Mein Bauch gehört… ähh… der Politik??

Kaum ist die Finanzkrise aus den Medien verschwunden, braucht man ein neues, emotional aufgeladenes Thema bei dem alle fröhlich mitdiskutieren können. Und was passt da nicht besser als Schwangerschaftsabbrüche. Genauer gesagt “ Spätabtreibungen“ .
Der CDU Abgeordnete Johannes Singhammer, forderte dazu vor einigen Wochen eine Neuregelung der gesetzlichen Lage zu Abbrüchen ab der 23. Schwangerschaftswoche.
Mit „Neuregelung“ ist in diesem Fall gemeint, Frauen zu einer sogenannten „psycho-soziale Beratung“ zu zwingen und ihnen gesetzlich verordnete 3 Tage Bedenkzeit zu „gewähren“. Frauen entscheiden sich ja immer so schnell um und sind so „emotional wacklige Wesen“, danke Herr Singhammer.(IRONIE)
Die SPD- Frauen Christel Humme und Kerstin Griese, beide „Frauenpolitikerinnen“ und letztere auch noch „Kirchenbeauftragte“ (fabelhafte Mischung, wie ich finde(Ironie)), finden die Idee grundsätzlich auch gar nicht so schlecht, einziger Hacken für sie, eine genauere Kontrolle des Staates über exakte Zahlen und Fakten zu Spätabtreibungen ist ihrer Meinung nach zu viel des „Guten“, entgegen Herrn Singhammer. Na wenn dass nicht mal was ist… auch in diese Ecke ein ironisches Danke.
Die große Koalition liegt also im Streit über ein Thema, dass sie salopp gesagt garnichts angeht.

Muss ich abschließend noch erwähnen, dass der Singhammer-Entwurf in seiner „Neuregelung“ keine Abschaffung( bei tagesthemen.de steht hier sehr „diplomatisch“ Aufweichung) des §218 vorsieht, der Frauen generell wie infantile Wesen behandelt.


45 Antworten auf “Mein Bauch gehört… ähh… der Politik??”


  1. 1 Different 12. November 2008 um 14:04 Uhr

    „Eine Spätabtreibung darf nicht vorgenommen werden, weil das Kind etwa laut einer Pränataldiagnostik voraussichtlich schwer krank oder behindert sein wird. Die so genannte medizinische Indikation darf der Arzt nur stellen, „um Lebensgefahr oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der schwangeren Frau abzuwenden“.“

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was man an dieser Regelung noch verschärfen müsste. Es scheint ja jetzt schon so geregelt zu sein, dass Spätabtreibungen nur im absoluten Ausnahmefall gemacht werden.

  2. 2 Anna 12. November 2008 um 15:33 Uhr

    Hallo!

    Ich möchte zunächst erstmal Danke sagen für dieses wunderbare Blog, an dem ich mich so oft erfreue..!

    Obwohl ich fast immer mit den Autorinnen übereinstimme, muss ich mich an dieser Stelle doch einmal zu Wort melden. Ich bin der Meinung, dass man beim Thema Spätabtreibungen (Schwangerschaftsabbrüche ab der 23. Woche) doch eine differenziertere Haltung einnehmen und einen ernsthafteren Ton anschlagen sollte.

    Zunächst. Der Einwand, die Gesetzeslage sei eindeutig, Spätabtreibungen dürften nicht vorgenommen werden, wenn das Kind laut Pränataldiagnostik voraussichtlich schwer krank oder behindert sein wird, geht ins Leere. In der Praxis werden nämlich vor allem aus diesem Grund die meisten Spätabtreibungen vorgenommen, mit der Legitimation, die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des seelischen Gesundheitszustandes der schwangeren Frau abzuwenden.

    Zu Leonies Artikel. Ich finde es problematisch, Spätabtreibungen mit „gewöhnlichen“ Abtreibungen (ab der 6. Schwangerschaftswoche) zu vergleichen. Der entscheidende Punkt ist doch, dass das Kind nach der 23. Woche in den meisten Fällen außerhalb des Mutterleibs überlebensfähig wäre. Deshalb können bei Spätabtreibungen ja gerade die herkömmlichen Methoden, wie chirurgisches „Absaugen“ oder „Ausschaben“ nicht mehr vorgenommen werden. Der Arzt/die Ärztin ist möglicherweise gezwungen, den Fötus zu töten. Dies geschieht in einer Art und Weise (beispielsweise mittels einer Kalium-Chlorid-Spritze, die in das Herz des Fetus eingebracht wird), die auch die hartgesottenste Befürworterin des Selbstbestimmungsrechts der Frau doch wenigstens zum Nachdenken anregen muss.

    Da der Arzt/die Ärztin im Falle einer „gescheiterten“ Spätabtreibung und damit der Geburt des Kindes haftbar gemacht werden kann (in Form von Unterhalt), soll es bereits zu Fällen gekommen sein, bei denen das Kind außerhalb des Mutterleibes vom Arzt/der Ärztin getötet wurde. So geschehen im April 1999 in Zittau, bei dem der behandelnde Arzt einem Kind nach der Geburt Mund und Nase so lange zuhielt, bis es starb.

    Sicherlich werde ich mir damit hier keine Freundinnen machen, aber ich bin der Meinung, dass Spätabtreibungen ausschließlich auf Fälle beschränkt werden sollten, bei denen die körperliche Gesundheit der Frau beeinträchtigt ist.

    Ich befinde mich gerade in der Facharztausbildung und werde in einigen Jahren Fachärztin für Endokrinologie. Ich bin deswegen in der glücklichen Lage, nie einen solchen Eingriff vornehmen zu müssen. Ich kann allerdings für mich feststellen, dass ich eine derartige Spätabtreibung nie vornehmen könnte, außer, wenn das Leben der Mutter gefährdet wäre.

    Auch wenn es hier auf Widerspruch stoßen wird: eine Spätabtreibung ist eben keine „Privatangelegenheit“ der Frau. Es ist doch mindestens noch ein Arzt/eine Ärztin beteiligt, der/die den Eingriff vornehmen (und vor seinem Gewissen verantworten) muss.

    Ich denke zudem, dass Artikel 1 des Grundgesetzes nicht nur für die Mutter, sondern auch für den ungeborenen (aber außerhalb des Mutterleibes lebensfähigen) Fetus gilt. Obwohl dieses wohl besser ein Jurist/eine Juristin einschätzen könnte.

    Ich will mit diesem Post, niemandem das Recht absprechen, sich für Spätabtreibungen einzusetzen. Ich bin nur der Meinung, dass man ein ethisch derart hochsensibles Thema, nicht unter schwarz-weißen pro/contra-choice-Gesichtspunkten diskutieren sollte.

    Anna.

  3. 3 crashintoahouse 12. November 2008 um 19:04 Uhr

    1. hat der olle singhammer frauen wirklich als “emotional wacklige Wesen” bezeichnet? das sieht nämlich aus, wie ein zitat.

    2. ich meine, annas beitrag hat hand und fuß. wenn ein mensch bereits lebensfähig ist/auf der welt ist, müssen die moralkarten tatsächlich neu gemischt werden. ich bin da selbst noch unschlüssig, wie das zu beandeln ist, aber anna ist ja erstmal nur dafür eingetreten, das thema differenziert und vorsichtig zu behandeln

    3. anstatt wieder blind mit der empörungskeule rumzuprügeln. in letzter zeit gabs hier im mb echt viele beiträge, die es an fundierter inhaltlicher kritik haben fehlen lassen, sondern in denen sich ausschließlich über isoliert betrachtete vorfälle echauffiert wurde. in anbetracht der wichtigen themen, die aber aufgegriffen wurden, bin ich ganz froh, dass die sachliche kritik meist in der kommentarspalte folgte.

    ich bin der meinung, langsam sollte die in diesem und auch in anderen blogs von verschiedenen leuten abgesonderte kritik hier mal umgesetzt werden und themen (wieder?) umfassend oder zumindest von einem sachlichen standpunkt aus betrachtet werden.
    immerhin kämpfen hier viele für die emanzipation (und ich rede nicht nur von der weiblichen) und viele ziele, wenn auch beiliebe nicht alle, sind deckungsähnlich. eine harte aber ernstzunehmende kritik von gesinnungsgenossInnen sollte man schon annehmen, wenn man sich mit seinen thesen und themen auch in die harte, unemanzipierte welt wagen und dort ernsthaft für sie einstehen will.

  4. 4 leonie 12. November 2008 um 20:06 Uhr

    ich finde aber dass das Thema Abtreibung nach wie vor nicht Sache der Politik sein sollte, sondern Sache jeder einzelnen Frau.
    Wenn die eine Spätabtreibung nicht ok findet ist das ihre Sache und dann sollte sie auch ihrer Überzeugung nach handeln können, deshalb aber anderen mit moralischen Argumenten reinreden zu wollen ist meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt.
    Abtreibungen gesetzlich auf irgendwelche Ausnahmen zu beschränken, halte ich außerdem für höchst kritikwürdig.
    Aber leider ist dies überall der Fall.

  5. 5 Peter 12. November 2008 um 21:50 Uhr

    Das ist eines der heikelsten Themen überhaupt. Und noch dazu eines wo es wohl nie einen alle zufriedenstellenden Kompromiss geben wird oder geben kann.

    Leonie,

    die gesellschaftliche (staatliche) Einmischung beruft sich auf den grundgesetzlich verbrieften Schutz des menschlichen Lebens. Dieses Recht des Menschen auf Leben ist ein hartes Dogma und wurde universell gesetzt.

    Dies schon, um Diskussionen über „lebensunwertes Leben“ zu verhindern. Es dürfte klar sein, das solche Diskussionen, wenn sie erstmal auf breiter Ebene einsetzen das universelle Recht auf Leben untergraben und als nächstes dann profane Kosten-Nutzen-Rechnungen darüber entscheiden ob jemand leben darf oder sterben muss.

    Wollen wir wirklich dahin? Naja, ich fürchte wir sind ja schon auf halbem Wege dorthin…

    Hinsichtlich der Schwangerschaftsabbrüche ist die nun alles entscheidende Frage eben die, ab wann die „Lebensform“ (ich formuliere das mal bewußt ganz neutral) im Körper der Frau als menschliches Lebewesen gilt, welches mit diesem Status dann auch automatisch dem Schutz der Gesellschaft unterstellt ist.

    Deine Position scheint so zu sein, das die Frau vom Beginn der Befruchtung bis zur Entbindung (Abnabelung?) das alleine Entscheidungsrecht hat, die in ihr heranwachsende Lebensform zu entfernen.

    Die andere Position ist, das vom Zeitpunkt der Einnistung der befruchteten Eizelle diese „Lebensform“ als Mensch (mitsamt dem Recht auf Leben) anzusehen ist.

    Die jetzige Fassung des §218 ist ein mühsam erreichter Kompromiss, mit dem naturgemäß keine der beiden Seiten glücklich ist.

    Deswegen verwundert es mich nicht, wenn du das kritikwürdig und fragwürdig findest. Ich kenne andere, denen geht es genauso, allerdings sind die von der anderen Seite….

  6. 6 Gary 12. November 2008 um 22:28 Uhr

    Ich stimme Anna und Peter zu.

  7. 7 Different 12. November 2008 um 23:02 Uhr

    leonie: Entschuldige, aber ich finde, in einem so späten Stadium der Schwangerschaft gilt nicht nur mehr das Interesse der Frau, sondern auch das Interesse des lebensfähigen Kindes, denn dann ist es nicht mehr nur „dein Bauch“, sondern ein Mensch. Und genauso wenig wie eine Frau nach der Geburt mit ihrem Kind machen können sollte was sie will (z.B. es in die Mülltonne werfen wie es öfter mal durch die Medien geht), sollte dies vor der Geburt der Fall sein. Es ist natürlich etwas anderes, wenn Lebensgefahr für die Mutter besteht, da sollte natürlich alles getan werden, der Mutter da ohne bleibende gesundheitliche Schäden zu helfen, aber wenn es möglich ist dabei auch das Leben des Kindes zu retten, sollte das nach meiner Meinung auf jeden Fall getan werden! Die Mutter muss das Kind ja nicht aufziehen, das kann ja auch zu Pflegeeltern oder in eine entsprechende Einrichtung, aber für mich gibt es keine Rechtfertigung ein prinzipiell lebensfähiges Kind zu töten, weil die Mutter es (auf Grund einer Behinderung z.B.) nicht aufziehen will.

  8. 8 leonie 12. November 2008 um 23:06 Uhr

    @Peter: bei Menschen die eben mit dem „schutzenswertem Leben“ argumentieren, frage ich mich immer ob das Leben der Frau, das durch eine ungewollte, bis zur Entbindung ausgetragene Schwangerschaft, auch, gegebenenfalls sehr negativ beeinflusst werden kann, weniger Wert ist und deshalb weniger beachtet werden sollte, solange die einen „Embryo“ in sich trägt. Ich finde dieses Argument deshalb sehr zwiespaltig und nicht überzeugend.

    Deine Idee mi der Gesellschaft und dem Staat, der immer nur das Leben schützen will ist zwar sehr schön, aber wie ich denke nicht immer und überall der Fall.
    Ich weiß deshalb nicht wie „verbrieft“ dieser Schutz wirklich ist. Zumal er auch nur in gewissen Bereichen geltend gemacht wird.

  9. 9 flawed 12. November 2008 um 23:23 Uhr

    @Leonie: Das Leben der Frau wird insofern beachtet, als der Schwangerschaftsabbruch (auch nach der 23. Woche) straffrei ist, “um Lebensgefahr oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der schwangeren Frau abzuwenden”.” (zitiert nach Different’s erstem Kommentar).

  10. 10 leonie 13. November 2008 um 0:14 Uhr

    straffrei aber rechtswidrig siehe §218!

  11. 11 leonie 13. November 2008 um 0:21 Uhr

    weil die Mutter es (auf Grund einer Behinderung z.B.) nicht aufziehen will.

    wie egoistisch

  12. 12 flawed 13. November 2008 um 1:19 Uhr

    Ok, da lesen wir (ich auch) doch nochmal genauer nach, was in §218a (2) steht:

    Der mit Einwilligung der Schwangeren von einem Arzt vorgenommene Schwangerschaftsabbruch ist nicht rechtswidrig, wenn der Abbruch der Schwangerschaft unter Berücksichtigung der gegenwärtigen und zukünftigen Lebensverhältnisse der Schwangeren nach ärztlicher Erkenntnis angezeigt ist, um eine Gefahr für das Leben oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren abzuwenden, und die Gefahr nicht auf eine andere für sie zumutbare Weise abgewendet werden kann.

    Ich wäre ja durchaus dafür, Abtreibung auch in den anderen Fällen des §218a nicht nur straffrei, sondern auch nicht rechtswidrig zu machen, und bei der Gelegenheit auch gleich noch den Beratungszwang aus §218a (1) streichen.

    Vielleicht können wir den Streit um die Worte „straffrei“ und „nicht rechtswidrig“ damit beenden, und wieder mal zu der Frage zurückkommen, ab wann Du dem Fötus zugestehen möchtest, ein Mensch mit eigenem Lebensrecht zu sein.

  13. 13 crashintoahouse 13. November 2008 um 7:36 Uhr


    weil die Mutter es (auf Grund einer Behinderung z.B.) nicht aufziehen will.

    wie egoistisch“

    ist das ironie? ich hoffe inständig, dass das keine ironie ist.

  14. 14 leonie 13. November 2008 um 11:10 Uhr

    es ist Ironie, Hoffnung enttäuscht.

    ich will damit nur sagen, dass auch eine schwangere Frau, egal in welchem Stadium auch noch ein Mensch und ein Individuum ist.
    Der nicht nur für einen „anderen“ lebt.

  15. 15 lahmacun aka Laura 13. November 2008 um 12:44 Uhr

    weil die Mutter es (auf Grund einer Behinderung z.B.) nicht aufziehen will.

    wie egoistisch”

    gehts jetzt wieder ums aufziehen? (und dbzgl um egoismus?) wenn ja: das ist diese gesellschaft, ne frau muss von natur aus ein kind – ob „gesund“ oder nicht – nicht aufziehen. darauf, dass das egoistisch sei oder auch nicht, kommt ihr nur, weil ihr es als gegeben nehmt, dass ne frau zuständig ist für kinderaufzucht etc.

    ihr führt langweilige mainstream-feminismus-diskussionen, nen alternativen gesellschaftsentwurf gibts bei euch ja gar nicht mehr.

  16. 16 lahmacun aka Laura 13. November 2008 um 12:50 Uhr

    tatsache ist, dass viele spätabtreibungen vorgenommen werden, weil das kind eben nicht der norm entspricht. die frau hätte ein „gesundes“ kind geboren, aber später stellt sich durch pränataldiagnostik heraus, dass das kind eben nicht „gesund“ ist.

    was ist der grund? – ganz einfach: in der bestehenden gesellschaft bedeutet ein „behindertes“ kind: stress, überbelastung, verarmung etc.
    es wird frauen geben, die haben die norm verinnerlicht; aber auch viele, die fürchten sich – mit gutem grund – vor den folgen, die die geburt eines „behinderten“ kindes zeitigt in dieser scheißgesellschaft (die über die „normalen“ belastungen, die ein „gesundes“ kind mit sich bringt in dieser gesellschaft hinausgehen).

    weil kindererziehung und co als privatsache betrachtet werden.

  17. 17 lahmacun aka Laura 13. November 2008 um 13:01 Uhr

    die frau hätte ein “gesundes” kind geboren, aber später stellt sich durch pränataldiagnostik heraus, dass das kind eben nicht “gesund” ist.

    was ist der grund? – ganz einfach: in der bestehenden gesellschaft bedeutet ein “behindertes” kind: stress, überbelastung, verarmung etc.

    statt in so einem fall sinnvollerweise zu schlussfolgern, dass frau und kind einen gemeinsamen feind haben – das bestehende system –, macht ihr, wie das system auch, frau und kind zu feinden. es geht hier nur noch drum, wer wen erschlagen darf, wer besser aussteigt in der gesamtscheiße; diese selber wird nicht mal ansatzweise in frage gestellt.

  18. 18 dodo 13. November 2008 um 14:53 Uhr

    2007 gab es lediglich 229 Spätabtreibungen. 80% dieser föten wären nicht lebensfähig gewesen. Bleiben also noch 47.
    von diesen Zahlen ausgehend finde ich das ganze Buhei, das die Konservativen jetzt machen, um Spätabtreibung zu verschärfen, nicht wirklich glaubwürdig. Zumal die allgemeinen Abtreibungszahlen stetig zurückgehen.
    Wo liegt denn hier der Handlungsbedarf?
    Auch bei seelischer Gefahr für die Mutter wird das total heruntergespielt. Man kann sowieso nicht einfach sagen „ach nööö. doch kein bock auf das kind.“ so einfach ist das nicht.
    zudem mag ich nicht, wie seelische gefahren immer als pipifax gegenüber den körperlichen dargestellt werden. auch psychische probleme können ernsthafte erkrankungen sein, die verdammt viel leiden verursachen und die hölle sein können!
    auch wenn das nur bedingt miteinander zu tun hat, zeugt es doch von einer bestimmten einstellung: man kann nicht einerseits immer schockiert auf morde der mütter an kleinkindern (abgesehen davon, daß die väter meist nie diesbezüglich mit in verbindung gebracht werden – aber das ist wieder ein anderes thema) zeigen und rufen „oh gott! wie konnte DAS passieren!“ und gleichzeitig verzücktes 24/7mutterglück als die norm darstellen, egaaaaal was für belastungen auftreten.
    die mutter einer freundin hat mal erzählt, wie sie mit 20 (schon ne ganze weile her) schwanger wurde. man wußte, das kind würde auf dauer nicht überleben, aber sie war gezwungen, es auszutragen.
    ich will mir gar nicht vorstellen müssen, was für ein horror die restliche schwangerschaft war. und die zeit, als das kind 2 monate hinterher vor sich hingesiecht ist, bis es dann starb.
    zu behaupten, frauen würden es sich in so einer situation leicht machen, gerade bei spätabtreibungen, ist einfach nur unverschämt!

  19. 19 flawed 13. November 2008 um 15:29 Uhr

    Ich glaube nicht, dass irgendjemand von denen, die Leonie kritisieren, ein Fan von Herrn Singhammer und seinen Verschärfungsideen ist. Die sind in der Tat höchst überflüssig.

    Die Kritik entzündet sich daran, dass Leonie gleich alle Einschränkungen von Spätabtreibungen abschaffen will.

  20. 20 isabelle 13. November 2008 um 16:50 Uhr

    „eine harte aber ernstzunehmende kritik von gesinnungsgenossInnen sollte man schon annehmen“
    vielleicht sind antifeministen ja deine gesinnungsgenossen, aber meine zb auf jeden fall nicht.

  21. 21 lahmacun aka Laura 13. November 2008 um 17:06 Uhr

    ich glaube crashs bemerkung zielte in dieselbe richtung, in die ich ziele. man ist lange noch nicht antifeminist/in, wenn man feststellt, dass hier keine grundlegenden gesellschaftlichen umwälzungen (mehr?) angedacht werden. – das problem ist aber, dass es zu großen teilen das system ist, das diese misere erst hervorbringt, etwa dadurch, dass kindererziehung, pflege u.v.m. als privat gelten. ob die welt so viel besser wird, wenn zB zu 50% männer als alleinerziehende gleichberechtigt verarmen im kapitalismus, wage ich zu bezweifeln. es wäre schon was feines, wenn man neben den selbstverständlich ständig zu kritisierenden geschlechterrollen noch kritik entwickeln würde, die dem ganzen an die wurzel geht.

  22. 22 crashintoahouse 13. November 2008 um 17:29 Uhr

    isabelle, dein kommentar ist wirklich selten dämlich.

    wenn du n problem damit hast, dass hier jemand nicht in den empörungskanon miteinstimmt und sich erlaubt, ne kritik an der kritk zu bringen, dann brauchst du dich nicht wundern, falls sich in deinem umfeld nix ändert. ne brauchbare kritik muss sich formen und reiben und braucht auch mal feedback. solange das nicht registriert wird, bleibts bei entrüstung und ungehörten forderungen innerhalb des eigenen kleinen kreises.

  23. 23 leonie 13. November 2008 um 17:53 Uhr

    flawed, dann lies dir aber bitte noch mal durch, was §218a vorausgeht, nämlich §218 und der sieht schon wieder ganz anderes aus..

  24. 24 gtz 13. November 2008 um 18:18 Uhr

    es wäre schon was feines, wenn man neben den selbstverständlich ständig zu kritisierenden geschlechterrollen noch kritik entwickeln würde, die dem ganzen an die wurzel geht.

    is eine kritik, die dem ganzen an die wurzel geht, aber nich zwangsläufig auch eine, die sexismen und normative geschlechterrollen auch angreift? wozu neben einer kritik an der gesamtscheisse auch noch eine, die in der gesamtscheisse symptome angeht?

  25. 25 flawed 13. November 2008 um 19:25 Uhr

    leonie, na klar, deswegen gibt es ja den §218a, der den §218 in bestimmten Fällen effektiv wieder aufhebt.

  26. 26 flawed 13. November 2008 um 19:37 Uhr

    aber ich nehme nicht an, dass es Kern Deiner Kritik ist, in welchem Paragraphen die Ausnahmen stehen.

  27. 27 Peter 13. November 2008 um 21:35 Uhr

    @ lahmacun aka Laura

    Ich finde „alternative Gesellschaftsentwürfe“ immer spannend, vor allem wenn man diese künstlichen Konstruktionen dann mal auf reale Rahmenbedingungen projeziert und dann quasi zusehen kann wie sich diese Utopien dann in pure Dystopien verwandeln.

    Aber in einem Punkt gebe ich Dir Recht:

    weil kindererziehung und co als privatsache betrachtet werden.

    Ein wesentliches „Systemkennzeichen“ ist die extreme Individualisierung die in diesem Kontext dazu führt, das schwangere Frauen oftmals alleingelassen werden, sich (meist wohl zurecht) alleingelassen fühlen oder glauben alleine alles stemmen zu können.

    Vergleicht man dies mit anderen Kulturen dann stellt man fest, dass dort Kinderaufziehen und co. keine „Privatsache“ ist sondern die Eltern fest in enge soziale Strukturen eingebunden sind. Dort haben dann nicht die Eltern (oder gar nur ein Elternteil) Kinder sondern die Sippe hat Nachwuchs. Und diese Sippe ist dann auch nicht über den Kontinent verstreut sondern räumlich dicht zusammen.

    Der Vorteil ist, das „die Last der Verantwortung“ hierbei dann nicht auf ein/zwei Schultern ruht, sondern auf viele Schultern verteilt wird.

    Der Nachteil ist, das man in seinen eigenen Entfaltungsmöglichkeiten durch die restriktiven Sippenregeln und die feste Einbindung in die Sippenstruktur (die zwingend notwendig ist damit die Lastverteilung auch funktioniert) mehr oder weniger stark eingeschränkt ist.

    Wäre das ein „alternativer Gesellschaftsentwurf“ für dich?

  28. 28 Valerie 13. November 2008 um 21:55 Uhr

    Erfährt man hier irgendwo, nach welchen Kriterien Kommentare gelöscht werden?

  29. 29 leonie 14. November 2008 um 0:04 Uhr

    Ja von mir zum Beispiel, Löschgründe sind unter anderem, Beleidigungen, Schimpfwörter, etc.

  30. 30 rosax 18. November 2008 um 1:09 Uhr

    @peter
    konkret sieht das z.bsp. in westafrika so aus, dass das kind der mutter nach der geburt „entzogen“ wird und quasi in pflegschaft zu einer meist verwandten familie in der näheren oder fernen umgebung gebracht wird. die unterscheidung zwischen „biologischen eltern“ und „sozialer elternschaft“ ist folglich logisch. interessant dazu erdmute gabler.
    die frage nach dem „alternativen gesellschaftsentwurf“ war anscheinend ironisch gemeint, oder?
    die unterscheidung von biologischer und sozialer elternschaft scheint in diesem zusammenhang trotzdem irgendwie interessant.
    :-?

  31. 31 Peter 18. November 2008 um 13:13 Uhr

    @ rosax

    Es war nur halb ironisch gemeint. Letztlich ist unsere Gesellschaftsform in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen über Jahrhunderte gewachsen und mutiert. Alternative „Entwürfe“ sind dagegen immer künstliche Konstrukte, nicht lebensfähig.

    Das westafrikanische Modell ist ja ebenfalls stark sippenbezogen. Das sehr ego- und besitzzentrierte Elternschaftsmodell hierzulande („Mein Kind gehört mir“) steht dem diametral entgegen.

    Man muss kein Hellseher sein, um dem Sippenmodell die höhere Zukunftsfähigkeit zu prognostizieren. In 100 Jahren wird das hierzulande (wieder) genauso sein.

  32. 32 benny 18. November 2008 um 19:00 Uhr

    Darf ich wissen, an welchen Kriterien Du einer Entwicklung den Rang einer gesellschaftlichen Weiterentwicklung einräumst und wann etwas ein alternativer Entwurf ist, der nicht lebensfähig ist?
    In Dein „Sippenmodel“ kann ich im Übrigen alles Mögliche reinprojezieren, über die jeweilige Kultur sagt das überhaupt nichts aus und warum es nun ausgerechnet in Europa besitzfixierter zugehen soll als im Rest der Welt entzieht sich auch meinem Verständnis; das hat nämlich mit der Familiengröße gar nix zu tun…

  33. 33 Annie Slut 21. November 2008 um 15:53 Uhr

    ich stelle jetzt mal eine unausgegorene Überlegung an:
    Also wenn ich jetzt mal über die sehr seltenen Fälle nachdenke, in denen bei einer Spätabteibung ein Fötus außerhalb des Körpers der Schwangeren lebensfähig ist – ich denke, das ist kein Argument dagegen, dass die schwangere Frau das Recht hat, die Schwangerschaft abzubrechen. Aber dass der Fötus dann auch unbedingt Sterben muss, obwohl er als „Frühchen“ überleben könnte, ist ja auch nicht zwingend.
    Nur was auf keinen Fall geht, ist das die Frau, die den Abbruch hat vornehmen lassen, dann irgendwie als „Mutter“ herangezogen wird und irgendwas damit zu tun haben muss, wenn der Fötus dann als „Frühchen“ am Leben bleibt. Und die gesetzlichen Regelungen müssten so sein, dass nicht die Ärztin oder der Arzt plötzlich Verpflichtungen hat, die über den Beruf hinausgehen (wie Unterhaltszahlungen. Hat mich überrascht, das es so eine Regelung gibt. Das ist ja verrückt).
    also ich stimme Leonie zu, dass jede Frau das Recht haben muss, sich gegen eine Weiterführung einer Schwangerschaft zu entscheiden, gegen Austragen und Entbindung und gegen Mutterschaft. Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass der Fötus danach noch lebt, versteh ich nicht, was das dann mit der Frau zu tun haben muss. Wäre ja nicht zwingend nötig. Also warum müssen wegen dieser seltenen Fälle jetzt späte Schwangerschaftsabbrüche an sich diskutiert werden?

  34. 34 Nico 24. November 2008 um 1:42 Uhr

    Ich bin jetzt mal wieder völlig pragmatisch: Wenn eine Frau der festen Überzeugung ist nicht schwanger werden zu wollen, dann wird sie doch wahrscheinlich, falls die Situation einer Schwangerschaft doch eintritt, noch am selben Tag den Zellhaufen entfernen lassen.

    Wo würde dann in der Praxis §218 bei den Frauen, die (überspitzt formuliert) aus Prinzip und aus Sorge um ihren Körper nicht schwanger werden wollen, noch greifen?

    Und wieso macht ihr Selbstbestimmung eigentlich nur an Abtreiben Dürfen fest?

    Und wieso kenne ich persönlich – lasst mich abzählen – null Frauen, die Jahre, ach je, Jahrzehnte lang schwerste Körperliche Langzeitschäden von einer Schwangerschaft mit sich herum tragen mussten? Und ja, ich habe da tatsächlich mal eine (natürlich nicht repräsentative, aber zahlenmäßig nicht leere) Umfrage in meinem weiteren Bekanntenkreis gemacht.

    Wenn der Beitrag hier übrigens schon wieder gelöscht wird, dann schon mal vielen Dank fürs Zensieren einer beschimpfungsfreien Meinung.

  35. 35 crashintoahouse 24. November 2008 um 10:53 Uhr

    lieber nico,
    körperliche selbstbestimmung wird nicht nicht nur am abtreiben-dürfen festgemacht, aber auch. wenn abtreiben-dürfen nicht gegeben ist, dann auch keine selbstbestimmung.
    völlig irrelevant ist die schädlichkeit von schwangerschaften. es reicht allein, dass eine frau ein kind nicht will. oder, abstrakter: menschen müssen ihre eigenen ideen und wünsche frei verwirklichen können, ohne von außen bedrängt zu werden.

    sehr fragwürdig ist jedoch das vorgehen bei spätabtreibungen. ein lebensfähiger mensch ist m. E. als individuum zu betrachten. wenn es zu einer spätabtreibung kommt und der fötus bereits lebensfähig ist, muss er nach der abtreibung/eingeleiteten geburt auch als mensch behandelt werden.
    der mutter muss das recht eingeräumt sein, die schwangerschaft zu jedem zeitpunkt abzubrechen und wenn die mutter die verantwortung für das kind von sich weist, ist das ihr gutes recht. in dem falle muss sich die gesellschaft um das kind kümmern und ihm die bestmöglichen chancen bieten. das problem würde ich in der gesellschaft verorten, wenn z. b. tatsächlich ärzte aus angst vor unterhaltsforderungen kindern die lebenserhaltenden maßnahmen verweigerten.

    was meint ihr dazu?

  36. 36 Nico 25. November 2008 um 21:00 Uhr

    Liebes Leichtflugzeug,

    danke, das ist doch mal ein Punkt. Ich stimme dir in jedem Aspekt deines Beitrags, auch denen, die sich gar nicht auf meinen beziehen, vollkommen zu.

    Ich habe nur den Eindruck, dass du mit deiner kompromissbehafteten (was ich persönlich absolut positiv finde) Meinung hier nicht in durchweg harmonischer Gesellschaft bist.

    Das ist das, was mich im Prinzip an vielen Diskussionen hier stört, zumindest nach zwei Malen Querlesen der ganzen Seite.

  37. 37 crashintoahouse 26. November 2008 um 10:11 Uhr

    ich mache keine kompromisse. ich bin entschieden für selbstbestimmung und maximale freiheit für jeden menschen, die da aufhört, wo die freiheit des anderen beginnt. für maximale entfaltungsmöglichkeiten für jeden. und ich finde, nicht lebensfähige zellhaufen bedürfen keiner interessenvertretung.
    das ist mein begriff von humanismus. was ich sage, versuche ich daraus abzuleiten. er bietet aber eben niemals eine eindeutige erklärung für alles, sondern fordert ein, fragen immer wieder neu abzuhandeln.

    kompromisse machen? niemals.

  38. 38 Nico 26. November 2008 um 10:29 Uhr

    Ich meine den Kompromiss zwischen entschiedener Ablehnung jeglicher Form von Abtreibung und hundertprozentiger Zustimmung zu jeglicher Abtreibung, unabhängig von den Umständen.

    Wenn du das als die beiden Pole definierst, ist die Berücksichtigung der Lebensfähigkeit eines Zellhaufens ja bereits ein Kompromiss.

  39. 39 crashintoahouse 26. November 2008 um 13:09 Uhr

    der mutter muss das recht eingeräumt sein, die schwangerschaft zu jedem zeitpunkt abzubrechen

    ist das keine hundertprozentige zustimmung zur abtreibung?

  40. 40 flawed 26. November 2008 um 23:47 Uhr

    Kleines Problem dabei: Bei Frühgeburten besteht die Möglichkeit, dass das Kind zwar überlebt, aber allein dadurch, dass es sich nicht im Mutterleib vollständig ausentwickeln kann, schwere Schäden davon trägt. Das trifft natürlich auch auf eingeleitete Frühgeburten zum Zwecke der Abtreibung zu.

  41. 41 Nico 27. November 2008 um 11:04 Uhr

    @crashintoahouse:

    Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann bist du aber doch der Meinung, dass ein Fötus, der sich aus dem Status „nicht lebensfähiger Zellhaufen“ bereits heraus entwickelt hat, durchaus schützenswert ist. Oder begehe ich da einen kognitiven Fehler?

  42. 42 crashintoahouse 27. November 2008 um 11:41 Uhr

    ich bin der ansicht, dass die mutter zu jedem zeitpunkt das recht haben muss, sich ohne einflussnahme von außen zu einem schwangerschaftsabbruch zu entscheiden und diesen auch vornehmen zu lassen.

    wenn diese entscheidung in eine phase der schwangerschaft fällt, in der der fötus lebt und lebensfähig ist, wenn er den bauch der mutter verlässt, muss er natürlich als ein neugeborener lebensfähiger mensch behandelt werden, der er ja auch ist. diese position weist durchaus noch ein paar lücken auf, bspw. im falle einer drohenden behinderung des kindes, aber im grunde stelle ich natürlich das selbstbestimmungsrecht der mutter an erste stelle.
    mit der geburt des kindes aber ist die mutter nicht mehr betroffen, ihre körperliche selbstbestimmung also nicht mehr berührt.

    kompliziertes thema. beauvoir, sartre, übernehmen sie!

  43. 43 gtz 27. November 2008 um 14:24 Uhr

    ich glaube, was sartre dazu zu sagen hätte, is in dem diskurs nich zielführend.

  44. 44 Stefan 27. November 2008 um 14:54 Uhr

    hierin liegt das ganze problem, dass der mensch als selbstbestimmte biomaschine gedacht wird, dessen bewusstsein zwar da ist, aber das letztlich nur als illusion gedacht werden kann, denn sonst könnte man ja nicht an dem körperlich-materiell definierten subjektbegriff festhalten.

    welches unrecht mit einer solchen selbstbestimmungsideologie getan werden kann, die nämlich im konfliktfall nur die lösung im kampf von selbstbestimmten finden kann, wird dabei übersehen.

    und die ganze frage der information darf nicht übersehen werden. eine frau, die sich nicht bewußt ist, wie weit entwickelt ein kind im 7. monat z.b. schon ist, könnte für ihr leben geschockt sein, wenn sie mitbekommt, was sie getan hat, ohne zu ahnen, was sie tun würde, als sie sich für eine abtreibung zu diesem zeitpunkt entschied….

    …. also eine beratungspflicht abzulehnen ist daher in meinen augen geradezu frauenfeindlich….

    ja, ja, die freiheit!

    lg, stefan

  1. 1 « mädchenblog Pingback am 30. November 2008 um 23:15 Uhr

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