Migration, Geschlecht und Jobaussichten

Bei Freitag findet sich ein guter Artikel, der sich mit den Berufsaussichten von Migrantinnen befaßt und die Situation klar skizziert..

„Mädchen mit Migrationshintergrund erhalten oft die Restplätze im Ausbildungssystem, vor allem in sogenannten Sackgassenberufen mit niedrigen Einkommen, einer hohen Arbeitszeitbelastung und geringen Aufstiegsmöglichkeiten“, kritisiert sie. So machte 2002 über die Hälfte der jungen Ausländerinnen in nur vier Ausbildungsberufen eine Lehre: als Friseurin, Verkäuferin, Arzt- oder Zahnarzthelferin. Nicht unbedingt aus freien Stücken, wie Granato betont: „Die jungen Frauen bewerben sich letztlich auf die Berufe, von denen sie denken, dass sie dort eine Chance haben.“

Dabei findet man nichts, was einen wirklich überraschen würde, aber es ist dennoch interessant zu lesen, wie sich Vorurteile scheinbar immer halten können und auch ein paar Zahleninfos zu kriegen.

der Verzicht auf eine gezielte Förderung von Migrantenkindern durch den Staat hat gravierende Folgen für die Betroffenen und für die Gesellschaft. Das verdeutlichen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes. ­Danach verließ 2007 jeder sechste auslän­dische Schüler das Schulsystem ohne ­Abschluss. 42 Prozent erwarben den mittlerweile weitgehend wertlosen Hauptschulabschluss, ein knappes Drittel absolvierte die Realschule, nur jeder Elfte schaffte das Abitur. Auch unter den Ausländern erzielen die Mädchen tendenziell etwas bessere Ergebnisse als Jungen. Trotzdem gehen sie bei der Lehrstellensuche noch häufiger als diese leer aus.

Über Mädchenmannschaft.


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