Vergewaltigt? Selber Schuld!

Eine Frau begleitet einen Mann in seine Wohnung. Sie trinken zusammen Alkohol. Der Mann vergewaltigt die Frau. Selber schuld, dachten sich da die RichterInnen des Oberlandesgerichts Saarbrücken. Eine Frau, die sich in die Wohnung eines Mannes begibt, und dann auch noch säuft, bittet ja geradezu darum vergewaltigt zu werden.
Klingt wie ein Urteil aus den düsteren fünfziger Jahren, tatsächlich handelt es sich um ein aktuelles Urteil. Das Oberlandesgericht Saarbrücken hob eine Entscheidung des Landgerichts Saarbrücken teilweise auf. Das Landgericht Saarbrücken hatte einer vergewaltigten Frau 30.000 Euro Schmerzensgeld zu gesprochen. Das OLG reduzierte diese Summe um 5000 Euro. Die Begründung dafür ist haarsträubend:
Die Frau habe sich „aus freier Entscheidung in eine für sie erkennbar verfängliche Situation begeben“.
Im offenbar ziemlich verdrehten Weltbild der Saarbrücker RichterInnen liegt die Verantwortung für eine Gewalttat demnach nicht ausschließlich beim Täter, sondern auch beim Opfer. Möglicherweise hatte die Frau ja nicht nur Alkohol getrunken, sondern obendrein noch einen kurzen Rock an? Da kann Mann sich natürlich kaum noch zurückhalten, und Frau hat selbstverständlich immer und überall damit zu rechnen, Opfer sexualisierter Gewalt zu werden.
War es nicht schon mal Konsens, dass die Täter, nicht die Opfer, die Verantwortung für Vergwaltigungen tragen? Das Frauen das Recht haben, sich überall zu bewegen, ohne sich ständig vor Übergriffen schützen zu müssen?
Dass die Realität in einer patriarchalen, sexistischen Gesellschaft anders aussieht, ist zwar klar. Die Rücknahme aber dieses zumindest juristischen Konsens von seiten einer staatlichen Institution öffnet Tür und Tor für die klassische „Wer einen kurzen Rock trägt will doch eigentlich vergewaltigt werden“ Argumentation.
Die Nichtregierungsorganisation Terre des Femmes hat jetzt eine Briefaktion gestartet, mit der sie die Justizministerin Zypries, Ministerin von der Leyen, die Antidiskrminierungsstelle des Bundes und das OLG Saarbrücken um „Unterstützung beim Schutz von Frauen vor diskriminierender Rechtsprechung“ bittet.
Hier findet ihr die Presseerklärungvon Terre des Femmes, sowie die Briefe an
die Antidiskirminierungsstelle, Ministerin Zypries, Ministerin von der Leyen und das OLG Saarbrücken.


46 Antworten auf “Vergewaltigt? Selber Schuld!”


  1. 1 kurukurushoujo 02. April 2009 um 21:36 Uhr

    Was ich an solchen Fällen immer besonders interessant finde, ist, dass viele davon auszugehen scheinen Männer wären dazu geboren zu vergewaltigen und generell nicht vertrauenswürdig. Also das, was Feministinnen oft vorgeworfen wird- schätze, wenn ich frauenfeindlich bin, kann ich auch gleichzeitig ein realitätsfernes, männerfeindliches Weltbild vertreten.

  2. 2 dodo 03. April 2009 um 3:07 Uhr

    ja, selber schuld, daß sie in einem typen nicht automatisch den vergewaltiger vermutet/erkennt
    /zynismus
    was denken sich solche richter nur? waren die nie in einer situation, die sie mitgefühl mit dem opfer haben läßt? haben die keine töchter, mütter, freundinnen? würden sie bei denen auch sagen „hättest ja mit rechnen müssen!“?
    wo ist hier die logik???
    ach :(

  3. 3 pink 03. April 2009 um 10:04 Uhr

    ich denke, bei gerichtsentscheidungen sollte es nicht um mitgefühl gehen und ob sie töchter, mütter, freundinnen haben oder nicht, ist auch völlig irrelevant.
    der punkt ist, dass wenn ein mensch mit einem anderen menschen alkohol trinkt und/oder man zusammen in die wohnung/park/.. geht – egal, ob mit wintermantel oder minirock – bedeutet das nicht, dass eine der personen damit rechnen sollte/muss, ausgeraubt/vergewaltigt/ermordert/.. zu werden. da ist einzig der täter verantwortlich und es gibt keine mitschuld oder an sich „verfängliche situation“.

  4. 4 miriam 03. April 2009 um 11:14 Uhr

    Eben. Hätte die Frau den Mann in der selben Situation beispielsweise körperlich angegriffen und verletzt, hätte hinterher doch niemand gesagt „er hat sich in eine erkennbar verfängliche Situation begeben“ !!! … und die Frau wäre in vollem Umfang verantwortlich gemacht worden für die Situation und ihr Handeln.
    Für mich ist das Urteil nicht mehr und nicht weniger als ein Riesenskandal. Als Frau wird mir signalisisert dass ich permanent mit der Angst leben muss dass mir etwas schlimmes passiert WEIL ich eine Frau bin und dass ich selbst dafür verantwortlich bin dieses zu verhindern, gelingt mir dass nicht bin ich am Ende daran mitschuldig, dass ein anderer ein Verbrechen begeht. IN WELCHER ZEIT LEBEN WIR EIGENTLICH?

  5. 5 sinnsucher 05. April 2009 um 11:25 Uhr

    Zunächst mal beschreibt der erste Absatz das Geschehene sehr vereinfacht und enthält zudem einen wesentlichen sachlichen Fehler.
    Wir hatten die Diskussion gestern auf einer Party. Ich kannte den Fall nicht und er wurde mir so geschildert wie im ersten Absatz. Meine Reaktion war sofort, dass da was nicht stimmen kann.

    Der Artikel aus dem Spiegel http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,615851,00.html liest sich auch gleich weniger reißerisch.
    Demnach wurde die Frau nicht in der Wohnung des Mannes vergewaltigt, sondern an ihrem Arbeitsplatz – der Gaststätte des Täters. Dieser hatte sie vor Arbeitsbeginn dorthin zitiert, um sich zu unterhalten und etwas trinken.
    Daraus wurde ein Saufgelage mit Trinkspielen und anschließend erfolgt die bestialische Tat, für die der Täter fünf Jahre und drei Monate Haft erhielt. So weit die strafrechtliche Seite, an der in der Berufung nicht gerüttelt wurde.
    Es wurde „nur“ die zivilrechtliche Strafe aus der Nebenklage reduziert. Die Reduzierung der Höhe des Schmerzensgeldes ist ziemlich krass, aber nicht völlig unverständlich. Das Urteil ist insoweit zu verstehen, als dass die Frau sich auf das Trinkgelage einließ, obwohl sie an dem Tag noch arbeiten wollte.
    Sorry, wenn mich mein Chef vor der Arbeit zum Trinken einladen würde, wäre nach zwei Bier oder zwei Schnäpsen spätestens Schluss. Alkoholisiert kann/darf keiner arbeiten.

  6. 6 pink 05. April 2009 um 22:28 Uhr

    WTF? was hat denn eine vergewaltigung damit zu tun, dass deiner scheiss spießer meinung nach niemand alkoholisiert arbeiten „darf“. mal ganz davon abgesehen, dass der chef sie dazu angeregt/gedrängt/… hat (und es jobs gibt, wo zb. mit gästen alkohol drinken sogar dazu gehört), rechtfertigt das absolut nix, was danach geschehen ist.
    ich würde sogar im gegenteil sagen, dass es in so einem machtverhältnis chef – angestellte unter umständen schwieriger sein kann, angebotene drinks abzulehnen als wenn man sich mit unbekannten oder freund_innen zum trinken trifft. wobei das sowieso keine rolle spielen sollte, denn es muss möglich sein, sich egal unter welchen umständen betrinken zu können, ohne gequält und vergewaltigt zu werden (und dafür dann noch eine mitschuld angehängt zu bekommen)!!

  7. 7 Julinoir 05. April 2009 um 23:52 Uhr

    Hallo sinnsucher,
    der Spiegelartikel bestätigt ziemlich exakt die Darstellung in der Pressemitteilung von Terres des Femmes, und damit auch meine. Also erst mal Danke dafür ;-)
    Die Frau wurde laut dem Artikel in der Wohnung des Täters vergewaltigt, nicht an ihrem Arbeitsplatz, wie du schreibst:
    „Sie spielten Trinkspiele: Der Verlierer muss zunächst die Gläser leeren, irgendwann muss er sich zusätzlich auch noch ausziehen, Stück um Stück. Dann gehen die beiden in P.s angrenzende Wohnung.“
    Dort spielte sich dann alles weitere ab. Allerdings tut der Ort, an dem die Vergewaltigung stattfand, nichts zur Sache. Das Opfer einer Vergewaltigung trägt keine Verantwortung für die Tat, egal ob sie sich in einem dunklen Park oder ihrem/ seinem eigenen Bett abspielt.
    Weiter schreibst du:

    Es wurde „nur“ die zivilrechtliche Strafe aus der Nebenklage reduziert. Die Reduzierung der Höhe des Schmerzensgeldes ist ziemlich krass, aber nicht völlig unverständlich. Das Urteil ist insoweit zu verstehen, als dass die Frau sich auf das Trinkgelage einließ, obwohl sie an dem Tag noch arbeiten wollte.

    Auch der Zustand einer Person, oder ihre Arbeitsmoral , berechtigt niemanden, diese Person zu vergewaltigen. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit reduziert sich nicht, weil jemand betrunken oder bewusstlos ist.
    Allerdings geht aus dem Spiegelartikel ziemlich klar hervor, dass das Gericht der Frau eine Mitverantwortung an der Tat gibt:

    „In der Urteilsbegründung des OLG heißt es:In die Schmerzensgeldbemessung sei einzubeziehen, dass „beide Parteien zum Tatzeitpunkt erheblich alkoholisiert waren und sich die Klägerin aus freier Entscheidung in eine für sie erkennbar verfängliche Situation begab, die – ohne dass dies der Klägerin zum Vorwurf gemacht werden kann – für sie nicht mehr beherrschbar eskalierte“. Mit anderen Worten: Sandra H. steht weniger Schmerzensgeld zu, weil sie eine Mitverantwortung für der Vergewaltigung trägt, weil sie nach Ansicht des Gerichts ohne ihr Zutun nicht hätte vergewaltigt werden können.“
    Daraufhin wird detailliert geschildert, wie Sandra H. sich gegen die Angriffe gewehrt hat und versuchte zu flüchten (Trigger). Und weiter:
    „Am OLG Saarbrücken sieht man das anders. Pressesprecherin Margot Burmeister: „Bei der Bemessung des Schmerzensgeldes spielt eine Rolle, ob ohne das Zutun des Opfers eine Situation entstanden ist, in der es zu sexuellen Übergriffen kommen konnte – oder ob das Opfer zu dieser Situation beigetragen hat.“
    Im vorliegenden Fall traf nach Meinung des Gerichts letzteres zu: H.s Verhalten hat demnach erst zu der Situation geführt, in der P. sie vergewaltigen konnte. Indem sie sich mit P. allein in der Kneipe getroffen, Alkohol mit ihm getrunken, das Spiel mit ihm gespielt hat – und schließlich mit ihm in die Wohnung gegangen ist, habe sie sich in eine „verfängliche Situation“ begeben und das Geschehen begünstigt. „Sie hat in dieser Weise dazu beigetragen, dass der Täter die Vergewaltigung begehen konnte. Ihr Anspruch auf Genugtuung ist daher weniger ausgeprägt als bei einer Frau, die nicht dazu beigetragen hat.“

    Mir ist rätselhaft, wie du aus diesem Artikel schließt, dass an meiner Darstellung „was nicht stimmen kann“. Die Tatsache, dass es sich um ein zivilrechtliches, nicht um ein strafrechtliches, Urteil handelt, ändert nichts an der Argumentation des Gerichts, die im Wesentlichen darin besteht, dem Opfer auf Grund seines alkoholisierten Zustandes und seines Aufenthaltes in der Wohnung des Täters eine Mitverantwortung an der Tat zuzusprechen.
    Dein Argument ist also augenscheinlich, dass Sandra H. keinen Alkohol hätte trinken sollen, weil sie später noch arbeiten sollte und sie daher Mitverantwortung für die Tat trägt.
    Wie oben schon geschrieben, aber scheinbar nicht oft genug zu wiederholen:
    Niemand trägt, egal in welchem Zustand er/ sie sich befindet, Verantwortung dafür, vergewaltigt zu werden. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit und auf Selbstbestimmung gilt immer und für Jede_n.
    In einer sexistischen Gesellschaft wird oftmals Frauen die Verantwortung dafür zugewiesen, dafür zu sorgen, dass sie nicht vergewaltigt werden. So wird ihnen geraten, keine „aufreizende“ Kleidung zu tragen, bestimmte Orte zu meiden, oder eben sich nicht zu betrinken. Sie müssen sich also ihr Recht, nicht vergewaltigt zu werden, durch ein bestimmtes Verhalten „verdienen“. Bestehen sie auf ihrem Recht auf Selbstbestimmung, das auch beinhaltet, sich hemmungslos zu besaufen, werden sie für eine Vergewaltigung verantwortlich gemacht, nicht der Täter.
    Hinter dieser Argumentation steht eine Ideologie, die Männern die Herrschaft über Frauen zuspricht. (Ich verzichte hier auf Ausführungen zu Überschneidungen mit anderen Kategorien von Herrschaft, wie Klasse „Rasse“ etc.). Frauen müssen auf Grund dieser Argumentation permanent mit der Möglichkeit, vergewaltigt zu werden, rechnen. Diese Möglichkeit, und darüber hinaus das Risiko, dass auch das soziale Umfeld, oder staatliche Institutionen wie z.B. Gerichte, den Täter von der vollen Verantwortung für die Tat freisprechen, schränken das Recht auf Selbstbestimmung, und auch die tatsächlichen Handlungsweisen von Frauen ein.
    In den letzten Jahrzehnten haben Feministinnen immer wieder darauf hingewiesen, dass Opfer von sexualisierter Gewalt niemals Verantwortung für die Tat tragen, und sexualisierte Gewalt ein Teil patriarchaler Herrschaft ist.
    Um so übler ist es, dass das Recht auf Selbstbestimmung immer noch derart gedankenlos und unreflektiert in Frage gestellt wird.

  8. 8 Zardoz 06. April 2009 um 18:51 Uhr

    was in dem hier vorgestellten Sachverhalt im Vergleich zum Spiegelartikel auch (wohl bewußt) unterschlagen wird, ist der Umstand, dass nicht nur gemeinsam Schnaps gesoffen wurde, sondern auch noch Pfänderspiele…mit dem Ergebnis, dass man sich gemeinsam teilweise der Kleidung entledigte UND dann ín die Wohnung des Gastwirtes ging….. .

    Aber dann könnte man sich nicht mehr so einfach aufregen….

  9. 9 Julinoir 06. April 2009 um 19:59 Uhr

    was in dem hier vorgestellten Sachverhalt im Vergleich zum Spiegelartikel auch (wohl bewußt) unterschlagen wird, ist der Umstand, dass nicht nur gemeinsam Schnaps gesoffen wurde, sondern auch noch Pfänderspiele…mit dem Ergebnis, dass man sich gemeinsam teilweise der Kleidung entledigte UND dann ín die Wohnung des Gastwirtes ging…

    Nö, die entsprechende Stelle aus dem Spiegelartikel hab ich ja oben zitiert. Unterschlagung sieht anders aus.
    Was soll denn deine Argumentation sein? Wenn eine Frau säuft, ein paar Kleidungstücke ablegt und sich dann noch in die Wohnung eines Mannes begibt, muss sie damit rechnen, vergewaltigt zu werden? Gehts noch menschenverachtender?

    Also nochmal, immer wieder und hoffentlich zum letzten Mal in diesem Thread:

    Das Opfer einer Vergewaltigung trägt keine Verantwortung für die Tat, auch wenn sie_er betrunken, nicht vollständig bekleidet und in der Wohnung des Täters ist.

  10. 10 bigmouth 07. April 2009 um 8:59 Uhr

    „werden sie für eine Vergewaltigung verantwortlich gemacht, nicht der Täter.“

    ich sehe nicht, wo das das gericht den täter aus der verantwortung entlassen hätte. das schmerzengeld um 16,6% zu kürzen, ist ja kein freispruch. der geht ja trotzdem für 5 jahre in den bau

    „Es sei bei dem Urteil nicht um die Frage der Schuldzuweisung gegangen – sondern nur darum, ob die Frau eine „mitwirkende Ursache gesetzt“ habe, die bei der Bemessung des Schmerzensgeldes berücksichtigt werden müsse. „Diese Überlegungen sind unabhängig von der Art des Delikts bei jeder Schmerzensgeldbemessung anzustellen“, erklärt Burmeister.“

  11. 11 classless 07. April 2009 um 11:31 Uhr

    Herrje, sind wir noch weit entfernt von einem „consensus of consent“ – wozu die Frau genau zugestimmt hat, scheint kaum überhaupt zur Debatte zu stehen.

    Wurde hier eigentlich schon mal was über den Band „Yes means yes“ (Friedman/Valenti) gebloggt? Gäb’s da Interesse dran?

  12. 12 gtz 07. April 2009 um 12:02 Uhr

    auf einmal sindse voller verständnis für die bürgerliche rechtsprechung. niedlich.

    dasses da um nen zivilrechtlichen prozess ging, is doch wumpe. das gericht erklärt die frau mitschuldig an der vergewaltigung. möchte das jemand schönreden?

  13. 13 Zardoz 07. April 2009 um 19:36 Uhr

    Sedes materiae ist § 254 BGB (Mitverschulden), wobei ich nur die ZIVILRECHTLICHE Seite des Falls meine.

    Sie trägt keine Verantwortung für sich selbst? Sie kann nicht denken, ist halt ein kleines dummes Blondchen? *g* was für ein Frauenbild hast Du denn *ggg*

    Sie hätte damit rechnen können, dass er ihr an die Wäsche geht und die Situation so deutet, dass sie auch was anders will. Das liegt ja wohl auf der Hand („Kommste noch auf nen Kaffee mit hoch?“).

    Das reicht….sie konnte sehen, dass es Ärger gibt und der Kerl was anderes wollte….eine Vergewaltigung mußte sie nicht vorhersehen..die Eskalation aber durchaus…

    NOCHMAL: es geht mir nicht um die strafrechtliche Seite…auch die Vergewaltigung einer anscheinend etwas minderbemittelten Blondchen ist in D verboten und das ist auch ganz richtig so…die Bestrafung, nicht die Vergewaltigung

  14. 14 mandy 08. April 2009 um 18:13 Uhr

    @Zardoz
    verantwortung für sich selbst und verantwortung für ein gewaltverbrechen, das an einer verübt wird, sind zwei unterschiedliche dinge. und wenn sie wusste, dass er ihr an die wäsche wollte, hat sie jederzeit das recht „stop“ zu sagen, und er hat darauf zu reagieren. und auch wenn er – mal rein spekulativ – bereits in ihr drin gesteckt haben sollte, und sie fängt an sich zu wehren oder sagt ihm, aufzuhören, muss er aufhören. tut er es nicht, vergewaltigt er sie; und zwar mit alleiniger verantwortung. situation hin oder her. was ist daran eigenlich sich schwer zu verstehen? wieso sollte sie irgendeine eskalation voraussehen können? und worauf willst du eigentlich hinaus?

  15. 15 Julinoir 09. April 2009 um 11:21 Uhr

    @ classless:
    ich habe „yes means yes“ nicht gelesen, aber klappentext und autorinnen sind ja schon mal vielversprechend. also immer her damit! bedarf gibts ja genug.

    @ zardoz:
    sorry, kein bock mich weiter mit vergewaltigungsapologeten wie dir auseinanderzusetzen, schon gar nicht, wenn die argumente sich auf dem nieveau von „das dumme blondchen hätte es ja wissen müssen“ bewegen. alles, was dazu zu sagen ist, wurde in diesem thread schon gesagt, und zwar mehr als deutlich.

  16. 16 Zardoz 09. April 2009 um 20:13 Uhr

    LOL….

    Ihr seid mir ja Argumentationstrategen….da spürt man wieder mal die deutsche braune vergangenheit. Wenn eine Meinung nicht in den Kram paßt, wird mal schnell diffamiert.

    Ich habe mit keiner Silbe den Gastwirt in Schutz genommen.

    Natürlich darf man nicht vergewaltigen. Deswegen geht der Mensch ja auch in den Bau. Man kann auch trefflich darüber streiten, ob man ihm nicht noch einen Totschlagsversuch hätte anhängen können. Dafür müßte man aber den SV genau kennen.

    Aber weil er ein Verbrechen=Vergewaltigung begangen hat, haftet auch für Schmerzensgeld gem. § 823 II BGB, wegen der Körperverletzung nach § 823 I BGB. dass der Dame Schmerzensgeld und nicht zu knapp in Anbetracht der Brutalität der Geschehnisse zusteht, bezweifelt auch niemand.

    Es ist nur die Frage, ob es etwas gekürzt werden muß, weil sie sich fahrlässig in eine Situation gegeben hat, die erkennbar vom Täter gewertet werden würde, dass sie Sex will, und sie was anderes wollte, zu einer Auseinandersetzung mit einem Betrunkenen führen mußte… .Wie weit die Auseinandersetzung gehen würde, mußte sie nicht vorsehen…Mitverschulden setzt nicht voraus, dass man das spätere Geschehen exakt vorhersehen kann. Es reicht die Kenntnis der Selbstgefährdung.

    Jede vernünftige Frau hätte spätestens nach dem Strip die Einladung nach oben dankend abgelehnt. Zu berücksichtigen wäre auch, dass sie ggf. schon so besoffen war, dass sie nicht mehr viel merkte… .

    Nur so einfach machen wie Ihr es Euch macht, kann das Gericht natürlich nicht. Die tragen Verantwortung für den Rechtsstaat, während Ihr ohne Konsequenzen frei rumkrakeelen könnt.

    MERKE: Mitverschulden setzt nicht voraus, dass man gegen ein Gesetz verstößt. Wer auf der Klippe balanciert und abstürzt, kann den Grundeigentümer ggf. auf Schadensersatz verklagen, weil der das Gelände gesichert hat, muß sich aber vorhalten, dass er nicht gezwungen, in eine ggf. nicht mehr beherrschbare Situation zu gelangen.

  17. 17 pink 09. April 2009 um 20:53 Uhr

    ginge es um 2 frauen oder falls die frau den mann zu sich eingeladen (und danach gefoltert und vergewaltigt) hätte, würdest du wohl nicht so argumentieren. aber dein argument dazu wäre wahrscheinlich, dass nun mal vergewaltigung in den meisten fällen hetero und der mann der täter ist.
    damit zementierst du aber genau diese (geschlechtliche) ungerechtigkeit. das bedeutet nämlich, dass männer besuchen können, wen und wann sie wollen. frauen sollten das aber lieber lassen bzw. sich zweimal überlegen. genauso könnte man sagen, schwarze sollen nicht in gebiete mit vielen nazis ziehen (oder deutschland am besten eh meiden), schwule/lesbische pärchen lieber nicht draußen hand in hand rumlaufen,…
    und machen sie es doch und es passiert was, dann sind sie „fahrlässig“ und also auch nen bisschen selber schuld.
    und deine fahrlässigkeitstheorie ist eh quatsch. zb. war es nen arbeitsverhältnis u. daher evtl. die ablehnung der einladung nicht so easy, oder vielleicht hatte die frau sogar kurzfristig lust auf den typen u. ist deshalb mit hochgekommen und hat es sich dann anders überlegt, usw usw.
    ..das muss alles möglich sein, ohne damit rechnen zu müssen, vergewaltigt und gefoltert zu werden!!!
    und dein scheiss sexismus von wegen „blöden blondchen“ ist eh zum kotzen

  18. 18 Turku 10. April 2009 um 0:25 Uhr

    @ Zardoz
    Bitte nicht in jedem Beitrag den eifrigen Jurastudenten heraushängen lassen. „SV“ oder „sedes materiae“ sind sicher nicht jeder/jedem hier ein Begriff. Folglich ist es fraglich, ob sie sein müssen, wenn du es darauf anlegst verstanden zu werden.

  19. 19 mandy 12. April 2009 um 10:35 Uhr

    @Zardoz
    genau, raus mit den totschlagargumenten. weil deine art, den „fall“ zu beurteilen nicht angenommen und ein patriarchaler „rechtsstaat“ kritisiert wird, sind jetzt hier jetzt alle so was wie nazis..da merkt man mal wieder die angst, die kritik an patriarchalen strukturen auslöst: da wird die feministin zur faschistin.

    mit dem fährlässigkeitskram kann ich nichts anfangen. ich bin der auffassung, die hier schön zur genüge ausformuliert wurde, dass es keine schuldeinschränkung des täters bei einer vergewaltigung zu geben hat, ob nun besoffen oder was weiß ich. das hat pink ganz schön ausgeführt, finde ich.

    das mit der „vernünftigen Frau“ und dem „blöden blondchen“ entspricht einem äußerst fragwürdigen frauenbild. und passt zu deiner belehrenden möchte-gern-juristischen schreibe, mit der augenscheinlich einen anspruch auf allgemeingültigkeit erheben möchtest. damit versteckst du dich hinter vermeintlich rechtlich verankerten regelungen und brauchst nicht mehr ein reflektierendes ich beanspruchen. dieses würde dir vielleicht die absurdität deiner ausführungen deutlich machen.

  20. 20 fetorówka obrzydlnica 13. April 2009 um 15:17 Uhr

    Warum treibt sich jemand wie Zardoz hier eigentlich auf dem Mädchenblog rum, wenn er nch nicht mal das geringste und offensichtlichste verstehen will???
    Und nur, weil man seine Argumentation, auseinanderklamüsert (respekt für diesen Aufwand, julinoir, ich hätte da keinen Nerv mehr dazu gehabt!) und diskutiert statt zu sagen „Oh du großer Meister, Dankeschön für die Erleuchtung“, werdem einen braune Wurzeln unterstellt?
    Ist doch nicht zu fassen.
    Und genau wegen solchen Leuten wäre es notwendig, daß Gerichte in ihren Urteilen die, ich weiß nicht, wie sagt man, die „Außenwirkung“ oder die „Signale an die Gesellschaft“, die sie mit solchen Urteilsbegründungen geben, mal scharf überdenken sollten!

    weil sie sich fahrlässig in eine Situation gegeben hat, die erkennbar vom Täter gewertet werden würde, dass sie Sex will, und sie was anderes wollte, zu einer Auseinandersetzung mit einem Betrunkenen führen mußte

    1. Für dich ist es also Normalzustand, von einem Menschen zu erwarten, daß dieser einen nach einem feucht-fröhlichen Abend vergewaltigen will?
    Es ist auch mir schon ein paar Mal passiert, daß ich besoffen war und dann bei einem (männlichen) Kumpel übernachtet habe. Was ich mir dabei gedacht habe? Ganz einfach: „Hey, wie nett! Heimlaufen kann ich in dem Zustand nimmer; cool, daß der sich drum sorgt und mich bei ihm pennen läßt.“ Denn das ist für mich normales Verhalten. Und mit normalem Verhalten zu rechnen ist ja ganz okay.
    Vergewaltigung ist aber kein normales Verhalten.
    2.Und auch wenn sie ihm den Eindruck vermittelt hat, sie wolle Sex. Das spielt keine Rolle. Sex ist eine Sach zwischen 2 Menschen, die sich einig sind. Waren sie offensichtlich ja nicht. Abgesehen davon – spätestens, als sie versuchte zu türmen und sich wehrte, hätte auch einem Besoffenen klar sein müssen, daß sie ja ziemlich offensichtlich keinen Sex will, aber das ist ja jetzt schon off topic und wohl selbstverständlich.
    Was ich sagen will: es ist schlichtweg unmöglich, daß sie durch ihr Verhalten eine Vergewaltigung provoziert hat, sowas geht gar nicht, allein schon per definitionem. Vergewaltigung kann man gar nicht wollen, sonst wär es ja keine, und somit kann man sie auch nicht provozieren wollen.
    Ach, was schreib ich mir die Finger wund… ist ja wohl eh alles für die Hasen, was ich hier tippe.
    Der Frau nach einem so schlimmen Erlebnis auch noch das Kreuz der „Mitschuld“ aufzuladen ist einfach unter aller Kanone.

    Und um das auch mal zu sagen: super Arbeit von Terre des femmes. Ich war zum Glück noch nie in so einer Situation, aber ich stelle mir vor, daß die Reaktion von Tdf der Frau ein bißchen Mut/trost gibt, daß sie sich nicht so allein fühlt oder… ich weiß nicht, wie ich das sagen soll.

  21. 21 rather ripped 14. April 2009 um 8:19 Uhr

    und was wäre gewesen, wenn die frau nur gefoltert und nicht vergewaltigt worden wäre? wäre ihr dann auch unterstellt worden sie habe sich „in eine verfängliche situation begeben“? hätte sie „damit rechnen müssen“ dass ein mann ihr in seiner wohnung schwere körperliche gewalt antut?
    ich glaube hier wäre die rechtslage recht eindeutig gewesen. die bestialität von p.’s (so hieß doch der vermieter?) handlungsweise hätte vermutlich keine sekunde lang zur debatte gestanden.
    so bald es aber um sex geht werden die männer zu opfern gemacht, die ihren eigenen trieben immer wieder unterliegen. das muss frau doch wissen und einkalkulieren – wollen uns zumindest justiz und medien immer wieder glaubhaft machen.
    deshalb müssen ja auch muslimische frauen ihr haar oder sogar ihren kompletten körper bedecken – die männer könnten ja sonst in versuchungen kommen denen sie unmöglich wiederstehen können…
    jeder mensch hat ein recht auf selbstbestimmung und körperliche unversehrtheit, egal ob er oder sie alkohol getrunken, drogen genommen oder sich irgendwie „fahrlässig“ verhalten hat. das sind rechte von denen menschen niemals entbunden werden dürfen, und die schuld liegt immer und alleine beim täter. punkt.

  22. 22 xy 15. April 2009 um 18:15 Uhr

    so, vll bin ich ja etwas verspätet dran, aber manchmal, muss man auch später seinen senf dazu abgeben.

    wenn jemand denkt, eine frau könnte mitschuld an einer vergwaltigung tragen, dann denke ich, hat der/diejenige sich heftigst geschnitten. Keine frau muss damit rechnen dass sie vergewaltigt wird.

    oder rechnest du damit, dass wenn du in das haus deines chefes (aus egal welchen gründen) gehst, dass du evtl ausgeraubt, erniedrigt und noch fast erstochen wirst?

    der typ hat 5 jahre gekrigt. super. die frau hat von dem typen ein leben lang gekrigt, und ich glaube der bau is eine sehr sehr milde sache im gegensatz zu dem was besagt dame gerade durchmacht. nun will sie noch n bisschen geld. ja, 30000 is ne harte summe. aber wie viel bitte muss sie für eventuelle therapien ausgeben? die leute kosten nunmal an die 100€ die stunde und sowas is nich mit ein zqei sitzungen vergeben und vergessen.

    was mich interessiert: denkst du auch, dass die juden an dem holcaust mitverschuldet waren? sie hätten ja fliehen können und eine eskalation vorrausahnen können. du denkst ich übertreibe? jede frau macht nach einer vergewaltigung ihre eigene hölle durch. und jetzt soll sie mitverantwortlich sein?

    wo bitteschön bleiben da anstand und moral? okay, vielleicht dachte er, sie will sex, ich mein, war ja auch irgendwie eine ein bisschen verfängliche stituation. aber wenn sie sagt „stop, nein ich will nicht mehr“ dann heisst das auch stopp. und nicht: bitte, cih hab mich in die situation gebracht und jetzt vergewaltige mich. so wie das auch in dem spiegelartikel geschrieben wird, hat sie nicht „vielleicht“ gesagt, sondern sich eindeutig gewehrt!

    und wo, frage ich dich jezz nochmal, wo ist ihre schuld? dass sie nett war? dass sie getrunken hat? dass sie ihrem chef, oder anders, ihren mitmenschen vertraut hat? das ist es wahrscheinlich. zu viel vetrauen. zu dumm. zu naiv. das dumme blondchen eben. und das muss sich sowas antun lassen? ach nein, ich evrgaß, sie hat ja doch etwas intelligenz, also hätte sie es wissen müssen. ich meine ist ja klar. jede frau mit inteligenz hätte es wissen müssen. -.-

    ich frage mich nur, was für ein mensch muss man sein, so etwas auch nur ansatzweise zu verteidigen?! ich verstehe nicht viel von so nem juristischen zeugs und ich kann dich auch nicht mit paragraphen beeindrucken. aber ich frage dich: wenn das deiner schwester, mutter, freundin oder sonstwas passiert wäre, würdest du da auch sagen: tja, du hättest es wissen müssen, bist ja kein dummes blondchen? ja? dann hätte dich deine mutter wieder zurückschieben sollen. nein? na dann: wo bleibt dein mitgefühl für andere menschen??

  23. 23 xy 15. April 2009 um 18:17 Uhr

    übrigens sorry für eventuelle rechtschreibfehler, is wichtiges thema udn da achte ich nicht auf meine rechtschreibung

  24. 24 OoloveyouoO 27. Juli 2009 um 22:06 Uhr

    hey weiß das gehört nicht hierher aber wusste nicht wohin
    also ich bin 15 jahre alt und ..wurde so zu sagen
    mehrfach von meinen 2 brüdern vergewaltigt
    doch meine eltern wissen nichts davon..
    wenn ich es dennen sage oder so
    kann ich oder wäre es vielleicht
    möglich das ich dann von zuhause ausziehen könnte?
    da ich es hier einfach nicht aushalte
    da mein pa auch manchmal sehr streng sein kann/ist
    und meine mutti nichts dazu sagt…

    bitte helft mir!

  25. 25 illith 28. Juli 2009 um 1:33 Uhr

    hm, ich bin nicht sicher, halte es aber für evtl. riskant, direkt zu deinen eltern zu gehen. kommt ja tragischerweise öfter vor, dass missbrauch und vergewaltigungen innerhalb von familie und verwandtschaft von den übrigen familien-mitglieder verleugnet wird (weil es so schrecklich ist), das opfer als lügnerIn hingestellt und dergleichen. ob das bei deinen eltern auch der fall sein könnte, kann man aus der ferne natürlich überhaupt nicht sagen.
    aber was machen musst du auf jeden fall.
    am besten wärs meiner einschätzung nach, dich an eine spezialisierte beratungsstelle zu wenden. guck zb mal hier: http://wildwasser.de
    weitere ansprechpartnerInnen wären evtl jugendamt und polizei, aber die sind eben oft nicht entsprechend geschult, wie die beratungsstellen.

    und von zu hause rauszukommen ist bei der situation denk ich schon möglich. in deinem alter wäre das dann vermutlich sowas wie jugendwohnhäuser, wenn du etwas älter bist auch betreutes wohnen.

  26. 26 OoloveyouoO 28. Juli 2009 um 11:20 Uhr

    dankeschön
    den bei mir ist es ja in etwa seit mmh keine ahnung
    4 oder 5 bin mit anfassen und der gleichen….:(

  27. 27 illith 30. Juli 2009 um 0:13 Uhr

    dann solltest du wirklich keine zeit mehr verlieren!
    ich wünsch dir viel kraft

  28. 28 OoloveyouoO 05. August 2009 um 0:12 Uhr

    hmm…aber kann ich da ne eigene wohnung usw habn?
    denn ich trau mich einfach nicht es meiner familie/mutti und vati// zu sagen….:(

  29. 29 bigmouth 05. August 2009 um 9:28 Uhr

    ich halte das für sehr gut möglich. such‘ dir einfach möglichst schnell hilfe, die werden dich nicht hängen lassen, und die können dir alle fragen besser beantworten als wir hier. da sind leute, die viel erfahrung haben, wie man mit so was umgeht

    falls du dich noch nicht sofort traust, das im echten leben anzugehen: wildwasser unterhalten unter http://www.wildwasser.de/forum/ ein internet-forum, wo leute dir mit sicherheit bessere antworten geben können als wir hier

    auch ich wünsche dir viel kraft

  30. 30 OoloveyouoO 05. August 2009 um 22:50 Uhr

    hmm okay werd mal reinschauen nur wo muss ich hingehen um so etwas zu beantragen?

  31. 31 illith 06. August 2009 um 14:58 Uhr

    sowas läuft dann übers jugendamt, meines wissens.

  32. 32 OoloveyouoO 29. August 2009 um 21:07 Uhr

    huhm
    tut mir leid das ich mich erst jetzt melde nur hatte streß nit der Schule…

    hab mich immernoch nicht getraut
    es jmd..zusagen und wohne immer noch hier im meinen´m „Gefängnis,,,“

    da meine freundin mir sagte das wenn sowas hlt passiert das max.,, eine woche zurück liegen sollte…

    und das ja nixht bei mir der fall z.zt. ist doch nun will i dies alles hinter mir lassen und ein neues,glückliches Leben führen so wie i es will und möchte zumindst. FREI sein….

  33. 33 l 29. August 2009 um 21:37 Uhr

    schau mal hier: http://www.wildwasser-kreis-gg.de/unser_angebot/beratung_email/

    da kannst du eine email schreiben. das sind expertinnen, die können dich gut beraten, so dass du möglichst gut da raus kommst. die wissen da auch viel besser bescheid als deine freundin oder wir hier.

    und hier kann man zB anrufen: http://www.maedchennotruf.de/
    (ja nachdem, in welcher stadt/region du bist, gibt es noch viele beratungsmöglichkeiten per telefon oder über termine)

    liebe grüße

  34. 34 Annie_Slut 31. August 2009 um 12:24 Uhr

    Nochwas: Du kannst dir sicher sein, dass es bei Wildwasser egal ist, wie lange das zurückliegt. Dort kannst du dich immer melden und du bekommst Hilfe!

  35. 35 OoloveyouoO 07. Oktober 2009 um 16:35 Uhr

    dankeschön ihr seit echt die besten
    da i sehr streß hatte werde erst jetzt da vorbei schauen..
    ich komme aus Leipzig…

    nochmals danke für alles

  36. 36 sasi932 25. November 2009 um 20:18 Uhr

    man ist nicht immer selbst schuld daran ich kenne mich damit aus

  37. 37 Lisa 19. März 2012 um 19:52 Uhr

    :((
    Eine Frau ist hat NIE schuld oder mitschuld bei einer vergewaltigung! Stop sexsism!

  38. 38 Lisa-Marie 08. April 2012 um 18:20 Uhr

    Gerechtigkeit scheitert da, wo das Auswahlprinzip von Machtstrukturen bestimmt wird, die nicht in unserem Einflussbereich liegen.

  39. 39 zaungaestin 10. April 2012 um 2:40 Uhr

    Die Argumentation ‚Wenn eine Frau einen kurzen Rock trägt, ist sie selbst schuld‘ habe ich noch nie nachvollziehen können.
    Es würde auch niemand auf die Idee kommen zu sagen: ‚Wer in der Öffentlichkeit sein Handy benutzt, ist selbst Schuld, wenn es ihm geklaut wird.‘

  40. 40 Sabine 09. Mai 2014 um 23:04 Uhr

    Niemand (klar denkendes) sagt, dass das Opfer einer Vergewaltigung „Schuld“ daran ist, dass es vergewaltigt wurde. Genauso hat es niemand verdient. Es ist und bleibt eine verbotene Straftat.

    Es ist aber sehr verlogen zu behaupten, dass es keine Situationen gibt, wo man damit rechnen muss, oder es gar provoziert.

    Ich finde das kann man an einem schönen Beispiel festmachen:
    Wenn man (vorzugsweise als Mann) mit einer PKK-Flagge in ein türkisches Café stürmt und lauthals kurdische Parolen brüllt, dann muss man schon sehr sehr sehr realitätsfremd sein, wenn man sich wundert, dass man verprügelt wird. Die Wahrscheinlichkeit dafür war aufgrund meines expliziten Handelns in besagter Umgebung sehr hoch. Die gleiche Handlung mitten auf der Einkaufsmeile hätte dagegen eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass ich verletzt werde.

    Gleiche gilt für Trunkenheit und aufreizende Kleidung: Beides ist weder moralisch noch gesetzlich eine Rechtfertigung für eine Vergewaltigung. Jeder darf so viel saufen und so wenig anziehen, wie er/sie will. Trotzdem sollte man sich vorher überlegen wo man was mit wem macht, sonst kann das ganz flott nach hinten los gehen. Egal wie unfair das auch sein mag. Es gibt böse Menschen und wir werden diese nie zu 100% wegsperren können. Entsprechend sollte man schon allein aus reinem Selbstschutz und Intelligenz darauf acht geben sich nicht leichtsinnig in Gefahr zu begeben. Es ist ja nicht so, dass man nirgendwo in der Öffentlichkeit seine Freiheiten ausleben kann.

    Aber selbstverständlich schützt auch ein wachsames Holzauge nicht 100% vor Unrechtstaten.

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