Wenn man Frauen zwingt Ultraschall zu schauen

In North Dakota, USA, soll ein neues Gesetz Frauen zwingen, mindestens 24 Stunden vor ihrer Abtreibung ein Ultraschallbild des Embryos anzusehen.
Die „Red River Women’s Clinic“ will nun gegen diese unmenschliche Praxis, die jegliche Persönlichkeitsrechte verletzt, vorgehen und dieses Gesetz blockieren. Zusätzlich enthält die Verordnung ziemlich verwirrende Aussagen darüber, ob oder ob nicht eine Klinik ein Audiogerät besitzen muss, das in der Lage ist der ungewollt Schwangeren, neben visuellen Zwangseindrücken, eine akustische Belästigung durch die fetalen Herztöne zu verschaffen.

According to a news release from the Center for Reproductive Rights in New York, the new North Dakota law “includes a confusing provision requiring that the ‘auscultation of the fetal heart tone,’ which makes the fetal heartbeat audible, be consistent with ‘standard medical practice in the community,’ without making it clear whether or not the facility is required to offer the woman the opportunity to listen to the fetal heartbeat.”

Adding the equipment to allow women to hear the fetal heartbeat “would impose a high financial burden on the facility,” according to the center, which is working on behalf of the Fargo clinic.

“This law does nothing to enhance the safety of abortion care, and in the end, just subjects the only clinic in North Dakota to strict criminal liability for failing to conform to a medical standard that doesn‘t exist,” said Suzanne Stolz, staff attorney for the Center for Reproductive Rights, in the news release. “The staff at Red River would either be forced to choose between providing abortions altogether — in effect denying women in the state access to abortion — or risking criminal prosecution to continue providing abortion services.”


3 Antworten auf “Wenn man Frauen zwingt Ultraschall zu schauen”


  1. 1 Patricia 29. Juli 2009 um 17:54 Uhr

    Ein falscher Ansatz – selbst für mich, obwohl ich keine Abtreibungen propagiere. Wie wäre es, mit den betroffenen Frauen ein mögliches Zukunftsszenario zu erarbeiten, Betreuungsmöglichkeiten und finanzielle Grundlagen schaffen? Ich meine nur so würde es sich ein Teil der Frauen anders überlegen. Denn ich glaube, keine Frau treibt leichtfertig ab. Da wäre das Hören der Herztöne des Ungeborenen nur eine schwere zusätzliche Belastung.

  2. 2 Miezchen 14. November 2009 um 18:05 Uhr

    Klar, das ist wieder Terror von Seiten von Pro Life. Wenn wir es aber nüchtern sehen, ist es wirklich so schlimm? Der Zwang das zu tun, das ist logisch, das ist verachtend, so etwas kann man nicht gesetzlich festlegen.
    Ich habe aber meinerseits darauf bestanden, den Ultraschall mir selbst anzusehen (die Frage der Ärztin, ob sie den Monitor wegdrehen soll, hat mich doch erstaunt). Einerseits medizinische Neugier, ich schaue mir ja auch die Röntgenbilder bei meinem Zahnarzt an, andererseits auch eine Entscheidungshilfe, so etwa sieht der Embryo jetzt aus, natürlich hat er diese und jene Form und das Herz schlägt, das ist die Wahrheit nun einmal. So etwas wurde bei mir abgesaugt und entsorgt. Weshalb sollte man der Wahrheit nichts ins Auge blicken? Wenn man gesehen hat, worum es geht, ist man auch gegenüber schockierenden Seiten von Abtreibungsgegnern im Internet immun. Es ist ja viel schlimmer, sich was einzureden, ich finde es absolut normal, vor einem Abbruch den Ultraschall zu sehen. Aber eben, gesetzlich vorschreiben, das ist etwas anderes.

  1. 1 Mädchenmannschaft » Blog Archive » Neues aus all den schönen Blogs Pingback am 05. Dezember 2012 um 1:12 Uhr

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