Google verbietet Anzeigen für Abtreibungseinrichtungen

Wie Feministing heute berichtet verbietet Google, genauer gesagt GoogleAds, Anzeigen für Abtreinungseinrichtungen in über 15 Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, Polen, Spanien, Brasileien, Mexiko etc.

Die „Erklärung“ von Google:

The issue of abortion is an emotive subject and Google does not take a particular side. Last September, we reviewed our abortion ads policy in order to make sure it was fair, up to date and consistent with local customs and practices. Following the review we decided to amend our policy, creating a level playing field and enabling religious associations to place ads on abortion in a factual way.

We decided to disallow ads for abortion services, such as abortion clinics, in the following markets: Germany, Poland, Hong Kong, Taiwan, Singapore, Malaysia, Philippines, Indonesia, Argentina, Brazil, Mexico, Peru, France, Italy and Spain. (Emphasis mine.) However, general, factual ads on abortion continued to be allowed and we also enabled religious associations to place ads on abortion in a factual way.

Für Beschwerden bitte an press@google.com mailen.
Los gehts!


11 Antworten auf “Google verbietet Anzeigen für Abtreibungseinrichtungen”


  1. 1 Geier 01. Juli 2009 um 23:16 Uhr

    Mal abgesehen davon, dass es in Deutschland wahrscheinlich sowieso niemanden gibt, der daran interessiert ist, Werbung für Abtreibungseinrichtungen zu schalten, frage ich mich ernsthaft nach dem Grund, es zu verbieten. Das letzte Mal als ich nachgeschaut habe, waren Abtreibungen in Deutschland legal (natürlich in den gesetzlichen Grenzen).

  2. 2 hn 01. Juli 2009 um 23:46 Uhr

    @artikel die email-adresse ist vertauscht, press@google.com ist die korrekte, press.com wird sich wahrscheinlich nicht sehr freuen.

    @Geier: naja, sie erklären es ja. bevor die verrückten evangelikalen kommen, mit ihrer mächtigen lobby, und zum google-boykott aufrufen, weil sie werbung *für* abtreibungseinrichtungen schalten, lässt google eben in „gefährlichen regionen“ gar keine abtreibungswerbung zu (also, pro life ja auch nicht, oder scientology. die „sperrliste“ enthält ja nicht nur abtreibung, sondern auch andere themen, die google kontrovers machen könnten)

    denn, let’s face it, wenn die geballte konservative lobby auf google losgeht, weil sie werbung pro choice erlauben, ist das deutlich schädlicher, weil sie einfach mehr macht haben, als wenn die lächerlich kleine linke/feministische lobby kommt.

  3. 3 azak 01. Juli 2009 um 23:55 Uhr

    sind abtreibungen nicht besonders in den usa umstritten warum sind die net mit auf der liste o.O

  4. 4 Julinoir 02. Juli 2009 um 9:33 Uhr

    @ Geier:
    nebenbei bemerkt, da immer wieder Leute, so wie du, fälschlicherweise annehmen, Abtreibung sei in D-land legal:
    - Abtreibungen bis zur 12. Woche sind in Deutschland rechtswidrig, und nur dann straffrei (für die Ärtzt_in und die Frau), wenn eine Zwangsberatung durchgeführt und bescheinigt wurde und zwischen dieser und dem Eingriff drei Tage vergangen sind
    - bei physischer oder psychischer Gefahr für die Schwangere (die von einem/einer Artzt/Ärtztin festegstellt werden muss) ist auch eine spätere Abtreibung möglich, neuerdings aber auch hier eine Beratungspflicht seitens des Artztes, und zwar bei Androhung einer Geldstrafe bei Unterlassung.

    Abtreibungen waren in der BRD nie legal. Deshalb setzen sich nach wie vor Leute für die Streichung des §218 ein.

  5. 5 Lucia 02. Juli 2009 um 11:23 Uhr

    Sie sagen „Google does not take a particular side“..aber dann sollten sie sowohl kein Link von Abtreibungskliniken als auch für religiöse Vereine „dienen“.
    Hier (Italien)als 3. Link nach Wikipedia Infos gibt es „DIE ABTREIBUNG IST EINEN MORD“ (im Großbuchstaben…auf Italienisch natürlich). Was für eine scheiße :(( die andere Beitragen/Ergebnisse sind aber ziemlich neutral…ok, nur in der erste Seite.
    Gibt es viele pro-life Vereine/Assoziationen in De oder Österreich?

  6. 6 earendil 02. Juli 2009 um 16:16 Uhr

    @Lucia: Es geht doch um Anzeigen bei Google (google-ads), nicht um die Suchergebnisse.

  7. 7 leonie 02. Juli 2009 um 16:28 Uhr

    also wenn man in Österreich „abtreibung“ googlet dann siehts ziemlich christlich-grau aus.
    1(nach wiki). Jugend für das Leben
    dann eine Serie von Videos mit Föten, Titel „Abtreibung es ist kein Zellklumpen“ usw. nur so ein Schrott. Auffällig auch das Seiten wie Abtreibung.de/at in Hand der Fundamentalen sind, aber auch schon nichts neues mehr.

    Aber earendil hat recht es geht um die Anzeigen/Werbung.

    Bei mir kommen da eine Reihe von Kliniken in Holland.

  8. 8 Lucia 04. Juli 2009 um 8:55 Uhr

    Ah ok, danke für die Präzisierung

  9. 9 Tanja 10. Juli 2009 um 18:19 Uhr

    Als ich nach dem lokalen Klinikum/Frauenarzt gesucht habe, habe ich nicht wirklich eine Seite mit Informationen (zum Eingriff, Praxisöffnungszeiten) gefunden, aber sofort eine Seite wo er von religiösen Fundamentalisten aus Österreich (von babycaust, darüber ist hier im Blog schon berichtet worden) an den Pranger gestellt worden.
    Keine Motivierende Erfahrung.
    Könntet ihr euch hier für eine Adressensammlung von Ärzten die Schwangerschaftsabbrüche durchführen erwärmen oder ist das eher fehl am Platz?
    Ich hätte das hilfreich gefunden, hab aber Adressen in der verpflichtenden Beratung bekommen.

  10. 10 Julinoir 10. Juli 2009 um 19:11 Uhr

    @ Tanja:
    die fehlinformationen durch abtreibungsgegener sind ein problem – aber eine aktuelle liste von ärtzt_innen zu betreuen ein aufwand, der hier nicht so gut zu leisten ist – dafür haben halt die beratungsstellen die expertise und ressourcen. also etwa pro familia, balance oder feministische frauengesundheitszentren.

  1. 1 Abtreibungen, Nietzsche, Iran und die MG « meta.blogsport Pingback am 02. Juli 2009 um 0:41 Uhr

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