dem Jahr 2008 auch homosexuelle Agent_innen ein. Bis dato gab es eine Klausel, die dies verbot, da Schwule und Lesben als leicht erpressbar galten… Ein Schritt nach vorn in Sachen gleichberechtigter Verwertbarkeit.

Versteht mich nicht falsch! Aber mir wäre schon lieber sie wäre 10-15 kg schwerer…

Ich dachte ich schreibe mal kurz zu etwas, das mich ein wenig irritiert hat…

Als ich einen Blog durstöberte blinkte rechts eine Sponsorenanzeige die mir seltsam vorkam.
Es war eine Porno-Seite, die kommen mir eigentlich immer seltsam vor. Aber irgendetwas schien mir suspekt an der Seite. Ich habs neugierigerweise mal angeklickt und neben den üblichen Genital-in-your-Face-Shots oder „Zwei Fäuste für ein Halleluja“, die man auf einschlägigen Seiten dieser Art nun mal erwarten muss, fiel mir eins ins Auge: ungefähr 50% der Models waren dürr. Ich meine nicht dünn, ich meine Eingewölbter-Bauch dürr.
Mich hat zwar teilweise auch die infantilisierende Darstellung der Mädels mit zwei Zöpfchen und rosa Sachen gestört aber das ist meine persönliche Ansicht der Dinge. Man muss noch hinzufügen dass die meisten der Mädels relativ kleine Oberweiten haben was ja im Prinzip nicht schlechtes ist (nicht nur Frauen mit großen Brüsten- echt oder nicht – sind „sexy“ etc). Aber ich hab das dumpfe Gefühl das es dazu dient die Kindlichkeit der Models noch hervorzuheben. Naja, ich bin wohl paranoid…

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Homo=unrein???

Der Spiegel über den schwierigen Stand von Homosexualität im „Migrantenmilieu“.

[Düsseldorf ] lovely little ladyfest

Für Kurzentschlossene, Sommerlochgequälte, Schwänzer_innen, Ladys, Rrriot Girls und sonstige Queerulant_innen ist ein Besuch in der (zweit)schönsten Stadt am Rhein ab morgen ein Muss, erwartet die_den geneigte_n Besucher_in dort doch ein „Tag voll Theorie, Aktion und Musik in geballter, linker und unkommerzieller Form“ der sich dem heterosexistischen Mainstream entgegen stellt und sich und alle dabei seienden fragt: „wo stehen wir heute eigentlich wirklich?“

wann: am 15./16. august 2008
wo: im hinterhof – linkes zentrum und in der brause in düsseldorf bilk.
was: den auftakt macht am freitag abend um 20 uhr antje basedow mit ihrem kabarett-programm „ein richtig gutes gefühl“. am samstagmorgen geht es weiter mit vorträgen zum thema neuer feminismus?, netporn identities und riot grrl (mit filmen), ags zu sexismus und gender, theorie und praxis-workshops zu radical handcrafting und djing (ladies only) und einer podiumsdiskussion zum thema geschlechterverhältnisse. am abend rocken block shot, und coco killer chemistry hat versprochen, uns mit einem elektroset die ohren wegzublasen. die anschließende party werden dann die ladies aus dem dj-workshop bestreiten
wer: ingeladen sind alle, denen (hetero-)sexismus auf die nerven geht und die lust auf diskussionen und eine fette party haben, also ladies, transgenders, gentlemen, lesbians, gays und friends. – join ladyfest! whatever your gender may be…

www.ladyfest-duesseldorf.de

Ich hab das Programm gelesen und bin: Fan!

Über den „Petersilien-Effekt“ entblößter Frauenkörper auf jeglicher noch so schnöden Werbetafel schreibt Simone Herz in der PNP: klick

Klare Statements ­ „gegen Gewalt, Sexismus, Rassismus“ sollen viele Bilder des Künstlers Max Weinbergs sein, anlässlich dessen 80. Geburtstag die Stadt Frankfurt/Main ihm eine noch bis 31.08. zu sehende Ausstellung widmet. Zwischen 16 und 21h ist Weinberg überdies persönlich in der AusstellungsHalle Schulstraße 1A(in unmittelbarer Nähe zum Frankfurter Museumsufer) anwesend. Go here

Ich trink mich bi

Anscheinend kann man sich als Hetero auch das eigene Geschlecht schön trinken. Und schwupps versucht man, den sexuellen Aspekt wegzuerklären.