Oklahoma fordert ausgefüllten Fragebogen vor jeder Abtreibung

In Oklahoma müssen Frauen zukünftig – genauer gesagt ab dem 1.November – vor einem Schwangerschaftsabbruch, einen Fragebogen , mit angeblich wissenschaftlich relevanten Fragen ausfüllen.

via Mädchenmannschaft


4 Antworten auf “Oklahoma fordert ausgefüllten Fragebogen vor jeder Abtreibung”


  1. 1 Mausflaus 11. Oktober 2009 um 8:02 Uhr

    ich glaub n Fragebogen auszufüllen ist in so einer Situation noch die geringste Hürde

  2. 2 leonie 11. Oktober 2009 um 15:18 Uhr

    jede hürde ist eine zuviel. Für ein hürden-freies abtreiben..

  3. 3 lahmacun 11. Oktober 2009 um 15:56 Uhr

    § 16 Erhebungsmerkmale, Berichtszeit und Periodizität
    (1) Die Erhebung wird auf das Kalendervierteljahr bezogen durchgeführt und umfaßt folgende Erhebungsmerkmale:

    1.
    Vornahme von Schwangerschaftsabbrüchen im Berichtszeitraum (auch Fehlanzeige),
    2.
    rechtliche Voraussetzungen des Schwangerschaftsabbruchs (Beratungsregelung oder nach Indikationsstellung),
    3.
    Familienstand und Alter der Schwangeren sowie die Zahl ihrer Kinder,
    4.
    Dauer der abgebrochenen Schwangerschaft,
    5.
    Art des Eingriffs und beobachtete Komplikationen,
    6.
    Bundesland, in dem der Schwangerschaftsabbruch vorgenommen wird, und Bundesland oder Staat im Ausland, in dem die Schwangere wohnt,
    7.
    Vornahme in Arztpraxis oder Krankenhaus und im Falle der Vornahme des Eingriffs im Krankenhaus die Dauer des Krankenhausaufenthaltes.

    Der Name der Schwangeren darf dabei nicht angegeben werden.
    (2) Die Angaben nach Absatz 1 sowie Fehlanzeigen sind dem Statistischen Bundesamt vierteljährlich zum jeweiligen Quartalsende mitzuteilen.
    Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

    […]

    § 18 Auskunftspflicht
    (1) Für die Erhebung besteht Auskunftspflicht. Auskunftspflichtig sind die Inhaber der Arztpraxen und die Leiter der Krankenhäuser, in denen innerhalb von zwei Jahren vor dem Quartalsende Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt wurden.

    was hier fehlt ist:
    5. Race of mother
    6. Years of education of mother
    (specify highest year completed)

    „race“ ist ne standard-erhebung in den USA. bildung halte ich für recht sinnvoll – im gegensatz zum „familienstand“ zB.

  4. 4 lahmacun 11. Oktober 2009 um 16:05 Uhr

    anmerkung: ich bin aber insgesamt kein fan dieser erhebungen, weil erzwungen. aber mausi stellt schon zurecht fest: das ist nicht das zentrale problem.
    sondern eher, dass zB auch in d nach wie vor abtreibung im strafgesetzbuch zu finden ist. dass der staat dann auch noch erhebungen durchführt – nunja. eigentlich nur konsequent.

    ansonsten: freiwillige erhebungen können schon wertvolles datenmaterail zutage befördern. zB zur bildung, wo muss man noch in aufklärung zeit investieren? etc.

    kategorie „race“ ist auch was, was man kritisieren kann, aber solange rassismus besteht, macht die miterhebung bei umfragen sinn (auch wenn die daten dann mißbraucht werden können von rassisten). das nicht erheben würde real existierende rassistische strukturen unsichtbar machen.

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