Archiv für Mai 2009

Buchprojekt sucht Erzählerinnen*

Ein Flugblatt mit Erzählaufforderung landete auf meinem Schreibtisch. Ein feministisches Kollektiv in Wien möchte einen Band mit Kurzgeschichten herausgeben, in denen Frauen und Trans*frauen wehrhafte und „erfolgreiche“ Strategien gegen Übergriffe aller Art erzählen. Lest einfach selbst:

Alle von uns haben auf die eine oder andere Art Erfahrung mit sexualisierten Übergriffen und sexualisierter Gewalt gemacht. Die Strategien, damit umzugehen bzw. darauf zu reagieren können sehr unterschiedlich sein und sind natürlich auch immer von der Art des Übergriffes abhängig. Die Orte an denen Übergriffe passieren sind so vielfältig wie unsere Lebensbereiche: Straßen, der Arbeitsplatz, privater Wohnraum, Uni/Schule, Bars, Discos, Beziehungen, Supermarkt, AMS1, Altersheim, Wartezimmer, Behörden, Toiletten, Polizei, Krankenhaus…
Wie wir reagieren: Wir reagieren unmittelbar auf die Situation oder wir bemerken erst später dass eine Belästigung/Übergriff stattgefunden hat, wir schauen betreten zur Seite, wir lassen es über uns ergehen, wir schimpfen, es ist uns zu anstrengend schon wieder Energie fürs sich wehren aufzubringen, wir lachen sie aus, wir schreiben Artikel, wir laufen davon, wir suchen Unterstützung bei anderen, wir machen eine gemeinsame Aktion, wir zertrümmern ihre Einrichtung, wir reden mit Kolleginnen und/oder mit dem/der BetriebsrätIn, wir schütten Bier über den Kopf, wir erstatten Anzeige, oder wir wehren uns erst Jahre nachdem der Übergriff erfolgt ist… (mehr…)

d.i.y.-zine

trouble x hat ihr_sein erstes d.i.y.-zine online gestellt: ein bild – 9 ideen.

Face to face mit Ehrenmördern

Artikel auf womens e-news über Ayse Onal und ihr Buch/Projekt, in dem sie die Gedanken der Täter von sog. Ehrenmorden erforscht.
Teil eins und Teil zwei.

Und ab in die zweite Runde

Auch in diesem Jahr werden die Lebensschützer wieder mit Kreuzen bepackt durch einige Großstädte ziehen. Also vorab schon mal Termine, Daten und Fakten damit wieder so klasse Gegendemos stattfinden können wie letztes Jahr.

6.Juni in Fulda
26. September Berlin
10.Oktober München

mehr Infos laufend beim Antisexistischen Aktionsbündnis München

und hoffentlich wie im Vorjahr auf dem Blog gegen Abtreibungsverbot und christlichen Fundamentalismus

Veranstaltet wird das ganze Szenario wie schon im Jahr zuvor von EuroProLife.
Eine Organisation die sich unter anderem darauf spezialisiert hat Frauen von etwas zu „heilen“ das nicht existiert, kurz das Post-Abortion-Syndrom.

Also aktiv werden!

Dazu noch abschließend Chris Köver

Damenbart

Frauen sind so unterschiedlich. Frauen sind keine Barbiepuppen. Die Grenzen zwischen Männern und Frauen sind fließend. Manche Frauen sehen sehr männlich aus und manche Männer sehr weiblich. Ich bin dafür, das es ein drittes und mehr Geschlechter gibt. Es ist an der Zeit, über einige alte Konzepte und Vorstellungen nachzudenken und diese zu erweitern und mehr Raum für Neues zu schaffen, was die Geschlechter betrifft.

Indem ich mich mit meinem Bart in der Öffentlichkeit zeige und noch dazu mit Rock, zeige ich eine Realität, die negiert wird. Eine Realität die es gibt: Frauen haben manchmal einen Bart.
(…)
Wenn ich mein Leben betrachte, wie oft ging es da darum, das zu tun, was Andere wollen, auszusehen wie Andere es wollen, mich zu verbiegen, um andere zufrieden zu stellen. Und jetzt ist die Zeit gekommen, einfach mal zu machen was ich will. Und dabei zu entdecken wer ich eigentlich bin. Denn wenn ich überwiegend das mache, was Andere wollen, dann verliere ich mich selbst.

Frau mit Bart

omg!


von ahoi polloi

Plötzliche „Genesung“

In Frankreich wird Transsexualität nun nicht mehr als Geisteskrankheit klassifiziert.

Würden Männer menstruieren…

Wer’s noch nicht kennt: Gloria Steinems Essay If men could menstruate.

Orgasmus durch „emotionale Intelligenz“

Forscher_Innen wollen herausgefunden haben, dass sich die weibliche Orgasmusfähigkeit durch „emotionale Intelligenz“ steigert.
Wie viele Studien braucht man_frau wohl noch zu diesem Thema?

Pro-Life auf der Überholspur

Die neue Gallup-Erhebung zeigt, dass sich immer mehr Amerikaner auf die Seite der „Pro-Life Bewegung“ stellen. Der Befragung zufolge bezeichneten sich 51% als „Pro-Life“ und nur 42% als „Pro-Choice“.
Dies ist die erste Erhebung, bei der die Abtreibungsgegner_Innen die Mehrheit der Befragten ausmachten.
Durchgeführt würde die Studie, zu besagtem Thema, erstmals 1995.

The new results, obtained from Gallup’s annual Values and Beliefs survey, represent a significant shift from a year ago, when 50% were pro-choice and 44% pro-life. Prior to now, the highest percentage identifying as pro-life was 46%, in both August 2001 and May 2002.

Ganze 22% sprachen sich dafür aus, dass Abtreibungen in jedem Fall verboten sein sollten. Diesen stehen aber immerhin 23% gegenüber, die Abtreibungen unter allen Umständen legalisiert sehen wollen.

Desweiteren, zeigte die Studie, welch ein Wunder, dass die „Pro-Life-Bewegung“ vor allem unter katholischen bzw. protestantischen Personengruppen starken Zuwachs findet.

Im Bereich Gender zeigt sich, dass 49% der Frauen Pro-Life sind, legendlich 44% der Damen fühlten sich „Pro-Choice“ zugehörig. Ebenfalls die Mehrheit der Männer unterstützt „Pro-Life“ mit 54%. Nur 39% der Männer bezeichneten sich als „Pro-Choice-Befürworter“.

Men and women have been evenly divided on the issue in previous years; however, this is the first time in nine years of Gallup Values surveys that significantly more men and women are pro-life than pro-choice.

An dem erstarken der Abtreibungsgegner_Innen kann also auch ein „Pro-Choice“ Präsident nichts ändern. Galt die USA vielen Ländern und Feminist_Innen einst als Vorreiter in Sachen legale Abtreibung, so ist sie heute nichts mehr, als die traurige Realität eines erstarkenden Neokonservativimus und einer christlichen Fundamentalen.