American Apparel – Die Antwort

via Feministing


99 Antworten auf “American Apparel – Die Antwort”


  1. 1 zapp 30. Dezember 2009 um 23:02 Uhr

    Entschuldigt meine Unwissenheit, aber auf was genau ist es eine Antwort? Habt ihr da einen Link für mich?

  2. 2 san 30. Dezember 2009 um 23:37 Uhr

    Was ist an American Apparel besonders zu kritisieren? Oder ist es nur, dass AA eine kapitalistische Unternehmung ist und in der Werbung auf Schönheitsideale setzt?

    gruezi, san.

  3. 3 n.n. 31. Dezember 2009 um 0:49 Uhr
  4. 4 n.n. 31. Dezember 2009 um 0:54 Uhr

    Ach, sorry Netiquette und so: Bei Wikipedia wird das kurz angerissen. Da sind auch weiterführende Hinweise.

  5. 5 bla 31. Dezember 2009 um 13:44 Uhr

    Ich hätte trotzdem gerne ne Erklärung von Leonie warum das worauf die Antwort ist. Ich verstehe es nämlich einfach nicht.

  6. 6 leonie 31. Dezember 2009 um 14:16 Uhr

    auf sexistische werbung

  7. 7 bla 31. Dezember 2009 um 14:28 Uhr

    Sexistisch, wieso?
    Was soll an so hübschen Typen und Mädels denn sexistisch sein? Darf man jetzt gar keine Unterwäsche mehr tragen?!

  8. 8 san 31. Dezember 2009 um 14:39 Uhr

    Im Wikipedia-Artikel (siehe Auszug unten) steht lediglich, dass der American Aparel CEO Angestellte sexuell belästigt hat, soll sich hierauf der Spruch beziehen?
    Ansonsten ist mir immer noch nicht klar, was an der Werbung von AA sexistisch ist, vielleicht sollte man darüber mal diskutieren.
    Pornographisch = sexistisch?
    Für mich stellt sich das wie ein PorNO! dar. Gruselig.

    gruezi, san.

    http://de.wikipedia.org/wiki/American_Apparel#Werbeanzeigen :
    „Die Firma wird für ihre sexuell aufgeladene Werbung kritisiert, welche suggestive Fotos in amateur-pornographischem Stil, angelehnt an eine Kampagne Calvin Kleins, verwendet. Abgebildet wurden dabei oftmals American Apparel-Mitarbeiter/-innen, allerdings waren einige Motive dabei, die stark an kinderpornographische Abbildungen erinnern. American Apparels CEO, Dov Charney, wurde von mehreren weiblichen Angestellten der sexuellen Belästigung angeklagt.“

  9. 9 n.n. 01. Januar 2010 um 17:57 Uhr

    Ich habe eben rumgesucht, aber auf Anhieb nichts gefunden. So bescheuert wie Bla ist die Sache darstellt ist das ganze allerdings nicht. Es gibt in der Kollektion von Amercian App. ein paar Bekleidungsstücke (Unterwäsche) die mit sehr eindeutigen Anzeigen beworben werden/wurden. D.h. es gehnt nicht darum, wie Bla dass hier ganz besonders geistreich darzustellen versucht, dass A.A. Unterwäsche verkauft und bewirbt.

  10. 10 san 01. Januar 2010 um 19:35 Uhr

    @n.n.
    was meinst du mit „sehr eindeutigen anzeigen“, worin besteht die zweifelsfreie Deutung?

    Was will American Apparel denn mit Unterschwäschewerbung erzielen außer Unterwäsche zu verkaufen?

    Sorry, aber ich werde daraus gerade nicht schlau.

    Gruezi, san.

  11. 11 n.n. 01. Januar 2010 um 19:53 Uhr

    „Was will American Apparel denn mit Unterschwäschewerbung erzielen außer Unterwäsche zu verkaufen?

    Was soll denn so ein Einwurf? Jede Werbung hat den Zweck etwas zu verkaufen. Aber sagt uns das irgendetwas über die Form der Werbung aus?

    Mit eindeutigen Anzeigen meine ich nicht einfach Mann/Frau in Unterwäsche, sondern entsprechende Gesten, Haltungen.

  12. 12 zuckermitstreusel 01. Januar 2010 um 20:00 Uhr

    ich werde ebenso nicht schlau daraus. wäre schön, wenn leonie das einfach mal erklären bzw. richtigstellen könnte.

  13. 13 leonie 01. Januar 2010 um 20:44 Uhr

    Ok:

    Warum der Sexismus-Vorwurf. Die Werbeanzeigen von A.A zeigen Frauen fast immer so, dass diese auf ihre Geschlechtsmerkmale reduziert werden. http://blogs.sfweekly.com/thesnitch/american-apparel.png, http://www.mediabistro.com/agencyspy/original/aaad.jpg
    Was daran schlimm ist?
    1. Natürlich sind Frauen und Männer in Unterwäsche nichts schlimmes, Werbung die aber einzig und alleine darauf abzielt, weibliche, perfekte(meist retuschierte) Körperteile abzubilden degradiert Frauen alleine zu diesen. Geh doch mal durch die Stadt und schau dir die Werbungen an, Frauen sind da immer halbnackt unterwegs und Männer busy im Anzug, diese Abbildungen schaffen dann auch ein gesellschaftliches Bewusstsein. Im öffentlichen Raum haben nämlich nur Frauen Platz die „geil“ „hübsch“ etc sind. Aber Frauen sind nunmal nicht wandelnde Titten, Arsche, Mösen, sondern auch Menschen. In einer Gesellschaft in der Frauen aber nur als dies abgebildet werden, weil sie das ja vom Mann unterscheidet, ist es nicht verwunderlich, dass sie nur als „Körper “ wahrgenommen wird.

    Überhaupt werden, old story, immer nur „makelose, schlanke“ Frauen-Stereotypen abgebildet -> Schlankheitswahn, Diäten, blabla…

    Jaja und komm mal nicht mit dem PorNo-Hammer, immer schon rein interpretieren. Aber die Sache ist komplexer und sicher nicht mit schwarz-weiß Denken zu beantworten.

  14. 14 n.n. 01. Januar 2010 um 21:14 Uhr

    „ich werde ebenso nicht schlau daraus.

    Wo ist dein Problem?

  15. 15 zuckermitstreusel 01. Januar 2010 um 21:23 Uhr

    aber mit männern ist das in ihrer werbung doch das gleiche.

    ausserdem – es geht in den von dir beanstandeten bildern nicht einfach um unterwäsche, sondern als solche gebrauchte und vor allem beworbene REIZwäsche. klar wird da ein arsch, der von einem slip hübsch eingepackt sein soll, ins bild gehalten.

    aber ich wollte auch eher wissen, woher der sexismus kommt. wenn es mit männern genauso wie mit frauen ist – wo ist da eine diskriminierung auf basis des geschlechts?

    „Aber die Sache ist komplexer und sicher nicht mit schwarz-weiß Denken zu beantworten.“

    ich sehe auch in grau, oder gerade in grau keinen sexismus.

  16. 16 zuckermitstreusel 01. Januar 2010 um 21:27 Uhr

    „In einer Gesellschaft in der Frauen aber nur als dies abgebildet werden, weil sie das ja vom Mann unterscheidet, ist es nicht verwunderlich, dass sie nur als „Körper “ wahrgenommen wird.“

    stimmt ja nicht. wie gesagt, die männerfotos sind genauso und es geht um unterwäsche, klar unterscheiden sich da mann und frau.

  17. 17 zuckermitstreusel 01. Januar 2010 um 21:28 Uhr

    „Schlankheitswahn, Diäten, blabla…“

    hat auch nichts mit sexismus zu tun.

  18. 18 frankenstein 01. Januar 2010 um 21:48 Uhr

    „aber ich wollte auch eher wissen, woher der sexismus kommt. wenn es mit männern genauso wie mit frauen ist – wo ist da eine diskriminierung auf basis des geschlechts?“

    verstehe ich nicht. was bedeutet denn sexismus für dich? hat eine rollenzuweisung aufgrund des geschlechts für dich nichts mit sexismus zu tun?

  19. 19 leonie 01. Januar 2010 um 21:52 Uhr

    Doch Sexismus produziert und fördert eben Dinge wie Diäten, Magersucht etc, ich glaube, dass ist schon allgemein geläufig ( The Beauty Myth Naomi Woods).

    Und gut, dass du auf Männerfotos zu sprechen kommst, die sind nämlich nicht die selben, sondern unterscheiden sich in ganz wichtigen punkten.

    1. Männer sind immer in einer aktiven Pose, klarer Blick( Frauen entweder leidend-lasziv oder verschlossenen Augen), meist verschränkte Hände oder auf die Hüfte gestützt, meist stehend, nicht lasziv liegend wie Frauen. Ihr Geschlechtsteil wird auch nicht sonderbar spannend in Szene gesetzt, sie spielen selten irgendwelche Sexposen nach. (s. Bilder oben.)

    2. Gibt es sie aber die Theorie Sex sells, wird (Ausnahme Coca-cola light man) immer noch mit nackten Frauen betrieben, schaut euch doch mal die Straßen an, da sind viele nackte Fraune, aber sehr, sehr wenig nackte Männer. Und eben selten PASSIVEN Posen. (gegenbeispiel z.b in der Öffentlichkeit Peaches, aktiv, aggressive Weiblichkeitsdarstellung auch nackt, hat für mega aufsehen gesorgt „darf die sowas?“ in Striplokalen waren Männer so von ihren Soundtexten irretiert, dass ihre Songs aus den Playlisten für die Tanzmusik der Frauen gestrichen würden, kein Zufall sondern aktive weiblich Sexualität in Bild uns Text sind immer noch shocking.)

    3. Ist der Punkt, das Weiblichkeit in der Öffentlichket/Medien immer „heiß“ sein muss ein sehr entscheidender, der bei der Werbung anfängt und weite Kreise zieht.

    4. Sind die frauen bei A.A oft auf kindlich gemacht.

  20. 20 zuckermitstreusel 01. Januar 2010 um 21:58 Uhr

    „verstehe ich nicht. was bedeutet denn sexismus für dich? hat eine rollenzuweisung aufgrund des geschlechts für dich nichts mit sexismus zu tun?“

    passiert ja nicht, wenn beide geschlechter dieselbe rolle bekommen.

  21. 21 zuckermitstreusel 01. Januar 2010 um 22:17 Uhr

    „Doch Sexismus produziert und fördert eben Dinge wie Diäten, Magersucht etc, ich glaube, dass ist schon allgemein geläufig ( The Beauty Myth Naomi Woods).“

    stimmt, dazu muss aber erstmal sexismus vorliegen. nicht jedes produzieren von magersucht und ähnlichen sachen hat sexismus als ursache. sprich: darstellungen von schlanken frauen (an sich schon einmal nichts schlimmes) können solches produzieren, sind damit aber nicht zwangsläufig sexistisch.

    zu deinen punkten:

    1. sehe ich nicht so, bei den bildern die ich mir gerade zufällig ergoogelt habe. frauen werden oft als ziemlich selbstbewusst dargestellt, gerade blicke in die kamera etc.

    2. es geht hier nicht um „die strassen“, sondern american appearal.

    3. auch männer müssen in der aa-werbung immer heiss sein. ich sehe einfach den sexismus nicht.

    4. was ist an „auf kindlich gemacht“ nun schon wieder für ein argument? davon abgesehen ist das wie mit dem „passiv“, was überhaupt nicht stimmt.

    aber kann sich ja jede_r selbst ein bild machen: http://americanapparel.net/gallery/photocollections/models/index.html

  22. 22 zuckermitstreusel 01. Januar 2010 um 22:23 Uhr

    dass sich die „theorie sex sells“ nur auf frauen beziehen würde, kommentiere ich einfach mal mit einem bild des englischen wikipedia-artikels: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/25/Ivoryso2.jpg

    und halte diese lesart für sexistisch. hatte ich ja schon angedeutet, dass sich durch das sexistische rezipieren erst sexismus abbilden lässt, den viele gegenstände an und für sich gar nicht hergeben.

  23. 23 zuckermitstreusel 01. Januar 2010 um 22:26 Uhr

    schaut euch nur evan und glen an! =p~

  24. 24 bla 01. Januar 2010 um 23:28 Uhr

    Aber Frauen sind nunmal nicht wandelnde Titten, Arsche, Mösen, sondern auch Menschen. In einer Gesellschaft in der Frauen aber nur als dies abgebildet werden, weil sie das ja vom Mann unterscheidet, ist es nicht verwunderlich, dass sie nur als „Körper “ wahrgenommen wird.

    AA teilt deine hohe Meinung vom männlichen Geschlecht offenbar nicht:
    http://americanapparel.net/gallery/photocollections/models/dan/

    Das ist ja kaum sexualisiert, ne?

  25. 25 Straka 02. Januar 2010 um 0:06 Uhr

    „Männer sind immer in einer aktiven Pose“

    „Immer“ ist bei Aussagen über Menschen und Gesellschaften ziemlich unpassend. Außerdem machts die Aussage sehr leicht widerlegbar, da reicht ja ein einziges widersprechendes Bild. „Fast immer“, oder „häufig“ triffts schon eher.

  26. 26 Name (notwendig) 02. Januar 2010 um 1:01 Uhr

    @ Zuckermitstreusel:

    ausserdem – es geht in den von dir beanstandeten bildern nicht einfach um unterwäsche, sondern als solche gebrauchte und vor allem beworbene REIZwäsche.

    Was für ein Unsinn. Eine Strumpfhose ist doch keine Reizwäsche. Also meine Reizwäsche sieht anners aus.

  27. 27 leonie 02. Januar 2010 um 2:38 Uhr

    @Straka: danke ja du hast recht, unüberlegte Wortwahl von mir!

  28. 28 leonie 02. Januar 2010 um 2:41 Uhr

    @bla: dass auch Männer sexistisch dargestellt werden find ich auch scheiße mindert das Problem, dass Frauen sexistisch dargestellt werden, also was soll mir/uns das sagen?

    Sexismus wird nicht besser, wenn beide Geschlechter in gleicher Weise davon betroffen sind.

  29. 29 leonie 02. Januar 2010 um 2:46 Uhr

    1. Ausnahmen bestätigen die Regel

    2. A.A ist auf der Straße und in der Öffentlichkeit, da wo Werbung halt ist. Nicht bei mir im Wohnzimmer an der Wand.

    3. s. Punkt bla

    4. mmhhhh…, es gibt schon Bilder die extra auf junge Frau gemacht sind. 13-jährige Models inkl.

    Überhaupt verstehe ich nicht warum man wirklich ernsthaft annehmen kann, dass in der sexistischen Gesellschaft in der wir nun mal Leben, ausgerechnet Werbung, nicht sexistisch sein sollte. Hallo Werbung liebt und lebt vom Sexismus.

  30. 30 MPunkt 02. Januar 2010 um 10:29 Uhr

    @ leonie: Solche Unterwäschewerbung spricht doch einen Zweck der Konsumenten an, nämlich den, als Teil ihrer Persönlichkeitspflege hipp, jung, cool und sexy sein zu wollen. Ihnen wird also aufgemacht, den Kram zu kaufen, weil der Mittel sei, den Zweck (wenigstens ein Stück weit) zu verwirklichen. Deshalb wird dieser in der Werbung als Beitrag dazu dargestellt, bspw. indem er durch hippe, junge, coole und sexy Menschen (nach den gängigen Geschmacksurteilen) (re)präsentiert wird, die ihn für und als Teil von ihrem hipp, jung, cool und sexy Sein benutzen. Dass sie dann gar keine andere Zwecke mehr hätten als diesen, also darauf beschränkt werden würden, trägst Du da doch heran. Als müssten die als bspw. gleichzeitig sexy posend und Zeitung lesend dargestellt werden, damit man weiß, dass die neben sexy posen sich auch noch politisch informieren wollen können. Umgekehrt kommt doch auch niemand darauf, dass in einer Zeitungswerbung, in der jemand als Zeitung lesend dargestellt wird, derjenige auf sich politisch Informieren reduziert werden würde. Eben weil man weiß, dass es ein Widerspruch zur Verwirklichung verschiedener Zwecke ist, wenn man sich auf ihre verschiedenen Mittel gleichzeitig konzentriert und die verschiedenen Zwecke deshalb nach Möglichkeit hintereinander erledigt, weiß man auch, dass die Verrichtung der einen Tätigkeit für den einen Zweck keine Auskunft darüber gibt, was die Person sonst noch so für Zwecke hat. Womit sich Deine Kritik darauf zusammenkürzt, dass AA halt mit Unterwäsche (und entsprechender Werbung) aus Geld mehr Geld zu machen versucht und nicht etwa mit Zeitungen (samt entsprechender Werbung). So what?

  31. 31 l 02. Januar 2010 um 12:50 Uhr

    to be honest, da werden doch, zumindest zum teil, gerade nicht die 08/15-standard-modells abgebildet, sondern recht unterschiedliche und nach maßgabe diverser modemagazine durchaus auch „hässliche“ (zu „fett“, kein „perfektes“ gesicht, nicht total vollgeschminkt wirkende modells, keine offensichtlichen „photoshop-puppen“ …) menschen?

    mit der figur zB wirste vom herkömmlichen laufsteg gestossen. weil mehr als 45 kg und wahrscheinlich auch nicht 180cm. und dann macht sie auch noch sport, ist also aktiv.

    find ich gut, dass hier wenigstens teilweise verschiedene menschen“typen“ dargestellt werden. und das da ausnahmsweise auch relativ „normalen“ sexiness zugesprochen wird.

    scheint zumindest teilweise sowas zu sein wie dove für unterwäsche.

  32. 32 l 02. Januar 2010 um 12:56 Uhr

    bevor hier jmd auf die idee kommt, ich würde meinen dove oder auch aa würden bei solchen darstellungen großartig aus antisexismus heraus handeln: nein, die setzen auf das marktsegment der frauen, die angenervt sind von abgemagerten, zu offensichtlichen photoshop-“puppen“.

  33. 33 bigmouth 02. Januar 2010 um 13:43 Uhr

    1. Ausnahmen bestätigen die Regel

    nur wenn es ausnahmen bleiben.

    zu einer beurteilung, wie sexistisch die AA-werbung ist, müsste man schon einen relevant großen teil ihrer anzeigen analysieren und gucken, ob männliche & weibliche models unterschiedlich inszeniert werden, also, ob

    1. Männer sind immer in einer aktiven Pose, klarer Blick( Frauen entweder leidend-lasziv oder verschlossenen Augen), meist verschränkte Hände oder auf die Hüfte gestützt, meist stehend, nicht lasziv liegend wie Frauen. Ihr Geschlechtsteil wird auch nicht sonderbar spannend in Szene gesetzt, sie spielen selten irgendwelche Sexposen nach. (s. Bilder oben.)

    zutrifft. ich frage mich schon, ob’s ne männliche entsprechung zur inszenierung von http://americanapparel.net/gallery/photocollections/models/Sasha/ gibt. Sasha Grey ist ne bekannte Pornodarstellerin, da soll die Inszenierung offensichtlich gewisse eindeutige assoziationen (sie bietet sich dem betrachter dar, genommen zu werden) beim betrachter wecken

  34. 34 leonie 02. Januar 2010 um 13:50 Uhr

    Nicht so what. Sie reproduzieren mit ihren Darstellungen sexistische Rollenbilder und das ist Scheiße. (Klar ist Werbung an und für sich schon Scheiße).

  35. 35 MPunkt 02. Januar 2010 um 17:34 Uhr

    Dafür, dass sexualisierte Darstellungen sexistisch sind, bleibst Du aber das Argument schuldig, leonie. (Ja, ich weiß: „Kackscheisze“ gilt als das neue Hammerargument gegen Sexismus, aber „Scheiße“ ist trotzdem kein Beleg für ihn.) Genauer: ein Argument, das nicht bereits widerlegt wurde und wegen dem Du trotzdem an Deiner Position festhältst.

    Dein erstes war, dass Frauen darüber eine andere, passive, Sexualität zugesprochen werden würde als Männern, dass sie sexualisiert dargestellt werden würden. Das ist mit blas Hinweis, dass AA (und dafür interessiert es nicht, was andere Werbungen auf der Straße so beinhalten) genauso Männer sexualisiert darstellt. „Passiv“ stimmt übrigens in beiden Fällen eh nicht, weil doch gerade auf lauter Aktivitäten gezielt wird: man soll sich den Kram kaufen, um den Zweck der eigenen Persönlichkeitspflege darüber, sexy zu sein, ein Stück weit zu verwirklichen. Da sind die Leute doch gerade als Subjekte ihrer Angeberei gefragt, die als Subjekte ihre Kaufentscheidung daher auf den Kram richten.

    Dein zweites Argument war, dass durch die sexualisierte Darstellung die abgebildeten Personen auf ihre Sexualität reduziert werden würden. Das stimmt aber nicht, weil aus der Darstellung, dass da jemand erfolgreich Persönlichkeitspflege mit gerade der Unterwäsche über „Sexy-Sein“ betreibt, überhaupt nicht folgt, dass der den ganzen Tag lang nix anderes macht. Erst recht nicht folgt daraus, dass das alle Frauen und/oder Männer so halten. Dass die Heinis und Trullas von den FAZ-Werbeplakaten 24/7 damit befasst wären, sich als klugen Kopf darzustellen (und dass das deswegen alle Männer und/oder Frauen betreiben würden), weil sie das laut den Plakaten einen Teil des Tages auch machen, denkt völlig korrekt ebenfalls niemand. Sondern, wenn die Werbung zieht, dass man sich durch FAZ-Lektüre (wozu deren vorheriger Kauf gehört) erfolgreich als Durchblicker in Politik, Kultur etc. präsentieren kann.

  36. 36 leonie 02. Januar 2010 um 18:11 Uhr

    @l: Die A.A Darstellung von Models ist keineswegs, anderes als andere Darstellungen, nur weil da mal ein etwas kräftigerer J.Lo arsch (knackig, nichts wackelt, celluitefrei, aber ein bisschen runder als sonst) vorkommt. Ja sie macht sehr aktiv mit Stöckelschuhen Sport in dem sich sich an dem Basketball-korb räkelt. naja.. bei mir sieht des schon ein wenig anders aus. Das was die da abbilden ist schon ziemlich komischer „Sport“, auch ohne die ekligen Nebenerscheinungen und Fressen die mensch beim richtigen Sport so macht/hat. Hier soll dabei bitte gut ausgesehen werden.

    @alle: Die Darstellung bei a.a ist auch keineswegs weg von der Darstellung der „weiblichkeit“ die sich einzig dadurch definiert, dem anderen= Mann zu gefallen. Ärsche und Titten werden ja nicht zum Spaß in Szene gesetzt sondern um das andere Geschlecht zu stimulieren. Wenn ich mich in der UBahn mit so gespreizten Beinen hinsetzt wie das Unterwäsche-Model aus dem Werbekatalog, dann werd ich immer noch oft doof angeschaut. Es is nämlich nich normal dass „Frau“ sowas nur zum Selbstzweck= Gemütlichkeit tut und nicht um den Typen gegenüber zu signalisieren „hey, nimm mich“. Und es is auch nicht normal, dass eine Frau irgend etwas tut ohne dabei gefallen zu wollen, diese Vorstellung Frau=weiblich= soll will gefallen ist ziemlich fest verankert und zeigt sich in Mode, die ja auch ganz bestimmte Geschlechtsteile in Szene setzt und Schminke. etc. Und genau dieses Bild wird von Werbung v.a Unterwäsche freudig aufgenommen.
    Das die Werbung jetzt vermehrt auch Typen so abbildet leugne ich ja gar nicht, macht die Sache aber nicht besser.

    Ich habe auch nichts gegen nackte Ärsche Titten und Mösen, aber mich nervt eine Darstellung von Frauen einzig auf die primären Geschlechtsmerkmale reduziert. Und es nervt mich auch, dass meine Brüste und meine ganzer Körper Sexobjelkt sein soll, mit allen Konsequenzen…

    Gutes Bsp dazu sobald eine Frau Mutti is ist es Ok wenn sie ihre Brüste im Cafe auspackt, würde ich des machen Schock und Ohnmacht würden folgen oder blöde Sprüche.

    Hoffe ich habe es einigermaßen verständlich formuliert…

  37. 37 l 02. Januar 2010 um 18:55 Uhr

    ach leonie, natürlich sollen die gutaussehen. steht da auch zb: „nicht total vollgeschminkt wirkende modells, keine offensichtlichen „photoshop-puppen““

    seid wann wirbt man mit schweißflecken? motto: kaufste aa, dann stinkste auch so toll?

    ich glaub du verwechelst werbung mit dokumentation und/oder kunst.

  38. 38 leonie 02. Januar 2010 um 19:17 Uhr

    ach l, es geht mir gar nicht ums aussehen allein, sondern die Art und Weise wie eben diese Frau beim „Sport“ abgebildet wird.Sie macht nämlich gar keinen Sport . (und das war ja dein Argument warum diese Frau „aktiv“ sein sollte, was eben nicht wirklich stimmt, es soll höchstens den Anschein erwecken.) Nen Mann hätte der/die Werbemensch wohl anders abgebildet, der wär wohl nicht so blöd am Korb rumgehangen, sondern hätte nen Korb gemacht und hätte auch nen Ball in der Hand haben dürfen!

  39. 39 bla 02. Januar 2010 um 19:55 Uhr

    Gutes Bsp dazu sobald eine Frau Mutti is ist es Ok wenn sie ihre Brüste im Cafe auspackt, würde ich des machen Schock und Ohnmacht würden folgen oder blöde Sprüche.

    Was ist dann eigentlich dein Problem mit AA?
    In deren (Werbe-)Welt laufen die Menschen nämlich anscheinend wirklich am liebsten (halb-)nackt rum und räkeln sich irgendwie lüsternd/spielerisch…

  40. 40 a punkt 02. Januar 2010 um 21:49 Uhr

    Mal abgesehen von der Werbung (sorry für die Unterbrechung), hätten meiner Ansicht nach die Produkte an sich auch mal einen Blick verdient. Seit es anscheinend Mode ist, seine Brüste in absurden schleifchenbesetzten Hartschalenkoffer-artigen Gestellen unterzubringen, haben sich meine Möglichkeiten zur Unterwäsche-Beschaffung eindeutig verringert. Und AA-Unterwäsche finde ich da, meiner Ansicht nach, bequem, schlicht und tragbar. (Natürlich unter meiner sonstigen Kleidung ;)

  41. 41 leonie 02. Januar 2010 um 23:13 Uhr

    mann bla, wie oft noch.

    Mein Problem ist, dass sie eben wie andere auch Werbung machen die bestimmte Rollenbilder und Sichtweisen auf den weiblichen Körper reproduziert, die ich für sexistisch erachte. Hast du zwischen drin mal mitgelesen.

  42. 42 zuckermitstreusel 02. Januar 2010 um 23:49 Uhr

    leonie, hast du auch mal gelesen was ich schrieb?

    DEINE sexistische rezeption ist es. frauen als sexy darstellen ist an und auch für sich überhaupt nicht sexistisch. sexistische rollenbilder werden in diesen werbungen überhaupt nicht gefestigt, da sich die rolle zu keinem anderen geschlecht abheben kann. sollten dort rollenbilder gefestigt werden, so sind ist die rollen, dass frauen wie männer immer sexy zu sein haben.

    nur ist daran NICHTS sexistisch!

  43. 43 Gemütlich 03. Januar 2010 um 1:12 Uhr

    Wenn ich mich in der UBahn mit so gespreizten Beinen hinsetzt wie das Unterwäsche-Model aus dem Werbekatalog, dann werd ich immer noch oft doof angeschaut.

    Man sollte sich von Doofblicker_Innen nicht irritieren lassen. Wenn es doch gemütlich ist. Bitte.

    Wie soll sich sonst mal was ändern?

  44. 44 illith 03. Januar 2010 um 1:53 Uhr

    also ich kannte AA bis zu diesem artikel nicht, drum kann ich jetzt nur in soweit was dazu sagen, was sich mir nach einer kurzen google-bildsuche darstellt.
    aber mir scheint, hier wird eine allgemeine kritik fälscherlicherweise pauschal wo drübergestülpt, wo sie gar nicht zutrifft.
    wie hier ja schon eingewendet wurde, auf den AA-motiven sind überwiegend gerade NICHT die sonst omnipräsenten perfekt(geshoppt)en modelgirls in typischer pose zu sehen (ganz im gegenteil stellenweise) und die dargestellten männlichen modelle sind teils in ganz ähnlicher form inszeniert wie die frauen.
    wie da die quantitative M/F-verteilung in der gesamtheit der AA-werbe-motive aussieht, wäre noch zu erheben (der überhang an frauen-bildern zieht sich ja, abgesehen von zb filmen, ja ziemlich durch die „gestellten“ medien)
    und mir fehlt hier auch seitens der autorin die differenzierung zwischen „sexistisch“ und „sexualisiert“ (die zweifellos nicht immer einfach hinzukriegen ist).

    da ich seinerzeit mein diplom zu der sexismus/werbung-thematik geschrieben hab und zu diesem zwecke natürlich sehr viel recherchiert habe (besonders in magazinen der unterschieldichsten couleur), kann ich sagen, dass man in der print-werbung gerade besonders großes potential für genderrollen-dekonstruierende bilder hat (auch wenn das nicht für das gros der motive gilt) und zwar in besonders starkem ausmaß in der werbung für (männer-)parfum-werbung und designer-labels (Calvin Klein & Co), wo man reichlich objektivierte männer/jungen findet, von schönheitsobjekt bis stricher-chic.

    diese punkte wollte ich hier nur mal zu bedenken geben.
    das heißt nicht, dass ich das (werbe)treiben von AA per se gutheiße und ob die sexualisierung und ‚kinkysierung‘ der öffentlichen medien nun konstruktiv oder destruktiv zu bewerten ist, steht auch auf einem anderen blatt.

  45. 45 leonie 03. Januar 2010 um 2:15 Uhr

    frauen als sexy darstellen ist an und auch für sich überhaupt nicht sexistisch

    tja da bin ich mir halt nicht so sicher, so einfach wie du es dir machen willst ist es sicher nicht.
    Dieses „sexy“ beinhaltet nämlich ganz bestimmte Muster, die zutreffen müssen um jemanden als „sexy“ zu betiteln und da die Gesellschaft nunmal nicht Sexismus frei ist, ist auch dieses „sexy“ nicht ganz ohne Sexismus zu verstehen.

    dass frauen wie männer immer sexy zu sein haben.

    ja aber beide Geschlechter müssen andere Klischees erfüllen um „sexy“ zusein. -> Sexismus

  46. 46 zuckermitstreusel 03. Januar 2010 um 2:59 Uhr

    ich geb’s auf, leonie. ich, und nicht nur ich, schrieb jetzt schon mehrmals dass bei aa gerade keine anderen klischees erfüllt werden müssen, sondern die darstellung von frauen und männern sich oftmals gleicht.

    nimm es doch wenigstens mal zur kenntnis. sonst siehe illith.

    das mit deiner sexistischen rezeption solltest du vielleicht nochmal überdenken. sexy darstellungen sind einfach nicht mit sexistischen darstellungen gleichzusetzen und beruhen auch nicht hauptsächlich auf sexistischen mustern. wenn eine frau lüstern guckt und die beine spreizt ist das nicht den mustern zu verdanken oder ihrem frau-sein, sondern sie ist ALS MENSCH sexy. beziehungsweise wird so dargestellt/rezipiert.

  47. 47 illith 03. Januar 2010 um 3:11 Uhr

    manno, diese moderations-warteschleifen sind doch total doof :(

    @leonie:
    wie ich im posting über dir schon darlegte, scheint es mir in DIESEM fall aber gerade weniger als sonst unterscheidungen zwischen der M/F-sexyness (und vor allem der damit sonst verbundenen subjekt/objekt-kategorie) zu geben

  48. 48 leonie 03. Januar 2010 um 11:29 Uhr

    sexy darstellungen sind einfach nicht mit sexistischen darstellungen gleichzusetzen

    ich habe nie behauptet, dass dies in 100% der Fälle zutreffen sollte, ich sage nur, dass es eben komplexer ist als zu sagen sexy ist immer unsexistisch. Das braucht schon mehr Reflektionsvermögen.

    @Lilith: http://jezebel.com/315570/american-apparel-ads-sexy-or-sexist
    Ja gibt es zu diesen Plakaten wirklich das männliche Pendant und wenn ja wäre es dann besser, bzw wird der männlich Körper auch so offensiv abgebildet? Natürlich ist es ein schwieriges Thema weil die Übergaänge zwischen sexy und sexistisch oft fließend sind. Aber ich will mich auch nicht mit der Nummer „hey ist doch einfach nur sexy“ zufrieden geben.

  49. 49 bigmouth 03. Januar 2010 um 11:41 Uhr

    ilith, schau dir noch mal die von mir gestern, 02. Januar 2010 um 13:43 Uhr, und die von leonie 01. Januar 2010 um 20:44 Uhr verlinkten bilder an. und dann zeig uns mal die männlichen äquivalents.

    das interessante ist ja, dass sexy für männer hier anders inszeniert wird. es fällt zb total auf, wenn man sich die modelpage anguckt, wie oft die weiblichen models auf allen vieren robben, und sich dem betrachter so präsentieren. das scheint bei den männlichen models zu fehlen

  50. 50 n.n. 03. Januar 2010 um 11:42 Uhr

    Nochmal ein bisschen Input, weswegen ich es verständlich finde, dass AA hier hervorgehoben wird und es mir auch so erscheint als würden hier einige entweder auf AAs Masche (vermeintliche Progressivität) oder das Vorgehen bewusst verteidigen.

    http://americanapparel.net/gallery/photocollections/models/Sasha/ (via bigmouth)

    http://aashare.com/515/UKi-D_cover.JPG

    http://store.americanapparel.co.uk/rnt36.html?cid=32

    http://store.americanapparel.co.uk/rsans309.html?cid=29

    Dasselbe mit Typen müsste noch gezeigt werden, ich habe bisher (neben dem weiter oben: http://americanapparel.net/gallery/photocollections/models/dan/ )

    Bei Feministing gibt es einen Beitrag, der hervorhebt, dass die Menge der weiblichen Models eben doch Standardmaße haben, manchmal aber auch andere randürfen und der die Rolle von Typen vs. Frauen näher beleuchtet (leider scheinen die Bilderlinks nicht mehr zu funktionieren): http://www.feministing.com/archives/005574.html

    Hier noch was zu der pornografischen (?) Werbung: http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?file=/gate/archive/2005/06/24/notes062405.DTL (keine Typen und *schock* ein Hochglanzmodell)

  51. 51 n.n. 03. Januar 2010 um 11:44 Uhr

    Also ganz besonders der Verweis, hier wären es „überwiegend“ übergewichtige ( :D ) etc. Models ist doch einfach aus der Luft gegriffen. Ein paar nette Ausnahmen aber für die große Plakatwand und die Ringelsöckchen greift man dann doch auf altbewährtes zurück.

  52. 52 biberkätzchen 03. Januar 2010 um 11:52 Uhr

    „komplexer“
    „mehr Reflektionsvermögen nötig“
    „Übergänge fließend“
    „nicht zufrieden geben“

    Sag doch mal genau WAS los ist, und hol dir nich solche hohlen Floskeln an die Seite.
    Sonst schaut die Diskussion nämlich bald so aus:
    „Mehr Reflektionsvermögen!“
    „Ne, 75% reichen!“
    „Fließende Übergänge!“
    „Stufenmodell!“
    „Nicht Zufrieden geben!“
    „Ist doch Ausreichend.“
    „Schwieriges Thema!“
    „Eindeutigkeit nicht Preis geben!“
    Worum gehts nochmal???

  53. 53 l 03. Januar 2010 um 12:12 Uhr

    1. was verlinkst du da für nen blogeintrag? frauen werden vergewaltigt, wenn sie mit gespreizten beinen rumstehen bzw. wenn man zu viele bilder sieht mit frauen mit gespreizten beinen?! ja, sind die rezipient_innen verstandbefreite pawlowsche hunde?
    damit werden vergewaltiger zu menschen, die ja nicht anders können, wenn überall so bilder rumhängen! was soll der scheiss?
    aber wieso rennen dann nicht 100% vergewaltiger rum? ja, vllt ist es so, dass es schon drauf ankommt, was sich jemand denkt. eventuell gibt’s männer, denen man jahrzehnte solche bilder vor die nase hängen kann – und nix passiert?

    2. normalerweise wird bei werbekritik gesagt: so verrenkt sich kein mensch. das machst du aber nicht bzw. nicht immer. bla hat doch schon auf nen widerspruch hingewiesen: du störst dich daran, wenn frauen mit gespreizten beinen rumsitzen in der werbung; gleichzeitig willste auch so rumsitzen in der u-bahn. du störst dich an großzügigen ausschnitten in der werbung und würdest gerne deine brüste in café entblößen. erklär doch mal, wie das zusammenpasst.

    3. ich finde es schade, dass du außer stande bist, zu erkennen, dass hier zumind. teilweise (mehr wurde nie behauptet) gerade nicht stereotype bedient werden. und zwar, weil die halt auch auf den markt der von den stereotypen angenervten setzen. bzw.: du antwortest darauf, indem du auf sujets zeigst, die ‚klassisch‘ sind. damit sind aber die aus dem rahmen fallenden nicht aus der welt.

    4. wäre ich sehr dankbar, wenn man mal klären würde, wie das funktioniert: die wäsche kaufen dann doch meist die jeweiligen träger_innen. wie ist es: nur, weil der/die partner_in sie dazu überredet hat, weil ihnen die werbung so gefällt (so toll sexistisch). oder weil die werbung die kaufenden selber anspricht? wenn zweites, warum spricht das an? weil sie alle so manipulierte häschen sind?
    mal so: das verlinkte bild in dem von dir verlinkten blogeintrag: schon mal auf den gedanken gekommen, dass das auch ne frau anturnen kann? (ne, nicht ne vergewaltigung – die ist da auch nicht zu sehen!) vllt entwickelt da auch ne frau mal ne sexphantasie, wenn sie so ein bild sieht? dass sie die aktive ist und sich so hinstellt vor nem zielobjekt (mann oder auch frau)?
    ist das dann ne sexistische phantasie oder ne sexphantasie?

  54. 54 lara 03. Januar 2010 um 13:12 Uhr

    ok,auf ihrer homepage zeigen aa auch bilder von männlichen models in unterwäsche – wenn ich allerdings eine zeitschrift aufschlage,stoße ich dann aber eigentlich nur über die bilder von halbnackten frauen…

  55. 55 love like semtex 03. Januar 2010 um 14:45 Uhr

    @ leonie

    Dann sag doch bitte endlich einmal worin der Übergang besteht, statt bloß zu behaupten den gäbe es irgendwie, oft und fliessend. Ich will mich nämlich nicht mit deinem „hey ist doch irgendwie sexistisch“ zufrieden geben. Das „wie“ musst du da schliesslich schon deinen Leser_innen erklären, wenn du sie von deiner Ansicht überzeugen willst.

  56. 56 pink 03. Januar 2010 um 17:14 Uhr

    ich denke, in dieser diskussion fehlt die differenzierung zwischen sexismus (->bezieht sich auf die wie auch immer geartete „benachteiligung“ aufgrund von geschlecht) und der generellen kritik an normierten körpern („lookism“ oder wie auch immer man das nennen will). wobei da auch je nach geschlecht andere bilder vorherrschen (im allgemeinen haben die männer zb. keine röcke an), aber in der heutigen zeit haben in der werbung beide geschlechter einem bestimmten körperbild zu entsprechen, sie müssen dem entsprechen, was momentan als „schön“ gilt (zb. dünn, faltenlose haut, bestimmte körper+gesichtszüge etc.). was vollkommen logisch ist, denn werbung will was verkaufen und richten sich daher (meist in überspitzter form) einfach danach, was die zielgruppe gut finden.
    und konkret zu aa: finde das unterwäschenangebot da auch viel besser als anderswo (eben nicht nur bügelbhs und gibt zb. auch „frauenunterhosen“ mit eingriff), wobei es nervt, dass die grössen viel zu klein ausfallen (small entspricht meiner meinung nach m oder sogar l). dass sich aa für illegalisierte migrantInnen eingesetzt hat und die arbeitsbedinungen angeblich um einiges besser sind als anderswo, ist ja was positives, aber der chef dov charney ist trotzdem ein sexist, zb:
    „During one of their interviews, Charney wiggled around his chair, pointed to his crotch, loosened his Pierre Cardin belt and asked: „Can I?“ He then proceeded to masturbate in front of her, all the while carrying on a conversation about business models, hiring practices and the stupidity of focus groups. „Masturbation in front of women is underrated,“ he told Ko. „It’s much easier on the woman. She gets to watch, it’s a sensual experience that doesn‘t involve a man violating a woman, yet once the man has his release, it’s over and you can talk to the guy.“
    http://www.independent.co.uk/news/people/profiles/dov-charney-the-hustler-and-his-american-dream-429627.html
    anderes beispiel ist seine angebliche „no fat chicks“-politik
    http://zeldalily.com/index.php/category/dov-charney/

  57. 57 pink 03. Januar 2010 um 17:16 Uhr

    ich denke, in dieser diskussion fehlt die differenzierung zwischen sexismus (->bezieht sich auf die wie auch immer geartete „benachteiligung“ aufgrund von geschlecht) und der generellen kritik an normierten körpern („lookism“ oder wie auch immer man das nennen will). wobei da auch je nach geschlecht andere bilder vorherrschen (im allgemeinen haben die männer zb. keine röcke an), aber in der heutigen zeit haben in der werbung beide geschlechter einem bestimmten körperbild zu entsprechen, sie müssen dem entsprechen, was momentan als „schön“ gilt (zb. dünn, faltenlose haut, bestimmte körper+gesichtszüge etc.). was vollkommen logisch ist, denn werbung will was verkaufen und richten sich daher (meist in überspitzter form) einfach danach, was die zielgruppe gut finden.
    und konkret zu aa: finde das unterwäschenangebot da auch viel besser als anderswo (eben nicht nur bügelbhs und gibt zb. auch „frauenunterhosen“ mit eingriff), wobei es nervt, dass die grössen viel zu klein ausfallen (small entspricht meiner meinung nach m oder sogar l). dass sich aa für illegalisierte migrantInnen eingesetzt hat und die arbeitsbedinungen angeblich um einiges besser sind als anderswo, ist ja was positives, aber der chef dov charney ist trotzdem ein sexist, zb:
    „During one of their interviews, Charney wiggled around his chair, pointed to his crotch, loosened his Pierre Cardin belt and asked: „Can I?“ He then proceeded to masturbate in front of her, all the while carrying on a conversation about business models, hiring practices and the stupidity of focus groups. „Masturbation in front of women is underrated,“ he told Ko. „It’s much easier on the woman. She gets to watch, it’s a sensual experience that doesn‘t involve a man violating a woman, yet once the man has his release, it’s over and you can talk to the guy.“
    www.independent.co.uk/news/people/profiles/dov-charney-the-hustler-and-his-american-dream-429627.html
    anderes beispiel ist seine angebliche „no fat chicks“-politik
    zeldalily.com/index.php/category/dov-charney/

  58. 58 pink 03. Januar 2010 um 17:16 Uhr

    ich denke, in dieser diskussion fehlt die differenzierung zwischen sexismus (->bezieht sich auf die wie auch immer geartete „benachteiligung“ aufgrund von geschlecht) und der generellen kritik an normierten körpern („lookism“ oder wie auch immer man das nennen will). wobei da auch je nach geschlecht andere bilder vorherrschen (im allgemeinen haben die männer zb. keine röcke an), aber in der heutigen zeit haben in der werbung beide geschlechter einem bestimmten körperbild zu entsprechen, sie müssen dem entsprechen, was momentan als „schön“ gilt (zb. dünn, faltenlose haut, bestimmte körper+gesichtszüge etc.). was vollkommen logisch ist, denn werbung will was verkaufen und richten sich daher (meist in überspitzter form) einfach danach, was die zielgruppe gut finden.
    und konkret zu aa: finde das unterwäschenangebot da auch viel besser als anderswo (eben nicht nur bügelbhs und gibt zb. auch „frauenunterhosen“ mit eingriff), wobei es nervt, dass die grössen viel zu klein ausfallen (small entspricht meiner meinung nach m oder sogar l). dass sich aa für illegalisierte migrantInnen eingesetzt hat und die arbeitsbedinungen angeblich um einiges besser sind als anderswo, ist ja was positives, aber der chef dov charney ist trotzdem ein sexist, zb:
    „During one of their interviews, Charney wiggled around his chair, pointed to his crotch, loosened his Pierre Cardin belt and asked: „Can I?“ He then proceeded to masturbate in front of her, all the while carrying on a conversation about business models, hiring practices and the stupidity of focus groups. „Masturbation in front of women is underrated,“ he told Ko. „It’s much easier on the woman. She gets to watch, it’s a sensual experience that doesn‘t involve a man violating a woman, yet once the man has his release, it’s over and you can talk to the guy.“
    independent.co.uk/news/people/profiles/dov-charney-the-hustler-and-his-american-dream-429627.html

  59. 59 n.n. 03. Januar 2010 um 19:22 Uhr

    „3. ich finde es schade, dass du außer stande bist, zu erkennen, dass hier zumind. teilweise (mehr wurde nie behauptet) gerade nicht stereotype bedient werden.

    Und wieso steht dann da weiter oben „überwiegend“?

  60. 60 bigmouth 03. Januar 2010 um 21:19 Uhr

    @pink: diese körper(vor)bilder sind aber eben auch sexistisch sehr unterschiedlich gehalten. schau# dir doch mal an, wie unterschiedlich da inszeniert wird, um bestimmte aspekte in den vordergrund zu rücken

  61. 61 bigmouth 03. Januar 2010 um 21:23 Uhr

    @l: ich glaube irgendwie nicht, dass leonie sich präsentierend auf den ubahnwagenboden legen möchte – auf einem sitz kann man nicht gar nicht so liegen wie die models oben

    ferner: du machst den fehler, entweder den beweis 100% wirkung einzufordern (komplette determination), oder direkt jede wirkung auf jeden rezipienten zu leugnen. das ist echt schwach

  62. 62 bigmouth 03. Januar 2010 um 21:25 Uhr

    @ illith 03. Januar 2010 um 1:53 Uhr hah, da haste die parodie einer anzeige erwischt, wie von n.n. 03. Januar 2010 um 11:42 Uhr bei feministing verlinkt

  63. 63 oh krass 03. Januar 2010 um 22:50 Uhr

    etwas zum thema aa ist sexistisch,
    auch im sinne von
    gewalt gegen frauen, habe ich hier gefunden:

    Ich habe schon sehr lange keine so übersexualisierte Werbung gesehen für ein Produkt, das keinen Sex verkauft. Alle Models sind sehr jung und sehen tendenziell minderjährig aus. Sie schwitzen, schauen intim-sexy daher und spreizen dabei ihre Beine, halten nackte Busen, Haut und ein paar blaue Flecken in die Kamera.
    Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr mit das auf die Nerven geht. Weil es sexistisch ist, im alten Sinne des Wortes: weil es Frauen zu Sexobjekten degradiert.

    http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/368026

  64. 64 MPunkt 03. Januar 2010 um 23:12 Uhr

    Was‘n Quatsch, bigmouth. „Echt schwach“ ist, dass Du Dich mal wieder ums Argumentieren drückst, um wischiwaschi irgend einen Einfluss behaupten zu können. Sag doch mal, wie der aussehen soll, statt so zu tun, als wäre „irgendwo zwischen 0% und 100% Determination“ schon deswegen richtig, weil es sich so schön mittig zwischen die beiden Extreme stellt. Der Witz ist nämlich, dass ein bisschen determiniert zu sein so unmöglich ist, wie ein bisschen schwanger zu sein. Entweder man ist nur von den Determinanten Getriebener, oder man kann sich bewusst zu ihnen stellen und verhalten, womit es aber keine Determinanten mehr sind. Insofern zerlegt l.s Einwand, dass ja auch Männer die Plakate sehen, ohne zu Vergewaltigern zu werden, selbstverständlich, dass die Plakate das determinieren würden.

    Es ist doch so: dass eine Frau nur mit Strumpfhosen an – zumal auf einem Werbeplakat heißt –, dass die gerne ficken will, dass die gerade jetzt gerade mit einem ficken will und dass deswegen jede Frau gerade jetzt mit einem ficken will, weshalb man deren reale Willensbekundungen ruhig übergehen könne, sind doch Schlüsse, die man als solche ziehen kann, aber nicht muss. Und um diese Schlüsse zu ziehen, muss man schon mit einem gewaltigen interessierten Denken auf solche Plakate losgehen, nämlich mit dem Interesse, den eigenen Wunsch nach sexuellen Zugriff auf Frauen moralisch ins Recht zu setzen. Dann sind die Plakate aber wurscht, weil dem an Rechtfertigung interessierten Denken, unter dem die Welt sortiert und betrachtet wird, ohne sie eben ein beliebiger anderer Gegenstand zum Material der Bebilderung wird.

  65. 65 leonie 03. Januar 2010 um 23:27 Uhr

    Ok

    @l: die Vergewaltigungsscheiße is natürlich vollkommen daneben, ich habe es auch nicht deshalb verlinkt sondern wegen dem Bild. Weil ich das eine klassische Pose ist in der fast ausschließlich nur Frauen abgebildet werden, gebückt und von hinten. Nen Typen sieht man nur sehr selten bis gar nicht so abgebildet, warum wohl?

    Ich versuche den Unterschied ja zu erklären, dass eben Frauen und Männer anders abgebildet werden wenn es um „sexy“ Posen geht, dass ich die Weisheit auch nich mit Löffeln gefressen habe tut mir leid. Aber mich nervt es krass, dass hier jeder_jede die werbung einfach so hinnimmt und gar nich mal darüber nachdenken will. Und ICH finde sie ienfach nicht so ohne, weil (nochmal) eben Frauen und Männer klar anders abgebildet werden l.s Sport-Beispiel war da ziemlich aussagekräftig und KLAR es geht noch schlimmer, aber AA macht nunmal immer Werbung mit Unterwäsche/Leggins, in Mag und auf der Straße lieber mit Frauen, Männer sieht man da selten, obwohl die auch ANDERE Sachen ´haben. Nein immer die nackte Haut muss her und liebend gern von Frauen und da is es mir Scheiß egal ob die jetzt Männer oder Frauen antörnt.
    Naja und klar wieder ein sehr sehr schwieriges Thema aber ich denke, dass Frauen es geil finden sich gebückt hinzustellen und Männer nicht, hat auch oft (nicht immer) was mit Sozialisation zu tun, weil eben weibl. Sexualität immer so dargestellt wird.

  66. 66 MPunkt 03. Januar 2010 um 23:29 Uhr

    War nicht ein paar Comments vorher noch leonies Beschwerde, dass die dargestellten Frauen nicht schwitzen würden? :P

    Und übersexualisiert ist auch witzig … was ist denn bitte das richtige Maß an Sexualisierung für Werbung, damit über Unterwäsche aus Geld mehr Geld gemacht werden kann und was ist da bitte überhaupt der Maßstab? Und gibt es dann auch eine Untersexualisierung?

  67. 67 leonie 03. Januar 2010 um 23:37 Uhr

    haha MPunkt du zeigst wirklich ein wahnsinniges Verständnis dafür dass du das was ich schreibe auch nur ansatzweise reflektieren willst, wenn du es von vornherein schon scheiße und lächerlich findest, warum diskutierst du dann mit, oder ist dein Verständnis von Diskussion, dass man andere lächerlich machen muss und wer das am besten kann hat gewonnen oder was. Echt hey, des kann ja nich wahr sein! Komm mal runter von deinem Arroganz ich weiß eh schon alles Trip!

  68. 68 MPunkt 03. Januar 2010 um 23:43 Uhr

    Genau, wer Dich kritisiert ist arrogant …

  69. 69 leonie 03. Januar 2010 um 23:46 Uhr

    Kritik, du machst dich lustig, dass is schon ein kleiner Unterschied, oder hast du des mit dem schwitzen echt nich gecheckt?? Gegen Kritik hab ich gar nichts, sonst würd ich hier ja nicht rumdiskutiern, aber wenn mich jemand mit Absicht falsch verstehen will und sich so naiv lächerlich macht, dann hab ich da schon was dagegen!

  70. 70 MPunkt 03. Januar 2010 um 23:52 Uhr

    An den Widerspruch, auf den ich hingewiesen habe, siehst Du doch, wie beliebig Sexualisierung und darüber Sexismus an die Werbung herangetragen wird. Die schwitzen nicht? Ganz klar Sexualisierung und Sexismus, weil makellose Reinheit ja sexy ist. Die schwitzen? Ganz klar Sexualisierung und Sexismus, weil das ja sexy ist. Je nach Geschmacksurteil halt. Und diese Übersetzung des eigenen Geschmacksurteils – sexy und zu sexy – in den Anschein einer inhaltlichen Kritik wird „Übersexualisierung“ schön deutlich. Weil es gar keinen Maßstab für ein richtiges Maß an Sexualisierung gibt, aber so getan wird, als würde die Werbung gegen diesen Maßstab, welcher in Wirklichkeit nur das Geschmacksurteil ist, verstoßen und deshalb sexistisch sein.

  71. 71 bigmouth 03. Januar 2010 um 23:59 Uhr

    @MPunkt: zB ist die politik von eltern eine determinante für die politik ihrer kinder, die sie noch im erwachsenenalter ausüben werden. da besteht ein klarer zusammenhang, so und so viel % aller leute übernehmen offenbar die politische position ihrer eltern. das ist schlicht ein fakt.

    in deiner vorstellungscheint der zusammenhang zwischen den einflüssen, denen leute ausgesetzt sind, und den positione, die sie vertreten, dagegen rein zufällig. dass die kinder von nazieltern viel eher nazis werden als die von nicht-nazis – wie erklärst du dir das?

  72. 72 leonie 04. Januar 2010 um 0:03 Uhr

    Danke!

    Naja die Schwitze is aber nicht die selbe, die in der Werbung dargestellt wird. ICH hab ganz explizit von Achselschweiß durch Sport gesprochen, nicht von durchgeschwitzen Körpern, die uns an stundenlangen Sex erinnern, sondern einfach von einem Achselschweißfleck bei einer Frau durch Sport und der würde in der Werbung wohl kaum als „sexy“ dargestellt werden, und da wären wir schon wieder bei den Rollen.

  73. 73 bigmouth 04. Januar 2010 um 0:12 Uhr

    wenn überall plakate rumhängen, wo frauen auf ne bestimmt art und weise präsentiert werden/sich präsentieren, dann kann jemand als unbedarfter, nicht kritisch herangehender mensch halt sehr wohl den schluss ziehen: frauen sind so.

    dass ist dabei nur ein baustein unter vielen. es erscheint mir aber offensichtlich, dass es einen unterschied macht, ob man mit bestimmten inhalten 1 oder 100 mal am tag konfrontiert wurde. das beeinflusst die wahrnehmung dessen ,was normal ist. und für ein noch nicht kritisches bewusstsein ist normalität erst mal nicht hinterfragenswürdig

  74. 74 zuckermitstreusel 04. Januar 2010 um 0:40 Uhr

    „Aber mich nervt es krass, dass hier jeder_jede die werbung einfach so hinnimmt und gar nich mal darüber nachdenken will.“

    und weil wir nicht darüber nachdenken wollen diskutieren wir hier auch schon seit tagen darüber.

  75. 75 zuckermitstreusel 04. Januar 2010 um 0:44 Uhr

    mpunkt, du schreibst:

    „Sag doch mal, wie der aussehen soll, statt so zu tun, als wäre „irgendwo zwischen 0% und 100% Determination“ schon deswegen richtig, weil es sich so schön mittig zwischen die beiden Extreme stellt. Der Witz ist nämlich, dass ein bisschen determiniert zu sein so unmöglich ist, wie ein bisschen schwanger zu sein.“

    du vergisst dabei aber, dass es sich hier nicht um ein menschenexemplar handelt, sondern um millionen. und wenn von millionen zwei determiniert sind, so ist die gesellschaft ein bisschen determiniert. ist doch nicht so schwer, oder?

  76. 76 zuckermitstreusel 04. Januar 2010 um 0:47 Uhr

    was die übersetzung des eigenen geschmacksurteils angeht ist es dasselbe wie ich oben schon schrieb – leonie als rezipientin bringt erst den sexismus in den gegenstand (nicht immer, aber hier so ziemlich). vielleicht erklären es nochmal 4 oder 5 andere leute mit noch anderen worten, danke.

  77. 77 l 04. Januar 2010 um 0:59 Uhr

    @n.n.: ach ja, eine andere hat das geschrieben. stimmt. ich bezog mich aber auf das von mir geschrieben.

    @bigmouth: genau umgekehrt ist es: ich wende mich hier gegen eine veraltete wirkungstheorie. der verlinkte blogeintrag setzt ein werbesujet mit dem thema vergewaltigung in zusammenhang und suggeriert, diese bilder spielten eine entscheidende rolle. als nächstes setzen wir egoshooter mit schulhof-schießereien in zusammenhang, oder was? es muss schon einiges zusammenkommen, damit als „wirkung“ ne vergewaltigung rauskommt. da ist aber so ein bild nicht das entscheidende, so wie auch der egoshooter nicht das entscheidende ist bei nem shooting.
    bei so primitiven wirkungsannahmen will ich schon einspruch erheben.

    „echt schwach“ ist „echt schwach“.

    vllt geht mal jmd auf #4 meines vorherigen postings ein. denn es wurde hier ja von manchen gesagt, es würde ein gewisser eindruck beim dem betrachter angestrebt werden durch diese sujets. ganz offensichtlich gehen aber meist die frauen selber diese sachen kaufen. weil ihnen der betrachter, weil ihm das sujet so zusagt, druck ausübt? oder sind das manipulierte kollaborateurinnen, die ganz gehirngewaschen, sexismus auch schon sexy finden?
    wieso soll eine frau das in dem vergewaltigungs-blogeintrag verlinkte bild nicht sexy finden? vllt denkt sie sich da ne szenerie, wo sie sich – und das wäre ja recht offensiv (i.s.v. initiative ergreifen) – vor ein ‚armes opfer‘ recht überraschend so hinposiert. zB wartet bis der/die partner_in nachhause kommt: überraschung! ist das dann sexismus oder sex(y)? oder vllt werden da, wieder bei anderen rezipientinnen, auch unterwerfungsphantasien bedient. und dann?

    man kann bei manchem nämlich als rezipientin auch ne ganz andere lesart haben: da wird mir zT (je nach foto, d.h. ich behaupte nicht, dass „überwiege“) offensive sexualität zugestanden. käuferinnen denken sich vllt: ne frau, die sich so hinsetzt, macht ne ansage. und manche käuferinnen beeindruckt das wohl. wollen das wohl auch machen und denken sich: mit aa klappt das sicher hervorragend.
    ich will nicht behaupten, dass die mehrheit das so sieht. kann ich ja nicht wissen. aber für mich ist das keine darstellung als „sexobjekt“.

    es ist auf jeden fall so: das zeug wird großteils von frauen gekauft.

    das mit der porno-darstellerin ist vllt so zu erklären: das soll den käuferinnen sagen – dann haste auch mal porno-sex. schließlich schauen viele frauen pornos.
    ist aber spekulativ.

    aber vllt kennt jmd von euch ja auch umfragen dazu, wie so ne unterhosen-kaufentscheidung zustande kommt …

  78. 78 l 04. Januar 2010 um 1:32 Uhr

    gebückt und von hinten und:

    Naja und klar wieder ein sehr sehr schwieriges Thema aber ich denke, dass Frauen es geil finden sich gebückt hinzustellen und Männer nicht, hat auch oft (nicht immer) was mit Sozialisation zu tun, weil eben weibl. Sexualität immer so dargestellt wird.

    ja, dann sind wir jetzt wohl bei der bdsm-debatte angelangt, nur dieses mal ohne bdsm.

  79. 79 bigmouth 04. Januar 2010 um 1:38 Uhr

    oder sind das manipulierte kollaborateurinnen, die ganz gehirngewaschen, sexismus auch schon sexy finden?

    ich verstehe nicht, warum du dafür gehirnwäsche annehmen musst. sexismus zeichnet sich doch im gegensatz zu rassismus dadurch aus, dass die meisten betroffenen (beider geschlechter) den affimieren, weil das stabiles teil ihres selbstbildes ist. frauen finden es wünschenswert, dass sie süß & begehrenswert sein sollen, männer, dass sie stark sind – und bitte nicht umgekehrt. dass männer vom mars, frauen von der venus sein sollen, die einen nicht zuhören, die anderen nicht einparken können, sind botschaften, die als bestseller konsumenten bei beiden geschlechtern finden

    auffällig finde ich bei den fotos halt, dass da frauen sehr häufig irgendwie rumliegen, und einladend wirken, und die typen eher aktiv irgendwo rumstehen. und passt halt genau in die gesellshaftlich vorherrrschende, sexistische vorstellung davon, dass sexyness bei beiden geschlechtern jeweils anders definiert ist. aktivf vs. passiv, verführerisch vs. sich nehmend, schwach vs. stark.

    jedenfalls überwiegt diese inszeneirung offenbar deutlich die gegenbeispiele

  80. 80 l 04. Januar 2010 um 1:40 Uhr

    wenn überall plakate rumhängen, wo frauen auf ne bestimmt art und weise präsentiert werden/sich präsentieren, dann kann jemand als unbedarfter, nicht kritisch herangehender mensch halt sehr wohl den schluss ziehen: frauen sind so.

    stimmt. ein unbedarfter mensch, der nur über plakate frauen begegnet, aber nie welchen im realen leben, der wird vllt wirklich so nen schluss ziehen.

    zudem was heißt: „so“. so zb? ich habs schon geschrieben (indikret): ich find das ist ne recht offensive sexualität, nix passives objekt. ist natürlich meine wahrnehmung, na klar.

  81. 81 MPunkt 04. Januar 2010 um 8:25 Uhr

    @ bigmouth: „Einfluss“ flüchtet sich doch schon wieder in die Beliebigkeit. Wie kommt es denn, dass manche Kinder die politischen Einstellungen ihrer Eltern übernehmen und manche nicht? Weil sie sich mit Willen und Bewusstsein sowohl auf das Autoritätsargument Eltern (deren Inhalte deswegen teilen, sich deswegen als Protest extra andere zulegen, es als kein inhaltliches Argument ignorieren), als auch auf die von denen vorgetragenen Inhalte beziehen.

    @ zuckermitstreusel: Damit ist auch Dein Einwand im Grunde schon beantwortet. Von zwei Millionen Menschen beziehen sich auch nicht zwei als pawlowosche Hunde auf ihre Umwelt, sondern alle zwei Millionen mit einer eigenen Verstandesleistung.

    @ leonie: Erstmal Entschuldigung, ich hatte mich gestern Abend (und schon zuvor) extrem über bigmouth aufgeregt und Du hast das ein Stück weit mit abbekommen. Das mit dem Schwitzen ziehe ich dann auch zurück. Nicht jedoch, weil es ja auch gar nicht kritisiert wurde, dass „Übersexualisiert“, wie das in dem verlinkten Artikel vorkommt, nicht als Beleg für Sexismus taugt, weil es gar keinen objektiven Maßstab für das richtige Maß an Sexualisierung bspw. einer Unterwäschewerbung gibt.

  82. 82 n.n. 04. Januar 2010 um 11:27 Uhr

    Schaut euch mal folgendes Beispiel an:

    http://contexts.org/socimages/2009/10/02/male-models-display-clothes-female-models-display-themselves/

    Ich würde hier schon davon ausgehen, dass die Frauen im Gegensatz zu den Typen lasziv (?) ihren Körper präsentieren. Und dass da ein ziemlicher Unterschied in den Posen besteht. Abgesehen davon, dass man hier natürlich wieder sieht wie krass progressiv AA bei der Auswahl der weiblichen Models ist ( :D ).

  83. 83 laylah 04. Januar 2010 um 13:33 Uhr

    was die übersetzung des eigenen geschmacksurteils angeht ist es dasselbe wie ich oben schon schrieb – leonie als rezipientin bringt erst den sexismus in den gegenstand (nicht immer, aber hier so ziemlich). vielleicht erklären es nochmal 4 oder 5 andere leute mit noch anderen worten, danke. (zuckermitstreusel)

    ja, diejenige, die einen sexismusvorwurf erhebt, ist ja SELBST DIE SEXISTIN! immer so! gut erkannt! halt die fresse du hetzer. und das können ihm jetzt gern auch noch 4 oder 5 andere leute ans herz legen.

    der verlinkte blogeintrag setzt ein werbesujet mit dem thema vergewaltigung in zusammenhang und suggeriert, diese bilder spielten eine entscheidende rolle. (l)

    das stimmt doch gar nicht. das tut lediglich die parole, die da abgebildet und diskutiert wird.

  84. 84 n.n. 04. Januar 2010 um 13:52 Uhr

    Ich würde ja gerne, aber hier gibt es neuerdings eine „Nettikette“. Seitdem halte ich mich mit angebrachten Ansagen an derartige Gestalten zurück.

  85. 85 l 04. Januar 2010 um 14:22 Uhr

    hallo,

    mal ne klarstellung: mir gehts um mehrere sachen.
    erstens, dass stereotype darstellungen bei allen möglichen werbungen anzutreffen sind, v.a. auch unter- bzw. reizwäschebranche. dass ich aber finde, dass aa hier zumindest teilweise aus dem rahmen fällt und sowohl männer als auch frauen präsentiert, die aus dem „rahmen“ fallen. wie gesagt: teilweise.
    was sich da auch findet, sind verschiebungen. nn hat ja nochmal was verlinkt. die männer-fotos: einige von denen stehen nicht so da, wie „der mann“ typischerweise dasteht in ner werbung. sondern da findet sich ne leichte „feminisierung“ (man kann auch sagen: ne öffnung von „männlichkeit“).

    zweitens: sowas findet sich aber nicht, weil die so antisexistisch sind. sondern weil die da ein marktsegment bedienen. eines unter mehreren, daher auch viele andere darstellungen.

    ein unternehmen geht ja nicht her und sagt: ich mach jetzt mal was gutes. die produzieren zB nicht „fair“, weil die gut sind, sondern weil das vielen käuferinnen überzeugt. die tun, was jedes kleinere und größere unternehmen macht: mithilfe von marktforschung andauernd nach absatzmöglichkeiten bei versch. zielgruppen fahnden. mitunter kommen dabei produktmodifikationen raus, sehr oft nur kleiner änderungen im design und in der werbung.

    ich halte die klage, dass keine „korrekte“ werbung gemacht wird, für verfehlt, denn: um erfolg haben zu können, muss werbung anschließen an wünsche. die mögen ja kritikabel sein. aber die vorstellung, werbung manipuliere, ist eben nicht ganz richtig. werbung verspricht menschen das, was sie sich sowieso wünschen. die aussage ist ja: wenn du dir das kaufst, dann klappt dies oder das oder du bist endlich so oder so.

    dass männer wie frauen sich in der gesellschaft bewegen und dann bestimmte wünsche haben und vorstellungen: klar. aber die wird denen nicht eingeprügelt von der werbung. bzw. würde ich das unter: das kommt vllt dazu, dass sie da dann bestätigungen finden, packen.

    tatsache ist aber: wer fordert, dass die jetzt mal „korrekte“ werbung machen rundum und sich dabei nix scheissen um die (manchmal durchaus kritikablen) wünsche der potenziellen käufer_innen, fordert den untergang des unternehmens. ist ja auch ok. nur das will hier in dieser konsequenz ja niemand fordern. sondern da wird in manchen kommentaren nachgerade so getan, als könnte man gleichzeitig absehen von den wünschen der zielgruppen UND erfolg haben. und das ist halt vollkommen an der realität vorbei gedacht.

    es ist ganz simpel: wenn irgendwann alle bzw. die mehrheit der männer und frauen nur noch „antisexistische“ werbung wollen (und auch zahlen können), dann wird es die kritisierten sujets natürlich nicht mehr geben. denn aa geht es doch nicht um die sujets als selbstzweck (im sinne von ner verschwörungstheorie*), sondern da geht es alleine um absatz. (und das scheint ja recht gut zu funktionieren: frauen kaufen da wohl massig ein.)

    ein kleineres marktsegment hat man ja schon identifiziert, daher auch darstellungen von frauen mit achselhaaren als reaktion.
    werbung ist immer reaktion im sinne von: identifizierung von wünschen, daran anknüpfend dann: wenn du x kaufst, geht der wunsch in erfüllung.

    genau aus diesem grund finden sich heute mitunter darstellungen von „abweichender männlichkeit“, werbung mit energisch auftretenden frauen, werbung mit karrierefrauen: das sind reaktionen auf gesellschaftliche veränderungen und das auftauchen neuer/veränderter wünsche (durchaus auch als aus notlagen geborene, das muss man untersuchen).

    das ist immer schon so. als gegen ende des 19. jh frauen vermehrt berufstätig wurden, gab es kurz später erste frauenbeilagen bei zeitschriften. zum einen weil die verleger von denen geld wollten (und dazu wurde auch wieder gezielt engeknüpft an die wünsche und interessen der zielgruppe, die natürlich nicht vom himmel fallen); zum anderen weil die verleger so zielgruppengerechten anzeigenplatz verkaufen konnten. und die werbung war auch ne andere. ne angepasste.

    weil werbung schnell auf gesell. veränderungen reagiert, wird ihr von manchen wissenschafter_innen fast schon emanzipatorisches potenzial bescheinigt. halte ich für verfehlt, weil es davon absieht, warum die ständig reagieren.
    d.h. diese wissenschafter_innen leisten sich den genau gleichen fehler wie hier manche.

    wer sich an der werbung stört, muss die potenziellen käufer_innen agitieren. die werbung ändert sich automatisch, sobald sich da erfolg einstellt. ich glaube nicht, dass agitation in diesem bereich sonderlich erfolgreich ist, wenn man skandalisiert. man müsste dann die als kritikabel erachteten wünsche der käufer_innen eben kritisieren.

    dann zum schluss nochmal dazu, dass hier von manchen so getan wird, als gäbe es nur eine lesart (ne „männliche“):

    Sasha Grey ist ne bekannte Pornodarstellerin, da soll die Inszenierung offensichtlich gewisse eindeutige assoziationen (sie bietet sich dem betrachter dar, genommen zu werden) beim betrachter wecken

    das macht keinen sinn, wenn frauen die mehrzahl der einkäufe tätigen. ist es nicht sehr viel wahrscheinlicher, dass käuferinnen auch mal porno-sex haben wollen? der typ immer so lahm, aber vllt bringt das kleidungsstück ja mal etwas action in die bude? das ist aber ne eher fordernde haltung.

    hier wird immer wieder so getan, als wäre die zielgruppe (der werbung, der produkte) männlich. ist sie aber mehrheitlich wohl nicht. die zielgruppe hierbei ist v.a. weiblich und die werbung ist darauf zugeschnitten.

    also: wenn ihr solche wünsche für kritikabel haltet, dann kritisiert die. aa ist nur ne reaktion darauf. ich weiß aber nicht, wie man in anderen debatten das aktive lustvolle sich unterwerfen ok finden kann, um dann hier rumzuproblematisieren. ne käuferin von dem ding macht nämlich genau das gleiche: sie begibt sich aktiv in ne „nimm mich position“. das ist ja ne aufforderung.

    wie auch immer. sobald die käuferinnen nicht mehr anspringen auf solche werbung, gibt es sie nicht mehr.
    von daher ist es eben gerade nicht egal, leonie, ob frauen sowas anturnend finden.

    --
    *in den 1980ern wurde das thema werbung und frauen durchaus beinahme verschwörungstheoretisch abgehandelt.

  86. 86 zuckermitstreusel 04. Januar 2010 um 16:28 Uhr

    l unterstützt mich da auch, wenn ich mal zitieren darf:

    ich find das ist ne recht offensive sexualität, nix passives objekt. ist natürlich meine wahrnehmung, na klar.“

  87. 87 laylah 04. Januar 2010 um 19:12 Uhr

    meinst du mich? zusammenhang? l ist halt im gegensatz zu dir an einer klärung interessiert. sone paternalistenscheiße würd sie nie unterstützen.

  88. 88 pink 04. Januar 2010 um 21:29 Uhr

    oh sorry für das doppeltposting, da ging irgendwas schief.. kann das jm löschen vielleicht?

    ansonsten:
    „bigmouth 03. Januar 2010 um 21:19 Uhr

    @pink: diese körper(vor)bilder sind aber eben auch sexistisch sehr unterschiedlich gehalten. schau# dir doch mal an, wie unterschiedlich da inszeniert wird, um bestimmte aspekte in den vordergrund zu rücken“

    wo fängt sexismus an? ich find die forderung nach der auflösung von geschlechterrollen toll, aber ist eine inszenierung auf der basis der geschlechterrollen schon sexismus? dann würde zb. die darstellung von einen „mann“ mit krawatte und einer „frau“ im minirock schon sexismus sein, oder? weil sowas ständig gezeigt wird und den geschlechterklischees entspricht.
    daher finde ich wie gesagt die frage wichtig, was genau der hauptkritikpunkt ist:
    * ist es der, dass normierte „schöne“ körper gezeigt werden (natürlich variiert das schönsein je nach geschlecht, weil wir in einer gesellschaft leben, die von heteronormativität durchzogen ist) und damit suggeriert wird, das man ohne dieses bestimmte aussehen nicht sexy und anziehend sein kann? -> „lookism“
    * ist es sexismus? (bzw. in diesem zusammenhang: ist sexismus schon die reproduktion gesellschaftlicher geschlechterverhältnisse?)
    * oder ist die kritik die, dass sexualisierte körper/“sexobjekte“ gezeigt werden bzw. die werbung in irgendeiner form mit sex spielt? (diese empörung über sex in verbindung mit konsum geht meist in irgendeine reaktionäre/religiöse richtung, in der sex ein besonderer stellenwert zugesprochen wird und die vorgeben will, wer wie wann wo sex haben darf; damit ist auch die kritik an der objektivierung verbunden – denn in sozialen interaktionen und erst recht in werbung wird immer irgendwie objektiviert, doch nur in punkto sex wirds problematisiert)

    mal davon abgesehen stimme ich l zu. werbung reproduziert im allgemeinen einfach gesellschaftliche werte bzw. steht mit diesen in einer wechselwirkung. kann ja spannend sein, das zu analyisierten, aber sich moralisch darüber aufzuregen oder zu behaupten, werbung sei zb. schuld an sexismus, ist quatsch.

  89. 89 zuckermitstreusel 05. Januar 2010 um 10:14 Uhr

    da laylah sich hier nicht an die netiquette hält und ich auch kaum sehe, dass dies für jemanden im blick wäre, gebe ich eben klein bei. denunziationen a la „hetzer“ und „paternalismusscheisse“ sollten nicht sein. ausserdem hab ich weiter oben meine haltung zum rezipient_innenproblem erläutert, wäre schön gewesen wenn laylah das vorher gelesen hätte.

    und tschüss.

  90. 90 n.n. 05. Januar 2010 um 13:09 Uhr

    „denunziationen a la „hetzer“ und „paternalismusscheisse“ sollten nicht sein.“

    Falsch, Hetzer und Paternalisten sollten hier nicht sein. Gute Reise!

  91. 91 pink 05. Januar 2010 um 16:54 Uhr

    @n.n.
    vielleicht hab ich ja was überlesen, aber was verstehst du denn unter „hetzer“ (gehts dir um die art und weise oder um einen inhalt?) und wo wurde hier „gehetzt“?
    haha und dein „gute reise!“ erinnert mich irgendwie an ein wahlplakat…. :d

  92. 92 zuckermitstreusel 05. Januar 2010 um 19:51 Uhr

    die hetze kann doch niemand erlären und den paternalismus schonmal gar nicht. begriffslose trolle.

  93. 93 laylah 05. Januar 2010 um 22:34 Uhr

    die sexismuskritikerin als sexistin zu bezeichnen is halt n klassiker, zucker. ich will mit dir aber grad nicht diskutieren, sondern dich und alle, die sone sachen in diskussionen benutzen, hier weghaben.

  94. 94 n.n. 06. Januar 2010 um 9:23 Uhr

    @pink:

    Diese ganze Masche mit der Leonie hier als a) dumm („Darf man jetzt gar keine Unterwäsche mehr tragen?!“) und b) in Wahrheit doch nur selbst sexistisch („leonie als rezipientin bringt erst den sexismus in den gegenstand“) abgestempelt wird. Das kannst du oben nachlesen

    @ zuckermitstreusel:

    Wolltest du dich nicht verkrümeln? Mach doch einfach mal.

  95. 95 Klaus 06. Januar 2010 um 14:15 Uhr

    Irgendwie ist das ne typisch deutsche Vorstellung, dass Frauen, die sexy sind, auf Männer sexy wirken und dies auch in Ordnung finden, nicht gleichzeitig als Subjekte in Erscheinung treten können, bzw. dass Bilder ihnen ihre Menschlichkeit absprechen.

  96. 96 Marcie 06. Januar 2010 um 17:10 Uhr

    @laylah: „die sexismuskritikerin als sexistin zu bezeichnen is halt n klassiker“
    Ich glaube, das hast Du (etwas) falsch verstanden.

  97. 97 reneé 07. Januar 2010 um 0:38 Uhr

    zuckermitstreusel hat im gegensatz zu n.n. oder laylah die bezeichnung „sexistin“ recht ausführlich begründet. bei den anderen beiden kam wirklich nur denunziation, kein einziges (gegen)argument.

    siehe punkt 6: http://maedchenblog.blogsport.de/netiquette/

    so wird das eher nichts mit dem feminismus oder irgendeiner kkonstruktiven debatte.

  98. 98 XYZ 08. Januar 2010 um 4:06 Uhr

    Hallo Leute,

    ich habe mich mal durch die Kommentare gewühlt und finde, dass hier dass hier teilweise sehr aneinander vorbei geredet wird.

    Ich finde es eigentlich nicht bedenklich, wenn man auf erotische (sexy) Darstellungen setzt, um ein derart „körpernahes“ Produkt zu verkaufen.

    Der Zusammenhang zwischen sexy sein (also auf das andere oder eigenen Geschlecht sexuell anziehend wirken) und tolle Unterwäsche/Badebekleidung tragen scheint mir durchaus da zu sein.

    Etwas anderes ist es, wenn man mit einer nackten Blondine für einen Benzinrasenmäher wirbt. Das ist absurd und sexistisch!

    Ich habe mich auch mal durch die Models geklickt und mein Eindruck ist, dass da für jeden was dabei ist – Männer Frauen, klein, groß, dick, dünn, Bart, Glatze – mit dem man sich identifizieren kann.

    Im Vergleich zu anderen Labels schneidet AA in Sachen sexistische Darstellung sogar noch gradezu vorbildlich ab.

    Dass der Chef wegen sexueller Belästigung angezeigt wurde hat doch mit dem Thema an sich nix zu tun. Der Typ ist doch wahrscheinlich „Manager“, macht also weder die Fotos, noch schreibt er die Texte noch sucht er die Models aus…

    Mich würde sowieso interessieren, wie die Fotos entstanden sind.

    die Agenten, die die Models buchen, die Designer, die die U-Wäsche zu entwerfen oder die Fotografen, die die Models zu derartigen Posen bewegen – sind das überwiegend Männer oder Frauen?

    Hat da jemand einen Einblick?

    Gruß

  1. 1 Ab wann ist Werbung sexistisch? « mädchenblog Pingback am 06. Januar 2010 um 0:24 Uhr

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