Archiv für August 2009

Es gibt keine blöden Fragen???


Ein Fotoprojekt dokumentiert Fragen, welche die abgebildeten Transgender-Leute in ihrem Leben schon gefragt wurden – von Fremden, Freunden, Kollegen,…

Presented on white wooden boards, the questions are turned on the viewer, shifting the dynamics under which they were originally asked, and prompting the viewer to cast a reflective, self-critical eye upon him or herself, revealing how invasive this frame of reference can be.

Über Feministing

Onlineverantwortlichkeit

i heart digital life über Onlinebelästigungen und den Umgang damit.

Überlebensnotwendigkeit: Frauenhäuser

Ich habe heute über einen feministischen Mailverteiler eine Email erhalten, welche mich und alle anderen Leser_innen dazu aufforderte, an der abgebildeten Umfrage der „Welt“ teilzunehmen. dodo erwähnte den zugehörigen Artikel bereits Ende Juni.
Ich wollte die Ergebnisse der Umfrage (>57.600 Klicks!) euch nicht vorenthalten, und da mensch in den Comments keine Bilder verlinken kann, seht ihr einen Screenshot hier. Klar ist der Kontext ein ergebnisbeinflussender Faktor. Vermutlich sind die Antworten aber doch recht repräsentativ für eine allgemeine antifeministische Stimmung. Die Aufforderung, jetzt zur Welt zu surfen und fleißig zu klicken, halte ich allerdings für Quatsch. (mehr…)

Sport und Geschlecht

Die taz über Geschlechtstests in der Leichtathletik.

Make noise for free Choice

Die schwedische Parlamentsabgeordnete Birgitta Ohlsen, Präsidentin von Liberal Women und Sprecherin der Foreign Affairs Liberal Party, hat eine Kampagne für das europaweite Recht auf freie Abtreibung initiiert. Die Petition kann man Online unterstützen. Ziel ist es, 1.000.000 Unterschriften zu sammeln und die Öffentlichkeit auf die immer noch rigide Abtreibungspolitik des vermeintlich liberalen Europas aufmerksam zu machen.

All around the world, women are denied their right to free, legal and safe abortions. Even in Europe, women are deprived of the control over their own bodies and the number and spacing of children. It is the everyday reality facing women in Ireland, Poland and Malta.

When a state denies a woman the right to her own body, integrity and health, it is a violation of her human rights. A woman deprived of the choice of carrying out or terminating a pregnancy is being violated in that precise way.
Despite this, abortion is still considered a health issue in the European Union and sorts under the principle of subsidiarity; to be regulated by the individual member countries. But why should the principle of subsidiarity include a human right that, due to biological reasons, only concerns women, when the respect for human rights in all other matters is a criterion for the EU-membership?

Nowhere in the world should a woman be forced to use a hanger, eat washing powder or see a quack doctor to terminate an unwanted pregnancy, when safe abortion methods are available.

A cornerstone of the European Union is to work for gender equality and health.Therefore, women who lack the access to free, legal and safe abortions in the EU-countries such as Ireland, Malta and Poland, can no longer be ignored. The governments of these countries must be put under pressure.

It is time for the EU to secure the right to free, safe and legal abortions and render it a human right.

Sign now!

Bemerkt werden vs. Gesehen werden

Einen sehr begrenzten Schönheitsstandard zu kreieren ist das Ziel der Industriekultur; würden wir eine weite Vielfalt von Schönheit anerkennen, gäben Frauen weitaus weniger Geld für Diätratgeber und Wunderpillen aus und Männer würden weniger für Markenklamotten und Haarwuchsmittel berappen. Eine riesige Industrie ist dafür zuständig, um uns unattraktiv zu fühlen. Das Marketing für Unzulänglichkeit unterminiert auch den Blick, den wir auf uns selbst haben und wie wir unseren Wert in der Welt verstehen. Anstatt auf unsere eigene Rezeption zu vertrauen, schauen wir nach außen, um ständige Bestätigung zu suchen.
(…)
Wir sind irgendwie abhängig von der Nettigkeit Fremder, wegen dem Ansturm von weiblichen dünn-und-fit oder den männlichen groß-und-trainiert – Bildern, den wir täglich erleiden. Wir werden schon so früh beim eigenen Anblick unsicher, überzeugt, daß der einzige akkurate Blick auf uns selbst nicht der eigene ist. Wir suchen nach Zeichen dafür, daß wir in die Schablone passen – eine Einladung zum Homecoming von einem Footballspieler, ein Blinzeln des netten Kollegen im Fahrstuhl, Eintritt in einen exklusiven Club. Bei diesen kurzen, meist fruchtlosen Begegnungen fühlt es sich an, als würden wir gesehen, wenn wir aber doch eigentlich nur bemerkt werden [im Original: to be seen/to be noticed]. Der Unterschied ist maßgeblich. (mehr…)

Willkommen im Alltag

The personal is political und deswegen sind nicht nur „große“ Aktionen wichtig, sondern auch die kritische Auseinandersetzung mit dem Alltagsleben.
Denn, wie Verena von der Mädchenmannschaft schreibt:

Unabhängigkeit fängt nicht erst beim Konto oder der eigenen Wohnung an. Oft zeigt sie sich viel subtiler darin, dass wir die eigenen Pläne verfolgen, ohne sie von anderen abhängig zu machen.

Und daher macht es Sinn, auch mal alleine die Gegend unsicher zu machen.

Wenn meine Freunde am Wochenende lieber zuhause abhängen wollen, ich aber ausgehen möchte, ok, dann ziehe ich halt alleine los. Gibt es niemanden, der mit mir in den Urlaub fahren kann, ok, traue ich mir einen Solotrip zu. Egal, wie selbstbewusst unser Auftreten im Job oder sonstigen Alltag ist, es kann ganz schön schrumpfen, wenn es mit Dekolletee als einzigem Anhang dort unterwegs ist, wo es als ungewöhnlich auffällt.

Als „normal“ wird das von der Umwelt aber oft nicht gesehen (davon kann ich selbst ein Liedchen singen). Allein unterwegs als Frau, da wird man in den meisten Fällen (meiner Erfahrung nach hauptsächlich von Männern) als einsam (hat keine FreundInnen), versetzt oder aufrißbereit abgestempelt.

Allein auf der Straße hat eine Frau nur etwas zu suchen, wenn sie von a nach b unterwegs ist, ihren Hund ausführt oder durch den Park joggt. Und klar, wie konnte ich das bloß vergessen, wenn sie shoppt…

Cooler Beitrag – lesen!

Fegen, Waschen, Kümmern

Gruppe ISKRA über Migrantinnen als Reproduktions-Arbeiterinnen.

Oh my dear, it’s a Schwarze(r)!

Die Grünen NRW haben etwas länger gebraucht, um Alice Schwarzer CDU-Nähe und Sesselpupserei „im Vorhof der Macht“ vorzuwerfen sowie ihr „die Funktion, kritische Stimme zu sein“ (Daniela Schneckenburger) abzusprechen. Ja, äh, Blitzmerker_innen. Schön auch, dass Feminismus auf die Schwarzer angewiesen ist…

Seminar-Ankündigung

Für einige ein möglicherweise hilfreiches Seminar zu Gewalterfahrung und Aggressionsentwicklung und -impulsen: aufBegehren (Anmeldeschluss 02.09.)