Verordnete Emanzipation im Osten

Während in Westdeutschland die Frauen noch Heimchen am Herd waren, verdienten die Genossinnen in der DDR ihr eigenes Geld. Aber hat das zur Gleichberechtigung geführt?

Ein Zeitartikel beschäftigt sich mit dieser oft gestellten Frage.


14 Antworten auf “Verordnete Emanzipation im Osten”


  1. 1 mensch im mohn 29. Mai 2009 um 18:03 Uhr

    Der Link geht nicht…

  2. 2 laylah 29. Mai 2009 um 19:56 Uhr

    der link ist http://www.zeit.de/online/2009/22/frauen-ddr-emanzipation
    der artikel ist aber dumm, glaub ich. mehr als eine seite will ich davon nicht lesen.

  3. 3 neuer nick 29. Mai 2009 um 21:16 Uhr

    Da gab es doch dieses eine Buch zum Thema? Ich glaube Dietz Verlag. Habe ich gerade nicht zur Hand dummerweise. Auf folgender Seite kann man sich auch einmal informieren: http://www.emanzipation-im-sozialismus.de/

    P.S.
    Die classics natürlich hier: http://www.mlwerke.de/beb/beaa/beaa_000.htm (Bebel: Die Frau und der Sozialismus)

  4. 4 lahmacun 29. Mai 2009 um 23:28 Uhr

    >Warum gab es keine Wutanfälle? Kein Aufbegehren gegen die Doppelbelastung?

    so ein drecksartikel. und: WO IST HEUTE DAS AUFBEGEHREN?

    zudem:

    „Viel häufiger jedoch wurde die Doppelbelastung hingenommen, alternative Lebensmodelle waren kaum bekannt. Der Sozialwissenschaftler Daniel Erler sagt: „In den großen Betrieben gab es die Mensa. Das Kochen wurde so, man könnte fast sagen, outgesourct. Und Waschsalons, wo man die Wäsche hinbringen konnte, gab es auch.“"

    was nun? outgesourct oder doppelbelastung?!
    - wie schlimm!: es gab waschsalons! und großküchen! – und die feine bürgerliche kleinfamilie? oje! zerstört!

    „Von einer Gleichberechtigung im Sinne der Frauenbewegung kann dabei kaum die Rede sein.“

    ach, waschsalons und öffentliche küchen sind nicht im sinne der frauen(bewegung)? und wieso? weil das PRIVATSACHE sein soll, oder wie?

    natürlich ist das im sinne von frauen – und männern!

    „Gudrun Krügers Tochter hat allerdings auch einen entscheidenden Vorteil genutzt. Wie viele Studentinnen im Osten hat sie ihr Kind während des Studiums bekommen.“

    und warum? weil das in der ddr schon so war. und wieso? – weil die ddr (junge) mütter nicht hat hängen lassen! weil man sich da nicht das leben (nicht karriere) ruinierte mit nem kind!

    „Es sei nicht leicht, in Köln Kinderbetreuungsplätze zu bekommen.“

    schon wieder outsourcen? oder doch heile familie? oder doch staatliche ideologie („Auch und gerade, um ihre Kinder von den Institutionen der ideologischen, staatlichen Erziehung fernzuhalten.“ – eine seite vorher war das zuhause bleiben ja noch ein widerständiger akt.)? die sollen sich mal entscheiden, für was sie sind, diese zeit-fritzen und -innen!

    „Und wenn es selbstverständlich ist, dass beide Partner arbeiten, ist es auch selbstverständlich, dass beide Partner den Haushalt erledigen.“

    ach, und woher das plötzlich? – vorher doppelbelastung, dann outsourcing – und jetzt partnerschaftliche aufteilung der hausarbeit?! ja, was denn jetzt?!

    summa summarum: ddr war besser, aber weil man das nicht so stehenlassen kann, produziert man 3 seiten ideologischen müll – und widerspricht sich auch noch andauernd selber. „vergangenheitsbewältigung“.

  5. 5 neuer nick 29. Mai 2009 um 23:45 Uhr

    Lahmacun hätte einen Beitrag zum Thema schreiben sollen. Sprecht euch mal besser ab im mädchenblog-Kollektiv!

  6. 6 leonie 30. Mai 2009 um 12:54 Uhr

    @neuer nick: ich habe keinen Beitrag geschrieben, sondern nur auf einen schon vorhandenen Beitrag der Zeit hingewiesen.

  7. 7 neuer nick 31. Mai 2009 um 13:05 Uhr

    Das weiß ich doch. Das sollte auch weniger ein Angriff als vieleher ‚konstruktive Kritik‘ sein. Statt einen derart ‚dummen‘ Artikel anzupreisen hätte ein fundierter kritischer Umgang in meinen Augen Not getan. Und wenn ihr so etwas kollektiv besprecht, dann wäre ich der Meinung, dass Lahmacun als Autorin der Vortritt gewährt werden sollte.

  8. 8 leonie 31. Mai 2009 um 16:30 Uhr

    ich habe ihn nicht „angepriesen“,wo list du das aus dem Satz „Ein Zeitartikel beschäftigt sich mit dieser oft gestellten Frage“ raus.
    Ich habe ihn hier gepostet, weil ich gehofft habe man könnte ihn hier aus feministischer Sicht kritisch argumentieren und dies hat ja auch statt gefunden, was mich sehr gefreut hat. Ich wollte einfach ein paar Meinungen dazu wissen, ich weiß leider zu wenig zu den genauen Verhältnissen für Frauen in der DDR und deshalb ist es für mich umso spannender wenn Leute die sich damit auskennen hier posten.

  9. 9 neuer nick 31. Mai 2009 um 23:11 Uhr

    Entschuldigung, ‚anpreisen‘ war sicherlich falsch gewählt. Ich meinte eher so etwas wie ‚unkritisch reproduzieren‘. In dem Sinne, dass es durchaus fahrlässig ist, einen ‚dummen‘ Artikel unkommentiert einzustellen.

  10. 10 leonie 31. Mai 2009 um 23:19 Uhr

    mmmhhh.. vielleicht.
    Ein kurzer Hinweis ohne Stellungsnahme des Autors bringt LEser aber auch machmal dazu tolle Comment zu verfassen, die alle weiterbringen.
    Und ich denke nicht, dass einer unserer Leser_Innen, „dummes“ unkommentiert stehen lässt. Die Gefahr ist beim Mädchenblog, glaub ich, Gott sei dank nicht gegeben.
    Und wie gesagt ich fand/finde das Thema sehr spannend, weil es immer aus allen Ecken tönt „Osten und Emanzipation, super gelaufen“ oder „total schief gelaufen“. Mir scheint dies immer ein Ablenkungsversuch zu sein um nicht über die heutige Rolle der Frau in ganz D-Land zu sprechen. Lieber in der Vergangenheit wühlen. Da gibts dann auch gleich noch 2 Länder zu analysieren.

  11. 11 lahmacun 01. Juni 2009 um 10:10 Uhr

    1. ist der artikel widersprüchlich ende nie. es widerspricht sich ja fast jeder satz.

    2. ist das ein politischer kampf:

    Vor allem im angelsächsischen Raum besteht seit mehreren Jahrzehnten großes wissenschaftliches Interesse für sowjetische Frauenfragen. […] So ist für die westliche Forschung unumstritten, daß russische Frauen bis heute in der Familie für Haushalt und Kindererziehung nahezu alleine zuständig sind […]. (Anna Köbberling, 1997)

    als wäre die autor_innen solcher studien jemals wirklich daran interessiert gewesen, die emanzipation vorwärts zu bringen. – dann hätten sie sich nämlich mal den gravierenden (!) missständen im westen gewidmet. das ziel solcher studien war immer: diskreditierung der ddr/su und hochlebenlassen des westens.
    denn: waren und sind die frauen im westen „bis heute [NICHT] in der Familie für Haushalt und Kindererziehung nahezu alleine zuständig“? nein? – dann ist mir aber was entgangen.

    wie wir dem artikel zudem entnehmen konnten, wurde allerlei arbeit, die traditionellerweise den frauen aufgebürdet wurde und wird, kollektiv geleistet. die kollektiven waschsalons und küchen im westen muss man mir aber mal zeigen!

    um nur zu veranschaulichen, in welcher zeitspanne wir uns bewegen, und womit sich die lieben forscher_innen nicht befassen wollten, weil man den westen ja hochlebenlassen wollte:
    * in einer zeit, in der es zu einem skandal kam, weil zum ersten mal ne frau die nachrichten im tv verlas (weil frauen nix politik)
    * einer zeit, in der frauen in manchen kantonen der hochgelobten demokratischen schweiz kein wahlrecht hatten
    und so weiter

    dass in der ddr alles astrein war, will niemand behaupten. aber es gab durchaus vorteile:

    In den Neunzigerjahren hat der damalige Chef der Frauenklinik in Cottbus gesagt, in der DDR seien die Frauen zur Abtreibung gegangen wie zum Friseur.

    verhütungsmittel gab’s unentgeltlich u.s.w.

    das ist dann aber wieder böse und kinderfeindlich: noch heute beklagen konservative das „ddr-erbe“, das u.a. dafür verantwortlich sei, dass frauen in ostdeutschland so ungeniert abtreiben.

    für andere wiederum ist klar, dass sich die ddr damit nur als fortschrittlich _darstellen_ wollte. nunja, was soll man zu sowas sagen, außer: bei der darstellung blieb es wohl nicht.

    jetzt kann man natürlich beklagen, dass dieses gesetz erst 1972 verabschiedet wurde. und nun? – wie kommt man eigentlich auf den absonderlichen gedanken, politiker_innen stünden außerhalb der gesellschaft? die meisten politiker_innen der ddr wuchsen doch noch im westen auf.

    es ist im übrigen auch so, dass es in der ddr die einteilung in frauen- und männerbranchen nicht so gab. wie auch in anderen realsozialistischen ländern. so unterliegt man etwa einem großen irrtum, wenn man davon, dass in d und anderen demokratien zB die informatik und andere bereiche „männerbastionen“ sind und waren, darauf schließt, dem sei überall so gewesen. – dem war und ist definitv nicht so. und so erklärt sich auch, warum das lohngefälle nicht so hoch ausfällt: der großteil des lohngefälles zw. mann und frau resultiert nämlich aus den geschlechtsspezifischen branchen.

    was heute, zwanzig jahre nach dem mauerfall, betrieben wird, ist astreine geschichtsklitterung und politische hetze. der grund ist klar: den menschen muss der systemfeindliche gedanke, es ginge vielleicht auch anders, ausgetrieben werden.
    die anstrengungen, die dabei betrieben werden, sind angesichts dessen, dass es eh kaum menschen gibt, die systemfeindlich eingestellt sind, etwas absurd. aber man geht lieber auf nummer sicher. gerade auch in zeiten der krise.
    darin zeigt sich, dass sie sich fürchten. derzeit grundlos. leider!

  12. 12 neuer nick 02. Juni 2009 um 9:21 Uhr

    Zustimmung, bis auf den Punkt, dass die meisten Politiker_innen der DDR angeblich im „Westen“ aufgewachsen sein sollen. Das kann so nicht stimmen. Ich denke der Großteil der herrschenden Klasse der DDR wuchs in der Weimarer Republik, unter dem Faschismus und der bewussteste Teil vielleicht noch im Exil bspw. in der UdSSR auf.

    Wie man sich dem Zeit-Artikel ein stückchen unfähiger widmet beweist in trauriger Anschaulichkeit die maedchenmanschaft: http://maedchenmannschaft.net/produktion-und-reproduktion/
    Befremdlich (für einen feminsitischen BLog?) ist vor allem die Lobhudelei bezüglich der Heim-und-Herd Mütter…

  13. 13 lyrikuss 26. Februar 2010 um 19:48 Uhr

    Auf jeden Fall herrscht für Frauen immernoch die totale Doppelbelastung vor! Nich schön

  1. 1 Frauen verdienen 23,2% weniger als Mnner Pingback am 05. März 2010 um 14:06 Uhr

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