Podcast: Vortrag von Frank Apunkt Schneider vom 18. November 2009 mit dem Titel „Die Diktatur des „man“. Von der Schwierigkeit, in linken deutschen Medien geschlechtsneutral zu sprechen. Bericht aus der weitgehend beschissenen Praxis“ aus der Reihe „Jenseits der Geschlechtergrenzen“
Ich würde jetzt einfach mal behaupten, dass es nicht schwierig ist, geschlechtsneutral zu sprechen, sondern unmöglich, da sich die Sprache in einer Zeit entwickelt hat, in der für jeden die (vermeintlichen?) Unterschiede zwischen Männer und Frauen absolut selbstverständlich waren.
Allerdings bin ich auch der Meinung, dass dieser zwanghafte Versuch, so geschlechtneutral wie möglich zu sprechen und/oder zu schreiben, auch nicht viel bringt. Allein schon, weil es einfach (noch?) keine elegante Art dafür gibt. Innenmajuskel und der Unterstrich sehen einfach komisch aus, weil solche Dinge einfach bis jetzt so nicht vorgekommen sind in der deutschen Rechtschreibung. Wundert mich nicht, dass das vielen unangenehm aufstößt. Ich find’s auch hässlich.
Das ging mir mit Ausländern zu Anfangs auch so, aber irgendwann gewöhnt man sich ja schließlich an alles
Den Smiley hättste dir auch sparen können.
Wirklich sparenswert erscheint mir eher dein Beitrag
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Jetzt hast du es mir aber gegeben…
wäre supi wenn ihr aufhört euch hier persönlich anzupissen! Mit oder ohne Smily. Argumente wirken meistens lang anhaltender.
@Emily: die Sprache wurde eh in einer zeit entwickelt in der Sexismus und Rassimus noch voll im Trend lagen. Aber sollen wir deshalb weiter auf diskriminierende Elemente zurückgreifen „Mohrenkopf“ „dämlich/herrlich“ oder einfach mit ein bisschen Mühe versuchen so zu sprechen, dass alle damit einverstanden sind.
Gesellschaftliche Veränderungen durchzusetzen ist halt nicht wie ein Tag im Vergnügungspark, sondern eher Arbeit auch an sich selbst. Ich z.B bin eher irritiert wenn ich das Binnen/Unterstrich I nicht lese…
„dämlich“ hat btw nichts mit „dame“ zu tun, sondern kommt von „tamentum“ = wein > „tamelig“ = betrunken