Staatliches Bordell in der Schweiz?

Nicole Wehrle von der Aidshilfe Basel: «Wenn der Staat ein Bordell einrichten würde, in dem Minimalstandards gelten, so wäre allen gedient.».
Die Mädchenmannschaft applaudiert.


1 Antwort auf “Staatliches Bordell in der Schweiz?”


  1. 1 lahmacun 24. Oktober 2009 um 1:23 Uhr

    unfassbar, was für ne blöde frauenfeindliche nationalistische kuh die von der baseler aidshilfe ist:

    «Aber gerade Frauen aus Staaten wie Brasilien oder Thailand sind nun mal einfach gefragt.» Mit einer Legalisierung der Sexarbeiterinnen – zumindest für eine gewisse Zeit – könnten diese auch zu staatlichen Abgaben verpflichtet werden.

    ne zeitlang legal – gemeint sind sich illegal in ch aufhaltende frauen (sexarbeit selber ist in ch selbstverständlich legal), die nicht aus der EU stammen –, mit „fairen“ zimmerpreisen – damit der arbeitsdruck ‚nur‘ mehr so hoch ist wie sonst bei anderen jobs auch –, praktisch: zahlen abgaben, davon profitiert auch der staat; – und dann wird abgeschoben. wahrscheinlich wenn sie sich nicht mehr so gut ‚verkaufen‘ im staatlichen bordell, weil schon ein bisserl gealtert und ‚vernutzt‘. denn dann zahlen die ja auch nicht mehr so fleißig abgaben, wollen gar sozialstaatliche transfers in anspruch nehmen – nana, dann doch lieber den rückflug in die heimat buchen!

    Wehrles Hoffnung ist, dass die Bordellbetreiber mitziehen und ihre Standards anpassen würden.

    na klar, weil die nicht untereinander konkurrieren – und daher stets die löhne senken.

    Ihr schwebt so etwas wie ein Gütesiegel für Bordelle vor.

    und, was wissen wir von gütesiegeln? – dass sie im kapitalismus nicht das halten, was sie versprechen, weil gespart wird. analogkäse und wie das zeugs alles heißt.
    in diesem fall zuvorderst lohn-einsparungen, u.a. vermittelt über hohe zimmerpreise (kriegt angeblich nen oknen lohn, zahlt dann aber wieder fast alles für die miete zurück). weiters: bei der aufklärung, bei der gesundheitsvorsorge etc.

    es ist illusionär zu meinen, eine „staatliche qualitätsinitiative“ würde das ändern. genau das gleiche gilt für das besonders grausame knechten von „illegalen“ – wieso sollte es das plötzlich nicht mehr geben?! solange sich die frauen fürchten vor abschiebungen kann man fast alles mit ihnen machen! solange es slums gibt an allen ecken und enden der welt: kann man fast alles mit diesen frauen machen!

    dass die m-mannschaft das wieder mal toll findet – „überraschend“. ich weiß schon, warum ich die nicht lese, regt mich nur auf.

    ps: im original-artikel die große erkenntnis:

    Frauen, die illegal (meist mit einem Touristenvisum) in der Schweiz als Prostituierte arbeiten, würden sozusagen nie eine Anzeige wegen Nötigung, Vergewaltigung oder Misshandlungen machen, sagt Kriminalkommissär Peter Gill. Anders sehe es bei Schweizerinnen oder Ausländerinnen mit legalem Status aus. Die Angst vor der Polizei belegen auch die Resultate der Studie der Sozialarbeiterinnen.

    dazu hätte es wahrlich keine studie gebraucht. rückflug und so.

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