Auch in der sonst so heilen Welt der christlich-konservativen Union, flammt hier und da ein Streit auf. Normalerweise handelt es sich dabei meist um CDU vs. CSU bzw. Seehofer gegen den Rest. Nun muckt aber auch der ehemalige Ministerpräsident von Sachen-Anhalt auf und verlässt wegen Meinungsdifferenzen mit der Kanzlerin Angela Merkel die CDU.
Auslöser der Streitigkeiten waren die Papstkritik der Kanzlerin sowie ein Treffen zwischen Merkel und Alice Schwarzer.
Frau Merkel hat laut Münch, den Papst während der Williamsondebatte „öffentlich diskreditiert und gedemütigt“.
Das Treffen mit Frau Schwarzer hat dem armen Münch dann offensichtlich den Rest gegeben, war die Union doch immer die Partei „die auf der Grundlage christlicher Werte für den Schutz des menschlichen Lebens eingetreten ist“. Menschliches Leben beginnt hier natürlich schon bei der Befruchtung, völlig klar. Da passt so eine wie Schwarzer natürlich gar nicht ins Bild, war sie doch die Vorkämpferin für Abtreibungsrechte und ist auch heute noch eine nicht überhörbare Stimme wenn es um die Abschaffung des §218 geht.
Jetzt bin ich weder Merkel noch CDU-Fan und ehrlich gesagt erwarte ich mir auch von keinem der Beiden gesellschaftlichen Umwälzungen, aber trotzdem regt mich die beschränkte Sichtweise des papsttreuen Münch ungeheuer auf und zwar nicht nur weil ich mich in meinen Rechten als Frau öffentlich diskreditiert und gedemütigt fühle, sondern weil sie die allgemeine, erzkonservative und christlich-treue Meinung so vieler Vollidioten da draußen zeigt und ich mich wirklich frage wie man Konservatismus heilen kann.
heilen? so wie schwule oder was? einweisen! zwangsmedikation! woo-hoo!
Hodenquerschnitt von Konservativen, aber sofort!
@laylah: ja genuau darauf wollte ich anspielen, wenn es sich schon um einen solchen Papstjünger handelt
hehe. Bin dafür.
Das einzige was gegen diesen Konservatismus hilft, ist ein Gesellschaftlicher Fortschritt der bewirkt, dass dadurch modernere Konservative entstehen und solche Fundamentalisten einfach von der Bildfläche verschwinden.
Keine Atempause, Geschichte wird gemacht. Es geht voran.
teleologischer quatsch. die sind doch grad im aufwind, alle. das einzige, was hilft, ist kommunismus.
etwas offtopic, aber hier ein „dokumantarfilm“ zum thema abtreibung http://www.mariaundihrekinder.de/
irgendwie ging bei mir der trailer nicht, sieht aber schon auf den ersten blick alles sehr widerlich aus
Kommt aber auch darauf an, wer den Kommunismus macht. Ich kenne da auch genügend Fälle, die sehr konservativ sind.
Übrigens sind die Konservativen meist dann im Aufschwung, wenn sie sich entweder modernisiert haben (Als Musterbeispiel sei hier die teilweise Demokratisierung der CDU in den 70ern genannt) oder sie es schaffen ihre Modrigkeit anderweitig zu überspielen (Musterbeispiel: Her Wulff aus Niedersachsen, der so jung und dynamisch ist, dass niemandem auffällt, dass er bei den Schlesiern, die selbst für den Bund der Vertriebenen zu rechts sind, Grußworte hält)
@pink:
Das ist nicht direkt ein „Doku“mentarfilm über Schwangerschaftsabbrüche, sondern vor allem ein Lebensschützer-Propagandawerk über die „erfolgreiche“ so genannte „Gehsteigberatung“ (also das terrorisieren von Frauen vor Kliniken in denen Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt werden) in München.
Dass Dich das so ungeheuer aufregt, das kommt, weil Du selbst eine erzkonservative Antikonservative bist
Nochwas wegen dem von Pink verlinkten Film: also bei mir war es so, dass „Pro Familia“ mich ca. 1/2 Stunde lang dazu überreden wollte, abzutreiben, obwohl das gar nicht der Grund war, warum ich zu denen gegangen bin.
Aus Fairheit muss ich aber sagen, dass die Beweggründe sicher nobel waren und dass die Beraterin Schwierigkeiten für mich und mein Kind hat kommen sehen, die ich selbst damals nicht ahnte, weil ich damals einfach zu naiv war. (Dass ich nicht abgetrieben habe, bereue ich trotzdem nicht – es war sowohl moralisch als auch persönlich richtig, wenn manche Jahre bis heute auch nicht einfach waren)
is ja ganz herzallerliebst, wenn leute dauernd ihre befindlichkeiten hier herausposaunen.
befindlichkeit?
[blockquote]Dass ich nicht abgetrieben habe, bereue ich trotzdem nicht – [b]es war sowohl moralisch[/b] als auch persönlich richtig, wenn manche Jahre bis heute auch nicht einfach waren[/blockquote]
äh, was ich mit meinem vermurksten post sagen wollte:
alleinerziehendes aussagen sind zwar befindlichekeitsäußerungen und die sind nicht diskutierbar. aber der kleine teil der aussage, es sei auch moralisch das richtige gewesen, nicht abzutreiben, den halte ich schon für kritisierbar.
wie willstn du das kritisieren? sone moral is doch privatvergnügen, die kann sich jeder zusammenlöten, wie er lustig is.