Neues Jungenbild oder Identitätszerstörung?

Im Genderblog nimmt sich Ulrike Spohn mit einem sehr lesenswerten Kommentar dankbarerweise dem momentan so populären Thema Jungenförderung an. Wie man an den Kommentaren sieht, wäre das noch öfter nötig…


16 Antworten auf “Neues Jungenbild oder Identitätszerstörung?”


  1. 1 only aa but xxx 17. September 2008 um 12:19 Uhr

    der ist ja mal kreuzdoof, der artikel. bestätigt aber wiederum, dass es sich bei genderkritik, die sich losgelöst von anderen gesellschaftlichen unterdrückungsmechanismen betreibt, um nichts anderes als kapitalismusoptimierung handelt:

    „Man sollte aber bei all dem auch nicht vergessen, dass Mädchen trotz höheren Bildungs- und Qualifikationsniveaus den Sprung in die Führungsetagen später nicht schaffen – im Gegensatz zu ihren oft schlechter qualifizierten Kollegen.“

    nicht, dass ich es für wichtig halte „jungenförderung“ zu betreiben, die kritisierten artikel sind ebenfalls ziemliche tieffliegerei, aber sich auf die rahmenbedinungen unter denen da von geschlecht gesprochen wird so widerspruchsfrei zu reproduzieren ist schon eine widerliche sache.

    auf dieses dümmliche geschwätz von vorbildern, will ich mal gar nciht weiter eingehen.

  2. 2 gtz 17. September 2008 um 13:02 Uhr

    bei genderkritik, die sich losgelöst von anderen gesellschaftlichen unterdrückungsmechanismen betreibt, um nichts anderes als kapitalismusoptimierung handelt

    genau aus dem grund halte ich mich von irgendwelchen geschlechterdiskursen in bürgerlichem kontext einfach fern. keine der daran beteiligten taugen irgendwie als gesprächspartner.

  3. 3 genderwars 17. September 2008 um 14:36 Uhr

    Zumindest zeigt der Artikel recht schön, wie FeministInnen so ticken, auch wenn sich unsere lieben Linken grade versuchen sich von Frau Schwarzer distanzieren um überhaupt noch nen bisserl glaubwürdig rüberzukommen. Es ist schon bemerkentswert, da verkauft die feministische Bewegung sich seit jahrzehnten als menschenfreundlich, tolerant, sozial, friedlich bla bla…

    Tja und nu, der Schleier ist gefallen, wir blicken in die Fratze der weiblichen Asozialität, des Egoismus und der Misandrie. Egal ob neue Feministinnen, Alt-Feministinnen, Cyberfeministinnen, Bachblüten-Feministinnen, alles dat gleiche.

  4. 4 gtz 17. September 2008 um 14:52 Uhr

    deine antifemistischen ressentiments und antilinken reflexe kannste woanders abladen.

  5. 5 genderwars 17. September 2008 um 15:18 Uhr

    Es ist also antilink, wenn man eine Ideologie anzweifelt, welche sich Toleranz gegenüber anderen Menschen (Hautfarbe, Religion etc.) ganz groß auf die Fahne geschrieben hat, im Gegenzug allerdings seit 30 Jahren eine faschistische Bewegung toleriert die gegen 50 % der Weltbevölkerung hetzt? Alles klar.

  6. 6 gtz 17. September 2008 um 15:38 Uhr

    ob man jetz überhaupt einer „ideologie“ anhängen soll, sei mal dahingestellt, aber dein geiferndes ressentiment, das den feminismus als unterdrückungswerkzeug imaginiert, is so peinlich reaktionär, dass sich die auseinandersetzung mit dir grundsätzlich erübrigt.

  7. 7 crashintoahouse 17. September 2008 um 15:45 Uhr

    2:0 für gtz

  8. 8 gtz 17. September 2008 um 16:04 Uhr

    ich hoffe ja inständig, dass die moderation hier, deinen schund einfach stehn lässt. sone astreine demaskierung deines wahns krieg ich argumentativ in 100 jahren nich hin.

    massenmord. meine herrn.

  9. 9 dodo 18. September 2008 um 10:44 Uhr

    Ich hab mal vorsichtig hier moderiert… darf ich darum bitten, zukünftig auf Beleidigungen zu verzichten und außerdem darauf hinweisen, daß antifeministische polemik auf einer seite namens mädchenblog irgendwie unsinnig und überflüssig ist?
    Danke.

  10. 10 crashintoahouse 18. September 2008 um 11:07 Uhr

    was der typ geschrieben hat war tatsächlich keine beleidigung oder propaganda, sondern eine totale enthüllung aller patriarchalen urängste.

    sowas selbstentlarvendes muss einfach stehen bleiben.

  11. 11 dodo 18. September 2008 um 11:13 Uhr

    gerade deshalb stehts ja auch noch da.
    und das mit den beleidigungen war auch nicht an ihn gerichtet;)

  12. 12 crashintoahouse 18. September 2008 um 11:18 Uhr

    sein letzter post ist doch zensiert worden? der, in dem er schreibt, faministinnen riefen zum massenmord an männern auf?

  13. 13 lahmacun aka Laura 18. September 2008 um 11:35 Uhr

    ach ne, wurde wieder mal s.c.u.m. ausgepackt? – so erkennt man sie, die maskulisten. immer dasselbe.

  14. 14 dodo 18. September 2008 um 13:29 Uhr

    na, dann ist der verschwunden, bevor ich ihn gesehen habe. egal, auch nicht schade drum.

  15. 15 crashintoahouse 18. September 2008 um 14:17 Uhr

    fol auf maskulisten-safari. seltene exemplare gucken.

  16. 16 unicat79 01. Oktober 2008 um 21:10 Uhr

    Hallo, jetzt muss ich mich auch mal zu Wort melden.
    Ich bin auch der Meinung, dass sich mit der heutigen Klischee-Hypermaskulinität gründlich aufgeräumt gehört. Ich spreche hier als Experte, denn ich bin selbst ein Mann. Ich merke jeden Tag – ja jede Stunde irgendwelche Geschlechterklischees und ich habe sie gründlich satt, denn sie engen mich ein. Über meine modische Orientierung und Experimentierfreudigkeit kam ich zum Thema Geschlechterrollen und Diskriminierung, denn ein Mann, der stolz darauf ist, gut auf High Heels öffentlich laufen zu können ist wirklich nicht ganz alltäglich. Zuerst war ich der Meinung ich hätte einen an der Waffel, weil mir so etwas gefällt. Nach der Konsultation eines Psychologen fing ich an zu begreifen, wer eigentlich nicht ganz sauber ist: die Gesellschaft, die ihre modischen Rollenvorstellungen auf mich projiziert. Als meist vorurteilsfrei denkender Mensch begann ich dann zu lesen – meist Soziologie und Sozialpsychologie – und mir wurde ein häßliches Bild einer Gesellschaft offenbar, die Stereotype als Zweck der Unterdrückung von Frauen und Männern benutzt. Ja, die schöne Heteronormativität. Jetzt wurde meine bis dato ausschließlich modische Neigung politisch. Ich begann mich für Gleichberechtigung ohne wenn und aber und für alle Bevölkerungsgruppen einzusetzen, was ich heute und nach meiner Diplomarbeit auch in der Politik bei der Partei mit den Sonnenblumen verstärkt forcieren werde. Ich werde mithelfen, die reaktionäre und sexistische alte Männerrolle zu zerstören und dem Geschlecht eines Menschen den Platz in der Wichtig-Skala geben, den es verdient hat: nämlich den Nachrangigen.
    Ich möchte für Männer genauso Entfaltungsmöglichkeiten zu traditionell eher feminin besetzten Domänen wie umgekehrt. Ich werde dafür sorgen, dass bei der Erziehung Geschlechterrollen unterbunden werden. Der Junge hat das selbe Anrecht auf ein rosa Kleidchen, wie das Mädchen. Hier geht es um das Ändern von Identitäten.
    Mode ist ein Spiegel dessen, und hier muss angesetzt werden. Nach der EU-Kommission bin ich der absolute Traummann: legt Wert auf Partnerschaft auf Augenhöhe, wo sich jeder alles teilt, macht sich frei von Geschlechterstereotypen (Absatzschuhe, Strumpfhosen, Rock), findet es toll Kindererziehung mitzugestalten (ohne Rollen), hat was gegen Benachteiligung von Frauen und Männern, hat genügend Eier in der Hose, um zu sich zu stehen und legt Wert auf Kommunikation, kann Gefühle zeigen, hasst ganz harte Kerle mit tiefergelegten Prollkutschen, hasst Konkurrenz in der Kumpels-Runde (meiner ist der längste…), hasst allgemein typisch männliche Stereotype, weil sie ihm einfach peinlich sind und er es nicht nötig hat seine Männlichkeit so primitiv zur Schau zu stellen. Er ist auch gerne mal passiv und lässt die Frauen ihn anflirten, die ihn interessant finden. Er legt Wert auf Frauen mit Grips. Puppies findet er langweilig und oberflächlich.
    Tja, das bin ich – und ich glaube ich bin einer der wenigen Emanzipierten. Schade, denn Männlichkeit lässt sich heute besonders eindrucksvoll beweisen, indem man nicht damit auf Machoart rumprollt. Hier ein kleiner Einblick:
    www.gofeminin.de/my-world/unicat79

    Liebe emanzipierte Grüße

    Unicat

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