Armes Italien oder arme Italienerinnen!

Italien, nicht nur Land der Spagetti, sondern scheinbar auch Land der Sexisten und Chauvinisten. Diesen Ruf hat sich Italien, nicht zuletzt durch seinen unsympathischen Regierungschef Berlusconi eingefangen. Die Liste der frauenfeindlichen Taten ist auch ohne ihn, erschreckend lang.

Im Jahr 2001 befanden italienische Richter , dass die Schäden eines sexuellen Missbrauch geringer sind, wenn das Opfer zuvor schon einmal sexuell aktiv war, sprich zum Zeitpunkt des Missbrauchs keine Jungfrau mehr war. Desweiteren, kam der nur aus männlichen Richtern bestehende Kassationsgerichtshofs, zu dem Entschluss, dass Frauen in engen Jeans nicht vergewaltigt werden können, da sie allein durch den Vergewaltiger, gar nicht erst aus der Hose heraus kämen. Auch Po-Klatschen ist ihnen zufolge keine Belästigung, solange es sich um einen einmaligen, impulsiven Vorfall handelt.
Beim Thema Schwangerschaftsabbruch zeigt sich des Deutschen liebstes Reiseland, auch nicht gerade von seiner besten Seite, 2008 weigerten sich ganze 70% der Gynäkolog_Innen aus moralischen einen Abbruch durchzuführen.
Und nun toppt ein unfähiger Regierungschef nahezu alles. Berlusconi hüpft vom einem, zum anderen patriarchalen Klischee und zeigt der Welt wie wichtig eine starke feministische Gegenposition ist.
Nachdem ein italienischer Richter mal wieder ein Unfähigkeit bewies und einen gestehenden Vergewaltiger aus der Untersuchungshaft entließ meinte Berlusconi dazu neckisch:

Um alle Vergewaltigungen zu verhindern, bräuchte es so viele Soldaten wie es hübsche Mädchen in Italien gebe, und das schaffe beim besten Willen niemand.

Ja, ihr schönen Mädchen da draußen selbst Schuld wenn ihr so ausseht! *kotz*
Der neuste Fauxpas den Staatsoberhaupts in sexistischer Mission, war die Äußerung, das der seit 17 Jahren im Koma liegendenden Eluana Englaro keine Sterbehilfe zukommen dürfte, da sie ja noch Kinder bekommen könnte und einen regelmäßigen Monatszyklus habe. Dies scheint dementsprechend der ausschlaggebende Grund für die Lebensberechtigung einer Frau zu sein.
Armes Italien!


19 Antworten auf “Armes Italien oder arme Italienerinnen!”


  1. 1 sven 11. Februar 2009 um 20:50 Uhr

    Was ist daran schlimm, wenn sich Gynälologen weigern zukünftiges Leben zu töten? Wenn sich 70% weigern, gibt es immer noch 30%, die es bedenkenlos machen. Mal abgesehen davon, dass ich dafür bin, dass es einen legalen Schwangerschaftsabbruch gibt, machen mir eher die restlichen 30% Sorgen, da diese skrupellos zukünftiges Leben töten können, ohne dies moralisch zu hinterfragen.

  2. 2 Different 11. Februar 2009 um 23:33 Uhr

    Okay, du bist für einen legalen Schwangerschaftsabbruch, willst aber, dass niemand ihn durchführt. Sehr logisch. 8-|

  3. 3 cher 12. Februar 2009 um 1:06 Uhr

    @Sven
    Was daran schlimm ist?
    Das Frauen die abtreiben wollen auch abtreiben werden und wenn der/die GynäkologIn sich weigert die Abtreibung vorzunehmen bleibt den Frauen nichts anderes übrig als sich in unprofessionelle Hände zu geben oder den Abbruch selbst herbeizuführen. Dass damit ein enormes Gesundheitsrisiko einhergeht, ja sogar die Gefahr dass die Frau bei einer dilettantischen Abtreibung sterben kann muss dir doch klar sein.

    Dem/der GynäkologIn muss es egal sein ob die Frau abtreibt weil das Kind behindert ist oder die falsche Haarfarbe hat, er/sie muss es schließlich nicht austragen oder großziehen.

  4. 4 leonie 12. Februar 2009 um 1:56 Uhr

    @cher: Leuten wie sven ist es egal was mit Frauen passiert. Die Gesundheit/Wohl derer passt nämlich nicht in ihre engstirnige, einseitige Moralvorstellung. Deshalb klammern sie diese, bei ihren Rufen nach Moral auch gerne mal aus.
    @Sven: wie wäre es mal mit was Neuem. Die Diskussion führ ich jetzt schon so oft mit Leuten wie dir, dass ich besser weiß als du selbst, was du als nächstes von dir geben wirst.
    Geh und heul dich beim Papst aus, hier ist echt kein Platz dafür!

  5. 5 Sven 13. Februar 2009 um 11:08 Uhr

    Wollt ihr mich alle verarschen??

    Wenn sich 70& weigern, gibt es immer noch die restlichen 30%, die das machen? Wo liegt denn das Problem?? Das man vielleicht 10km mehr fahren muss, um zum nächsten Gynäkologen zu kommen?

    „cher 12. Februar 2009 um 1:06 Uhr

    bleibt den Frauen nichts anderes übrig als sich in unprofessionelle Hände zu geben oder den Abbruch selbst herbeizuführen.“

    Okay, „Cher“…wie sachlich! Meine Fresse, wer sagt denn, dass die 70% über die professionelleren sind? Vielleicht sind ja eben jene 30% die, die das perfekt hinbekommen? Aber erstmal mit irgendwelchen bescheuerten Argumenten kommen, nur weil ich verstehen kann, dass jemand aus moralischen Gründen kein zukünftiges Leben töten will. So viel zur Toleranz: ICH HABE NICHT DIE ABTREIBUNG VERTEUFELT!!! LERN LESEN, BEVOR DU MIT IRGENDWELCHEN PSEUDOARGUMENTEN KOMMST!!!!!!!!!!!

    „Different 11. Februar 2009 um 23:33 Uhr

    Okay, du bist für einen legalen Schwangerschaftsabbruch, willst aber, dass niemand ihn durchführt. Sehr logisch“

    noch besser: ich habe NIEMALS geschrieben, dass ich das NICHT WILL. Sag mal, was denkst du dir eigentlich, wenn du meinen Text liest. „CHRISTLICHER – STOP – FANATIKER – STOP – BLÖDMANN“????????
    Abermals (AUCH FÜR DICH!!!): Ich verstehe nur moralischer Entscheidungen und argwöhne mit jenen, die sich nicht mit der Moral auseinandersetzen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    „leonie 12. Februar 2009 um 1:56 Uhr

    @cher: Leuten wie sven ist es egal was mit Frauen passiert.“

    Natürlich, jetzt bin ich auch noch ein Frauenfeind. Kommt jetzt auch noch der Hitler-Vergleich? Bin ich jetzt auch noch Faschist? Oder irgendetwas anderes totalitäres? Behaupte ich jetzt auch noch, dass Frauen Männern unterlegen sind? Bin ich gar schwul? Oder einfach nur dumm? Wird gar die letzte Frage jetzt zitiert, um mit den eigenen – nicht vorhandenen – Argumenten eine unsachliche Diskussion zu führen?

    „Die Gesundheit/Wohl derer passt nämlich nicht in ihre engstirnige, einseitige Moralvorstellung. “

    Natürlich: Weil Menschen aus moralischen Gründen kein Leben töten wollen und ich dies verstehe, bin ich engstirnig und einseitig. *wow*, was ihr nicht alles aus „Wenn sich 70% weigern, gibt es immer noch 30%, die es bedenkenlos machen“ machen könnt, fantastisch.

    „Geh und heul dich beim Papst aus, hier ist echt kein Platz dafür! “

    Natürlich, jetzt bin ich auch noch Christ. Gehts noch? Wo steht denn geschrieben, dass man beim Nachvollziehen moralischer Entscheidungen christlich sein muss?

    Eure BELEIDIGUNGEN sind lächerlich!!!!!!!!

  6. 6 leonie 13. Februar 2009 um 11:32 Uhr

    @sven: Ok, dann bist du kein Christ, aber argumentierst auf einer christlichen Wertebasis, das du Frauenfeind bist glaub ich nicht. Hitler auch nicht! Faschist weiß ich nicht..
    Indirekt stellst du aber alle Frauen die einen Schwangerschaft abbrechen als Mörder da. Ich zitiere dich:
    „skrupellos zukünftiges Leben töten können, ohne dies moralisch zu hinterfragen.“
    Das leben mit der Befruchtung abhängt, ich will es nur schon mal vorweg nehmen, ist eine christliche Moralvorstellung und keinesfalls logisch, nicht mal biologisch.

    Und genau hier liegt doch das Problem dass wie alle mit dir hier haben, du stellst Frauen mit Abbruch per se als Mörder da und baust eine gesellschaftliche Moral auf, die es Frauen vollkommen unmöglich macht frei über ihre Reproduktivität zu entscheiden.
    Wenn ich als Artz damit ein Problem habe, bin ich wohl im falschen Beruf.

    10km zu fahren???? und wie fändest du es wenn der nächste artz der dich behandeln kann 10km weg ist. Mal ganz abgesehen von den Fahrtkosten…

    Deine Beleidigungen Ärzten und Frauen sind auch lächerlich!

  7. 7 Cher 13. Februar 2009 um 12:30 Uhr

    „Wenn sich 70& weigern, gibt es immer noch die restlichen 30%, die das machen? Wo liegt denn das Problem?? “

    As I said, es hat den Gynäkologen einen Scheiß zu interessieren warum die Frau abtreiben möchte.
    Ich kann auch noch drei Ausrufezeichen anhängen wenn dir das Argument dann eher einleuchtet.

    Bevor du anderen Leuten rätst Lesen zu lernen und dem so beliebten Ruf nach Toleranz ankommst (wobei Toleranz einfach gleichzusetzen ist mit „Es ist mir egal wie gut und logisch ihr argumentiert, ich schreib einfach alles groß und behaupte eure Argumente wären lächerlich, damit ich mich nicht wirklich mit der Materie auseinandersetzen muss und ihr müsst das hinnehmen sonst seid ihr Scheißintolerant) solltest du sowas erst Mal selbst beherzigen.

  8. 8 Different 13. Februar 2009 um 15:18 Uhr

    Sven: Sorry, aber an dem Missverständnis (?) bist du durch deine Formulierung selber schuld. Ich zitiere nochmal:

    „machen mir eher die restlichen 30% Sorgen, da diese skrupellos zukünftiges Leben töten können, ohne dies moralisch zu hinterfragen.“

    Die einzige Information, die du über diese 30% hast, ist, dass sie sich nicht weigerten, Abtreibungen durchzuführen. Mehr weißt du über diese 30% nicht, wenn du dann aber trotzdem über sie urteilst indem du unbelegt behauptest, dass „diese skrupellos zukünftiges Leben töten können, ohne dies moralisch zu hinterfragen“ (woher weißt du, dass sich diese nicht mit Moral auseinandersetzen???), liegt die Deutung doch sehr Nahe, dass dir 100% ablehnende Ärzte lieber gewesen wären. Vielleicht solltest du, statt dich hier nun ungerecht behandelt zu führen lieber mal aufpassen was du schreibst.

  9. 9 Sven 13. Februar 2009 um 15:32 Uhr

    @leonie

    Ich habe Frauen nicht als Mörder hingestellt? In welchem Satz steht: „Alle die, die abtreiben sind MörderInnen!“

    Ich schrieb, dass ich moralische Bedenken verstehe und das ich die Leute, die diese nicht haben, für bedenklich erachte. Damit sollte impliziert sein, dass ich Menschen, die moralische Bedenken haben es aber trotzdem vollziehen nicht angreife, da sie für sich abgewogen haben, ob es geht oder nicht.
    Ich kritisiere nicht den Schwangerschaftsabbruch, sondern den Handelnden, der ohne Hintergedanken eine Tat leichtfertig vollzieht oder ablehnt. Und morallose Verweigerer sind damit ebenso gemeint.

    Ich habe auch nicht daraufhinweisen wollen, wo Leben anfängt, denn diese fängt für mich (nach Abwägung einiger Kriterien) erst viel später an, nämlich dann, wenn es ohne fremde Einwirkungen (lebenserhaltende Massnahmen durch Maschinen) selbstständig überlebensfähig ist, was ja erst mit dem 8. Monat beginnt.

    Dennoch bin ich mit der zeitlichen Ebene bewusst, denn all das, was bereits im ersten, zweiten oder dritten Monat existiert hat – unter normalen Bedingungen – eine Zukunft, die lebensfähig ist, weswegen dieser organische Material bereits als Leben bezeichnet werden kann.

    Ich bewerte keine Schwangerschaftsabbrüche, sondern halte gedankenloses Verhalten von denen, die diese befürworten bzw. ablehnen für bedenklich und kritikwürdig.
    Und damit sind auch all die gemeint, die mich weiter oben beleidigt (CHRIST!! FRAUENFEIND!!…) haben, ohne darauf einzugehen, was ich gemeint habe (/n könnte).

    @Cher

    „As I said, es hat den Gynäkologen einen Scheiß zu interessieren warum die Frau abtreiben möchte.“

    Nun, da jeder für seine Handlungen verantwortlich ist, sollte es auch jeden interessieren, was er macht bzw. welche Konsequenzen sein Handeln verursachen. VERANTWORTUNG ist dabei ein ganz großes Wort.

    Denn wenn du diese Maxime überall anlegst, können wir ja machen was wir wollen, denn sobald uns jemand etwas befiehlt, haben wir zu gehorchen.

    Ich verweigere mich mal jenen KZ-Holocaust-Polemik-Beispielen, aber ich gehe mal davon aus, was damit verstanden werden könnte.

    Nebenbei:
    Welche logische Argumentation kam denn vor dir? Ich habe dort nichts logisches lesen können. Ausser eben, dass die, die Abtreibungen verweigern professionell sind und jene, die es durchführen nicht.

    Hier zitiert von dir:

    „cher 12. Februar 2009 um 1:06 Uhr

    @Sven
    Was daran schlimm ist?
    Das Frauen die abtreiben wollen auch abtreiben werden und wenn der/die GynäkologIn sich weigert die Abtreibung vorzunehmen bleibt den Frauen nichts anderes übrig als sich in unprofessionelle Hände zu geben oder den Abbruch selbst herbeizuführen. Dass damit ein enormes Gesundheitsrisiko einhergeht, ja sogar die Gefahr dass die Frau bei einer dilettantischen Abtreibung sterben kann muss dir doch klar sein.

    Dem/der GynäkologIn muss es egal sein ob die Frau abtreibt weil das Kind behindert ist oder die falsche Haarfarbe hat, er/sie muss es schließlich nicht austragen oder großziehen.“

  10. 10 Sven 13. Februar 2009 um 15:51 Uhr

    @different

    stimmt, du hast recht.
    Anstelle von „restlichen“ ein „jene der“.
    Das ist jetzt zu 90% meine Schuld. 10% gebe ich euch, da ihr mich sofort hättet daraufhinweisen können, ohne mich zu beleidigen (CHRIST!! FRAUENFEIND!!…), dann wäre hier einiges an Diskussionen erspart geblieben.
    Aber danke für den Hinweis.

    es hätte besser lauten sollen.

    „[…] mir eher jene der 30% Sorgen, die skrupellos zukünftiges Leben töten können, ohne dies moralisch zu hinterfragen.“

  11. 11 leonie 13. Februar 2009 um 16:47 Uhr

    „Ich schrieb, dass ich moralische Bedenken verstehe und das ich die Leute, die diese nicht haben, für bedenklich erachte.“

    nein, du schriebst:

    „weigern zukünftiges Leben zu töten“

    und

    “skrupellos zukünftiges Leben töten können, ohne dies moralisch zu hinterfragen.”

    naja und wenn man töten schreibst, dann ist ja der der diese Handlung aktiv durchführt ein „Töter“= Mörder.
    Deshalb solltest du nicht so verwundert sein, wenn man dir das Wort „Mörder“ in den Mund legt, du hast damit angefangen…

    „Ich verweigere mich mal jenen KZ-Holocaust-Polemik-Beispielen, aber ich gehe mal davon aus, was damit verstanden werden könnte.“

    dann fang erst gar nicht damit an…

    „Ich schrieb, dass ich moralische Bedenken verstehe und das ich die Leute, die diese nicht haben, für bedenklich erachte. Damit sollte impliziert sein, dass ich Menschen, die moralische Bedenken haben es aber trotzdem vollziehen nicht angreife, da sie für sich abgewogen haben, ob es geht oder nicht.“

    du erachtest Mensche die keine Bedenken haben als bedenklich. Sven damit urteilst du! Und zwar beurteilst du diese Menschen negativer als andere, die es ohne Bedenken tun.
    Frauen und Ärzte müssen aber unbedenklich abtreiben dürfen!

    Du versteckst dich hinter diesem Moral Begriff und denkst damit hättest du eine Waffe in der Hand die „Gesamtgesellschaftlich“ „“verständlich ist. Diese Moral ist aber nicht „gesellschaftlich“ sondern, deine eigene Meinung, verpackt in einem mächtigen Wort mit dem du deine subjektive Auffassung anderen Leuten aufzwingen willst.

  12. 12 Sven 13. Februar 2009 um 19:01 Uhr

    Meinst du wirklich, dass töten und ermorden das gleiche ist?? Wenn nicht gar das selbe?? Nun, dann frage ich mich, warum immer noch zwischen fahrlässiger Tötung, Mord und anderweitigen Formen der Beendigung des Lebens unterschieden wird.

    „Und zwar beurteilst du diese Menschen negativer als andere, die es ohne Bedenken tun.“

    Ähh…nein?!?!?! Ich fälle kein allgemeingültiges Urteil. Und wenn das, was ich äussere (was lediglich meiner Meinung entspricht und keiner gesellschaftlichem Maxime) so klang, dann berichtige ich es abermals: Ich finde Menschen, die gedankenlos handeln ohne moralisches Hinterfragen, ohne Bewusstsein von Verantwortung und Konsequenz a

    „Frauen und Ärzte müssen aber unbedenklich abtreiben dürfen!“

    Habe ich je etwas anderes behauptet? Habe ich gefordert, dass die Abtreibungsgesetze geändert werden sollen? Habe ich eine Petition in den Raum geworfen, um jene Personen zu Straftätern zu verurteilen? Habe ich mich klipp und klar so geäußert, dass Abtreibung verboten werden soll?
    NEIN!

    ABERMALS: Ich halte lediglich jene Menschen für bedenklich, die ihre Handlungen nicht hinterfragen und zukünftiges Leben töten, auslöschen, vernichten oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Egal, wie du es ausdrückst. Noch bevor es Leben ist, besteht bereits das Potential, dass daraus Leben entstehen kann. Und diese Potential wird verhindert.
    Mir persönlich ist es SCHEIßEGAL, ob abgetrieben wird oder nicht.

    Nur beantworte mir: Warum MÜSSEN (PFLICHT!!!! ZWANG!!!!) Frauen unbedenklich abtreiben?

    Und wie oft soll ich mich anschließend noch wiederholen??

    Nicht die Abtreibung ist bedenklich, sondern die Menschen, die sie gedankenlos durchführen oder verweigern.

    Wenn sich jemand damit beschäftigt hat und meint, er kann es für sich verantworten, dies zu tun, dann soll er es machen. Wenn er allerdings meint, er kann es nicht verantworten, dann soll er es eben nicht machen.

    Und wenn jemand negativ betrachtet werden sollte, dann die Person, die „einfach mal so“ abtreibt oder „aus Faulheit“ verweigert.

    Und ja, es ist subjektiv, dass ich jene Menschen als bedenklich erachte.
    Und wo liegt jetzt dein Problem?

  13. 13 Sven 13. Februar 2009 um 19:14 Uhr

    ABERMALS:

    „Und zwar beurteilst du diese Menschen negativer als andere, die es ohne Bedenken tun.“

    NEIN!!!!
    Menschen, die ohne Bedenken handeln erachte ich – wenn positve und negative Kriterien im Raum stehen – als negativ bedenklich.

  14. 14 MPunkt 14. Februar 2009 um 7:32 Uhr

    Frauen und Ärzte müssen aber unbedenklich abtreiben dürfen! […] Diese Moral ist aber nicht “gesellschaftlich” sondern, deine eigene Meinung [na was denn sonst?], verpackt in einem mächtigen Wort mit dem du deine subjektive Auffassung anderen Leuten aufzwingen willst.

    *lol* … merkst Du den Widerspruch echt nicht?

    Wichtiger aber ist mir folgendes:

    Und nun toppt ein unfähiger Regierungschef nahezu alles.

    Dass er als Regierungschef „unfähig“ sei, weil er keine feministische Politik macht, impliziert ja, dass es der eigentliche Job eines Regierungschefs sei, diese zu betreiben. Und nicht etwa eine, die Italien voran bringt. Dafür hätte ich gerne mal eine Begründung. Oder ist Dein Feminismus eh bloß darauf ausgerichtet, dass Staatswohl und Wohl der Frauen als Teil des Staatsvolks in eins fallen sollen? Nicht, dass das nicht zum Feminismus passen würde, aber ich frage lieber erst mal nach.

  15. 15 leonie 15. Februar 2009 um 21:25 Uhr

    Nein, er ist auf wirklich jedem Gebiet „unfähig“ sowohl wirtschaft, Umwelt, sowie Soziales.
    Ich habe nie gesagt dass sich dieses „unfähig“ nur auf feministische Politik bezieht, das war eher das Adjektiv seiner gesamtpolitischen Tätigkeit.
    *lol*… ich merk den Widerspruch wirklich nicht!

  16. 16 MPunkt 16. Februar 2009 um 9:37 Uhr

    zum Widerspruch: Du formulierst eine Moral (eine persönliche Meinung, welche den sachfremden Maßstab ‚erlaubt‘ oder ‚verboten‘ an eine Sache heran trägt, welche als solche Allgemeingültigkeit beansprucht), wenn Du schreibst: „Frauen und Ärzte müssen aber unbedenklich abtreiben dürfen!“ und wirfst Sven dann postwendend vor, ja bloß eine persönliche Meinung als gesellschaftlichen Maßstab (Moral) zu präsentieren.

    zu Berlusconi: Du weichst meiner Frage aus. Was macht ihn denn auch auf den anderen Politikfeldern „unfähig“? Dass er diese nicht zum Nutzen Italiens bearbeitet, obwohl das seine Amtsaufgabe ist? Dass er in ihnen nicht die Politik betreibt, die Du gerne sehen würdest, was Du idealistisch an das Amt heran trägst? Oder die beliebte Mischung aus beidem, dass das eine mit dem anderen eh zusammenfallen würde, denn „Du bist Deutschland Italien“?

  17. 17 Lucia 16. Februar 2009 um 14:50 Uhr

    Uhm, bei mir (Italien) das Problem existiert und ist immer größer. Vor allem weil es immer weniger möglich scheint,vor allem in Politik(!!), sich unchristlich(dass leider bei uns Katholisch bedeutet)zu nennen. Wenn ein Politiker in TV geht, oft muss er versichern, dass seine Idee ganz christlich ist. Ich denke, mir ist ganz egal woraus sie kommt, hauptsächlich habe ich darüber nachgedacht und durch Vernunft finde ich sie korrekt. Unsere Gesellschaft ist ein riesiges Mix von verschiedene Kulturen, und ich bin(wäre?) ganz froh darüber!
    @ Sven, ich denke, dass leider 70% von Ärzte, die keine Abtreibung machen wollen, als Ergebnis viele wenige Freiheit gibt..anders wäre 10%. Und glaube mir, sie machen so, weil oft wer(genauso wie in Politik)solche Diktat aus Vatikan nicht folgt, wenige Möglichkeiten hat, eine gute Karriere zu schaffen. Ich weiß nicht(oder,naja, aber hier wäre es zu verwickelt, es zu erklären..)wie sich diese Rückschritt ereignen könnte, aber ist doch so, niemand mehr kann es nicht bemerken.
    Nur etwas noch: es gibt viele Italiener-innen, die von dieser Lage genug haben, und viele, die wie ich sich manchmal(…immer öfter) verzweifelt fühlen. Letzte Samstag gab in Rom eine Antivatikan Protestkundgebung, und in den letzten Zeiten sind die öffentliche Proteste immer mehr, aber die Media versuchen, wenig oder gar nichts darüber zu sprechen. Mehr kann man im Netz finden. Nur umzu sagen, dass wir (noch?) nicht ganz dumm geworden sind. Berlusconi hat leider verstanden, dass in Italien viele alte Leute gibt, und deren Ängste und Vorurteile immer mehr ausnützt, um seine Macht zu verstärken. Die Statistiken zeigen, dass wenige Verbrechen gibt, obwohl viel mehr Immigranten gibt, aber in TV und Zeitungen gibt es immer mehr Platz für Nachrichten über Vergewaltigung, Ermordung und Raub…und nackte Frauen.
    Ok, Schluss, die Lage ist doch verdammt schlecht. Ich weiß nicht was man tun könnte.

  18. 18 Lucia 16. Februar 2009 um 14:54 Uhr

    Ah, noch etwas: ist nicht „Armes Italien ODER arme Italienerinnen“…sonder UND, weil was ein Teil des Landes/Bevölkerung/Citizenship(aber darüber auch Immigranten und Leute, die noch kein offizielles „Ausweis“ haben) beschädigt, das beschädigt die Lage von jeder!!

  19. 19 mira 19. Juni 2010 um 18:06 Uhr

    die aussage geht mal gar nicht^^

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