Active Consent am Beispiel der gastronomischen Belästigung

Waiter: Would you like some coffee?
Woman: Yes, please.
Waiter: Just say when. (Starts to pour.)
Woman: There. (He keeps pouring.) That’s fine. (He pours.) Stop! (She grabs the pot; there is coffee everywhere.)
Waiter: Yes, ma‘am.
Woman: Well, why didn‘t you stop pouring?
Waiter: Oh, I wasn‘t sure you meant it.
Woman: Look, of course I meant it! I have coffee all over my lap! You nearly burned me!
Waiter: Forgive me, ma‘am, but you certainly looked thirsty. I thought you wanted more.
Woman: But -
Waiter: And you must admit, you did let me start to pour.

Aus dem Stück „Until Someone Wakes Up“ von Carolyn Levy und einer Gruppe von Studierenden des Macalester College.

Via: Female Impersonator: Coffee and Consent


220 Antworten auf “Active Consent am Beispiel der gastronomischen Belästigung”


  1. 1 leonie 10. November 2009 um 12:29 Uhr

    KundInnen oder Kund_innenbelästigung:)

  2. 2 classless 10. November 2009 um 12:33 Uhr

    So besser?

  3. 3 leonie 10. November 2009 um 12:53 Uhr

    besser weiß ich nicht, aber aufjedenfall gendergerechter

  4. 4 crashintoahouse 10. November 2009 um 13:48 Uhr

    „gastronomische belästigung“ – übereifrige kellerInnen werfen mit canapés und drängen hors d‘oeuvre auf!

  5. 5 karrierefrau 10. November 2009 um 13:52 Uhr

    ich hoffe sehr, dass es ein weiblicher waiter ist… ansonsten wäre das lediglich die wiedergabe von geschlechterklischees.

  6. 6 n.n. 10. November 2009 um 14:10 Uhr

    So, mädchenblog-Team, ich habe Euch gewarnt. Wenn ihr den auch noch schreiben lasst, müsst ihr mit den Konsequenzen zurecht kommen.

  7. 7 gender ficken 10. November 2009 um 15:39 Uhr

    *n.n.s kommentar schnell unterschreib*

  8. 8 msau 10. November 2009 um 15:44 Uhr

    @karrierefrau dann wärs ne waitress
    @n.n. was denn für Konsequenzen? Außerdem ist der Dialog dch nicht von classless. Steh ich auf dem Schlauch?

  9. 9 Guinivere 10. November 2009 um 19:16 Uhr

    Der Kellner ist ein scheiß antifeministischer Patriarchat, so wie praktisch alle Männer! Der Dialog zeigt nur allzudeutlich was wir Frauen schon immer wussten: Männer sind Schweine!

  10. 10 gender ficken 10. November 2009 um 19:31 Uhr

    dass dir, guinivere du macker, es nicht irgendwann selber zu blöd wird, hier so blöd rumzuspamen. als würde irgendjemand wirklich denken, dass du ne feministin bist. deine kommentare führen nur allen deutlich vor augen, dass so scheisstypen wie du nix schnallen – wie du dir den feminismus vorstellst (und dann „nachspielst“), sagt alles.

  11. 11 n.n. 11. November 2009 um 0:00 Uhr

    @msau
    Die Konsequenzen sind, dass ich mich nun im Zweifel gegen diesen Verein hier wenden werde. Der Dialog ist nicht von diesem Typen, da hast Du recht, aber diesem Typen haben sie hier nun ein Schreibrecht eingeräumt. Genau dagegen habe ich mich bereits ausgesprochen, als das an anderer Stelle angesprochen wurde.

  12. 12 gender ficken 11. November 2009 um 2:33 Uhr

    naja, ganz so neu ist das nicht:

    http://maedchenblog.blogsport.de/author/classless/

    aber das machts nicht besser.

  13. 13 earendil 11. November 2009 um 9:00 Uhr

    Was‘n Kindergarten. Wenn der jetzt hier schreibt, spiel ich nicht mehr mit und bin gegen euch.
    Hat er denn was falsches geschrieben/zitiert?

  14. 14 n.n. 11. November 2009 um 9:32 Uhr

    Das nennt man konsequent. Und: Ja.

  15. 15 TaP 11. November 2009 um 9:45 Uhr

    Großartig!

    Frage (von earendil): „Hat er denn was falsches geschrieben/zitiert?“

    Antwort (von n.n.): „Ja.“

    Weiter so! -

    Vielleicht wäre noch erwähnenswert, was geschrieben oder zitiert wurde und warum es falsch ist / sein soll?!????

  16. 16 n.n. 11. November 2009 um 9:52 Uhr

    Wieso Zeit auf jemanden verschwenden, dessen Ehre offensichtlich Treue heißt. Wenn für earendil eine Haltung zum mädchenblog aufgrund deren Inhalten und Politik gar nicht mehr zur Debatte steht, dann muss man da auch nicht mehr diskutieren. Für ihn steht bereits fest, was andere beständig prüfen und auf Basis dessen sie eine Haltung einnehmen.

  17. 17 crashintoahouse 11. November 2009 um 10:01 Uhr

    ich würde auch gerne mal wissen, warum es so schlimm ist, dass classless hier schreibt. bitte um info!

  18. 18 n.n. 11. November 2009 um 10:09 Uhr

    Weil dieser Typ, ein antikommunistischer Politmacker ist. Wenn das maedchenblog zunehmend der Selbstdarstellung solcher Existenzen Platz einräumt, dann hat es den ursprünglichen Anspruch verloren und ich ändere meine Position diesem Blog gegenüber.

  19. 19 classless 11. November 2009 um 10:13 Uhr

    Ich würd’s auch gern wissen.

    Und „schreiben“, naja – ich poste hier eigentlich nur Sachen, die ich in zumeist amerikanischen Blogs finde und die mir thematisch passend erscheinen…

  20. 20 leonie 11. November 2009 um 10:17 Uhr

    das mädchenblog ist ein offenes feministisches gemeinschaftsprojekt

    ich sehe nicht ein warum classless hier nicht schreiben dürfen sollte!!

  21. 21 classless 11. November 2009 um 10:23 Uhr

    Oh, da war die Antwort schon vor meinem Kommentar da.

    Echt, antikommunistisch? Die Diskussion mal wieder?

  22. 22 TaP 11. November 2009 um 10:24 Uhr

    Nicht, daß ich viel für AntikommunistInnen übrig hätte (falls denn der Vorwurf stimmt), und auch nicht, daß ich verstanden hätte, was der aktuelle post besagen soll (was – glaube ich – kein language problem ist) -

    aber es sind halt nicht alle Feministinnen und auch auch nicht alle pro-feministischen Männer KommunistInnen.

    Und ich habe den Mädchenblog bisher nicht als Projekt speziell für kommunistischen Feminismus wahrgenommen. ---

    Gibt es nun von einem (in welcher Weise definierten?) feministischen Standpunkt aus an den posts von classless etwas auszusetzen und, falls ja, was?
    Und wo wurde die Kritik schon mal angesprochen???

  23. 23 gary 11. November 2009 um 10:55 Uhr

    Ich wüsste nicht warum ich als Feminist (@TaP warum schreibst du „profemistische Männer“) unbedingt Kommunist sein muss.

    Zumal die Definition von Kommunismus ja hier im Block noch gar nicht geklärt wurde, dass wir uns alle dazu bekennen könnten (oder eben nicht, wenn es von unserer Vorstellung abweicht).

  24. 24 crashintoahouse 11. November 2009 um 12:40 Uhr

    [blockquote]Und ich habe den Mädchenblog bisher nicht als Projekt speziell für kommunistischen Feminismus wahrgenommen.[/blockquote]

    ich glaube, es geht einigen eher darum, dass feminismus, zuende gedacht, zwangsläufig zum kommunismus führt. dann antikommunistInnen hier schreiben zu lassen, wäre inkonsequent und – naja, antifeministisch.

    nachvollziehbar. aber warum classless jetzt antikommunist ist, weiß ich immer noch nicht. welche positionen vertritt er denn genau, die ihn so untragbar machen?
    welche antiemanzipativen positionen vertrittst du, classless?

  25. 25 Emily 11. November 2009 um 12:47 Uhr

    @TaP:
    Ich hatte den Text so interpretiert, dass er zeigt, wie blöde die Ausreden bei sexuellen Belästigungen sind, nach dem Motto: „Anfangs wollte sie doch“, „eigentlich hat sie das „nein“ doch gar nicht so gemeint“ etc. Ist aber jetzt nur meine Interpretation.

  26. 26 Emily 11. November 2009 um 12:50 Uhr

    @crashintoahouse:
    „ich glaube, es geht einigen eher darum, dass feminismus, zuende gedacht, zwangsläufig zum kommunismus führt“
    Kannst du mir da mal erklären?

  27. 27 Emily 11. November 2009 um 12:51 Uhr

    @crashintoahouse:
    „ich glaube, es geht einigen eher darum, dass feminismus, zuende gedacht, zwangsläufig zum kommunismus führt“
    Kannst du mir das mal genauer erklären?

  28. 28 TaP 11. November 2009 um 12:58 Uhr

    @ gary – 11. November 2009 um 10:55 Uhr

    „ich als Feminist (@TaP warum schreibst du ‚profemistische Männer‘)“

    1. Weil es m.E. in sich widersprüchlich ist, sich als (schon) [vollständig] feministisch, aber (noch) [ein bißchen] männlich zu identifizieren.
    (Genauso, wie es m.E. in sich widersprüchlich wäre, zu sagen: ‚Ich bin KapitalistIn und KommunistIn.‘ Feministin [oder KommunistIn] sein, ist mehr als vage mit einem bestimmten Ziel zu sympathisieren, sondern materialisiert sich in aktueller Praxis.)

    Und dies
    2. deshalb, weil „Feminismus“ nach der mir sinnvoll erscheinenden Definition sowohl
    a) der Name jener die politische Praxis anleitenden Ideologie ist, die auf die Beseitigung von Männer-Herrschaft über und Männer-Ausbeutung von Frauen zielt,
    als auch
    b) der Name, jener wissenschaftlichen Praxis, die die dafür erforderlichen Erkenntnisse produziert*,
    ist

    und weil schließlich

    3. – genauso wie eine Überwindung von Klassenherrschaft nicht ohne Überwindung der Klassen möglich ist – eine Überwindung von Geschlechterherrschaft nicht ohne Überwindung von Geschlechtern als sozial relevanten Kategorien möglich ist:
    http://theoriealspraxis.blogsport.de/2009/10/27/kann-es-eine-gleichheit-verschiedener-geschlechter-geben/.

    * Ich würde zwar – analog zu „wissenschaftlichem“ (im Ggs. zu „utopischem“) Sozialismus – von „wissenschaftlichem Feminismus“ sprechen. Genauso wenig, wie ich allerdings von „proletarischer Wissenschaft“ sprechen würde, würde ich von „feministischer Wissenschaft“ sprechen.
    Denn die politische Parteilichkeit der Wissenschaft betreibenden Subjekte hat allenfalls, die Fragen, die sie für untersuchenswert halten, zu beeinflussen (und schon dies ist heikel, weil die Partialität von Erkenntnissen deren Objektivität beeinträchtigt). Keinesfalls hat die politische Parteilichkeit die Ergebnisse der wissenschaftlichen Praxis vorzugeben: „proletarische, bürgerliche, feministische, … Wissenschaft“ sind alles Widersprüche in sich, die entweder die Objektivität (tatsächlicher und nicht nur eingebildeter) wissenschaftlicher Erkenntnisse leugnen oder aber eine objektivistisch-technokratische Konzeption politischer Praxis implizieren und leugnen, daß politische Zielsetzung wenig mit Wahrheit zu tun haben.** -
    Dies auch als Nebenbemerkung zu der gerade bei der Mädchenmannschaft mit schiefen Fronten und unklar verwendeten Wörtern geführten Debatte:
    http://maedchenmannschaft.net/die-eroberung-der-wissenschaften/.

    ** http://theoriealspraxis.blogsport.de/2009/07/01/1-beitrag-zum-namen-und-zur-funktion-von-theorie-als-praxis/ und bspw. http://theoriealspraxis.blogsport.de/2008/11/05/gegenempirismus-und-idealismus/.

    crashintoahouse – 11. November 2009 um 12:40 Uhr

    „ich glaube, es geht einigen eher darum, dass feminismus, zuende gedacht, zwangsläufig zum kommunismus führt.“

    Und warum soll sich aus dem Feminismus, konsequent „zuende gedacht“, eine Meinung zur Frage zur Frage der Klassengesellschaft und deren Überwindung ergeben?!???

    Das kann noch nur aus einem draufgesattelten moralischen Postulat folgen, wer/welche gegen das eine Herrschaftsverhältnisse sei, ‚müsse‘ auch gegen das andere sein. Und warum, bitte sehr?! Gilt doch umgekehrt für die allermeisten KommunistInnen auch nicht.

    Emily – 11. November 2009 um 12:47 Uhr

    Danke für die Erklärung. Kann in der Tat sein. – Aber etwas merkwürdige ‚Didaktik‘, oder?

  29. 29 n.n. 11. November 2009 um 13:38 Uhr

    „ich sehe nicht ein warum classless hier nicht schreiben dürfen sollte!!“

    Ja, wenn sich die maedchenblog-Teammitglieder als kleine Schwestern großer Politmacker so wohl fühlen, dann kann ich das nur nicht weiter unterstützen.

    Times are a changing. Gestern hätte ich auch noch jedem und jeder gesagt, dass ich earendils Rücken haben…

  30. 30 classless 11. November 2009 um 14:12 Uhr

    @crashintoahouse

    Das Label Antikommunist hab ich vor allem von einigen Bloggern verpaßt bekommen, hauptsächlich wohl von Lyzi („bei Kulla und den anderen anarchistichen Antikommunisten“) und MPunkt.

    Vielleicht hilft dieser Diskussions-Ausschnitt weiter: http://www.classless.org/2008/11/14/herbstdepressive-sagen-die-wahrheit/#comment-97588

    Ich bin für eine klassenlose, herrschaftsfreie Weltgesellschaft, in der das Kapitalverhältnis aufgehoben ist; so eine Gesellschaft hat es bisher nicht gegeben, weshalb ich der Begriffsverwirrung entgegentrete, die Realsozialismus mit Kommunismus gleichsetzt. Daher der an Bini Adamczak angelehnte Aufkleber und CD-Titel „Nein, nein, das ist nicht der Kommunismus“, der von einigen offenbar als antikommunistisch wahrgenommen wurde.

    Ich bin für die Gleichberechtigung der Geschlechter in dieser Gesellschaftsordnung, solange es sie gibt, erhoffe mir aber von einer herrschaftsfreien Gesellschaft auch die Möglichkeit, die Geschlechterverhältnisse grundsätzlich besser einzurichten (Active Consent, kollektive Verantwortung usw.).

    Da mir allerdings schmerzlich bewußt ist, selbst auch z.T. von sexistischen Vorstellungen beeinflußt worden zu sein, halte ich mich zu diesem Thema meistens eher zurück, lese viel dazu, versuche diese Vorstellungen abzulegen und poste hier wie gesagt bisher nur Fundstücke aus anderen Blogs.

  31. 31 n.n. 11. November 2009 um 14:23 Uhr

    Für einige war es bereits schwer zu verdauen, als sie erfuhren, dass es überhaubt keine Bedingungen dafür gibt, hier zu posten (man muss sich schließlich nur anmelden, laut dem Betreiber-Team). Nach so erhellenden Beiträgen über „feministische Statistikkritik“ nun also auch Beiträge von einem bekennenden Sexisten beim zaghaften Versuch sich „zurückzuhalten“.

  32. 32 gender ficken 11. November 2009 um 14:30 Uhr

    @n.n.: „unsere“ ansprüche sind zu hoch. „wir“ sollten die eröffnung eines blogs für kommunistischen feminismus bzw. kommunistischen antisexismus in erwägung ziehen. denn classless ist nicht das einzige problem: sehr oft findet man hier lediglich ausführungen, die man getrost unter „bürgerlicher feminismus“ einsortieren kann …

  33. 33 gender ficken 11. November 2009 um 14:33 Uhr

    und auch nicht, daß ich verstanden hätte, was der aktuelle post besagen soll (was – glaube ich – kein language problem ist)

    classless „schreibt“ auch nicht, sondern „re-postet“, lässt also „texte sprechen“ (freilich unter seinem namen). nur selten wird das kommentiert. das schlimmste sind dann die „cut-ups“, mit denen er sicher demnächst auch hier leser_innen belästigt.

  34. 34 gender ficken 11. November 2009 um 14:37 Uhr

    @kulla, der du in jedem film mitspielen kannst: das label hast du dir selbst angepappt.

  35. 35 n.n. 11. November 2009 um 14:40 Uhr

    @ gender ficken
    Das ist die einzig gangbare Konsequenz. Ich werde hier demnächst einen Thread aufmachen, dann können „wir“ damit beginnen Autorinnen für ein post-maedchenblog Projekt rekrutieren.

  36. 36 gender ficken 11. November 2009 um 14:41 Uhr

    classless pflegt sich auch darüber zu beklagen, dass antimuslimischer rassismus und sexismus nicht immer zu gewünschten erfolgen führen, wenn die „notwendige selbstdistanz“ nicht eingehalten wird:

    Erst später wurde mir langsam der schmale Grat zwischen antimuslimischem Rassismus und der Gegnerschaft zu Islamfaschismus bewußt, las und hörte ich von den Positionierungen in der Vergewaltigungsdebatte und mußte einsehen, daß Provokation als politische Strategie zwar durchaus aufgehen kann, auf die Dauer aber mehr Selbstdistanz erfordert, als ich in vielen Diskussionen erlebte und als im Snafu der K-Gruppen-Atmosphäre mancher Zusammenhänge überhaupt aufkommen konnte und kann.

    das nächste mal beim rassistisch hetzen, bei vergewaltigungsverharmlosen u.v.m. mehr selbstdistanz üben, genoss_innen! – dann funktioniert das gleich nochmal besser!

    http://www.classless.org/2009/08/28/wie-ich-bei-den-antideutschen-landete/

  37. 37 gender ficken 11. November 2009 um 14:43 Uhr

    @n.n.: sehr gut!

  38. 38 gender ficken 11. November 2009 um 14:47 Uhr

    von was sich classless da distanzieren will mit der SELBSTdistanz sollte klar sein: vom SELBST gepflegten rassismus und sexismus. von was auch sonst, wenn man im zusammenhang mit rassismus & sexismus die SELBSTdistanz einfordert, weil sonst über das erwünschte maß an hetze hinausgeschossen wird?!

  39. 39 crashintoahouse 11. November 2009 um 14:49 Uhr

    kurzer einwurf zu diesem satz:

    einem bekennenden Sexisten beim zaghaften Versuch sich „zurückzuhalten“.

    also, die erkenntnis, dass wir alle sexistisch geprägt sind, ist ja wohl die primäre voraussetzung für einen tauglichen emanzipativen lebensentwurf. dass classless zugibt, seine (teils ja unterbewusste) prägung noch nicht vollständig abgelegt zu haben, kann auch als fähigkeit zur selbstkritik gedeutet werden, oder? im gegenteil fänd ich es ja eher verdächtig, wenn leute komplett von sich wiesen, dass sie diese sexistische gesellschaft geprägt hat.

  40. 40 msau 11. November 2009 um 14:53 Uhr

    Die Hälfte der Kommentare wäre überflüssig gewesen wenn gleich erklärt worden wäre was daran so schlimm sein soll, dass classless hier postet. Die Erklärung weshalb er als Antikommunist bezeichnet wird muss er dann auch noch selbst geben.
    Wie ernst kann ich die Kritik jetzt nehmen, wenn ich doch nur das Gefühl habe dass es den Kritikern nicht um Aufklärung sondern ums Recht haben geht?

  41. 41 n.n. 11. November 2009 um 14:57 Uhr

    „im gegenteil fänd ich es ja eher verdächtig, wenn leute komplett von sich wiesen, dass sie diese sexistische gesellschaft geprägt hat.“

    Hab schon von Typen gehört, die mal eben zur „revolutionären master signifikante“ werden. Das ist allerdings nur der Gegenpol zu Typen, die nicht mal eben zugeben irgendwie „geprägt“ worden zu sein, sondern die bereits Probleme damit haben sich „zurückzuhalten“…

  42. 42 gender ficken 11. November 2009 um 14:58 Uhr

    @msau: es können nicht alle rund um die uhr hier posten. der von mir dargebotene textausschnitt zu rassismsus und vergewaltigungsverharmlosung, wo klar gesagt wird, dass das eine AKZEPTABLE POLITISCHE STRATEGIE IST, und lediglich mehr SELBSTdistanz – also distanz vom eigenen rassismsu und sexismus – eingefordert wird, damit „es“ nicht „überhand“ nimmt und die HETZE als „politische strategie“ AUF DAUER ERFOLGREICH IST, ist mmn ausreichend.

  43. 43 n.n. 11. November 2009 um 15:00 Uhr

    „Wie ernst kann ich die Kritik jetzt nehmen, wenn ich doch nur das Gefühl habe dass es den Kritikern nicht um Aufklärung sondern ums Recht haben geht?“

    Ernst musst Du gar nichts nehmen, schon gar keine sexistische, rassitische oder antikommunistische Provokation. Vielleicht kannst du da ja genauso gut lachen wie dieser classless? Also wenn das mit der Zurückhaltung mal nicht klappt, versteht sich..

  44. 44 gender ficken 11. November 2009 um 15:02 Uhr

    die bereits Probleme damit haben sich „zurückzuhalten“…

    das problem SELBSTdistanz! verunmöglichst zum schluss noch die „gute hetze“ als „politische strategie“.

  45. 45 classless 11. November 2009 um 15:07 Uhr

    @gender ficken

    Es wäre gut, wenn du bei dem bleiben könntest, was ich wirklich sage. Ich habe mir das Label eben nicht „selbst angepappt“ – ich bin für Kommunismus und nicht dagegen. Und im anderen angeführten Quote hast du glaube ich die Substantive durcheinandergebracht. Falls das für mehr Leute als dich mißverständlich sein sollte: Ich lehne einige antideutsche Positionen aus der Vergewaltigungsdebatte ab (z.B. die Verharmlosung von Vergewaltigung als Verführung, Grenzüberschreitung usw.) und bin genauso dagegen, wenn die Gegnerschaft zu Islamfaschismus zu einer Pauschalverurteilung sämtlicher Moslems oder sämtlicher islamisch geprägter Gesellschaften wird.

    Der Satzteil mit der „Provokation“ bezieht sich eben auf diese, auf Provokation als Mittel politischer Intervention. Und die funktioniert aus meiner Sicht nicht mehr emanzipatorisch, wenn sie falsch zielt und die falschen Inhalte hat.

    Daß ich zugebe, von sexistischen Vorstellungen qua fortlaufender Sozialisation nicht völlig frei zu sein, diese sexistischen Vorstellungen als solche bezeichne und loszuwerden versuche, macht mich zum Sexisten? Ich dachte, Sexisten verteidigen und stützen das herrschende Geschlechterverhältnis statt ihm entgegenzuwirken. Oder liege ich da falsch?

    Daß ich hier Fundstücke aus anderen Blogs reposte (dafür gibt’s hier ja auch eine Rubrik namens „gefunden“), geschieht auf Einladung. Die ihr ja auch wieder zurückziehen könnt, wenn ihr wollt.

  46. 46 gender ficken 11. November 2009 um 15:12 Uhr

    @kulla:

    islam(o)faschismus: lass uns über diese deine nazifaschismus-verharmlsoung reden, du deutscher held und widerstandskämpfer.

    ergänzung:

    Ich habe mir das Label eben nicht „selbst angepappt“

    doch. mpunkt hat das damals auch ausgeführt. und er hat recht!

  47. 47 msau 11. November 2009 um 15:12 Uhr

    @gender ficken Das hat nichts mitr rund um die Uhr posten zu tun.
    Wenn nach den ersten paar Kommentaren klar wird, dass einige keine Ahnung haben weshalb und wofür classless kritisiert wird sollte dass doch kein Ding sein kurz darauf einzugehen anstatt da noch ewig rumzueiern.
    @n.n. Findest du nicht dass deine Antwort meine Vermutung nur bestätigt?

  48. 48 n.n. 11. November 2009 um 15:15 Uhr

    Red dich nicht so scheinheilig heraus, dein Sexismus macht dich zum Sexisten.
    Was wenn es mit der Zurückhaltung mal nicht mehr klappt, und Kulla sein emanzipatorisches Projekt mit ein paar flotten Provokationen vorantreiben will, passt das dann noch in’s maedchenblog? „Nein, nein, das war keine Vergewaltigung“ als „CutUp“ in der Rubrik „gefunden“? Oder wäre wenigstens dann die Schmerzgrenze auch für das derzeitige Team erreicht?

  49. 49 n.n. 11. November 2009 um 15:19 Uhr

    „@n.n. Findest du nicht dass deine Antwort meine Vermutung nur bestätigt?“

    Scheint eher meine Vermutung zu bestätigen, dass hier inzwischen Typen schreiben und lesen, die gerne mal alles nicht so ernst nehmen wollen. Wie gesagt: Das wird spätestens dann fatal, wenn mangelnde „zurückhaltung“ und gewollte „Provokation“ aufeinandertreffen und auch msau schmunzeln muss, weil er das alles „nicht ernst“ sieht.

  50. 50 gender ficken 11. November 2009 um 15:21 Uhr

    ergänzung: jemand, der nicht frei ist von sexistischen vorstellungen, kann diese auch nicht als sexistisch erkennen und ablehnen („loswerden“).

    kulla argumentiert hier widersprüchlich. meiner meinung nach ausfluss des bestrebens, den sexismus, den er an sich selber entdeckt hat, nicht bleiben lassen zu wollen. die ausrede: die sozialisation.

    armer, hilfloser kulla. da hilft nur die distanzierung von sich selbst.

  51. 51 crashintoahouse 11. November 2009 um 15:24 Uhr

    Hab schon von Typen gehört, die mal eben zur „revolutionären master signifikante“ werden. Das ist allerdings nur der Gegenpol zu Typen, die nicht mal eben zugeben irgendwie „geprägt“ worden zu sein, sondern die bereits Probleme damit haben sich „zurückzuhalten“…

    und

    das problem SELBSTdistanz! verunmöglichst zum schluss noch die „gute hetze“ als „politische strategie“.

    wtf?

    leute, ich bemüh mich wirklich, hier was zu verstehen.
    aber eure „darlegungen“ der problematik sind für außenstehende, wie mich, die sich hier nur n bisschen weiterbilden wollen und in den inzestuösen küngeleien nicht drinstecken, echt komplett undurchschaubar.

    kommt doch mal bitte klar!

  52. 52 n.n. 11. November 2009 um 15:28 Uhr

    crashintoahouse, ich kann das total gut verstehen. Auch ich bin schockiert und kann vielfach meinen Augen nicht trauen, was ich hier so alles lesen muss. Da sind wir voll auf einer Linie, denn auch für mich ist diese Entwicklung die das maedchenblog durchgemacht hat undurchschaubar.

    P.S. „inzestiös“ ist ein doofer Begriff ;)

  53. 53 msau 11. November 2009 um 15:28 Uhr

    Wie kommst du denn von meiner Frage auf die Vermutung ich würde „alles“ nicht so ernst nehmen?
    Und wieso redest du von mir in der dritten Person wenn ich doch mit dir reden möchte und eigentlich bloß die Kritik nicht nachvollziehen kann?

  54. 54 Fussel 11. November 2009 um 15:29 Uhr

    „also, die erkenntnis, dass wir alle sexistisch geprägt sind, ist ja wohl die primäre voraussetzung für einen tauglichen emanzipativen lebensentwurf.“

    Absolut. Es kann in unserer Gesellschaft überhaupt keine Nicht-SexistInnen geben (ausgenommen z.B. Menschen mit Wahrnehmungs- oder Lernstörungen), bestenfalls Anti-SexistInnen. Interessant aus emanzipatorischer Perspektive ist der Grad der Selbstreflexion und des bewussten Gegensteuerns. Das sollten sich auch mal „antisexistische“ Schlägerbanden einleuchten lassen, die ihr beanspruchtes Territorium (Szenekneipen oder „Wohnprojekte“) mit Gewalt „sexistenfrei“ halten wollen.

    P.S.: classless ist auch nicht schlimmer als alle anderen, die hier Beiträge posten. Keine Ahnung warum sich manche jetzt gerade an ihm so stören. Unreflektierte Ansätze zu antiislamischem Rassismus gabs auch schon von anderen AutorInnen (z.B. zu staatlichen Sanktionen gegen Burka-Trägerinnen).

  55. 55 gar nicht egal 11. November 2009 um 15:31 Uhr

    Ich fasse mal zusammen: Wenn Kulla das täte, was ihm von „gender ficken“ unterstellt wird, würde er hier rausfliegen. Er ist Antikommunist, weil MPunkt das aufgrund eines falsch verstandenen Demomottos behauptet. Und alle, die jemals sexistische Vorstellungen übernommen haben, werden diese niemals wieder los.

    Habe ich alles Wesentliche mitbekommen?

  56. 56 gender ficken 11. November 2009 um 15:35 Uhr

    ^^ es geht um das „sich nur schwer zurückhalten können“: das SELBST drängt zur sexistischen und rassistischen entäußerung. man hat das ja nicht unter kontrolle, dieses SELBST.

    „gute hetze“: wir sollten mal über den begriff „islamfaschismus“ reden und was damit geleistet ist – insbesondere im deutschen kontext.
    man sollte dabei auch wissen, dass kulla den afghanistan- und irak-krieg unterstützt. er war sich nicht zu blöd, staaten, die nicht mitmachten/nicht mehr mitmachen wollten, dies vorzuwerfen.

    man sollte man debattieren, was es heißt, wenn sich einer nach den auch sexistischen „ausfällen“ in zusammenhang von vergewaltigungen von ADs nicht von denen trennt, sondern lediglich sagt: „manche positionen ‚dazu‘“ teile ich nicht.

    man zeige mir die vielen beiträge, in denen sich classless vom AD-sexismus distanzierte. es gibt sie nicht. eh klar: es wäre dann ja eine SELBSTdistanzierung. aber von sich selbst hält kulla eben viel, mit islamfaschismus und sexismus. das gehört halt zum „kulla-rundumpaket“.

  57. 57 n.n. 11. November 2009 um 15:38 Uhr

    gar nicht egal:
    Nein, denn es gibt lauf mädchenblog-Team keine Vorraussetzungen, wenn man hier schreiben möchte. Er ist Antikommunist, weil er antikomunistische Ressentiments bedient und sein Sexismus ist deshalb so problematisch, weil er ihn „zurückhalten“ muss, und bei Bedarf auch ma gerne „provokant“ einsetzt.

    So wird ein Schuh draus.

  58. 58 gender ficken 11. November 2009 um 15:40 Uhr

    Und alle, die jemals sexistische Vorstellungen übernommen haben, werden diese niemals wieder los.

    Habe ich alles Wesentliche mitbekommen?

    ganz offensichtlich nicht.

    es ist ganz simpel: wenn ich eine vorstellung ALS SEXISTISCH erkenne, pflege ich sie nicht mehr. in dem moment wo ich sie ALS SEXISTISCH erkenne, bin ich sie los.

  59. 59 crashintoahouse 11. November 2009 um 15:41 Uhr

    vergewaltigungen von ADs

    ich frag mal provokativ:
    ist denn gutfinden von vergewaltigung der AD-position immanent?
    wenn nein: warum muss sich classless dann von vergewaltigern die zufällig ne AD-position vertreten, distanzieren?

    auch ansonsten möchte ich gerne mal wissen, seit wann antideutsche theorie sexismusaffirmativ is. oder wenigstens links zum selberlesen kriegen.

  60. 60 gender ficken 11. November 2009 um 15:41 Uhr

    Das sollten sich auch mal „antisexistische“ Schlägerbanden einleuchten lassen, die ihr beanspruchtes Territorium (Szenekneipen oder „Wohnprojekte“) mit Gewalt „sexistenfrei“ halten wollen.

    ja, so bequem ist das mit dem „jede_r ist so geprägt und kann das nie und nimmer loswerden“. feminist_innen und antisexist_innen sollen bitte auf freiräume verzichten – denn sie sind doch selbst sexist_innen!

    ALLES DAS GLEICHE!

  61. 61 gender ficken 11. November 2009 um 15:43 Uhr

    ist denn gutfinden von vergewaltigung der AD-position immanent?

    HAHA

    es geht doch darum: WAS IST EINE VERGEWALTIGUNG? ab wann erkennt der_die 08/15-AD eine? – das dauert.

    zufällig ne AD-position

    das ist kein „zufall“, sonder ausfluss von psychoanalyse und AD-weiterentwicklung.

    pohrt hat schon auf dem konkret-kongress 1993 kundgetan, dass er es für normal (!) hält, wenn jungs mädels begrabschen.

  62. 62 classless 11. November 2009 um 15:48 Uhr

    @ gender ficken

    „es geht um das „sich nur schwer zurückhalten können““

    Ich schrieb, daß ich mich zu diesem Thema zurückhalte, mich also dazu wenig öffentlich äußere. Das hat damit zu tun, daß ich andere für wesentlich kompetenter halte als mich, und daher lieber diese Leute zitiere.

    Von „den Antideutschen“ kann ich mich einerseits nicht trennen, weil ich gar keiner Organisation o.ä. angehöre und weil es zum anderen „die Antideutschen“ als homogene Bewegung mit einheitlichem Programm nicht gibt. Gerade meine Ablehnung von Positionen aus der Vergewaltigungsdebatte und von Übergängen in antimuslimischen Rassimus teilen z.B. viele, die sich als antideutsch verstehen. Und die wiederum sind – das bestreite ich ja nicht – mir politisch am nächsten.

  63. 63 gender ficken 11. November 2009 um 15:49 Uhr

    noch was:

    Wenn Kulla das täte, was ihm von „gender ficken“ unterstellt wird, würde er hier rausfliegen.

    nein, mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit leider nicht. hier ist man ja des öfteren bürgerlich unterwegs.

    daher gilt es jetzt endlich einen einen blog zu gründen. kulla ist nur der tropfen, der das fass zum überlaufen bringt.

  64. 64 crashintoahouse 11. November 2009 um 15:50 Uhr

    in dem moment wo ich [die Vorstellung] ALS SEXISTISCH erkenne, bin ich sie los.

    das glaubste doch wohl selbst nicht.
    was sind denn menschen in deinen augen, maschinen? schonmal was von unterbewusstsein gehört? ich halte das thema für wesentlich komplexer, als du es hier glauben machen willst. emanzipierte frauen erwischen sich dabei, wie sie ein oktave höher sprechen, wenn sie mit ihrem sexistischen chef kommunizieren. feministisch gebildete typen bekommen nen helferreflex bei infantilen lolitas.
    reflektion ist der erste schritt zur besserung – ersetzt doch aber nicht die besserung!

  65. 65 gender ficken 11. November 2009 um 15:50 Uhr

    Ich schrieb, daß ich mich zu diesem Thema zurückhalte, mich also dazu wenig öffentlich äußere. Das hat damit zu tun, daß ich andere für wesentlich kompetenter halte als mich, und daher lieber diese Leute zitiere.

    vs.

    Da mir allerdings schmerzlich bewußt ist, selbst auch z.T. von sexistischen Vorstellungen beeinflußt worden zu sein, halte ich mich zu diesem Thema meistens eher zurück

    heuchler.

  66. 66 gender ficken 11. November 2009 um 15:52 Uhr

    Von „den Antideutschen“ kann ich mich einerseits nicht trennen, weil ich gar keiner Organisation o.ä. angehöre und weil es zum anderen „die Antideutschen“ als homogene Bewegung mit einheitlichem Programm nicht gibt.

    und deshalb schreibst du auch bei dir beiträge mit dem schönen titel „wie ich bei den antideutschen landete“.

    sehr witzig, kulla. wie kann man denn bei was landen, das es gar nicht wirklich gibt (als programm zB)?

  67. 67 gender ficken 11. November 2009 um 15:55 Uhr

    schonmal was von unterbewusstsein gehört?

    das ist eine ausrede für bequeme.

    du kennst doch aber sicher mit sigi aus: erkläre mir doch mal, wie man das unbewusste reflektiert? wie reflektiert man was, dessen man sich nicht bewusst ist?

    wahrscheinlich mithilfe von LSD – womit auch der drogenspaß (an dem es – außer wenn damit persönlichkeitspflege betrieben wird wie bei kulla – nichts auszusetzen gibt) einen „emanzipatorischen anstrich“ erhalten hätte.

  68. 68 Fussel 11. November 2009 um 16:00 Uhr

    @gender ficken: es gibt keine „Freiräume“. Was es gibt sind Räumlichkeiten, in denen Menschen mehr auf sexistisches Denken und verhalten achten und versuchen es so gut es geht zu vermeiden. Das Geschwalle von den „Freiräumen“, die es mit Gewalt gegen Aussenstehende zu verteidigen gelte, arbeitet aber in die entgegengesetzte Richtung. Sexismus wird statt als Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse als persönliche Marotte betrachtet, die alle draussen freiwillig teilen, alle in der tollen Ingroup dagegen nicht. Und mit dieser dämlichen „Analyse“ lässt sich dann die Verherrlichung der eigenen Gruppe und ungezügelte Gewalt gegen Aussenstehende oder Abweichler und Unbeliebte in der eigenen Rotte rechtfertigen. Wenn dann auf „den Sexisten“ eingeprügelt oder das Szene-Lokal mit Reizgas eingenebelt wird, wird damit symbolisch „der Sexismus“ ausgetrieben – real hat man nichts gegen Sexismus unternommen oder erreicht. Dieses Eingeständnis wäre aber schmerzhaft, die Illusion man könnte Sexismus einfach zusammenschlagen und er wäre weg ist viel angenehmer. Und als Nebeneffekt schweissen gemeinsame Hatz und Gewalttat die Rotte noch stärker zusammen.

  69. 69 classless 11. November 2009 um 16:00 Uhr

    @ gender ficken

    Ist das hier ein Verhör? Du hast mich mit haufenweise Unterstellungen bombardiert, und ich habe in meinen Antworten für einen Sachverhalt zwei zutreffende Begründungen angegeben: daß ich mir nicht sicher bin, wie befangen ich bin, und daß ich mich nicht für besonders kompetent halte. Stimmt beides.

    Jetzt schalt mal bitte einen Gang runter. Und erklär mir vielleicht noch mal, was mich zum Antikommunisten und Sexisten macht.

  70. 70 gender ficken 11. November 2009 um 16:03 Uhr

    mit den gleichen argumenten kann man die abschaffung von frauenhäusern fordern bzw. dass alle männer dazu zutritt erhalten. differenzierung zw. opfer und tätern und das bemühen erste von zweiten zu schützen: „hatz“.

  71. 71 n.n. 11. November 2009 um 16:07 Uhr

    „daß ich mir nicht sicher bin, wie befangen ich bin, und daß ich mich nicht für besonders kompetent halte. Stimmt beides.“

    Und so einen lässt man hier schreiben! Ich muss mich wirklich crashintoahous anschließen: Da blicke ich nicht mehr durch.

  72. 72 gender ficken 11. November 2009 um 16:07 Uhr

    daß ich mir nicht sicher bin, wie befangen ich bin, und daß ich mich nicht für besonders kompetent halte. Stimmt beides.

    dann beschäftige dich mit dem thema – und halte bis dahin bitte das maul. wenn du dann irgendwann dazu in der lage bist, kompetente beiträge zu schreiben, stört das sicherlich niemanden.

  73. 73 Fussel 11. November 2009 um 16:15 Uhr

    Ich hab noch nie von einem Frauenhaus gehört, dessen Mitarbeiterinnen als bewaffnete Rotte ein Lokal überfallen oder vermeintlichen Sexisten nachts irgendwo auflauern. Auch Steckbriefe mit Adressen von Sexisten gibts da seltener. Und die Verbrechen der Täter beschränken sich leider nicht auf falsche Zeitschrift lesen oder jemanden aus der falschen linken Gruppe in einer Kneipe „dulden“. Es geht halt in meinem Kommentar um was ganz anderes, nämlich um eine gefährliche (verkürzt ist fast schon zu wenig gesagt) Ideologie in linken und feministischen Kreisen, die zur Herstellung von Gemeinschaft genutzt wird und im Kampf gegen Sexismus nichts bringt.

  74. 74 gender ficken 11. November 2009 um 16:16 Uhr

    … die ihr beanspruchtes Territorium (Szenekneipen oder „Wohnprojekte“) mit Gewalt „sexistenfrei“ halten wollen.

    hast du schon mal von frauenhäusern gehört, die männer draußen halten wollen – quasi freiraum? nein? komisch.

    aber eh klar: das ist herstellung deutsch-ideologischer volksgemeinschaft oder so. und die draußen gehaltenen männer quasi die „neuen juden“.

  75. 75 gar nicht egal 11. November 2009 um 16:21 Uhr

    Unglaublich, was hier abgeht! Ich finde das gut, dass classless hier seine Probleme offen zugibt (Politmacker?) – und dafür fallt ihr dann gleich wieder über ihn her?

    Nur falls das irgendwer vergessen haben sollte: classless postet hier – wie er sagt „auf Einladung“ – Zitate von anderswo. M. E. hat noch niemand einen vernünftigen Grund dafür genannt, warum er das nicht tun sollte.

  76. 76 gender ficken 11. November 2009 um 16:25 Uhr

    ch finde das gut, dass classless hier seine Probleme offen zugibt

    aber er lässt doch die scheisse – zu der er, ach wie reflektiert, steht – doch nicht bleiben! sein „zugeben“ dient doch nur dazu, genauso weiterzumachen!

    bei kritik heißt es dann wohl: „ich hab doch eh vorab gesagt, dass ich sexistisch bin! und ich hab das sogar problematisiert! …“

    ja, liebe mädchenblogger_innen: es war wirklich schon vorab bekannt. beklagt euch im fall der fälle nicht.

  77. 77 gender ficken 11. November 2009 um 16:25 Uhr

    wie er sagt „auf Einladung“

    ja, das sieht man mal, wie es um dieses blog hier steht.

  78. 78 n.n. 11. November 2009 um 16:30 Uhr

    @ gar nicht egal:

    Dass der Typ nicht mal den Anstand in sich trägt als bekennender Sexist und Povokatuer (bei aller ihm hier zugsperchener Reflexionfähigkeit doch irgendwie seltsam, oder?) eine solche Einladung abzuschlagen ist doch allein schon bezeichnend. Und: Das Team vom Mädchenblog wurde vor diesem Schritt gewarnt. Das ist nichts mit „herfallen“, dass ist nur eine Beweis der bewusstsen Provokationen dieses Typen, gerade weil sich Widerstand regt trotzdem anzukommen. Klar, dass Menschen, die keine Lust haben hier in Zukunft „provokante“ Äußerungen zur Vergewaltigungsdebatte zu lesen, dann aufstehen und sich wehren. Seine hier auftretenden Freunde wie Fusel fantasieren ja schon jetzt von lynchmordenden FeministInnen, die Amok laufen und ähnliche Hetze mehr.

  79. 79 TaP 11. November 2009 um 16:35 Uhr

    @ http://www.classless.org/2009/08/28/wie-ich-bei-den-antideutschen-landete/
    via gender ficken – 11. November 2009 um 14:41 Uhr

    „Erst später wurde mir langsam der schmale Grat zwischen antimuslimischem Rassismus und der Gegnerschaft zu Islamfaschismus bewußt, las und hörte ich von den Positionierungen in der Vergewaltigungsdebatte und mußte einsehen, daß Provokation als politische Strategie zwar durchaus aufgehen kann, auf die Dauer aber mehr Selbstdistanz erfordert, als ich in vielen Diskussionen erlebte und als im Snafu der K-Gruppen-Atmosphäre mancher Zusammenhänge überhaupt aufkommen konnte und kann.“

    und classless – 11. November 2009 um 15:07 Uhr

    „Der Satzteil mit der ‚Provokation‘ bezieht sich eben auf diese, auf Provokation als Mittel politischer Intervention. Und die funktioniert aus meiner Sicht nicht mehr emanzipatorisch, wenn sie falsch zielt und die falschen Inhalte hat.“

    Und welche Art von „Provokation“ im Zusammenhang mit bestimmten antideutschen „Positionierungen in der Vergewaltigungsdebatte“ hältst Du (gerade noch oder völlig) für okay?

    @ Die andere Fraktion:

    Es ist doch albern, allen, die sich als „antideutsch“ verstehen oder als „antideutsch“ gelabelt werden, zu unterstellen, sie wären in Sachen Sexismus und Vergewaltigungen auf „Bahamas“-Linie.

    @ n.n. – 11. November 2009 um 15:38 Uhr

    „Er ist Antikommunist, weil er antikomunistische Ressentiments bedient“

    Ist das als Kurzfassung dieses Kommentares von MPunkt gemeint:

    „Das ist doch ein Scheiß, Antikommunisten damit zu kommen, dass ihr Material zur Bebilderung des Antikommunismus’ gar nicht der Kommunismus sei. Damit hast Du weder deren Antikommunismus – der sich gar nicht am Elend in China stört, sondern daran, dass es überhaupt eine (linke) Gegnerschaft zum demokratischen Kapitalismus gibt – kritisiert, noch evtl. Fehler Chinas in der Kapitalismuskritik und den daraus gezogenen Konsequenzen nachgewiesen. Sondern Du gibst der Heuchelei der Antikommunisten recht, dass das in China wirklich ganz schlimme und schädliche Verhältnisse sind. Um entgegen diesen dann zu dementieren, dass das der Kommunismus sei. Wofür Du aber einen anderen Kommunismus konstruieren musst – und weil Du Dich ja bei den Antikommunisten anbiedern willst, eben einen, der doch eigentlich auch ihren antikommunistischen Maßstäben entsprechen müsste. Daher wird es Dir glatt zur Kritik an China, dass es da bspw. keine Pressefreiheit gibt. Als wäre ausgerechnet das eine Abweichung vom Kommunismus oder gar ein Kritikpunkt.“

    Oder gibt es irgendein ernsthaftes Argument für den Antikommunismus-Vorwurf.

    Falls nein, dann viel Spaß bei Eurem angekündigten Post-Mädchenblog – anscheinend für ‚Deng Xiaoping-Feministinnen‘.

  80. 80 n.n. 11. November 2009 um 16:38 Uhr

    „Oder gibt es irgendein ernsthaftes Argument für den Antikommunismus-Vorwurf.“

    Nee, der Mpunkt, der faselt natürlich nur so was saher. Der kennt sowas wie „ernsthafte Argumente“ gar nicht…

  81. 81 gender ficken 11. November 2009 um 16:46 Uhr

    du hast lyzi vergessen:

    Dabei ist der Irrsinn bei Kulla und den anderen anarchistischen Antikommunisten doch schlicht, wie an anderer Stelle schon erwähnt, dass sie eine Antithese aufstellen zu einer These, die es nie gegeben hat: Niemand würde der FDP vorwerfen „Ihr seid gar keine Sozialdemokraten“, aber bei den Realsozialisten, beim verwirklichten, BEGINNENDEN, FRÜHEN Sozialismus der DDR und der UdSSR, da wird – aus objektiv antikommunistischer Motivation heraus (subjektiv meinen Kulla & Kumpels wahrscheinlich, sie seien weiss Gott wie „kritisch“ (auch so ein Ladenhüter aus Stumpfsinnszeiten, der nur Verblödung über die Menschheit gebracht hat: „Kritik“, du meine Güte!), wenn sie mit ihrer schlechten Pop-Musik auf die Leiche des Sozialismus pissen, aber das interessiert eben auch nur unmarxistische Anarcho- und Staatskritikerdeppen, was so subjektive Motivation ist) – gesagt: „Das war gar kein Sozialismus, SKANDAL, Kopf ab!!“

    das ist kritik aus einer anderen perspektive – einer, die dir näher stehen dürfte.

    mir persönlich reichen mpunkt argumente.

  82. 82 gender ficken 11. November 2009 um 16:47 Uhr

    anscheinend für ‚Deng Xiaoping-Feministinnen‘.

    das wird v.a. ein blog werden, auf dem sexist_innen und rassist_innen nicht werden schreiben dürfen.

    wo dann nicht nötig sein wird, solche fragen zu stellen:

    Und welche Art von „Provokation“ im Zusammenhang mit bestimmten antideutschen „Positionierungen in der Vergewaltigungsdebatte“ hältst Du (gerade noch oder völlig) für okay?

    :)>-

  83. 83 classless 11. November 2009 um 16:50 Uhr

    @ TaP

    „Und welche Art von „Provokation“ im Zusammenhang mit bestimmten antideutschen „Positionierungen in der Vergewaltigungsdebatte“ hältst Du (gerade noch oder völlig) für okay?“

    Wie gesagt, dieser Satz zerfiel in drei Teile: den mit der Vergewaltigungsdebatte, den mit dem Übergang in antimuslismischen Rassismus und den mit der Provokation. Und mit letzterer meine ich sowas wie z.B. am 8. Mai 2004 mit Alliertenfahnen, schwarzer, roter und Israelfahne vorm Zeughaus zu stehen. Oder ebenso gut sichtbar Paul Spiegels „Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder“ als Transparent zu zeigen.

    Im Zusammenhang mit der Vergewaltigungsdebatte ist mir keine vergleicbare Provokation oder Intervention bekannt, der ich zustimmen würde, sondern eben eher Sachen, die ich ablehne wie oben erwähnte Grenzverwischung zwischen Vergewaltigung und Verführung.

  84. 84 TaP 11. November 2009 um 16:52 Uhr

    In der Tat ist das MPunkt-Zitat in Bezug auf den Streitpunkt nur Faselei. Allenfalls läßt sich dem Zitat der (zutreffende) Hinweis entnehmen, daß sich BÜRGERLICHE AntikommunistInnen von ihrem Antikommunismus nicht dadurch von ihrem Antikommunismus abbringen lassen, daß argumentiert wird, daß Kommunismus etwas anderes als die in China herrschenden Verhältnis sei.

    Dies macht aber die Charakterisierung der Verhältnisse in China als nicht kommunistisch nicht zu einem Bedienen „antikomunistische Ressentiments“.

    Und außerdem sind nicht alle AntikommunistInnen deshalb AntikommunistInnen, weil sie statt dessen für (bürgerliche) Klassenherrschaft und Ausbeutung sind. Letztere sind also mit der von MPunkt kritisierten Argumentation durchaus zu erreichen.

  85. 85 Deng 11. November 2009 um 16:53 Uhr

    Ich wollte nur anmerken, mich an dem Projekt der „Deng Xiaping-FeministInnen“ u.U. gerne beteiligen zu wollen.

    „Gender ficken“, das heißt übrigens „lyzi“ und nicht „lyzis“. Das „s“ ist lediglich dem Genitiv geschuldet.

  86. 86 gender ficken 11. November 2009 um 16:56 Uhr

    Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder

    das mit dem afghanistan- und irak-krieg ist eben keine unterstellung.

    @deng: ist korrigiert.

  87. 87 TaP 11. November 2009 um 17:06 Uhr

    @ lyzi via gender ficken – 11. November 2009 um 16:46 Uhr

    „Niemand würde der FDP vorwerfen „Ihr seid gar keine Sozialdemokraten“, aber bei den Realsozialisten, beim verwirklichten, BEGINNENDEN, FRÜHEN Sozialismus der DDR und der UdSSR, da wird […] gesagt: ‚Das war gar kein Sozialismus, SKANDAL, Kopf ab!!‘“

    Abgesehen davon, daß mir die vage wohlwollende Würdigung des „BEGINNENDEN, FRÜHEN Sozialismus der DDR und der UdSSR“ in der Tat irgendwie ‚nähersteht‘ als die Position von MPunkt, ist auch die Argumentation von lyzi unlogisch:

    1. Es hat niemand behauptet, die FDP sei sozialdemokratisch. Deshalb ist es in der Tat müßig, diese Behauptung zu widerlegen.

    2. Der ‚Realsozialismus‘ wird sehr wohl häufig mit Kommunismus identifiziert. Deshab ist es nicht müßig, diese Behauptung zu kritisieren.

    3. Auch der „BEGINNENDEN, FRÜHEN Sozialismus der DDR und der UdSSR“ – selbst noch zu Lenins Lebzeiten – war kein Kommunismus und hatte – trotz des Ausdrucks „Kriegskommunismus“ – realistischerweise auch nicht beansprucht, bereits Kommunismus zu sein. Dies festzustellen, ist kein „antikommunistische Ressentiment“.

  88. 88 bigmouth 11. November 2009 um 17:10 Uhr

    es ist schon unglaublich, wie sehr leute jede lesefähigkeit aufgeben, wenn es um texte ihnen nicht genehmer personen gibt. dass sich das „provokation“ auf „antimuslimischen rassismus“ beziehen soll, ist schlicht lachhaft

  89. 89 gender ficken 11. November 2009 um 17:13 Uhr

    Auch der „BEGINNENDEN, FRÜHEN Sozialismus der DDR und der UdSSR“ – selbst noch zu Lenins Lebzeiten – war kein Kommunismus und hatte – trotz des Ausdrucks „Kriegskommunismus“ – realistischerweise auch nicht beansprucht, bereits Kommunismus zu sein. Dies festzustellen, ist kein „antikommunistische Ressentiment“.

    das stellt kulla aber nicht fest. denn kulla ist anarcho mit „snafu-prinzip“, der in der tat die SU und die DDR prinzipiell ablehnt. (und nicht feststellt, dass das ein längerer prozess ist. nein, er „pisst auf die leiche des sozialismus“, wie lyzi zurecht feststellt.)

    sehr wahrscheinlich – das nun ist eine unbelegte behauptung, weil ich nicht in seinem blog rum graben will zwecks auffinden von belegen – ablehnung des klassenKAMPFES (das ist autoritär! vielleicht sogar mit gewalt dabei! das wäre typisch AD: man weiß ja, manager_innen und kapitalist_innen sind die „neuen juden“.). da führt man lieber einen herrschaftsfreien diskurs.

    etc pp

  90. 90 bigmouth 11. November 2009 um 17:15 Uhr

    welche „antikomunistische[n] Ressentiments bedient“ classless denn? dass der große sprung nach vorn eine scheißidee war?

  91. 91 bigmouth 11. November 2009 um 17:16 Uhr

    beim „pissen auf die leiche des [real]sozialismus“ stell‘ ich mich übrigens gerne dazu. ich seh‘ das problem nicht

  92. 92 gender ficken 11. November 2009 um 17:20 Uhr

    dass sich das „provokation“ auf „antimuslimischen rassismus“ beziehen soll, ist schlicht lachhaft

    nein, das geht anders: ich behaupte, dass „islamfaschismus“ bereits rassistisch ist (und nazifaschismus-verharmlosend: Der koran als vorlage von ‚mein kampf‘ – alles schon bei ADs gelesen). und: dass wenn jemand erst nach jahren checkt, dass ADs rassistisch argumentieren, diese person selber rassismus pflegt. es wäre sonst von anfang an aufgefallen. kulla landete ja nach eigenaussage nach 9/11 endgültig bei den antideutschen (die es angeblich nicht gibt, obwohl man bei ihnen landen kann). zuvor war da noch die PDS u.a.

    ALSO kulla landet bei den ADs u.a., weil ihm der rassismus zusagte!

    was aber spätestens ab 9/11 an rassismus bei ADs abging, ist ausreichend dokumentiert, zum beispiel von café morgenland.

  93. 93 gender ficken 11. November 2009 um 17:28 Uhr

    ich behaupte, dass „islamfaschismus“ bereits rassistisch ist

    zum vergleich: überlegt nur mal, was los wäre, würde man von der israelischen besatzung oder dem gaza-krieg als „judentum-faschismus“ oder „jüd. faschismus“ reden.

    und es gäbe zurecht protest!

  94. 94 TaP 11. November 2009 um 17:35 Uhr

    @ http://www.classless.org/2009/08/28/wie-ich-bei-den-antideutschen-landete/
    via gender ficken – 11. November 2009 um 14:41 Uhr

    „Erst später wurde mir langsam der schmale Grat zwischen antimuslimischem Rassismus und der Gegnerschaft zu Islamfaschismus bewußt, las und hörte ich von den Positionierungen in der Vergewaltigungsdebatte und mußte einsehen, daß Provokation als politische Strategie zwar durchaus aufgehen kann, auf die Dauer aber mehr Selbstdistanz erfordert, als ich in vielen Diskussionen erlebte und als im Snafu der K-Gruppen-Atmosphäre mancher Zusammenhänge überhaupt aufkommen konnte und kann.“

    und classless – 11. November 2009 um 16:50 Uhr

    „Wie gesagt, dieser Satz zerfiel in drei Teile: den mit der Vergewaltigungsdebatte, den mit dem Übergang in antimuslismischen Rassismus und den mit der Provokation. Und mit letzterer meine ich sowas wie z.B. am 8. Mai 2004 mit Alliertenfahnen, schwarzer, roter und Israelfahne vorm Zeughaus zu stehen. Oder ebenso gut sichtbar Paul Spiegels ‚Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder‘ als Transparent zu zeigen.
    Im Zusammenhang mit der Vergewaltigungsdebatte ist mir keine vergleicbare Provokation oder Intervention bekannt, der ich zustimmen würde, sondern eben eher Sachen, die ich ablehne wie oben erwähnte Grenzverwischung zwischen Vergewaltigung und Verführung.“

    Du willst also sagen, der dritte Teil („und mußte einsehen, …“) des alten Zitates sollte überhaupt nichts mit den ersten beiden Teilen (1. Rassismus. 2. Vergewaltigungsdebatte) zu tun haben?
    Zwar eine nicht völlig ausgeschlossene Lesart, aber auch nicht gerade naheliegend. -

    Blieben jedenfalls zwei Fragen zu den ersten beiden Teilen

    a) Ist der Ausdruck „Islamfaschismus“ wirklich haltbar? Was soll er genau bezeichnen? Und worauf würdest Du ihn nicht münzen?

    Und b) – wichtiger: Teil 2 besteht ja nur aus: „und hörte ich von den Positionierungen in der Vergewaltigungsdebatte“. – Du hast davon ‚gehört‘ – und hast Du dazu schon mal selbst Position bezogen?
    Oder ist Deine jetzige Äußerung, „Im Zusammenhang mit der Vergewaltigungsdebatte ist mir keine vergleicbare“ – also wohl (wie die Alliiertenfahnen) von Dir positiv gewertete – „Provokation oder Intervention bekannt“, Deine erste Äußerung zu dem Thema?

    (Nicht, daß ich meinen würde, jedeR mußte vor Eintritt in eine politische Debatte erst einmal eine Distanzierung von der „Bahamas“ unterschreiben. Ich frage nur, ob es dazu eine genauere Stellungnahme von Dir gibt.)

    PS.:
    Und was ist „Sanfu“?

  95. 95 gender ficken 11. November 2009 um 17:40 Uhr

    snafu = ~ habermas, präsentiert von kulla: http://chaosradio.ccc.de/sigint09_mp3_3203.html

  96. 96 classless 11. November 2009 um 17:47 Uhr

    @ TaP

    „Du willst also sagen, der dritte Teil („und mußte einsehen, …“) des alten Zitates sollte überhaupt nichts mit den ersten beiden Teilen (1. Rassismus. 2. Vergewaltigungsdebatte) zu tun haben?“

    Sie stehen zusammen in einem Satz, weil es die wichtigsten Elemente des antideutschen Ansatzes waren, mit denen ich Probleme hatte und habe; insofern gehören sie zusammen. Während ich aber an der Verharmlosung von Vergewaltigungen und an antimuslimischem Rassismus gar nichts Gutes erkennen kann und beides entsprechend ablehne, ist das politische Mittel der öffentlichen Provokation oder Intervention unter Umständen eine gute Option, gerade für Menschen oder Gruppen besonders minoritären Auffassungen.

  97. 97 gender ficken 11. November 2009 um 17:49 Uhr

    wilson & die „femi-nazis“, optimaler bezugspunkt.

  98. 98 TaP 11. November 2009 um 17:51 Uhr

    gender ficken – 11. November 2009 um 17:20 Uhr

    „was aber spätestens ab 9/11 an rassismus bei ADs abging, ist ausreichend dokumentiert, zum beispiel von café morgenland.“

    „café morgenland“? Hatten die nicht (jedenfalls in den 90er Jahren) selbst antideutsche Positionen vertreten? Das beweist dann doch nur wie vielfältig ‚antideutsche‘ Positionen sind.

    Jedenfalls läßt sich doch nicht dem ganze ‚antideutschen‘ Spektrum Rassismus vorwerfen.

    Vgl. zum Hintergrund:

    http://theoriealspraxis.blogsport.de/2009/08/02/2-x-4-begrifflich-logische-vorschlaege-um-nicht-an-einander-vorbeizureden/
    http://theoriealspraxis.blogsport.de/2009/08/03/weil-sachkenntnis-jeder-diskussion-nur-gut-nun-gut/
    und
    http://maedchenblog.blogsport.de/2009/10/28/antisexismus-maennlichkeit/#comment-34379.

  99. 99 gender ficken 11. November 2009 um 17:51 Uhr

    des antideutschen Ansatzes

    ich dachte, den gab und gibt es nicht?

    und dass der „islamfaschismus“ eine gute option ist als provokation – OK. dann beklage in zukunft bitte nicht, wenn vom judeofaschismus die rede ist. ist doch nur eine politisch sinnvolle provokation!

  100. 100 gender ficken 11. November 2009 um 17:53 Uhr

    Jedenfalls läßt sich doch nicht dem ganze ‚antideutschen‘ Spektrum Rassismus vorwerfen.

    du, classless ist schon zu bahamas-veranstaltungen gerannt und plädiert nach wie vor für deutsche angriffskriege gegen „islamfaschismus“.

    check das mal.

    zudem hatte ich auf 9/11 hingewiesen: café morgenland kritisiert genau den AD-mainstream, in dem kulla schwimmt.

  101. 101 classless 11. November 2009 um 18:18 Uhr

    Hier wissen Leute lauter Sachen über mich, von denen ich selbst nichts weiß. Ich habe gerade nicht den Eindruck, daß es hier noch um was anderes geht als darum, mir _irgendwas_ anzuhängen. Wenn sich eine Unterstellung als Quatsch herausstellt, wird sich halt die nächste gegriffen.

    Hat noch jemand eine konkrete Frage oder Anmerkung, die irgendwas damit zu tun hat, ob ich hier hin und wieder Blogfundstücke posten sollte?

  102. 102 Fussel 11. November 2009 um 18:53 Uhr

    „hast du schon mal von frauenhäusern gehört, die männer draußen halten wollen – quasi freiraum? nein? komisch.“

    Keine Ahnung warum du linke „Freiräume“ unbedingt mit Frauenhäusern gleichsetzen willst. Um die gings ebensowenig, wie um Männer im allgemeinen oder gar „neue Juden“. Davon schwafelst ausschließlich du.

    Ich bleib dabei: Sexismus ist Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse, niemand in unserer Gesellschaft kann gänzlich frei davon sein. Deshalb kommts drauf an, sich das bewusst zu machen und so gut wie möglich gegenzusteuern. Sexismus lässt sich jedenfalls nicht einfach zusammenschlagen, und „sexistenfreie“ Zonen, Organisationen oder Blogs gibt es nicht. Was es aber gibt, sind „Räumlichkeiten, in denen Menschen mehr auf sexistisches Denken und verhalten achten und versuchen es so gut es geht zu vermeiden“. Gefährlicher als Leute, die eigene sexistische Denkmuster erkennen, sind solche, die deren Existenz einfach leugnen.

  103. 103 gender ficken 11. November 2009 um 18:58 Uhr

    ja, die frage mit dem islamfaschismus bleibt. ich würde gerne wissen, wie du es mit dem judeofaschismus hälst. erkennst du da antisemitismus? und was ist am islamfaschismus so anders?

    dieses thema – antimuslimischen rassismus – habe ich von anfang angesprochen.

  104. 104 bigmouth 11. November 2009 um 18:59 Uhr

    @ gender ficken: vom „jüdischen faschismus“ sprach etwa ein uA von arendt & einstein 1949 unterzeichneter offenber brief völlig korrekt in bezug auf Lechi/Stern-Gang. und als bezeichnung für kahanisten taugt’s auch. idr wird das ja spezifisch auf islamisten gemünzt. führ‘ bitte mal aus, warum der begriff rassistisch (und nicht: schlicht sachlich falsch) ist

  105. 105 gender ficken 11. November 2009 um 19:13 Uhr

    das ist meine position:

    Den Kritikern der Islamfaschismus-These zufolge diene die begriffliche Neuschöpfung weniger der adäquaten Erfassung politisch-ideologischer Tatsachen, sondern ziele als politischer
    Kampfbegriff sowohl auf eine Verharmlosung bzw. Relativierung der nationalsozialistischen und faschistischen Verbrechen im Europa des 20. Jahrhunderts als auch auf eine Stigmatisierung des Islams heute. (ZMO)

    in diesem zusammenhang: in den meisten AD-publikationen ist mittlerweile nicht mehr von islamismus die rede, sondern simpel vom islam.

    auch die rede vom „jüdischen faschismus“ (und: judeofaschismus) lehne ich ab, weil es suggeriert, das programm speise sich aus der religion. das tut es nicht.

  106. 106 Julinoir 11. November 2009 um 19:16 Uhr

    Liebe Leute,
    ich habe gerade keine zeit auf alles, was hier geschrieben wurde einzugehen, darum stichwortartig einige Kommentare.
    1. Nein, das mädchenblog ist nicht als solches als kommunistisch angelegt. Einige Autor_innen, zu denen ich mich auch zähle, identifizieren sich als sowohl feministisch als auch kommunistisch, andere nicht. Das ist auch okay so, hier geht es darum, sich über feministische Themen auszutauschen, und wir Autor_innen müssen nicht alle eine ideologische Linie verfolgen.
    2. Wenn Classless auf diesem Blog antifeministische, sexistische oder rassistische Kommentare oder Beiträge bringt, werden wir als Autor_innen uns damit auseinandersetzen, wie wir das auch in der Vergangeheit getan haben. Zugegebenermaßen nicht immer superschnell, aber sowas bringt ein offenes Projekt wie das Mädchenblog mit sich. Bislang hat Classless auf diesem Blog allerdings kein grobes Fehlverhalten an den Tag gelegt, von daher sehe ich keinen akuten Handlungsbedarf.
    3. Ich habe schwer den Eindruck, dass hier persönliche Animositäten gegen classless ausgetragen werden. Die vorgebrachten Anschuldigungen des Antikommunismus und Sexismus wurden bislang nicht belegt. Ein Blog ist kein guter Ort für sowas. Das mädchenblog ist erst recht kein geeigneter Ort dafür, die eh schon ziemlich ausgelutschte Debatte über die allgemeine Verwerflichkeit „der Antideutschen“, die es so nun wirklich nicht gibt, zu führen. Und zu guter letzt habe ich persönlich schlicht und einfach keinen Bock, mir eure schlecht als Argumente verbrämten Antipathien reinzuziehen.
    4. MPunkt als Referenz heranzuziehen, ist ziemlich lächerlich. Mpunkts Version von kommunistischer Haltung sieht Feminismus nämlich überhaupt nicht vor. MPunkt hat in diversen Kommentaren in diesem Blog deutlich gemacht, dass er Feminismus für überflüssig hält, weil es einzig und allein darum gehen darf, den Kapitalismus zu überwinden.
    Warum jetzt genau soll also seine Meinung über Classless für mich als feministische Kommunistin relevant sein? Das ein Heteromacker findet, dass ich bis zum glücklichen Gelingen des Kommunismus mich mit sexistischer Kackscheisse aller Art abzufinden habe, ist ja nicht selten, aber nichts, was ihn zu einem Referenzpunkt für irgendwas macht.

    Fazit: Sucht euch einen geeigneten ort, um eure Differenzen auszutragen, meinetwegen einen eigenen Blog oder was weiß ich. Hier ist nicht der Ort für unbelegte Anschuldigungen oder das Austragen von persönlichen Konflikten. Wenn ihr belegen könnt, das classless sich hier sexistisch äußert, tut das. Als kleiner Tip noch: den Mädchenblog-Auotr_innen pauschal vorzuwerfen, sie seien blind für sexismen oder antikommunismus, ist nicht so richtig schlau.

  107. 107 TaP 11. November 2009 um 19:19 Uhr

    gender ficken – 11. November 2009 um 17:28 Uhr

    „ich behaupte, dass ‚islamfaschismus‘ bereits rassistisch ist
    zum vergleich: überlegt nur mal, was los wäre, würde man von der israelischen besatzung oder dem gaza-krieg als ‚judentum-faschismus‘ oder ‚jüd. faschismus‘ reden.
    und es gäbe zurecht protest!“

    @ gender ficken – 11. November 2009 um 18:58 Uhr

    ja, die frage mit dem islamfaschismus bleibt. ich würde gerne wissen, wie du es mit dem judeofaschismus hälst.

    Ohne, daß dies den Ausdruck „Islamfaschismus“ rechtfertigen würde, gibt das es aber schon noch unterschiedliche Grade der Falschheit: Der heutige israelische Staat ist, unbeschadet der notwendigen Kritik an seiner Besatzungspolitik, für seine StaatsbürgerInnen ein parlamentarisches Regime mit Parteienpluralismus usw., was es im historischen europäische Faschismus nicht gab und worauf wahrscheinlich auch die meisten als ‚islamfaschistisch‘ gelabelten Gruppen nicht besonders stehen.

    @ bigmouth – 11. November 2009 um 18:59 Uhr

    „führ‘ bitte mal aus, warum der begriff rassistisch (und nicht: schlicht sachlich falsch) ist“

    Das würde mich auch mal interessieren.

  108. 108 TaP 11. November 2009 um 19:26 Uhr

    @ Julinoir – 11. November 2009 um 19:16 Uhr

    Das sehe ich, abgesehen davon, daß ich MPunkts hiesige Kommentare nicht verfolgt und die anderen Beiträge von classless nicht gelesen habe, im großen und ganzen genauso.

  109. 109 Emily 11. November 2009 um 19:28 Uhr

    Schön, dass meine Frage so umfangreich und verständlich beantwortet wurde.

    Vielleicht sollten sich hier einige wirklich ihren eigenen Blog aufmachen, wenn sie keine Lust haben, vernünftig mit Leuten zu diskutieren, die eine andere Meinung haben. Dann können sich da alle schön gegenseitig auf die Schulter klopfen.

  110. 110 gender ficken 11. November 2009 um 19:31 Uhr

    Sucht euch einen geeigneten ort

    vielleicht:
    http://menschenblog.blogsport.de/

  111. 111 gtz 11. November 2009 um 20:20 Uhr

    is ja irrsinnig, was hier vor sich geht. „interessierte leseschwächen“ aller ortens.

    diese position teile ich:

    Sexismus ist Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse, niemand in unserer Gesellschaft kann gänzlich frei davon sein. Deshalb kommts drauf an, sich das bewusst zu machen und so gut wie möglich gegenzusteuern. Sexismus lässt sich jedenfalls nicht einfach zusammenschlagen, und „sexistenfreie“ Zonen, Organisationen oder Blogs gibt es nicht. Was es aber gibt, sind „Räumlichkeiten, in denen Menschen mehr auf sexistisches Denken und verhalten achten und versuchen es so gut es geht zu vermeiden“. Gefährlicher als Leute, die eigene sexistische Denkmuster erkennen, sind solche, die deren Existenz einfach leugnen.

  112. 112 huenerei 11. November 2009 um 21:23 Uhr

    *mir geht das popcorn aus*

  113. 113 rofl 11. November 2009 um 22:36 Uhr

    =d> erst tap, jetzt classless. politmacker jeder coleur dürfen hier also schreiben.

  114. 114 TaP 11. November 2009 um 22:51 Uhr

    Ja, es geht hier wirklich schlimm zu! Feministinnen sind nicht etwa still und leise und falten die Hände, sondern streiten für politische Positionen. Noch schlimmer: Sie können sogar lesen und Theorie verstehen und zitieren.
    Und noch schlimmer, Feministinnen sind kein monolithischer Block qua xx-Chromosomen, sondern können außerdem Kommunistinnen und Antikommunistinnen, Anarchistinnen und Antianarchistinnen, antideutsch und antiantideutsch, und und … sein.
    Wirklich schlimm, auf nichts kann mann sich mehr verlassen.

  115. 115 huenerei 12. November 2009 um 0:08 Uhr

    »Sie können sogar lesen und Theorie verstehen und zitieren«

    zumindestens können sie theorien interpretieren, weiss nicht ob man theorien verstehen kann. so „ich hab das verstanden“ und schon ist man bei so rechthaberei und wo bleibt dann das gespräch. dem kulli wurden aber ganz schön die worte verdreht, selbst nach wiederholten klarstellen noch.

    naja zurueck zum posting. was ist den jetzt active consent? will der kellner eventuell seinen job losswerden? sagt man beim eingiessen nicht gleich „stop“ oder „reicht“ oder ist das im englischen so kompliziert? taugt das dann als analogie?

  116. 116 admin 12. November 2009 um 0:24 Uhr

    @julinoir: danke für deine worte! ich denke du hast unsere position hier ziemlich exakt wiedergegeben.

  117. 117 gender ficken 12. November 2009 um 2:37 Uhr
  118. 118 Roswitha 12. November 2009 um 8:13 Uhr

    Haha, einerseits soll man sich von Sexismus nicht trennen können, weil man in einer sexistischen Gesellschaft geprägt wurde und gleichzeitig soll man aber in der „postnazistischen“ BRD nicht postnazistisch, sondern einfach kommunistisch sein – super Kulla…

  119. 119 TaP 12. November 2009 um 9:42 Uhr

    huenerei -12. November 2009 um 0:08 Uhr

    „dem kulli wurden aber ganz schön die worte verdreht, selbst nach wiederholten klarstellen noch. „

    Das waren aber nicht die von rofl kritisierten blog-AutorInnen und anderen, für ihre ‚Zulassungs-‘/Bündnispolitik kritisierten blog-Macherinnen, sondern das waren die anti-identitären FreundInnen des chinesischen ‚Egal, welche Farbe die Katze hat, Hauptsache sie fängt Mäuse‘-KommiTALISMUS.

    Und wieviel Feminismus (und Klassenkampf) in deren humanistischen* Menschen- statt Mädchenblog vorkommt, werden wir ja noch sehen.

    Huenerei zu dem Dialog:

    „sagt man beim eingiessen nicht gleich ’stop‘ oder ‚reicht‘ oder ist das im englischen so kompliziert? taugt das dann als analogie?“

    Da steht: „Woman: […]. That’s fine. (He pours.) Stop!

    Ob das eine gut Analogie ist, scheint mir allerdings auch zweifelhaft, denn es ginge ja vielmehr gerade darum zu vermitteln, daß nicht erst ein ausdrückliches „Stop“, sondern auch ein „Vielleicht später“, ein Sich-Wegwinden u.ä. „Nein“ heißt (http://TheoriealsPraxis.blogsport.de/images/Nein_heit_nein.jpg).

    @ Roswitha – 12. November 2009 um 8:13 Uhr

    „einerseits soll man sich von Sexismus nicht trennen können,“

    Das schrieb classless nicht, classless schrieb:

    „Da mir allerdings schmerzlich bewußt ist, selbst auch z.T. von sexistischen Vorstellungen beeinflußt worden zu sein [= Vergangenheit passiv, TaP], halte ich mich zu diesem Thema meistens eher zurück, lese viel dazu, versuche diese Vorstellungen abzulegen [Gegenwart aktiv, TaP]“

    * „Feministische Analysen weisen nach, wie das Schweigen der Frauen und ihr Ausschluß vom Kampf um Repräsentation Bedingung für humanistisches Denken gewesen ist.“
    (Biddy Martin, Weiblichkeit als kulturelle Konstruktion [1980], in: Das Argument H. 138, März/April 1983, 210-215 [212]).
    „Wenn man die Proletarier mit […] humanistischen Tönen einlullt, bringt man sie ab vom Klassenkampf, […].“
    (Louis Althusser, Antwort an John Lewis [1972], in: Horst Arenz / Joachim Bischoff / Urs Jaeggi (Hg.), Was ist revolutionärer Marxismus? Kontroverse über Grundfragen marxistischer Theorie zwischen Louis Althusser und John Lewis, Westberlin, 1973, 35 – 76 [63]).

    „Nehmen wir […] die Erkenntnis, daß Identität nie stabil, sondern immer kontingent, instabil, […] ist, ernst, könnte dies am Ende eine produktivere Identitätspolitik generieren, die nicht daran interessiert ist, […] Inkonsistenzen auszulöschen […]. Das bedeutet nicht, auf Identität in der Politik zu verzichten, sondern das Verhältnis von Identität und Politik vom Kopf auf die Füße zu stellen. […].“
    (Sabine Hark, ‚Jenseits‘ der Lesben Nation? Die Dezentrierung lesbisch-feministischer Identität, in: Verein Sozialwissenschaftliche Forschung für Frauen – SFBF – e.V. [Hg.], Zur Krise der Kategorien. Frau – Lesbe – Geschlecht [Materialienband 14], Selbstverlag: Frankfurt am Main, 1994, 89 – 112 [98]).

  120. 120 lovergirl 12. November 2009 um 9:55 Uhr

    ich mag euch, aber ich werde es reflektieren und ablegen.

  121. 121 noch jemand 12. November 2009 um 10:17 Uhr

    Jetzt auch noch mein Senf dazu:

    Wenn hier schon in allen möglichen Blogpostings vom Kulla herumgesucht wird, kann ja mal angemerkt werden, dass die bekanntesten Sachen von ihm eher die Mucke sind. Und da erledigt sich die Frage, ob er kein Antisexist oder ob er Antikommunist ist, aus meiner Sicht irgendwie. Gerade bei den Sachen, die er dann live zum Besten gibt.

    Der „Communism Song“ fordert „Communism in the whole world, then to take it to the universe“ und ein anderer Song, in dem es um sexistische Verhaltensweisen geht, hat den Refrain „Sexist Motherfucker get lost creep!“

    Ich habe mich auch immer etwas geärgert, dass sich Kulla, der in seinem Blog ja so viele Sachen verhandelt, so wenig zu Sexismus äußert. Aber alle Äußerungen, die ich kenne, finde ich korrekt. Und umgekehrt ist er mir eben nicht als Sexist aufgefallen.

  122. 122 lyzi 12. November 2009 um 10:32 Uhr

    Nur falls das irgendwer vergessen haben sollte: classless postet hier – wie er sagt „auf Einladung“ – Zitate von anderswo. M. E. hat noch niemand einen vernünftigen Grund dafür genannt, warum er das nicht tun sollte.

    Dann tu ich das mal: Weil seine Zitate schwachsinnige Erbauungs- (also: Verblödungs-) Lyrik für kindergartenfeministische Dorftrottel sind. (Erklärung von mir folgt noch.)

    Passt also prima zum Rest des Blogs hier.

  123. 123 bigmouth 12. November 2009 um 10:38 Uhr

    Den Kritikern der Islamfaschismus-These zufolge diene die begriffliche Neuschöpfung weniger der adäquaten Erfassung politisch-ideologischer Tatsachen, sondern ziele als politischer
    Kampfbegriff sowohl auf eine Verharmlosung bzw. Relativierung der nationalsozialistischen und faschistischen Verbrechen im Europa des 20. Jahrhunderts als auch auf eine Stigmatisierung des Islams heute. (ZMO)

    das ist einfach psychologisierender blödsinn, der genau den gleichen fehler macht wie eine ähnliche these über sekundären antisemitismus & israelkritik aus dem antideutschen lager: es wird einfach leuten unterstellt, sie würden sich eigentlich ganz dolle für etwas schämen, und müssten es deshalb per projektion woanders hin verweisen.

    das ist unsinn. es ist viel simpler. die kategorie „faschismus“ wird schon seit den 1930ern unfassbar grob und oft nurschlicht perjorativ gebraucht. lassen wir george orwell sprechen

    The word Fascism has now no meaning except in so far as it signifies ‘something not desirable’.

    (1946)

    It will be seen that, as used, the word ‘Fascism’ is almost entirely meaningless. In conversation, of course, it is used even more wildly than in print. I have heard it applied to farmers, shopkeepers, Social Credit, corporal punishment, fox-hunting, bull-fighting, the 1922 Committee, the 1941 Committee, Kipling, Gandhi, Chiang Kai-Shek, homosexuality, Priestley’s broadcasts, Youth Hostels, astrology, women, dogs and I do not know what else.

    […]

    By ‘Fascism’ they mean, roughly speaking, something cruel, unscrupulous, arrogant, obscurantist, anti-liberal and anti-working-class. Except for the relatively small number of Fascist sympathizers, almost any English person would accept ‘bully’ as a synonym for ‘Fascist’. That is about as near to a definition as this much-abused word has come.

    (1944)

    vgl auch „nazi“ im englischen. „grammar nazi“, „soup nazi“

  124. 124 gender ficken 12. November 2009 um 10:53 Uhr

    humanismus:

    Was ist der Mensch? Was ist sein wahres Wesen? Wie kann der Mensch dem Menschen ein Mensch sein?

    ich kann dich beruhigen, darum geht es nicht. frauenblog war mit auf dem zettel. aber dann schließt man ‚transmenschen‘, ‚inter‘-sexuelle und auch ‚männer‘ aus, die unter hegemonialen geschlechterkonzeptionen und herrschenden -verhältnissen leiden. nicht wahr? so simpel ist das!

    und natürlich wird über ‚frauen‘ geredet werden. hat ja schon angefangen. aber eben über ‚frauen‘ und nicht frauen.

    und gehofft wird auf mitstreiter_innen; es sind weder aufnahmetests zum „biologischen geschlecht“ noch zum „sozialen geschlecht“ geplant. hier verhält es sich ja ähnlich.
    du bist auch derzeit die einzige hier, die exklusiv von feministinnen redet, also zB ‚männer‘ und v.a. auch ‚transmenschen‘ ausschließt – einigermaßen absurd, dass gerade du das machst, findest du nicht?

  125. 125 bigmouth 12. November 2009 um 10:55 Uhr

    in den meisten AD-publikationen ist mittlerweile nicht mehr von islamismus die rede, sondern simpel vom islam.

    deine persönlichen, wohl kaum durch zahlen belegbaren eindrücke – müssen die uns interessieren?

    und ja: das programm einiger revisionistischen zionisten ist mit seiner ausrichtung auf eretz israel usw (teilweise noch im likud-programm gelandet) guten gewissens jüdisch-faschistisch zu nennen, weil die sich tatsächlich auf die torah berufen zur rechtfertigung

  126. 126 bigmouth 12. November 2009 um 10:57 Uhr

    ferner gibt es teile der antideutschen, die im islamismus die „deutsche ideologie“ am werke sehen. blödsinn, wenn man mich fragt. aber „islam(o)fascism“ ist auch in völlig anderen politischen kreisen ein gängiger begriff

  127. 127 n.n. 12. November 2009 um 10:57 Uhr

    „Ja, es geht hier wirklich schlimm zu! Feministinnen sind nicht etwa still und leise und falten die Hände, sondern streiten für politische Positionen. Noch schlimmer: Sie können sogar lesen und Theorie verstehen und zitieren.“

    Du dreckiger Heuchler, du profitierst ja gerade davon, dass sich das Team hier in ihrer biologischen Rolle so wohl fühlt, dass es gerne die kleine Schwester für Politmacker wie dich spielt.
    Und komm nicht so scheinheilig mit „streiten“ und „politische Positionen“. Wo siehst du die denn, wenn es ganz offiziell keine Bedngungen mehr für das posten auf dem Blog gibt?

  128. 128 bigmouth 12. November 2009 um 10:58 Uhr
  129. 129 n.n. 12. November 2009 um 11:03 Uhr

    „und ein anderer Song, in dem es um sexistische Verhaltensweisen geht, hat den Refrain „Sexist Motherfucker get lost creep!“

    Ja, immer diese Mutterficker! Dabei müssen Mütter doch rein und unberührt sein, im Gegensatz zu den ganzen anderen Schl…. Das weiß der Kulla ganz genau.
    „Witzig“ ist hierbei nur, dass man hier nicht mal mehr erkennt, dass genau dass eine der versprochenen „Porvokationen“ ist, sondern daraus noch eine genuin antisexistische Aussage zimmert.

  130. 130 gender ficken 12. November 2009 um 11:09 Uhr

    Du dreckiger Heuchler, du profitierst ja gerade davon, dass sich das Team hier in ihrer biologischen Rolle so wohl fühlt, dass es gerne die kleine Schwester für Politmacker wie dich spielt.

    das sehe ich nicht so.* was ich sehe: dass TaP davon „profitiert“, dass sich feminismus für „transmenschen“ und feministische „männer“ geöffnet hat. das war ja lange heiß debattiert worden und eine zeitlang waren „transmenschen“ als „frauen“, die nie in der kindheit und jugend systematisch zur „frau“ zugerichtet worden waren, nicht gerne gesehen bei feministinnen. TaP weiß das sicher.

    es ist absurd, dass gerade TaP die feministinnen ohne unterstrich oder zumindest binnen-I wieder rausholt. es gab zeiten, da hätte man TaP im namen des original feministinnen-feminismus rausgekickt. mehr noch: nie hätte TaP einen account erhalten.

    *ich fand es gut, dass es die möglichkeit einer replik gab in der bdsm-debatte. was ich dann weniger gut fand, war der erneute diskussionsverlauf sowie die zusammenfassung der diskussion in einem weiteren beitrag – aus einer eindeutig parteiischen haltung heraus (eine zusammenfassung sollte sich anders gestalten). insgesamt hat TaPs verhalten an penetranz zugelegt, seit sie hier „bündnispartner_in“ ist. was TaP will: hegemonie mit ihrem super-konzept erreichen. anders kann man auch die ganzen doppelungen von kommentaren auf dem eigenen blog nicht verstehen. die werden dort sehr oft nochmals als beitrag veröffentlicht, auch wenn hier schon mehrfach kritik in den kommentaren kam. natürlich ist es allen zu blöd, immer zu schauen, ob TaP bei sich doppelt, um dann den gleichen kritik-kommentar dort nochmal zu posten.
    man sieht daran aber gut, wie sehr es um „debatte“ geht – das hieße kritik miteinbeziehen (und nicht einfach bei der doppelung so tun als gäbe es die nicht) – und wie sehr um scheiss mackerverhalten.

  131. 131 gender ficken 12. November 2009 um 11:20 Uhr

    @bigmouth: du hast aber schon gesehen, dass es in dem wikimedia-beitrag einen abschnitt „kritik“ gibt?

  132. 132 n.n. 12. November 2009 um 11:31 Uhr

    @gender ficken

    Ich finde, du bewegst Dich bereits an der Grenze zur TaP-Verharmlosung. Denn die objektive Rolle, die das mädchenblog spielt für Politmacker wie classless oder TaP ist doch der eines Spielraums, auf dem man sich halt auch „feministisch“ so richtig austoben kann. classless hat sowieso was gegen „Mutterficker“ und TaPs neuster Spleen ist halt qua Umbenennung nicht nur unterdrückt sondern auch „master signifikante“ zu sein. Daher der mädchenblog um sich mal so richtig zu produzieren (bis zur nächsten Umbenennung versteht sich). Der Zweck, den hast du ganz klar herausgestellt, das ist die erstrebte Hegemonie und der Ausschluss der „Andersartigen“. Und genau dem geht es entgegenzutreten. Mit allen Mitteln. Auf allen Ebenen.

  133. 133 noch jemand 12. November 2009 um 11:45 Uhr

    @n.n.

    „classless hat sowieso was gegen „Mutterficker“

    Er hat was gegen Sexisten! Das Lied basiert auf „Sexy MF“ von Prince und denunziert ja gerade diese sexistische Sprache. In dem ganzen Songtext geht es um Gegenwehr, um die gesellschaftliche Hegemonie von Mackern usw. Aber du musst dich jetzt wieder un bedingt an dem verwendeten und gegen die Sexisten gewendeten Schimpfwort aufhängen.

    Das ist doch nichts weiter als Unterstellung, wenn du jetzt behauptest, damit würde Kulla die Vorstellung von der reinen unbefleckten Mutter aus der Kiste zaubern.

    So ein Quatsch!

  134. 134 gender ficken 12. November 2009 um 11:51 Uhr

    @n.n.:

    wie gesagt: die möglichkeit zur replik fand ich in ordnung. aber SPÄTESTENS mit dem „beitrag“ zur feministischen statistikkritik hätte klar sein sollen, dass TaP sich nichts schenkt (wer jagt so einen beitrag in die feeds rein?!), wenn es um durchsetzung ihrer position geht. auch das penetrante ständige wiederholen des immergeleichen und das verfälschende zitieren anderer: zum kotzen. das „resumee“ war dann der höhepunkt. nicht in einem kommentar oder bei sich – nein, in einem eigenen beitrag hier, um mal den unterschied klarzumachen.
    da hat TaP auch gekonnt ignoriert, dass einige autor_innen (wahrscheinlich sogar die meisten?) hier ihre haltung nicht teilen und auf eine distanzierende einleitung verzichtet. vereinnahmung nennt man das.

    da spricht man dann als mädchenblog-autor_in. als „bündnispartner_in“

    und das schlimmste ist folgendes:

    Wirklich schlimm, auf nichts kann mann sich mehr verlassen.

    damit werden alle kritiker_innen an TaP und kulla als „männer“ markiert. die können doch nur einen pimmel haben oder zumindest ihre männlichkeit (gender) pflegen (wenn zB „frau“ mit „abweichender identität“), wenn sie kritik an kulla und TaP haben!
    auf die idee, dass auch „frauen“ oder „transmenschen“ oder „inter“-sexuelle kritik haben, kommt dieses arschloch nicht mal. bzw. stellt es so dar, als ginge da dann nicht mit rechten dingen zu. wenn es also doch mal vorkommt, dann handelte es sich wahrscheinlich um dem patiarchat zuarbeitende manipulierte „frauen“. also um keine richtigen „frauen“, sondern um – na eben – „männer“.

    bevormundendes sexistisches arschloch. bevormundend gegenüber „frauen“, „transen“, „inters“ und „männern“.

  135. 135 noch jemand 12. November 2009 um 11:58 Uhr

    „das verfälschende zitieren anderer: zum kotzen.“

    Look who’s talking!

    „wenn sie kritik an kulla und TaP haben“

    Was zur Hölle ist denn nun die Kritik an Kulla?

    Oder ist das nun, dass durchgeknallte Kommunisten, die sich als die ganz harten vorkommen, ihn nicht leiden können und mundtot machen wollen? Das soll jetzt im Ernst gegen ihn sprechen?

  136. 136 gender ficken 12. November 2009 um 12:00 Uhr

    Haben diese Herren nie eine Revolution gesehen ? Eine Revolution ist gewiß das autoritärste Ding, das es gibt; sie ist der Akt, durch den ein Teil der Bevölkerung dem anderen Teil seinen Willen vermittels Gewehren, Bajonetten und Kanonen, also mit denkbar autoritärsten Mitteln aufzwingt; und die siegreiche Partei muß, wenn sie nicht umsonst gekämpft haben will, dieser Herrschaft Dauer verleihen durch den Schrecken, den ihre Waffen den Reaktionären einflößen. Hätte die Pariser Kommune nur einen einzigen Tag Bestand gehabt, wenn sie sich gegenüber den Bourgeois nicht dieser Autorität des bewaffneten Volks bedient hätte? Kann man sie nicht, im Gegenteil, dafür tadeln, daß sie sich ihrer nicht umfassend genug bedient hat?

    http://www.mlwerke.de/me/me18/me18_305.htm

    aber kulla diskutiert sicher snafu-kritisch mit den herrschenden. stichwort hierarchiefreier diskurs.

  137. 137 n.n. 12. November 2009 um 12:03 Uhr

    „Er hat was gegen Sexisten!“

    Und gegen Mutterficker, das sagt er ja. Jetzt würde ich argumentieren, dass das scheinheilig ist, weil er – wäre er kein Sexist (was er ja offen zugibt) – auch nichts gegen gefickteMütter haben könnte.

    „Das Lied basiert auf „Sexy MF“ von Prince und denunziert ja gerade diese sexistische Sprache.“

    Nein, es nutzt sexistische Sprache um zu diskriminieren. Ganz einfach. Peinlich, dass du das auch noch mit Prince oder wem auch immer zu relativieren versuchst.

    „In dem ganzen Songtext geht es um Gegenwehr, um die gesellschaftliche Hegemonie von Mackern usw.“

    Ja, die gesellschaftliche Hegemonie von Mackern, die u.a. hier ausgelebt wird. classless voll dabei mit flotten Sprüchen über Mutterficker.

    „Aber du musst dich jetzt wieder un bedingt an dem verwendeten und gegen die Sexisten gewendeten Schimpfwort aufhängen.“

    Stimmt, „Schmipfwort“. Darum geht es mir. Mir geht es um den sexistischen Gehalt des Textes, der für dich irgendwie antisexistisch oder so sein soll. Aber ich versteh‘ das mit der Provokation vollkommen. „Sexistische Schlampen mal richtig ficken“ wäre auch ein toller Slogan. Meinst du nicht?

    „Das ist doch nichts weiter als Unterstellung, wenn du jetzt behauptest, damit würde Kulla die Vorstellung von der reinen unbefleckten Mutter aus der Kiste zaubern.“

    Ja, wie jetzt benutzt er das Wörtchen „Mutterficker“ nun, oder nicht? Bezieht sich das auch die Gesellschaft in der wir leben (die ja nach mehrfach getätigter Aussage classless eh zum unbescholtenen Sexisten gemacht hat).

    „So ein Quatsch!“

    Für emanzipatorische Menschen ist der Kampf gegen jegliche Form von Unterdrückung und Gewalt nunmal kein „Quatsch“. Das zu verstehen bedarf aber einem Mindestmaß an Verständnis für die Ziele, und nicht zuletzt auch eine wenig Empathie.

  138. 138 gender ficken 12. November 2009 um 12:07 Uhr

    und gegen die Sexisten gewendeten Schimpfwort aufhängen.

    du checkst es einfach nicht.

    sexismus ist auch dann nicht OK, wenn es gegen sexist_innen geht!

  139. 139 TaP 12. November 2009 um 12:15 Uhr

    @ gender ficken – 12. November 2009 um 10:53 Uhr

    „du bist auch derzeit die einzige hier, die exklusiv von feministinnen redet, also zB ‚männer‘ und v.a. auch ‚transmenschen‘ ausschließt – einigermaßen absurd, dass gerade du das machst, findest du nicht?“

    Ich rede von ‚Feministinnen und pro-feministischen Männern‘; ansonsten adressiere ich gemischtgeschlechtliche Kollektive mit großem „I“ (z.B. „KommunistInnen“), und mich selbst auch mit großem „I“ (z.B. „LeninistIn“).
    Die Begründungen für den Unterstrich (statt für das große „I“), die ich kenne, tendieren in Richtung einer pluralistischen Vervielfachung statt einer revolutionären Überwindung der Geschlechter. Das ist in der Tat nicht meine politische Linie.
    Und bei einem Projekt von ca. 20 FrauenLesben und ca. zwei Transwesen sollte es für letztere auch kein Drama sein, nicht bei jedem Satz mittels eines großen „I“s oder eines Unterstrichs sichtbar gemacht zu werden.

    @ n.n. – 12. November 2009 um 10:57 Uhr

    „Du dreckiger Heuchler,“

    Tolle Ent-Identifizierung von den herrschenden Geschlechterrollen. Dieser Stil zeigt nur, daß Du keine Argumente hast.

    „du profitierst ja gerade davon,“

    Ja. Und im Gegensatz zu anderen Trans-Wesen
    ► sehe ich, daß das eine zweischneidige (was nicht heißt: schlechte!) Sache ist;
    ► bin ich nicht der Ansicht, beanspruchen zu können, überall mitmachen zu können, sondern schon-immer-FrauenLesben zusteht, zu entscheiden, inwieweit sie eine solche Bündnispolitik für nützlich halten,
    http://theoriealspraxis.blogsport.de/2007/08/10/de-konstruktiv-oder-destruktiv-queer-lesbianismus/
    ► und nutze ich mein Mitmachendürfen nicht, um liberal-reformistische Feminismus-Lesarten zu propagieren, sondern um eine revolutionäre Lesart eines de-konstruktivistischen Feminismus zu verfechten
    http://maedchenblog.blogsport.de/2009/09/30/feminismus-und-bdsm-sadomasochismus-unvereinbar/#comment-32050;
    dagegen (http://menschenblog.blogsport.de/2009/11/12/about/) habe ich bspw. außer im Falle der Entpolitisierung von Sexualität und der Praxis, das revolutionäre Anliegen durch Fäkalsprache auszudrücken, gar nichts einzuwenden.

    „dass sich das Team hier in ihrer biologischen Rolle so wohl fühlt,“

    Beleg? Anhaltspunkt?

    „dass es gerne die kleine Schwester für Politmacker wie dich spielt.“

    Beleg? Anhaltspunkt?

    „Und komm nicht so scheinheilig mit ’streiten‘ und ‚politische Positionen‘. Wo siehst du die denn, wenn es ganz offiziell keine Bedngungen mehr für das posten auf dem Blog gibt?“

    Daß hier nicht nur Feministinnen und pro-feministische Männer mitmachen dürfen, die die VR China „kommunistisch“ nennen (s. TaP, 11.11.; 16:35 h zu n.n., 11.11.; 15:38 h), heißt nicht, daß es keinerlei Bedingungen gibt:

    „das mädchenblog ist ein offenes feministisches gemeinschaftsprojekt,“ „außerdem werden hier formen von sexismus sichtbar gemacht, kritisiert und diskutiert, die sich im netz und der offline-welt leider noch allzu oft vorfinden lassen.“ „das mädchenblog versucht, erkenntnisse der (queer-)feministischen theorie und praxis anzuwenden,“
    (http://maedchenblog.blogsport.de/ueber/)

    „für den queer-feminismus ist es außerdem wichtig, dass sexismus nicht der einzige oder wichtigste mechanismus ist, der unterdrückung verursacht. denn davon gibt es viele, wie zum beispiel rassismus, antisemitismus, kapitalismus oder nationalismus. […]. diese mechanismen stehen nicht nebeneinander, so dass man sie messen könnte, sondern sie sind ganz kompliziert miteinander verstrickt, wie in einem knoten, den man nicht mehr aufkriegt. deshalb ist es auch so schwierig, sie zu verändern, so, dass es für alle besser wird. aber manche menschen möchten es trotzdem versuchen. der (queer-)feminismus ist so ein versuch, den knoten zu lösen.“
    (http://maedchenblog.blogsport.de/2006/06/21/feminismus/)

    @ lyzi – 12. November 2009 um 11:38 Uhr

    „Real-)Sozialismus […] GEHÖRT NOTWENDIG zum Kommunismus (mit all seinen stalinistischen, also: revolutionären „Grausamkeiten“, inklusive Staat, Mord, Diktatur, Zwang und Unterdrückung. Kapierts endlich mal, verblödete Hippiebande.)“

    Siehe bswp.:
    http://theoriealspraxis.blogsport.de/images/Lecourt_Stalin.pdf
    und
    http://www.marx2mao.com/Other/ODP77NB.html.

  140. 140 schokolade 12. November 2009 um 12:26 Uhr

    wer behauptet er_sie sei frei von sexismus, trotz aufwachsenens in dieser gesellschaft ist dumm und lügt. laut meiner erfahrung nach sind grade die heteromänner sehr sexistisch und unreflektiert, die sich als feministen/antisexisten vorestellen.
    und bitte diksutiert euren männlichen profilierungs-scheiß woanders, das nervt ab.

  141. 141 gender ficken 12. November 2009 um 12:26 Uhr

    Ich rede von ‚Feministinnen und pro-feministischen Männern‘;

    oh, hier hast du das aber vergessen:

    http://maedchenblog.blogsport.de/2009/11/10/active-consent-am-beispiel-der-kundenbelaestigung/#comment-34899

    :)>-

  142. 142 TaP 12. November 2009 um 12:27 Uhr


    gender ficken – 12. November 2009 um 11:09 Uhr

    „was TaP will: hegemonie mit ihrem super-konzept erreichen.“

    Marx/Engels, Werke, Bd. 18 zustimmend zitiert von gender ficken – 12. November 2009 um 12:00 Uhr:

    „Eine Revolution ist gewiß das autoritärste Ding, das es gibt; sie ist der Akt, durch den ein Teil der Bevölkerung dem anderen Teil seinen Willen vermittels Gewehren, Bajonetten und Kanonen, also mit denkbar autoritärsten Mitteln aufzwingt; und die siegreiche Partei muß, wenn sie nicht umsonst gekämpft haben will, dieser Herrschaft Dauer verleihen durch den Schrecken, den ihre Waffen den Reaktionären einflößen.“

    Dein Kampf mit imginären Gewehren ist die richtige Methode, aber mein Kampf um Hegemonie ist die falsche Methode. Okay, wenn Du meinst…
    Das ist Dein Selbst-Widerspruch, nicht meiner. Ich habe nämlich gegen das Engels-Zitat (oder? – ich habe nicht nachgeguckt) nämlich gar nichts einzuwenden.
    Nur das, was Ihr veranstaltet ist kein Revolution, sondern ein persönliches Mütchen kühlen und Werbung für einen neuen blog.

  143. 143 gender ficken, weil tap- udn kulla-kritiker_in: "mann". na klar! 12. November 2009 um 12:31 Uhr

    nein, ich leiste mir keinen widerspruch. es kommt schon immer drauf an, wer die gewelt einsetzt. :d

    zudem: ich äußere mich in dem einschlägigen kommentar nicht zu dir (sondern zu kulla). hör endlich mal auf, alles auf dich zu beziehen, du egozentriker_in!!!

    ps: du machst mit der verlinkung im formular ständig werbung für deinen blog! OMG!!!

  144. 144 gender ficken, weil tap- und kulla-kritiker_in: "mann". na klar! 12. November 2009 um 12:35 Uhr

    wer behauptet er_sie sei frei von sexismus, trotz aufwachsenens in dieser gesellschaft ist dumm und lügt.

    und schon verkündet die nächste person stolz: ich bin sexistisch!

    leute, macht doch mal was dagegen, statt damit auch noch anzugeben in dieser form der pseudo-beichte.

    ich lasse mich auf jeden fall nicht zur_m sexist_in stempeln von euch.

  145. 145 gender ficken, weil tap- und kulla-kritiker_in: "mann". na klar! 12. November 2009 um 12:50 Uhr

    ein letzter kommentar hier: ich bin kulla bislang nicht persönlich begegnet und auch dir nicht Tap. dein gerede vom „persönlichen mütchen“ dient dazu, es so darzustellen, als ginge es nicht um inhalte. genau um die geht es aber.

  146. 146 TaP 12. November 2009 um 14:29 Uhr

    @ gender ficken, weil … – 12. November 2009 um 12:50 Uhr

    „dein gerede vom ‚persönlichen mütchen‘ dient dazu, es so darzustellen, als ginge es nicht um inhalte. genau um die geht es aber.“

    I.

    Das war jetzt wirklich gut, noch mal in Erinnerung zu rufen, daß es

    1. nach Ansicht des neuen „queer-feministisch[en] & kommunistisch[en]“ „Menschenblog“ darum geht, daß Sex unpolitisch und deshalb von jedweden politischen Maßstäben freizuhalten ist – egal, ob feministisch oder konservativ:

    „menschenblog richtet sich an menschen,
    […];
    die die schnauze voll haben von:
    […]
    ‚richtiger‘ sexualität,
    konservativen vorstellungen von ‚korrektem‘ sex,
    ‚feministisch‘-konservativen vorstellungen von ‚korrektem‘ sex;“
    (http://menschenblog.blogsport.de/2009/11/12/about/);

    2. nach Ansicht von n.n. -11. November 2009 um 15:38 Uhr, daß es darum geht, daß classless „antikomunistische Ressentiments“ bedient, wenn er bestreitet, daß die VR China kommunistisch ist (vgl. 1, 2 und 3 sowie 4. [letzteres von gender ficken]);

    3. nach Ansicht von lyzi – 12. November 2009 um 12:19 Uhr darum geht, daß ich ein „Trotzkisten-Arschloch“ bin, weil ich zwei Texte verlinkt habe (1, 2), die die maoistische Revisionismus-Kritik, die üblicherweise erst auf den ‚Realsozialismus‘ nach 1956 gemünzt wird, auf Stalin erstrecken.

    II.

    Abgesehen von diesen wirklich wegweisenden politischen Inhalten geht es in der Tat nur um das persönliche Mütchen von Leuten, die anscheinend jede politische Position, die sich nicht auf „nase voll haben“, „die schnauze voll haben“, „ankotzt“, „anwidert“, „anscheisst“, „pissen auf“, „kacken auf“ sowie „dreckiger heuchler“ beschränkt, sondern ein politisches Konzept vertreten und dafür – auch mit theoretischen Argumenten – um Hegemonie kämpfen, – so in meinem Fall – oder sich um eine differenzierte Position zu Antideutschen, die sich nicht auf Verdammungsurteile beschränkt, bemühen und nicht alles als „Kommunismus“ verteidigen, was AntikommunistInnen als „Kommunismus“ angreifen – so im Falle von classless – als „Politmacker“ (1, 2 und 3 sowie 4 und 5) abgelehnt werden.

    Bitte sehr, wenn das Eure Interpretation von „queer-feministisch & kommunistisch“ ist…

  147. 147 Fussel 12. November 2009 um 14:58 Uhr

    „ich lasse mich auf jeden fall nicht zur_m sexist_in stempeln von euch.“

    Wie gesagt, du hältst Sexismus für eine Marotte böser Menschen, die damit Frauen und Transgender ärgern wollen. Du und alle die du magst sind natürlich vollkommen frei davon. Zur Pflege deines Egos mag eine solche Einstellung nützlich sein, zur Erklärung oder gar Bekämpfung von Sexismus trägt sie nichts bei.

  148. 148 gender ficken, ohne jede signifikanz 12. November 2009 um 15:27 Uhr

    Das war jetzt wirklich gut, noch mal in Erinnerung zu rufen, daß es

    1. nach Ansicht des neuen „queer-feministisch[en] & kommunistisch[en]“ „Menschenblog“ darum geht, daß Sex unpolitisch und deshalb von jedweden politischen Maßstäben freizuhalten ist – egal, ob feministisch oder konservativ

    sehr schön, dass du hier werbung machst! denn ich bin mir sicher, dass dieser punkt auf zustimmung stößt bei einigen feminist_innen hier, die sich nicht von einer selbsternannten signifikante vorschreiben lassen wollen, wann sie stöhnen dürfen und wann nicht.

    Bitte sehr, wenn das Eure Interpretation von „queer-feministisch & kommunistisch“ ist…

    hm, wart mal. was hast du heute geschrieben?

    dagegen (http://menschenblog.blogsport.de/2009/11/12/about/) habe ich bspw. außer im Falle der Entpolitisierung von Sexualität und der Praxis, das revolutionäre Anliegen durch Fäkalsprache auszudrücken, gar nichts einzuwenden.

    zwei geschmacksargumente (guter sex, gute sprache) und – sonst nichts. keine einwände? sehr schön, danke!

  149. 149 gender ficken, ohne jede signifikanz 12. November 2009 um 15:30 Uhr

    Zur Pflege deines Egos mag eine solche Einstellung nützlich sein, zur Erklärung oder gar Bekämpfung von Sexismus trägt sie nichts bei.

    es geht nicht ums „ego“, es geht um eure beschissene ausrede – die es euch ermöglicht, weiterzumachen wie immer. aber immerhin habt ihr dann auch mal offen über euren sexismus geredet in der gruppensitzung, wie schön! danach lässt es sich doch gleich mal noch besser sexistisch sein.

  150. 150 analysator 12. November 2009 um 15:36 Uhr

    Alle Menschen sind grundsätzlich Sünder (Sexisten) wegen Erbschuld (Gesellschaft), aber durch beten zu Jesus (Reflektion des eigenen Sexismus) kann man trotzdem in den Himmel kommen (nicht sexistisch zu denken/sein). Oder kommt man da überhaupt nie hin wegen Erbschuld? Warte da noch auf Ausführungen…

    Darum musst du anstatt dem konkreten Nachweis von Sexismus auch immer die sozialisierende Gesellschaft beschwören und den Menschen als Abziehbild dieser ausgeben, was allerdigns nur eine Tautologie ist und kein Grund.

  151. 151 huenerei 12. November 2009 um 15:37 Uhr

    what a flamewar – kommunikation / politik.

  152. 152 gender ficken, ohne jede signifikanz 12. November 2009 um 15:45 Uhr

    Darum musst du anstatt dem konkreten Nachweis von Sexismus auch immer die sozialisierende Gesellschaft beschwören und den Menschen als Abziehbild dieser ausgeben, was allerdigns nur eine Tautologie ist und kein Grund.

    richtet sich das an mich? ich hoffe nicht. denn das machen hier schoko, fussel, natürlich kulla und noch ein paar andere – aber ich nicht. ich habe das kritisiert. weil man da so tut als könnte man erkannte fehler nicht bleiben lassen.

    wenn kulla sagt:
    - ich bin sexistisch, weil die gesellschaft so ist
    - und: ich kann da auch nichts machen, weil gesellschaft

    dann ist das ein freifahrtschein für sexismus, der sich im „mutterficker“ durchaus findet. die gesellschaft war es! kulla, das hilflose opfer!

  153. 153 analysator 12. November 2009 um 15:54 Uhr

    @genderficken:
    Beim Mutterficker Zeug gehts um Inzest… ansonsten verstehen wir uns…

  154. 154 lyzi 12. November 2009 um 16:08 Uhr

    „2. Der ‚Realsozialismus‘ wird sehr wohl häufig mit Kommunismus identifiziert. Deshab ist es nicht müßig, diese Behauptung zu kritisieren.“ (TaP)

    „Nein, Nein!“ zu schreien heißt bei euch also Kritik. Na dann.
    Q.e.d.

    PS: Ich halte es für nicht zuträglich, wenn hier einige meiner Beiträge vom Mädchenblog-Team einfach kommentarlos gelöscht werden, nur weil deren Inhalte nicht auf Linie ihrer Ressentiments sind. Wenn man nicht einmal mehr die Möglichkeit bekommt auf denunziatorische, schlicht falsche Behauptungen gegen einen in eben diesem Thread zu antworten, spätestens dann ist eine Ebene erreicht, auf der es sich nicht mehr ernsthaft diskutieren lässt. Da müsst ihr euch nicht wundern, wenn ab einem bestimmten Zeitpunkt (meistens dann, wenns brenzlig wird für den Haufen alteingesessener critischer CommünistInnen & dem sonstigen Soziologiedozentengesindel) dann nur noch Getrolle kommt von 80% der Kommentierenden – das ist dann selbstverschuldet.

  155. 155 TaP 12. November 2009 um 16:15 Uhr

    @ gender ficken, ohne jede signifikanz – 12. November 2009 um 15:27 Uhr

    Ja, „wenn das Eure Interpretation von ‚queer-feministisch & kommunistisch‘ ist…“

    Die Verteidigung Chinas als kommunistisch, kam da ja bisher nicht vor und, daß Lyzi ein Mensch vom Menschenblog sei, scheint mir nicht ausgemacht zu sein.

    Aber, wenn es da jetzt um das Schönreden des real existierenden DDR-Patriarchats zu einer Gesellschaft, die im großen und ganzen auf dem richtigen Weg war und in der es nur (noch) hier und da etwas Handlungsbedarf gegeben habe, gehen soll, dann scheint ja nun auch insofern klar zu sein, in welche Richtung die Reise geht.

    Und Eure link-Liste zum Thema „Kapitalismus & Sexismus“ ist ja auch sehr repräsentativ für die feministische Diskussion, die seit Ende der 60er Jahre breit zu diesem Thema geführt wurde…

    Alles andere fällt dann unter ‚bürgerlicher Feminismus‘ – nur der Menschenblog und die sieben links sind die kleine, aber feine kommunistische Ausnahme? ---

    Naja, der Tag soll ja nicht vor dem Abend gelobt werden; entsprechend sollte auch ein blog nach zwei Tagen nicht abschließend (kritisch) bewertet werden. Wir werden sehen, wie es weitergeht.

    @ analysator – 12. November 2009 um 15:36 Uhr

    „den Menschen als Abziehbild dieser ausgeben“

    Nur hat das niemandE gemacht. Genauso klar ist allerdings, daß sich gesellschaftliche Strukturen nicht durch Voluntarismus ändern lassen und auch individueller Sexismus nicht durch einen Akt einmaliger Einsicht zu beseitigen ist.
    Das würde nämlich u.a. voraussetzen, daß einzelne Individuen oder zumindest eine kollektive Struktur jederzeit ein vollständiges Wissen darüber hätten, was alles sexistisch ist, das dann nur noch einfach knall auf Fall ‚angewendet‘ werden müßte. – Das mag zwar dem Politikverständnis von Stalinismus-VerteidigerInnen (Nr. 3) entsprechen, hat aber mit realer politischer Praxis wenig zu tun.

  156. 156 kinky 12. November 2009 um 17:24 Uhr

    TaP 12. November 2009 um 12:15 Uhr

    Ich rede von ‚Feministinnen und pro-feministischen Männern‘;

    Aber sind denn deiner Ansicht nach pro-feministische Männer nicht einfach Lesben? siehe:
    TaP 05. Oktober 2009 um 13:18 Uhr in http://maedchenblog.blogsport.de/2009/09/30/feminismus-und-bdsm-sadomasochismus-unvereinbar/

    Ja, da kann man/frau/lesbe* drüber diskutieren, ob das wirklich so sinnvoll ist, […] [erlaube ich mir] zu sagen, Lesben sind nicht nur Ex-Frauen, die dieser servitude usw. entfliehen, sondern auch Ex-Männer, die versuchen – soweit es irgend geht – von dieser servitude usw. nicht zu profitieren --- was – logisch – weder einfach ist, noch als individueller Akt auch nur einigermaßen vollständig sein kann, aber immer eine politische Kampfposition ist [und mehr dürfte Wittig ja auch nicht in den von ihr primär ins Auge gefaßten Fällen gemeint haben, denn eine ‚Flucht‘ aus dem Pariarchat und überhaupt den bestehenden Herrschafts- und Ausbeutungsbeziehungen, die keine Revolution ist, ist nicht möglich].

    Oder was ist der Unterschied?

  157. 157 TaP 12. November 2009 um 17:36 Uhr

    Der Unterschied liegt darin, wie sich das betreffende Wesen selbst definiert.
    Einer Person, die sich selbst als Mann definiert, das Label „Lesbe“ aufzukleben, wäre absurd.

    Hinsichtlich der politischen Praxis und des persönlichen Verhaltens sollten sich dann auch Unterschiede ergeben. Ein pro-feministischer Mann wird sich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit weiterhin in Männer-Netzwerken bewegen und sich in Konfliktfällen mit Feministinnen solidarisch zeigen. Wenn mehr bei rumkommt – umso besser.
    Von einer Person, die beansprucht/versucht, kein Mann mehr zu sein, kann da schon etwas mehr Entidentifizierungs-Praxis verlangt werden.

  158. 158 Julinoir 12. November 2009 um 18:18 Uhr

    Liebe alle,
    Ich habe den Blog jetzt so eingestellt, dass alle Kommentare freigeschaltet werden müssen, bevor sie erscheinen.
    Wir befinden uns gerade in einem internen Diskussionsprozess, wie wir mit diesem Thread, sowie mit Getrolle, sexistischen und antifeministischen Kommentaren im Allgemeinen umgehen wollen. Solange wird sich die Diskussion verlangsamen.

    Die Diskussion hier bewegt sich auf dem Niveau von persönlichen Beleidigungen („Totzkisten-Arschloch“) und Drohungen („classless mundtot machen“ wollen). Das ist nicht der Umgang, den wir auf diesem Blog wünschen. Wir haben keine Lust darauf, dass Debatten von einzelnen Politmacker_innen und ihren persönlichen Kriegen gegen was auch immer dominiert werden. Wir haben keine Lust, uns als „kleine Schwestern von Politmackern“ titulieren zu lassen. Das ist ein klassisches sexistisches „Argument“ – verhält frau sich politisch nicht genehm, wird sie wohl von irgendwelchen Polittypen dominiert. Das ist ein ziemlich billiger Versuch, uns die Fähigkeit zu politischem Denken und Handeln abzusprechen.

    Also nochmal Klartext: persönliche Beleidigungen und sexistische Sprüche sind hier nicht erwünscht und werden gefiltert.

  159. 159 kinky 13. November 2009 um 3:23 Uhr

    @ TaP:
    Also deine Terminologie bedeutet:
    Feministinnen = profeministische Frauen + Ex-Frauen + Ex-Männer
    Richtig?

    TaP 12. November 2009 um 12:15 Uhr

    @ gender ficken – 12. November 2009 um 10:53 Uhr

    „du bist auch derzeit die einzige hier, die exklusiv von feministinnen redet, also zB ‚männer‘ und v.a. auch ‚transmenschen‘ ausschließt – einigermaßen absurd, dass gerade du das machst, findest du nicht?“

    Ich rede von ‚Feministinnen und pro-feministischen Männern‘; ansonsten adressiere ich gemischtgeschlechtliche Kollektive mit großem „I“ (z.B. „KommunistInnen“), und mich selbst auch mit großem „I“ (z.B. „LeninistIn“).
    Die Begründungen für den Unterstrich (statt für das große „I“), die ich kenne, tendieren in Richtung einer pluralistischen Vervielfachung statt einer revolutionären Überwindung der Geschlechter. Das ist in der Tat nicht meine politische Linie.

    Tendieren denn die Begründungen, die du für die Verwendung des Binnen-I kennst, in Richtung einer revolutionären Überwindung der Geschlechter?! Wenn ja, kannst du welche anführen?
    Sicher war die Einführung des Binnen-I in den 1980ern ein Fortschritt, hat sie doch erstmal Frauen in der Sprache überhaupt sichtbar gemacht. Dennoch ist m.E. die Kritik der Gender Gap-Bewegung berechtigt, dass mit der Verwendung des Binnen-I auch immer das duale Geschlechtersystem reproduziert wird. Also das impliziert wird, es gebe Männer und Frauen und vielmehr noch, es gebe nur entweder Mann oder Frau.

    ebd.:

    Und bei einem Projekt von ca. 20 FrauenLesben und ca. zwei Transwesen sollte es für letztere auch kein Drama sein, nicht bei jedem Satz mittels eines großen „I“s oder eines Unterstrichs sichtbar gemacht zu werden.

    Da verstehe ich den Zusammenhang nicht. Du schreibst ja nicht, so dachte ich, ausschließlich für Dein Projekt, also für ca. 22 Menschen. Sondern triffst allgemeingültigere Aussagen und richtest die auch an eine breite Öffentlichkeit. Mithin schließt du auch nicht nur 2, sondern tausende Menschen aus. Oder sollen die sich auch alle „mal nicht so haben“? Das demokratische Argument finde ich befremdlich, Mehrheit vs. Minderheit, 20 (viel, also wichtig) vs. 2 (wenig, also nicht wichtig).

  160. 160 n.n. 13. November 2009 um 10:39 Uhr

    Ich hätte gerne eine Stellungnahme vom Bog-Team über das Ausbleiben meines Beitrags, indem ich TaPs Falschaussagen zurückweise. Danke!

  161. 161 earendil 13. November 2009 um 10:48 Uhr

    Heidewitzka, hier ging’s ja ab. Absurd und krawallig, richtig schlingensiefmäßig. Geil. Als Karnevalseröffnung ( :-& ) sehr passend.

    @n.n. 11.11. 9:52:

    Wenn für earendil eine Haltung zum mädchenblog aufgrund deren Inhalten und Politik gar nicht mehr zur Debatte steht, dann muss man da auch nicht mehr diskutieren. Für ihn steht bereits fest, was andere beständig prüfen und auf Basis dessen sie eine Haltung einnehmen.

    Nur zur Klarstellung: Ich hab keine Haltung zum Mädchenblog und mach mir darüber auch keine Gedanken. Wer hier was schreiben dürfen soll, darüber sollen die diskutieren, die den Blog betreiben. Wenn ich hier was vermutlich interessantes finde, lese ich’s, wenn ich Bock zu diskutieren habe, dann mach ich das, und wenn nicht, dann nicht. Und wenn’s woanders (z.B. beim Menschenblog) interessante Beiträge oder Debatten gibt, dann eben dort.

    Da hier grade so viele Bekenntnisse abgegeben wurde, auch noch eins von mir: Wenn Kulla (no sympathy) wegen seiner Realsoz-Ablehnung antikommunistisch ist, dann bin ich das auch. Simpel gesagt: Der Realsoz war nicht nur (noch) kein Kommunismus, er war auch nicht auf dem Weg dorthin, also zu einer irgendwie positiven Alternative zum Kapitalismus. Und ließ auf dem Weg in die falsche Richtung ein paar Millionen Leichen zurück, was ich auch nicht für ganz nebensächlich halte. Andererseits war auch nicht alles schlecht. :)

    So weit argumentfreies Statement. (Für Argumente dazu ist das hier wohl der falsche Thread.) Ich fürchte, jetzt hab ich’s mir endgültig mit n.n. verscherzt… =((

    Sonst noch was? Ach ja, Lyzi will „ernsthaft diskutieren“. :-ss

  162. 162 posiputt 13. November 2009 um 10:58 Uhr

    @julinoir: die diskussion zu verlangsamen find ich auch fuer sich ganz ne tolle idee. mir will naemlich scheinen, dass das dauernd sich wiederholende durchruehren der immergleichen missverstaendnisse eben auf die geschwindigkeit, in der hier neue beitraege auftauchen, zurueckzufuehren ist. teilweise. da kommt mensch ja garnicht mehr zum nachdenken vor dem posten. da stellt sich dann aber auch die frage, warum ueberhaupt posten, wenn mensch noch nicht nachgedacht hat. und wenn mensch nun glaubt, alles erforderliche nachdenken bereits im vorfeld erledigt zu haben, duerfte sich das doch auch in einem einzigen beitrag zum thema ausdruecken lassen.

    und um nochmal ein bisschen parteiisch zu werden: ich verstehe nicht, wie sonst als durch absichtliches missverstehen und „weiterdenken“, verdrehen und vom kontext geloest wild durcheinanderassoziieren der beitraege und zitate classless‘ man auf die ewigen vorwuerfe von sexismus, antikommunismus und rassismus kommen kann.

    ist das noch immer dieser unnoetige antiantideutsche wutanfall?

    ach und zum thema sexismus-sehen-ist-sexist-sein mag ich ja das folgende zitat von den sternen: „verstehen ist nicht das selbe wie überstehen, aber auch schön“

  163. 163 admin 13. November 2009 um 11:03 Uhr

    @n.n.: da sind wir auch gerade etwas ratlos, er scheint aus unerfindlichen gründen verschwunden zu sein, sorry.

    aber ich kann dir dazu schon mal sagen, dass du meine antwort von damals falsch verstanden hast: dass ich dich aufforderte, dich bei uns per mail zu melden, falls du interesse an einer autor_innen schaft hättest, enthielt keine aussage zu unseren kriterien bzw. deren vermeintlichem nichtvorhandensein, sondern implizierte lediglich, dass ich keine lust hatte, diese kriterien öffentlich zu diskutieren.

  164. 164 n.n. 13. November 2009 um 11:58 Uhr

    @ admin:

    Gut, das kann passieren. Ich weise aber darauf hin, dass es sich nicht um „falsch verstehen“ handelt, wenn ich auf eine deutliche Frage eine deutliche Antwort erhalte. Was du da alles hereinimplizierst kann weder ich noch irgendwer wissen. Wenn du also falsch kommunizierst liegt der Fehler an Dir. Ich halte es für ntwendig, dass jetzt in irgendeiner Weise auf mich abzuwälzen.

    @ Julinoir:

    Deine Taktik das Benennen von sexistischem Verhalten als sexistisch zu brandmarken ist ein ebenso klassischer wie billiger Trick, der bisher eher aus der Maskulinisten-Ecke bekannt war. Soll man Deiner Meinung von nun an lieber still sein, wei die reine Identifikation von Sexismus für diche bereits sexistisch ist?

    @ earnedil:

    Wir waren mal Blut rein, Blut raus. Kaum zu glauben :-l

  165. 165 Julinoir 13. November 2009 um 12:38 Uhr

    @ n.n.:
    ich versteh weder deinen vorwurf noch die sich daran anschließende frage, weil ich keinen zusammenhang zu dem, was ich geschrieben habe herstellen kann.

  166. 166 earendil 13. November 2009 um 12:45 Uhr

    @n.n.: Wir waren und sind uns in manchen Fragen einig und in anderen nicht, that’s all. Mehr muss man da nicht reininterpretieren. (Du bist jetzt nicht wirklich enttäuscht, oder?)

    Außerdem bereue ich mein undifferenziertes Bekenntnis gegen den Realsoz jetzt schon wieder. Das lädt zu Missverständnissen ja gradezu ein. Und angesichts von „Revolutionsfeierlichtkeiten“ zum Mauerfall sollte man auf solche Statements eigentlich verzichten. Also besser wieder vergessen und ggf. an anderer Stelle richtig diskutieren…

  167. 167 n.n. 13. November 2009 um 13:01 Uhr

    Du machst den Topf auf, dass meine Kritik angeblich sexistisch sei, weil ich auf sexistische Zustände hinweise. Das ist ein denunziatorischer Trick (in etwa wie wenn die Piratenpartei ihren feministischen KriitkerInnen voewirft sexistisch zu sein, weil sie nachfragen wieviel Frauen in der Piratenpartei seien. Die Argumentation dahinter ist dann die, das in Wahrheit die KritikerInnen sexistisch seien, weil sie z.b. noch in den Kategorien „Mann“ und „Frau“ denken würden etc.).

  168. 168 n.n. 13. November 2009 um 13:21 Uhr

    „@n.n.: Wir waren und sind uns in manchen Fragen einig und in anderen nicht, that’s all. Mehr muss man da nicht reininterpretieren. (Du bist jetzt nicht wirklich enttäuscht, oder?)“

    „Hass“, es heißt von nun an „Hass“.

  169. 169 TaP 13. November 2009 um 13:23 Uhr

    @ kinky – 13. November 2009 um 3:23 Uhr

    „Also deine Terminologie bedeutet:
    Feministinnen = profeministische Frauen + Ex-Frauen + Ex-Männer
    Richtig?“

    Ja, tendenziell – soweit die schon-immer-FrauenLesben in dem Kollektiv die ganz große (sagen wir: 85 oder 95 %) Mehrheit stellen.
    Und Ex-Frauen nur, soweit sie sie sich weiterhin als Nicht-Männer definieren.

    „Tendieren denn die Begründungen, die du für die Verwendung des Binnen-I kennst, in Richtung einer revolutionären Überwindung der Geschlechter?!“

    Weiß ich jetzt nicht, ob es explizt revolutionäre Begründungen des großen „I“ gab.
    Zumindest zielten damals relevante Teile des Feminismus auf eine revolutionäre Überwindung des Patriarchats. Allerdings war es ‚vor Butler‘ ganz allgemein (unabhängig vom großen“I“) schwierig, die Überwindung der Geschlechter zu denken. Deshalb drehte sich die Diskussion um Gleichheit und Differenz – mit richtigen und falschen Argumenten auf beiden Seiten – solange im Kreise.

    Zumindest macht das große „I“ den Widerspruch zwischen Männern und Frauen deutlich. Der Tiefstrich scheint mir dagegen eher eine pluralistisch-harmonische Vielfalt der Geschlechter zu artikulieren. Und eine solche wird ja (auch unabhängig von dem Tiefstrich) in bestimmten liberalen Lesarten von queer auch ausdrücklich propagiert.

    „Dennoch ist m.E. die Kritik der Gender Gap-Bewegung berechtigt, dass mit der Verwendung des Binnen-I auch immer das duale Geschlechtersystem reproduziert wird. Also das impliziert wird, es gebe Männer und Frauen und vielmehr noch, es gebe nur entweder Mann oder Frau.“

    Nein, letzteres scheint mir nicht so zu sein. Ich kann mich als nicht-Frau-hoffentlich-nicht-mehr-Mann-Lesbe problemlos als LeninistIn adressieren, ohne damit auszudrücken, ich sei entweder Mann oder Frau.

    Das mit der Reproduktion des „duale Geschlechtersystem“ finde ich dagegen bedenkenswerter. Meine Antwort wäre, daß der Dualismus von Männern und Frauen eine ganz dominierende soziale Realität ist, die sich nicht durch queer-pluralistischen Voluntarismus überwinden läßt.
    Dazu noch mal das Zitat von Sabine Grimm und Cornelia Eichhorn, das ich bereits bei anderer Gelegenheit angeführt hatte:
    „Einstweilen hat die Dekonstruktion der Geschlechterkategorie die Diskussionen auf die unsinnige Frage gebracht: Gibt es die Frauen oder gibt es sie nicht?, während die sexistischen Gewaltverhältnisse weitgehend aus dem Blickfeld geraten sind. Als könnte das Zauberwort soziale Konstruktion die Herrschaftsverhältnisse auflösen und die Kategorie Frau überwinden, bevor die Frauen den alltäglichen Sexismus zurückgedrängt haben.“

    Kinky zitiert mich:

    „Und bei einem Projekt von ca. 20 FrauenLesben und ca. zwei Transwesen sollte es für letztere auch kein Drama sein, nicht bei jedem Satz mittels eines großen „I“s oder eines Unterstrichs sichtbar gemacht zu werden.“

    und schreibt dann:

    „Da verstehe ich den Zusammenhang nicht. Du schreibst ja nicht, so dachte ich, ausschließlich für Dein Projekt, also für ca. 22 Menschen. Sondern triffst allgemeingültigere Aussagen und richtest die auch an eine breite Öffentlichkeit. Mithin schließt du auch nicht nur 2, sondern tausende Menschen aus. Oder sollen die sich auch alle ‚mal nicht so haben‘? Das demokratische Argument finde ich befremdlich, Mehrheit vs. Minderheit, 20 (viel, also wichtig) vs. 2 (wenig, also nicht wichtig).“

    1. ist das hier nicht ‚mein Projekt‘, sondern ein Projekt, wo ich mitmache und das andere aufgebaut haben.

    2. ging es schon genau um dieses Projekt. Der von mir zitiert Satz resultierte aus Kritik an meiner Antwort auf rofl.

    rofl – 11. November 2009 um 22:36 Uhr schrieb:

    „=d> erst tap, jetzt classless. politmacker jeder coleur dürfen hier also schreiben.“

    Darauf antwortete ich (TaP -11. November 2009 um 22:51 Uhr):

    „Ja, es geht hier wirklich schlimm zu! Feministinnen sind nicht etwa still und leise und falten die Hände, sondern streiten für politische Positionen. Noch schlimmer: Sie können sogar lesen und Theorie verstehen und zitieren.
    Und noch schlimmer, Feministinnen sind kein monolithischer Block qua xx-Chromosomen, sondern können außerdem Kommunistinnen und Antikommunistinnen, Anarchistinnen und Antianarchistinnen, antideutsch und antiantideutsch, und und … sein.
    Wirklich schlimm, auf nichts kann mann sich mehr verlassen.“

    An dieser Stelle war das ausschließlich „Feministinnen“ mit kleinem „i“ (und ohne pro-feministische Männer und ohne Trans-Wesen) hundertprozent richtig. Denn die Kritik von rofl war ja weniger eine an vermeintlichen „Politmacker“ wie classless und mir, sondern an den schon-immer-FrauenLesben unter den blog-MacherInnen, die das dulden und mit uns ein Bündnis eingehen.
    Der Vorwurf von rofl war, ‚richtige‘ xx-Feministinnen müßten sich – im Gegensatz zur Mädchenblog-Praxis – von vermeintlich pro-feministische Männern und Transwesen, die mit theoretischen Bezügen argumentieren, die ein politisches Projekt verfolgen, abgrenzen und dürften auch keine offenen Ansatz verfolgen, der sowohl kommunistisch-feministische als auch antikommunistisch-feministische Positionen usw. zuläßt.
    Das waren ja die Punkte, woran sich der Vorwurf „Politmacker“ festmachte: 1. theoretisch argumentieren (Zitate anführen – ganz schrecklich autoritär, Leuten zu ermöglichen, zu überprüfen, aus welchem Kontext eine Position kommt; den Zugang zu theoretischem Wissen qua Literaurangaben verschaffen etc. – ganz schlimm autoritär; viel schlimmer als der gerne zitierte Lyzi mit seinen Liquidationsgelüsten; für die politische Arbeit nutzbar machen, daß bestimmte vorläufige Debattenstände in bestimmten klassischen Texten festgehalten sind, auch ganz furchtbar mackerhaft) – so in meinem Fall –, 2. eine vermeintlich antikommunistisch Position vertreten, die Antideutschen nicht zu verdammen – so im Falle von classless. Und 3. am schlimmsten: Nicht nur classless‘ Position dulden, sondern gleichzeitig auch noch meine Position dulden, die vermutlich deutlich antianarchistischer und einen Tick anti-antideutscher ist als die von classless. Eine solche offen-feministische Bestimmung des blogs zeuge ausschließlich davon, daß schon-immer-FrauenLesben hier nur noch als kleine, meinungslose, entscheidungsunfähige Schwestern von großen Politmackern vorkommen (so nicht rofl, aber n.n.).
    Gegen dieses biologistische Antipolitik-Gehabe habe ich ganz bewußt – und wie mir weiterhin scheint: zurecht – gesetzt, daß auch Feministinnen mit kleinen „i“ „nicht etwa still und leise [sind] und […] die Hände [falten], sondern […] für politische Positionen [streiten]. Noch schlimmer: Sie können sogar lesen und Theorie verstehen und zitieren.
    Und noch schlimmer, Feministinnen sind kein monolithischer Block qua xx-Chromosomen, sondern können außerdem Kommunistinnen und Antikommunistinnen, Anarchistinnen und Antianarchistinnen, antideutsch und antiantideutsch, und und … sein.“
    Das war schnell geschrieben und mit der versuchten Ironie vielleicht auch nicht ganz klar, aber darum ging es. Und wer/welche in diesem ganz konkreten Kontext mit „Feministinnen“ mit kleinen „i“ ganz konkret gemeint ist, sollte – als Denkanstoß – durchaus ein bißchen in der Schwebe bleiben: Ob das classless und mich mit einschließt, oder ob das nur die schon-immer-FrauenLesben unter blog-MacherInnen meint, die vermeintlich so feige, meinungslos und opportunistisch sind, classless und mich zu dulden.

    3. Und dazu, zu der Stelle mit „Feministinnen“ mit kleinem „i“, hatte ich dann später noch nachgetragen: „Und bei einem Projekt von ca. 20 FrauenLesben und ca. zwei Transwesen sollte es für letztere auch kein Drama sein, nicht bei jedem Satz mittels eines großen „I“s oder eines Unterstrichs sichtbar gemacht zu werden.“

    Und auch das finde ich weiterhin richtig. Feministinnen müssen nicht ständig eine große Entschuldigungstafel vor sich hertragen: ‚Nein, wir sind gar nicht biologistisch, wird sind gar nicht männerfeindlich, bei uns dürfen Trans-Wesen mitmachen usw.‘
    a) Schließlich waren es schon immer Feministinnen, die biologistisch Geschlechterkonzeptionen angriffen, während biologistische, feministische Positionen zwar existiereten, falsch waren und zu kritisieren waren, aber ein weitgehend überwundenes Randphänomen darstell(t)en. Dieses Biologistinnen-bashing ist heute, im Jahre 2009, vor allem eine Strategie, um nebenbei noch ganz andere (nämlich: politisch liberale gegen revolutionäre feministische) Positionen durchzusetzen.
    b) In der Tat ist der Feminismus ‚männerfeindlich‘ oder er sollte es zumindest sein. Schließlich geht es hier um einen antagonistischen gesellschaftlichen Widerspruch. Und jenseits des Biologismus gibt es heute, im Jahre 2009, nun wirklich keinen Grund mehr, über ‚Männerfeindlichkeit‘ herumzujammern – sei denn, es geht darum Männerherrschaft zu verteidigen.
    c) Und schließlich: Trotz aller queer-Euphorie haben sich Trans-Wesen nicht als feministische Avantgarde erwiesen, sondern sind durchaus auch für feministische Rückschläge verantwortlich (http://theoriealspraxis.blogsport.de/2007/08/10/de-konstruktiv-oder-destruktiv-queer-lesbianismus/).
    Meine Untersuchung zum Thema „Geschlechternormen-inkonforme Körperinszenierungen – Demokratisierung, De-Konstruktion oder Reproduktion des sexistischen Geschlechterverhältnisses?“ beendete ich 2004 mit folgenden Worten:

    „Zumindest solange cross dressing mit einem Begehren einhergeht, das auf Differenz bzw. Komplementarität ausgerichtet ist, wird der Geschlechterbinarismus nicht etwa untergraben, sondern immer wieder neu hergestellt. –
    Judith Lorber schrieb 1995: „Der Feminismus hat sehr viel erreicht, aber das Allerschwerste – der Frontalangriff auf gender – steht uns noch bevor“ (Lorber 1995/1999, 35).
    Unsere eigene Forschung müssen wir dahingehend resümieren, daß auch die queer Bewegung – oder zumindest deren deutsche Ansätze, soweit sie Gegenstand der hiesigen Untersuchungen waren – dem Feminismus einen solchen Angriff nicht abgenommen haben. Es bleibt bei dem – für viele sicherlich ernüchternden – aber doch voraussehbaren Befund: Eine solche ‚Politik der Dekonstruktion‘ (ebd., 46) von Männer-Herrschaft wird von den Nicht-Männern (d.h. zuvorderst: den Frauen) geleistet werden, oder sie wird nicht stattfinden – und cross dressende Männer und ex-weibliche Jungs kommen für jenes Projekt allenfalls als sehr unsichere Bündnispartner in Betracht.
    Diese Einsicht verlangt zugleich einen Bruch mit der im hiesigen Sample in den Interviews 6 und 16 besonders deutlich gewordenen anti-politischen Harmoniesucht (einer Harmoniesucht, die zugleich aber radikal individualistisch ist), und die auch im Hintergrund der Kritik aus vielen anderen Interviews am vermeintlichen Biologismus und Essentialismus der Frauenbewegung / des Feminismus und dem Unwillen (oder der Unfähigkeit), zur Hausarbeitsverteilung konkret Stellung zu nehmen, steht.
    Es fehlt ein Begriff des Antagonismus – und folglich wird am Separatismus der Unter-drückten kritisiert, daß er dem ‚Gros der Gesellschaft‘ nichts bringe; daß er ignoriere, daß die Gesellschaft „noch nicht so weit“ sei, auf die Herabsetzung der Frauen zu verzichten (I 16, Z. 1987, 1992, 2004). Wenn dies der Ausgangspunkt ist – wenn Ausgangspunkt ist, das ‚Gros der bestehenden Gesellschaft (so wie sie ist)‘ zu akzeptieren –, dann ist es allerdings nur konsequent, den Feminismus dafür zu kritisieren,
    ► daß dieser kein „grundsätzliche[s] Rolleninfragestellen“ vornimmt, und daß „Femini-stinnen […] bestimmte Rollen und auch bestimmte Sachen“ haben, die ihnen wichtig sind;
    ► daß sie Rollen nicht im Namen des anything goes, sondern im Namen von Herrschaftskritik kritisieren;
    ► daß sie es unpassend finden, daß Personen, die sich nicht als Lesben und schon gar nicht als Frauen verstehen, sondern denen es recht ist, als Mann durchzugehen, in einem Frauenzentrum auftreten wollen (vgl. I 15); –
    kurz: daß ihnen folglich – anders als Person 7 und 6 – nicht jede „Festschreibung“ (Z. 3103) und nicht jedes „Frontendenken“ (Z. 560) zu wider ist, sondern daß sie kämpfen für die Unterdrückung der Männer als Mittel für die Erreichung einer Gesellschaft ohne Geschlechter; weil sie wissen, daß Herrschaft nicht verschwinden wird durch Pluralisierung der bestehenden (symbolischen) Ordnung, nicht verwinden wird, ohne daß auch die sozialen Gruppen, die durch diese Herrschaft konstituiert werden, das Feld der Geschichte räumen.

    Im Sinne dieses Befundes scheint es mir nicht schädlich, sondern eher nützlich, ein bißchen ‚dualistisch‘ zu sein, Feministinnen schlicht mit kleinem „i“ zu schreiben, nach zwanzig Jahre queer-hype den hype mal auf das politisch angemessene Maß zurückzufahren – was keinesfalls heißt, ich würde in die ‚vor-Butler-Zeit‘ zurück wollen.
    Aber es geht schon darum, im Auge zu behalten, was Patriarchat heißt, und nicht nur einfach im Namen der Vielfalt über den Dualismus zu lamentieren.

  170. 170 bigmouth 13. November 2009 um 13:30 Uhr

    Zumindest macht das große „I“ den Widerspruch zwischen Männern und Frauen deutlich.

    rofl

  171. 171 Julinoir 13. November 2009 um 13:36 Uhr

    n.n.:
    bullshit.
    du beschreibst keine sexistischen Zzstände, du versuchst, die mädchenblogautor_innen als „kleine schwestern von politmackern“ zu diskreditieren. nur weil du es AUFschreibst, ist es noch keine BEschreibung von real existierenden Zuständen.

  172. 172 n.n. 13. November 2009 um 13:53 Uhr

    Man kann natürlich auch versuchen, mir zu erklären, warum sich besagte Politmacker außerhalb jeder Kritik seitens des maedchenblog-Teams befinden. Warum gibt es keine Disclaimer vor den hasserfüllten Ausfrührungen von TaP? Warum wird Agitation gegen „Mutterficker“ plötzlich salonfähig? Warum wird es zugelassen, dass das maedchenblog nach gusto von TaP mit Einträgen zugespammt wird, die offensichtlich nur durch das hinzufügen von „(feministisch)“ noch den Anschein erwecken hier überhaubt noch etwas zu suchen haben?
    Warum ist das so? Warum tauchen diese Typen auf, und die Teammitglieder falten brav die Hände im Schoß? Wo ist die Erklärung dafür?

  173. 173 huenerei 13. November 2009 um 14:26 Uhr

    n.n.

    wenn jemand „motherfucker“ sagt ist das noch lange keine aggitation gegen „mutterficker“, sowie wenn jemand (wie hier des öfteren) „arschloch“ sagt keine aggitation gegen „arschlöcher“.

  174. 174 Julinoir 13. November 2009 um 14:26 Uhr

    @n.n:
    Stimmt, man könnte versuchen, dir aufzuzeigen, das dein letzter Kommentar ein Sammelsurium von Behauptungen und Anschuldigungen ist, die mit der Realität nicht notwendigerweise in Einklang stehen.

    Blogerin Julinoir allerdings verspürt weder die Verpflichtung noch die Lust, dir irgendwas zu erklären oder sich vor dir zu rechtfertigen. Du versuchst, das Autor_innenkollektiv des mädchenblogs mit diesen Behauptungen und Anschuldigungen unter Druck zu setzen, offenbar mit dem Ziel, das wir uns so verhalten, wie du das für politisch richtig hälst.
    Ich sehe keinen Anlass, darauf einzugehen, zumal du zumindest mir gegenüber noch nicht mal in der Lage warst, Kritik halbwegs sachlich vorzubringen.

  175. 175 earendil 13. November 2009 um 14:49 Uhr

    @n.n. 13.11. 13:21: Bitte, wenn’s dir Spaß macht. Aber werd irgendwann auch mal erwachsen.

    @TaP:

    In der Tat ist der Feminismus ‚männerfeindlich‘ oder er sollte es zumindest sein. Schließlich geht es hier um einen antagonistischen gesellschaftlichen Widerspruch.

    Männerfeindlichkeit ist, im besten Falle, kontraproduktiv für antisexistische Ziele. Und zwar deshalb, weil es schnuppe ist, ob Feminist_innen „Männer“ biologistisch oder sozial definieren – entscheidend ist, dass gesellschaftlich hegemonial die Geschlechter biologistisch definiert werden, ergo Männerfeindlichkeit als Feindschaft zu Leuten mit Schwanz wahrgenommen wird und praktisch auch nur so umsetzbar ist.

    Als antagonistisch, analog zum Klassenverhältnis, würde ich das Geschlechterverhältnis auch nicht beschreiben. Verbesserungen für die eine Seite bedeuten da nämlich nicht automatisch Verschlechterungen für die andere. Die Überwindung der Gender brächte auch den biolog. Männern mehr Vor- als Nachteile, während es Kapitalist_innen im Kommunismus schlechter ginge als im Kapitalismus. Außerdem ist die Überwindung der Gender ohne Mitmachen eines großen Teils der biolog. Männer unmöglich, die Abschaffung des Kapitalismus gegen die Kapitalist_innen aber schon.

  176. 176 TaP 13. November 2009 um 14:53 Uhr

    @ n.n. – 13. November 2009 um 13:53 Uhr

    „[…] hasserfüllten Ausfrührungen von TaP?“

    1. Ich würde sagen: Ich habe bisher einen Menschen gehaßt, und da habe ich anders geschrieben.

    2. Aber erklär mal Deine Sichtweise: Was habe ich geschrieben? Wie verstehst Du es? Warum ist das Deines Erachtens haßerfüllt? Und warum ist haßerfüllt in dem Fall falsch?

    3.a) Deinen ersten Kommentar zu mir fand ich okay; Dein zweiter (als Antwort darauf) war:

    n.n. – 30. September 2009 um 12:04 Uhr:

    „Ja, sage ich doch. Du schließt willkürlich ohne Reflexion deiner Quellen und ohne Kenntnis zur Sache bestimmte Verhaltensweisen aus, damit deine steilen Thesen passen. Das ist unzulässig, bei deiner so oder so interessierten Hereinleserei aber durchaus zweckdienlich.

    P.S.
    Du sagst ja auch, dass Männer egal welche Rolle sie annehmen bei BDSM qua deiner Definition immer die in ihren gesellschafltichen Mustern bleiben 8-|“

    Zwar eine Behauptung ohne Begründung, aber meinetwegen.

    b) Dein dritter Kommentar zu mir (als Antwort darauf war):

    @ n.n. – 30. September 2009 um 12:04 Uhr

    Anhand einiger Ausnahme läßt sich natürlich alles schön reden.

    Stimmt natürlich, meine Sicht beruht qua deiner Definition nur aus Ausnahmen. Merkst du eigentlich, wie Du deine Position einfach nur abdichtest? Zumindest eine Reflexion deiner unsachlichen Methoden sollte drin sein.

    Ich argumentiere mit Ausnahem (wenige Fälle) und Regel (viele Fälle), aber Du bringst kein Argument, sondern wiederholst einfach Deine Behauptung. – Aber meinetwegen.

    c)aa) Ich antworte darauf und kam dabei auch noch mal auf das PS Deines zweiten Kommentars zurück:

    TaP – 30. September 2009 um 15:59 Uhr

    n.n. – 30. September 2009 um 12:56 Uhr
    „meine Sicht beruht qua deiner Definition nur aus Ausnahmen.“
    Hä? Warum? Welche Definition?
    „Zumindest eine Reflexion deiner unsachlichen Methoden sollte drin sein.“
    Läßt sich das noch konkretisieren?

    bb) Deine Antwort darauf:

    n.n. -30. September 2009 um 16:30 Uhr

    „„meine Sicht beruht qua deiner Definition nur aus Ausnahmen.“

    Hä? Warum? Welche Definition?

    Und mit dieser Unfähigkeit glaubst du ach noch, dass man dir ernsthaft glauben soll, du seist in der Lage Analysen durchzuführen? Nochmal: Du behauptest BDSM sei das „haargenaue“ Nachspielen äußerer Machterhältnisse. Ich sage: Falsch, das trifft nur auf manche zu (z.b. Herr/Sklavin) auf andere wiederum nicht (Herrin/Sklave). Dann kommst du mit deinem Vorwurf, dass seien alles Ausnahmen die nur zu dem Grund angeführt werden hier Ehrenrettung des BDSM zu betreiben. Damit definierst du eine alternative, nicht vorgeprägte Meinung von vornherein zur Ausnahme und scherst dich nicht mehr um die Kritik. Grober Patzer deinerseits.

    [n.n.] „Zumindest eine Reflexion deiner unsachlichen Methoden sollte drin sein.“

    [TaP:] Läßt sich das noch konkretisieren?“

    Ganz einfach. Du stellst deine interessierte Hobbynachforscherei einfach mal als Beleg hin, ohne zu überlegen: Wie ist diese Szene organisiert? Welchen Stellenwert haben diese Anzeigen? Wie ist die Stellung von BDSM in der Öffentlichkeit? Beeinflusst dass die PartnerInnensuche? Wie wirken gesellschaftliche Geschlechterrollen bei der PartnerInnenwahl mit? etc. Das interessiert dich dabei gar nicht! Hauptsache, du kannst ein bisschen hetzen und genau das kommt bei deiner Analyse bei herum. Du stellst ein paar „Perverse“* bloß und verkaufst deine gelebte Menschenverachtung noch als Erkenntnisgwinnungsprozess.

    „Zumindest gibt es also einiges exploratives Material. Dem kann wohl nicht einfach: ‚Das glaube ich nicht.‘ oder: ‚Ich kenne drei Fälle, wo das anders ist‘ entgegengehalten werden. Wer/welche vermutet, daß die Welt anders ist, müßte nun schon eine Untersuchung auf besserer Grundlage durchführen.“

    Du bist echt eine Witzfigur. Du schreibst Dir da einen Unsinn zusammen „belegst“ das mit zweifelhaften Methoden und wirfst dann anderen vor sie würden mit „Ich kenne drei Fälle..“ argumentieren. Deine Aussagen basieren genau darauf, nur dass du dir noch dazu einbildest das als „Analyse“ verkaufen zu können. Keine Reflexion, kein objektiver Standpunkt, rein gar nichts von Wert.“ (fett-Setzungen von mir, TaP

    Fällt Dir etwas auf? Fällt sonst jemandem/r etwas auf?

    * Hatte ich nie geschrieben; vielmehr hatte ich das bereits in meinem allerersten Kommentar als Unterstellung ggü. feministischen SM-Kritikerinnen zurückgewiesen:

    TaP – 30. September 2009 um 10:59 Uhr:

    [Mirabella:] „Bei BDSM handelt es sich um eine Neigung und nicht um eine Spielerei oder eine krankhafte Perversion.“

    [TaP:] „Ich würde ja altmodisch sagen: Es handelt sich um Politik. Das Sexuelle ist politisch.“

  177. 177 gender ficken 13. November 2009 um 15:18 Uhr

    ich möchte den vorwurf des GEZIELTEN benutzens des sexismus-generalverdachts zurückziehen. das trifft die sache nicht, es verhält sich etwas anders.

    ich halte den generalverdacht, der hier auch ausgesprochen wurde, für falsch; wir können heute nicht wissen, was wir in 20 jahren an unserem heutigen verhalten für sexistisch halten. das stimmt. wir können uns nur daran orientieren, was wir im hier und jetzt erkennen und daran arbeiten (und wer etwas an sich als sexistisch erkennt, muss in der tat nur mehr daraus handlungen folgen lassen). und kritik zur kenntnis nehmen.

    aber: wer daraus einen generalverdacht bastelt, beraubt sich der handlungsfähigkeit, denn alles wird unterschiedslos zu potenziell sexistischem verhalten/denken. dann lieber nichts mehr machen. vielleicht ist das eigene antisexistische verhalten die mega-sexismuskatastrophe? dann lieber nie mehr was machen, es könnte sich ja irgendwann als falsch herausstellen.
    ja, vielleicht landen wir durch antisexismus alle noch bei (anti)sexistischen gulags? es könnte sein, denkbar ist alles …

  178. 178 gf 13. November 2009 um 15:21 Uhr

    ich möchte den vorwurf des GEZIELTEN benutzens des sexismus-generalverdachts zurückziehen. das trifft die sache nicht, es verhält sich etwas anders.

    ich halte den generalverdacht, der hier auch ausgesprochen wurde, für falsch; wir können heute nicht wissen, was wir in 20 jahren an unserem heutigen verhalten für sexistisch halten. das stimmt. wir können uns nur daran orientieren, was wir im hier und jetzt erkennen und daran arbeiten (und wer etwas an sich als sexistisch erkennt, muss in der tat nur mehr daraus handlungen folgen lassen). und kritik zur kenntnis nehmen.

    aber: wer daraus einen generalverdacht bastelt, beraubt sich der handlungsfähigkeit, denn alles wird unterschiedslos zu potenziell sexistischem verhalten/denken. dann lieber nichts mehr machen. vielleicht ist das eigene antisexistische verhalten die mega-sexismuskatastrophe? dann lieber nie mehr was machen, es könnte sich ja irgendwann als falsch herausstellen.

  179. 179 laylah 13. November 2009 um 15:29 Uhr

    wenn jemand „motherfucker“ sagt ist das noch lange keine aggitation gegen „mutterficker“, sowie wenn jemand (wie hier des öfteren) „arschloch“ sagt keine aggitation gegen „arschlöcher“. (huenerei)

    mutterficker: doch, natürlich. guck dir doch mal an, wer das außer kulla noch so sagt – im normalfall sexisten. leute, die hureheilige und alles draufhaben. und soweit ich das verstehe, freut sich kulla eher auf der ästhetischen ebene darüber, dass man das „sexy“ so leicht durch ein „sexist“ ersetzen kann und richtet sich somit tatsächlich sexistisch gegen sexisten (s. gender ficken). gegen arschlöcher hingegen kann man schlecht was haben, die sind im gegenteil ganz praktisch (scheißen und so).

    das stellt kulla aber nicht fest. denn kulla ist anarcho mit „snafu-prinzip“, der in der tat die SU und die DDR prinzipiell ablehnt. (und nicht feststellt, dass das ein längerer prozess ist. nein, er „pisst auf die leiche des sozialismus“, wie lyzi zurecht feststellt.) (gender ficken)

    leiche?! gehts noch pathetischer? was bigmouth sagt – bin ich dabei. da müsste man sich dann kulla seine kritik angucken (offenbar ad -> kein bock), aber ist auf jeden fall schonma sympathischer als die SU und die DDR prinzipiell zu feiern (allenfalls die oktoberrevolution oder so). beim heutigen china ist der fall sogar nochn bisschen klarer. und der vorwurf, man wolle sich bei den antikommunisten anbiedern, ist offensichtlich kein argument.

    Sexismus lässt sich jedenfalls nicht einfach zusammenschlagen, und „sexistenfreie“ Zonen, Organisationen oder Blogs gibt es nicht. (fussel)

    ich frage mich die ganze zeit, wen du damit meinen könntest. nicht, dass ich da aufm stand wäre, aber zusammengeschlagen werden doch allenfalls welche, die sexualisierte gewalt oder mindestens sexistische diskriminierungen anwenden, nicht welche, die „sexisten sind“.

  180. 180 gf 13. November 2009 um 15:44 Uhr

    Der Tiefstrich scheint mir dagegen eher eine pluralistisch-harmonische Vielfalt der Geschlechter zu artikulieren.

    das gegenteil ist der fall: der unterstricht verweist auf den mit zwang und gewalt verbundenen geschlechter-dualismus, der sich auch im binnen-i widerspiegelt.

  181. 181 TaP 13. November 2009 um 16:08 Uhr

    gf – 13. November 2009 um 15:21 Uhr

    „wir können uns nur daran orientieren, was wir im hier und jetzt erkennen und daran arbeiten (und wer etwas an sich als sexistisch erkennt, muss in der tat nur mehr daraus handlungen folgen lassen). und kritik zur kenntnis nehmen.
    aber: wer daraus einen generalverdacht bastelt, beraubt sich der handlungsfähigkeit, denn alles wird unterschiedslos zu potenziell sexistischem verhalten/denken. dann lieber nichts mehr machen. vielleicht ist das eigene antisexistische verhalten die mega-sexismuskatastrophe? dann lieber nie mehr was machen, es könnte sich ja irgendwann als falsch herausstellen.

    Das hat doch hier auch niemandE behauptet. Das einzige, was classless geschrieben hatte, war doch:

    „Da mir allerdings schmerzlich bewußt ist, selbst auch z.T. von sexistischen Vorstellungen beeinflußt worden zu sein, halte ich mich zu diesem Thema meistens eher zurück, lese viel dazu, versuche diese Vorstellungen abzulegen und poste hier wie gesagt bisher nur Fundstücke aus anderen Blogs.“

    Ich würde zwar sagen: Es ist eine Illusion zu meinen, daß zustimmend Zitieren, weniger Verantwortung bedeutet als selber schreiben.*
    Aber abgesehen davon, ist das doch völlig korrekt: lesen – lernen – ändern --- und schreiben, soweit die Lesefrüchte und das eigene Denken reichen.

    * Da es nur sehr wenig Fragen geben dürfte, die nicht auch unter denen, die sich selbst als Feministinnen bezeichnen, umstritten sind, führt überhaupt kein Weg daran vorbei, für jeweils bestimmte feministische Positionen Partei zu ergreifen und dafür – d.h.: für diese eigene Auswahlentscheidung – die Argumentationslast zu tragen.

  182. 182 gf 13. November 2009 um 16:53 Uhr

    aber wieso sollte er sich zurückhalten? es wird ihn doch im fall der fälle jemand auf sexistische verhaltensweisen aufmerksam machen. er selber kann doch immer nur tun, was er AKTUELL für richtig hält (und sowas ändert sich halt oft im laufe der zeit aus guten gründen).

    und auch das mit dem posten fremder texte haut doch nicht hin, wenn so argumentiert: vllt ist kulla so beeinflusst von sexistischen vorstellungen, dass er da mit den fundstücken stets sexist_innen sprechen lässt?
    naja, die nennen sich feminist_innen, aber man weiß ja nicht, die möglichkeit besteht doch.

    insofern hier zustimmung:

    Ich würde zwar sagen: Es ist eine Illusion zu meinen, daß zustimmend Zitieren, weniger Verantwortung bedeutet als selber schreiben.

    man kommt doch aus diesem skeptischen schlamassel so nicht raus.

  183. 183 gf 13. November 2009 um 17:20 Uhr

    @laylah:

    man war beim realen sozialismus noch näher dran wie „im westen“. dass die vieles falsch gemacht haben, ist damit gar nicht bestritten.
    allerdings: „die wende“ hatte gerade auch für frauen katastrophale auswirkungen. und v.a. weltweit wurden die machtverhältnisse krass verschoben.

    das problem bei „nein, nein, das ist nicht der kommunismus“ ist, dass das erstens niemand behauptet hat; zweitens, dass damit die fehler eines nicht mehr existenten realen sozialismus problematisiert werden (und das ist mit der leiche gemeint), statt kritik zu liefern am hier und jetzt (mit der ganzen gewalt).
    es lebt des weiteren von einer spezifischen vorstellung des kommunismus, die aber nicht weiter ausgeführt wird (es wird doch im prinzip lediglich der titel „kommunismus“ hoch gehalten), wo aber der eindruck entsteht, es würde der einsatz von gewalt und zB auch die beschneidung der „meinungsfreiheit“ kritisiert.

    man muss sich doch anschauen, wann wie wo und warum gewalt und zwang anwendung fand: oktoberrevolution – das war gewalt. mit entsprechenden leichen. die nächsten jahre waren auch: gewalt. mit entsprechenden leichen. und das wird bei einer weiteren revolution auch notwendig sein. und ganz sicher nicht, weil es „spaß“ macht.

    kann man nach einer revolution allen ganz abstrakt „meinungsfreiheit“ zubilligen? die antwort ist: nein, bestimmte meinungen werden unterdrückt werden müssen. die vorstellung, das wären historische momente, in denen dann mit gegner_innen am großen revolutionären lagerfeuer argumente ausgetauscht werden – und das bessere siegt nach 5 jahren – ist doch naiv.

    was man sich anschauen müsste, ist weshalb sich das so lange zog – und da landet man meiner meinung nach unter anderem beim „sozialismus in einem lande“ und bei der kapitalismuskritik der realen sozialist_innen. und nicht bei einem abstrakten „das war nicht der kommunismus“. na klar, war das nicht der kommunismus – das fängt schon damit an, dass die realen sozialist_innen (wie auch hier manche) der meinung waren/sind, es bräuchte ca. 100 jahre realsozialistische übergangszeit. ja, wer das meint, weil die kapitalismuskritik auch eine entsprechende ist, der wird dann wohl auch 100 jahre „übergang“ organisieren. u.s.w.

    mit dem slogan „nein, nein, das ist nicht der kommunismus“ ist davon aber nichts angesprochen. man distanziert sich damit nur von der gewalt. was aber wäre, wenn die theorie der realsozialist_innen richtig war (und ist) – ist die gewalt dann nicht richtig?
    man kommt doch an einer beschäftigung mit den theorien nicht vorbei. der lange marsch war keine „blöde idee“ (oder der „große sprung“), die da jemandem halt mal schnell einfiel, sondern ausfluss bestimmter theoretischer anschauung: wenn es am schluss nen „erfolg“ gibt, dann war der weg dahin – mit allen opfern – auf jeden fall richtig. großartig, muss man bei gelegenheit nur noch klären, was „erfolg“ heißt.

    ***

    Bei der Gretchenfrage nach der Gewalt ist man ausnahmsweise versucht, Marx zu zitieren: »Wenn die Sache an uns ist, so werden wir nichts beschönigen …« Nun hält das jeder gebildete Demokrat für ein Eingeständnis – und für ein entlarvendes dazu. Deshalb sei der kleine Hinweis angefügt, daß nichts, aber auch gar nichts im Reich der >Freiheitquelle)

  184. 184 TaP 13. November 2009 um 17:28 Uhr

    @ bigmouth – 13. November 2009 um 13:30 Uhr

    [TaP:] Zumindest macht das große „I“ den Widerspruch zwischen Männern und Frauen deutlich.

    [bigmouth:] rofl

    und @ gf – 13. November 2009 um 15:44 Uhr

    „der unterstricht verweist auf den mit zwang und gewalt verbundenen geschlechter-dualismus, der sich auch im binnen-i widerspiegelt.“

    Das generische Maskulin deckt jenn Widerspruch zu, und deshalb regten und sich Leute über das große „I“ auf.

    Auch graphisch ist das große „I“ m.E. ’störender‘ und mit der Großschreibung eine machtvolle feministische Geste – eine Geste, aber immerhin.

    Der Tiefstrich geht dagegen eher im Lesefluß unter. Inwiefern drückt der Tiefstrich „zwang und gewalt“ aus? -

    Und wie spricht die „gender-gap-Bewegung“ den Tiefstrich eigentlich? – Ich habe vor dem großen „I“ schon eine Pause beim Sprechen gemacht, lange bevor der erste gender-gap-Tiefstrich irgendwo auftauchte.

    #####

    @ n.n. – 13. November 2009 um 13:53 Uhr

    Erklär‘ doch einfach mal, was Du damit überhaupt sagen willst?

    „Man kann natürlich auch versuchen, mir zu erklären, warum sich besagte Politmacker außerhalb jeder Kritik seitens des maedchenblog-Teams befinden.“

    Was besagt denn der Ausdruck „Politmacker“ genau? Und warum bist Du mit Deinem Diskussionsstil und Deinem Antikommunismus-Vorwurf wegen mangelnder China-Verteidigung keineR?

    „Warum wird es zugelassen, dass das maedchenblog nach gusto von TaP mit Einträgen zugespammt wird, die offensichtlich nur durch das hinzufügen von ‚(feministisch)‘ noch den Anschein erwecken hier überhaubt noch etwas zu suchen haben?

    Anscheinend geht es ja darum: http://maedchenblog.blogsport.de/2009/10/17/statistik-und-feministische-kritik/ – ich hätte diesen off topic-Kram in der Tat einfach auch ganz löschen können; habe ich aber nicht, weil ich nicht so ein Lösch-Fan bin.
    Was hättest Du zu Löschen gesagt?

    „Warum ist das so?“

    Stell‘ doch mal selber eine Hypothese dazu auf, sonst läßt sich darauf nämlich gar nicht antworten.

    „Warum tauchen diese Typen auf, …“

    Dito.

    „und die Teammitglieder falten brav die Hände im Schoß? Wo ist die Erklärung dafür?“

    Was ist denn Deines Erachtens – gemessen an welchem Begriff von Feminismus – überhaupt erklärungsbedürftig?

    #####

    @ earendil – 13. November 2009 um 14:49 Uhr

    „Männerfeindlichkeit ist, im besten Falle, kontraproduktiv für antisexistische Ziele. Und zwar deshalb, weil es schnuppe ist, ob Feminist_innen ‚Männer‘ biologistisch oder sozial definieren – entscheidend ist, dass gesellschaftlich hegemonial die Geschlechter biologistisch definiert werden, ergo Männerfeindlichkeit als Feindschaft zu Leuten mit Schwanz wahrgenommen wird und praktisch auch nur so umsetzbar ist.“

    Als AnfangsVerdacht ist das doch in Anbetracht der herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse auch okay. Können ja alle den Verdacht widerlegen, wenn sie können und wollen. Und da wir hier nicht über Strafrecht, sondern über Politik reden, scheint mir hier kein auch „Im Zweifel für den Angeklagten“ notwendig zu sein. (Im Umweltrecht wird das „Umkehr der Beweislast“ genant; finde ich auch bei gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen völlig okay.)
    Wenn mich n.n. als „Politmacker“ beschimpft, muß ich mich dazu verhalten, soweit auch nur irgendein Anhaltspunkt dafür zu erkennen ist, was n.n. vielleicht meinen könnte. – Ich ‚kann‘ mich nicht einfach zurücklehnen und sagen: ‚Laß n.n. einfachen quatschen. Mal sehen, ob n.n. Beweise hat.‘

    Auch Räume ausschließlich für schon-immer-FrauenLesben sind m.E. notwendig und berechtigt, solange es welche gibt, die sie haben wollen. Schließt ja nicht aus, auch zusätzliche Räume für schon-immer-FrauenLesben und Trans-FrauenLesben gemeinsam zu schaffen.

    „Als antagonistisch, analog zum Klassenverhältnis, würde ich das Geschlechterverhältnis auch nicht beschreiben. Verbesserungen für die eine Seite bedeuten da nämlich nicht automatisch Verschlechterungen für die andere.“

    Letztere ist auch bei den Klassenverhältnissen kein Automatismus. Auch da sind Interessenkonvergenzen, wie Höchstarbeitszeiten (schon im 19. Jh.) oder im 20 Jh. der Fordismus möglich.

    „Die Überwindung der Gender brächte auch den biolog. Männern mehr Vor- als Nachteile,“

    Wie kommst Du darauf? Männer arbeiten gesamtgesellschaftliche weniger als Frauen, haben/bekommen mehr Geld als Frauen, besetzen die angenehmeren und einflußreicheren Arbeitsplätze und politischen Positionen, sind in vielen Ländern weiterhin rechtlich deutlich bevorteilt, maßen sich an, ihren Willen mit Gewalt gegen Frauen durchzusetzen usw.
    Wo soll denn in der Abschaffung alldessen der Vorteil für Männer liegen, solange sie sich als Männer verstehen?

    „Außerdem ist die Überwindung der Gender ohne Mitmachen eines großen Teils der biolog. Männer unmöglich, die Abschaffung des Kapitalismus gegen die Kapitalist_innen aber schon.“

    Das ist richtig, ist aber kein Beweis, daß sie ohne massive Druckausübung auch tatsächlich mitmachen. Historische Erfahrung und Logik sprechen eher deutlich dagegen.

    #####

    @ laylah – 13. November 2009 um 15:29 Uhr

    Nahezu volle Zustimmung – nur eine Erklärung hätte ich noch gerne: Warum ist der Ausdruck bei bewußten Sexisten so beliebt? Was soll der denn – in deren Weltbild – genau ausdrücken? ---

    und eine Antwort von classless zu der Kritik.

    #####

    @ gf – 13. November 2009 um 16:53 Uhr

    Ja, das war ja nun auch kein ausgefeiltes theoretisches statement, sondern eine defensive Antwort von classless auf Vorhaltungen, warum er hier überhaupt schreibt.
    Hätte er besser in dem hier von einigen gepflegten Stil zurückkacheln sollen?!

  185. 185 classless 13. November 2009 um 17:55 Uhr

    @ gf

    Zu „Nein, nein“ zitiere ich mal diese Fragen aus einer Diskussion, die es bei mir mal gab:

    Ist das in China Kommunismus? Gab es schon mal irgendwo Kommunismus? Würdest Kullas Definition von Kommunismus zustimmen? Wird mit Kommunismus umgangssprachlich, in der Politik, in den Medien und in der Schule die Praxis/Realität der realsozialistischen Staaten und kommunistischen Parteien bezeichnet?

    Die Parole heißt genau, was sie heißt – wenn du meinst, ist doch klar, daß das kein Kommunismus ist, brauchst du dich davon gar nicht angesprochen fühlen. Es geht letztlich um die, denen das nicht oder nicht ausreichend klar ist.

    (Und auch um die, denen nicht klar ist, daß die Gleichsetzung von Realsozialismus und Kommunismus eines des wirksamsten Totschlagargumente gegen das Vorhaben der Einrichtung menschlicher Verhältnisse ist.)

  186. 186 TaP 13. November 2009 um 18:19 Uhr

    @ gf – 13. November 2009 um 17:20 Uhr

    „man war beim realen sozialismus noch näher dran wie ‚im westen‘.“

    Auf Klassenverhältnisse bezogen: auf einer sehr abstrakten Ebene, ja; und außerdem und m.E. v.a. als militärisches Gegengewicht gegen den Imperialismus.

    Aber wo denn beim Geschlechterverhältnis?

    „‚die wende‘ hatte gerade auch für frauen katastrophale auswirkungen.“

    Welche ‚Katastrophe‘ denn?! Also bei all meiner Wertschätzung für die NVA, die Rote Armee, die SS-20 usw., die mir vor über 20 Jahren das Ettiket „Moskau-…{Name}“ einbrachte – Westberlin fand ich dann für mein eigenes Leben doch um Längen besser als Berlin/DDR.
    Und das war und ist doch weitüberwiegend auch bei den Leuten, die zumindest in Osteuropa gelebt haben / leben, ganz entsprechend. -
    Davon können wir uns qua politischer Einsicht in Mitnutzung von imperialistischen Privilegien etwas distanzieren – aber das macht doch den Kohl nicht fett.
    Und das, was es tatsächlich an ‚Ostalgie‘ gibt – da steckt doch wirklich auch viel reaktionäre Gemeinschaftsideologie und alles-mögliche-tümelei drin, worauf KommunistInnen nicht wirklich setzen sollten, oder?
    Und trotzdem war und ist es richtig die Oktoberrevolution zu verteidigen, und war es richtig, den ‚maoistischen‘ NATO-FreundInnen und grünen Ostland-RitterInnen usw. zu widersprechen.

    Und beim Geschlechterverhältnis? Klar, die Frauenerwerbsquote war höher als in der BRD. Hatten die Frauen deshalb weniger Hausarbeit am Hals? Vielleicht bei der Kindererziehung; dafür gab’s das Schlange stehen, die geringere technische Ausstattung der Haushalte.

    Dann gab es die Fristenlösung in der DDR (auch erst spät, oder?), während sie in der BRD vom Verfassungsgericht kassiert wurde. Ja, kleiner Fortschritt – im wesentlich wegen der Systemkonkurrenz.
    In der SU waren, soweit ich weiß, Abtreibungen das Substitut für kaum produzierte/zugängliche Verhütungsmittel. War das jetzt ein ‚Schritt in die richtige Richtung‘?!

    Ja, es gab in der DDR Physikerinnen (Merkel). Aber auch die Erwerbsarbeitsverteilung im Realsozialismus war nach Geschlechtern aufgeteilt und hierarchisiert – nur halt teilweise anders gegendert – wegen des ‚realsozialistischen‘ maskulinistisch-handarbeits-zentrierten Arbeitsbegriff. Und die „Umschrift der Differenz“ – Änderung der Vergeschlechtlichung von Berufen, je nach dem Prestige, den die Berufe gerade in der industriepolitischen Regierungs-/Parteistrategie hatten – gab es auch.

    Und über die nicht nur realsozialistische, sondern auch darüber hinaus: marxistische Ideologie zur „Frauenfrage“ brauchen wir doch nun wirklich nicht anfangen zu reden, oder?

  187. 187 gf 13. November 2009 um 18:21 Uhr

    ok. nur noch soviel: wie viel gewinnt man, wenn man auf die stöckchen der bürgerlichen presse anspringt? – die in diesem fall behauptet, china sei kommunistisch. wie viele überzeugt man damit von der kapitalismusgegner_innenschaft? ist der spruch „das ist nicht der kommunismus“ nicht seit jahrzehnten von linken bekannt – und haben bürgerliche nicht immer schon „gewusst“, dass das nur eine lüge ist? dass linke da versuchen die leichenberge vor ihnen zu verstecken, um dann loslegen zu können mit gulag und co?

    zudem: das gerede davon, dass da keine freie assoziation freier produzent_innen vorhanden ist, richtet sich doch genau genomnen nicht an bürgerliche? oder was soll denen diese phrase sagen? oje, immer noch wertproduzent_innen. na und? was sagt das bürgerlichen? das ist denen doch egal, die haben ja auch krin problem mit dem wert im hier und jetzt.

    wäre es nicht klüger, den menschen darzulegen, wie sie im hier und jetzt dran sind (und zwar in d und nicht china)? dazu ist dabei eben gar nichts gesagt, es wird lediglich umrissen, wieso man in china schlecht vorkommt (aber ist das hier von belang?) und ich meine ja, dass so eine kapitalismuskritik dann auch die kritik am realsozialismus wäre bzw. mal eine gute ausgangsbasis.

  188. 188 TaP 13. November 2009 um 18:26 Uhr

    Und es gab doch auch kein wirkliches theoretisch-politisches Korrekturpotential mehr innerhalb der Realsoz-KPen.
    Was gemacht werden konnte, war, zu hoffen, daß sie durchhalten, bis es gelänge einige NATO/OECD-Länder herauszubrechen. Wenn Italien, Spanien, Portugal in den 70er Jahren gekippt wären… – dem Feminismus es immer noch nicht viel gebracht.

  189. 189 gf 13. November 2009 um 19:00 Uhr

    Und wie spricht die „gender-gap-Bewegung“ den Tiefstrich eigentlich?

    vielleicht ist das nicht-bezeichnen (können) politisch erwünscht?

    der unterstrich steht für:
    - zwang und gewalt des EINSCHLUSSES (verbunden mit der auslöschung der differenz), also des AUSSCHLUSSES (anderer).

    mit dem binnen-i ist die ANERKENNUNG DER FRAU ALS FRAU geleistet. das ist der einschluss, für den viele feministinnen lange gekämpft haben. und: war’s richtig?

  190. 190 gf 13. November 2009 um 19:49 Uhr

    Hatten die Frauen deshalb weniger Hausarbeit am Hals? Vielleicht bei der Kindererziehung; dafür gab’s das Schlange stehen, die geringere technische Ausstattung der Haushalte.

    beide fragen sind, von dir an mich gerichtet, sinnlos. die erste, weil ich das weiß und du weißt, dass ich das weiß. (das gilt auch in bezug auf die abtreibung.) die zweite, weil du die fehler, die zur mangelproduktion führten, wiederholen willst.

    zum rest erscheinen in den nächsten wochen beiträge auf dem blog. nur soviel: glaubst du es ging müttern oder gar alleinerzieherinnen besser im westen?
    http://menschenblog.blogsport.de/2009/11/12/keine-verpflichtung-zur-erwerbstaetigkeit/
    man muss es sich schon leisten können im westen die freiheit zu genießen. schön für dich, dass es in wetsberlin gut lief für dich. du meinst aber hoffentlich nicht für alle sprechen zu können?! oder haste ein „behindertes“ kind und kein geld?

    nimm mal die einschlägige transformationsforschung zur kenntnis: die frauen hat es besonders hart getroffen.

    die heutige haltung in ostdeutschland ist die VERZWEIFELTE REAKTION auf das system, in dem für dich anscheinend recht gut läuft. im westen immer noch am besten, was?
    ja, angesichts dieser katastrophe erscheint einigen der realsozialismus als besser; ja, angesichts dieser katastrophe schaut die vergangenheit rosig aus.
    von anderem will ich hier nicht reden, von weiteren reaktionen.

    aber du stellst nur fest: für dich lief es in westberlin gut – immerhin musstest du nicht anstehen für essen – so wie die leute in münchen heute?! – aber immerhin schönes blinkiblinki im schaufester. und dann bemäkelst du das INKORREKTE verhalten der leute – beklagen die die armut glatt! statt sich über die neuen tollen freiheiten zu freuen! wie reaktionär!

    ja, das meiste, was sich hier die leute zusammendenken, ist zu kritiseren – ABER DOCH NICHT MIT DEM VERWEIS AUF DIE SCHÖNE FREIHEIT DES SCHÖNEN WESTDEUTSCHLAND!

  191. 191 gf 13. November 2009 um 19:55 Uhr

    und noch was: in der ddr hätten die frauen genauso aufstehen können. sie konnten ja auch montagsdemonstrieren! für feminismus braucht es wirklich keine BRD.

  192. 192 gf 13. November 2009 um 19:57 Uhr
  193. 193 classless 13. November 2009 um 20:07 Uhr

    @ gf

    wie viele überzeugt man damit von der kapitalismusgegner_innenschaft? ist der spruch „das ist nicht der kommunismus“ nicht seit jahrzehnten von linken bekannt – und haben bürgerliche nicht immer schon „gewusst“, dass das nur eine lüge ist?

    Ich krieg das anders mit: wenn ich jemandem von außerhalb des linksradikal-kommunistischen Universums (z.B. beim Trampen, auf Arbeit, des Nachts) in einem Gespräch oder einer Diskussion auf seine oder ihre in aller Regel pauschal-ausfälligen Äußerungen über Kommunismus hin sage, daß es Kommunismus noch nicht gab und das, was es gab, kein Kommunismus war, scheinen sie davon zumeist überrascht zu sein. In den allermeisten Fällen folgt dann eine Nachfrage, die sich immer noch an der Nomenklatur (es herrschten doch Kommunistische Parteien usw.) aufhängt.

    Dann nenne ich meist Kriterien für Kommunismus: kein Staat, keine Klassen, keine Herrschaft, keine Lohnarbeit. Und den meisten scheint dann einzuleuchten, daß es im vermeintlichen Kommunismus des Realsozialismus all das noch gab.

    Ein Kommunismus im Sinne der genannten Kriterien scheint verblüffend vielen Leuten wünschenswert, das Gespräch dreht sich dann eben eher um die Realisierbarkeit und – na klar, notwendig falsches Bewußtsein – um die menschliche Natur. Das würde ich für den geeigneten Moment halten, um mit „dem heutigen Laden“ um die Ecke zu kommen, mit dem Schrecken und Skandal des kapitalistischen Alltags. Wenn die Alternative schon denkbar ist, scheint sich diese Kritik dann ganz anders zu entfalten.

    (Nicht daß der Eindruck entsteht, jedes einzelne Gespräch würde genauso ablaufen – aber es gibt, wie auch bein anderen Themen – doch bestimmte wiederkehrende Muster. Oder ich bin mittlerweile von der ganzen Verkauferei so versaut, daß ich beständig versuche, eine Art Verkaufsleitfaden für Kommunismus zu entwickeln. Siehe auch hier.)

    Die Frage der Gewalt ist bei alldem überhaupt nicht berührt – niemand scheint jedoch zu glauben, daß die gegenwärtige Gesellschaftsordnung so kampflos abtreten wird wie die DDR. Aufgrund jahrelanger Lektüre historischer Literatur zu 1917ff. denke ich trotzdem, daß es einen Unterschied gibt zwischen der Inkaufnahme von Gewalt und ihrer gezielten Eskalation (im Sinne etwa von Lenins „Strömen von Blut“, mit den die Gesellschaft gereinigt werden müsse).

  194. 194 huenerei 13. November 2009 um 21:11 Uhr

    @ laylah

    „motherfucker“ bzw. „motherfucking“ wird aber im gegensatz zu „arschloch“ sowohl im positiven und/oder negativen sinn verwendet und/oder sagen wir als betonungswort. jedenfalls in den usa.

    was bei classless jetzt negativ verwendet wird ist ja bei dem prince song eben nicht.

  195. 195 laylah 13. November 2009 um 22:07 Uhr

    was willst du damit sagen? dass classless prince noch unterbietet? kann gut sein.

  196. 196 earendil 13. November 2009 um 22:33 Uhr

    Als AnfangsVerdacht ist das doch in Anbetracht der herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse auch okay. Können ja alle den Verdacht widerlegen, wenn sie können und wollen.

    Nein, ist überhaupt nicht okay. Eine Gesellschaft, bzw. ziemlich lange postpatriarchale Übergangszeit, in der biolog. Männer ständig unter Generalverdacht stehen und beweisen müssen, dass sie NICHT patriarchal agieren? Ja, geht’s noch? Danke, da bin ich schon aus Eigeninteresse draußen. Wie stellst du dir das Widerlegen so eines „Anfangsverdachts“ und generell eine solche Unterdrückung überhaupt vor?

    Und vergiss auch nicht, Weiße „als Klasse“ zu unterdrücken und unter den Generalverdacht des Rassismus zu stellen, solange sie nicht das Gegenteil beweisen (wie auch immer das gehen soll).

    Wo soll denn in der Abschaffung alldessen der Vorteil für Männer liegen, solange sie sich als Männer verstehen?

    Ja, solange sie die männliche Genderrolle affirmieren, werden die da keine Vorteile für sich sehen. Aber wenn sie mal erkennen, wie sie durch diese Genderrolle geschädigt werden, sieht das schon anders aus. Oder glaubst du wirklich, diese Rolle sei was tolles? Kämpfer- und Kriegertum, Konkurrenzkampf in der Lohnarbeit, Ausschluss von der Kinderbetreuung, bestimmte Gefühle nicht zeigen dürfen, nicht-heterosexuelle Begehren negieren zu müssen, häufig Gewalttäter und –opfer zu werden und ggf. auf dem Schlachtfeld zu verrecken – alles super? Überhaupt die Zurichtung auf Männlichkeit, der Druck, als „richtiger Junge“ mit Autos statt mit Puppen zu spielen und als „richtiger Mann“ doch bitte Fußball zu spielen statt Ballett zu tanzen, oder eben mit den bekannten Konsequenzen zu leben, wenn man „aus der Rolle fällt“ – alles ein Zuckerschlecken? Das Gejammer der Maskulisten hat ja teilweise durchaus einen realen Hintergrund, nur dass sie die Gründe fälschlich bei den bösen Frauen bzw. Feministinnen verorten.

    Ja, die Männer haben die vorteilhaftere Rolle in der ganzen Geschlechterkiste erwischt, aber geschädigt werden dadurch trotzdem beide Seiten – die eine mehr, die andere weniger. Eine Aufhebung der Gender ist für beide Seiten von Vorteil. Auch wenn biolog. Männer dann öfter das Klo putzen müssen.

    Warum hast du eigentlich deinen Identitätswechsel gemacht – nur aus Mitleid mit den Frauen? Oder haben dich vielleicht auch die Zwänge der Männlichkeit angekotzt? (Sorry, meinte natürlich: gestört. Vomitierausdrücke kommen in deinem Wortschatz ja gewiss nicht vor. ;) )

    und nutze ich mein Mitmachendürfen nicht, um liberal-reformistische Feminismus-Lesarten zu propagieren, sondern um eine revolutionäre Lesart eines de-konstruktivistischen Feminismus zu verfechten

    Ist ja nichts neues, dass zu einer Gruppe neu hinzugekommene sich häufig bemüßigt fühlen, die Positionen und den Habitus der Gruppe besonders radikal zu vertreten, um ihr Recht der Gruppenzugehörigkeit unter Beweis zu stellen. Wird allerdings selten auch offen so propagiert.

    Außerdem ist die Denunziation aller, die deine Spielart des Feminismus nicht teilen, als „liberal-reformistisch“ ziemlich albern.

  197. 197 earendil 13. November 2009 um 22:35 Uhr

    gegen arschlöcher hingegen kann man schlecht was haben, die sind im gegenteil ganz praktisch (scheißen und so).

    Laylah, deine Kommentare sind manchmal einfach nur geil. Musste mal gesagt werden. @};-

  198. 198 TaP 13. November 2009 um 22:38 Uhr

    @ laylah – 13. November 2009 um 22:07 Uhr

    „was willst du damit sagen? dass classless prince noch unterbietet? kann gut sein.“

    zu huenerei – 13. November 2009 um 21:11 Uhr

    „‚motherfucker‘ bzw. ‚motherfucking‘ wird aber im gegensatz zu ‚arschloch‘ sowohl im positiven und/oder negativen sinn verwendet und/oder sagen wir als betonungswort. jedenfalls in den usa.
    was bei classless jetzt negativ verwendet wird ist ja bei dem prince song eben nicht.“

    Und willst Du, laylah, damit wiederum sagen? Das ‚Mutter ficken‘ affirmativ verwendet weniger schlimmer sei als als Vorwurf??? -

    Erklärt‘ mir doch mal bitte, was diese englische Slang genau ausdrücken soll.

  199. 199 TaP 13. November 2009 um 23:59 Uhr

    @ gf – 13. November 2009 um 19:00 Uhr

    „mit dem binnen-i ist die ANERKENNUNG DER FRAU ALS FRAU geleistet. das ist der einschluss, für den viele feministinnen lange gekämpft haben. und: war’s richtig?“

    Es war und ist transitorisch notwendig; genauso wie es nicht nur einer revolutionären kommunistischen Partei, sondern auch einer systemimmanenten Gewerkschaft bedarf.

    „Eine Feministin kämpft für die Frauen als Gruppe und für das Verschwinden dieser Gruppe.“ (Donna Haraway sinngemäß zitiert von Cornelia Eichhorn, Zwischen Dekonstruktion und Identitätspolitik. Eine Kritik zur feministischen Debatte um Judith Butler, in: Die Beute. Politik und Verbrechen (Edition ID-Archiv: Amsterdam/Berlin), 1/1994, 40-43 [40]).

    @ gf – 13. November 2009 um 19:49 Uhr

    [TaP:] „Hatten die Frauen deshalb weniger Hausarbeit am Hals? Vielleicht bei der Kindererziehung; dafür gab’s das Schlange stehen, die geringere technische Ausstattung der Haushalte.“
    [gf:] „beide fragen sind, von dir an mich gerichtet, sinnlos. die erste, weil ich das weiß und du weißt, dass ich das weiß. (das gilt auch in bezug auf die abtreibung.)“

    Und – wenn Du Dich daran noch erinnerst, warum findest Du dann, das alles ziemlich auf dem richtigen Weg war – nur ein bißchen langsam? ---

    Nein, die Katastrophe war nicht der Zusammenbruch des RealSoz; die ‚Katastrophe‘ ist, daß die West-Linke nichts hinbekommen hat, und auf absehbare Zeit auch nichts hinbekommen wird.

    „glaubst du es ging müttern oder gar alleinerzieherinnen besser im westen?“

    Frag‘ lieber, wieviel von denen in die DDR gewollt hätten. Nicht viele. Und nicht wg. „falschem Bewußtsein“, Bild-Zeitung oder so, sondern weil den Leuten ihre Freiheit – durchaus zurecht – ziemlich viel Wert ist.

    „für dich lief es in westberlin gut – immerhin musstest du nicht anstehen für essen – so wie die leute in münchen heute?!“

    Und wieviel von den Hartz IV-EmpfängerInn, die im Sept. Linkspartei gewählten hatten, hätten statt dessen die SED, DKP oder MLPD gewählt?

    @ gf – 13. November 2009 um 19:55 Uhr

    und noch was: in der ddr hätten die frauen genauso aufstehen können. sie konnten ja auch montagsdemonstrieren! für feminismus braucht es wirklich keine BRD.

    „hätten“ – und? Wieviel Einfluß und Ausstrahlung hatte der UFV? Wieviel die LISA innerhalb der PDS?

    Dein Feindbild ‚bürgerlicher Feminismus‘, das Du (auf einmal?) anfängst zu verbraten, ist doch haltlos. Was gibt es denn an Feminismus, außer den von Dir als ‚bürgerlich‘ stigmatisierten?

    „Klassiker_innen-Link-Liste beim Menchenblog:

    „* alexandra kollontai (engl.)
    * angela davis (engl.)
    * bebel: die frau und der sozialismus
    * clara zetkin (engl.)
    * inessa armand (engl.)
    * nadezhda hrupskaya (engl.)
    * nancy fraser (engl.)“

    Bebel war immerhin etwas feministischer als Zetkin; ob wir Kollontai, Armand und Krupskaya schon „feministisch“ nennen sollen, weiß nicht; Davis ist auch noch ziemlich Nebenwiderspruchs-Denken (trotz aller Öffnung); und Fraser ist keine Kommunistin, sondern für sozialdemokratische Verteilungs-Gerechtigkeit.

    Feminismus im modernen Sinne der zweiten Frauenbewegung konnte nur im Kontext des 68er-Aufbruchs und der Kritik daran sowie der sog. Neuen Sozialen Bewegungen entstehen und sich weiterentwickeln. Die Arbeiter(innen)bewegungstradition gibt dafür – leider – kaum etwas her.

    @ earendil – 13. November 2009 um 22:33 Uhr

    „Aber wenn sie mal erkennen, wie sie durch diese Genderrolle geschädigt werden, sieht das schon anders aus. Oder glaubst du wirklich, diese Rolle sei was tolles? Kämpfer- und Kriegertum, Konkurrenzkampf in der Lohnarbeit, Ausschluss von der Kinderbetreuung, bestimmte Gefühle nicht zeigen dürfen, nicht-heterosexuelle Begehren negieren zu müssen, häufig Gewalttäter und –opfer zu werden und ggf. auf dem Schlachtfeld zu verrecken – alles super?“

    Wenn das so ’schädigend‘ ist, warum sehen die das dann nicht?

    „Das Gejammer der Maskulisten hat ja teilweise durchaus einen realen Hintergrund, nur dass sie die Gründe fälschlich bei den bösen Frauen bzw. Feministinnen verorten.“

    Nein, das würde ich so nicht sagen.

    „Warum hast du eigentlich deinen Identitätswechsel gemacht – nur aus Mitleid mit den Frauen? Oder haben dich vielleicht auch die Zwänge der Männlichkeit angekotzt?“

    Beides nein.

    Zu Frage 2: Also bestimmte Männlichkeiten (das Beispiel „ficken“ hatten wir ja schon in dem SM-threads) haben ich ’schon immer‘ gestört (das ist aber wahrscheinlich auch von Klassenaspekten überdeterminiert gewesen).
    Aber das mich „die Zwänge der Männlichkeiten“ auch nur gestört hätten, nein.
    Kann ich auch nicht für meine Jahre als pro-feministischer Mann sagen; von bestimmten Männerbünden habe ich mich ferngehalten; in andere war ich gut integriert.

    Zu Frage 1: Mitleid? Von Mitleid hat niemandE was.
    Nein, vielmehr: ein ernstgenommener genereller Anspruch von Herrschaftskritik; die Einsicht in die Verflechtung unterschiedlicher Herrschaftsverhältnisse; die höhlende Wirkung steter feministischer Propaganda in zunächst grünen, dann ‚linksradikalen‘ Kontexten; die Bereitschaft die strategischen Einsichten eines nicht-klassenreduktionistischen Leninismus auch auf das Geschlechterverhältnis und den feministischen Kampf zu übertragen -
    und schließlich – für die Trans-Geschichte: eine kleine provozierende Frage einer Mit-Studentin vor 13 Jahren (die weiß vermutlich gar nicht weiß, wie intensiv und langjährig sie mich mit ihrer kleinen Spitze geprägt hat); und zwei Aufsätze Wittig-Lektüre; Freundinnen und Kolleginnen – auch ein paar Männer –, die das unterstützt haben und unterstützen.

    So ‚einfach‘ ist das, ‚Geschlechtsverrat‘ zu begehen… – naja, ganz so einfach ist es nicht.

  200. 200 TaP 14. November 2009 um 0:19 Uhr

    Noch mal kurz zu „die Zwänge der Männlichkeit“ -

    für ‚nachher‘, also seit meiner Trans-Zeit, da kann ich Dir ein paar Beispiele liefern:

    ++ wie unsinnig es ist, im Hochsommer Hosen zu tragen (aber auch: daß es im Winter ganz schön praktisch ist, nicht nur Nylons über den Beinen zu haben)
    ++ zum ersten Mal oder nach länger Unterbrechung mal wieder in einem großen Saal mit fast nur schon-immer-FrauenLesben und ein paar anderen Transwesen zu sein – und das mit dem üblichen gemischten, d.h. männer-dominierten ‚Raumgefühl‘ zu vergleichen
    ++ daß mir deutlich einfacher fällt, in Diskussionen oder sonstigem praktischen Verhalten aus der Männersolidarität auszubrechen, seit ich schon äußerlich aus dem Rahmen falle
    u.ä.

  201. 201 gf 14. November 2009 um 1:09 Uhr

    Und – wenn Du Dich daran noch erinnerst, warum findest Du dann, das alles ziemlich auf dem richtigen Weg war – nur ein bißchen langsam? ---

    ach, im „westen“ sind „wir“ schneller unterwegs? oder vllt sogar schon weiter? – nein. „wir“ sind in vielerlei hinsicht noch hinter der ddr.

    Frag‘ lieber, wieviel von denen in die DDR gewollt hätten. Nicht viele. Und nicht wg. „falschem Bewußtsein“, Bild-Zeitung oder so, sondern weil den Leuten ihre Freiheit – durchaus zurecht – ziemlich viel Wert ist.

    was heißt freiheit, tap?

    „hätten“ – und?

    ja, genau: hätten. auch hier „könnten“ die massen aufstehen. sie tun es aber nicht. wie viel einfluss haben feminist_innen hier denn, so dass das abtreibungsrecht verschärft wurde? ja, hätten & könnten – genau die richtige bezeichnung für damals und heute.

    Dein Feindbild ‚bürgerlicher Feminismus‘, das Du (auf einmal?)

    http://maedchenblog.blogsport.de/2009/05/17/endziel-mensch/

    und Fraser ist keine Kommunistin, sondern für sozialdemokratische Verteilungs-Gerechtigkeit.

    fraser hat nen aktuellen beitrag verfasst, den man zB gut lesen kann.

    zudem irgendwie lächerlich links hier wiederzugeben. mal generell, dann noch bei nem 2-tageblog (wie du siehst, kommt da ab und an noch was dazu). aber ich hab ja auch schon geschrieben: kein anspruch auf repräsentativität.
    soll ich jetzt mal anfangen deine links hier zu re-posten und zu kommentieren, oder was? – nein, mach ich nicht.

    kein bock auf SCHWANZVERGLEICH, tap. das überlasse ich dir und deinesgleichen.

  202. 202 gf 14. November 2009 um 1:19 Uhr

    Wenn das so ’schädigend‘ ist, warum sehen die das dann nicht?

    diese frage stelle bitte auch den frauen, die mit dem feminismus zu tun haben wollen. wenn das alles so „schädigend“ ist, wieso sehen die frauen das dann nicht? – die standard-frage von sexist_innen.

  203. 203 MPunkt 14. November 2009 um 11:23 Uhr

    @ TaP: So ein Quatsch. Meine Kritik an classless ist ganz eindeutig nicht, dass der die VR China nicht ausreichend lobpreisen würde. Sondern, dass er die Abweichung von seinem Kommunismusideal schon für ein Argument hält, statt mal eine sachliche Bestimmung zur VR China vorzunehmen. Dass sein Kommunismusideal sich aus einer Kapitalismuskritik ergibt, welche den Liberalismus verwirklichen will (als wäre er das nicht längst!), so richtig mit Meinungsfreiheit und so. Dass er sich damit (und zwar nicht ‚nur‘ taktisch-anbiedernd, sondern inhaltlich konsequent) an die Seite deutscher/ westlicher Imperialismusfans, also von Parteigängern der Eigentumsordnung und des nationalen Erfolgs, die ihr Interesse gegen China auch immer sehr passend als den moralischen Titel vorbringen, dass es dort nicht frei genug zugehen würde, weil die menschliche Eigentümernatur dort von fiesen Kommunisten in einem gigantischen Menschenexperiment unterdrückt werden würde. Etc. pp. Zur Politik der VR China habe ich da noch gar nix gesagt und bei dem Thema ist das auch schlicht nicht notwendig. Sondern da steht schlicht Ideologiekritik an den classenlosen Positionen zu ihr an.

    Dass Du Dir zwecks Denunziation ein Chinafantum meinerseits zusammenlügen musst, ist mal wieder bezeichnend für Dich, Deine Argumentfreiheit und Deine albernen Tricks.

    @ classless: Na eben, die Antikommunisten kommen mit der Menschennatur an, weil sie ihr Eigentümerinteresse, das sie mit dem überwiegenden Rest der Leute hier teilen, sich damit rechtfertigen und plausibilisieren. Weshalb es für deren Antikommunismus auch in etwa so egal ist, ob dort Kommunismus existiert, wie ob dort ein Sack Reis umfällt. Was hat sich denn an deren Eigentümerinteresse und an deren Nationalismus geändert, wenn die gegen den Kommunismus aus ihrem ihnen zur völligen Selbstverständlichkeit gewordenen Eigentümerinteresse und Nationalismus heraus den Kommunismus nicht mehr als notwendige Unterdrückung wegen seines Verstoßes gegen die Menschennatur auffassen (wie bspw. in China), sondern als schöne Utopie, die aber – leider, leiderunrealistisch sei, weil sie gegen die Menschennatur verstöße, also letztlich wider nur in bööööhser Unterdrückung enden würde (wie bspw. in China).

    Das ist eben der Witz: man kann Kapitalismusfans nicht damit agitieren, dass man ihnen den Kommunismus als schönes Schlaraffenland ausmalt, weil denen sofort klar ist, dass das nicht mit ihrem – gesellschaftlich derzeit geteilten – Eigentümerinteresse zusammenpassen würde, weshalb da Unterdrückung von ihnen und vielen anderen (obwohl sie doch bloß nach ihrer Menschnatur handeln würden!) anstünde. Sondern da muss man schon mal deren Affirmation des Ladens hier angreifen. Was dann aber selbstverständlich nicht mehr so gut für die Selbstdarstellung taugt, dass man ganz classenlos überall und in jeder Rolle mitplaudern kann.

    @ Julinoir: Fuck gender hat sich nicht auf mich – im Sinne von einem Autoritätsargument – bezogen, wie Du ihr unterstellst, sondern auf meine Argumente zu Kullas „Nein, nein, das ist nicht der Kommunismus“. Die stimmen entweder, oder sie stimmen nicht – aber das wäre dann schon sachlich zu prüfen, statt an sie heranzutragen, was ich so vom Feminismus halte. Und mal am Rande bemerkt: das ist schon noch ein Unterschied, ob man den Feminismus als falsche Sexismuskritik ablehnt (weil er in ihm nur eine skandalöse Abweichung vom Höchstwert Gleichheit und also vom Höchstwert Gerechtigkeit sieht), oder ob man sagt, dass Sexismus gefälligst hingenommen werden solle. Dein Rumgelüge erreicht in dem Punkt fast schon TaPsches Ausmaße.

    @ Huenerei: Was ist denn der Inhalt des positiven Bezugs darauf, ein Motherfucker zu sein? Doch wohl, dass man die Mütter anderer fickt und durch diese Entehrung jener (denn die haben ja treu und rein zu sein!) auch deren Söhne – also die eigenen Konkurrenten – entehrt: „Ich ficke Deine Mutter!“. Klar ist das zur Phrase bzw. allgemein zum Synonym dafür geworden, ein toller Hecht zu sein, aber die so zur Schau gestellte Coolheit hat dann immer noch diesen inhaltlichen Hintergrund, dass man wegen ihr die Familienehre anderer und darüber auch deren Ehre zerstören kann.

  204. 204 earendil 14. November 2009 um 13:49 Uhr

    Wenn das so ’schädigend‘ ist, warum sehen die das dann nicht?

    Tja, könnte vielleicht was mit Ideologie zu tun haben? Warum sehen Lohnarbeiter_innen oftmals nicht, dass die Lohnarbeit sie schädigt?

    Genauer würde ich ja sagen, dass Männer z.T. die Schädigungen durchaus wahrnehmen (s. Maskulisten-Gejammer), aber falsch einordnen. Oder die Schädigungen werden verdrängt (z.B. nicht zugelassene Begehren), oder sie liegen in der Vergangenheit und werden von den Betroffenen heute gutgeheißen (z.B. Konditionierung in der Kindheit).

  205. 205 huenerei 14. November 2009 um 16:24 Uhr

    @laylah

    »was willst du damit sagen? dass classless prince noch unterbietet?«

    ich weiss nicht ob ich da jetzt einen, nur, vertikalen massstab ansetzen kann. thematisch scheint das stück von prince und classless ja eine ähnliche richtung zu haben, mit aber anderen personen – blabla. aber was wollte ich sagen? mir gings nicht um eine bewertung einzelner werke und eine einsortierung jener in eine skala. eher um das phänomen, das eine positionierung von handlungen, körperteilen oder was auch immer im zusammen hang mit kraftausdrücken oder beschimpfungen geschieht. welche dann negativ konstruiert werden. was ich dann nicht aggitation nennen würde. obwohl kann aber auch als aggitation genannt werden, klingt aber für mich irgendwie dann nach einem plan der ablaufen würde, also ein gedachter mit ziel, aggitation = aüsserung mit einem bestimmten ziel, etwas zu erreichen. aber vielleicht war ja hier eine aggitation gemaint die so mitläuft dabei, neben dem eigentlich. auch gut. ok wird jetzt irgendwie schwurbelig.

    und was soll das dann für ein flamewar werden – wen ich zugebe das einwende gegen mein geschreibe mich zum überdenken bringen… tztz

  206. 206 classless 14. November 2009 um 18:11 Uhr

    @ MPunkt

    Vielleicht war das oben nicht deutlich genug: die Gesprächssituation setzt fast immer damit ein, daß sich jemand gegen den Realsozialismus ausspricht und ihn als „Kommunismus“ bezeichnet, dabei auch fast immer einhergehend mit Formulierungen wie „Damit ist ja klar, daß das nicht funktioniert“ bzw. „Wir wissen ja, wie das aussieht“ und auch fast immer implizierend, daß es einfach keine Alternative zum (ungeliebten) Kapitalismus gäbe.

    Das sind eben gar nicht unbedingt Kapitalismus-“Fans“, sondern sie sind oft unzufrieden – nur denken sie das nicht weiter, weil sie eben glauben, daß es eh nichts Besseres gibt.

    „Sondern da muss man schon mal deren Affirmation des Ladens hier angreifen. Was dann aber selbstverständlich nicht mehr so gut für die Selbstdarstellung taugt, dass man ganz classenlos überall und in jeder Rolle mitplaudern kann.“

    Ach so: ich habe ihre Affirmation nie angegriffen, weil ich das entsprechend des Bildes, das du dir von mir aus der (offenbar beträchtlichen) Entfernung gemacht hast, gar nicht machen kann. Habe ich mir das alles wohl eingebildet.

    Und:

    „Dass sein Kommunismusideal sich aus einer Kapitalismuskritik ergibt, welche den Liberalismus verwirklichen will (als wäre er das nicht längst!), so richtig mit Meinungsfreiheit und so.“

    Was für ein Quatsch!

  207. 207 laylah 14. November 2009 um 19:09 Uhr

    huenerei: ich hab keine motivation, mir den text von prince anzugucken; bleiben wir doch bei classless‘. der agitiert da ja angeblich gegen sexismus. und wenn antisexistische agitation sexismen benutzt, ist sie nicht zweckmäßig bzw. kann der zweck auch einfach kippen. oder es wird halt für zwei antagonistische zwecke gleichzeitig agitiert. haste man link dazu?
    tap: ich denke nicht, dass man princes motherfucker als „affirmativ“ bezeichnen kann. er spricht sich da ja nich für sex mit der eigenen mutter aus. eher so bisschen (vermeintlich) sinnentleert. vermeintlich, weil die verwendung im diskriminierenden sinn ja weiterhin gebräuchlich, ja hegemonial ist. noch zu der transgeschichte: „aus der männersolidarität ausbrechen“ klingt gut – dass das aber einfacher geworden sein soll, versteh ich nicht. wirst du in solchen kontexten nicht eher als frau behandelt, so dass bestimmte sprüche einfach gar nicht erst fallen in deiner anwesenheit, oder du kriegst sie nicht mit und bekommst auf nachfrage keine antwort sondern allgemeine heiterkeit und solche späße?
    mpunkt: deine definition stimmt nicht. „ich ficke deine mutter“ ist doch gerade das gegenteil wie „du bist ein mutterficker“. gegen die (ehre der) mutter des gegners gehts in beiden fällen, aber bei letzterem ist die schande schon der inzest. hier, beste quelle für sowas: http://www.urbandictionary.com/define.php?term=motherfucker
    earendil: von mir bekommst du die liebe, die n.n. dir nie geben konnte! :*

  208. 208 MPunkt 14. November 2009 um 20:14 Uhr

    @ classless: Warum die damit ankommen, dass Realsozialismus schlimm und gescheitert sei, sobald die merken, dass man was gegen Kapitalismus hat, habe ich Dir doch gerade erklärt. Eben weil sie sich ihr Interesse – und das der ganzen anderen Eigentumsfans und Nationalisten – in ihre Natur übersetzen, womit ihnen die Abschaffung von bürgerlichen Staat und seiner Eigentumsordnung als notwendig auf die Knechtung der Menschennatur und damit der Menschen und damit ihnen hinauszulaufen scheint. Und solange sie so drauf sind, gibt es entweder nicht mal nen Realsozialismus, oder der muss sie wegen dieses Willens tatsächlich unterdrücken.

    Und na klar ist jeder hier unzufrieden – nur womit bzw. genauer: wie erklären die sich den Grund für die Unzufriedenheit? Eben damit, dass ihnen lauter Ungerechtigkeiten widerfahren würden, welche ihren verdienten materiellen Erfolg als Privateigentümer zunichte machen würden: unfähige und/oder korrupte Politiker, welche von ihnen (zu) viel Beitrag zum nationalen Erfolg verlangen, während sie es den anderen hinten rein schieben würden; Schmarotzer am Staat, welche den nationalen Erfolg für einen verhindern würden; raffgierige und verschlagene Konkurrenten, bei denen man als der Ehrliche immer der Dumme ist etc. pp.

    Zu dem Liberalismuskram, sei noch mal an Deinen eigenen Demoaufruf erinnert:

    Weit davon entfernt, die Wirtschaft in den Dienst der Bevölkerung zu stellen, akzeptiert die KP die chinesischen Werktätigen nur als willenlose Wertproduzenten. Insofern gibt es keine “Öffnung” oder “Liberalisierung” – der Staatskapitalismus bleibt Staatskapitalismus wie seit der Gründung der VR China.

    Imperialismus, Repression und Staatskapitalismus sind kein Kommunismus!

    http://www.classless.org/2007/05/16/aufruf/

    Also ist Dir eine wirkliche und vollständige Liberalisierung von Kapitalismus oder „Staatskapitalismus“ das Gleiche wie „die Wirtschaft in den Dienst der Bevölkerung zu stellen“, also der Kommunismus.

    @ laylah: Mir ging es aber gerade nicht um die Beschimpfung „Du Motherfucker“, sondern um die von Huenerei angesprochene affirmative Selbstbezeichnung als solcher. Und da geht es eben nicht um das Ficken der eigenen Mutter, denn das geht ja wohl kaum als Beweis der eigenen Härte und Coolness durch, sondern um das von fremden Müttern, auf die sich dieser Ausdruck dann eben zusätzlich auch bezieht:

    [Achtung TaP: Hand vor die Augen halten]

    mutterficker ich zerficke deine mutter ficke deine mutterficker gang und gebe keinen fick auf
    deine mutter denn ich bin der mutterfickerking und ficke mütter wann ich will und wann es mir passt
    und die leute sagen ey wieso kannst du in einem lovesong nichmal über liebe rappen sondern wieder nur über waffen und hoes
    was is mit dir los ey ich habe keine ahnung ich weiss nur
    ich besorg es deiner mutter wann ich will mir ganz egal wieviele leute du kennst ich komme mit ak und zersiebe deine ganze crew mit einer salve moherfucker (Kollegah – http://www.magistrix.de/lyrics/Kollegah/Lovesong-115696.html )

  209. 209 huenerei 14. November 2009 um 20:32 Uhr

    @laylah ja stimmt schon, der zwerg reinigt eben nicht die kittel, so schweben die mittel immer in einem standpunkt raum und fallen als frage zurück. frage nur wann. die frage ist ob ein werk, wie hier ein musik stück einen überhaupt einen zweck hat? mit einen zweck meine ich nicht keinen zweck sondern mehrer. mit dem ding agitieren hab ich aber immer noch ein problem, aufrütteln oder schütteln bringt ja meistens ein grosses durcheinander, wie soll den da noch einem zweck nachgegangen werden? hm. was für ein link zu was könnte ich haben?

  210. 210 classless 14. November 2009 um 21:20 Uhr

    Okay, MPunkt, noch mal die Basics:

    1. Es gibt das Internet und es gibt die Offline-Welt.

    2. Es mag sein, daß all diese Leute da draußen nach allem, was du weißt, nur genau das sagen und meinen können, was du aus deinen Lieblingsüberlegungen ableiten kannst. Aber sie sagen manchmal was anderes bzw. sogar sehr oft. Dann mußt du das in deine Begriffe übersetzen, wobei das Spezifische verloren geht, aber immerhin kannst du dann dagegen ordnungsgemäß argumentieren. Und zum Schluß: hast du recht! Und, oh my, ist das nicht schön?

    3. Der damalige Demoaufruf mag sich für dich so lesen, daß ich einen superliberalen Kapitalismus für Kommunismus halten würde – das habe ich aber weder gemeint noch sehe ich das jetzt so. Kommunismus gibt’s nur ohne kapitalistisches Eigentum. Das wiederum habe ich sicherlich schon tausendmal gesagt, geschrieben und gesungen. Und das habe ich dir auch schon in einigen endlosen Kommentarthreads immer wieder gesagt.

    4. Wenn du mir das nicht glauben willst und darauf beharrst, ich würde nur einen liberaleren Kapitalismus wollen oder würde revolutionäre Selbstverteidigung ablehnen oder würde alles nur machen, weil ich mich für einen so tollen Hecht halte, dann tut’s mir leid. Ich will Kommunismus, den gab’s noch nicht und der wird nicht ohne Kampf und Auseinandersetzung vom Himmel fallen. Und ich bin auch bloß irgend so‘n Typ, der gerne schreibt und singt und das allermeiste nicht weiß.

    Jetzt bin ich gespannt, wie sich das mißverstehen läßt.

  211. 211 TaP 15. November 2009 um 10:50 Uhr

    - Leider in Eile geschrieben und schlecht Korrektur gelesen; bin bis Di.abend oder Mi.früh erst mal raus -

    @ gf -14. November 2009 um 1:09 Uhr

    „ach, im ‚westen‘ sind ‚wir‘ schneller unterwegs? oder vllt sogar schon weiter? – nein. ‚wir‘ sind in vielerlei hinsicht noch hinter der ddr.“

    Das im Detail gegeneinander aufzurechnen finde ich müßig. Der Punkt ist, daß der ‚RealSoz‘ ohne Revo im Westen eine historische Sackgasse war – genau wie Lenin das schon vorausgesehen hatte.

    was heißt freiheit, tap?

    Siehe http://theoriealspraxis.blogsport.de/2009/11/15/warum-der-negative-freiheits-begriff-auch-fuer-kommunistinnen-wichtig-ist/.

    „wie viel einfluss haben feminist_innen hier denn, so dass das abtreibungsrecht verschärft wurde? ja, hätten & könnten – genau die richtige bezeichnung für damals und heute.“

    Und? Woran liegt’s? An meinem Flirt mit Wittig und einigen Aspekten des Radikalfeminismus?

    Oder an der neoliberalen Wende weiter Teile des Feminismus in den 90er Jahren einerseits und Deinem (fast?-)Absturz in die nebenwiderspruchs-theoretische, marxistische „Frauenfrage“ andererseits*?!

    * An Dir liegt’s nicht, so häufig ist diese Wende ja nicht.

    „fraser hat nen aktuellen beitrag verfasst, den man zB gut lesen kann.“

    Ich finde auch, daß Fraser interessante Sachen schreibt; nur stützt sie nicht Deinen Anspruch auf einen „kommunistischen Feminismus“.

    „zudem irgendwie lächerlich links hier wiederzugeben. mal generell, dann noch bei nem 2-tageblog“

    Du kennst Dich aus in den Debatten und Du weißt wie Suchmaschinen zu bedienen sind – also ist, mit diesen sieben links zu beginnen, auch theoriepolitisches statement – das ja auch zu den Texten paßt.
    Fragt sich nur, wo Deine ‚RealSoz‘-Kritik in Sachen Geschlechterverhältnis von vor rund drei Wochen abgeblieben ist.

    „kein anspruch auf repräsentativität.“

    Also ja anscheinend Zeichen bestimmter inhaltlicher Präferenzen.

    @ gf – 14. November 2009 um 1:19 Uhr

    [TaP:] „Wenn das so ’schädigend‘ ist, warum sehen die das dann nicht?“
    [gf:] „diese frage stelle bitte auch den frauen, die mit dem feminismus zu tun haben wollen. wenn das alles so ’schädigend‘ ist, wieso sehen die frauen das dann nicht? – die standard-frage von sexist_innen.“

    Der Unterschied ist nur, daß es Kritik an Frauenbenachteiligung (mal so vorsichtig formuliert), seit über 200 Jahren und Frauenbewegungen in wechselnder Breite seit über 100 Jahren gibt, während der Diskurs über Männer als Opfer ein Spleen ist, den einige Maskulinisten (als Reaktion auf den modernen Feminismus) und einige, wenige* linke Männer, die da einiges in den falschen Hals bekommen haben, aufgebracht haben.

    * Es gibt ja durchaus – auch wenige – linke Männer-Strukturen, die diesen Opfer-Tick kritisieren und wissen, daß Profeminismus ohne Aufgabe von Vorteilen und Inkaufnahme von persönlichen Nachteilen nicht zu haben ist.

    ++++++++++

    @ MPunkt – 14. November 2009 um 11:23 Uhr

    „Meine Kritik an classless ist ganz eindeutig nicht, dass der die VR China nicht ausreichend lobpreisen würde. Sondern, dass er die Abweichung von seinem Kommunismusideal schon für ein Argument hält, statt mal eine sachliche Bestimmung zur VR China vorzunehmen.“

    Ich habe einen Kommentar von Dir zitiert und interpretiert. Dort schriebst Du nicht, classless‘ Begründung dafür, daß China nicht kommunistisch sei, sei falsch, sondern es sei falsch, China als nicht-kommunistisch zu bezeichnen.
    Beweis:

    „Das ist doch ein Scheiß, Antikommunisten damit zu kommen, dass ihr Material zur Bebilderung des Antikommunismus’ gar nicht der Kommunismus sei. […] Du gibst der Heuchelei der Antikommunisten recht, dass das in China wirklich ganz schlimme und schädliche Verhältnisse sind. Um entgegen diesen dann zu dementieren, dass das der Kommunismus sei. Wofür Du aber einen anderen Kommunismus konstruieren musst – und weil Du Dich ja bei den Antikommunisten anbiedern willst, eben einen, der doch eigentlich auch ihren antikommunistischen Maßstäben entsprechen müsste.“

    Was läßt sich daraus anderes schlußfolgern als, daß Deines Erachtens die Verhältnisse in China nicht „schlimm und schädlich“ sind?! – Und setzt sogar noch einen drauf und hebst im nächsten noch lobend hervor, daß in China keine Pressefreiheit herrscht und findest zumindest das an den chinesischen Verhältnissen „kommunistisch“: „Daher wird es Dir glatt zur Kritik an China, dass es da bspw. keine Pressefreiheit gibt. Als wäre ausgerechnet das eine Abweichung vom Kommunismus oder gar ein Kritikpunkt.“

    Solltest Du mittlerweile zu anderer Einsicht gekommen sein, so könnte ich das nur begrüßen. Dies würde freilich nicht den Abschlußsatz Deiner Stellungnahme zu mir rechtfertigen: „Dass Du Dir zwecks Denunziation ein Chinafantum meinerseits zusammenlügen musst, ist mal wieder bezeichnend für Dich, Deine Argumentfreiheit und Deine albernen Tricks.“

    ++++++++++

    @ earendil – 14. November 2009 um 13:49 Uhr

    „Tja, könnte vielleicht was mit Ideologie zu tun haben? Warum sehen Lohnarbeiter_innen oftmals nicht, dass die Lohnarbeit sie schädigt?
    Genauer würde ich ja sagen, dass Männer z.T. die Schädigungen durchaus wahrnehmen (s. Maskulisten-Gejammer), aber falsch einordnen. Oder die Schädigungen werden verdrängt (z.B. nicht zugelassene Begehren), oder sie liegen in der Vergangenheit und werden von den Betroffenen heute gutgeheißen (z.B. Konditionierung in der Kindheit).“

    Wie schon bei anderer Gelegenheit gesagt: Ich halte ganz generell nichts von der These vom „falschen Bewußtsein“.
    Ich würde konkret streitet, daß LohnarbeiterInnen nicht wüßten, daß sie den Gewinn des Unternehmens produzieren – also in marxistischer Sprache ausgebeutet werden.
    Die Lohnarbeitet übersehen den Sachverhalt nicht, sondern interpretieren ihn häufig in einer anders wertenden Sprache oder werten ihn sogar als Ausbeutung arrangieren sich mit ihm, weil sie keine realistische Alternative sehen.

    Und das „falsch einordnen“ der Maskulinisten besteht nicht darin, daß sie für ihr vermeintliches Elend den Feminismus verantwortlich machen, sondern daß sie über die paar Beschwerlichkeiten, die mit ihrem Herrschen für sie verbunden sind (viele Herzinfarkt-Tote und Gewalt von Männern gegen Männer), ganz ihrer Herrscherrolle übersehen, daß daß viele weibliche Opfer von Männergewalt, aber kaum männliche Opfer von Frauengewalt gibt.

    Dein Abgrenzung von den Makulinisten ist nicht wirklich trennscharf.

    ++++++++++

    @ classlesss:

    Was ist denn Deine Antwort auf laylah – 13.11.; 15:29 h (Vgl. schon meine Frage dort, zwischen den letzten und vorletzten #####.) sowie laylah – 14. November 2009 um 19:09 Uhr:

    „classless‘. der agitiert da ja angeblich gegen sexismus. und wenn antisexistische agitation sexismen benutzt, ist sie nicht zweckmäßig bzw. kann der zweck auch einfach kippen.“

    Und Laylah und Huenerei – vielleicht der besseren Verständlichkeit halber – noch einmal so gefragt:

    Wie bereits in dem Sex wars-thread dargelegt, ist für mich schon das Wort „ficken“ sexistisch, also auch „motherfucker“.
    Andere meinten „ficken“ drücke nicht Beherrschung und Benutzung einer anderen Person, sondern einfach nur ’sex haben‘ aus. Wenn letztere Lesart zutreffend wäre, was wäre dann an „motherfucker“ aussetzen, soweit „mother“ damit einverstanden ist?
    Oder noch einmal anders gefragt: Wieso funktioniert, „motherfucker“ für viele (alle?), die das Wort benutzen, als Schimpfwort? Was die Botschaft, die dabei übermittelt wird, und warum ist das in deren Weltbild negativ gewertet?
    Teilt Ihr die These von MPunkt – wenn ich ihn richtig verstehe –, daß der als „motherfucker“ Beschimpfte gar nicht seine eigene Mutter, sondern die Mutter eines Anderen – insb. die desjenigen, der den Vorwurf „motherfucker“erhebt – „fickt“?
    Laylah anscheinend nicht, wenn ich wiederum richtig verstehe:

    „eine definition stimmt nicht. ‚ich ficke deine mutter‘ ist doch gerade das gegenteil wie ‚du bist ein mutterficker‘. gegen die (ehre der) mutter des gegners gehts in beiden fällen, aber bei letzterem ist die schande schon der inzest. hier, beste quelle für sowas: http://www.urbandictionary.com/define.php?term=motherfucker“

    Und der Sexismus des Ausdrucks „motherfucker“ liegt dann Deines Erachtens darin, daß der Ausdruck in derartigen Sprechsituationen impliziert, daß es auch für die Mutter ehrenrührig sei mit ihrem Sohn Sex zu haben? Daß also die Mutter im Sinne des ersten statements zu dem Thema zur schlechten Frau („Hure“) wird, weil sie heilige Mutter keinen Sex mit ihren Söhnen hat? Richtig verstanden

    laylah – 14. November 2009 um 19:09 Uhr

    „wirst du in solchen kontexten nicht eher als frau behandelt, so dass bestimmte sprüche einfach gar nicht erst fallen in deiner anwesenheit, oder du kriegst sie nicht mit und bekommst auf nachfrage keine antwort sondern allgemeine heiterkeit und solche späße?“

    Weil ich mich von einem sehr poltternden Mackertum eh schon immer ferngehalten habe, weil ich mich da noch nie wohlgefühlt hatte, kann ich da schlecht was zu sagen.
    Ich meinte eher Dinge wie: Es werden mal wieder (fast) nur Männer zu einer Veranstaltung eingeladen, Männertexte zur Diskussion vorgestellt, Männer lassen eine Bier-Asche-Mischung in der Büro-Küche stehen, es wird sich mal wieder nicht zu einer Vergewaltigung verhalten.

  212. 212 mitleser_in 15. November 2009 um 17:51 Uhr

    geschickt ausgewichen.

  213. 213 MPunkt 15. November 2009 um 18:05 Uhr

    @ TaP:

    * Nee, ich kritisiere auch in der zitierten Stelle, dass classless weder Bestimmungen zu China, noch zum Antikommunismus hierzulande vornimmt, sondern schlicht dem Antikommunismus in seinen Maßstäben und Blamagen zustimmt, aber sich in falscher Gegnerschaft zu ihm ein Kommunismisideal erdichtet, das sich vermeintlich auch vor Antikommunisten nicht blamieren würde, so dass die ihren Antikommunismus zwar weiter gegen China und Co. richten können, aber doch bitte nicht gegen den kullaschen Weltraumkommunismus als nette Spinnerei.

  214. 214 classless 15. November 2009 um 18:43 Uhr

    Ach ja, bei den Antikommunisten biedere ich mich ja auch noch an, weil ich die so toll finde und von ihnen unbedingt gemocht werden will.

    „den kullaschen Weltraumkommunismus“

    Was soll denn das sein? Wovon redest du? Und mit wem?

  215. 215 gf 15. November 2009 um 21:37 Uhr

    wie viel einfluss haben feminist_innen hier denn, so dass das abtreibungsrecht verschärft wurde?

    TaP: Und? Woran liegt’s? An meinem Flirt mit Wittig und einigen Aspekten des Radikalfeminismus?
    Oder an der neoliberalen Wende weiter Teile des Feminismus in den 90er Jahren einerseits und Deinem (fast?-)Absturz in die nebenwiderspruchs-theoretische, marxistische „Frauenfrage“ andererseits*?!

    ich also soll (mit)verantwortlich sein dafür, dass viele frauen nichts mit dem feminismus zu tun haben wollen und daher der feminismis auch nicht vorankommt? na klar!
    oder doch nicht, du schreibst ja selbst:

    * An Dir liegt’s nicht, so häufig ist diese Wende ja nicht.

    ja, warum legst du das dann nahe durch die erste frage? und ist es nicht gut, dass ich den (neo)liberalen feminismus kritisiere, wenn dieser doch ein problem darstellt?

    TaP, du bist ein clown. :o)

    (ob DU – also auch eine einzelperson – dafür verantwortlich bist oder nicht, war auch nie thema – so absurde fragen stelle ich mir nicht; aber schon klar, dass du das rausliest, so bedeutend wie du dir vorkommst, du master-signifikante.)

    Fragt sich nur, wo Deine ‚RealSoz‘-Kritik in Sachen Geschlechterverhältnis von vor rund drei Wochen abgeblieben ist.

    wie kommst du darauf, dass ich die nicht mehr hab? wie kommst du darauf, dass es möglich sei, das thema geschlecht & ddr in 3 tagen (und 2 beiträgen) abschließend abzuhandeln?

    Ich finde auch, daß Fraser interessante Sachen schreibt; nur stützt sie nicht Deinen Anspruch auf einen „kommunistischen Feminismus“.

    na und? wenn es seiten gäbe, wo exakte meine position vertreten wird, würde ich kein blog machen. ich kann dir auch sagen, dass auch nicht bebel und den anderen zu 100% übereinstimme. na und?

    ansonsten: eile mit weile!

  216. 216 gf 15. November 2009 um 22:30 Uhr

    während der Diskurs über Männer als Opfer ein Spleen ist

    von opfern redest aber auch nur du hier (oder die maskulisten, von denen aber auch niemand hier behauptet, dass sie EXISTENTE zwänge richtig deuten). weder lassen sich „die frauen“ als reine opfer beschreiben, noch „die männer“ als reine täter.

    ansonsten: du hast nur vorurteile zu bieten. natürlich werden jungs zugerichtet, natürlich ist „ein echter junge kennt keinen schmerz“ ne harte ansage, natürlich ist die erwartung hart wie stahl, stets rational & konkurrenzorientiert zu sein, knallhart. natürlich trifft die gewalt, die von männern ausgeübt wird, v.a. männer (und dabei eben oft solche, die ne nicht hegemoniale männlichkeit repräsentieren – dass es versch. männlichkeiten gibt, blendest du ja auch gekonnt aus, um das feindbild ordentlich pflegen zu können). natürlich ist es kein spaß oder privileg an der front zu sterben (bescheuert: nur weil männer damit konfrontiert waren, meinten strunzblöde feministinnen, sich auch dieses „männerprivileg“ erkämpfen zu müssen). natürlich stehen viele frauen immer noch auf männer, die sie versorgen können – und geben „losern“ keine chance. da gibt’s auch rationale gründe für. nur kann man schon auch mal ansprechen, was das für manche männer heißt. was heißt es denn, „genug geld nachhause bringen zu müssen“? wie ist es denn, wenn man(n) überstunden manchen muss, damit genug geld nachhause kommt, wenn ein baby da ist (weil da ist ja jetzt ein weiteres maul zu stopfen – und man denke auch an die zukunft) – statt auch beim baby sein zu können? was heißt es denn für männer, wenn ihre beziehungen scheitern gerade auch wegen ihrer aufgrund der zurichtung zugelegten verhaltensweisen? glaubst du wirklich, die einschlägigen „behinderungen“ (entstanden bei der zurichtung) sind immer angenehm?
    etc. – zurichtung, erwartungen, zwänge, selbstschädigendes verhalten.

    kommt natürlich alles nicht vor bei dir. naja, dann wünsch ich dir viel erfolg, allerdings: ohne den männern überzeugend darlegen zu können, wieso auch sie ein interesse haben an einer antisexistischen antikapitalistischen revo – wird es sie aller wahrscheinlichkeit nach nicht geben.

    zumind. ich bin nicht bereit, meine freunde, die zT krassest leiden daran, was da an sie herangetragen wird, zu unterdrücken, nur weil sie nen pimmel haben. >:p

  217. 217 gf 15. November 2009 um 23:00 Uhr

    bitte wenigstens anmerken, dass mein kommentar editiert wurde. gebe gerne zu: beleidgungen waren reichlich enthalten. ich nehme keine einzige davon zurück, übrigens.

  218. 218 lyzi 17. November 2009 um 15:41 Uhr

    „Ach ja, bei den Antikommunisten biedere ich mich ja auch noch an, weil ich die so toll finde und von ihnen unbedingt gemocht werden will.“ (classless)

    Für classless Kulla scheint es wirklich keine Objektivität zu geben. Er steht wahrscheinlich auch jeden morgen verdutzt aus dem Bett auf und wundert sich darüber, dass es wieder hell geworden ist.

  1. 1 classless Kulla » Blog Archive » Tot und lebendig Pingback am 12. November 2009 um 17:44 Uhr
  2. 2 Tot und lebendig « meta . ©® . com Pingback am 13. November 2009 um 1:18 Uhr

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