„Alle Männer sind Sexisten“

Christian Lehner von FM4 stellt fest, dass alle Männer Sexisten sind. Nichts Neues, besser als Nichts. Perspektivisch kommt er leider nicht weit. Immerhin eine unterhaltsame Zwischendurch-Lektüre.


40 Antworten auf “„Alle Männer sind Sexisten“”


  1. 1 der Klassensprecher von 1984 26. November 2008 um 18:28 Uhr

    Und jeder, der widerspricht, ist ein verstockter Leugner, der widerrufen muss!

  2. 2 Gary 26. November 2008 um 21:04 Uhr

    Sind nicht alle Menschen die sagen alle Männer wären Sexisten selbst Sexisten?

  3. 3 Peter 26. November 2008 um 23:45 Uhr

    Sind nicht alle Menschen in diesem Sinne Sexistinnen und Sexisten? Kann es hier überhaupt eine „Perspektive“ geben?

    Sexismus wird es geben solange es Sex gibt. Also solange wie die Fortpflanzung auf Geschlechtsverkehr zwischen zwei unterschiedlich spezialisierten Geschlechtsphänotypen beruht.

    Wenn man sich hier in einem Gedankenexperiment andere Fortpflanzungsmechanismen vorstellt (welche auch immer), dann würde automatisch auch jeglicher Sexismus verschwinden und von anderen Unterdrückungs- und Hierarchisierungsarten abgelöst.

    Dann würden breitschultrige Menschen verächtlich auf schmalschultrige Menschen herabsehen und Breitbeckenträger verächtlich auf solche mit schmalem Becken.

    Wäre das jetzt besser oder schlechter? Oder der gleiche Käse?

  4. 4 Gary 27. November 2008 um 0:17 Uhr

    Wie begründest du deine „Ablöse“ Behautung?

  5. 5 Peter 27. November 2008 um 0:39 Uhr

    In der historischen Konstante: Das Menschen als Gruppenwesen schon immer eine Dynamik enwickelt haben, andere (Individuuen oder andere Gruppen) auszugrenzen und abzuwerten (und sich selber damit aufzuwerten). Rundköpfe versus Spitzköpfe (um mal Brecht heranzuziehen)

  6. 6 Gary 27. November 2008 um 0:45 Uhr

    So ein Quatsch. Dann bräuchte man ja nie eine Frieden schließen weil es wieder Krieg geben könnte.

    Ich hab eine andere Konstante: Dinge ändern sich, Menschen und die Gesellschaften ändern sich, Moral ist nur eine Frage der Definition die von Menschen gemacht wird. Wenn Gary/Peter/Susan/Whatever sich ändern wird der Sexismus abgeschafft sein. Es wird passieren, die Frage ist nur wann.

  7. 7 Stefan 27. November 2008 um 15:01 Uhr

    sexismus ist die wahrnehmung der geschlechtlichen unterschiedlichkeit als etwas antagonistisches statt ergänzendes: jeweils für sich wertvoll, aber vollständig in der ergänzung – wie auch immer diese im Konkreten gelöst wird….

    lg, stefan

  8. 8 Gary 27. November 2008 um 18:38 Uhr

    Da hast du Recht zu behaupten es gebe eine reale geschlechtliche Unterschiedlichkeit (über die körperlichen Geschlechtsmerkmale hinaus) ist Sexismus. Deine Wahrnehmung scheint zu sehr von den ganzen Konstruktionen und Projektionen gestört zu sein.

    Zu behaupten eine Person wäre nur mit dere Person des anderen Geschlechts vollkommen (weil ergänzend) ist schon eine Frechheit.

  9. 9 Peter 27. November 2008 um 23:11 Uhr

    Gary und Stefan: Haben wir vielleicht unterschiedliche Definitionen von Sexismus?

    Für mich ist Sexismus nicht die bloße Feststellung von körperlichen Unterschieden (zu denen übrigens nicht nur sichtbare Körperteile gehören, sondern auch der damit verbundene Hormonhaushalt und die durch diese Hormone beeinflußten Verhaltensmerkmale)

    Sondern für mich ist Sexismus eine wertende Hierarchisierung von Menschen rein aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit ungeachtet des realen Menschen.

  10. 10 Stefan 28. November 2008 um 9:42 Uhr

    Gary, „wie auch immer sie im konkreten gelöst wird“ hast Du überlesen.

    Was ist daran eine Frechheit, festzustellen, dass mensch, wo auch immer er/sie auftritt, das in Gemeinschaft tut?

    Ja, das ist die Frechheit, einem ideologisch geleiteten Dogmatismus zu widersprechen und von der Illusion zu befreien, mensch wäre dann frei, wenn von allen „konstruktionen“ befreit… wozu? Gäbe es irgendeine Wahrnehmung ohne die Konstruktion von Raum und Zeit, von Ich und Du, von innen und außen?

    empirische Tatsachen

    1. mensch braucht zum fortbestehen gemeinschaft, nicht nur zur zeugung, mindestens auch die ersten lebensjahre.

    2. menschen leben, wo auch immer, in gemeinschaften, ergo, auch wenn ab einen bestimmten lebensjahr individuen, ohne gemeinschaft leben könnten, tun sie es nicht: einen freien willen unterstellt: mensch will gemeinschaft.

    3. wenn einzelne menschen keine gemeinschaft wollen, bleibt ihnen das ja ungenommen. die ausnahme gilt immer und grundsätzlich auch für die folgenden regelbehauptungen.

    4. menschen haben sex, wollen sex, in der regel in ergänzung mit einem menschen, der biologisch komplementäre geschlechtsorgane hat – das nenne ich ergänzung.

    5. menschen haben kinder, wollen kinder, nur frauen können die natürlichen bedürfnisse von kindern in den ersten lebensjahren natürlich erfüllen (z.b. muttermilch) – frauen sind während der hochschwangerschaft und in den ersten monaten danach mindestens eingeschränkt in ihrer bewegungs- und aktionsfreiheit. männer nicht – ergo, wenn mann und frau kinder wollen, können sie sich hierzu ergänzen, es ist jedenfalls die einfachste und die naheliegendste lösung, wenn mann frau hilft, damit frau kind helfen kann. kind ist auf hilfe angewiesen, wenn es leben soll.

    6. wie das gesamtgesellschaftlich gelöst wird, ist eine andere frage, ob nun in formen sozialer elternschaft, in formen von institutionen, von klein- oder großfamilien, etc.

    7. tatsache bleibt, männer und frauen müssen sich ergänzen, wenn sie kinder wollen, und können sich optimal ergänzen, wenn sie beide beteiligt sein wollen, kindern das zu geben, was sie zum leben brauchen.

    Da es sich bei der Sexualität aus meiner eigenen Erfahrung um eine tief in die Gefühlswelt dringende Aktivität handelt, finde ich, dass eine „dekonstruktion“ dieser Gefühle gar nicht meine Freiheit fördern, ganz im Gegenteil, sogar einschränken oder uninteressant machen würde.

    Eine Verallgemeinerung der Ausnahmen von der Regel, halte ich als schlechte Grundlage für eine Diskussion, die versucht, ihre ideologische Ausrichtung durch empirische Jetzt-Wahrnehmungen zu korrigieren. Ansonsten muss jede Diskussion ideologisch werden, aber ich möchte jetzt nicht noch einen neuen Topf aufmachen.

    lg, Stefan

  11. 11 Gary 28. November 2008 um 12:59 Uhr

    So viel ich weiß brauchen Frauen keine Männer um Kinder zu haben sonder nur den Samen, nach der Befruchtung wird als kein Mann gebraucht.

    Warum ein Mann kein Kind allein aufziehen können soll frag ich mich auch noch.

  12. 12 st_eve 28. November 2008 um 13:05 Uhr

    stefan, was für einen unglaublichen mist du zusammenschreibst… um es nicht löschen aber auch nicht unwidersprochen da stehen lassen zu müssen, einige vage anmerkungen:

    empirische Tatsachen

    sind erstmal irreführend. was ist denn bitte „empirie“? die bestätigung einer vermutung, die bereits aus einer bestimmten perspektive erbracht wird und deren instrumente der bekräftung ebenfalls perspektivisch sind. siehe ganz unten.

    1. mensch braucht zum fortbestehen gemeinschaft, nicht nur zur zeugung, mindestens auch die ersten lebensjahre.

    2. menschen leben, wo auch immer, in gemeinschaften, ergo, auch wenn ab einen bestimmten lebensjahr individuen, ohne gemeinschaft leben könnten, tun sie es nicht: einen freien willen unterstellt: mensch will gemeinschaft.

    3. wenn einzelne menschen keine gemeinschaft wollen, bleibt ihnen das ja ungenommen. die ausnahme gilt immer und grundsätzlich auch für die folgenden regelbehauptungen.

    stimm ich dir erstmal vage zu mit der ergänzung: und eine solche gemeinschaft kann geschlechtlich sehr verschieden aussehen. 2 frauen, 4 trans*menschen, 1 mann… usw.

    4. menschen haben sex, wollen sex, in der regel in ergänzung mit einem menschen, der biologisch komplementäre geschlechtsorgane hat – das nenne ich ergänzung.

    du definierst sexualität als heterosexuelle penetration einer scheide durch ein glied. das garantiert weder den größten spaß, noch ist sie zur fortpflanzung nötig. und „komplementär“ sind genitalien auch nicht, sondern weitestgehend analog aufgebaut, nur in unterschiedlicher ausprägung. ist das denn nicht das schöne am mensch sein, dass du spaß beim sex haben kannst, dir reinstecken kannst, was du willst, worein du willst und von dem du das willst? nach meiner ersten feststellung, sind doch nur mehr der wille und der konsens das entscheidende moment der sexualität.
    um deinem geliebten empirieargument zuvor zu kommen: lies doch mal kinsey.

    5. menschen haben kinder, wollen kinder, nur frauen können die natürlichen bedürfnisse von kindern in den ersten lebensjahren natürlich erfüllen (z.b. muttermilch) – frauen sind während der hochschwangerschaft und in den ersten monaten danach mindestens eingeschränkt in ihrer bewegungs- und aktionsfreiheit. männer nicht – ergo, wenn mann und frau kinder wollen, können sie sich hierzu ergänzen, es ist jedenfalls die einfachste und die naheliegendste lösung, wenn mann frau hilft, damit frau kind helfen kann. kind ist auf hilfe angewiesen, wenn es leben soll.

    zum einen, müssen menschen, die kinder gebären, in ihrem selbstverständnis keine „frauen“ sein. fruchtbarkeit ist keine per se „weibliche“ eigenschaft und „frauen“ haben keinen „natürlichen“ instinkt, ein kind zu pflegen. das ist eine fähigkeit, die MENSCHEN sich aneignen können. und die fähigkeit zu stillen als einziges argument zu nehmen… es gibt auch genügend „Frauen“, die gerne stillen würden, es aber nicht können. oder gerne kinder bekommen würden, aber es nicht können. hmmm, scheiße, wenn „mutter natur“ die menschen nicht fein sorgfältig in männlein und weiblein einteilt und ihnen 50:50 die gleichen fähigkeiten gibt, sondern viel lieber roulette spielt.

    7. tatsache bleibt, männer und frauen müssen sich ergänzen, wenn sie kinder wollen, und können sich optimal ergänzen, wenn sie beide beteiligt sein wollen, kindern das zu geben, was sie zum leben brauchen.

    blödsinn. ein kind wächst mit sicherheit viel sicherer bei menschen auf, die sich bewusst für die aufzucht entschieden haben und verantwortung für das kind übernehmen. völlig egal ob leibliche eltern oder welchen geschlechts. ein heterosexuelles pärchen, das sich zu einer abtreibung nicht durchringen konnte und „weil das ja so gehört“ lieblos und ahnungslos sich in der aufzucht von kindern widmet (und ich gehe davon aus, dass diese konstellation eine sehr übliche ist…), ist mit sicherheit kein besseres „elternpaar“.

    Da es sich bei der Sexualität aus meiner eigenen Erfahrung um eine tief in die Gefühlswelt dringende Aktivität handelt, finde ich, dass eine “dekonstruktion” dieser Gefühle gar nicht meine Freiheit fördern, ganz im Gegenteil, sogar einschränken oder uninteressant machen würde.

    will dir ja auch niemand wegnehmen, aber dann hör doch auf, deine gefühle zum allgemeingültigen gesetz zu erheben und erkenne lieber die vielfalt menschlichen seins an – woher auch immer sie rührt…

    Eine Verallgemeinerung der Ausnahmen von der Regel, halte ich als schlechte Grundlage für eine Diskussion, die versucht, ihre ideologische Ausrichtung durch empirische Jetzt-Wahrnehmungen zu korrigieren. Ansonsten muss jede Diskussion ideologisch werden, aber ich möchte jetzt nicht noch einen neuen Topf aufmachen.

    guck dir doch mal die welt an, wieviele menschen, die bei hetero-eltern, die ihre leiblichen eltern sind, aufgewachsen sind, blicken auf eine glückliche kindheit zurück? haben eine erfüllte sexualität und niemals gewalterfahrungen gemacht?
    und was ist das für ein lustiger gegensatz zwischen empirie und ideologie, den du hier aufmachst? da bin ich ja mal gespannt, wie du das auflöst. ich meine, deine „empirie“ strotzt vor heterosexueller ideologie. los, mach mal einen „neuen Topf“ auf, ich bin gespannt
    :-?

  13. 13 Heiko 28. November 2008 um 13:19 Uhr

    „So viel ich weiß brauchen Frauen keine Männer um Kinder zu haben sonder nur den Samen, […]“

    Tja wo der wohl herkommt…. Mann braucht ja auch keine Frau zum Geschlechtsverkehr..gibt ja Hände. Ich finde das Argument, dass es auch ohne den Anderen geht, kontraproduktiv. Männer und Frauen haben irgendwie verlernt sich zu vertrauen und könnten entspannter Leben, wenn sie von den Fähigkeiten des jeweils Anderen profitieren würden, statt dauernd darauf zu pochen, dass das eigene Geschlecht das bessere ist und das andere ohnehin nicht benötigt.
    Männer können theoretisch auch Kinder aufziehen, da es entsprechende Ersatznahrung gibt. Betrachten wir allerdings mal die Natur ohne den menschlichen Luxus einer beheizten Behausung mit allen Annehmlichkeiten, wären sowohl Mann als auch Frau ziemlich aufgeschmissen, wenn sie ein Kind alleine groß ziehen würden.
    Allein die Jagd stelle ich mir mit Kind auf dem Arm lustig vor. (Und nein, ich finde nicht, dass eine vegetarische Ernährung mit Beeren und Wurzeln einem Kind all die Nährstoffe gibt, die es braucht. Das schafft nur die Muttermilch, die eben diese Inhaltstoffe aus dem Schnitzel zieht, dass Mama zu Mittag hatte).

    Um eines klar zu stellen (da ich oft mißverstanden werde in meinen Aussagen):
    Ich bin bestimmt kein Chauvi und bin schon immer im Glauben aufgewachsen, dass kein Mensch ab Geburt einem anderen durch Geschlecht, Hautfarbe o.Ä. über- oder unterlegen ist.

  14. 14 Stefan 28. November 2008 um 14:16 Uhr

    st_eve, deine empiriekritik ist mir geläufig, auch die auseinandersetzung darum; was meinst du, warum ich ansatzweise kant zitiert habe mit meiner anspielung auf raum und zeit, ich und du, innen und außen.

    das komische ist, du kommst von einzelfällen her und willst mir damit meine argumentation widerlegen. ich habe doch klar geschrieben, dass die ausnahme von der regel ok ist und individuen diese freiheit haben sollten, siehe punkt 3. und dass ich meine gefühle zum allgemeingültigen gesetz mache, ist doch unsinn, steht nirgends.

    also, du stimmst mir in den punkten 1-3 zu:

    so ab 4) kriegst du probleme…. na, dann zeig mir du doch mal, dass deine vision von sexualität…

    … mehr allgemeingültigkeit beanspruchen könnte.

    Wenn Du mir das gezeigt hast oder zugibst, dass Du es nicht kannst, können wir weiter diskutieren…

    … und herzlichen Glückwunsch zu deinem Mut, nicht den feigen Weg zu gehen, dann zu löschen, wenn es sachlich eng wird, wie es mir im forum hier schon mal untergekommen ist, wo ein beitrag von mir ohne jegliche beschimpfung umkommentiert und ungeklärt gelöscht wurde.

    @Heiko: Auch wenn ich Deine rückwärtsgewandte Herleitung Deines Arguments weniger gelungen finde (die ggf. historisch gegebene Notwendigkeit der geschlechtlich orientierten Arbeitsteilung), stimme ich Dir darin zu, dass das Bedürfnis nach gegenseitigem Vertrauen und Anerkennung ein urmenschliches ist und ganz besonders im intimen Akt am stärksten wird.

    @all: Der Ausgangspunkt war mein arbeitsentwurf einer sexismus definition…., ich fände es gut, wenn wir daran orientiert bleiben. bin gespannt ob steve oder gary eine bessere haben.

    lg, stefan

  15. 15 Stefan 28. November 2008 um 14:32 Uhr

    Sorry, das mit XHTML habe ich noch nicht ganz drauf…

    Und die edit-Funktion ist etwas seltsam, jedenfalls tauchen die änderungen erst viel später auf oder so.

    bei dem befehl: blockquot cite=“" , muss man da den zitierten text nicht zwischen die anführungszeichen setzen…?

    vielleicht mag ja jemand zu dieser technischen frage helfen….

    Ansonsten hatte ich noch was vergessen:

    @Peter: Deine Sexismus-Definition finde ich ganz pragmatisch und könnte mich auch dieser anschließen. Bin gespannt, was andere dazu denken.

    lg, Stefan

  16. 16 isabelle 28. November 2008 um 15:04 Uhr

    „Sexismus wird es geben solange es Sex gibt.“
    halt doch einfach die fresse.
    kann nicht jemand diesen quatsch löschen? auf diesem niveau zu diskutieren ist doch absolut sinnlos.

  17. 17 Judith 28. November 2008 um 15:13 Uhr

    sexualität dient auch auf rein verhaltensbiologischer ebene nicht nur der fortplanzung.
    sie dient – und zwar in der regel und nicht im ausnahmefall – zu allem möglichem sonst im sozialen kontext. und zwar bei allen primaten.
    das ist jetzt nicht meine wilde theorie, dafür gibt es auch schön viel empirie.
    das heißt, in der regel (und nicht im abgefahrenen ausnahmefall) sind sexualpartner dann „komplementär“, wenn sie sich gegenseitig spaß bereiten. bekanntlich (hoffe ich!?)ist dafür die penis-in-vagina-variante nicht für alle beteiligten umbedingt die effektivste (und das sage ich hier als heterofrau).

    und von wegen gebären und stillen. schöne sachen. aber bei durchschnittlich unter zwei kindern pro frau (von denen wahrscheinlich auch nicht alle gestillt werden), wieviel zeit meines lebens verbring ich damit und warum sollte ich mich über diese fähigkeiten definieren? und dürfen sich jene frauen die nicht gebären und stillen können/wollen, auch als frauen definieren?

  18. 18 Stefan 28. November 2008 um 18:20 Uhr

    @Isabelle: Dein Beitrag sollte gelöscht werden, denn Du wirst ausfallend. Inhaltlich ist er ne null. Wie hängen denn Sex und Sexismus miteianderzusammen? Wenn Sex und Sexixmus so miteinander verknüpft sind, bist Du dann dafür, oder bist Du umgekehrt auch gegen Sex?

    dass sex nur der fortpflanzung dienen würde, habe ich auch nie behauptet. ich habe nur dargelegt, wieso ich zu meiner definition von sexismus gekommen bin. und ich habe sex nie als „penis-in-vagina“ definiert. das haben kommentatoren nach mir gemacht. ich habe lediglich von komplemnetarität gesprochen. natürlich können auch männer und frauen gegenseitig oder mit sich selbst körperliche lusterfahrungen machen – mit oder ohne spass – und selbstverständlich ist „vagina-um-penis“ (synoym für s.o.) keine garantie für erfüllenden sex, noch dafür, dass wenn ein kind entsteht, diese menschen gute eltern sein werden….. – um damit mal all die falschen ableitungen aus meinen texten zu widerlegen, die hier schon gemacht wurden.

    und zurück zum thema „Was ist Sexismus?“ Denn nur so könnten wir klären, wie jemand auf die absurde Idee kommt, dass das Zitat „alle Männer sind Sexisten“ besser als nichts wäre, oder verstehe ich dies als Zustimmung falsch?

    Sex – Geschlecht, Sexualität – Geschlechtlichkeit

    Biologisch-köperliche Unterschiede sind klar (Ausnahmen von weniger als 0,1 % ausgenommen), Interdependenz in Bezug auf Fortpflanzung ist auch klar: Komplementarität in Bezug auf Spass beim Sex (gegenseitiges Genießen) ist ein guter Ansatz, um meine Anfangsdefinition zu verbessern, bzw. zu erklären.

    meine definition oben, war sehr kurz und ohne erklärung mit sicherheit für einige eine unaushaltbare provokation:

    ich hatte an anderer stelle schon mal das thema gestriffen: sexismus ist ähnlich wie biologismus darin BEGRÜNDET, dass menschen ihre persönliche identität, die wahrnehmung des eigenen Ich und ihr bezug auf andere von ihren biologisch-materiellen bedingungen ableiten, in der regel im vergleich zu anderen. das führt zu dem phänomen, dass diese person eine von diesen bedingungen abhängige wahrnehmung von ihrem wert, ihren möglichkeiten und einer gruppenzugehörigkeit bekommt, statt als person unabhängig davon über sich und jeden einzeln zu urteilen, wo das überhaupt nötig wird, bzw. in Beziehung zu treten.

    Sexismus tritt m.E. dann hervor, wenn menschen sich mit ihren durch ihre biologischen bedingungen vorgegebenen rahmenmöglichkeiten des geschlechtlichen (er)lebens nicht abfinden können, meist, weil ihnen diese durch bezugspersonen (oder gesellschaft) minderwertig oder durch das andere geschlecht als bedroht dargestellt wurden, oder wenn bestimmte sexuelle biologische rahmenbedingungen als höherwertig oder allgemein überlegen dargestellt werden, bzw. auf die geschlechtlichen qualitäten anderer als zu gebrauchende gelehrt werden.

    selbstverständlich kann sexismus auch zwischen allen möglichen anderen sexualpartnern außer heteropartnern auftreten, nämlich immer da, wo der partner, gemäß meiner ausgangs arbeits-definition nicht als komplementär betrachtet wird, also als gegenseitige ergänzung des eigenen erlebens, sondern – mindestens in bezug auf den sexuellen akt – als etwas zu Gebrauchendes.

    Ich habe bei Komplementarität in meiner Ursprungsdefinition nicht von mann und frau gesprochen, übrigens, sondern bezüglich der Ergänzung extra betont: „wie auch immer diese im Konkreten gelöst wird“.

    Bei meinem zweiten längeren Beitrag mit den 7 Tatsachen…., ging die Diskussion in eine etwas andere Richtung, weil ich dummerweise auf die Falschinterpretationen meiner Ausgangsdefinition von Sexismus eingegangen bin. Die fand ich aber gar nicht so interessant. Ich finde die Frage, was andere hier denken, was Sexismus ist viel spannender… und auch viel mehr zum Thema…. Denn dann erst könnten wir klären, ob die Qualität „sexistisch“ notwendig mit der Qualität „männlich“ verknüpft ist.

    lg, Stefan

  19. 19 Stefan 28. November 2008 um 18:35 Uhr

    @Isabelle: Sorry, habe Deinen Beitrag falsch verstanden. Das tut mir leid. Ich hoffe Du liest das noch, dass ich nicht kapiert habe, dass Du da jemand anders zitierst. Ich habs irgendwie so als Überschrift gelesen. Tut mir sehr leid, mein fehler!

    Was ich trotzdem dazu sagen möchte: Der Grund für diesen (sinnlosen) Beitrag von Peter liegt doch in der ebenso sinnlosen Überschrift „alle männer sind sexisten.“

    Deshalb, wenn schon eine sinnlose überschrift, dann doch wenigstens ein guter anlass zu diskutieren: Was ist Sexismus? Dann, ggf: Warum ist er männlich, wann, notwendig, usw…..?

    lg, Stefan

  20. 20 admin 28. November 2008 um 18:45 Uhr

    bei dem befehl: blockquot cite=”“ , muss man da den zitierten text nicht zwischen die anführungszeichen setzen…?

    vielleicht mag ja jemand zu dieser technischen frage helfen….

    die anleitung hier ist irreführend, das wollte ich den blogsport-admins schon längst mal gemeldet haben …

    das zitieren geht nämlich eigentlich folgendermaßen:

    [blockquote]zitat[/blockquote]

    nur bitte die eckigen klammern durch spitze <> ersetzen.

  21. 21 Stefan 28. November 2008 um 18:52 Uhr

    Danke, Admin!

  22. 22 crashintoahouse 28. November 2008 um 19:11 Uhr

    ich versteh nich, warum der troll stefan nicht schon längst gesperrt ist.
    der typ postet hier textwand auf textwand, er beabsichtigt damit, die profeministische diskussion zum erliegen zu bringen. allein durch die schiere masse seiner ergüsse ist es kaum möglich, die widersprüchlichkeit seiner argumentation aufzuzeigen und gleichzeitig inhaltlich auf diesen widerwärtig reaktionären schwachsinn einzugehen. er interpretiert seine eigenen aussagen um, wie es grade passt. fordert vordergründig eine einvernehmliche gesprächskultur, der kern seines gewäschs ist aber typischster christen-fundamentalismus, dem die argumente des gegenübers völligst am arsch vorbei gehn.
    und: er ist dabei, den mb-blog zu sabotieren, indem er einfach das thema neu definiert:

    und zurück zum thema “Was ist Sexismus?”

    und damit versucht er die existenzberechtigung des ganzen blogs in frage zu stellen.

  23. 23 Gary 28. November 2008 um 20:18 Uhr

    MAllein die Jagd stelle ich mir mit Kind auf dem Arm lustig vor.

    Kommst du dir nicht ein bisschen seltsam vor, wenn dein Argument darauf aufbaut, dass es keine Städte mehr gibt und wir alle jagend durch den Wald laufen müssen? Könnte nicht ein anderer Mann das Kind so lange pflegen?

    Erinnert mich an:

    „und was ist wenn du auf eine Insel landest und Eingeborene dich zwingen einer Frau eine Ohrfeige zu geben, weil sie sonst einem Baby den Arm ausreißen? Siehste dann wäre es ja moralisch ok eine Frau zu schlagen“

  24. 24 Julinoir 28. November 2008 um 21:10 Uhr

    Ich finde es immer wieder interessant, dass, wenn es um die angebliche natürlichkeit von geschlechtern geht, so rasch diese verqueren steinzeitargumente ausgepackt werden. Es argumentiert ja auch niemand, dass autofahren total unnatürlich (und deshalb gefährlich/ nicht möglich) ist, weil der herr neandertaler seinerzeit zu fuß hinter dem mammut hergerannt ist. diese erzählungen vom jagenden mann, der darum keine kinder aufziehen kann, ist eine so offensichtliche fiktion, dass ich mich doch sehr wundere, dass menschen sich selbst von ihr als wahr überzeugen können. neben dieser blühenden fantasie steht dann wieder erstaunliche imaginationslosigkeit, wenn es darum geht, sich menschliche beziehungen und sex jenseits von monogamen hetero-päärchen und schwanz-in-vagina-penetration vorzustellen.
    im übrigen stimme ich crash into a house zu: zurück zu profeministischen diskussionen, weg von nervtötendem mystischem christengelaber.

  25. 25 Julinoir 28. November 2008 um 21:22 Uhr

    Christian Lehner kommt perspektivisch tatsächlich nicht so weit, aber egal. Betrachtet man Sexismus und Rassismus als Strukturen, die Herrschaft ausüben (und dabei herstellen), ist es klar, dass es Leute gibt, die von dieser Herrschaft profitieren, weil sie bestimmte Privilegien haben (z.B. das Privileg, für die selbe Arbeit besser bezahlt zu werden, oder das Privileg, sich nicht vor rassistischen Beschimpfungen oder Angriffen fürchten zu müssen.) Männer und Weiße (Frauen und Männer) sind in diesem Sinn sexistisch, bzw. rassistisch. Eine Frage, die mich dabei beschäftigt, ist wie mit Privilegien, die mensch bekommt, ohne darüber nachdenken zu müssen, umgeht. Setze ich mich damit auseinander, welche Position mir zugewiesen wird? Wo handele ich sexisitisch oder rassistisch? Ohnehin finde ich es präziser, bestimmte Handlungs- und Denkmuster als sexistisch, rassistisch oder diskriminierend zu bezeichnen.

  26. 26 Gary 29. November 2008 um 0:19 Uhr

    Ich glaube fast allen die auf Grund einer angeblich 100% logischen Grenze mit Privilegien ausgestattet sind die denen auf der anderen Seite der Grenze fehlen, zögern sich micht der eigenen Position auseinander zu setzen bzw. stürzen sich dann in Argumente wie Heiko es oben getan hat. Ob hier Angst oder unbewusstes Kalkühl dahinter steckt kann ich noch nicht beurteilen.

    Man kann das übrigens ganz gut selbst testen indem man mal den Speziesismus überdenkt.

  27. 27 fatalflaw 29. November 2008 um 1:08 Uhr

    @crashintoahouse:
    „ich versteh nich, warum der troll stefan nicht schon längst gesperrt ist.“

    ich kann dir da nur beipflichten.
    mit solchen leuten kann und sollte mensch nicht diskutieren.
    ich würde aber auch mit peter nicht reden wollen.

  28. 28 Stefan 29. November 2008 um 11:38 Uhr

    Mehere meiner Beiträge wurden bereits gelöscht… nach dem Motto „bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt“ . Eine Diskussionskultur gibt es hier nicht, sonst könntet ihr mich ja ganz einfach bitten, kürzere Beiträge zu schreiben, bzw. weniger. Das wäre kein Problem, da kann ich mich anpassen.

    Die Diskussion ist an meiner Sexismusdefinition losgebrochen… ich habe nicht beliebig umdefiniert. Anders als hier die meisten, suche ich im Gespräch, in der Diskussion tatsächlich Erkenntnis, suche ich mich über Für und Wider und Nachweisen von Denkfehlern meine Position immer wieder so zu verändern, dass ich sie als größt mögliche Annäherung an die Wahrheit verstehen kann.

    Soll das hier nun ein reines profeministisches Clübchen sein, in dem lediglich stromlinienförmig schreibende Beiträge geduldet werden und poster, die sich nicht einschüchtern lassen, gesperrt werden sollen?

    Wie gesagt, über die Menge und Länge meiner Beiträge bin bereit mich zurückzunehmen…. Was allerdings der inhaltliche Umgang mit meinen Beiträgen, das unbegründete Löschen (keine Schimpfworte, etc.) angeht, die Angriffe ad personam statt zu argumentieren, etc. sehe ich mich eher dazu geneigt, bei blogsport anzufragen, ob das „fair play“ bei blog“sport“ ist oder nicht.

    lg, stefan

  29. 29 admin 30. November 2008 um 20:22 Uhr

    Soll das hier nun ein reines profeministisches Clübchen sein?

    ja, das ist eigentlich die idee hinter diesem blog: „das mädchenblog ist ein offenes feministisches gemeinschaftsprojekt“ heißt es auf der über-seite. das heißt jedoch nicht, dass hier nur „stromlinienförmig schreibende Beiträge geduldet werden“, sondern es geht um innerfeministische diskussionen – an diskussionen mit antifeministen hingegen gibt es hier eigentlich kein interesse.

  30. 30 isabelle 30. November 2008 um 21:55 Uhr

    „Mehere meiner Beiträge wurden bereits gelöscht… nach dem Motto ‚bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt‘ .“
    ja klar, im internet beiträge löschen ist wie vergewaltigung? aber sonst geht’s noch?

    @admin: ich finde es wirklich schade, dass dieses blogprojekt schon seit langem zu einem selbstdarstellungsraum von antifeministen und männerbewegungs-spacken verkommen ist. meinungsfreiheit in allen ehren, aber dazu haben die ja ihre eigenen foren und dinge wie “Sexismus wird es geben solange es Sex gibt.” hier stehen zu lassen finde ich echt krass. liebe autorin des artikels.. greife doch mal etwas durch..

  31. 31 Stefan 30. November 2008 um 23:35 Uhr

    @admin: ich bin kein antifeminist. was ist das ziel des mädchenblogs?

    Ich bin ein Antisexist, so wie auch Anti-i-ist… wenn das ausdrücken kann, was ich meine. Verstehst Du? Damit meine ich z.B. dass ich gar nicht anti bin, sondern für etwas, wie z.B. Wahrheit, Liebe, Respekt, Transparenz, Gedankenaustausch, Verständigung, Treue, usw. Politisch brauche ich (bislang) keine Fahne.

    @isabelle: das Motto, das ich zitiert habe, muss nicht notwendig auf Vergewaltigung bezogen werden. Es steht aber eine Geisteshaltung dahinter, die mir in den Umgang mit meinen Beiträgen hier entgegengeschlagen ist: Beleidigungen statt Argumente, Verpiss Dich, statt Absprachen von einzuhaltendne Grenzen, etc.

    Und gerade in diesem Forum sollte doch der Begriff von psychischer Gewalt kein Fremdwort sein… Aber schon gut, wer mag das schon, wenn jemand seine eigenen Worte auf sich selbst reflektiert bekommt.

    lg, Stefan

  32. 32 Janine Grubert 01. Dezember 2008 um 10:46 Uhr

    ich finde es wirklich schade, dass dieses blogprojekt schon seit langem zu einem selbstdarstellungsraum von antifeministen und männerbewegungs-spacken verkommen ist.

    Ja, kommen wir zurück zu einem blogprojekt als selbstdarstellungsraum für Feministinnen und frauenbewegungstussis.

  33. 33 crashintoahouse 01. Dezember 2008 um 11:19 Uhr

    janine, ich hab schon differenziertere beiträge gelesen.

    der kern ist, dass feminismus und gleichberechtigung einfach keiner diskussion bedürfen. emanzipation und freie entfaltung müssen für alle menschen umgesetzt werden. es darf für aufgeklärte menschen keine diskussion über das ob geben, nur über das wie (und die allein birgt schon extremes konfliktpotential).

  34. 34 gtz 01. Dezember 2008 um 12:22 Uhr

    zurück zu einem blogprojekt als selbstdarstellungsraum für Feministinnen und frauenbewegungstussis.

    das ganze gewimmer dieser antifeministen is echt zu erbärmlich. reisst euch mal zusammen, ihr waschlappen.

  35. 35 Doris Kopf 01. Dezember 2008 um 12:43 Uhr

    Kann man diese Mackerinnenscheiße bitte löschen? Es genügt schon, dass Männer sich untereinander als „Waschlappen“ betiteln, um damit die Abweichung vom harten Mannesideal festzuhalten. Das müssen wir Frauen nicht noch nachäffen. Peinlich, gtz!

  36. 36 chica 01. Dezember 2008 um 13:01 Uhr

    richtig peinlich ist es mit der gleichen IP-Adresse unter unterschiedlichen Namen zu posten, liebe Janine/Doris oder soll ich lieber gleich Mandy sagen?
    UND: Erstens gibt es kein „Wir Frauen“ und zweitens steht dieses Blogprojekt Menschen jeglichen Geschlechts offen die an feministischen/Gender-Themen interessiert sind- nicht nur den Tussis sondern auch den Hoschis sozusagen, um es mal in Deinen Worten auszudrücken.

  37. 37 gtz 01. Dezember 2008 um 13:05 Uhr

    Das müssen wir Frauen nicht noch nachäffen.

    pff. differenzblödsinn.

  38. 38 Doris Kopf 01. Dezember 2008 um 13:12 Uhr

    Mandy? Alles klar, chica? Ich benutze halt TOR, da kann es vorkommen, dass man mal die gleiche IP zugewiesen bekommt, wie jemand anderes. Kennst Du das nicht?

    @ gtz:

    Also pflegst Du die Mackerinnenschiene weiter? Schön, dass Du keine Kritik an männlichem Sittlichkeitsdenken hast…nein, nein, das ist nicht mein Feminismus!

  39. 39 chica 01. Dezember 2008 um 14:14 Uhr

    ziehe meine unterstellung zurück

  40. 40 leonard k. 11. März 2011 um 23:12 Uhr

    der titel muss eigentlich schon pure ironie sein, denn wer einer person aufgrund ihres biologischen geschlechts sexismus vowirft reproduziert somit automatisch das was mensch doch abschaffen will: das denken in deterministisch-sexistischen strukturen! :(

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