21.05. Marburg: Homophoben Kongress verhindern!

In der Zeit vom 20. bis zum 24. Mai findet in Marburg der „6. internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“ statt. Unter dem Deckmantel der Wissenschaft wollen reaktionäre evangelikale Kräfte einen Kongress veranstalten, gegen den sich breiter Widerstand formiert hat.
Organisiert wird der Kongress von der „Akademie für Psychotherapie und Seelsorge“, die sich besonders durch die Verknüpfung von therapeutischer Beratung mit christlich evangelikalen Lebensvorstellungen hervortut. Es sind über 100 Workshops geplant, die sich unter anderem mit Themen aus dem Bereich Sexualität und Identität beschäftigen. Die einzelnen Referent_innen verbreiten ein konservatives Bild von der heterosexuellen Ehe als einzigem Lebensmodell und stigmatisieren Homosexualität als krankhaft und nicht erwünscht. Insgesamt offenbart die Auswahl der Referent_innen ein erzkonservatives und zutiefst reaktionäres Weltbild.

Ein Bündnis aus queeren, feministischen, antisexistischen sowie antifaschistischen Gruppen, kritischen Wissenschaftler_innen und Einzelpersonen u. a. aus Marburg, Frankfurt, Kassel und Göttingen hat sich gegründet, um gegen den Kongress mit seiner zutiefst sexistischen und homophoben Botschaft vorzugehen.
…“

Demonstration:
Donnerstag, 21.5.09
10.30 Uhr, Hbf Marburg

Infos: http://noplace.blogsport.de/

Auf diesem Kongress kommen Leute zu Wort, die Homosexualtät „therapieren“ wollen. Mit Heterosexualität als Therapie-Ziel.

Also bitte sagt es weiter und kommt nach Marburg zur Demo, wenn ihr könnt.


50 Antworten auf “21.05. Marburg: Homophoben Kongress verhindern!”


  1. 1 Marta 16. Mai 2009 um 11:27 Uhr

    Wenn die Inhalte so stimmen, ist das wirklich ein Armutszeugnis, ich frage mich nur, woher sie die Inhalte so genau kennen. Mich erinnert das ganze irgendwie an das Buch Illumati, da ging es doch auch um Verschwörungen. Tut mir leid, wenn ich mich hier etwas lustig mache, aber das ganze unter dem Deckmantel eines Psychatrischen Kongresses abzuhalten, klingt eine weinig suspekt, auch wenn das Thema definitiv nicht lustig ist. Es wird wirklich Zeit, dass die Menschen endlich mal begreifen, dass nicht alle im klassichen Beziehungsbild leben.

  2. 2 Klara Z. 16. Mai 2009 um 14:48 Uhr

    Neben der Demo, wird es weitere Aktionen geben.
    Die Infos werden vor Ort verbreitet…
    Daher wird eine Pennplatzbörse eingerichtet
    http://noplace.blogsport.de/kampagne/

    Es lohnt sich, länger in Marburg zu bleiben und den Kongress kritisch zu begleiten.

  3. 3 Klara Z. 16. Mai 2009 um 16:23 Uhr

    Hallo Mädchenblog,

    in diesem Beitrag, ist die verlinkung zu dem Bündnisblog aus Marburg nicht vollständig ausgeführt worden!

    Der Bündnislink:

    http://noplace.blogsport.de/

    grüsse

  4. 4 Annie_Slut 16. Mai 2009 um 21:29 Uhr

    Hups. Das war mein erster Beitrag für den Mädchenblog. Mit dem Link muss ich wohl irgendwas falsch gemacht haben. Sorry.

  5. 5 fatalflaw 19. Mai 2009 um 22:45 Uhr

    @ lili:

    du machst dir sorgen um das deutsche volk?
    haaa haaaa, du opfer…

  6. 6 Winston Churchill 20. Mai 2009 um 11:47 Uhr

    @ lili:

    Offenbar war der zivilisierte Westen in der Bekämpfung dessen, was das Wesen des deutschen Volkes ausmacht, nicht konsequent genug. Dein Kommentar legt davon Zeugnis ab. Hier muss wohl noch mal ordentlich nachgelegt werden…

  7. 7 tee 20. Mai 2009 um 12:07 Uhr

    tze, was das betrifft hat er ganze arbeit geleistet. der zivilisierte westen.

  8. 8 Bärchen 21. Mai 2009 um 0:19 Uhr

    Bitte, laßt Euch nicht aufhetzen. Bei diesem Kongreß geht es überhaupt nicht um Homosexualität. Psychologie ist überhaupt ein weiter Begriff und da gibt es heute ziemlich viel Unsinn, besonders in der Esoterik. Und das kostet noch viel Geld. Bei diesem Kongreß geht es sehr ernsthaft darum, wie Menschen den roten Faden in ihrem Leben finden. Vertut nicht eure kostbare Zeit mit Teilnahme an Hetzkampagnen.

  9. 9 Annie_Slut 21. Mai 2009 um 14:45 Uhr

    Es kommen bei diesem Kongress Leute zu Wort, die homosexuellen Menschen Therapien „anbieten“, weil sie Homosexualität als eine Identitätsstörung und als unvollständige Reifung der Persönlichkeit betrachten und daher der Meinung sind, sie müssten Leute „therapieren“, damit sie dann zu ihrer „wahren“ männlichen/weiblichen Identität finden. Und eine „richtige“, „vollständige“ Geschlechtsidentität soll dabei Heterosexualität beinhalten.

  10. 10 Julinoir 21. Mai 2009 um 14:46 Uhr

    @ bärchen:
    genau, es gibt ziemlich viel unsinn auf der welt. in diesem fall handelt es sich um christlichen unsinn. und einen dreck geht es da nur um einen „roten faden im leben“. die leute, die auf diesem kongress auftreten, halten homosexualität für eine krankheit, die dann natürlich noch geheilt werden muss, und frauen, die abgetrieben haben für mörderinnen. „Sehr ernsthaft“ geht es bei dem kongress höchstens darum, ein heterosexistisches, patriarchales weltbild zu propagieren, und alles was da nicht reinpassen will, also schwule, lesben, transgender, leute, die für das recht auf abtreibung sind, leute, die nicht monogam leben, als krank oder „fehlgeleitet“ zu stigmatisieren.
    Diese form von intoleranz und dummheit als solche zu bezeichnen, ist keine zeitverschwendung, sondern solange nötig, bis wir uns mit ekligkeiten wie sexismus nicht mehr rumärgern müssen.

  11. 11 nummer.drei 22. Mai 2009 um 15:12 Uhr

    kongress scheint zwar nach wie vor stattzufinden, demo ist aber schon vorbei:

    Mit der Forderung „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus“ demonstrierten heute rund 1.000 Menschen in Marburg. Anlass war der 6. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge, der seit Wochen scharfer Kritik ausgesetzt ist.
    „Unser Protest ist vielfältig, kreativ und erfolgreich!“, so Bündnismitglied Nora Nebenberg. „Ein breites Spektrum von bundesweit politisch, wissenschaftlich und gesellschaftlich aktiven Gruppen und Einzelpersonen hat gezeigt, dass pseudowissenschaftliche, diskriminierende Meinungen in öffentlichen Gebäuden nichts zu suchen haben.“

    Die Kongressveranstalterin „Akademie für Psychotherapie und Seelsorge“ vertritt ein christlich-fundamentalistisches Weltbild, in dem die Bibel höchste Autorität in allen Fragen der Lebensführung genießt. Damit legitimiert die Akademie ihre homophobe und sexistische Einstellung, die sie in der Mitte von Gesellschaft, Kirche und Wissenschaftscommunity zu verankern versucht.

    „Die Demo heute hat deutlich gemacht, dass erkämpfte Freiheitsrechte für Frauen und Homosexuelle immer wieder gegen Ewiggestrige verteidigt werden müssen. Empörend ist, dass der Magistrat und der Universitätspräsident sich bereitwillig in den Dienst fundamentalistischer Lobbyarbeit stellen lassen. Im Ergebnis lassen sie so Menschenrechtsverletzungen unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit zu – dagegen richtet sich unser Protest!“

    Die Eingänge des Hörsaalgebäudes wurden von Demonstrierenden besetzt. „Die dort angekündigten Veranstaltungen konnten nicht stattfinden“, freut sich Stefanie Petersen vom Bündnis ‚Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus‘, „damit haben wir uns diskriminierenden Veranstaltungen wirksam in den Weg gestellt.“ Auch vor der Martin-Luther-Schule, wo das Seminar des Homo-Umpolers Markus Hoffmann von Wüstenstrom stattfinden sollte, versammelten sich Kongresskritiker_innen und begleiteten den Kongress lautstark mit Trommeln und Sprechchören.

    Trotz der friedlichen Haltung der Demonstrierenden kam es zu erheblichen Störungen durch Kongressteilnehmende, die Demonstrant_innen abfotografierten und versuchten, innerhalb der Demonstration zu missionieren.

    Auch kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen seitens der Polizei. Demonstrierende wurden von Polizist_innen zu Boden gestoßen und mit Schlagstöcken angegriffen. Das massive Polizeiaufgebot sowie Ganzkörperdurchsuchungen im Vorfeld der Demonstration kriminalisierten die Proteste ebenso wie die rechtlich nicht haltbaren Demonstrationsauflagen. Nora Nebenberg sagt dazu: “Wir verurteilen das repressive Vorgehen von Ordnungsamt und Polizei. Wir werden uns dadurch nicht abschrecken lassen und weiter für sexuelle Selbstbestimmung, feministische Befreiung und eine laizistische Gesellschaft auf die Straße gehen!“

    dort finden sich auch weitere links zum pressespiegel sowie zu einem tv-beitrag des hessischen rundfunks.

  12. 12 aluetze 22. Mai 2009 um 18:11 Uhr

    nettes vokabular hier… moment…hab ich das nicht schonmal gehört?…sind wir am end in der propaganaabteilung? *kopfschüttel*
    das nenn ich mal sachlich *gähn* viel spass euch noch

  13. 13 Bärchen 22. Mai 2009 um 19:22 Uhr

    @julinoir Woher weißt Du das alles? Niemals würden Christen, schon gar nicht solche, die in Seelsorge oder Psychotherapie tätig sind, eine Frau als Mörderin bezeichnen, weil sie abgetrieben hat. Glaube mir!!! Und was ist auf dem Gebiet der Psychotherapie wirklich Wissenschaft? Vieles ändert sich in rasender Geschwindigkeit. Ich kenne einige dieser Leute auf dem Kongreß, z.b. einen Theologieprofessor, na der hat ein ganz anderes Thema. Ich finde, man sollte sich nicht nur bei diesen Gegendemonstranten informieren. Bitte lies einmal unter: www.medrum.de/?q=content/kongress-marburg. Da steht auch ganz klar, daß die Kongreßteilnehmer Homosexualität nicht als Krankheit betrachten. Und gar niemand wird zu irgend einer Behandlung oder so gedrängt. Und „umpolen“ ist eher ein Wort aus der Gegenseite. Ich lese auch hier Behauptungen, die Demonstranten seien friedlich gewesen, nur die Polizei…. Habe da ganz andere Berichte gelesen. Und Teilnehmer des Kongresses haben sich in keiner Weise eingemischt, konnten aber den Kongress und alle Seminare abhalten – wenn auch in anderen Räumen. Ich war auch nicht da und hätte mich sehr wahrscheinlich nicht mal näher um diesen Kongreß gekümmert. Aber alle die Verleumdungen, der Versuch, keine andere Meinung gelten zu lassen, Menschen die Rede zu verbieten, hui, da geht bei mir was los. Erinnert mich an Diktatur und die will ich nicht. Dir alles erdenklich Gute.

  14. 14 Julinoir 23. Mai 2009 um 14:17 Uhr

    Niemals würden Christen, schon gar nicht solche, die in Seelsorge oder Psychotherapie tätig sind, eine Frau als Mörderin bezeichnen, weil sie abgetrieben hat. Glaube mir!!!

    Da ich keine Christin bin, ist bei mir mit appellen wie „glaube mir“ nicht viel auszurichten. sorry.
    angelika pokropp-hippen, ihres zeichens psychotherapeutin und in der anti-abtreibungs-szene aktiv (z.B. Aktion Lebensrecht für alle e.V.) schreibt mit bezug auf frauen, die mit ru-486, auch abtreibungspille genannt: „Die Frau hat sich zur Giftmörderin ihres Kindes gemacht.“ klarer geht es eigentlich nicht mehr. also: doch, doch, mein_ liebe_r, christen bezeichnen frauen durchaus als mörderinnen. das musst du mir auch gar nicht glauben, das kannst du selber nachlesen. lass also bitte deine inhaltsleeren appelle.
    inhalte eines kongresses als sexistisch und homophob zu benennen, ist auch keine meinungsdiktatur, es lässt sich ziemlich klar nachweisen. der oben genannte blog ist da eine gute quelle, falls es dich interessiert.
    wenn du allerdings schon an diesem punkt der diskussion keine besseren argumente auf lager hast, als „glaube mir“ und „das ist diktatur“, sieht es für einen austausch eher schlecht aus.

    hier noch die quellen:
    http://noplace.blogsport.de/material/einige-referent_innen-2009/
    und
    http://www.aktion-leben.de/Abtreibung/RU-486/sld01.htm

  15. 15 Alex 25. Mai 2009 um 13:35 Uhr

    Hey,

    Ich habe mal eine Frage an auch,

    wo wärst du jetzt, wenn deine Mutter DICH abgetrieben hätte.

    Ich denke, wenn man Sex hat, dann muss man auch die Konsequensen übernehmen. Ich war auch bei der Demo, aber sorry, das was im Latsprecher gesagt wurde, ist absolut quatsch. Guck doch mal in die Vergangenheit zurück, was er Komonismus war. DDR, UDSSR, u.s.w. Da wurden Menschen ermordet. Und, warum ist Aids so weit verbreitet? Weil jeder mit jedem rumvögelt.

    Ich wünsche euch noch einen schönen Tag :d

  16. 16 Ina S. 25. Mai 2009 um 13:44 Uhr

    zu deiner frage: es gäbe dann kein „ich“. ganz einfach. damit erübrigt sich auch die frage. ich frage auch nicht nach dem fliewatüt, was nicht erfunden wurde 8-|

    du darfst gerne konsuqzenzen übernehmen, wenn du möchtest. ich ziehe es vor mich behandeln zu lassen, sollte ich mir einmal einen tripper einfangen. aber das heißt nicht, dass ich dich dazu zwingen möchte.

    ich war leider nich zu hause, daher nicht auf der demo. ich glaube aber du machst einen fehler: da wurde bestimmt nicht behauptet die ddr sei der kommunismus gewesen und wahrscheinlich noch weniger, dass da niemand umgebracht wurde ;)

    warum aids so weit verbreitet ist, liegt vl. eher daran, dass es (aus verschiedenen gründen) noch an genügend aufmerksamkeit über verhütungsmittel mangelt? das wäre ein gedanke dazu.

    dir auch einen schönen tag, und viel spaß beim nachdenken :)>-

  17. 17 Pille 25. Mai 2009 um 15:27 Uhr

    Die traurige Wahrheit vieler Schwulen und Lesben ist die, dass sie als Kind sexuellen Mißbrauch erlebt haben und aus Scham, Orientierungslosigkeit und fehlendem Bezug zum eigenen Geschlecht, die Homosexualität gewählt haben.

    Doch anstatt die Tatsache ihrer tragischen Vergangenheit anzuerkennen und an die Wurzel des Problems zu gehen, ist es für sie „leichter“, dem Schmerz aus dem Weg zu gehen und sich mit der selbstgewählten sexuellen Identität zu arrangieren.

    Ihr scheinbares Selbstwertgefühl bekommt durch ein Verhalten einen Schub, mit dem sie sich in der Öffentlichkeit als Opfer gegenüber dem „intoleranten“ Verhalten ihrer Mitmenschen darstellen.

    Dieses Verhalten führt aber zusehends in die Isolation und in die Selbstzerstörung.

  18. 18 Ina S. 25. Mai 2009 um 15:44 Uhr

    das ist doch unsinn! :( ich wette, du kannst keine deiner behauptungen begründen.

  19. 19 gtz 25. Mai 2009 um 17:55 Uhr

    christenschweine aufs maul. aber volles kreuz, ey.

  20. 20 Pille 26. Mai 2009 um 8:47 Uhr

    @Ina S.
    Aus Gesprächen mit Homosexuellen. Das ist alles andere als Unsinn, auch wenn es Dir nicht gefällt. Leider werden Opfer von sexuellem Mißbrauch häufig Täter. An solche bin ich dann wohl geratem, als ich als Minderjähriger von Schwulen sexuell belästigt wurde.Kann mir das mal einer hier beantworten, wie ich so ein Verhalten noch tolerieren soll? Bei aller Toleranz: So etwas muss endlich aufhören. Wo bleibt hier eigentlich bei den Schwulen und Lesben die Selbstkritik?

    @gtz
    Man muss nicht christlichen Glaubens sein, um nicht alles gut zu finden. Ausserdem hat der Begründer des christlichen Glaubens die meisten Probleme nicht mit seinen Gegnern gehabt, sondern mit seinen heuchlerischen Glaubensgenossen.

  21. 21 Julinoir 26. Mai 2009 um 9:47 Uhr

    @ Pille:
    In diesem Blog wird auf jeden Fall nicht toleriert, dass du Homosexualität und Pädophilie/ sexuellen Missbrauch gleichsetzt.

    Homophoben Idioten mim Moped ins Kreuz.

  22. 22 Pille 26. Mai 2009 um 11:41 Uhr

    @Julior
    Die Gleichsetzung kommt doch von Dir, um vom Thema ablenken zu können. Wenn aber die Tatsachen zu heftig für Dich sind, kann ich Dir nur raten, mit offenen Augen Deine Szene zu beobachten.

    -
    Kann mir hier keiner erzählen, das noch nie gewusst oder davon gehört zu haben. Es bringt auch nichts, den Toleranzbegriff durch ständige Verwendung dazu zu mißbrauchen, Menschen mit anderen Ansichten mundtot machen zu wollen. Ich wünsche mir echt mehr Ehrlichkeit von der Schwulen- und Lesbenszene, wenn sie respektiert werden will. Alles Schönreden und sich als Opfer zu inszenieren, endet im Selbstbetrug.

  23. 23 gtz 26. Mai 2009 um 13:45 Uhr

    häng dich auf, man. dein gefasel liest sich hier keiner mehr durch.

  24. 24 foo 26. Mai 2009 um 13:49 Uhr

    „Aus Gesprächen mit Homosexuellen.“
    Das hältst du jetzt vermutlich ernsthaft für einen irgendwie gearteten „Beweis“ deiner Behauptungen?

    Ich hab im Gespräch mit dir festgestellt, dass du ein Idiot bist.

  25. 25 Margarethe Brandt, Marburg 26. Mai 2009 um 15:05 Uhr

    Immerhin mal eine Erklärung für diesen Fanatismus der
    Schwulen- und Lesbenszene.

    Wenn auf dem Kongreß mal wenigstens einer über die Wirksamkeit der
    Elektroschocktheraphie zur Umpolung von Homosexuellen geredet hätte.

    Hat aber keiner.

    Ich jedenfalls werde jetzt homophob. Wenn die anmarschiert
    kommen und meine Hauswand beschmieren gibts was auf die Fresse.
    Meine christliche Grundeinstellung reicht leider nicht soweit,
    auch noch die andere Hauswand anzubieten.

  26. 26 Annie_Slut 26. Mai 2009 um 16:16 Uhr

    @Pille:
    Unterlasse die Pathologisierung von Homosexualität und die damit einhergehende Naturalisierung von Heterosexualität. Das ist pseudo-wissenschaftlicher Unsinn und zutiefst heterosexistisch. Derartige Diskriminierungen (und darum handelt es sich, nicht um eine unschuldige „Meinung“) werden hier nicht toleriert.

    Des weiteren versuchst du sehr wohl, Schwul-Sein und sexuellen Missbrauch miteinander in Verbindung zu bringen, sonst würdest du nicht argumentieren, dass du, wenn gerade von Homosexualität die Rede ist, das nicht tolerieren musst wegen sexuellem Missbrauchs durch schwule Männer. Ich möchte das von dir erlebte keinesfalls wegreden. Was ich aber an dieser Stelle anmerken muss, ist, dass heterosexulle Männer den größten Teil der Täter_innen von sexuellem missbrauch an Kindern und auch anderen Formen sexualisierter Gewalt stellen. Es gibt keine größere Wahrscheinlichkeit für Schwule, dass sie zu Tätern werden. Nein, die wahrscheinlichkeit, zum täter zu werden, ist bei heterosexuellen Männern am Größten, was durch Statistiken belegt ist. Deiner Logik zu Folge müsstest du jetzt keine Toleranz mehr gegenüber männlicher Heterosexualtät haben.

    @Alex: Die Frage, wo ich wäre, wenn ich nicht existierte, ist nicht beantwortbar und völlig sinnfrei.

    Und wenn aus hetero-Sex eine Schwangerschaft folgt, wer genau muss dann auf jeden Fall damit umgehen (und sich überlegen, Abtreibung oder Austragen)?
    Ich gebe dir einen kleinen Tipp: Der Mann ist es nicht. Also halt dich doch raus aus Dingen, die eigentlich gar nicht deine Angelegenheit sind. Geh Kondome kaufen.

  27. 27 crashintoahouse 26. Mai 2009 um 21:29 Uhr

    was geht denn hier ab? seit wann werden diesen kommentare nicht mehr gelöscht? will der mädchenblog jetzt in den dialos mit den extremisten treten und die mit verbalen argumenten überzeugen? ich glaubs ja nicht.

  28. 28 Annie_Slut 26. Mai 2009 um 22:07 Uhr

    Ich würde glatt überlegen, die ganz üblen Sachen hier rauszulöschen, ich find’s auch nicht gut, dass das alles hier so steht und als Trigger wirken kann. Aber ich bin hier noch neu als Bloggerin und habe noch nicht geschnallt, wie das geht mit dem Löschen. Daher hab‘ ich erstmal nur kommentiert.

  29. 29 gtz 27. Mai 2009 um 15:17 Uhr

    trigger? wie meinen?

  30. 30 lana 28. Mai 2009 um 22:38 Uhr

    „Das traurigste Beispiel unserer Zeit ist das deutsche Volk in all seinen staatlichen Erscheinungsformen. Nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg, der mit dem Verlust eines Großteils der geistigen Auslese und somit der Kulturträger einherging, setzte eine gezielte und psychologisch gekonnte „Umerziehung“ ein, die all das gründlich bekämpft und in ihr Gegenteil verkehrt, was das Wesen des Volkes ausmacht. “
    -kann bitte mal dieses scheiss nazi-posting gelöscht werden, please. sonst wird hier doch auch ständig (und schon fast zu eifrig..) zensur geübt!

    [admin: nazi-posting gelöscht]

  31. 31 Marburger 29. Mai 2009 um 4:19 Uhr

    @foo „dass du ein Idiot bist“;
    @gtz „häng dich auf, man“: Eure Kommentare sind einfach beleidigend und unsachlich. Warum löscht das niemand?

    Irgendwie sind sie auch typisch für die Art wie gegen den Kongress demonstriert wird. Die Meinungen einiger Kongressteilnehmer sind sehr polarisierend und wirken für manchen eben antiquiert. Wer seinen Unmut darüber loswerden will, der soll das gerne tun. Aber bitte nicht auf die Weise, wie das bis jetzt geschehen ist! Das hat nichts mehr mehr mit Sachlichkeit und freier Meinungsäußerung zu tun, sondern ist eine verabscheuenswürdige Schmutzkampagne, die die evangelikale Szene verunglimpfen will! Schmierereien wie „Evangelikalenkongress verhindern“ oder „Fight homophobia“ im Unigebäude und an Hauswänden in Marburg sind einfach nur niveaulos. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand seine Meinung äußert, aber bitte in einer angemessenen Weise.

  32. 32 Ina S. 29. Mai 2009 um 8:19 Uhr

    Aber Marbuerger, die Leute auf dem Kongress oder auch hier (Margarethe Brandt) sagen doch schlimme Sachen, die obendrein noch falsch sind. Wieso kritisierst du sie nicht? Oder ist es für dich angemessen zu behaupten alle homosexuelle Menschen seien Opfer von sexuellem Missbrauch und dadurch selbst potentielle Täter und Täterinnen? Das ist doch nicht minder unsachlich und niveualos, meinst du nicht?

  33. 33 gtz 29. Mai 2009 um 10:47 Uhr

    marburger, das wird nich gelöscht, weil der rest heir das offenbar ähnlich sieht.

  34. 34 Marburger 30. Mai 2009 um 7:05 Uhr

    @gtz: Ich wollte nicht bezweifeln, dass viele deine Meinung teilen, trotzdem gibt dir das nicht das Recht, andere dermaßen zu beleidigen.

    @ Ina S.: Warum sollte ich die Kongressteilnehmer oder einige Benutzer hier kritisieren, wenn das schon längst in vielfacher Weise geschehen ist? Die Argumente werden nicht dadurch besser, dass man sie wiederholt! ;-)
    Die These „ALLE homosexuelle Menschen seien Opfer von sexuellem Missbrauch und dadurch selbst potentielle Täter und Täterinnen“ ist eine unzuläsige Verallgemeinerung, die übrigens nicht in dieser Form aufgestellt wurde („viele“ statt „alle“ – was einen kleinen Unterschied macht. Da der Autor dieser Aussage aber schon massiv kritisiert wurde, macht es für mich keinen Sinn noch weiter „auf den am Boden liegenden einzutreten“). Doch es macht für mich einen großen Unterschied, ob du eine solche provokante These aufstellst oder andere persönlich beleidigst, nur weil sie nicht deine Meinung teilen.
    Eine Diskussion solle ein Austausch von Sachargumenten sein und nicht, nach dem Motto: „Deine Meinung passt mir nicht – du bist ein Idiot!“, wie das hier leider viel zu oft der Fall ist (siehe foo & gtz).

  35. 35 foo 30. Mai 2009 um 12:42 Uhr

    „Eine Diskussion solle ein Austausch von Sachargumenten sein und nicht, nach dem Motto: „Deine Meinung passt mir nicht – du bist ein Idiot!“, wie das hier leider viel zu oft der Fall ist (siehe foo & gtz).“

    @Marburger:

    Über das Argument, dass ich gegeben habe liest du hinweg, Absicht?
    Zitat:
    „„Aus Gesprächen mit Homosexuellen.“
    Das hältst du jetzt vermutlich ernsthaft für einen irgendwie gearteten „Beweis“ deiner Behauptungen?“

    Damit ist das auch erledigt, sein Hörensagen auf irgendwelchen Gesprächen ist halt kein Argument/Beweis.

    Ich hab dann genauso einfach auch gesagt was ich „im Gespräch mit ihm“ festgestellt habe. Der Witz dadran ist dir auch entgangen oder?

    Fazit: Hier kommt einer mit der übelsten Hetze und kriegt nen Gegenargument und nen sarkastischen Kommentar. Wo ist das Problem?

  36. 36 Marburger 31. Mai 2009 um 14:11 Uhr

    @foo: „Der Witz dadran ist dir auch entgangen oder?“
    Besonders witzig fand ich deinen Kommentar nicht. Aber Witz ist eben (wie so vieles) Geschmackssache…
    Dein Argument finde ich in Ordnung. Wenn du genau gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass ich deinen Kommentar NICHT INHALTLICH sondern die ART deines Kommentars kritisiert habe. Selbst wenn du es sarkastisch gemeint hast, finde ich den Umgangston nicht in Ordnung. Jemand, der eine absurde Meinung vertritt, muss nicht zwangsläufig ein schechter Mensch sein! Ein bisschen Respekt vor seinem Diskussionspartner (dessen Meinung man möglicherweise ungeheurlich findet) muss einfach sein, oder ist hier jemand anderer Meinung?

  37. 37 Pille 02. Juni 2009 um 9:09 Uhr

    @foo
    Wenn man zulange seine Krallen am Kratzebaum reibt, werden sie stumpf.

    @Marburger
    Ich hab kein Problem damit wenn Leute wie foo ehrlich ihre Meinung äußern.

    @Annie_Slut
    Pathologisierung würde eine Krankheit vorraussetzen. Homosexualität ist jedoch keine Krankheit, sondern eine Entscheidung, die man trifft. Nichts daran ist angeboren, erblich bedingt oder „krank“. Es ist auffallend, dass viele Homosexuelle Mißbrauchserfahrungen in der Kindheit gemacht haben. Leider ist das so, auch wenn viele das vehement verneinen, weil dann ihr Weltbild Risse bekommen würde. Außderdem ist ein Eingeständnis nicht gerade easy. Die Frage ist: Stellt man sich der Vergangenheit oder ignoriert man sie? Letzteres ist nie hilfreich.

    @crashintoahouse
    Ein Dialog mit den „Extremisten“ wäre extrem hilfreich…
    -
    Nüchtern betrachtet zeigen die Reaktionen hier wieder einmal, dass bei vielen die Nerven blank liegen. Viele Homosexuelle erleben wegen ihres Lebensstils extreme Ablehnung, Ausgrenzung, werden gemobbt etc. etc.. Das ist ein ganz anderes Kapitel. Die Frage ist: Ist die gewählte Lebensphilosophie hilfreich? Denn häufig wurde sie nur gewählt, um sich endlich eine Identität zuzulegen, schafft aber jede Menge neue Probleme, z.B. andere, die das irritiert wenn nicht mehr. Was war das Motiv für die Entscheidung homosexuell zu leben?

    Wahrscheinlich werden diese Fragen wieder als „Umpolversuch“ oder „Hetze“ verstanden. Darum geht es aber gar nicht. Wenn man sich einer Sache sicher ist, braucht man nicht überzureagieren, sondern kann kritische Argumente und Fragen aushalten.

  38. 38 earendil 03. Juni 2009 um 10:14 Uhr

    „Ich jedenfalls werde jetzt homophob. Wenn die anmarschiert
    kommen und meine Hauswand beschmieren gibts was auf die Fresse.“
    „christenschweine aufs maul.“

    Klasse – darf ich mir jetzt aussuchen, ob ich als Christ oder als Schwuler was auf’s Maul kriegen will? Oder mich vielleicht ganz verständnis- und liebevoll von „evangelikalen“ Spinnern therapieren lassen?

    -----------------

    Manchmal finde ich es gar nicht verkehrt, sich auch mal mit reaktionären Heinis, die „unter dem Niveau der Geschichte“ und „unter aller Kritik“ stehen, argumentativ auseinanderzusetzen – schon damit deutlich wird, dass es gute Gründe gibt, auch anders gegen diese Leute vorzugehen. (Das bleibt natürlich trotzdem nötig.) Also, Pillemann:

    Ist ja lustig, wie es dir beim Spagat zwischen den beiden großen, sich widersprechenden homophoben Entwürfen (Homosexualität als „böse“ bzw. „krank“) fast die Eier zerreißt. Sexueller Missbrauch in der Kindheit konditioniert also Homosexualität, diese ist aber freie Entscheidung? Entscheide dich mal!

    Sexueller Missbrauch in der Kindheit: Ich kenne gewiss mehr Schwule als du, und gut genug, dass ich mir traue, zu sagen: Weder ich noch einer von denen wurde als Kind sexuell missbraucht. (Ok, einer wurde von seinen streng „christlichen“ Pflegeeltern regelmäßig verdroschen, aber das war ja nicht sexuell, also in Ordnung, gell?) Irgendwelche glaubwürdigen Statistiken kannst du wohl ebenso wenig ins Feld führen wie einen plausiblen kausalen Zusammenhang zwischen Missbrauch und Homosexualität. Deine Behauptung bleibt also dummes Gewäsch mit dem Ziel, Schwulen und Lesben einzureden, sie wären Opfer von Homosexualität statt von Homophobie.

    Freie Entscheidung: Sicher, das Leben als Lesbe oder Schwuler ist in einer Welt voller homophober Arschkrampen wie dir so herrlich, dass mensch sich dafür aus freien Stücken entscheidet… Die einzige „freie“ Entscheidung in der Hinsicht ist die, eigene homoerotische Gefühle zu unterdrücken. Diese Entscheidung hast du aus freiem Irrsinn getroffen. Und ich weiß, die Konsequenzen sind nicht leicht. Aber keine Sorge, wir sind da tolerant und verständnisvoll und werden dich höchstens ganz sanft und liebevoll in Richtung freier Sexualität therapieren… :)>-

    Und Frau Brandt, bitte geben Sie doch noch Ihre Adresse bekannt; es wird sicher ein Vergnügen sein, gerade Ihre Hauswand zu verschönern. Sie bekommen auch einen extra geistreichen Spruch, Ehrenwort!

  39. 39 earendil 03. Juni 2009 um 10:55 Uhr

    Nachtrag zur Pille:

    „Viele Homosexuelle erleben wegen ihres Lebensstils extreme Ablehnung, Ausgrenzung, werden gemobbt etc. etc.. Das ist ein ganz anderes Kapitel. Die Frage ist: Ist die gewählte Lebensphilosophie hilfreich? Denn häufig wurde sie nur gewählt, um sich endlich eine Identität zuzulegen, schafft aber jede Menge neue Probleme, z.B. andere, die das irritiert wenn nicht mehr. Was war das Motiv für die Entscheidung homosexuell zu leben?“

    a) Homosexualität ist nichts selbstgewähltes. Da gibt es auch nichts zu diskutieren, denn die einzige Quelle dafür sind die Aussagen von Homosexuellen selbst, und die sind völlig eindeutig, die musst du nur zur Kenntnis nehmen. Wann, wie und warum sich sexuelle Präferenzen (deren Mannigfaltigkeit ohnehin jenseits allen Normierungsdenkens liegt) entwickeln, weiß kein Mensch und ist auch völlig schnuppe.

    b) Schwule und lesbische Identität ist auch nichts selbstgewähltes, sondern ein heteronormatives Konstrukt, das Homosexuellen aufgedrückt wurde. (Dass die sich das dann oft auch zu eigen gemacht haben, ist ne andere Geschichte und schlicht Reaktion auf Homophobie.) Ich z.B. pfeife auf diese Identität, kann ihr aber dank Leuten wie dir, die mir ständig so eine Identität andichten, trotzdem nicht entkommen.

    c) „Irritation“, Ablehung, Ausgrenzung etc. – sprich: Homophobie – sind kein anderes Kapitel, sondern Ursache der ganzen Malaise. Wenn es endlich niemanden mehr interessiert, wer am liebsten mit wem rumvögelt (oder was auch immer macht), hat auch niemand mehr Probleme mit Homosexualität. Oder mal böse mit Erich Weinert ausgedrückt:
    „Weißt du, wann unsereins glücklich ist?
    Erst an dem Tag, wo du nicht mehr bist!“

  40. 40 Pille 03. Juni 2009 um 11:18 Uhr

    @erendil

    Danke für eine sachliche Antwort

    zu a) Der, der so einen Weg gehen will, muss so argumentieren. Dann braucht man auch nicht notwendigerweise die Verantwortung tragen. Man fügt sich seinem Schicksal. Damit wird aber der Mensch als solches in seiner Entscheidungsfähigkeit entmündigt. Ich glaube nicht an solch eine Hilflosigkeit eines Menschen.

    zu b) heteronormatives Konstrukt – was meinst Du damit?

    zu c) Meine Antwort dazu: Was war zuerst: Das Huhn oder das Ei. Das Weinert Zitat ist doch überzogen: Es geht doch nur ums Thema Lebenskonzepte und ihre Auswirkungen – nicht darum Menschen grundsätzlich in ihrer Lebensberechtigung in Frage zu stellen. An diesem Punkt passieren leider die größten Fehler, sowohl auf der Seite derer, die Homosexualität als Lebensstil kritisieren, als auch auf der Seite, die sie praktizieren. Die einen verurteilen und stigmatisieren die Person und die anderen fühlen sich abgelehnt, wenn die Handlung anstatt die Person kritisiert wurde.

  41. 41 Pille 03. Juni 2009 um 13:13 Uhr

    @earendil

    hatte Deinen vorletzten Post übersehen…. die anderen von gtz und foo sind ja bekannt

    „…fast die Eier zerreißt“; „homophober Arschkrampen“.

    Wie gesagt: Die Nerven liegen hier blank ….

    :-w

    ts ts ts

    …dann wird mal der gute Onkel Pille an dieser Stelle seine homosexuellen Genossen und Genossinnen in Ruhe lassen.

    Wenn sich die Emotionen hier beruhigt haben, kommt er wieder und liest allen die Gute Nacht Geschichte vom evangelikalen Wolf und den 7 schwulen Geisslein vor. Soviel vorweg: Der Wolf und die Geisslein überleben und leben glücklich und zufrieden für alle Zeiten.
    :d

  42. 42 gtz 03. Juni 2009 um 13:59 Uhr

    is ja niedlich, wie sich die menschenfeinde hier ne ordentliche behandlung ausbitten. geht doch irgendwo beten oder so.

  43. 43 earendil 03. Juni 2009 um 14:54 Uhr

    @Pille:

    a) Wie gesagt, da ist nix zu diskutieren, da ist nur Realität zur Kenntnis zu nehmen. Du kannst ja deine „freie Entscheidung“-These anscheinend auch nicht argumentativ belegen, sondern nur behaupten. Leider verschließt du dich kategorisch dieser Wirklichkeit und unterstellst, dass Homosexuelle, die nicht das von dir erwartete oder gar gegenteiliges sagen, etwas verschweigen oder verdrängen: „Leider ist das so, auch wenn viele das vehement verneinen …“.
    Geschmackliche Präferenzen jeglicher Art beruhen halt nicht auf freien Entscheidungen. Du hast auch nicht frei entschieden, welche Lieblingsfarben du hast, was du gern isst oder welche Schönheitsideale du bei Menschen hast. Was du dann aus deinen Geschmäckern machst, ist dagegen deine freie Entscheidung. Wenn du der Ansicht bist, dass Gott dir vorgeschrieben hat, jeden Tag mindestens 10 Oliven zu essen, dann kannst du das machen, auch wenn du Oliven scheußlich findest (DAS kannst du hingegen nicht ändern). Ebenso können sich Homosexuelle aus falscher Moral heraus selbst kasteien. Sie können’s aber auch lassen und Leute, die ihnen das nahelegen, als homophobe Arschkrampen denunzieren. (Sachlichkeit und Polemik schließen sich keineswegs kategorisch aus.)

    b) Also: Heteronormativität (im Sinne von heterosexueller Norm) meint, dass gesellschaftlich akzeptiert eine bestimmte Form sexuellen Begehrens als gut, richtig und normal gesetzt wird (konkret z.B., dass das Begehren von Männern* ausschließlich auf erwachsene Frauen im gebärfähigen Alter ausgerichtet ist), und dass folglich alle anderen Formen sexuellen Begehrens als böse, falsch und unnormal/krank dargestellt werden. An der sexuellen Präferenz hängt dann die Geschlechtsidentität: Nur der heterosexuelle ist ein richtiger Mann, und der „richtige Mann“ ist stark, selbstbewusst, selbstbeherrscht, rational, gefühlskalt… Die homosexuelle Identität stellt dann das männliche Gegenstück, den „unmännlichen Mann“ dar: schwach, weichlich, triebhaft/promiskuitiv, emotional, „rosa“, „weibisch“. Natürlich haben solche Eigenschaften in Wirklichkeit nichts mit sexuellen Präferenzen zu tun, sondern sind reine Zuschreibungen (darum „Konstrukt“), und diese tolle Identität haben sich Schwule auch nicht selber zugelegt, sondern die wurde ihnen zugeschrieben (auch wenn manche diese Identität dann affirmiert haben).

    *noch ein Konstrukt – aber das führt wohl jetzt zu weit

  44. 44 earendil 03. Juni 2009 um 16:08 Uhr

    So, und jetzt noch was zu „Die Nerven liegen hier blank“:

    Keineswegs, ich polemisiere ganz ruhig. Die Schärfe liegt halt daran, dass wir hier nicht im luftleeren Raum über die italienische Eröffnung oder die Essgewohnheiten der Maya debattieren, sondern dass deine „Meinung“ meine Lebensrealität ziemlich negativ beeinflussen kann. Und leider stehst du mit deinen Ansichten auch nicht ganz allein da, sonst könnte einem das ja herzlich egal sein.

    Falls es dich nicht überfordert, stell dir mal eine homonormative Gesellschaft vor, und dich als perversen Heterosexuellen, der absolut keinen Bock hat, in „freier Entscheidung“ schwul wie die anderen zu werden. Stell dir Aussagen vor wie: „Haste schon gehört, Pille ist so‘n Hellblauer!“ „Stimmt, ich hab den auch noch nie weinen sehen!“ „Als Frau fühlt man sich da richtig unwohl in dessen Gegenwart – wenn der einen nun anmacht oder angrapscht!“ „Ich hab echt nichts gegen Heten, aber als Lehrer, das geht nun wirklich nicht. Meine Tochter geht in seine Klasse, da hab ich als Vater einfach Angst um sie!“ „Und mein Sohn, wenn der bei dem ist, wird der vielleicht auch mal Hete…“ „Also ich find das eklig, wenn sich ne Frau und ein Mann küssen.“ „Früher gab’s doch so was nicht!“ Bis hin zu: „Biste hellblau, oder was? Willste ‚n paar auf’s Maul, Hete?“ Stell dir vor, du musst in der Öffentlichkeit jedesmal genau überlegen, wo du bist und wie groß das Risiko schiefer Blicke oder tätlicher Übergriffe ist, wenn du mit deiner Frau Händchen hältst. Stell dir vor, dein Sohn und seine Freunde verwenden „Hete“ als universales Schimpfwort…
    Und dann stell dir vor, da kommt so ein evangelikaler Menschenfreund und besitzt die Unverfrorenheit, dir zu eröffnen, dass dein „Problem“ nicht die Heterophobie der anderen (an der du letztlich ja irgendwie auch selber Schuld bist), sondern deine Heterosexualität ist, die noch dazu selbst gewählt und Resultat von sexuellem Missbrauch in deiner Kindheit ist, der aber nie stattgefunden hat, was den Menschenfreund aber keineswegs irritiert…
    Meinst du nicht, dass da die Bezeichnung „heterophobe Arschkrampe“ angemessen wäre?

    Es ist ja gnädig, dass du akribisch zwischen Handlung und Person unterscheidest und nicht gleich den Perversen selbst vernichten, sondern ihn „nur“ von seinen pöhsen Schweinereien abbringen willst. Ein Unterschied zu vielen anderen Homophoben, immerhin. Aber gut macht’s das noch lange nicht, denn es geht dich einen feuchten Dreck an, was wer mit wem so treibt. Wenn du mit deiner Frau (sofern vorhanden) Händchen hältst, bin ich auch nicht „irritiert“. Und nichts anderes, nämlich wohlwollendes Desinteresse, verlange ich auch von dir.

    Für dein Märchen fallen mir drei Lösungen ein:

    beste Lösung: der Wolf hört auf, Wolf zu sein*, hört auf, nach den Geißlein zu schnappen, und alle sind glücklich

    zweitbeste Lösung: der Wolf landet mit Wackersteinen im Brunnen

    schlechteste Lösung: die Geißlein müssen sich (weiter/wieder) verstecken

    *ja, der Wolf kann nicht aus seiner Haut – da hinkt die Analogie – aber du kannst deine falsche Moral durchaus sein lassen. Im Unterschied zu Homosexualität ist Homophobie nämlich durchaus „heilbar“!

  45. 45 crashintoahouse 04. Juni 2009 um 7:00 Uhr

    echt lesenswertes statement, earendil.

  46. 46 Julinoir 04. Juni 2009 um 18:20 Uhr

    allerdings, kann mich crash nur anschließen.

  47. 47 Natascha 17. Juni 2009 um 15:59 Uhr

    Ich habe mal eine Frage, ist es nicht ekelig, wenn ein Mann mit einem anderen Mann Sex hat.

    Ich finde schon:o

  48. 48 MPunkt 17. Juni 2009 um 16:18 Uhr

    Was hat Dein Geschmacksurteil darüber mit der inhaltlichen Diskussion zu schaffen?

    btw.: es ist weder eklig noch nicht-eklig, sondern das wird je nach Geschmacksurteil so oder so bewertet.

  49. 49 lahma 17. Juni 2009 um 20:53 Uhr

    ich habe mal eine frage: ist es nicht ekelig, wenn natascha mit einer anderen person sex hat?

    ich finde schon :o

  50. 50 ver.jo 17. Juni 2009 um 23:49 Uhr

    das oft als „eklig“ empfundene einführen von irgendetwas in den darm, mit den sich daraus möglicherweise ergebenden konsequenzen (und das wird ja oft als das angesehen, was „sex zwischen zwei männern“ ausmacht) wäre auch zwischen mann und frau „eklig“.

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