Von Venusweibchen und Marsmännchen. Version „Wandelagentinnen“.

Ich kann’s echt nicht mehr aushalten. Alle paar Wochen „beglückt“ mich der Spiegel mit irgendeiner Titelgeschichte von wegen Frauen Venus, Männer Mars, blahblahblahblubber. Diese Woche ist der Krampf schon auf dem Coverbild nicht zu fassen: Weltallhintergrund, nackter Typ auf nem orangefarbenen Kugeldingens, nackte Frau auf nem blauen. Soll wohl eben Mars und Venus darstellen. Gähn. Dazu noch Worte wie „Warum Frauen nach Glück streben und Männer nach Geld“. Ah ja. Alles klar. Noch nie dagewesen. Oh, ja, sorry, neeeee, natürlich sind das die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse!!!!
Ich geb dieser Zeitschrift noch bis Ende des Jahres. Noch so ein Blödsinn und ich kündige mein Abo.

Prinzipiell geht es um die zigste Wissenschaftlerin, die herausgefunden haben will, daß ein Mann keine Frau ist und eine Frau kein Mann. Aha. Garniert ist das dann auch mit so wissenschaftlichen Sätzen wie

Vermutlich ist dabei Testosteron im Spiel.

Und natürlich geht es nur um Mann und Frau. Alles was nicht in dieses Schema passt interessiert eh nicht. Oder gibt’s gar nicht. Na gut, keine große Überraschung. Verkauft sich wohl auch nicht so gut. Es gibt aber eben mehr Planeten, die um unsere Sonne kreisen als nur Mars und Venus – unter anderem auch einen bewohnten, nennt sich Erde, und auf der sollten sie mal schön bleiben.

Ach, was gäbe es nicht alles zu sagen! Aber hab ich dazu noch Lust? Klappe, die hundertste?
Die ach so revolutionäre Wissenschaftlerin heißt Susan Pinker. Ihre These ist so im Großen und Ganzen, daß Frauen nach ihren (natürlich „typisch weiblichen“) Neigungen gehen. Männer natürlich nicht. Die wollen Geld. Anders als Frauen. Und das liegt ja schon in den Genen.
Alles klar?
Gäbe es nicht so viele Leute, die derartigen Kram wirklich für die seriöse Form von Wissenschaft halten, wäre das Teil nur ein einziger Witz. Öfter mal kommen so Sahneschnittchen wie „das führt die Frauenbewegung ad absurdum.“ Liebe Frau Pinker, liebe SpiegelredaktuerInnen – wenn Frauen wirklich genetisch dazu programmiert sind, überhaupt gar nicht so „unweibliche“ Dinge wie Karriere, politische Mitbestimmung, Gleichberechtigung usw. zu wollen – wozu gab und gibt es dann überhaupt eine Frauenbewegung? Und warum hat diese Frauenbewegung so ganz ungenetisch ordentlich Krawall gemacht (wo den Mädels doch das Testosteron fehlt und eh nur die Männer aggressiv und straight forward sind) statt blümchenstreuend mit ihren Soft Skills ganz diplomatisch mal freundlich gefragt, ob es denn recht wäre, wenn sie bitte in Zukunft wählen dürfen.
Aber von Anfang an. Mrs. Pinker ist nämlich, jawohl, Feministin. Ist ja momentan modern, sich so zu nennen. Macht bei manchen zwar keinen Sinn, aber egal.

Pinker jedoch nimmt für sich in Anspruch, eine Feministin zu sein: Keinesfalls sollten ihre Erkenntnisse die Benachteiligung der Frauen im Arbeitsleben zementieren, beteuert sie.

Das ist ja ganz nett von ihr. Aber auch so ne Modewelle: geht’s im medien-feministischen Diskurs nur noch um Arbeitsplätze? Ich meine, das ist ja eine prima Sache, wenn man Frauen den Karriereaufsteig nicht mehr verbauen will. Aber wenn es nur darum geht, daß Frauen die Wirtschaft vorantreiben sollen, dann ist das nicht mein Feminismus. Wenn sich eine freiwillig dafür entscheidet, soll sie ja die Möglichkeit dazu haben. Aber wenn das alles ist, isses fürn Arsch. Das hat mit Emanzipation dann auch nix mehr zu tun.

Zur gleichen Einschätzung gelangt auch eine aktuelle Studie der „Deutschen Bank Research“: Sie machen die Frauen als „Agenten des Wandels“ aus. Im kommenden Jahrzehnt seien sie diejenigen, die die Regeln der Arbeitswelt verändern und modernisieren werden.

Prima! Noch nie dagewesen, daß man das jeweilige Frauenbild den aktuellen patriarchalischen Bedürfnissen anpasst! Endlich! Zeitweise durfte frau zierlich und zerbrechlich sein, um als Statussymbol fürs Männe herzuhalten, in Kriegszeiten die zupackende, praktische Soldatenmutter, dann mal wieder das Shopping Girl, um all die schönen bunten Dinge zu kaufen, äh, shoppen – und jetzt wird frau halt zu „Agentin des Wandels“ gemacht.
Aber als Agentin ist man eben auch nur Angestellte: schon Scully hatte so ihre Probleme mit Vorgesetzten. Männlichen Vorgesetzten. Aber das muß ja so sein, das hat Mama Natur nämlich so eingerichtet:

Frauen, so lässt sich die US-Psychologin lesen, fühlten sich viel wohler mit ihren – schlecht bezahlten – Arbeitsplätzen in Kindergärten, Grundschulen und an Krankenbetten; in den Chefetagen seien sie fehl am Platz.

No comment.

Jetzt fragt man sich doch, wie sie auf diese originellen Erkenntnisse kommt. Nun, auf mindestens genauso einfallsreiche Weise wie ihr Ergebnis:

Die biologische Basis dieser Unterschiede lässt sich heute naturwissenschaftlich nachweisen – sie zeigt sich im Gehirn.

Ich weiß ja nicht – aber hat da noch jemand außer mir ein ganz, ganz schmerzhaftens Déja-vu? So eins, daß sich ca. alle paar Tage mal wiederholt? Nicht nur bloß Fehler, sondern ganzer Wackelkontakt in der Matrix?

Und im Allgemeinen sind die Sprachzentren im weiblichen Gehirn besser vernetzt als bei Männern. Frauen haben ein dickeres Corpus callosum; es verbindet die beiden Hemisphären und dient als Transportweg für Sprache und Emotionen.

Und deswegen sind Frauen so emotional – selbstverständlich ist Aggression, Wut und alles „unweibliche“ in dem Fall keine Emotion. Würd ja so schlecht in das hübsche Malen-nach-Zahlen-Bildchen passen. In dem darf nämlich nur der Mann der Boss sein. Und wird ganz nebenbei auch als verhaltensgestörter Masochist gezeichnet, der – biologisch bedingt durch seine natürliche Verhaltensweise natürlich – keine Freunde hat, kein Bock auf Familie und keine Bücher liest. Mal ganz nebenbei – fühlt sich da irgendjemand der männlichen Leser beschrieben? Nicht? Dann wedert ihr nie an der Spitze eures Konzerns stehen! Prophezeit Frau Pinker. Frauen auch nicht. Die verhalten sich ja allgemein nicht so. Laut Frau Pinker.

Aber natürlich kann sie Ausnahmen nicht leugnen. Ist ja auch blöd, wenn die Weiber sich so vortun müssen und man dann auch noch mitkriegt, daß hie und da mal eine Frau bißchen mehr macht als nur nen Halbtagsjob.

Paradoxerweise äußerten gerade besonders talentierte Frauen (…), dass sie sich in ihrer Arbeit eingeschränkt fühlen.

Joa. Liegt aber nicht etwa an miesen Bedingungen für Frauen. Sondern? Richtiiiiiig: alles biologisch bedingt!!!!
Über Männer hat sie auch ein paar Weisheiten kund zu tun. Die sind genausowenig nett wie die über Frauen.

Es gibt unter den Männern mehr Genies, aber auch mehr Idioten als unter den Frauen.

Ich hör jetzt auf.
Vielleicht geht die Altherrenriege des Spiegels (nicht nur da…) irgendwann mal in Rente. Und vielleicht muß ich dann nicht mehr zum hunderttausendsten Mal die gleichen abgenudelten Thesen lesen.
Der Mensch soll ja lernfähig sein.
Das liegt im übrigen daran, daß das Gehirn keine fest geformte Masse ist, sondern ständig „in Bewegung“. Sprachzentren werden nämlich hauptsächlich dann größer, wenn der Bedarf groß ist. Wird was nicht gebraucht, dann wird’s auch nicht triniert – Muskeln eben. In dem Fall halt der „Denkmuskel“.
Ist aber jetzt nicht so wissenschaftlich wie Theorien von genetisch veranlagten Kingergärtnerinnengenen…

EDIT: Gibt darüber (wie in den Kommentaren schon erwähnt) einen Text bei MPunkt, den ich (bis auf 2 bestimmte Abschnitte) empfehlen möchte.
Auch themenrelevant und interessant: „Warum biologische Erklärungsmuster in der Debatte um Geschlechterrollen wieder Zuspruch finden“.

EDIT #2: Auch die Mädchenmannschaft dröselt den Bullshit nochmal auf.


63 Antworten auf “Von Venusweibchen und Marsmännchen. Version „Wandelagentinnen“.”


  1. 1 Sven 23. September 2008 um 14:40 Uhr

    Wer für die Bild am Montag Geld ausgibt, darf sich nachher nicht wundern, dass er nur ARtikel vom Niveau der Bild am Sonntag bekommt. ;)

  2. 2 dodo 23. September 2008 um 14:45 Uhr

    Anders als bei der Bild schimmern durch den Spiegel aber auch Hoffnungsblitze.

  3. 3 revolution 23. September 2008 um 14:49 Uhr

    Viel besser wäre es doch, diesen ganzen Unterscheidungsunsinn dann mal konsequent zu Ende zu denken: sex ist sowieso irrelevant, gender als soziales rollenbild wird alles entscheidend und Menschen die sich dann ‚männlich‘ verhalten, werden zu Männern erklärt, und Menschen die sich ‚weiblich‘ verhalten zu Frauen. Alles andere wird ins Tierreich hinabgestoßen und fertig ist die alles erklärende Geschlechtereinstufung… dann könnte man sich das ganze Geld für die vielen ’seriösen‘ Studien zu Geschlechterunterschieden sparen und ins Shoppen investieren :d

  4. 4 dodo 23. September 2008 um 14:57 Uhr

    auch blöd, daß noch nicht mal die lieben tierchen sich immer brav an die „alles erklärenden“ geschlechtereinstufungen und rollenklischees halten.

  5. 5 bigmouth 23. September 2008 um 15:00 Uhr
  6. 6 dodo 23. September 2008 um 15:09 Uhr

    nach dem ersten satz hatt ich irgendwie keine lust mehr, weiter zu lesen…

  7. 7 Sahra 23. September 2008 um 15:17 Uhr

    Hallo Dodo!
    Ich fand MPunkts Artikel ganz interessant, auch wenn der Einleitungssatz scheiße ist.
    Ich würde mich freuen, wenn du MPunkts Feindbild auseinandernehmen würdest. Ich denke auch nicht, dass ihr so weit auseinanderliegt, wie MPunkt in seinem Artikel nahelegt.

    Gib dir einen Ruck,
    alles Liebe von Sahra

  8. 8 W.I. 23. September 2008 um 15:37 Uhr

    dodo, mich hat dein Gestammel auch bereits nach dem ersten Satz genervt, schließlich wusste ich genau was kommen würde: Selbstinszenierung nach dem Muster xyz passt nicht zu meinem Feminismus.
    Bei MPunkt dagegen wird der Artikel mal inhaltlich kritisiert und nicht an einem Maßstab, den die Autoren gar nicht teilen, blamiert.

  9. 9 Wer eine Bügerliche Zeitung kauft 23. September 2008 um 15:41 Uhr

    Darf sich nicht wünderen ,dass sie Bürgerlich ist…Ich verstehe die aufregung nicht -wahr doch klar

  10. 10 laylah 23. September 2008 um 15:57 Uhr

    http://mpunkt.blogsport.de/2008/09/22/spiegelfem/

    lies das mal. ernsthaft. das ist gut.

  11. 11 Sven 23. September 2008 um 18:50 Uhr

    „Anders als bei der Bild schimmern durch den Spiegel aber auch Hoffnungsblitze.“
    Klar, gibt es bei denen ab und mal Hoffnungsschimmer, aber im allgemeinen sind die stramm neoliberal und verblödend. Das Fatale ist eigentlich, dass die ‚guten‘ beiträge einen Pluralismus vorspiegeln, den ich während meines früheren Abonnements nie erlebt habe…

    Gebt euer Geld lieber für den Freitag aus, die können das gebrauchen udn fabrizieren so einen Schwaschsinn nicht… ;)

  12. 12 okrinom 26. September 2008 um 1:37 Uhr

    Wenn man wissenschaftlich anderer Meinung ist, als die genannte Psychologin, muss man die Ergebnisse schon inhaltlich angreifen, also aufzeigen wo Sie methodische Fehler gemacht hat oder wo man in der Interpretation der bestehenden Daten nicht übereinstimmt.

    Nur zu sagen wie blöd man die Ergebnisse findet ohne sie inhaltlich falsifizieren zu können ist wenig zielführend in meinen Augen.

    Im Gegensatz zur Autorin des Blogartikels und einiger Kommentatoren, kann ich nicht sagen ob ich die Ergebnisse für belastbar halte oder nicht. Persönliche Erfahrungen und ein „Gefühl“ wie die Realität aussieht, hat in dieser Diskussion keine Bedeutung, da sich aus ihnen nunmal keine statistische Aussage ableiten lässt.

    Ich finde es ehrlichgesagt schlicht anmaßend von der Autorin die Ergebnisse als „unseriös“ darzustellen ohne auch nur einen eizigen inhaltlichen Kritikpunkt (derer es mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr viele gibt) zu präsentieren.

    Persönlich muss ich sagen, dass es mir deutlich schwerer fällt bestimmte Ergebnisse der Quantenmechanik zu akzeptieren als die Aussage von Frau Pinker, statistische Trends gefunden haben will, soll heissen, dass die Welt nunmal vollkommen anders und viel bizarrer ist als wir intuitiv glauben.

    Insgesamt halte ich dodos Text für eine inadäquate Antwort auf den Spielgel Artikel und die Aussagen der Psychologin.

  13. 13 gtz 26. September 2008 um 3:38 Uhr

    Ich finde es ehrlichgesagt schlicht anmaßend von der Autorin die Ergebnisse als “unseriös” darzustellen ohne auch nur einen eizigen inhaltlichen Kritikpunkt (derer es mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr viele gibt) zu präsentieren.

    ich danke dir. wenn es eine kritik gibt, dann muss sie am gegenstand geführt werden. moralische entrüstung is als kritik an den zuständen wertlos.

  14. 14 illith 27. September 2008 um 3:17 Uhr

    Nur zu sagen wie blöd man die Ergebnisse findet ohne sie inhaltlich falsifizieren zu können ist wenig zielführend in meinen Augen.

    (…) Persönliche Erfahrungen und ein “Gefühl” wie die Realität aussieht, hat in dieser Diskussion keine Bedeutung, da sich aus ihnen nunmal keine statistische Aussage ableiten lässt.

    eine solche sachliche auseinandersetzung ist auf jeden fall eine wichtige sache, aber warum soll es parallel dazu nicht auch unsachliche, subjektive und emotionale beiträge zum thema geben?

  15. 15 MPunkt 27. September 2008 um 8:14 Uhr

    @ okrinom: dann lies halt mal meine Kritik, die ja auch hier verlinkt wurde – da werden inhaltliche Fehler nachgewiesen.

    @ dodo: natürlich der erste Absatz und der letzte, weil da das maedchenblog kritisiert wird. Zugegeben, auf eine polemisch zugespitzte Art, denn dass Ihr den Spiegel-Titel abfeiern würdet, habe ich dann doch nicht wirklich erwartet. Dass das aber zu den Aussagen mancher Artikel hier (gut, dass Deutschland ne Kanzlerin hat, das macht Mädchen mut zu so einer Karriere; voll sexistisch-ungerecht, dass nackte Frauenkörper zu Werbezwecken benutzt werden und nackte Männerkörper nicht so oft; Eva Hermans Biologismus ist schlimm, weil er Frauen an den Herd drängen will [ja und wenn ein Biologismus was anderes sagt?]) passen würde – dabei bleibe ich schon.

  16. 16 lahmacun aka Laura 27. September 2008 um 8:38 Uhr

    voll sexistisch-ungerecht, dass nackte Frauenkörper zu Werbezwecken benutzt werden und nackte Männerkörper nicht so oft

    sexistisch ja, „ungerecht“ nein. du verstehst es einfach nicht.

  17. 17 MPunkt 27. September 2008 um 9:06 Uhr

    Was soll denn die Beschwerde über „öfter als“ anders ausdrücken, als „ungerecht“? Das steckt doch schon dadurch drin, dass man das über den Vergleich „kritisiert“. Denn „öfter x als y“ sagt ja erstmal noch gar nix darüber aus, warum x, y, oder das öfter als verkehrt und/oder schädlich sein sollen. Wenn diese sachliche Feststellung als Kritik vorgetragen wird, dann geht das eben nur, wenn man den Maßstab, dass es gleich sein sollte an sie heran trägt, also Gerechtigkeit fordert.

  18. 18 lahmacun aka Laura 27. September 2008 um 9:23 Uhr

    du abstrahierst wieder mal vollkommen vom inhalt. dabei, dass frauen öfters (!) nackig zu finden sind zB in werbung, handelt es sich um ein symptom.

  19. 19 lahmacun aka Laura 27. September 2008 um 9:27 Uhr

    das ist ne zustandsbeschreibung. ist ganz einfach: schau dir mal aktuelle werbesujets an und dann zählst du ab. dann kannste sagen: x frauen sind abgeildet, y männer. wenn x größer als y, dann werden frauen öfters abgebildet. da ist von gerechtigkeit nicht die rede.
    was nicht heißen soll, dass es nicht feminist/innen gäbe, die dann so argumentieren. aber das aus ner zustandsbeschreibung abzuleiten, ist schon zu viel des guten, mpunkt.

  20. 20 lahmacun aka Laura 27. September 2008 um 9:37 Uhr

    Wenn man wissenschaftlich anderer Meinung ist, als die genannte Psychologin, muss man die Ergebnisse schon inhaltlich angreifen, also aufzeigen wo Sie methodische Fehler gemacht hat oder wo man in der Interpretation der bestehenden Daten nicht übereinstimmt.

    die liebe frau beschäftigt sich mit hirnen, die bereits ausgebildet sind. dass diese sich unterscheiden, ist kein wunder – wegen der geschlechterrollen. das hirn von ner 20-jährigen frau ist 20 jahre lang mit geschlechtsspezifischen erwartungen bombardiert worden – das des mannes auch. idr handeln die menschen dann teilweise auch den erwartungen entsprechend.

    es gab mal ne untersuchung, da kam raus, dass es viel mehr männl. taxifahrer gibt. man hat dann deren hirne untersucht – und die schlussfolgerung war, dass männer nunmal ein besseres räuml. orientierungsvermögen hätten.

    ein paar jahre später wurde dieses ergebnis widerlegt. wie? es wurden nun auch hirne von weibl. taxifahrern untersucht (hatte man zuvor einfach nicht gemacht). die hatten auch solche hirne. es waren nämlich keine „männerhirne“, sondern „taxihirne“.
    und diese taxihirne entstanden beim taxifahren – unsere hirne verändern sich durch unsere handlungen.

  21. 21 bigmouth 27. September 2008 um 12:03 Uhr

    eben. ich gehöre nun nicht zu den leuten, die glauben, es könnten ohne kulturelle einflüsse statistisch gesehen gar keine natürlichen geistigen unterschiede zwischen der menge aller männer und aller frauen existieren. da gibt es einige hinweise, die dafür sprechen. sehr beeidnruckend fand ich auf dem ladyfest den transmann, der es immer als quatsch immer zurück gewiesen hatte, wenn andere transmänner die auswirkungen von testosteron beschrieben, und plötzlich diese änderungen auf stimmung etc. an sich selbst erlebte

    aber dieser ganze artikel strotzt so vor grotesken fehlschlüssen, dass es zum lachen ist. oder zum weinen. die wissenscvhaftler haben vo anfang an eine these, die sie auf teufelkommraus belegen wollen: alle relevanten unterschiede sidn natürlichen ursprungs. extrem widersprüchliche ergebnisse werden doch bescheuerte ad-hoc-theorien (kapitalistische gesellschaft ist natürlicher als andere) uminterpretiert. hat mpunkt wirklich sehr gut auseinandergenommen

  22. 22 lahmacun aka Laura 27. September 2008 um 12:39 Uhr

    ja, mpunkts kritik ist sehr passend; aber daran, dass dieses gebashe* am anfang und zum schluss förderlich ist für ne disku, hab ich schon meine zweifel.

    *auch wenn es zum teil/zur gänze stimmt/stimmen sollte, macht man es den anderen dann doch einfach.

  23. 23 MPunkt 27. September 2008 um 17:36 Uhr

    @ lahmacun: Gegen die Zustandsbeschreibung habe ich doch gar nix gesagt, sondern dagegen, dass man meint, die mit „ungerecht“ kritisiert zu haben. Oder meinetwegen auch, diese als Symptom dafür herzunehmen, wie ungerecht es doch zwischen den Geschlechtern hergeht und das für ne Kritik zu halten. Denn da trägt man ja immer nur den moralischen Maßstab „(durchschnittliche) Gleichheit“ an die Sache heran, ganz egal, worin diese überhaupt besteht. Dann will man eben 50% Frauen im Bundestag, die dann dort statt der Männer bisher dort Bevölkerungspolitik betreiben (statt eine für linke Feministinnen – Schock!), statt den Staat abschaffen. Und auf das maedchenblog trifft diese Kritik leider meistens zu.

    ***

    Andere Blogs zu bashen gehört gar nicht zum Bloggen dazu? :O

  24. 24 crashintoahouse 27. September 2008 um 17:55 Uhr

    Dann will man eben 50% Frauen im Bundestag, die dann dort statt der Männer bisher dort Bevölkerungspolitik betreiben (statt eine für linke Feministinnen – Schock!), statt den Staat abschaffen.

    ich geh konform damit, die isolierte kritik am missstand anzugreifen. aber mir kamen der mb und auch die komentare hier vor, wie ein erster semi-populärer weg für angehende revolutionärInnen, sich mit antireaktionären inhalten vertraut zu machen. irgendwann reicht es eben nicht mehr, sich über einschlägige medien oder die politik, in der frauenzeugs noch gedöns war, zu echauffieren, sondern es wird einblick in mechanismen verlangt. von da aus ist es zur systemkritik nicht mehr weit.

  25. 25 MPunkt 28. September 2008 um 23:23 Uhr

    Ich versuche noch einmal, meine Kritik klarer auf den Punkt zu bringen:

    Da stört sich jemand an nackten Frauen in der Werbung. Und zwar weil sie als Frau sich mitbetroffen meint, wenn eine andere Frau mit ihrem Körper dafür herhält, dass ein Produkt als so hip erscheinen soll, dass man es sich zulegen will. Da wäre doch vernünftiger Weise mal zu schauen, was Werbung ist, welches Bedürfnis (hip sein, zu den erfolgreichen Gewinnern gehören) sie beim bürgerlichen Individuum anzusprechen versucht, ob man nicht selbst eine falsche Gemeinsamkeit mit „als Frau“ aufmacht und was das überhaupt mit dem Gegenstand zu tun haben soll, sich „als Frau“ auf ihn zu beziehen.

    Gemacht wird aber etwas ganz anderes, nämlich der Übergang in die Moral. So bezieht man sich gar nicht mehr auf den Gegenstand selbst, sondern auf den Gegenstand in Relation zu einem anderen, nämlich nackten Kerlen in der Werbung. Das soll dann ernsthaft die Kritik am Gegenstand sein, dass er, verglichen mit einem anderen, den höheren Maßstab der Gleichheit verletzt. Nun ist Gleichheit eben inhaltlich völlig beliebig. Daher auch meine Spitze, dass man sich hier doch freuen müsste, wenn nicht mehr nur die Miezen, sondern auch die Typen auf dem Spiegel-Cover nackt sind. Ist doch prima, endlich Gleichbehandlung! (Ist man selbstverständlich nicht, weil man ja die nackten Miezen weghaben wollte – nur das kommt in so einer inhaltsleeren und moralischen Kritik wie „Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz“ so gar nicht vor.)

  26. 26 lahmacun aka Laura 29. September 2008 um 10:18 Uhr

    ich weiß nicht, ob sich deine ausführungen an mich richten. ich weiß nur: du bist ein blöder provo-schwanz. (nein, ich brauche keine belehrung bzgl des themas sprachkritik.)

  27. 27 dodo 29. September 2008 um 10:38 Uhr

    1. Bitte nicht wieder Beleidigungen an den Kopf werden – nett bleiben! Merci.
    2. Klar hätte ich den Artikel bzw. die Thesen inhaltlich auseinandernehmen können. Aber wozu? Um die gleichen, schon ewig wiederholten Gegenargumente zu bringen? Hatte ich keinen Bock dazu. Ehrlich nicht. Die Thesen von der guten Frau sind so gnadenlos altbacken, daß es das einfach nicht wert ist. Wer inhaltliche Kritik lesen will, kann gerne den Link zu MPunkt klicken.
    3. @MPunkt: Noch mal: „gut, dass Deutschland ne Kanzlerin hat, das macht Mädchen mut zu so einer Karriere“. hab ich so nicht gesagt. ich meinte, daß man an der tatsache, daß es nun halt mal so ist auch was positives sehen kann, nämlich, daß es mädchen vllt. mut macht, den arsch hoch zu kriegen und sich politisch zu engagieren.
    das ist nicht der einzige aspekt, sondern nur ein einzelner kleiner, der halt mal von mir herausgestellt wurde (so nach dem motto, man kann an allem was positives finden). das heißt NICHT, daß ich frau merkel toll finde oder was sie da so alles verzapft – und schon gar nicht, daß ich die tatsacxhe einer weiblichen kanzlerin als per se geile errungenschaft abfeiere.

  28. 28 MPunkt 29. September 2008 um 10:51 Uhr

    @ Lahmacun: Wegen „Mieze“? Die kommt halt da als solche vor, warum das nicht benennen?

    @ dodo: Und wieso bist Du interessiert daran, unbedingt an allem was Positives finden zu wollen?

  29. 29 dodo 29. September 2008 um 10:58 Uhr

    weil es negatives schon genug gibt und man ohne positives das heulen kriegen würde. die hoffnung stirbt zuletzt usw.

  30. 30 lahmacun aka Laura 29. September 2008 um 11:03 Uhr

    wo kommt ne katze vor?

  31. 31 lahmacun aka Laura 29. September 2008 um 12:32 Uhr

    @dodo: welche hoffnung?

  32. 32 dodo 29. September 2008 um 12:54 Uhr

    hoffnung auf besserung?

  33. 33 crashintoahouse 29. September 2008 um 13:15 Uhr

    dodo, das kann doch nicht dein ernst sein, dass sich mit so ner kuscheligen hoffnungsmentalität, die sich allein aufs nörgeln beschänkt, irgendwas verbessert?

  34. 34 lahmacun aka Laura 29. September 2008 um 13:16 Uhr

    was für ne besserung denn?

  35. 35 dodo 29. September 2008 um 13:53 Uhr

    verbesserung in feministischer hinsicht, beispielsweise.
    und crashintoahouse was genau meinst du mit „hoffnungsmentalität, die sich allein aufs nörgeln beschränkt“?

  36. 36 crashintoahouse 29. September 2008 um 15:03 Uhr

    damit meine ich einen halb-agitierenden kuschelkurs der ne lückenhafte kritik an der situation zu installieren versucht und auf halbem wege schlapp macht. allein ne kanzlerin gut zu finden, dass ist doch makulatur der eigenen handlungsunfähigkeit. auf kosten der bewegung!
    allein eine „hoffnung auf besserung“ zu hegen ist doch völlig vernunftwidrig.
    und was bedeutet für dich „verbesserung in feministischer hinsicht“ konkret?

  37. 37 lahmacun aka Laura 29. September 2008 um 16:29 Uhr

    und was ist ne verbesserung in feministischer hinsicht?

  38. 38 gtz 29. September 2008 um 17:14 Uhr

    ich vermute, darunter is ein abbau der geschlechtsspezifischen ungleichverteilung der durch die verfasstheit der gesellschaft in wirkung gesetzten schrecklichkeiten zu verstehn.

  39. 39 crashintoahouse 29. September 2008 um 21:38 Uhr

    ja…vielleicht.

  40. 40 MPunkt 29. September 2008 um 21:41 Uhr

    Und eine Verbesserung ist es für Dich, dodo, wenn sich mehr Mädchen/ junge Frauen in der Politik engagieren, ganz gleich für welchen Inhalt? Z.B. den, auch Bundeskanzlerin zu werden, um Deutschland mal so richtig voranzubringen?

  41. 41 lahmacun 29. September 2008 um 23:39 Uhr

    mir ist das mit dem „abbau“ zu unspezifisch. wie ist die gesellschaft denn verfasst?

  42. 42 lahmacun 29. September 2008 um 23:42 Uhr

    es engagieren sich auch mädels und frauen in der npd.

  43. 43 tee 30. September 2008 um 5:30 Uhr

    Und eine Verbesserung ist es für Dich, dodo, wenn sich mehr Mädchen/ junge Frauen in der Politik engagieren, ganz gleich für welchen Inhalt?

    mal wieder ein straighter gegenstandswechsel. (lahmacum zieht (auch noch nach godwins gesetz) gleich mit)

    dodo geht es um die (un)gleichbehandlung der geschlechter bzw. darum, dass es frauen evt. hilft auch mal den arsch hochzukriegen. mpunkt wechselt aber gleich mal wieder vom abstrakten engagement zum spezifischen inhalt des engagements, welches hier aber nicht zur debatte steht (und dass, wo er oben (zwischendrin) noch halbwegs richtig den gleichheitsfetischismus kritisiert hat).

    und wozu? um ersteren gegenstand mit den fehlern des zweiten zu blamieren. weil seine kritik schlicht ignoriert wird muss provo her …

  44. 44 dodo 30. September 2008 um 10:39 Uhr

    das mit dem „ganz gleich für welchen inhalt“ hast du mir jetzt angedichtet.
    ich frag mich, wie du da drauf kommst. egal.
    „damit meine ich einen halb-agitierenden kuschelkurs der ne lückenhafte kritik an der situation zu installieren versucht und auf halbem wege schlapp macht.“
    ich würd die aussage „der spiegelartikel ist kacke“ nicht als lückenhaft bezeichnen. kacke ist kacke. das ist bei dem dingens so offensichtlich, daß ich das nicht en detail auseinandernehmen brauche – ich meine, geh bitte: die frau argumentiert mit unterschieden in erwachsenen gehirnen! wie oft wurde der schwachsinn denn schon zerpflückt, da brauch ich nicht zum hundertsten mal damit herkommen!
    wo was genau schlapp machen soll, würde ich gern wissen.
    und das mit dem kuschelkurs muß mir auch erklärt werden.

  45. 45 lahmacun aka Laura 30. September 2008 um 11:25 Uhr

    @tee: natürlich kommt’s auf den inhalt an. oder ist palin jetzt doch ne zu unterstützende feministin? eva herman steht auch in der öffentlichkeit. „hoffnung“?

  46. 46 gtz 30. September 2008 um 12:16 Uhr

    ich möchte auf den artikel verweisen, in dem merkel als staatslenkerine gut gefunden wurde, völlig unabhängig von inhalt und zweck ihrer politik.

  47. 47 lahmacun aka Laura 30. September 2008 um 12:29 Uhr

    danke, kenn‘ ich schon.

    Es gibt Rollenvorbilder, die einem Mut machen. Die nicht in das Weiblichkeitsklischee fallen, sei es Angie Merkel oder Nina Öger. Wenn einem als Frau auch immer noch Barrieren im Weg stehen – immer mehr reißen sie nieder, Stück für Stück.

  48. 48 crashintoahouse 30. September 2008 um 13:22 Uhr

    um das mal kurz inhaltlich zu verdeutlichen: sich als frau in einer männergemachten welt unter anwendung ihrer regeln zu behaupten ist nicht der feminismus. und auch wenn es naheliegend scheint, ist es ein irrglaube, dass mehr frauen in chefetagen zwangsläufig den feminismus voranbringen. es ist eben keine emanzipation, sich den traditionellen riten und regeln der hiesigen wirtschaft und politik zu unterwerfen.
    frauen, die für konservative werte eintreten, als emanzipiert zu bezeichnen ist ein oxymoron.
    tee, diese frauen haben nicht „den arsch hochgekriegt“.

  49. 49 gtz 30. September 2008 um 13:50 Uhr

    ohne allzuweit abzuweichen, möchte kurz einwerfen, dass diese welt und die zustände nich „männergemacht“ sind. „das patriarchat“ is kein verschwörerisch hinter oder vor den kulissen strippenziehender verein.

  50. 50 lahmacun aka Laura 30. September 2008 um 13:57 Uhr

    @crash: da vertrittst du eben schon ne bestimmten richtung des feminismus. (keinen bürgerlichen zB)

  51. 51 flawed 30. September 2008 um 14:04 Uhr

    Vielleicht ist es aber auch so, dass solche Frauen die männergemachte Welt von innen heraus wirksamer verändern als Leute, die den Feminismus gleich mal für überflüssig halten, weil der Kommunismus alle Probleme en passant mit löse.

  52. 52 tee 30. September 2008 um 14:39 Uhr

    lahmacun:

    wie gesagt, der spezifische inhalt ist ein völlig anderes thema. als ob der gleichheitsquatsch plötzlich klarginge wenn die frauen sich nur für das richtige™ engagieren …

  53. 53 crashintoahouse 30. September 2008 um 19:00 Uhr

    tee: interessante position, kannst du das mal erläutern?

  54. 54 crashintoahouse 30. September 2008 um 19:04 Uhr

    will fragen: was wäre falsch daran, wenn frauen sich für das richtige (einen herrschaftsfreien raum, etc.) genauso einsetzten und in diesem agierten, wie männer? und die gestaltung ebenso übernehmen würden?

  55. 55 MPunkt 30. September 2008 um 21:13 Uhr

    Tee, das ist eben kein Gegenstandswechsel, sondern gehört zur Kritik des Gleichheitsanspruchs. Wenn sich darüber beschwert wird, dass viel mehr Männer als Frauen Politik machen, weshalb es gut sei, dass Angela Merkel als role model Mädchen zum Politik machen ermutigt, dann ist dabei eben jeder konkrete Inhalt durchgestrichen. Das heißt eben in der Konsequenz dann, jede Betätigung von Mädchen/ Frauen in der Politik gut zu finden, ganz egal, für welchen Inhalt. Und dagegen sage ich: die Absurdität, dass man an selbst an seinen politischen Gegnerinnen noch gut finden soll, dass die sich wenigstens politisch engagieren, ist die Konsequenz des Gleichheitsquatsches. Also ich wäre ja eher froh, wenn meine politischen Gegner (egal, was die für nen Chromosomensatz oder zwischen den Beinen haben), wenigstens nicht ihren Arsch hochbekämen.

  56. 56 tee 01. Oktober 2008 um 1:18 Uhr

    Das heißt eben in der Konsequenz dann, jede Betätigung von Mädchen/ Frauen in der Politik gut zu finden, ganz egal, für welchen Inhalt.

    deine angedichtete konsequenz, ja. dodo schafft’s vom spezifischen inhalt zu abstrahieren, du mal wieder nicht.

  57. 57 tee 01. Oktober 2008 um 1:23 Uhr

    ps: sport allgemein gut zu finden heisst auch nicht in der konsequenz curling oder jagdsport gut zu finden. verzeihung, aber ein blöderes beispiel fällt mir zu dem blödsinn grad nicht ein.

  58. 58 tee 01. Oktober 2008 um 1:28 Uhr

    crashintoahouse: was ist denn das richtige™?

  59. 59 crashintoahouse 01. Oktober 2008 um 7:12 Uhr

    hatte ich erläutert. im grunde ist das natürlich vom betrachter abhängig, aber im diesen kreisen lässt sich wohl der konsens finden, sich für humanismus und einen herrschaftsfreien raum einzusetzen. oder einfacher: gegen das falsche, gegen fremdbestimmung, unterdrückung, gesellschaftliche muster, die bspw. männer und frauen zu antifeministInnen macht…etc. is ja nie so ganz einfach, da n festen wert zu nennen. aber zumindest n toleranzwert.

  60. 60 lahmacun aka Laura 01. Oktober 2008 um 7:34 Uhr

    ps: sport allgemein gut zu finden heisst auch nicht in der konsequenz curling oder jagdsport gut zu finden. verzeihung, aber ein blöderes beispiel fällt mir zu dem blödsinn grad nicht ein.

    um beim bsp zu bleiben: in dem merkeltext zB wird aber ne jägerin vorgestellt. und die hoffnung formuliert, vllt interessierten sich mädchen – dank jagendem vorbild – mal für sport im allgemeinen.

  61. 61 lahmacun aka Laura 01. Oktober 2008 um 7:39 Uhr

    du tee, tust do, als wäre die kritik vollkommen abstrus. derweilen ist das ne uralte geschichte, die disku dazu kommt doch immer wieder dann auf, wenn nen frau sich um ein politisches amt bewirbt.

    „Sie jubelten, wenn irgendwo in der Welt eine Frau Professor oder Ministerialrätin wurde oder sonst irgendeine Leistung vollbrachte. Dass es nicht nur um die Heraushebung einzelner Bevorrechteter, sondern um die Hebung der so schlecht gestellten Frauenarbeit überhaupt ging, übersahen sie.“ – So zog die Gewerkschafterin Käthe Leichter über die bürgerliche Frauenbewegung her.

  62. 62 MPunkt 01. Oktober 2008 um 10:05 Uhr

    @ tee: Klar „schafft“ dodo es, vom spezifischen Inhalt zu abstrahieren, weil es Ihr, zumindest in der zitierten Aussage, gar nicht um Inhalte geht, sondern um das sachfremde Kriterium, dass sie Mädchen/ Frauen den Anstoß geben könnte,endlich auch Politik zu machen – Jungs/ Männer machen das schließlich schon lange! Auch hier trägt sie also ihr Gleichheitsideal an die Sache heran. Und das ist verkehrt, weil es bei Politik doch gerade auf deren Inhalte ankommt und nicht darauf, wer diese vertritt. Konkretisiert ergibt das eben die Kritikpunkte von Lahmacun (Wie soll sich denn aus ner CDU-Kanzlerin, also einen Erfolg für spezifische Inhalte, der Anstoß ergeben, ganz allgemein Politik zu machen, selbst wenn diese einen ganz anderen Inhalt hat?) und mir (Was soll ganz allgemein politisch Engagement denn bitte taugen, wenn es doch auf spezifische, nämlich kommunistische, Inhalte ankommt?)

  63. 63 crashintoahouse 01. Oktober 2008 um 14:06 Uhr

    ich halte es für sexistisch, eine person die gegen aufklärung kämpft zu unterstützen und als role model vorzustellen, nur weil sie dieselben sexorgane hat wie ich.

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