Parkplätze für Idioten….ähm, Frauen

Ein chinesisches Einkaufszentrum hat seltsame Vorstellungen von Sinn und Zweck der Frauenparkplätze.
Da Frauen nämlich ja bekanntermaßen nicht einparken können, sind die Frauenparkplätze in diesem Einkaufszentrum gleich mal einen Meter breiter.
Außerdem:

Das Design der Parkplätze komme außerdem dem weiblichen „starken Farbgefühl und dem anderen Sinn für Entfernungen“ entgegen, den Frauen nun einmal hätten.

Wie das nun genau aussehen soll, will ich ehrlich gesagt gar nicht wissen.


25 Antworten auf “Parkplätze für Idioten….ähm, Frauen”


  1. 1 soft_brain 28. Dezember 2009 um 15:10 Uhr

    Ich hätte auch gerne schönere und vor allem breitere Parkplätze!

  2. 2 glückskeks 28. Dezember 2009 um 16:08 Uhr

    wie mans macht, macht mans falsch:(

  3. 3 Christian 28. Dezember 2009 um 16:25 Uhr

    was ist eigentlich die Rechtfertigung für Frauenparkplätze, insbesondere in Abwesenheit von vergleichbaren Männerparkplätzen?

    Wenn es um den Schutz von Frauen geht, dann ist dem entgegen zu halten, dass Männer auch in Tiefgaragen überfallen werden können und häufig genau so schutzlos sind.
    Dürfen Männer nicht ängstlich sein?
    Sind Frauen per se schutzbedürftiger als Männer?

    Was haltet ihr von einer Umbenennung in „geschützte Parkplätze“ oder so, mit einem Hinweis, dass diese für Personen freigehalten werden sollen, die sich in Tiefgaragen besonders bedroht fühlen?

  4. 4 dodo 29. Dezember 2009 um 2:43 Uhr

    @softbrain& glückskeks: breitere parkplätze sind ja allgemein ganz nett – aber nur für frauen? und das mit der begründung, die brauchen das so, weil sie „einen anderen sinn für entfernungen“ haben? das ist einfach daneben.

  5. 5 Morjanne 29. Dezember 2009 um 12:10 Uhr

    Ich persönlich plädiere ja für „Familienparkplätze“ – einfach weil es wirklich schwer ist, einen Kindersitz aus dem Auto zu hieven, wenn man selbst nur zehn Zentimeter zum Aussteigen hat, weil die Autos zu nah aneinander gedrängt sind.
    Diese Parkplätze dann aber als „Frauenparkplätze“ zu bezeichnen, sorgt wirklich nur dafür, dass alle Witze über Frauen, die nicht einparken können machen (von denen ich übrigens keine einzige kenne…). Und die Begründung in dem Artikel da oben ist einfach so komplett bescheuert, da fällt einem nix mehr ein.

  6. 6 n.n. 29. Dezember 2009 um 13:15 Uhr

    „Sind Frauen per se schutzbedürftiger als Männer?“

    Spontan würde ich sagen: „Ja, Frauen sind im Hinblick auf sexuelle Übergriffe gefährdeter und damit schutzbedürftiger als Männer.“

  7. 7 leonie 29. Dezember 2009 um 14:46 Uhr

    @Christian: ja die gibt es!
    Männerparkplätze in überflüssig, da ein Raubüberfall beiden Geschlechtern wohl nahezu gleich häufig passiert, auch hängen diese Taten nicht mit dem Geschlecht des Opfers zusammen. Wohingegen Frauen vermehrt Opfer von sexueller Gewalt, die sich explizit gegen ihr Geschlecht richtet, werden. Deshalb gibt es Frauen Parkplätze sie sollen Frauen ein Gefühl von Sicherheit vermitteln und ihnen Angst nehmen, damit sie sich ganz normal = wie ein Mann, in einem öffentlichen, dunklen Raum bewegen können.

  8. 8 Annina 29. Dezember 2009 um 14:49 Uhr

    Au backe…echt jetzt, was soll das wieder?

    Und in ein paar Jahren/Monaten/Tagen kommt irgend ein_ konservative_r Männerrechtler_ daher und nimmt das als Beispiel („Beweis“ würde er_sie_es nennen) für die herrschende Männerunterdrückung und Frauenprivilegierung, wetten?

    Hach, sick sad worl!

  9. 9 Billigflüge Thailand 29. Dezember 2009 um 15:05 Uhr

    Die Absicht dahinter ist natürlich dumm, aber hey, wieso sollten wir uns dagegen beschweren. Wenn die Parkplätze einen Meter breiter sind, kann frau in Ruhe aussteigen, ohne aufpassen zu müssen, ob die Autotür ans nächste Auto knallt. Und wenn sie dann auch noch fabrlich schön gestaltet sind… wieso nicht :)

  10. 10 Christian 29. Dezember 2009 um 17:17 Uhr

    Frauenparkplätze dienen also der Sicherheit der Frauen vor sexueller Gewalt?

    Soweit ich weiss sind Vergewaltigungen in Parkhäusern überaus selten. Ist auch ungünstig, da viel offene Fläche und viel Publikumsverkehr.
    Deutschland hat eine Vergewaltigungsrate von 11 pro 100.000 Einwohner (Da sind Männer enthalten). Bei dem größten Teil aller vergewaltigungen kennen sich Täter und Opfer vorher, was bei einer Parkhausvergewaltigung nicht der Fall sein dürfte. Wikipedia spricht davon, dass sich in 2% der Fälle Täter und Opfer vorher nicht kennen. Das macht Parkhausvergewaltigungen bereits aus diesem Grund zu einer geringen Gefahr für Frauen.

    Vergewaltiger dürften Waldstücke, abgelegene Strassen und ähnliches bevorzugen. In einem Parkhaus ist eine Frau daher nicht gefährdeter als in anderen öffentlichen Bereichen. Warum sie dann gerade hier besonders geschützt werden sollen, wohingegen ein Schutz vor anderen Gefahren für Männer nicht vorgesehen ist leuchtet mir nicht ein.

    Ich sehe auch nicht, warum eine Frau vor einer Vergewaltigung besser geschützt werden muss als ein Mann vor anderen schweren Verbrechen, wie beispielsweise einem brutalen Raubüberfall, der sicher in Tiefgaragen häufiger vorkommt als eine Vergewaltigung.

    Die Angst der Frauen vor Tiefgaragen wird durch die Frauenparkplätze wohl eher verschärft als eine tatsächliche Gefahr beseitigt. So wird nämlich eine Gefährungslage vorgegaukelt, die tatsächlich nicht besteht. Das hindert Frauen viel eher daran, sich im öffentlichen Raum zu bewegen.

  11. 11 leonie 29. Dezember 2009 um 19:05 Uhr

    Es geht aber auch oft nur darum Frauen ein Gefühl von Sicherheit zu vermitteln, damit sie sich ganz normal in der Öffentlichkeit bewegen können, ohne Einschränkung und wenn Frauenparkplätze dies können, why not?

    Das ist ja auch dasselbe mit Parklichtern, die geben auch ein Gefühl von Sicherheit und es ist ok und gut.

  12. 12 Christian 29. Dezember 2009 um 19:49 Uhr

    Wenn es darum geht Frauen ein Gefühl der Sicherheit zu geben, dann frage ich mich, warum man nicht auch Männern ein Gefühl der Sicherheit geben kann. Es soll tatsächlich auch Männer geben, die ein Parkhaus unheimlich finden.

    Im Endeffekt verfestigen Frauenparkplätze, wenn sie mit dem Gefühl der Sicherheit begründet werden, Rollenklischees. Frauen = ängstlich, Männer=mutig. Ist das gewollt?

    Frauen ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln wäre übrigens auch mit den von mir genannten „Schutzparkplätzen“ möglich. Nur das diese geschlechterneutral sind.

    Ich für meinen Teil würde diese eher respektieren als Frauenparkplätze, weil ich bei Frauenparkplätzen weiß, dass sie von Frauen benutzt werden, die keine Angst haben und sich keine Sorgen machen (die gibt es!) und nicht einsehe, warum diese Frauen anderen Frauen die Parkplätze wegnehmen dürfen, ich aber nicht.

  13. 13 dodo 30. Dezember 2009 um 6:47 Uhr

    Das Konzept „Frauenparkplatz“ ist sicher nicht das Nonplusultra schlechthin. Aber deswegen auch nicht komplett sinnlos.

    Im Endeffekt verfestigen Frauenparkplätze, wenn sie mit dem Gefühl der Sicherheit begründet werden, Rollenklischees. Frauen = ängstlich, Männer=mutig. Ist das gewollt?
    Da zäumst du das Pferd aber von hinten auf. Die von dir angesprochenen patriarchalischen Rollenzuweisungen schaffen erst das Bedürfnis nach Frauenparkplätzen: wenn frau von Kindheit an die typische Gehirnwäsche kriegt à la „Als Frau bist du immer schwächer“, „Alle Männer sind Schweine und wollen 24/7 Sex und manchmal ‚überkommt es sie‘, also paß auf!“, „Du mußt dunkle Ecken meiden, sonst bist du im Zweifelsfall ja selbst schuld, wenn was passiert“ und der ganze Kram, dann erzeugt das Frauen mit großer Unsicherheit und eben auch Angst.

    Ob diese Angst (statistisch) begründet ist, spielt erstmal keine Rolle: das ändert nichts an der Lebenswirklichkeit der Frauen, die in dunklen Parkhäusern Panik kriegen.
    Und das ist ein Zustand (sich hilflos und ständig immer irgendwie bedroht fühlen, gerade wenn es wo dunkel/schlecht beleuchtet ist etc.), dem Frauen in der Regel öfters ausgesetzt sind als Männner.
    Nicht weil „es halt so ist“, daß alle Männer voll mutig und alle Frauen voll wehrlos sind. Es ist nur einfach logisch, daß DIE Hälfte der Menschheit, der man schon von klein auf beibringt, wie schwach und sanft und wehrlos sie ja angeblich ist, sich auch entsprechend mehr von „zwielichtigen“ Orten wie Parkhäusern einschüchtern lassen!
    Ob es nun gut begründet ist oder nicht, die Angst/Unsicherheit ist trotz allem eine Realität für die, die sie erlebt.
    (Und abgesehen davon ist es anscheinend wirklich so, daß in Tiefgaragen Frauen häufiger als Männer Opfer von sexualisierter Gewalt werden!)
    Und wenn es denen dann hilft, einen näheren Parkplatz zu haben und nen Alarmknopf oder ähnliches in der Nähe, damit sie sich halbwegs sicher fühlen können, wo liegt dann da das Problem? Wieso solltest du das dann weniger respektieren können, nur weil das Kind beim Namen genannt wird?
    „Schutzparkplätze“ sind in der Theorie ja eine gute Idee – aber während die Skrupel, als Mann nen Frauenparkplatz zu belegen, noch halbwegs vorhanden sind (bzw. ein bißchen Mufffe, dabei erwischt zu werden), gäbe es bei „Schutzparkplätzen“ überhaupt keine Bedenken mehr, da man ja als „Falschbenutzer“ nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist und es auch eher unwahrscheinlich ist, daß einen wer anspricht und sagt „He Sie, Sie stehen da auf einem Schutzparkplatz! Sie sehen mir aber nicht so aus, wie wenn Sie nen Schutzparkplatz brauchen!“
    Das ist halt das Dilemma.

    Familienparkplätze halte ich allerdings für ne super Idee!!!

  14. 14 bigmouth 30. Dezember 2009 um 9:46 Uhr

    Ob diese Angst (statistisch) begründet ist, spielt erstmal keine Rolle: das ändert nichts an der Lebenswirklichkeit der Frauen, die in dunklen Parkhäusern Panik kriegen.

    äh, was?

    wenn es unbegründet ist, braucht’s aufklärung, und keine reproduktion der ängste

  15. 15 n.n. 30. Dezember 2009 um 12:25 Uhr

    Bist du auch gegen diese fiesen Frauenparkplätze, bigmouth?

  16. 16 Christian 30. Dezember 2009 um 12:26 Uhr

    @dodo

    Du betonst die Lebenswirklichkeit von Frauen, die Angst haben und willst sie vor dieser Angst schützen. Meinst du es gibt Männer in deren Lebenswirklichkeit Angst in Parkhäusern vorhanden ist? Warum darf man diese nicht schützen, zumindest mit einer gewissen Teil für sie reservierter Parkplätze?
    Weil es mehr Frauen gibt, die mehr Angst haben gibt es NUR Frauenparkplätze. Das leuchtet nicht ein. Wie wäre es damit zumindest 10 Prozent dieser in „Schutzparkplätze“ umzuwidmen?

    Warum muss sich ein Mann, der Angst hat, dafür verteidigen?

    Würdest du Frauen, die keine Angst haben, aber dennoch auf Frauenparkplätzen parken, darauf ansprechen, dass sie ängstlicheren Frauen die geschützten Parkplätze wegnehmen? Würdest du Männer darauf ansprechen, warum sie auf einem Frauenparkplatz parken? was würde dir als Grund ausreichen einen Mann dort parken zu lassen?

    Interessant auch: Frauenparkplätze gibt es nur in sehr wenigen Ländern. Sie scheinen in anderen Ländern nicht nötig zu sein.

  17. 17 msau 30. Dezember 2009 um 14:35 Uhr

    „(Und abgesehen davon ist es anscheinend wirklich so, daß in Tiefgaragen Frauen häufiger als Männer Opfer von sexualisierter Gewalt werden!)“
    Was denn jetzt anscheinend oder wirklich? Das liegt doch auch nicht am Parkhaus (wie Christian schon am Anfang seines Postes recht ausführlich erklärt hat).

    „Da zäumst du das Pferd aber von hinten auf. Die von dir angesprochenen patriarchalischen Rollenzuweisungen schaffen erst das Bedürfnis nach Frauenparkplätzen“
    Gibts dann auch Frauenparks, Frauengehwege und Frauenbusse?

    „wenn es unbegründet ist, braucht’s aufklärung, und keine reproduktion der ängste “
    word.

  18. 18 Name (notwendig) 30. Dezember 2009 um 18:39 Uhr

    Frauenparkplätze werden im Übrigen nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben, sondern sind das Privatvergnügen des Parkplatz-/Parkhausbetreibers bzw. der -betreiberin. Es passiert auch nichts, wenn ein Mann dort parkt – abgesehen von bösen Blicken (schlimmstenfalls kann ich mir ein Hausverbot vorstellen, das aber sicherlich vor Gericht angefochten werden könnte). Es ist mir schleierhaft, wie sich aus dem bloßen Vorhandensein von Frauenparkplätzen aus Kulanzgründen (da der/die Betreiber/-in um die spezifische Angst vor sexualisierter Gewalt weiß) der Vorwurf des Sexismus herleiten lässt (bei dem im Artikel genannten Beispiel aus China liegt der Fall natürlich etwas anders). Frauenparkplätze sind weniger eine frauenpolitisch beeinflusste Einrichtung sondern vielmehr eine Marketingstrategie von Warenhaus- bzw. Einkaufszentrumsbetreibern und -betreiberinnen.

    Zudem: Etwa 20% aller Vergewaltigungen finden im öffentlichen Raum statt – also auch in Parkhäusern und auf Parkplätzen (Tante/Onkel Google hat so einige Treffer für Vergewaltigung + Parkhaus). Es spricht also nichts dagegen diese Räume durch bestimmte Maßnahmen (Beleuchtung, Kameras, Notrufe, kurze Wege zu belebteren Räumen) sicherer zu machen.

  19. 19 bigmouth 30. Dezember 2009 um 20:14 Uhr

    @ n.n. : ich hab was gegen dodos argument

  20. 20 msau 30. Dezember 2009 um 20:39 Uhr

    „Frauenparkplätze sind weniger eine frauenpolitisch beeinflusste Einrichtung sondern vielmehr eine Marketingstrategie von Warenhaus- bzw. Einkaufszentrumsbetreibern und -betreiberinnen.“
    Das ist doch eher ein Argument gegen das Label „Frauenparkplatz“.

    Und bei vielen der von Google ausgespuckten Treffer sind die Opfer zu Fuß unterwegs und werden erst in das Parkhaus gelockt. Da hätte der Frauenparkplatz gar nichts genutzt.

  21. 21 ungläubig 30. Dezember 2009 um 20:40 Uhr

    Und in ein paar Jahren/Monaten/Tagen kommt irgend ein_ konservative_r Männerrechtler_ daher und nimmt das als Beispiel („Beweis“ würde er_sie_es nennen) für die herrschende Männerunterdrückung und Frauenprivilegierung, wetten?

    Nicht erst in ein paar J/M/T. Ist schon längst so.

  22. 22 Christan 30. Dezember 2009 um 22:22 Uhr

    Frauenparkplätze werden im Übrigen nicht vom Gesetzgeber vorgeschrieben, sondern sind das Privatvergnügen des Parkplatz-/Parkhausbetreibers bzw. der -betreiberin.

    Die Bauordnungen einiger Länder sehen das mit dem Privatvergnügen aber anders…

    zB § 9 GarV

    § 9
    Allgemeine Anforderungen, Frauenparkplätze
    (1) Einstelllätze, Verkehrsflächen, Treppenräume und
    allgemein zugängliche Flächen von Garagen sind so
    übersichtlich zu gestalten, dass sich jeder Benutzer
    gefahrlos orientieren kann, auch wenn er mit der
    Anlage nicht vertraut ist. Wände und Decken sind mit
    hellen und reflektierenden Anstrichen zu versehen.
    Beleuchtungskörper sind derart zu verteilen, dass
    dunkle und verschattete Bereiche vermieden werden.
    Nichteinsehbare Bereiche sind zu vermeiden.
    (2) Allgemein zugängliche geschlossene Großgaragen
    müssen im Bereich der Garagenzufahrt einen
    Raum für Aufsichtspersonen (Garagenwart) haben.
    (3) Allgemein zugängliche geschlossene Großgaragen
    müssen eine ausreichende Anzahl von Garageneinstellplätzen
    haben, die ausschließlich der Benutzung
    durch Frauen vorbehalten sind (Frauenparkplätze).
    Frauenparkplätze sind als solche kenntlich zu
    machen. Sie sollen in der Nähe der Zufahrt so angeordnet
    sein, dass sie vom Garagenwart eingesehen
    oder durch Video-Kameras überwacht werden können.
    Im Bereich der Frauenparkplätze sind in ausreichender
    Zahl gut sichtbare Alarm-Melder anzubringen.
    Die zu den Frauenparkplätzen führenden Treppenräume
    müssen durch Video-Kameras überwacht
    werden können.

  23. 23 dodo 05. Januar 2010 um 20:32 Uhr

    @bigmouth:
    natürlich braucht es aufklärung.
    aber bis es soweit ist, daß a) alle (von dieser angst betroffenen) frauen diesbezüglich aufgeklärt sind und b) dieses wissen dann auch „einsinkt“ und die angst „rationalisiert“ braucht es schon ne weile.
    und bis dahin? frauenparkplätze einfach mal abschaffen und den frauen erklären „ey mädels, stellt euch nicht so an, laut statistik BRAUCHT ihr gar keine angst haben – also bitte, reißt e3uch halt am riemen!“??
    wäre das nicht so wie frauennachtsammeltaxis mit begleitung zur tür uusw. abschaffen und den mädels einfach sagen „na, was fühlt ihr euch denn bedroht – die meisten vergewaltigungen finden doch eh in der familie und dem bekanntenkreis statt und nicht nachts auf einsamer flur – was braucht ihr da taxis???“
    fänd ich jetzt ne ziemlich bekloppte methode, frauen ihre angst zu nehmen.
    @christian:
    angst von männern in parkhäusern gibt es sicher auch und allgemein sollte man daher für sicherheit sorgen. aber (wie in meinem obigen post schon angeschnitten) wird frauen eine derartige angst regelrecht anerzogen und ist bei frauen (die in einer patriarchalen gesellschaft sowieso schon einen besonderen gewaltopferstatus haben) ausgeprägter und häufiger. „schutzparkplätze“ lassen sich meiner meinung nach nicht realisieren (siehe oben, hab ich schon begründet).
    frauenparkplätze sind bei weitem nicht die ultimative lösung (auch schon gesagt), aber so wird immerhin einem teil der betroffenen (dem größeren teil) die angst etwas genommen und die möglichkeit gegeben, sich sicherer und freier zu bewegen.
    Interessant auch: Frauenparkplätze gibt es nur in sehr wenigen Ländern. Sie scheinen in anderen Ländern nicht nötig zu sein.
    Na, also diese Schlußfolgerung ist dann doch etwas löchrig meiner meinung nach…

    @msau: „(Und abgesehen davon ist es anscheinend wirklich so, daß in Tiefgaragen Frauen häufiger als Männer Opfer von sexualisierter Gewalt werden!)“
    Was denn jetzt anscheinend oder wirklich? Das liegt doch auch nicht am Parkhaus (wie Christian schon am Anfang seines Postes recht ausführlich erklärt hat).

    meine ausdrucksweise ist deshalb so schwammig, weil ich zu faul war, nochmal den link zu suchen. find ihn auch nicht mehr (*knirsch*), aber dafür beI wikipedia:
    Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ist der Auffassung, dass die Einrichtung von Frauenparkplätzen nicht gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz verstoße, da in Tiefgaragen Frauen häufiger als Männer Opfer von Straftaten gegen die sexuellen Selbstbestimmung seien.

    Gibts dann auch Frauenparks, Frauengehwege und Frauenbusse?
    Es gibt Frauennachttaxis, Frauenhäuser, Frauennotrufe, Frauenselbstverteidigungskurse, Frauenberatungsstellen,… und das alles weswegen? Einfach, weils Spaß macht zu diskriminieren und Männern ans Bein zu pinkeln – oder weil sie womöglich in irgendeiner weise gebraucht werden?

  24. 24 CarpeTemporem 08. Juli 2012 um 14:49 Uhr

    Zugegeben, die Argumentation ist etwas daneben, aber einen grund gibt es doch, warum diese Parkplätze breiter sein sollten: Meistens sind es die Frauen, die mit Kindern unterwegs sind. Und einen Kinderwagen / ein Kind hebt man nunmal leichter seitlich aus dem Wagen, wenn die Parklücke etwas breiter ist. Vielleicht sollte man dann solche Plätze in Elternparkplätze umbenennen, dann wäre es neutraler.

  1. 1 Maedchenmannschaft » Blog Archive » Genderissimi: Aus den Feiertags-Blogs Pingback am 02. Januar 2010 um 10:08 Uhr

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