Ich mach’s mir selbst

Ich bin im Netz auf eine Kolumne der fiber gestoßen, die offenbar Sextoys oder aber Mastrubationstechniken testet (das bleibt unklar, weil es nur eine Ausgabe der Serie online gibt). Ich möchte euch den Text nicht vorenthalten, weil ich es selbst oftmals äußerst rätselhaft finde, was verschiedene Objekte möglicherweise mit mir machen könnten und eine Zeitschrift wie die fiber irgendwie ein netter Kontext ist, sexuelle Anregungen aus der Warenwelt zu bekommen1. Ich glaube es geht um das auf dem Foto rechts dargestellte Produkt – das ich zumindest mir sicher nicht kaufen werde. Überhaupt finde ich’s ziemlich tapfer, dass die Schreiberin offenbar ein lila Bärchen an ihre Clit gelassen hat … Brumm.

fiber #12: Einzelkämpfer_innentum: Masturbation
Ich mach’s mir selbst. Heute mit dem Bizzy Bear, der multispeedstraponsiliconevibe.

Meine Ambition einen violetten Silikon-Bärchen-Gürtel zu kaufen war die Freihändigkeit. Das heißt nebenbei rauchen, Zeitung lesen, Kaffee trinken. Da paaren sich Unabhängigkeit mit Lustempfinden. Was gibt’s Geileres?!

Aufbau, Material, Handhabung

Mein Bizzy-Bear multispeedstraponsiliconevibe, kurz Klitvib(rator), weil mit Tieren habe ich’s eindeutig nicht. Was sowieso ein Phänomen ist, Delphine, die in die Tiefen meiner Vagina tauchen wollen, glupschaugige Raupen, die mir sagen: „Hab’ kein schlechtes Gewissen, ich bin ein süßes Tierchen und hab’ nichts Schmutziges an mir.“ Ich sag’s gleich, diese Psychoschiene von wegen “verbotenes Selbstbefriedigen leicht gemacht“ brauche ich nicht. Ich ficke sicher nicht mit Hasen, Fischen oder sonstigem Getier, sondern mit mir inklusive Tool und frei nach Laune. Kein Hilfsmittel aber die Butter aufs Popcorn – es geht auch ohne, aber mit ist auch ganz gschmackig. Nun gut, zu den Daten und Fakten. Es handelt sich um einen schwarzen Gummibandgürtel, schon oft gesehen in Omas Nähkästchen, der über die Oberschenkel und Hüfte geschnallt wird. Das Herzstück bildet ein eleganter lippenstiftformatiger silbrig glänzender Vibrator, von sanft bis sehr stark einstellbar und mit seinem geräuscharmen Motor macht er den Großen Konkurrenz.

Ich habe ihn deshalb sehr lieb gewonnen, weil er neben genannten Vorzügen selbstverständlich auch separat verwendet werden kann. Ummantelt wird dieser von einer Silikonhülle in Gestalt eines lila Bären, der die Zunge zeigt. Ob die Funktion hat? Nicht lusttechnisch, vielleicht kommt hier wieder mal das „personifizierte“ Gewissen zum Vorschein: ein kindliches „Ich bin so keck“. Und jetzt geht’s ans Eingemachte. Raus aus der Packung. Die drei Knopfbatterien, beim Kauf inkludiert, in den Vibrator gelegt, zugeschraubt, in den Bären gesteckt. Beim Umschnallen einen kurzen Blick auf die billig erotisch Heteromann genormte Verpackung, zur Orientierung. In Position begeben, ich stehe, und im Uhrzeigersinn am Vibrator gedreht. Das Geräusch, obwohl für die Tatenkraft des Kleinen dezent, irritiert mich. Also schnell im Cowgirlschritt zur Anlage und Musik aufgedreht. Achtung, keine hurtigen stehen-sitzen-liegen Positionswechsel. Das kann unangenehm werden, weil sich die Silikonoberfläche an der Klitoris festschmiegt. Das Vibrieren stimuliert, wird aber schnell monoton. Deshalb Hüften kreisen, ein Bein heben dann das andere. Klingt nach dem Macarena-Tanz, aber Blamagen gibt’s beim Maturbieren sowieso niemals. Die Freihändigkeit erlaubt mir, mich meinem restlichen Körper zu widmen und das ist wohl das größte Plus am Bizzy Bear. Und um der Gefahr der Klit-Überreizung zu entgehen und weil ich am Besten weiß wie, wo, in welchen Tempo, schiebe ich den Gürtel auf Kniehöhe und lege selbst Hand an.

Fazit

Zum Orgasmus bringt mich das monotone Wummern nicht, aber ein will-kommen anregendes Vorspiel ist der Bizzy Bear allemal. Eh klar ich kann’s auch ohne! Und trotzdem, ein bisserl Abwechslung tut auch mir gut. Ich vergebe vier von sex Lustpunkten.

von Jessica Gaspar

Im Missy-Mag gab es auch mal einen Gleitgel-Test, aber soweit ich mich erinnere, war der ziemlich fad.

  1. Bedürfnisbefriedigung im Kapitalismus funktioniert halt nicht anders ;-) [zurück]

5 Antworten auf “Ich mach’s mir selbst”


  1. 1 laylah 21. November 2009 um 12:28 Uhr

    Zum Orgasmus bringt mich das monotone Wummern nicht, aber ein will-kommen anregendes Vorspiel ist der Bizzy Bear allemal.

    und das soll nen positives fazit sein? ich hatte son ding auch mal. war fürn arsch, habs weggeworfen.

  2. 2 illith 22. November 2009 um 4:42 Uhr

    *sich blöden spruch verkneif*

    xD

  3. 3 Andreas 22. November 2009 um 16:38 Uhr

    Muß so ein Komplettzitat eines noch dazu nicht besonders guten Reviews wirklich sein?

  4. 4 nummer.drei 22. November 2009 um 16:45 Uhr

    was spricht dagegen?

  5. 5 Andreas 22. November 2009 um 17:05 Uhr

    Erstens spricht das Urheberrecht dagegen: ohne Genehmigung sind nämlich nur Verlinken und auszugsweises Zitierengestattet. Zweitens macht es aber auch einen schlechten Eindruck, wenn 90% des Artikels einfach von woanders stammen.

    Und drittens würde ich sowieso lieber über gute Spielzeuge und deren Reviews informiert werden. :)

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