Ist dein_e Arbeitgeber_in homophob?

Offen lesbisch oder schwul am Arbeitsplatz sind immer noch weniger als 50%. Das reicht vom Verschweigen der eigenen Lebensweise über Nicht-Thematisieren bis hin zu erfundenen gegengeschlechtlichen Partner_innen. Im Vorfeld der Karrieretage für Schwule, Lesben & Freund_innen von Diversity findet eine Befragung über gay-friendlyness von Arbeitgeber_innen statt. Klick!


5 Antworten auf “Ist dein_e Arbeitgeber_in homophob?”


  1. 1 riot.grrrl 17. Januar 2010 um 21:35 Uhr

    50% von was? Rosinen? Menschen? Lesben/Schwule? Heteros?

  2. 2 kinky 18. Januar 2010 um 1:29 Uhr

    =:)
    bezieht sich wohl auf nicht arbeitslose lesben/schwule?
    würde jedenfalls mit dem ergebnis der studie der kölner uni von 2007 zusammen passen:
    „Mit wie vielen ihrer Kollegen/Kolleginnen sprechen sie offen über ihre sexuelle Orientierung?“ (n=2220 Schwule und Lesben):
    Mit keiner/m 10,1%
    Mit wenigen 41,8%
    Mit der Hälfte 07,7%
    Mit vielen 11,1%
    Mit der Mehrheit 16,6%
    Mit allen 12,7%

  3. 3 riot.grrrl 18. Januar 2010 um 9:34 Uhr

    Ah, gut zu wissen.
    Aber mal was anderes:
    Dieses gay career ist schon durchaus grausig. Jetzt mal ehrlich, was ist denn der Erfolg davon, ein paar mehr LGBT in Führungspositionen oder „immerhin“ mit nem Haufen mehr Karriereerfolg? Beratung, wie man als Unternehmen die gay community möglichst effektiv bedient… Hauptsache der Erfolg in der Konkurrenz möglichst erfolgreich gegen den Rest. Das freut einen Bruchteil der LGBT, vor allem aber die Kapitalist_innen, die mit gesteigerter Motivation der Arbeitnehmer_innen natürlich auch mehr Gewinn einfahren können. Die nennen das dann „gemeinsam mehr erreichen“. Was die aber nicht verstehen ist, dass ein Großteil der LGBT überhaupt nicht mehr erreichen kann, weil die Plätze knapper werden je weiter man nach oben kommt. Ein Großteil der LGBT wird also sowieso immer eine Scheißposition haben. So Qutenregelungen sind doch nichts außer die Gerechtigkeit gewordene Verschleierung und zu nem „fairen“ Prozentsatz verklausulierte Unterdrückung. Alles scheiße? Ja, aber wenigstens gerecht.

  4. 4 kinky 18. Januar 2010 um 18:43 Uhr

    naja, ich finde es auch eklig, wie da lbgt-sein kapitalistisch verwertet wird.
    und die website scheint soweit auf btlg, dann eh nur auf weiße, hochgebildete gbtl ausgerichtet.

    „Nur wenn Mitarbeiter sich jedoch auf Ihrem Arbeitsplatz frei und akzeptiert fühlen, können sie produktiv arbeiten.“ (http://www.gaycareer.com)

    das richtige wird gewollt, aber nur aus dem grund um im kapitalismus erfolgreich sein zu können. das ist natürlich eine moralische Frage, was das richtige ist bzw. ob es das gibt, wovon ich aber keine ahnung habe, andere hier im blog scheinen jedoch welche zu haben. (vielleicht ist es z.b. auch notwendig, dass sich viele auf ihrem arbeitsplatz unfrei und nicht-akzeptiert fühlen, damit die revo ausbricht.) >:d<
    im hier und jetzt ist das m.e. schon besser und von mir aus ein fortschritt auf einen ltbg-freundlichen (aus welchen gründen auch immer) arbeitgeber_in zu treffen, als als quoten-transe(lgb) eingestellt zu werden und ständig direkten oder indirekten anfeindungen ausgesetzt zu sein.
    sprich wenn damit quantitativ der gleiche erfolg erzielt wird, ist so ein diversity management bestimmt lustiger als eine quotenregelung.

  5. 5 Lumière 31. Januar 2010 um 16:24 Uhr

    Dieses gay career ist schon durchaus grausig. Jetzt mal ehrlich, was ist denn der Erfolg davon, ein paar mehr LGBT in Führungspositionen oder „immerhin“ mit nem Haufen mehr Karriereerfolg?

    Wenn man mit negativer Grundeinstellung und Erwartungshaltung an etwas herangeht, dann lohnt es sich viel mehr, es gar nicht erst zu betrachten. Denn alles andere ist sinnlos, vor allem weil sich hier wieder bestätigt, dass das gelesen wird, was gelesen werden will und nicht das, was eigentlich die Aussage tatsächlich darstellt.
    Denn bei präziserer Lektüre der Website, sollte man festgestellt haben, dass dieses hier behauptete Ziel in keinster Weise erwähnt wird.

    Was die aber nicht verstehen ist, dass ein Großteil der LGBT überhaupt nicht mehr erreichen kann, weil die Plätze knapper werden je weiter man nach oben kommt. Ein Großteil der LGBT wird also sowieso immer eine Scheißposition haben.

    Wie bereits erwähnt, hat dies nichts mit der Tätigkeit von Gaycareer. Solch Generalisierungen zeugen schlicht und ergreifend von Ignoranz. Mich würde einmal die Quelle interssieren, die bestätigt, dass letzteres tatsächlich der Fall ist! Es ist sicherlich nicht richtig, dass LGBT schlechtere Positionen haben, zumal dies absolut von der eigenen Motivation und Leistung ganz unabhängig von der Sexualität abhängt. Es ist nicht repräsentativ, seine eigene Misslage und Unzufriedenheit auf die Allgemeinheit zu projizieren.

    das richtige wird gewollt, aber nur aus dem grund um im kapitalismus erfolgreich sein zu können

    Traurig, dass Engagement für die Community stets erniedrigt wird. Würdest du kostenlos bei Deinem jetzigen Arbeitgeber arbeiten und dafür unter der Brücke leben? Man kann auch einfach alles schlecht machen, aber keine eigenen Ideen & Taten generieren. Es ist natürlich durchaus viel komplizierter, eigene Ideen zu schöpfen. Da erweist es sich schon als viel angenehmer und einfacher, die Ideen anderer schlecht zu machen. Jeder von Euch lebt und nutzt den Kapitalismus. Handy, Computer, Auto…eigentlich alles, was ihr täglich nutzt ist das Produkt dessen. Auch der Preisvergleich kann nur aufgrund des Wettbewerbs stattfinden. Oder wer geht hier zum Gourmet-Supermarkt, wenn der Discounter gleich daneben ist?
    Wir wissen alle, dass jeder auf eine Art Geld verdienen muss, um in unserer Gesellschaft zu leben, denn Geld ist nun mal das Tauschmittel. Es ist auch die Folge der beruflichen Spezialisierung. Somit hat sich Gaycareer nun mal auf einen Ausschnitt des Diversity Managements konzentriert.

    und die website scheint soweit auf btlg, dann eh nur auf weiße, hochgebildete gbtl ausgerichtet.

    Eine gründlichere Lektüre wäre hier äußerst hilfreich gewesen und hätte nicht zu solchen Mutmaßungen & Orakelweisheiten geführt.

    So Qutenregelungen sind doch nichts außer die Gerechtigkeit gewordene Verschleierung und zu nem „fairen“ Prozentsatz verklausulierte Unterdrückung

    Diversity Management und Quotenregelungen sind nicht ein und dasselbe. DM ist eine Art der Unternehmensführung, bei der versucht wird, die Vielfalt der Mitarbeiter zum Vorteil aller Beteiligten zu nutzen. DM versteht sich daher als Unternehmenskultur, die die Einstellungen eines Unternehmens von Grund auf repräsentieren soll.

    Das Fazit dieser Kommentare zeigt wiederum, dass es durchaus hilfreich ist, Beiträge, die das eigene Wissen übersteigen, umkommentiert zu lassen, bzw. fundierte Kommentare zu erstellen und nicht den Blick in die Glaskugel zu werfen.

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