In Queensland, Australien, muss sich ein Pärchen wegen einer mit Medikamenten durchgeführten Abtreibung vor Gericht verantworten. Schwangerschaftsabbrüche sind in Queensland nur legal wenn das Leben der schwangeren Frau gefährdet ist.
Das 19-jährige Mädchen und ihr 21-jähriger Freund führten die Abtreibung vermutlich mit den Medikamenten Misoprostol und Mifolian durch. Die Pillen stammen nach Angaben des Partners aus Russland.
Seit gut 20 Jahren ist dies der erste Prozess, der wegen einer illegalen Abtreibung in Queensland stattfindet.
Pro-Choice Organisationen fordern derweil, das Abtreibungsgesetz, welches zum größten Teil aus dem Jahre 1899 stammt, zu reformieren und an die anderer australischer Bezirke anzugleichen. Die meisten australischen Staaten regeln Abbrüche durch die Fristenlösung.
Auch die „University of Queensland“ äußerte sich zu den restriktiven Abtreibungsgesetzen.
„The current position leaves Queensland Police in charge of abortion. Abortion must be removed from the criminal code to the health legislation – like it is in most other Australian jurisdictions.[…]
As a result of the current legal position, there is virtually no access to abortion through the public hospital system in Queensland. This means that abortion in Queensland is also a class issue. Women with greater access to funds are more able to travel to obtain an abortion and to pay the private medical fees associated with abortion.“
Da kann man_frau nur hoffen…
1 Antwort auf “Straftat Abtreibung – Queensland klagt an”