Der Pro – Life Spitzel

Ein Video zeigt ein Mädchen in einem Zimmer einer Schwangerschaftsabbruchsklinik , die anwesende Krankenschwester fragt nach ihrem Alter, „13″ sagt sie. Die Krankenschwester macht eine Pause “ In the state of Indiana, you have to have a parent siganutre to get an abortion“.
Das Gespräch geht weiter, das Mädchen will sagen wie alt ihr Freund ist, die Krankenschwester kommt ihr zuvor „I don`t wanna know how old he is. Because in the state of Indiana, anyone 13 years and younger there has to be a report done to CPS, you know.“
Die Krankenschwester versucht offensichtlich das Mädchen und ihren Freund zu schützen.
Zuletzt holt sie ein Blatt Papier raus, kringelt etwas ein, sagt „Because I can not tell you this. Ok. But I can show you this.“
Was die Frau dem Mädchen zeigt ist die Adresse einer Abtreibungsklinik in Illinois, in der das Mädchen gemeinsam mit dem Freund ein Abtreibung ohne Erlaubnis der Eltern durchführen könnte.
Dann kringelt sie alle Kästchen an, verwischt so die Spuren. Auf dem Blatt nur noch lauter angeringelte Kästchen, keines sticht mehr heraus.
Das Mädchen geht.



Coole Krankenschwester würde ich da sagen, nicht so das Mädchen, das mittlerweile zu einer internationalen Berühmtheit wurde
Lila Rose, 20 Jahre, Studentin an der University of California, ist seit 2007 Undercover und mit versteckter Kamera in Abtreibungskliniken wie „Planned Parenthood“ unterwegs um zu zeigen, dass diese gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen.
Die Videos veröffentlichte sie auf ihrer ProLife-Internetseite LiveAction.org und erreichte damit nationales Aufsehen.
Konservativen Politiker und Pro-Life Aktivistin danken ihr und beklagen sich, das öffentliche Gelder für die angebliche Verschleierung von sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen verschleudert werden.
Kaliforniern und Tennessee überlegen daraufhin Planned Parenthood Staatsgelder zu entziehen.
Ein Planned Parenthood Sprecher wirft Vorwürfe zurück, geht aber auf die gezeigten Fälle nicht ein. Er betont „In selten Fällen verletzen die MitarbeiterInnen diese Bestimmungen, und dann werden sofort korrigierende Maßnahmen getroffen.“

Mittlerweile schlägt die ProChoice – Bewegung zurück und macht den Vorschlag Lila wegen Hausfriedensbruch zu verklagen. Wie Bonnie Erbe auf ihrem Blog.

Das Mitarbeiter durch diese Videoaktion eingeschüchtert werden, wird aber auch sie nicht verhindern können.
Zwar ist es schön zu sehen wie tough Krankenschwestern in den USA sind, aber wiedereinmal ernüchternd festzustellen, das „die Bösen“ gewinnen.


13 Antworten auf “Der Pro – Life Spitzel”


  1. 1 hn 01. Juni 2009 um 6:13 Uhr

    but they got a point.
    wenn, wie es im video heißt (also, vorausgesetzt der ton ist echt. ist ja gerne so, bei undercoveraufnahmen, dass sie zwar super video bekommen, aber den ton dann „nach gedächtnisprotokoll“ nachsprechen müssen), eine 13 jährige von einem 31 jährigen geschwängert wird, und so kindesmissbrauch nicht entdeckt wird…
    (und das muss man auch noch im viel krasseren US-kontext sehen. da wird man ja teils bereits ein „sex offender“, wenn man kinder anschreit [aus schock] weil sie vors auto rennen. schon passiert.)

  2. 2 möp 01. Juni 2009 um 12:19 Uhr

    Hey, sie schützt ja niemanden- wenn sie sagen würde, scheisse, ich bin vergewaltigt worden hätte die krankenschwester sicher anders reagiert. aber warum den typen einsperren, wenn das mädel probleme hat? ich finde nicht, dass das ein „punkt“ ist.

  3. 3 Caroline NL 01. Juni 2009 um 20:33 Uhr

    So sehen die direkten Folgen der „Pro Life“ Fanatiker aus:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,627899,00.html

    Wenn es um das Töten von Ärzten geht, die Abtreibungen befürworten oder „sogar“ vornehmen, dann darf man sich auch mal gegen das Leben aussprechen, selbst in einer Kirche.

  4. 4 laylah 02. Juni 2009 um 9:18 Uhr

    hn, 13-jährige und 31-jähriger haben sex = „kindesmissbrauch“?! tickst du noch ganz sauber?

  5. 5 neuer nick 02. Juni 2009 um 9:31 Uhr

    Das wird wohl die Affirmation des angelsächsischen Rechts sein.

  6. 6 bigmouth 02. Juni 2009 um 15:04 Uhr

    nicht nur dort. das wäre in deutschland juristisch auch ganz automatisch kindesmissbrauch

  7. 7 neuer nick 02. Juni 2009 um 16:04 Uhr

    Da habe ich wohl ‚Missbrauch‘ und ‚Vergewaltigung‘ vermengt.

  8. 8 bigmouth 02. Juni 2009 um 22:15 Uhr

    im englischen ist das ja auch „statutory rape“

  9. 9 Anna_Leptikum 22. April 2011 um 9:00 Uhr

    Ich bin ja für Abtreibung in jedem Lebensalter der Mutter,
    wundere mich aber schon, wie locker ihr (und diese Krankenschwester) darüber hinweggeht, dass eine 13jährige mit einem 31jährigen Sex hat. Ich bin selber 31 Jahre alt und arbeite mit Kindern/Jugendlichen. Wenn man sich aus der Position heraus an Kinder/Jugendliche heranmacht, ist das einfach nur niederträchtige Ausbeute.Nicht umsonst ist solch ein Verhalten in den USA wie in Deutschland ein Straftatbestand. Außerdem finde ich es auch problematisch, einer 13jährigen zuzumuten, mal eben ihr Kind heimlich, allein & ohne soziale Unterstützung abtreiben zu lassen.

  10. 10 mysa 23. April 2011 um 17:04 Uhr

    Wirklich erstaunlich, wie der Altersunterschied hier nicht aufregt, im Gegenteil, die Krankenschwester noch als „cool“ hingestellt wird.
    Im Normalfall ist das doch die gängiste Struktur patriarchalen Machtmissbrauchs gegenüber Frauen, einen großen Altersunterschied auszunutzen.
    Ich bin echt verstört darüber, dies ausgerechnet hier so zu finden.

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  2. 2 Zwei verliebte Pinguine fliegen durch die Nacht « Maedchenmannschaft Pingback am 06. Juni 2009 um 14:42 Uhr
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