UPDATE (allerdings noch ohne offizielle Quelle):
Der Veranstalter „Rheinische Kultur GmbH“ hat eben mitgeteilt, dass das morgige Konzert des „Elephant Man“ abgesagt ist. Damit findet dieser Hassänger keine Bühne für Aurufe zum Mord – nicht in Düsseldorf, nicht in Deutschland.
Das zeigt auch, dass Druck von vielen Erfolg hat. Viele Menschen haben per Fax, Mail und Telefon den Veranstalter wie auch die Deutsche Bahn als Grundstückseigentümerin aufgefordert, keine Bühne für Hass zu bieten. Danke an alle UnterstützerInnen. Wir bleiben wachsam gegen Hass, Sexismus und Homophobie.
Anlässlich eines Konzertes von „Elephant Man“ am 25. September im Rheingold Club in Düsseldorf fordert das Bündnis „Keine Bühne“ zu Protesten vorm Veranstaltungsort auf. Elephant Man ruft in seinen Texten zum Mord an Schwulen auf: „Genieße unseren Tanz und verbrenne einen Schwulen“. Die Veranstalter des Konzertes wurden mehrfach gebeten, das Konzert abzusagen, weigern sich aber.
Solidarisiert Euch! Falls Ihr es morgen nicht zu den Protesten vor dem Club schafft, könnt Ihr auch mit folgender Email dem Veranstalter Eure Meinung sagen:
Hier ein Entwurf für eine Protestmail an das Rheingold:
An: admin@rheinischekultur.de
Betr: Elephant ManHallo,
Für Freitag, 25.09.2009 planen Sie im Rheingold eine Veranstaltung mit
dem Künstler Elephant Man, der offen zum Mord an Homosexuellen aufruft.
Am 15.09.2009 erklärte ihre Pressesprecherin, Marie-Christine Omnitz:
„Wir weisen darauf hin, dass Elephant Man während seines Live-Acts
selbstverständlich keine schwulenfeindlichen Texte äußern wird. „
Offenkundig lügt Frau Omnitz. Im Düsseldorfer Stadtgebiet werden
Werbezettel für das Konzert verbreitet, in dem angekündigt wird, daß
Elephant Man u.a. das Lied „Log on“ spielen wird.
Hier ein Textauszug aus „Log on“:„Genieße unseren Tanz und verbrenne einen Schwulen.
Tritt auf ihm rum wie auf alten Kleidern.
Genieße unseren Tanz und zertrete einen Schwulen.“Ich finde es unerträglich, dass Sie weiter darauf beharren, das Konzert
durchzuführen und fordere Sie auf, das Konzert abzusagen und sich
deutlich gegen Homophobie zu positionieren.Gruß
xxx
Wäre eine Anzeige wegen Aufruf zu Straftaten oder evtl. Volksverhetzung nicht einfacher und effektiver?
Muß man diesem Kerl noch auf diese Weise Gratispublicity verschaffen?
@marcie: soll ja auch menschen geben, die sich schwer tun, mit stattlichen institutionen zusammenzuarbeiten und sich lieber als teil einer zivilgesellschaft versuchen.
ein solches posting verschafft überdies möglicherweise nicht nur homophoben musikern „publicity“, sondern erreicht mitunter auch menschen, die noch nichts davon gehört haben, dass es homophobe musiker_innen gibt. was diese dann mit der information tun – zum beispiel eine anzeige erstatten oder elephant man abfeiern – ist eine ganz andere debatte.