Anleitung zum Geschlechterkampf

Wie das Stillen den Körper auslaugt, alles ist wund! Ich hatte einfach nicht mehr die Kraft für ein Kind. Das war natürlich egoistisch.“ – „Genau“, sagt er. „An erster Stelle hast du nur an dich gedacht. Du hast das Kind einen Zellklumpen genannt.“ – „Aber das war es doch auch.“ – „Jetzt redest du wieder so abfällig.“ – „Ich hätte mein Leben nicht anders in den Griff bekommen.“ Thomas’ Lächeln ist starr geworden. Schon ist er wieder in der Defensive, wie damals im Mai. Er wirkt immer noch verletzt.

Puhhhh, schnauf, stöhn, „Die Zeit“ ruft zum Geschlechterkampf auf.
Mit dem Titel „Wir haben abgetrieben“ Part 2 läutet Zeit-Redakteur Jörg Burger die erste Runde ein. Anders als bei Part 1 geht es jetzt um die Männer. Genauer gesagt darum, wie diese bei der Entscheidung systematisch ausgeschlossen werden.
In dem Artikel schafft es der Autor aber dieses Thema so falsch anzupacken und Frauen als so skrupellose, egoistische Wesen hinzustellen, dass einem übel wird. Es geht nicht um einen Lösungsansatz des Problems oder einen coolen Umgang mit der Sache, sondern um tiefes Mitleid und dramatische Schilderungen, von im Schrebergarten verbrannten „rötlichen Klumpen“, und dem alten Spiel Mann gegen Frau.
Herrn Burger nach wurden „im Jahr 2007 , 114 000 Schangerschaften ohne medizinischen Grund abgebrochen, einfach weil die Mütter ( Mütter???, schwangere Frauen sind noch lang keine Mütter lieber Rolf) das wollten.“
Der Autor stellt auch heraus, dass sich Männern durch den „berühmten Satz „Mein Bauch gehört mir“, der so schwer und wuchtig klingt wie aus dem Gesichtsbuch, an die Wand gedrängt fühlten.“
Dass dieses Thema kein Spaß ist und immer ein gewisses Maß an Drama bedarf weiß Herr Burger auch , denn „jede Abtreibung wird von einem gewissen Maß an Trauer und Schuldgefühlen begleitet“ (schon mal daran gedacht WARUM dem so ist?)
Herr Burger hat sich anscheind auch nicht überlegt, das ein Mitspracherecht vollkommen ausgeschlossen ist, da dies nicht umsetzbar ist. In den von ihm beschriebenen Fällen hätte es nämlich immer 1:1 gestanden und was dann?
Männern die ein solches Mitspracherecht fordern, dann eine Plattform zu bieten ist nicht nur unreflektiert sondern bescheuert.
Auch mit Sätzen wie “ anders als Frauen sind Männer auf eine ungewollte Schwangerschaft nicht vorbereitet“ schafft es der Artikel nicht wirklich mein Herz zu erobern.

Nun gut für weitere Einzelheiten empfiehlt es sich den Text zu lesen.
Was Herrn Burger aber so kläglich misslang schaffen vielleicht wir hier.
Wie kann man mit dem Thema Mann und Schwangerschaftsabbruch umgehen, ohne dabei weibliche Rechte zu verletzten und Frauen einer zusätzlichen Belastung auszusetzen, gibt es eine Lösung oder müssen wir bis ans Ende kämpfen.

Und zu guter letzt lieber Herr Burger auch wir Frauen beenden eine Schwangerschaft meist nicht zum Spaß oder aus dem Grund Männer zu ärgern!
Sondern weil wir unser Leben in der Hand behalten wollen und glücklich werden wollen und dies ist nicht nur Männerrecht, sondern auch Frauenrecht.
Und leider, leider laufen im Real-Life nun mal nicht alle Dinge nach Plan und sind im Konsens zu lösen.
Manchmal muss einfach auch danach gefragt werden wer den größeren Schaden von der Sache trägt bzw welches Leben mehr beeinträchtigt wird, dies heißt dann aber nicht, dass die andere Partei keinen Schaden trägt oder dass dieser unerheblich ist.


51 Antworten auf “Anleitung zum Geschlechterkampf”


  1. 1 Psychopapst 17. Februar 2009 um 0:42 Uhr

    Ich würde zur Vermeidung solcher Probleme ja einfach die Verwendung von Kondomen empfehlen. Hat auch den Vorteil, dass die beteiligten Männer direkt wissen woran sie sind.

  2. 2 Jay 17. Februar 2009 um 6:02 Uhr

    Sehr schöner Kommentar, ich hoffe du schickst ihn auch an die reichlich unobjektive Zeit.

  3. 3 Ben 17. Februar 2009 um 8:50 Uhr

    Ich würde direkt mal sagen, dass auch Kondome kein 100%iger Schutz vor ungewollten Schwangerschaften sind und der „Streit“ durch flächendeckenden Kondomgebrauch nicht beigelegt werden kann – zumal es Fälle von Unverträglichkeiten gibt, in denen Kondome nicht verwendet werden können.
    Zum Thema Schwangerschaft und Mitspracherecht der Männer möchte ich noch sagen, dass ich Leonie vollkommen zustimme: Der Artikel ist fürchterlichich und anti-emanzipatorisch. Die Frage ist allerdings, inwiefern Männern, die von einer möglichen Schwangerschaft auch – wenn auch anders – betroffen sind, mit-sprechen können. Dabei finde ich es wichtig, dass der Mann seine Meinung „als Mann“ der Frau nicht aufdrängen darf, denn es ist ihr Körper. Nur mit Körpergrenzen zu argumentieren hilft aber nicht viel, wenn es um einen angemessen Umgang mit diesem Thema geht. In einer früheren Diskussion hatten wir das mal „integeren Umgang“ genannt, glaube ich. Mein Fazit daraus ist gewesen, dass sich das Paar in einem Gespräch Klarheit darüber verschafft, was sie zusammen wollen. Jetzt sagst Du, ein Konsens sei nicht immer herbeizuführen, und da stimme ich Dir völlig zu, zumal so ein „Gespräch“ nicht frei von patriachalen Herrschaftsdiskursen sein kann.

  4. 4 Teresa 17. Februar 2009 um 10:10 Uhr

    Ich finde, du bist viel zu voreingenommen und einseitig an den Artikel herangegangen. Ich habe den Artikel auch gelesen und auf mich hat er weder frauenfeindlich noch unreflektiert gewirkt. Meiner Meinung nach ist es durchaus wichtig, auch mal die andere Seite zu Wort kommen lassen und es wurde hier nicht nur von Männern berichtet, deren Frauen ohne ihr Wissen abgetrieben haben, sondern auch von Fällen, in denen dies gemeinsam entschieden wurde. Ich finde es durchaus wichtig, dass auch die Männer zu Wort kommen. Du behauptest hier, dass ein Mitsprachrecht von Männern völlig ausgeschlossen ist und es sollte ihnen keine Plattform geboten werden. Das finde ich von deiner Seite ziemlich bescheuert und unreflektiert. Eigentlich sollte unser Ziel doch sein, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind. Wir fordern, als Frauen überall mitsprechen zu können und du möchtest hier den Männern das Recht auf Mitsprache verwehren? Sorry, aber das ist nicht logisch. Klar ist Abtreibung ein heikles Thema, aber ich finde ein Ehemann oder ein Freund sollte durchaus davon in Kenntnis gesetzt werden und gefragt werden. Auch wenn die Frauen letztendlich schwanger sind und den größten Anteil tragen. Aber wir können nicht von den Männern verlangen, dass sie sich an der Erziehung der Kinder usw. beteiligen und ihnen gleichzeitig das Recht absprechen, über eine Abtreibung zu entscheiden.
    Ich hätte mir eine etwas objektivere Kritik des Artikels gewünscht. Der Eintrag wirkt sehr voreingenommen à la alle Welt ist gegen uns Frauen!

  5. 5 azak 17. Februar 2009 um 10:51 Uhr

    Hi

    ich denke das der körper einer Frau auch genau dieser gehört und sie damit machen kann was sie will. Und wenn die Männer nicht wollen das die Frau schwanger wird dann sollen sie auch nen Kondom benutzten oder nicht ?

  6. 6 flawed 17. Februar 2009 um 11:31 Uhr

    azak: Vielleicht liest Du einfach mal den verlinkten Artikel, bevor Du so völlig am Thema vorbei schreibst?
    Und alle anderen, denen nur „Kondome benutzen“ einfällt, bitte auch.

  7. 7 gtz 17. Februar 2009 um 12:43 Uhr

    einer langfristig angelegten beziehung tut das dieser sicher gut, wenn eine abtreibung vorher mal besprochen wird (nich notwendigerweise ergebnisoffen diskutiert), schliesslich hat eine abtreibung mit einiger wahrscheinlichkeit auswirkungen auf das gemeinsame miteinander. man bespricht ja auch den kauf eines neuwagens miteinander, oder ne neue frise, oder ob der tüp sich n vollbart wachsen lässt.
    irgendein formales oder moralinverbrieftes mitspracherecht an der entscheidung selber hat der mann ganz sicher nich.

  8. 8 leonie 17. Februar 2009 um 13:17 Uhr

    @flawed: warum schreibt hier jemand am Thema vorbei?
    @gtz: in den meisten Gesichten des Zeit-Artikels, war nicht das Problem, dass nicht über den Abbruch geredet wurde, sondern dass die Frau sich dann auch ohne Zustimmung des Mannes für einen Abbruch entschieden hat.
    Wie ich finde, ihr Recht.
    Natürlich sollten Männern, die mit der Situation nicht leben können Hilfe angeboten bekommen, aber nicht das Recht über den Körper der Partnerin zu entscheiden.
    Vielleicht sollten Männer auch wieder aktiver an der Verhütung teilnehmen, dann kann ihnen so eine Situation auch nicht so schnell passieren.
    Oder die sollten sich auch an de Gedanken gewöhnen, dass ungewollte Schwangerschaften nun mal eintreten können.
    Es gibt sicher Lösungen Abseits des Mitspracherechts.
    @Theresa: ich sage nicht dass Männer nicht über Abtreibung reden dürfen und auch nicht dass sie damit kein Problem haben dürfen. Nur ein Mitspracherecht ist nicht ok, da sie erstens nicht die haupt Leidtragenden einer Schwangerschaft sind und zweitens ein Mitspracherecht nicht funktioniert. Was wenn es 1:1 steht, wer entscheidet dann?
    Und niemand zwingt Männer dazu sich an der Erziehung zu beteiligen, dies sollte auf freiwilliger Basis geschehen, das einzige was „erzwungen“ wird ist eine monatliche, finanzielle Unterstützung.

  9. 9 flawed 17. Februar 2009 um 14:03 Uhr

    leonie: „Und wenn die Männer nicht wollen das die Frau schwanger wird …“ – im Zeitmagazin-Artikel geht es um die genau umgekehrte Situation.

    Ausserdem isses für die Frage „Abtreibung bei einer ungeplanten Schwangerschaft“ herzlich irrelevant, ob das Verhütungsmittel, das versagt hat, nun Kondom oder Spirale hieß.

  10. 10 gtz 17. Februar 2009 um 14:30 Uhr

    wenn eine frau abtreiben möchte, dann soll sie das tun, ende der geschichte. mit jeamndem, der dieses recht infragezustellen versucht, is jede weitere auseinandersetzung müßig.

    wie man in einer längerfristig angelegten beziehung mit divergirenden interessen umgeht, und warum es in einer beziehung überhaupt soweit kommen kann, dass der tüp erst bei der abtreibung erfährt, dass seine frau/freundin/wtf kein kind will, is ein anderes thema, das aber das selbstbestimmungsrecht der frau nich im geringsten berührt.

    was is denn jetz eigentlich die frage hier?

  11. 11 Ben 17. Februar 2009 um 16:48 Uhr

    Das trifft in der Tat den Nagel auf den Kopf, denn es ist schon eine wichtige Frage, warum der Typ erst sehr spät erfährt, dass seine Frau kein Kind haben will. Ich weiß nicht genau, ob ich mit meinem Festhalten an dem Begriff „angemessener Umgang“ eigentlich nur nerve, aber ich finde es eben ganz wichtig, dass sich einer Beziehung (egal wie die angelegt ist) in dieser Lage Klarheit darüber herrscht, was der/die Andere will. Dass das nicht unproblematisch ist, wird spätestens dann deutlich, wenn sie sich nicht traut, ihre Meinung zu sagen, weil er sich so sehr ein Kind wünscht oder er sich nicht traut, seine Meinung zu sagen, aus Angst, sie zu verletzen über ihr seine Haltung aufzudrängen. Deshalb ist es in meinen Augen nicht nur ein Problem der Körpergrenzen („Das ist mein Bauch“), sondern eher eines der Kommunikation.

  12. 12 gtz 17. Februar 2009 um 17:05 Uhr

    das sind aber eben grundsätzliche probleme des miteinanders, die das selsbtbestimmungsrecht der frau über ihren köpers nicht berühren.

  13. 13 Ben 17. Februar 2009 um 22:41 Uhr

    Einverstanden, aber ich würde auch nicht so weit gehen, einer von mir geschwängerten Frau jede Unterstützung zu verweigern und zur Begründung auf mein Recht verweisen, mit meiner Zeit anzufangen was ich will.

  14. 14 Ben 17. Februar 2009 um 22:42 Uhr

    /:)

    Der Vergleich hinkt … aber hinken ist auch eine Art der Fortbewegung ;)

  15. 15 izzy 18. Februar 2009 um 0:56 Uhr

    unfassbar! der zeitartikel ist meiner ansicht nach geprägt von einer üblen unterschwelligen rhetorik, die abtreibung als egoistische frauenverschwörung gegen die männerwelt darstellt: systematisch schließen frauen männer aus, wenn sie entscheiden, was mit ihrem körper und ihrem leben passieren soll. implizit schwingen da solche fragen mit: wie können diese frauen sich nur weigern, einen embryo in ihrer gebärmutter wachsen zu lassen, wenn die männer das doch so gern hätten? wieso kann der erzeuger seine frau nicht daran hindern, den von ihm produzieren embryo abzutreiben? wieso dürfen frauen damit argumentieren, dass ihr körper ihnen gehört?

    also, ich halte mich an die orthodoxe position: wenn eine frau schwanger wird, soll sie allein entscheiden dürfen, was weiter passiert. schließlich wird sie diejenige sein, die das ding in ihrem körper für ewige zeiten wachsen lassen muss. dabei ist es völlig egal, wer mit für die zeugung verantwortlich ist, denn der männliche part muss ja nicht die körperlichen konsequenzen der entscheidung tragen, wenn sie den embryo behalten. natürlich ist das ein ausschluss des mannes von der entscheidung und natürlich wird er auch auf eine gewisse art betroffen sein, ich finde jedoch nicht, dass man die arten von betroffen-sein miteinander vergleichen kann. er verliert ein imaginiertes kind, sie auch, aber im falle ihrer schwangerschaft wäre das kind für ihn bis zum zeitpunkt der geburt auch imaginiert geblieben, während sie es für neun monate in ihrem körper mit sich herumtragen müsste. ich finde, dieses rein körperliche argument ist schon genug.

    unterschiedliche lebensplanungen sollte man natürlich schonmal vorher diskutiert haben, wenn man denn in einer beziehung ist. damit vermeidet man nämlich situationen wie die im artikel beschriebene:
    „Sie ruft aus der Praxis ihrer Gynäkologin an. „Stell dir vor, die Spirale hat nicht gewirkt. Scheiße, ich bin schwanger.“ – „Wie schön!“, ruft Thomas, er hat nicht genau hingehört. Er bemerkt auch nicht die Bedrücktheit im Schweigen seiner Frau. Er sagt: „Das muss ich den Kindern erzählen.“"
    toll! also, irgendwie finde ich das schon so ignorant von dem lieben thomas, dass mir sein ausgeschlossen- und nicht-einbezogen-werden im abtreibungsprozess gar nicht mehr leid tun kann.

  16. 16 Maire 18. Februar 2009 um 11:22 Uhr

    Schließlich muss ich ja meinen Körper mit der Schwangerschaft belasten!

    Da kann der Mann noch wie schon sich nach der Geburt vollständig an der Erzeihung beteiligen (und sogar seinen Job aufgeben) oder mir 10.000 Euro im Monat Unterhalt zaheln.

    ICH muss das Ding neun Monate austragen und die schmerzhafte Geburt ertragen. Mein Körper gehört mir. Sorry liebe Männer…

  17. 17 Ben 18. Februar 2009 um 14:30 Uhr

    ich würde nicht sagen, dass männer durch die schwangerschaft völlig unbetroffen sind [-( ich würde die empathie und das mit-leiden, zu dem ich in der lage bin, als körperliche „belastung“ beschreiben können, wenn euch die begriffe so wichtig sind. und außerdem: als ob es für mich oder irgendeinen x-beliebigen anderen typen so einfach bzw. überhaupt möglich wäre, 10.000 euro im monat zu verdienen. bei dieser art von „ausschluss“ würde ich dem thema kind überhaupt nichts mebr abgewinnen können – was ich im moment ohnedies nicht kann, aber das ist ja nicht entscheident.

    damit möchte ich nicht dem unsäglichen artikel das wort reden, der in der tat antiemanzipatorisch ist. aber ich würde ich es schon begrüßen, dass ich im falle einer schwangerschaft als gefühle-teilendes und mit-leidendes wesen wahrgenommen werde.

  18. 18 Blitz 19. Februar 2009 um 20:47 Uhr

    Ich habe den Artikel auch gelesen und fand ihn entsetzlich einseitig und anti-menschlich viel mehr als anti-feministisch. Die Überschrift sprang mir ins Auge denn ich halte es tatsächlich für eine sehr schwierige Thematik. Meine Meinung ist seit ich denken kann „mein Bauch gehört mir“, dennoch stimme ich Ben zu, dass Männer natürlich auch mitleiden und mitfühlen. Die Entscheidung muss die Frau treffen, ihr Leben ist sehr viel stärker betroffen, sie trägt das Kind in ihrem Körper, dennoch betrifft die Entscheidung natürlich auch den Mann.

    Der Zeitartikel, indem er zum einen derart einseitige Geschichten berichtet und dazu noch einen sehr unreflektierten, sprachlich extrem schwachen Text präsentiert, trägt nciht dazu bei, dass Frauen vielleicht auch die Probleme von Männern in einer solchen Situation sehen sondern sich vielmehr sehr viel stärker distanzieren. So ging es mir zumindest. Wenn ich das lese will ich doch mit keinem dieser Männer auch nur ansatzweise reden.

    Dabei ist doch die einzige Lösung, im gemeinsamen Gespräch, ggf. mit professioneller Hilfe einen Weg zu finden, mit der Entscheidung zu leben, wie auch immer sie ausfällt. Und dass diese letztlich die Frau fällt ist für mich aus diversen Gründen klar:
    Sie ist diejenige, die nciht mehr zurück kann, die ihr Leben definitiv umstellen muss, die die größten Einschränkungen in Kauf nehmen muss.
    Sie ist diejenige, um deren Körper es geht.
    Und rein rechtlich ist es doch auch gar nciht möglich, diese Entscheidung offiziell zu zweit zu treffen.
    Dass Frauen die Entscheidung abzutreiben nicht leichtfertig treffen finde ich so logisch, dass ich das gar nciht mehr diskutieren will. Jeder Mann – und auch jede Frau – die über diese Schiene argumentieren kann ich schon gar nciht ernst nehmen.
    Ich hatte gehofft hier einen gut aufbereiteten aktuellen Text zu lesen. Stattdessen hat die Zeit gezeigt, wie man die Gräben ncoh breiter macht.

  19. 19 Mazza 03. März 2009 um 18:27 Uhr

    Ich kann @ izzy und @ blitz nur zustimmen – auf mich wirkt der artikel, daß frauen ihr erkämpftes recht auf selbstbestimmung zur abtreibung wieder in frage gestellt wird.
    Männer wollen mitspracherecht haben? Außerdem wie egoistisch und gleichgültig ist der dreifache vater Tomas gegenüber seiner frau. Innerhalb von 7 jahren ist sie dreimal schwanger geworden – und das bedeutet für eine frau eine große umstellung und eine menge verzicht,. viel arbeit, körperliche und seelische veränderungen – interessiert ihn überhaupt nicht. Sie hat ein recht darauf, jetzt ihren beruflichen ambitionen nachzugehen, wenn sie das möchte.
    Die entscheidung einer abtreibung ist letztendlich sache der frau , ohne daß es ständig schuldzuweisungen und vorwürfe hageln sollte. Oder gehen wir zeiten entgegen, daß eine frau gegen ihren willen wieder zur schwangerschaft gezwungen werden soll – viell. auch noch mit hilfe des gesetzgebers? das wäre z.b. ganz im sinne der kath. kirche , der die selbstbestimmung = menschenrechte der frau über ihren „körper/bauch“ ein dorn im auge ist!

    Ich finde den artikel ziemlich frauenfeindlich und einseitig – es kommt überhaupt nicht zur sprache, daß es gerade männer gegeben waren und gibt, die frauen zur abtreibung motivierten – empfängnisverhütung ist auch eine sache des mannes, und es ist bezeichnend, wie lasch vor allen dingen heute noch junge männer mit diesem thema umgehen; denn gerade junge mädchen/frauen werden ungewollt schwanger.

    Und was soll das eigentlich? wenn männer behaupten „wir haben abgetrieben“ – welcher mann sagt schon „wir haben eine fehlgeburt oder wir haben unsere Tage etc.“ …

    Die vielen fälle – und das sind die häufigsten – daß frauen oder junge mädchen ungewollt schwanger werden, ohne daß Er an verhütung gedacht hat.

  20. 20 laylah 03. März 2009 um 19:01 Uhr

    mazza: das ist doch paternalistenscheiße. als könnte „Sie“ nicht „denken“.
    das funktioniert allenfalls so, dass sie ihm das gummi gibt, ers dann aber weglegt und sie denkt, er hätts übergezogen. das ist eher selten, glaub ich. aber das meintest du auch gar nich, nich wahr?

  21. 21 Mazza 03. März 2009 um 19:46 Uhr

    Na klar kann sie denken – nur wäre es wünschenswert, wenn ihm das auch gelingen würde ….

  22. 22 illith 04. März 2009 um 0:24 Uhr

    ich erlebte eine variation davon schon. kontrollgriff ftw ;P

  23. 23 laylah 04. März 2009 um 10:25 Uhr

    haha, ja, ich auch. das war aber ohne kontrollgriff und mit alkohol, er hatte es dann irgendwann selbst gecheckt und sich erschreckt.
    mazza, redest du jetzt von vergewaltigungen oder einfach nur müll?

  24. 24 Mazza 04. März 2009 um 13:13 Uhr

    @ aylah – bitte etwas höflicher sein beim posten! Ich rede hier kein `müll` – ich rede von den vielen rammler , die sich weigern mit kondomen zu verhüten etc. pp.
    Wenn du in der gynäkologie arbeiten würdest, wüsstest du, daß es neben aids auch noch ne menge anderer unschöner infektionskrankheiten – oral, vaginal, anal – gibt.

  25. 25 laylah 04. März 2009 um 13:43 Uhr

    was heißt denn hier weigern? wenn sich einer weigert, dann fickt frau halt nicht mit ihm. check mal, dass frauen subjekte sind.

  26. 26 rika 04. März 2009 um 13:54 Uhr

    @laylah
    schon mal was von machtverhältnissen gehört?! dabei reden ich noch nicht mal vom patriarchat (was meiner meinung nach in dieser simplen opfer-täter-schiene nicht existiert und wahrscheinlich auch nie existiert hat), sondern davon, dass es generell nur idealerweise so läuft, wie du das beschrieben hast („ich wills nicht, also mach ichs nicht“)

  27. 27 Mazza 04. März 2009 um 14:14 Uhr

    @ laylah – alles gut und schön, so sollte es sein – aber nun gibt`s ne menge ehemänner, für die ich nicht die hand ins feuer legen möchte oder wenn du in einer festen partnerschaft, ehe lebst, weisst du immer, wo sich dein lieber partner sonst noch aufhält, ob er verhütet? Die schnelle nummer auf dem strassenstrich – du scheint nicht viel ahnung zu haben. Viele in einer zweierbeziehung verzichten auf kondome.
    Ich weiss nicht, wie jung du bist – aber ich glaube, dir fehlen hier echte lebenserfahrungen. Mal hier und dort seinen spass zu haben, reicht da als erfahrung nicht aus. Check das mal…

  28. 28 laylah 04. März 2009 um 14:18 Uhr

    du musst schon genauer werden, mir einfach nur nen „machtverhältnisse“ hinzuschmeißen ist bisschen dürftig. also wird eine frau von nem typen gedrängt, eine ungewollte schwangerschaft bzw. ihr leben zu riskieren und tut das auch, und der typ ist dann schuld daran. und zwar wegen der machtverhältnisse. ja? nein?

  29. 29 Mazza 04. März 2009 um 15:30 Uhr

    @ laylah -mir geht’s darum, dass jungen/maenner mehr in die pflicht genommen werden sollten , was verhuetung betrifft. Ich weiss, dass sie diese verantwortung gerne den maedchen/frauen ueberlassen, z.b. in einer festen partnerschaft, ehe, zweierbeziehung. Macht ihm halt ohne gummi mehr spass, also ist verhuetung wieder mal frauensache. Oder wuerdest du dich weigern, wenn dein ehemann keine kondome benutzt kannst du dir sicher sein, dass er treu ist…..? was soll der hinweis, dass frauen subjekte sind – glaubst du als frau wuesste ich das nicht? Dass sie haeufig von maennern als Objekte bzw. sexualobjekte behandelt werden, ist mir genuegend bekannt. Wenn frauen es ihnen gleichmachen wollen , hat das nichts mit emanzipation zu tun sondern eher das uebernehmen von maennl. Unarten.

  30. 30 laylah 04. März 2009 um 21:06 Uhr

    ist eigentlich irgendwas von meiner kritik bei dir angekommen?
    aber ok: wie willst du nen typen denn „in die pflicht nehmen“? aufklärungskampagnen? bundesweite kondompflicht? letztlich hängt es doch trotzdem von den frauen ab, ob sie sich da im ernstfall drauf einlassen oder nicht.
    auf deine „frage“ kann ich leider nicht eingehen, da für mich weder die ehe noch andere formen der monogamie in frage kommen.

  31. 31 bigmouth 05. März 2009 um 10:19 Uhr

    mal kleiner realitätscheck: es gibt genug frauen, die ohne kondome verhüten wollen, weil sie kondome nicht mögen. kann man in jedem forum nachlesen, wo es um sexualität geht. die werden dazu nicht vom patriarchat gedrängt, sondern wägen ab zwischen risiko von krankheiten und mehr vergnügen. man kann deren abwägung gerne kritisieren bzw. schlicht die risiken aufzählen (viele leute iwssen zb nicht, dass andere geschlechtskrankheiten unfruchtbar machen können, was je nach lebensplanung uncool sein kann)

  32. 32 bigmouth 05. März 2009 um 10:33 Uhr

    und wenn jetzt wieder kommt: es gibt auch patriarchalischen gründen keine pille für den mann – ich wäre mal interessiert an belegen dafür, dass diese medizinsich so einfach umsetzbar wäre wie die pille für die frau. letztere war immerhin schon vor 50 jahren mit damaligen verständnis medizinischer zusammenhänge entwickelbar. warum? weil sie eine natürliche körperliche funktion ausnutzen kann, die schwangerschaften unterbindet – man muss sich nur an komplexe natürliche vorgänge dranhängen. etwas vergleichbares gibt es bei männern nicht, die spermienproduktion wird nach der pubertät niemals unterbrochen ausser durch härtere krankheiten, und verlischt, wenn überhaupt, erst im hohen alter auf grund körperlicher schwäche

  33. 33 laylah 05. März 2009 um 11:18 Uhr

    wernwa ja sehn. die forschen doch grade doch weiter.

  34. 34 bigmouth 05. März 2009 um 11:36 Uhr

    ja, aber ebenm weil das offenbar schwieriger ist, und nicht nur, weil angeblich gar kein interesse besteht

  35. 35 bigmouth 05. März 2009 um 11:38 Uhr

    die derzeit verfolgten ansätze sehen die „Kombination eines Gestagen–Implantats und regelmäßigen Testosteron-Injektionen“ vor. schon was anderes als ne pille

  36. 36 bigmouth 05. März 2009 um 11:45 Uhr

    ok, laut diesem interview wurde die forschung auf grund finanzieller erwägungen eingestellt: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/634619/

    hurra für profitorientierte medikamentenforschung

    klar bleiben sollte aber: die geschichte wäre wesentlich weniger komfortabel:

    „Während zur Verhütung bei Frauen nur jeweils eine Eizelle pro Zyklus blockiert werden muss, ist die Sache bei Männern etwas komplizierter. Siebzig Tage dauert die Spermienreifung, so dass sich in den Hoden stets Spermien in unterschiedlichen Reifestadien befinden. Um sicher zu gehen, dass alle Spermien befruchtungsunfähig sind, müssen die Hormone mindestens drei Monate zugeführt werden.“

  37. 37 bigmouth 05. März 2009 um 11:49 Uhr

    die WELT dagegen schreibt

    Mehr als 1500 Männer haben das Mittel getestet. „Die Studien verliefen Placebo-kontrolliert, das heißt: Viele Männer bekamen Scheinpräparate ohne Wirkstoff“, erklärt Professor Eberhard Nieschlag, Androloge des Instituts für Reproduktionsmedizin des Uni-Klinikums in Münster. Ergebnis der Studien: Fast alle Teilnehmer beklagten starke Stimmungsschwankungen, emotionale Hochs und Tiefs, die sie auf die angeblichen Hormongaben zurückführten. „Am meisten erstaunte uns“, sagt Nieschlag, „dass auch jene Männer die Begleiterscheinungen beklagten, die das Placebo bekommen hatten.“ Die Teilnehmer berichten über zwei Gefühlszustände – Übersexualität und Untersexualität. Dazwischen hat sich nicht viel abgespielt.

    meine fresse

  38. 38 laylah 05. März 2009 um 12:36 Uhr

    dass die forschung eingestellt wurde ist ebent NICHT mehr aktuell, bigmouth. dein interview ist ja auch uralt. und dass du eine spritze alle drei monate für „weniger komfortabel“ hältst als jeden tag ne pille.. ja, hat das etwa auch patriarchalische gründe?

  39. 39 bigmouth 05. März 2009 um 12:54 Uhr

    sehen das nicht viele frauen ähnlich? da gibt es die option ja auch, ist mW aber viel weniger gefragt. hat ja auch gründe: eine 3-monatsspritze kann man nicht absetzen. wenn es da ärger gibt, dann richtig. und mit hormonimplantaten hatte ne freundin von mir auch ganz schön viel ärger

  40. 40 bigmouth 05. März 2009 um 12:57 Uhr

    ich persönlich werde in 3 jahren aber über diese option nachdenken. sollte ich dann ein sexualleben haben…

  41. 41 laylah 05. März 2009 um 13:07 Uhr

    keine ahnung, wie das „viele frauen“ sehen. die spritze soll man jedenfalls jederzeit absetzen können.

  42. 42 skp 05. März 2009 um 13:21 Uhr

    @laylah: wie soll das möglich sein? wenn du die bekommst, dann is die doch drin?

  43. 43 bigmouth 05. März 2009 um 13:44 Uhr

    afaik kriegt man das spirtzendepot nicht entfernt, das hormonstäbchen im oberarm schon

  44. 44 illith 06. März 2009 um 2:37 Uhr

    Oder wuerdest du dich weigern, wenn dein ehemann keine kondome benutzt

    äh – ja natürlich??
    (wobei ehe für mich auch nicht in frage kommt, sonstige monogame beziehungen aber schon)

    wegen pille für mann:
    da hat mir grad vor ein paar tagen ein chat-freund ne liste von angeblichen nebenwirkungen eines solche präparats reinkopiert. die waren drastsich, im prinzip ähnlich denen von steroid-missbrauch. aber ka, wie haltbar bzw seri9oö bzw aktuell die quelle war^^

  45. 45 leonie 06. März 2009 um 14:55 Uhr

    was heißt denn hier weigern? wenn sich einer weigert, dann fickt frau halt nicht mit ihm. check mal, dass frauen subjekte sind.

    das ist ja schön gesagt, ich halte es nur für etwas Realitätsfern. Ich glaube nämlich es gibt ziemlich viele Fälle wo er/sie nicht verhüten wollte und der andere sich davon „überzeugen“ bzw. manipulieren lies, einfach aufgrund von ungleichen Machtverhältnissen.
    Und so etwas funktioniert auch zwischen zwei Subjekten.

  46. 46 anaid 09. März 2009 um 0:52 Uhr

    Die Pille für den Mann… Wieso auch nicht:-w!
    Auch die Pille für die Frau hat viele Nebenwirkungen… z.B. müssten eigentlich die Ärzte nachfragen, ob Frau raucht. Da rauchen und Antibabypille sehr sehr oft zu Arteriosklerose (Herz- und Hirninfarkt) führt!!! Doch kaum ein Arzt interessiert das, geschweige denn, das er noch nach fragt oder gar darauf aufmerksam macht.

    Wenn eine ungewollte Schwangerschaft eintrit und sich die Frau mit Antibabypille verhütet hat… Macht ihr der Mann den Vorwurf, sie habe die Pille bestimmt vergessen und sei schuld. Obwohl es bekannt ist, dass die Antibabypille auch nicht 100% sicher ist!

    Viele Männer behaupten, dass Kondome lusttöter (bis man ihn drauf hat und erst das Gefühl das er nimmt) seien… Und drängen die Frauen zu Antibabypille! Kondome verhüten nicht nur, sondern schützen auch vor Geschlechtskrankheiten!!!
    Auch bezahlen meist Frauen und Männer die Kondome… Hingegen wenn Frau sich für Antibabypille entscheidet, gibt es kaum einen Mann, der sich an den Unkosten beteiligt!

    Was mich ziehmlich nachdenklich stimmt, ist die Tatsache: Dass Viagra von den Krankenkassen übernommen wird, hingegen die Antibabypille nicht!

    Abtreibung:
    Ist allgemein ein heikles Thema…
    Meine Meinung ist, dass der Mann dazu eine Meinung haben darf, jedoch nicht darüber bestimmen darf, ob sie es Auzutragen hat!

    P.S.: Und wenn der Mann irgendwohin abspritzt und seine Spermien nicht bei der Samenbank deponiert… Wird ihm ja auch kein Vorwurf gemacht, wieviel leben er gerade ermordet hat!

    Vasektomie:
    Die Männer, die sich für eine Vasektomie entscheiden… Die wenigsten dieser Männer Fragen die Frauen, ob auch sie ihre Familienplanung abgeschlossen haben! Vasektomie kann in den meisten Fällen rückgängig gemacht werden (Refertilisierung).
    Zu diesem Thema gibt es sogar eine Film (Drama)… Darin wird ein solcher Mann gezeigt. Als er von seiner Frau erfuhr, dass sie Schwanger geworden sei… Konnte er sich nicht darüber freuen und begann Terror auf alle Arten zu machen. Da er wusste, dass er ja keine Kinder mehr zeugen kann… War er davon überzeugt, seine Frau sei im Fremdgegangen! Doch zum Schluss kommt raus: Da die beiden bereits seit Jahren vergebens versucht haben Kinder zu bekommen… Und sie bereits mehrere Ehen hinter sich hatte und von jeder Ehe Kinder hatte, dass sie dachte… Er sei sicherlich frustriert, dass es an ihm liegen müsse und entschloss sich zur Künstlichen befruchtung. Er flippte aus, da er sich ja entschlossen hatte, keine Kinder mehr zu zeugen… Doch wärend diesen Jahren, wo sie es gemeinsam versucht haben, hat er nie etwas gesagt und sie im Glauben gelassen, dass sie noch ein Kind mit ihm haben werde!

    Ein Kind in die Welt zu setzt bringt nicht nur Veränderungen/Abstreichungen die meist Frauen tragen mit sich…
    Kinder in die Welt zu setzt ist auch Verantwortung! Was gerade vielen Männern nicht bewusst genug ist und wovor sie sich auf alle Arten zu drücken versuchen. Man siehe nur schon wieviele Frauen Anspruch auf Alimente hätten, aber diese in den seltesten Fällen bekommen…

  47. 47 bigmouth 09. März 2009 um 9:59 Uhr

    Die Männer, die sich für eine Vasektomie entscheiden… Die wenigsten dieser Männer Fragen die Frauen, ob auch sie ihre Familienplanung abgeschlossen haben

    a) woher weisst du das?

    b) ja und? männer dürfen frauen nicht in abtreibungen reinreden, vasektomie ist aber ein skandal? wtf?

  48. 48 gtz 09. März 2009 um 11:15 Uhr

    b) ja und? männer dürfen frauen nicht in abtreibungen reinreden, vasektomie ist aber ein skandal? wtf?

    eine ähnliche frage drängte sich mir auch auf.

  49. 49 leonie 09. März 2009 um 14:33 Uhr

    @anaid: Dass die Krankenkasse Viagra übernimmt wusste ich nicht, die Antibabypillen-Politik der Krankenkassen ist aber tatsächlich ziemlich unter aller Sau.
    Das Problem mit dem „wer zahlt die Pille“ gibt es sicherlich, ich glaube aber nicht dass die Mehrheit der Männer in Beziehungen! sich weigern würden mitzuzahlen, bezogen auf ein One-Nihgt-Stand funktioniert die Beteiligungpoltik aber wahrscheinlich nicht.

    was du mit der Vasektomie-Geschichte sagen willst ist mir auch nicht klar.. sollte nicht jeder selbst über seine Fruchtbarkeit bestimmen?
    Und die Beziehungsstory/Drama von dir, wie auch schon die Geschichten aus der „zeit“, zeigen für mich nur, dass diese Menschen in ihrer Beziehung ein ganz anderes Problem als Verhütung haben, nämlich gewaltige Kommunikationsprobleme oder mangelnden Respekt voreinander.

  50. 50 anaid 10. März 2009 um 4:22 Uhr

    bigmouth:
    a) das weis ich, da ich med. Personal bin und auch schon in der Urologie tätig war.

    b) das ist kein Skandal… Jedoch eine gute Alternative zur Pille für den Mann! Da sich die Methode der Vasektomie bestens bewährt hat, wurde auch die Pille für den Mann nicht gross weiter verfolgt! Da eben Vasektomie in den meisten Fällen rückgängig gemacht werden kann (Refertilisierung) und in den seltensten Fällen Beeinträchtigungen oder gar Nebenwirkungen mit sich bringt.

    Staatskörper und Frauenkörper:
    Der „Staatskörper“ speist sich nun mal aus dem Frauenkörper. Und gerade deshalb ist letzterer so umkämpft. :-?
    http://fm4.orf.at/stories/1600924/
    Sobald Abtreibung kriminalisiert wird, staatliche Förderung, Unterstützung und Informationsmöglichkeiten wegfallen, regiert die Sprache des Geldes. Wer es sich leisten kann, „überredet“ willige ÄrztInnen. Frauen aus ärmeren Schichten (und in diese Gruppe fallen sehr oft Migrantinnen) verlieren dadurch sichere Möglichkeiten, eine ungewollte Schwangerschaft abzubrechen. Die Folgen sind katastrophal: Laut WHO stirbt alle sieben Minuten auf der Welt eine Frau an den Folgen eines illegal oder medizinisch nicht korrekt durchgeführten Schwangerschaftsabbruchs.

  51. 51 Alice-Fanatikerin 10. Juni 2009 um 22:11 Uhr

    Kurz und bündig: benutzt Kondome!!!!!

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