männliche Pseudonyme ziehen immer noch

Acton, Currer and Ellis Bell, diese Namen stehen nicht für drei Männer, sondern waren die Pseudonyme der Geschwister Charlotte, Emily und Anne Brontë. Die drei Schwestern veröffentlichten ihre Erstwerke unter männlichen Pseudonymen um den Vorurteilen der misogynen Gesellschaft zu entkommen und eine erfolgreiche Karriere als Schriftstellerinnen bestreiten zu können.
Das frau ihren Namen ändern muss um Erfolg zu haben scheint aber kein Relikt aus dem 19. Jahrhundert zu sein, sondern ist scheinbar selbst heute nötig um mit vollem Respekt behandelt zu werden. Dies zeigt der Fall einer amerikanischen Bloggerin die nach jahrelanger Erfolglosigkeit begonnen hat unter einem männlichen Pseudonym zu schreiben.

Today, Men with Pens blogger James Chartrand revealed that „he“ is actually a lady with a laptop. After working under her real name for years, Chartrand was still struggling to make it as a freelance writer. Not only was her income negligible, but „I was treated like crap, too. Bossed around, degraded, condescended to, with jibes made about my having to work from home. I quickly learned not to mention I had kids. I quickly learned not to mention I worked from my kitchen table.“ Out of desperation, she started submitting work under a male pseudonym, just to see if it made a difference. And boy, did it ever.

Instantly, jobs became easier to get.

There was no haggling. There were compliments, there was respect. Clients hired me quickly, and when they received their work, they liked it just as quickly. There were fewer requests for revisions — often none at all.

Customer satisfaction shot through the roof. So did my pay rate.

Wie gängig die Praxis ist, dass schreibende Frauen ihren weiblichen Vornamen erst einmal bedeckt halten, zeigt uns eine kleine Auflistung auf Salon.com.

And come to think of it, I‘ve read that in the late 1990s, J.K. Rowling became known as such because her publishers feared that boys wouldn‘t read books written by someone named Joanne. Last spring, the website Divine Caroline made a list of seven famous female authors who used male names, including Alice Bradley Sheldon, who found it easier to break into science fiction writing in 1967 as James Tiptree, Jr., and Nora Roberts, who chose the name J.D. Robb in 1995 when she began writing detective fiction alongside her wildly successful romance novels. When much-admired political blogger Digby accepted an award in person in 2007, some of her biggest fans were shocked to learn that she’s a woman.


9 Antworten auf “männliche Pseudonyme ziehen immer noch”


  1. 1 l 21. Dezember 2009 um 16:15 Uhr

    „geschlechtsneutrale“ pseudonyme ziehen auch. weil sie nämlich, i.d.r. auch von frauen, als männlich gelesen werden. literatur müsste ich raussuchen (wenn es interessiert), kann aber festhalten, dass sich das auch in ner kleinen eigenen studie gezeigt hat.

    J.K. Rowling ist ja auch geschlechtsneutral, also eigentlich nicht männlich. also: ein name sollte lediglich nicht „weiblich“ markiert sein.

    eine der „lustigsten“ anekdoten, die ich dazu kenne, ist die von bertha von kinsky (suttner hat sie selber afaik nie verwendet): die hat ja das „maschinen(zeit)alter“ geschrieben (interessant übrigens), und die halbe intellektuelle welt rätselte, wer wohl hinter dem pseudo „jemand“ stünde (sie hatte das verwendet aus bekannten und oben benannten gründen). eines abends sitzt sie bei einem dinner unter bekannten und freund_innen, das werk ist thema. sie fragt, sichtlich amüsiert ob der spekulationen rund um den autor (alle dachten natürlich an einen mann) ‚unschuldig‘ in die runde, ob das werk denn zu empfehlen sei. die antwort war: ‚ja eigentlich sehr, liebe dame, aber es ist, um ehrlich zu sein, keine lektüre für sie. das ist nichts für frauen.‘

    :D

  2. 2 l 21. Dezember 2009 um 16:17 Uhr
  3. 3 l 21. Dezember 2009 um 18:41 Uhr

    korrektur:
    suttner hat sie selber afaik nie verwendet --> falsch. ich frag mich grad, wie ich darauf kam … irgendwas war da. naja, auf jeden fall stimmt das so nicht.

  4. 4 dodo 21. Dezember 2009 um 23:44 Uhr

    ein anderes berühmtes beispiel wär da noch mary shelley’s frankenstein. mußte erstmal auch erst anonym erscheinen.

  1. 1 vom mädchenblog « from town to town Pingback am 21. Dezember 2009 um 11:53 Uhr
  2. 2 i heart digital life » links for 2009-12-21 Pingback am 21. Dezember 2009 um 12:01 Uhr
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