Restaurantkette „Hooters“ eröffnet in Berlin

Nach Neunkirchen, Bochum und Düsseldorf, darf sich nun auch Berlin damit „rühmen“ ein „Hooters„-Restaurant zu besitzen.
Die amerikanische Kette eröffnete dort kürzlich ihr erstes Lokal. Markenzeichen des Unternehmens sind die „vollbusigen und knapp bekleideten Kellnerinnen“, die Hooters-Girls. Kulinarisch versorgt das Restaurant seine Gäste mit Burgern, Pommes und zahlreichen Softdrinks.
Was man sich unter diesem Burger-Lokal nun genau vorzustellen hat verrät uns jetzt.de-Autor Florian Lamp:

Cola für die Kids, Salat für Mama und Titten für Dad – ein Konzept, das in den USA funktioniert und jetzt mit einer weiteren Filiale in Berlin auch in Deutschland auf seine Funktionalität getestet wird.

Sexismus?
Geschäftführer Uwe Günther sieht die Sache anders:

Die Frauen, die hier arbeiten, werden laut Uwe Günther nach Tarif bezahlt, verdienen aber wesentlich besser als Bedienungen in anderen Restaurants, weil die Trinkgelder weit höher ausfallen als anderswo. Beide Geschäftsführer hätten „keine Probleme, hier selbst zu bedienen“, wenn sie denn Frauen wären. „Und wenn wir irgendwann Töchter hätten, die bei Hooters arbeiten möchten, dann wäre das absolut okay für uns. Das sind doch alles nur blöde Gerüchte, dass hier nach Körbchengröße eingestellt wird. Hier muss sich niemand beim Vorstellungsgespräch in eine Hooters-Uniform zwängen und dann vorm Schreibtisch auf und ab hopsen. Das ist völliger Quatsch.“

Feministing hat schon mehr Erfahrung mit der Kette gemacht und berichtet über nicht so schöne Dinge.

Let’s face it, Hooters is one of my least favorite companies in America. They cater to the lowest common denominator of male arousal via normative white beauty standards and create spaces where women are objectified. They also serve crappy food. And while this story isn‘t surprising (unfortunately), it is disgusting.

A young women suffered a severe life threatening attack and since the physical signs of the attack were apparent, Hooters said she was not fit to work. The world according to Hooters, this is totally logical right? The world according to common sense, I think this is actually-inhumane.

Auch das Handbuch für Hooter-Girls weißt gewisse Unklarheiten auf

I wasn‘t too shocked to find that Hooters restaurant has a statement in their handbook that employees are required to sign stating that — while harassment isn’t tolerated — they acknowledge that the concept of Hooters is based on female sex appeal, and that the environment is one where “joking and innuendo based on female sex appeal is commonplace.”

So they don’t dig harassment, but you can’t complain if you’re harassed.

Wir dürfen also gespannt sein was uns das neue Restaurant bringen wird.


18 Antworten auf “Restaurantkette „Hooters“ eröffnet in Berlin”


  1. 1 blau 08. August 2009 um 14:05 Uhr

    In Karlsruhe wird btw. auch bald ein Hooters aufmachen, was ne richtige Großstadt sein will braucht halt auch sein Sexisten-Fast-Food-Schuppen.
    In Southpark wurde der Laden schon prima vorgeführt (Raisins Folge).
    Eine ehemalige Unisex Friseurin hat mir auch mal erzählt dass ihr gesagt wurde sie solle zu den „Jungs“ (13+) etwas netter sein. Damit die auch brav wiederkommen.
    Wie wärs denn wenn das Essen und der Haarschnitt einfach gut wären?

  2. 2 bigmouth 09. August 2009 um 13:16 Uhr

    „Wie wärs denn wenn das Essen und der Haarschnitt einfach gut wären? “

    dann wäre es ein anderes konzept. das ist wie zu sagen

    „Wie wärs denn wenn Burger King kein Fast Food verkaufen würde? “

  3. 3 rtzu 09. August 2009 um 13:39 Uhr

    „Dem Vorwurf, Hooters beute attraktive Frauen aus, tritt die amerikanische Muttergesellschaft entgegen: das sei unsinnig. Genauso gut könnte man sagen, die amerikanische Profi-Football-Liga beute Spieler aus, die stämmig beziehungsweise schnell sind, so ist auf der Homepage des Unternehmens zu lesen. Hooters-Girls hätten die gleichen Rechte, ihre weiblichen Reize für ihren Lebensunterhalt einzusetzen wie Supermodels, argumentiert das Unternehmen weiter. Und verweist auf die Frauenrechte, die es Frauen ermöglichen, ihre Karrieren selbst zu bestimmen.“

    (http://www.ka-news.de/nachrichten/karlsruhe/karlsruhe/Karlsruhe-Augenschmaus-in-Karlsruhe-Hooters-Restaurant-kommt%3Bart6066,243299)

  4. 4 thea 09. August 2009 um 20:46 Uhr

    Zum Kommentar von blau: das „Schöne“ an dem Hooters in Karlsruhe ist ja, dass es ganz in der Nähe der Universität liegt, die bekannt ist für ihren hohen Männeranteil. Eine Schelmin, wer Böses dabei denkt.

  5. 5 Peter 11. August 2009 um 1:14 Uhr

    Soso, „female sex appeal“ und das offensive präsentieren von weiblichen Körpertriggern sollen also die Kundschaft locken?

    Ehrlich gesagt, glaube ich nicht das dies hier in Mitteleuropa überhaupt funktioniert. Ist dann doch eher ein Geschäftsmodell aus dem prüden US-Amerika, wo Titten extrem fetischisiert (und damit tabuisiert) sind.

  6. 6 dodo 11. August 2009 um 4:41 Uhr

    na, wenns so gar nicht funktionierte, würden sie ja nicht eine filiale nach der andern aufmachen, oder?
    es wird einem auch in mitteleuropa in den ausschnitt gestiert.

  7. 7 Öcher 12. August 2009 um 17:33 Uhr

    Aachen wird nach Meldung der Lokalpresse wohl demnächst auch beglückt. Können sich die Kellnerinnen immerhin darüber freuen dafür bezahlt zu werden, wenn sie von Maschinenbauern angesabbert werden.

  8. 8 Zarah White 13. August 2009 um 6:49 Uhr

    @thea

    Tankstellen in der Wüste würden alle Umsatzrekorde sprengen ?

  9. 9 blubbblubbblabla 15. August 2009 um 22:42 Uhr

    @Peter: Traurige Nachricht aus Neunkirchen für dich: Das Konzept funktioniert und Menschen reisen deswegen sogar teilweise von (relativ) weit her an um bei Burgeressen Frauen auf die Titten zu glotzen

  10. 10 Peter 16. August 2009 um 2:01 Uhr

    Das ist dann wirklich eine traurige Nachricht.

    Ich habe mir mal die Hooter Website durchgelesen. Für sich genommen schon witzig: So ganz nebenbei wird dort das Rezept für ewige Jugend und Glückseligkeit verraten: Viel trinken, viel Obst essen und viel schlafen *gg*

    Wie kann man sowas albernem Kontra geben?

    Kleine Anregung für smarte Jungs, die gerade Zeit haben und die in der Nähe von so ner Filiale wohnen: Bewerbt euch doch mal als Hooters-Girl. Entsprechend dem AGG gibt es keinen Grund, warum ein „Hooters-Girl“ eine Frau sein muss. Also dürfen Bewerbungen nicht wegen des Geschlechts abgelehnt werden.

    Und wenn sie es dann doch werden (logisch, das Konzept baut ja auf weibliche Körpertrigger auf) dann werden das die Arbeitsrichter böse finden und es gibt finanzielle Entschädigung für die abgelehnten Jungs. *lol*

  11. 11 Jacques' London Blog 18. August 2009 um 18:26 Uhr

    Die Eröffnungsparty des Hooters Berlin war sehr nett muss ich sagen. Ob die Mädels den Knochenjob wirklich machen wollen, sollten sie sich allerdings vorher überlegen, denn neben gut aussehen, lächeln und tanzen ist es immer hin auch knallharte Gastronnomie-Arbeit bei Hooters.

    lg

    J

  12. 12 Jens 20. September 2009 um 17:23 Uhr

    Dazu gefunden: http://blog.diediplomandin.de/2009/09/18/die-hooters-sind-da/ – eine Frau, die das in Ordnung fand.

  13. 13 n.n. 20. September 2009 um 19:25 Uhr

    Und das sagt uns jetzt was genau?

  14. 14 n.n. 20. September 2009 um 19:27 Uhr

    Und: Wieso enthälts du uns deinen Beitrag zu Hooters in Karlsruhe vor?

    (blog.tessarakt.de/archiv/2009/09/20/hooters-karlsruhe/)

  15. 15 Jens 20. September 2009 um 23:18 Uhr

    „Und das sagt uns jetzt was genau?“

    Das ist eine inhaltliche Ergänzung zum Artikel. Draufklicken und lesen wirst Du ja noch selbst können.

    „Und: Wieso enthälts du uns deinen Beitrag zu Hooters in Karlsruhe vor?“

    Hast ihn doch auch so gefunden. :-)

  16. 16 n.n. 21. September 2009 um 1:17 Uhr

    Die „inhaltliche Ergänzung“ besteht also darin, dass es eine Frau gut fand. Liegt der Schwerpunkt für Dich jetzt auf dem gut finden, oder an dem Geschlecht der Autorin?

  17. 17 luke 24. September 2009 um 12:10 Uhr

    @Peter ole, du held… wenn sie dich dann nehmen, musst du auch mit deinen 13,5 cm durchs restaurant schwänzeln, dann fliegst du eher wegen arbeitsverweigerung raus! viel spass du clown!!!

  1. 1 Im Schweiße der Blogs « Maedchenmannschaft Pingback am 08. August 2009 um 14:45 Uhr

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