Aufruf gegen den „1000 Kreuze Marsch“ in Berlin, 26. September

Abtreibungsverbot (§218) abschaffen / Gegen christlichen Fundamentalismus
„Smash §218 // Gegen christlichen Fundamentalismus“

Am 26.09.2009, 12.30 Uhr, auf dem Platz vor dem Roten Rathaus
(Berlin, Neptunbrunnen)

Für den 26. September 2009 mobilisiert der Bundesverband Lebensrecht zu einem „Schweigemarsch“ mit dem Titel „1000 Kreuze für das Leben“. Wir rufen dazu auf, diesem laut und mit vielfältigen Aktionen entgegenzutreten.

Die beteiligten Gruppen dieses „Schweigemarsches“ bezeichnen sich selbst als Lebensschützerinnen und Lebensschützer. Dabei geht es ihnen auf der Grundlage eines christlich-fundamentalistischen Weltbildes um das Verbot und die Bestrafung von Abtreibungen. Sie sprechen allen Menschen und vor allem Frauen das Recht ab, über ihr Leben und ihre Körper selbst zu bestimmen.

Hier:

Findet ihr den kompletten Aufruf und auch Flyer zum Ausdrucken oder per Mail verbreiten.


4 Antworten auf “Aufruf gegen den „1000 Kreuze Marsch“ in Berlin, 26. September”


  1. 1 l 06. September 2009 um 0:03 Uhr

    Im Gegensatz zu einer verbreiteten Meinung ist ein Schwangerschaftsabbruch in der BRD weiterhin eine Straftat, die nur unter bestimmten Voraussetzungen nicht strafrechtlich verfolgt wird, z.B. nach einer Zwangsberatung plus 3 Tage-Wartefrist in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen oder bei einer Gefahr für die psychische und physische Gesundheit der Frau.

    sehr gut, dass das thematisiert wird!

    Wir fordern hingegen weiterhin, dass jede Frau selbst über einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden kann. Wir wollen eine Gesellschaft, in der eine Abtreibung kein gesundheitliches, rechtliches oder ökonomisches Problem für Frauen darstellt und ohne Eingriff oder Belehrungen des Staates und der Angst vor dem moralischen Stigma zugänglich ist. Wir wollen aber auch eine Gesellschaft, in der keine Frau psychische Probleme bekommt, weil sie sich ‚verpflichtet‘ fühlt, abzutreiben, nachdem eine Pränataldiagnose die Möglichkeit der ‚Behinderung‘ des späteren Kindes ergeben hat.

    dem kann ich nur beipflichten; wobei gerade beim zweiten ja die ökonomie nochmal besonders reinspielt. ein kind heißt ja so schon sehr oft verarmung, aber ein kind, dass vllt einen rollstuhl braucht, besondere therapien und aufwendigere pflege – das können sich doch wirklich nur wohlhabende leisten ohne gnadenlos zu verarmen.

    insgesamt stellt sich halt die frage, wieso wird abtreibung kriminalisiert? und wieso wollte man lange keine „behinderten“ haben? – man landet da zwangsläufig beim thema nationalstaaten und „ihren“ „humanressourcen“. und bei entsprechenden kosten-nutzen-kalkulationen.

  2. 2 Annie_Slut 06. September 2009 um 15:55 Uhr

    Oder, mit Foucault gesprochen, eben bei Biopolitik. Klar.

  3. 3 stadtpiratin 07. September 2009 um 11:17 Uhr

    bei so einer veranstaltung würgt es mich. ich wäre gern an dem wochenende in berlin, um an der gegenveranstaltung teilzunehmen. bin leider in hamburg. werde die sache jedenfalls weiterverbreiten, es ist traurig, wie viele einem freien menschen noch immer die eigene und in jedem fall tiefgründige entscheidung für eine abtreibung absprechen wollen. christlich. das ich nicht lache.

  4. 4 Annie_Slut 10. September 2009 um 13:53 Uhr

    „pro-life“ ist als Begriff besonders lächerlich und unzutreffend, finde ich.

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